Tierversuche
> Ratten müssen rauchen - Versuche mit Affen
> Versuche, 2004 durchgeführt und veröffentlicht
> Testmöglichkeiten (als Alternative) und sortiert nach Tierarten
>hier< eine Seite aus der Datenbank bis Nov. 2008
>Hier< zu einem Artikel zum Thema Tierschutz.
>Hier< zu "Tiere sind und charakterlich und emotional sowie als Individuen ähnlich"
Aus 1. MOSES 1:
...die da herrschen über ... alle Tiere
ja, die (Menschen) tun es auch gründlich, nicht weil da „Bosheit groß war .. und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar" (1. MOSES 6). Aus Forschungstrieb, dem Wunsch nach guter Gesundheit und langem Leben, sowie dem Drang nach (billigster) Ernährung entstanden die Tierversuche und die Massentierhaltung.


Am 13. und 14. März 1997 fand in Fulda das Presseseminar des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) über „Screening (Eignungsauslese): Eine Substanz wird getestet" statt. Die Tierärztin, Karin Blumer, (im Bild rechts im Gespräch mit Dr. Tobias Schwarz von der Madaus AG) begann mit dem Referat über „Test am Tier - Ethische Aspekte der Tierversuche" (Thema ihrer gerade abgeschlossenen Doktorarbeit). Sie gab einen Überblick der verschiedenen Lehren und Betrachtungsweisen (von Philosophen) über Tiere, u.a. von René Descartes (1596-1659) bekannt mit seinem: „Ich denke, also bin ich" und: „Tiere haben keine Seele und sind ähnlich den Maschinen" und von Albert Schweitzer (1875-1965), dem Gründer des Tropenkrankenhauses Lambaréné, für den alle Lebensformen, selbst Viren und Bakterien als Schöpfungen Gottes ein Recht auf Leben hatten (letztere er aber zur Erhaltung der Gesundheit der Mitmenschen zu Milliarden abtöten mußte). Frau Blumer befürwortete Tierversuche, „selbst wenn man ihnen Schmerzen zufügen muß", wie sie betonte.
Frau Blumer gab einen umfassenden Überblick über den Bereich zwischen den Extremen: Nur der Mensch ist eine schützenswerte Existenz (Anthropozentrismus) und: alle Naturgegenstände - auch die unbelebten sind in den Bereich der direkten Verantwortung einzubeziehen (ethischer Holismus). Ihrem Unverständnis gegenüber, daß Tierschützer als Hausfriedensbrecher in Labors eingedrungen seien, um Tiere zu befreien, wurde in der Diskussion vom Verfasser diese Artikels entgegnet, daß häufig nur Leute, die unter Mißachtung von Regeln und sogar Gesetzen zu notwendigen Veränderungen und Fortschritten beigetragen hätten, daß Demokratien, Sozialgesetze, Aufhebung von Sklaverei, Gleichstellung von Mann und Frau, Menschenrechte und auch schließlich das Tierschutzgesetz niemals ohne Druck, ohne Einsatz sogar des eigenen Lebens von Demonstrierenden möglich geworden wären.
Der Rechtsanwalt, Dr. jur. Horst Hasskarl, sprach
über: „Das Tierschutzgesetz: Der gesetzliche Rahmen für Tierversuche". Der
Grundsatz (§ 1) dieses Gesetzes (TSchG) lautet: „Zweck dieses Gesetzes ist es,
aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und
Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund
Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen".
Versuche an Wirbeltieren bedarf der Genehmigung (durch die zuständige Behörde). (Bei Wirbeltieren - Fische, Lurche, Reptilien, Vögel, Säugetiere - ist u.a. das Gehirn deutlich vom übrigen Nervensystem abgegliedert und die Sinnesorgane sind hochentwickelt). Das betrifft insbesondere die Forschung (z.B. wenn einem Hund ein Auge zugenäht werden soll).
Die meisten Tierversuche der pharmazeutischen Industrie (der „Pillendreher") sind lediglich anzeigepflichtig, die den Zwecken dienen zum:
1. Vorbeugen, Erkennen oder Behandeln von Krankheiten, Leiden Körperschäden oder körperlichen Beschwerden oder Erkennen oder Beeinflussung physiologischer (also körperlicher) Zustände oder Funktionen bei Mensch;
2. Erkennen von Umweltschäden;
3. zur Prüfung von Stoffen oder Produkten auf ihre Unbedenklichkeit für die Gesundheit von Mensch oder Tier oder auf ihre Wirksamkeit gegen tierische Schädlinge;
4. Grundlagenforschung.
5. Aus-, Fort- oder Weiterbildung.
Versuche an Wirbeltieren dürfen nur durchgeführt werden, wenn die Schmerzzuführung im Hinblick auf den Versuchszweck ethisch vertretbar ist. (Der Begriff „ethisch" tritt sonst nicht in Gesetzen auf und ist ein sehr „wackeliger" Rechtsbegriff, da die Ethik von Weltanschauung, Religion und „Zeitgeist" abhängen.)
