Universum
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>Hier< zum "Periodensystem der chemischen Elemente".
"Wozu soll ich mir die Mühe machen, die Geheimnisse der Sterne zu erforschen, wo ich doch ständig Tod und Sklaverei vor Augen habe?" soll Anaximenes (griechischer Naturphilosoph aus Milet) um 550 vor unserer Zeitrechnung den Pythagoras gefragt haben. Frage des Autors: "Was haben danach in über 2 ½ Tausend Jahren die Religionen bewirkt?"
Bilder aus:
Carl Sagan
"Unser Kosmos
Eine Reise durch das Weltall"
Bechtermünz Verlag
ISBN 3-86047-244-5
Centaurus
A (NGC 5128), möglicherweise das Produkt eines Zusammenstoßes zwischen einem
riesigen elliptischen System und einem Spiralnebel, dessen zertrümmerte Arme wir
von der Seite sehen, wird heute eher als elliptisches Riesensystem mit dünnen
Gas- und Staubzutaten gedeutet, das vollständig von einer Gas- und Staubscheibe
und vielleicht auch einigen Sternen eingeschlossen ist. Dieses 14 Millionen
Lichtjahre von uns entfernte Objekt stellt eine starke Radio- sowie eine
Röntgen- und Gammastrahlenquelle dar, wobei die Radiowellen von zwei drei
Millionen Lichtjahre im rechten Winkel zur Staubscheibe gelegenen Lappen
ausgehen. Die bei der Röntgenstrahlenemission auftretenden schnellen
Schwankungen könnten darauf hindeuten, daß sich im Zentrum ein riesiges
Schwarzes Loch verbirgt, das ganze Sternhaufen verschlingt. (Foto: Hale
Observatories)
Das ist ein Beispiel, wonach es der "Natur" völlig egal ist, ob Leute - überhaupt empfindsame Lebewesen - in flüssiger Lava verschmoren oder beim Zusammenstoß zweier Galaxien umkommen.
Gedankenspielerei:
Die meisten Menschen kennen ein
Fußballfeld: 120 mal 90 Meter (national)
und den dazugehörigen
Ball: 0,70 Meter Umfang, also 22 cm Durchmessen (eine normale Schreibmaschinenseite ist 1 cm schmaler),
um den sich das ganze harte Kampfgeschehen dreht.
Nehmen wir an, daß die über dem Universum stehende "schöpferische und alles könnende" Macht unser 4½ Milliarden Jahre altes Sonnensystem so sieht, wie wir ein Fußballfeld (also von uns unverändert groß gesehen). Das Sonnen-, besser Planeten-System müßte jedoch um den Faktor 2 Millionen verkleinert werden (damit unsere Sonne und einige sonnennahe Planeten da rein passen). Dann kämen wir zu folgenden Maßen:
| ... im Fußballfeld | In Wirklichkeit (Kilometer) | |
|
Sonnendurchmesser |
75 Zentimeter |
1,5 Millionen |
|
Sonnenabstand von der Erde |
75 Meter |
150 Millionen |
|
Erddurchmesser |
6,5 Millimeter |
13 Tausend |
|
Umlaufgeschwindigkeit um das Fußballtor |
1 Meter 30 am Tag |
15 Kilometer pro Sekunde |
| Durchmesser Mond | 1,75 Millimeter | 3 Tausend 500 |
|
Abstand von der Erde |
19 Zentimeter | 384 Tausend |
| Merkurdurchmesser | 2,5 Millimeter | 5 Tausend |
|
Tor/Sonnenabstand |
30 Meter |
58 Millionen |
|
Venusdurchmesser |
6 Millimeter |
12 Tausend |
|
Tor/Sonnenabstand |
50 Meter | 108 Millionen |
|
Marsdurchmesser |
3,4 Milimeter |
6,8 Tausend |
|
Tor/Sonnenabstand |
114 Meter | 228 Millionen |
|
Jupiterdurchmesser |
70 Zentimeter |
1,43 Millionen |
|
Tor/Sonnenabstand |
390 Meter | 780 Millionen |
|
Plutodurchmesser |
1,2 Millimeter |
2,4 Tausend |
|
Tor/Sonnenabstand |
3 Kilometer | 6 000 Millionen |
Fußballfeldgröße (international): 64 - 75 Meter breit und 100 - 110 Meter lang.
