Vereinigte Staaten von Amerika

 

>Hier< Religionszugehörigkeit und Glaube der Deutschen.

>Hier< das verbrecherische "Indianer-Umsiedlungsgesetz" vom 28.5.1830.

Auf getrennter Seite:

>hier< zur Seite über den Ausschluss der USA aus der UN-Menschenrechtskommission.

 

 

Die USA und Religion

 

Die amerikanische Regierung führt kein offizielles Register über den Religionsstatus seiner Einwohner. Das United States Census Bureau darf selbst keine Fragen zur Religionszugehörigkeit stellen, veröffentlicht aber die Ergebnisse anderer Umfragen. In einer Umfrage der City University of New York 2001 bezeichneten sich rund

52 % der Bevölkerung als protestantisch,

24,5 % als römisch-katholisch.

14,2 % gaben keine religiöse Überzeugung an: rund

5,4 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker;

3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche;

2 % waren Mormonen;

1,4 % waren Juden und

0,5 % waren muslimisch. Kleinere Gruppen, je

0,3 bis 0,5 %;

0,5 % bezeichneten sich als Buddhisten,

0,4 %  Hindus

0,3 % Adventisten, Zeugen Jehovas oder hingen dem Unitarismus an.

 

Addiert man die eingerückten Zahlen zu den obigen 3 hinzu (90,7%), so kommt weit über 100%. Grund: wieviele explizite Atheisten sind im Prozentsatz derjenigen enthalten die "keine religiöse Überzeugung" hatten. Zählen Mormonen, Adventisten zu den Evangelischen? Die Erhebung ist also nur richtungweisend.

 

Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen.

 

Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt, in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen.


 

Vergleich mit Deutschland (eine "Privalstatistik" von Volker Dittmar)

 http://www.dittmar-online.net

Glauben Sie an (den christlichen) Gott?
Ja, und ich bin fest davon überzeugt, dass er existiert.
 
11090 (51%)
Ja, aber es handelt sich nicht um den christlichen Gott.
 
376 (2%)
Ja, aber ich habe gelegentlich Zweifel, dass es ihn gibt.
 
386 (2%)
Ja, aber ich habe starke Zweifel, dass es ihn gibt.
 
56 (0%)
Ich bin unentschieden - Zweifel an seiner Existenz und seiner Nichtexistenz halten sich die Waage.
 
156 (1%)
Weder kann man behaupten, dass er existiert, noch, dass er nicht existiert.
 
777 (4%)
Nein, aber ich habe starke Zweifel, ob er nicht doch existiert.
 
55 (0%)
Nein, aber ich habe gelegentlich Zweifel, ob er nicht doch existiert.
 
252 (1%)
Ich glaube nicht an den christlichen Gott.
 
1300 (6%)
Ich weiß (bin stark überzeugt davon), dass der christliche Gott nicht existiert.
 
7398 (34%)

 

Hier die Zahlen in einem Diagramm von Deutschland:

 

 

 

ARD, Tagesschau, 25.8.2007: Infrastrukturprobleme in den USA

 

"Eine Supermacht, die von innen verrottet"

 

70.000 Brücken in den USA gelten offiziell als "mangelhaft", Wasserleitungen stammen noch aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und das Autobahnsystem ist hoffnungslos überlastet. Dennoch wird in den USA auch nach dem Brückeneinsturz in Minneapolis kaum in Infrastruktur investiert.

Von Frank Aischmann, ARD-Hörfunkstudio Washington

 

Die Brücke über den Mississippi in

Minneapolis brach während des

Berufsverkehrs am 1. August ohne

jede Vorwarnung zusammen

Luftbild der 10th Avenue Brücke im Vordergrund und der Stone Arch Bridge im Hintergrund. (Foto: dpa)
Was genau zur Katastrophe am 1. August dieses Jahres in Minneapolis führte, ist bis heute unklar: Es gab kein Erdbeben, kein Lüftchen wehte, Pendler fuhren an einem netten Sommerabend nach Hause, als plötzlich und ohne Vorwarnung eine große Brücke unter ihnen zusammenstürzte.