Tierversuchsdurchführende Personen müssen Fachkenntnisse besitzen und Aufzeichnungen führen, die von der Behörde eingesehen werden können. „Tierversuchsstellen" können jederzeit (ohne Voranmeldung) kontrolliert werden (auf Art der Tierhaltung z.B.).
Den Tierschutz im Grundgesetz zu verankern wurde bisher parlamentarisch abgeschmettert (da dadurch die im Grundgesetz verankerte Forschungsfreiheit beeinträchtigt würde).
Kommentar von Dr. Hasskarl: Die Lebensverlängerung der heutigen Menschheit ist im Wesentlichen durch die besseren Lebensumstände (Ernährung, soziale Sicherheit usw.) und nicht durch die Medizin erreicht worden.
Prof. Dr. med. Uwe Fuhr am Institut für Pharmakologie der Universität zu Köln, der sich zu Tierversuchen überwinden muß, kam im seinem Beitrag: „Test am Lebewesen: Tierversuche in der Pharmakologie" zurück auf § 1 des Tierschutzgesetzes: „...Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen". Es müssen also wichtige Gründe bestehen, die den Tod und das Leiden von mehr als 2 Millionen Wirbeltieren pro Jahr in Deutschland rechtfertigen. Solche wichtigen Gründe sind gegeben, weil der Mensch (als Zentrum des Universums) über Leben und Tod von Tieren uneingeschränkt bestimmen, weil er den Tieren Schmerzen, Leiden und Schäden zufügen darf. wenn er daraus einen medizinischen Nutzen oder einen Erkenntnisgewinn erwartet. (Die Medizin ist in der Lage, die Gesundheit einzelner oder von Gruppen zu erhalten oder zu fördern.) Wer will schon ein Arzneimittel einnehmen oder gar seinen Kinder (oder Haustieren) geben, für das die Unbedenklichkeit nicht mit allen verfügbaren Möglichkeiten - auch mit Tierversuchen - überprüft worden ist? Die pharmazeutische Qualität von Arzneimitteln kann in aller Regel durch physikalischchemische Analyseverfahren überprüft werden. Ausnahmen betreffen Prüfungen von Impfstoffen und Immun-Seren (Serum = wäßriger, nicht gerinnender Bestandteil des Blutes und der Lymphe), für die eine Überprüfung durch Tierversuche im Deutschen Arzneibuch vorgeschrieben ist. Die Wirkung eines Medikamentes gegen Schlaganfall wird z.B. nach Abbinden einer Schlagader im Gehirn von Katzen überprüft, oder ein Nagetier, dem ein Schmerzmittel verabreicht wurde, wird auf eine unangenehme, heiße Platte gesetzt und beobachtet, wieviel seltener es die Pfoten anhebt bzw. leckt.
Den Problemen der Tierversuche in der Pharmakologie versucht man gerecht zu werden durch:
1. differenzierte Abwägung zwischen erwartetem Nutzen der Tierversuche und erwarteter Belastung der Versuchstiere mit Einteilung in bestimmte Klassen;
2. Optimierung der Tierversuche (durch mehr und qualifiziertere Information mit weniger Tieren);
3. Einsatz alternativer Verfahren (in vitro-Tests = Tests im „Glas", d.h. im Reagenzglas, mathematische Modelle, Computersimulation).
Prof. Fuhr ist schließlich der Meinung, daß Tierversuche oft nur ein grobes, zunehmend an Bedeutung verlierendes Werkzeug zur Wissensvermehrung über die Wechselwirkung zwischen Mensch und Arzneimittel sind. Also je mehr Kenntnisse über die Wirkmechanismen eines Arzneistoffes, über den Menschen im Allgemeinen und über die zu behandelnde Krankheit gewonnen werden, desto weniger Tierversuche sind erforderlich.