Angebliche, überall gezeigte Aufnahme der NASA (Zoomeinstellung unbekannt).
Bei der Aufnahme wurden die Sterne offensichtlich als störend empfunden!
Nach
der Tabelle würde die Erde
als kleiner Klicker (Murmel) mit etwas mehr als einem halben Zentimeter irgendwo
75 Meter von einem Fußballtor entfernt liegen und der
Pluto
als Reiskorn 3 Kilometerweit ganz weg sein, also ganz außerhalb des Fußballfeldes und fast völlig unauffindbar in
irgendeinem irdischen Gelände. Der Mars
befände sich nahezu im gegnerischen Tor(abstand), fast nur halb so groß wie die
Erde.
Der Jupiter liegt - mit fast 400 Meter Abstand vom Tor - also auch wie der Pluto außerhalb des Fußballfeldes. Der Jupiter, fast so groß wie die Sonne, wäre beinahe zu einem zweiten Stern - neben der Sonne - geworden. Unser Sonnensystem hätte dann zwei strahlende Himmelskörper gehabt.
Ein Stern ist ein Reaktor (Umwandler von Stoffen), der (anfänglich über einen langen Zeitraum) Wasserstoffatome unter hohem Druck und hoher Temperatur zu Helium verschmelzt, als sogenannter Fusionsreaktor. Er kontrolliert sich selbst, indem er sich ausdehnt und dabei entsprechend abkühlt, dann sich bei nachlassender Reaktion wieder zusammenzieht und erwärmt. Die Sonne macht das schon seit 4,5 Milliarden Jahren und wird es etwa die gleiche Zeit weiter so machen, bis der Wasserstoffvorrat verbraucht ist.
Die Milchstraße hat einige 100 Milliarden Sterne (also in der Regel als Planetensysteme) und einen Durchmesser von 100 Tausend Lichtjahren (d.h. ein Lichtblitz, der beim Auftreten des ersten Menschen im Neandertal an einem Ende der Milchstraße losgeschickt wurde bei einer Geschwindigkeit von 300 Tausend Kilometern pro Sekunde, wird in der heutigen Zeit am anderen Ende angekommen.)
Im Universum (Weltall) gibt es derzeit über 3 Milliarden der Untersuchung zugängliche Sternensysteme (Galaxien). Davon wurden bisher einige Tausend katalogisiert und - soweit möglich - erforscht.
Einige
Narren erklären, ein Schöpfer habe die Welt gemacht.
Die Lehre von der Erschaffung der Welt aber ist unüberlegt und sollte verworfen
werden.
Wenn Gott nämlich die Welt erschaffen hat, wo war er vor der Schöpfung? ...
Wie hätte Gott die Welt ohne Rohstoff machen können?
Antwortet man darauf aber, er habe erst diesen und dann die Welt gemacht,
läßt man sich auf einen unendlichen Regreß
(Zweitverpflichtung)
ein ...
Wisse denn, daß die Welt unerschaffen ist, wie die Zeit selbst,
ohne Anfang und ohne Ende....
Aus "Die Große indische Legende" (9.