 

90 Autos stürzten in den Mississippi, 13 Menschen starben - und Ähnliches kann sich jederzeit wiederholen. Landesweit sind 70.000 Brücken offiziell als "strukturell mangelhaft" eingestuft. Das bringt der Sicherheitsexperte Stephen Flynn vom „Council on Foreign Relations“ in Washington brutal so auf den Punkt bringt: „Wir Amerikaner sollten entsetzt sein über die Bilder, die um die Welt gingen und eines klar zeigen: Wir sind eine Supermacht, die von innen verrottet.“

 

Dutzende Fahrzeuge krachten

zusammen mit riesigen Beton- und

Metallteilen in die Tiefe

Dutzende Fahrzeuge krachten zusammen mit riesigen Beton- und Metallteilen in die Tiefe.  (Foto: AP)

 

Trinkwasserleitungen veraltet und leck

 

Das mag weit hergeholt klingen, aber wacklige Brücken sind tatsächlich nur ein kleiner Teil eines riesigen Infrastrukturproblems. So bemängelt die Ingenieursvereinigung der USA seit Jahren den Zustand des Wasser- und Abwassersystems. Die heutigen Trinkwasserleitungen wurden zum größten Teil kurz nach dem Zweiten Weltkrieg verlegt. Eine Kongress-Studie bemängelt, dass in vielen Systemen 20 Prozent des Trinkwassers durch Lecks versickern.

 

Investitionen gelten nur als Kostenfaktor

 

Als dringende Warnungen vor Minneapolis galten der große Energie-Blackout im Nordosten der USA vor vier Jahren oder der Kollaps der Dämme von New Orleans nach Hurrikan Katrina vor zwei Jahren. Häfen, Straßen, das Eisenbahn- oder Energieversorgungssystem - nichts davon ist mehr weltweit erstklassig. „Wir fallen zurück, weil anderswo in der Welt Infrastruktur als Investition verstanden wird, nicht wie bei uns als Kostenfaktor“, so Flynn. „China hat 2005 über 200 Milliarden Dollar in Infrastruktur investiert. Das waren neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Und es war doppelt soviel wie bei uns, obwohl unsere Volkswirtschaft sechs mal größer ist.“

 

Gross des Haushalts für die Verteidigung

Hochspannungsleitungen

Hochspannungsleitungen (Foto: dpa/dpaweb)
Um den Anschluss zu halten, müssten die USA jährlich 250 Milliarden Dollar in Straßen, Brücken, Kabel und Leitungen stecken - und das mindestens zehn Jahre lang. Das sollte bei einem Staatshaushalt von über drei Billionen Dollar kein Problem sein. „Irrtum“, sagt Scott Lilly, Finanzfachmann vom liberalen "Center for American Progress" in Washington: „Von den tatsächlich verfügbaren Mitteln geht die Hälfte in den Verteidigungshaushalt. Für Investitionen in Infrastruktur und Bildung bleiben also weniger als 15 Prozent. Aber genau dieser Teil des Etats wird herangezogen, wenn es gilt, Haushaltsdisziplin zu demonstrieren. Und wenn Steuererleichterungen oder Kriege Defizite mit sich bringen, wird hier gespart.“

 

Auch Interstates sind in die Jahre gekommen

 

Dabei gibt es Vorbilder überparteilich beschlossener und erfolgreicher Infrastrukturpolitik: Präsident Dwight D. Eisenhower unterzeichnete 1956 das Gesetz zum Bau der Interstates - ein heute 70.000 Kilometer langes Autobahnsystem. Aber auch das ist in die Jahre gekommen, warnt die Wissenschaftlerin Dawn Bonnell von der Universität in Pennsylvania: „Teile der Interstates sind 50 Jahre alt. Ein anderes Beispiel ist das U-Bahnsystem in New York, das schon 1910 konzipiert wurde. Wir haben es mit Strukturen zu tun, die aus heutiger Sicht unterdimensioniert sind. Die Interstates waren nie für den Güterverkehr ausgelegt. Heute machen Lastwagen 40 Prozent des Verkehrs auf den Interstates aus - für diese Belastung wurden sie nicht gebaut.“

 

Keine Gelder zur Reparatur der Brücken

 

Steuererhöhungen - zum Beispiel für die schnelle Reparatur der 70.000 mangelhaften Brücken in den Vereinigten Staaten - hat Präsident George W. Bush erst einmal abgelehnt. Aber der Brückeneinsturz von Minneapolis zeigte, dass das Warten auf deutliche Schäden zur Katastrophe führen kann.