Prof. Dr. Josef Scholtholt referierte über: „Hält die Substanz, was sie verspricht? Die Aufgaben der präklinischen Forschung". Ein Pharmakologe kann auf Grund seiner Kenntnis der Physiologie (Lebensvorgänge) und der Pathophysiologie (krankheitlich verlaufende Lebensvorgänge) durchaus ein Indikationsgebiet angeben, in dem die Substanz bei einem Krankheitszustand Wirksamkeit zeigen kann. Der Beweis bleibt der klinischen Forschung vorbehalten, wie das Schaubild zeigt:
Prof. Dr. Johannes Doehmer vom Institut für Toxikologie und Umwelthygiene der Technischen Universität in München gab einen Einblick in: „In vitro veritas? (Liegt im Glas - dem Reagenzglas die Wahrheit?) Ersatz von Tierversuchen - Was ist machbar?" Schon lange ist bekannt, daß im Bereich der Arzneimittelsicherheit und der Risikobewertung von Schadstoffen der Metabolismus (Stoffwechsel) eine entscheidende Rolle zur Entgiftung bzw. Giftung spielt. Entsprechend wird der Metabolismus von Arzneimitteln und Schadstoffen üblicherweise an Tieren geprüft. Erfahrungen haben gezeigt, daß ein gentechnologisch entwickeltes In-Vitro-System (das Doehmer für einen bestimmten Fall entwickelt hat) - verglichen mit dem Tierversuch - präzisere Aussagen ermöglicht und bereits in der vorklinischen Phase der Entwicklung eines Arzneimittels unter Vermeidung von Tier-Mensch-bedingten Unterschieden unmittelbar relevante Erkenntnisse liefert. Der Ersatz von Tierversuchen ist eine wissenschaftliche und ökonomische Notwendigkeit für Forschung und Industrie.
Schließlich berichtete Dr. Tobias Schwarz, Fachleiter Immunpharmakologie der Abteilung für Pharmakologie und Toxikologie der Madaus AG in Köln, über „Ersatz von Tierversuchen: Beispiel septischer Schock (Sepsis = Blutvergiftung)". Dem septischen Schock, einem Amoklauf des Immunsystems, stehen Ärzte bisher immer noch hilflos gegenüber. Um Tierversuche zu vermeiden, die schwersten Verbrennungen und Verletzungen ausgesetzt werden müssen, um in den Schock zu geraten, arbeitet die Forschergruppe um Dr. Schwarz erfolgreich mit Zellkulturen (einem Gemisch aus den Leber- und Immunzellen einer Ratte). Werden die Kulturen mit Endotoxinen (Gift absondern) infiziert , verhalten sich Zellen in den Kulturen genau wie Zellen in Lebewesen. Ziel ist, der Forschung und der Industrie eine aussagefähige, zuverlässige, standardisierte und akzeptierte Ersatz- und Ergänzungsmethode für Tierversuche zu bieten.
Walter Rath, März 1997
Dass Tabakrauchen Lungenkrebs und zahllose andere Leiden hervorruft, ist nun wirklich nicht neu und dass Tierversuche zur Entwicklung von Tabakerzeugnissen in Deutschland verboten sind, auch nicht. Dies hält große Tabakkonzerne in aller Welt jedoch nicht davon ab, ihre Produkte in endlosen Tierversuchsreihen zu testen. Auch in Deutschland dürfen solche Tierversuche durchgeführt werden, wenn man behauptet, dadurch die Schäden des Zigarettenkonsums verringern zu wollen. Unerwünschte Resultate verschwinden allerdings gleich in der Schublade.
Britische Wissenschaftler fanden heraus, so berichtet das Fachblatt »Lancet«, dass Tabakgigant Philip Morris zwischen 1981 und 1989 nicht weniger als 800 Studien zum Passivrauchen durchführen ließ (1). Veröffentlicht wurden allerdings nur solche, deren Aussagen als industriefreundlich einzustufen waren. Auftragnehmer war die Firma Infibo in Köln, Philip Morris Research Laboratories GmbH (1).
In unserer Datenbank haben wir mehrere Arbeiten dieser Firma dokumentiert, bei denen Ratten zum Teil wochenlang zum Rauchen gezwungen wurden - die letzte stammt aus dem Jahr 2004 (2).
In zwei Stellenannoncen im Deutschen Tierärzteblatt aus den Jahren 2003 und 2004 (3) sucht das Kölner Labor Tierärzte zur »Auswertung experimenteller inhalationstoxikologischer Studien«. Die sinnlose Tierquälerei geht also unvermindert weiter. Sie leiste »einen Beitrag zum allgemeinen wissenschaftlichen Verständnis der gesundheitlichen Auswirkungen des Zigarettenrauchens« heißt es in der Selbstdarstellung der Firma. »Es sollen Ansätze gefunden werden, mittels derer sich diese Auswirkungen möglicherweise verringern lassen«.