Jahrhundert vor der Zeitrechnung) des Mahajana (»großes Fahrzeug«) oder Mahabharata (?), einer indischen
(Erzähl-)Richtung des
Buddhismus
Sehr
kompliziert wird alles, wenn man die neuesten Erkenntnisse der Einstein'schen
Erweiterung des physikalischen Horizontes und die Quantenmechanik des Werner
Karl Heisenberg berücksichtigen muß, insbesondere bei Phänomenen im Weltall, wie
dem so genannten Urknall oder den Schwarzen Löchern. Letztere werden so bezeichnet, weil sie
in vielen Galaxien
(Sternensystemen)
Bereiche kennzeichnen, die absolut
unsichtbar sind. Sie wirken wie Materiestaubsauger und haben eine so stark
konzentrierte und Fülle an Masse, daß sie nicht einmal Licht (keinerlei
elektro-magnetische Wellen gleich welcher Art) nach außen gehen lassen. Auf ihr
Vorhandensein kann allein aus der auf andere Körper ausgeübten Massenanziehung
geschlossen werden. Ihre Entstehung ist (wahrscheinlich) mit dem Ende eines
ausgebrannten, schon von Natur aus massenreichen Sterns zu erklären. Wenn
diesem der Brennstoff ausgeht, fällt er durch die Schwerkraft in sich zusammen
mit einer solchen Wucht, daß er anschließend explodiert
(Super Nova genannt)
wie eine alte evakuierte
(luftleere)
Fernsehbildröhre, die beschädigt worden ist. Dabei alle
chemischen Elemente "gebacken", die wir heute noch
(zum Glück)
auf der Erde finden von diesen
Sternenleichen. Aber ein schwerer Kern des "gestorbenen" Sternes bleibt
übrig, der seinen Sarg aus seiner Umgebung füllt mit allem, was ihm zu nahe
kommt, nach dem Motto: "Je mehr er hat, umso mehr er will". Wie es nachher in
seinem Inneren aussieht, weiß man nicht; denn er hat sich unsichtbar gemacht.
Bekannt und ziemlich erforscht sind sogenannte Neutronensterne. Bei diesen ist
der Schwerkraft-Druck (Gravitationsdruck) in seinem Inneren so groß, daß die
Bauseine der Atome in den eigenen Kern
(des Atoms)
gepreßt worden sind.
(Die elektrisch negativen)
Elektronen werden in die
(positiven)
Kernprotonen gequetscht, und daraus werden dann auch
(elektrisch neutrale)
Neutronen
(zusätzlich zu denen, die schon vorhanden waren in den meisten Atomkernen).
Es gibt also
(im Extremfall)
nichts als Neutronen. Würde es einem Übergott gelingen, ein kleines, viele
Milliarden Tonnen schweres Würfelchen
aus einem solchen Neutronenstern, das kleiner als ein Reiskorn ist, auf die Erde zu werfen, pendelt das durch den
Erdkörper so hin und her, als wäre gar kein Widerstand da.
(Pendelbewegung wegen der Erdanziehung - aber richtiger:
Massen-Anziehung.)
Wenn also ein Neutronenstern einen anderen trifft, dann vereinigen die sich und können so massenreich (schwer) werden, daß nichts mehr nach außen dringt.

Diese "Schwärze" (Unsichtbarkeit) ist folgendermaßen zu erklären, indem wir erst einmal zu unserer Erde zurückkehren: Gelingt es, eine Rakete auf eine Geschwindigkeit von über 8 Kilometern pro Sekunde zu bringen, so saust sie um die Erde (als Satellit, künstlicher Mond). Die Erdanziehung kann aber nur überwunden werden, wenn man die Geschwindigkeit auf 11 Kilometer pro Sekunde erhöht. Wer zum Mond will muß also auf diese Geschwindigkeit beschleunigen. Aber ein Astronaut kann die Sonnenumlaufbahn (das Sonnensystem) erst dann verlassen, wenn er noch mehr Gas gibt, bis sein Raumfahrzeug 16,6 Kilometer erreicht hat. In der Milchstraße bleiben wir, wenn es uns nicht gelingt, über 100 Kilometer pro Sekunde zu kommen. Licht (und alle elektromagnetischen Wellen) haben nach Einstein ein absolute Höchstgeschwindigkeit von 300 Tausend Kilometern pro Sekunde. Da bringt es auch nichts, wenn man das Licht von einer schnellen Rakete wegschickt, wie ein Geschoß von einem Militärflugzeug abgefeuert. Die Geschoßgeschwindigkeit addiert sich zur Flugzeuggeschwindigkeit (aber das Licht wird nicht schneller).