 

Sicherheitsexperte Flynn hat dafür ein düsteres Bild: „Wir verhalten uns wie eine Generation, die eine wunderschöne Villa geerbt hat, diese aber nicht in Schuss hält. Leute fahren vorbei und bewundern das tolle Gebäude. Innen jedoch vergammeln die Stromleitungen, die Installation leckt, das Fundament bröckelt. Wir nehmen die Grundlagen unserer hochentwickelten Gesellschaft als gegeben hin, passen unsere Infrastruktur nicht den heutigen Belastungen an. Schlimmer noch: Wir erhalten sie nicht einmal auf dem jetzigen Stand.“

 

Herkunft leider nicht mehr bekannt - evtl. bitte melden!

 


Vor 180 Jahren: Indianer-Umsiedlungsgesetz unterzeichnet

Raub eines Kontinents

Ins Reservat vertrieben

"Go West" heißt der Schlachtruf der Siedler in Nordamerika. Im Westen gibt es Land und Gold. Die amerikanische Urbevölkerung, die östlich des Mississippi lebt, ist deshalb den weißen Politikern schon lange ein Dorn im Auge. "Unmittelbare Ziele sind die völlige Zerstörung und Verwüstung ihrer Siedlungen", sagt bereits der erste US-Präsident, George Washington. Auch Jahre später noch hetzt sein sechster Amtsnachfolger, US-Präsident Andrew Jackson: "Macht Feuer unter ihren Füßen! Wenn es heiß genug ist, werden sie schon gehen." Der Mitbegründer der Demokratischen Partei und bekennende Indianer-Hasser macht die Umsiedlung im Präsidentschaftswahlkampf 1828 zu seinem rassistischen Hauptthema: "Da sie nun mitten unter den Angehörigen einer überlegenen Rasse weilen, [ ...] müssen sie zwangsläufig der Macht der Umstände weichen und bald verschwinden."

Entrechtung per Gesetz

Jackson setzt seine Drohung um: Am 28. Mai 1830 unterzeichnet der Präsident den sogenannten Indian Removal Act, das Indianer-Umsiedlungsgesetz. Indianer dürfen damit gegen ihren Willen in Reservate in den Westen deportiert werden: die Cherokee aus Georgia, die Creek aus Alabama, die Chickasaw aus Tennessee und Kentucky, die Chacktaw aus Mississippi und die Seminole aus Florida. Die Indianer im Südosten der USA wohnen nicht in Tipis, sondern in Stein- und Fachwerkhäusern, sie leben vom Ackerbau und viele besitzen weitläufige Plantagen. Bundesstaaten wie Tennessee und Georgia laden ihre Bürger ganz offiziell zu Plünderungen ein.

Bruch der Verfassung

Doch die Entrechtung und Vertreibung der Ureinwohner ist nicht legal. Die Cherokee ziehen vor Gericht - und bekommen Recht: Das Gesetz ist verfassungswidrig. "Die Nation der Cherokee ist eine eigene Gemeinschaft mit eigenem Territorium, dass die Bürger von Georgia nur mit Zustimmung der Cherokee selbst oder in Übereinstimmung mit Verträgen und Gesetzen des Kongresses betreten dürfen", bescheinigt ihnen der oberste Richter der Vereinigten Staaten, John Marschall. Der Kommentar von Präsident Jackson ist knapp und zynisch: "Richter John Marschall hat entschieden - nun lasst ihn das durchsetzen." Der juristische Sieg der Indianer wird nicht respektiert.

"Pfad der Tränen"

Einige Stämme beschließen, um ihr Land zu kämpfen. Drei Kriege enden für die Indianer mit hohen Verlusten. Andere Stämme verhandeln. Auch das hilft ihnen nicht. Die Indianer werden aus ihren Häusern geholt, zusammen getrieben und im Camps gebracht, wo sie oft monatelang vor sich hin vegetieren. Krankheiten grassieren. Dann folgt die Vertreibung: der "Trail of Tears" ("Pfad der Tränen"). Insgesamt werden rund 100.000 amerikanische Ureinwohner entwurzelt und zwangsumgesiedelt. Zwischen 14.000 und 23.000 sterben auf dem Weg oder schon zuvor in den Lagern.

Dieses Verbrechen wird in der Regel völlig totgeschwiegen.

Stand: 28.05.10 (nach einer Sendung des www.wdr5.de)