Das mit dem Licht kann man einfach so erklären: Schall breitet sich in der Luft mit 300 Meter pro Sekunde aus. Fliegt ein Flugzeug auf uns zu mit dieser oder sogar einer höheren Geschwindigkeit, hören wir es erst dann, wenn es über uns hinwegfegt. In Wasser liegt die Schallausbreitungsgeschwindigkeit bei über 1 Tausend 400 Metern pro Sekunde. Deshalb kann jedes - natürlich langsamere - Wasserfahrzeug leicht geortet werden.
Zurück zum Licht: Wahrscheinlich verhält sich das Vakuum auch wie ein Stoff (Luft, Wasser, Was auch immer). Früher wurde der "Stoff im Vakuum" Äther genannt. Nun kann man aber keinen Stoff nachweisen. Trotzdem ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit von elektromagnetischen Wellen (verschiedener Schwingungszahl), ob unterhalb (Radiowellen, Infrarot) des mit unseren Augen wahrnehmbaren Lichtes oder darüber (Röntgen) konstant und kommt aus einem "Schwarzen Loch" nicht raus. Man sieht nichts mehr, und ein "Nichts" bedeutet "Schwarz".
(Es führt jedoch zu weit zu beschreiben, was physikalisch "Schwarz" bedeutet. Da ist nicht nur das, was wir sehen - nämlich den winzig keinen Ausschnitt aus dem elektromagnetischen Wellenbereich.)
Der englische Physiker Stephen William Hawking (bekannt wegen seines Rollstuhls) hoffte, daß wegen der Quanteneffekte ("keine Information geht verloren") die Schwarzen Löcher in irgend einer Form Energie abstrahlen müßten. Bisher hat man nichts dergleichen nachweisen können. Albert Einstein, der von der Quantenphysik nichts hielt, hätte bestimmt "siehste" gesagt. Aber zu seiner Zeit wurde von Schwarzen Löcher noch nicht gesprochen (obwohl bereits 1783 vom Astronomen John Michell erwähnt).
Jedenfalls gibt es ganz tolle Spekulationen: Es könnte sein, daß sich die Materie in den Schwarzen Löchern so sehr verdichtet, um auf einen Punkt zu schrumpfen, also auf den Ausgangspunkt eines Urknalls. Wenn es dann wirklich knallen sollte, würde keiner etwas merken; denn aus einem Schwarzen Loch kommt ja nichts heraus. Und nach den quantenphysikalischen Hypothesen kann es beliebig viele Paralleluniversen geben.
Hypothese wurde hier gesagt; denn erst wenn das alles bewiesen ist (was wahrscheinlich überhaupt nicht mit unseren derzeitig bekannten Ansatzmöglichkeiten beweisbar ist), spricht man von einer Theorie. Übrigens ist auch der Urknall noch nicht bewiesen, sondern eine Annahme auf grund von Extrapolation, das ist die Fortsetzung einer mathematischen oder statistischen Berechung.
Alles das wurde dargelegt, um unsere menschliche Existenz doch einmal ein wenig zu relativieren (zumindest ansatzweise), also in Beziehung zum "großen Ganzen" und zu unseren "keinen Wehwehchen" zu setzen.
Aus dem vorher Gesagten müßte auch hervorgehen, daß der Gott der Bibel ja wohl total anachronistisch (eine absolut nicht mehr zeitgemäße Figur) ist, was vor allem die psychologisch-soziologischen Darlegungen auf diesen Web-Seiten untermauert haben (auf psychologisch-soziologischer, also naturwissenschaftlicher Basis).
Das obige Bild rechts ist von Jon Lomberg (>seine Homepage<)
"Darstellung des Übergangs von einem Universum ins nächst größere
in einem aus unendlich vielen, ineinander verschachtelten Universen
bestehenden Kosmos"