Es ist kaum fassbar, dass für solche Binsenwahrheiten empfindsame Lebewesen leiden und sterben müssen. Dass solche Versuche überhaupt von einer deutschen Behörde genehmigt werden, ist möglich, weil sowohl Genehmigung als auch Durchführung von Tierversuchen unter absolutem Ausschluss der Öffentlichkeit erfolgen. Anderenfalls wäre mit erheblichem Widerstand gegen diese Art der Forschung zu rechnen.
Mit Bevölkerungsstudien über die »gesundheitlichen Auswirkungen des Zigarettenrauchens« könnte man inzwischen ganze Bibliotheken füllen. Wir wissen heute: Tabakrauch ist die Hauptursache für mehr als 40 schwerwiegende, zum Teil tödlich verlaufende Krankheiten. Mindestens 140.000 Menschen sterben allein in Deutschland jährlich an den Folgen ihres Lasters. Dazu kommen 400 Nichtraucher, die an Lungenkrebs sterben und auf das Konto der Raucher gehen. Seit 1964 erscheit jährlich ein Bericht der obersten amerikanischen Gesundheitsbehörde (»Surgeon General's Report on Smoking and Health«), der den aktuellen Wissensstand zu den Folgen des Rauchens, basierend auf Humanstudien, zusammenfasst. Die neusten Erkenntnisse aus dem 900 Seiten starken Bericht von 2004: Die Folgen des Nikotinkonsums sind noch weitaus schlimmer als bisher angenommen. Grauer Star, Lungenentzündung, Leukämie und Krebs an Niere, Bauchspeicheldrüse, Magen und Gebärmutterschleimhaut sind die neusten Ergänzungen auf der Liste der Raucherleiden (4). Schon 1991 konstatierte die damalige Leiterin der amerikanischen Gesundheitsbehörde: »Das Rauchen und seine Folgen ist das am besten dokumentierte Krankheitsbild, das jemals in der Geschichte der Humanforschung untersucht wurde« (5).
Wozu dann also Tierversuche, deren Ergebnisse noch dazu nicht auf den Menschen übertragbar sind? Übrigens bezweifelte man noch in den 50er Jahren die schädliche Wirkung des Tabaks, nicht zuletzt aufgrund irreführender Tierversuchsresultate.
Philip Morris möchte »Ansätze« finden, um die »Auswirkungen möglicherweise zu verringern« Wie löblich. Die beste (und einzige) Möglichkeit, die Auswirkungen zu verringern, liegt auf der Hand, ist nämlich nicht zu rauchen. Doch das ist natürlich nicht im Interesse des Konzerns. So werden weiter Ratten in sinnlosen Versuchsreihen gequält.
Dr. med. vet. Corina Gericke
Literatur
(1) Spiegel Online 12.11.04
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,327539,00.html
(2) Carcinogenesis 2004: 25(2), 169-178 (In der Datenbank unter Bereich
»Tabakforschung« zu finden)
(3) Deutsches Tierärzteblatt 09/03 und 12/04
(4) The Health Consequences of Smoking - A Report of the Surgeon General
2004
http://www.cdc.gov/tobacco/sgr/sgr_2004/pressrelease.htm
(5) British Medical Journal 1991, 330: p732
It's my life – Für ein Verbot von Affenversuchen
Wer sieht sie nicht gern in Fernsehsendungen, die flinken Gesellen, die durch die Baumwipfel toben, fürsorgliche Mütter, die ihre Babys beschützend ständig bei sich tragen oder die pfiffigen Kerlchen, die sich mit einem Ast Leckerbissen aus einem Termitenbau angeln. Affen haben ein komplexes Kulturleben und ausgeprägte intellektuelle und emotionale Fähigkeiten. Sie haben ein Ich-Bewusstsein, können verschiedene Arten von Werkzeug gebrauchen und aus einem erlernten »Wortschatz« völlig neue, eigene Sätze bilden. Affen sind unsere nächsten Verwandten - und doch werden sie zu Tausenden in der Forschung verschlissen.
Lebende Messinstrumente
Hauptsächlich sind es Rhesusaffen und andere Makakenarten wie Javaner,
außerdem Paviane, Totenkopfäffchen und Weißbüscheläffchen, die im Namen der
Wissenschaft leiden und sterben müssen. Den offiziellen Statistiken zufolge
wurden im Jahr 2003 allein in Deutschland 1.923 Primaten in Versuchen
verbraucht, im Jahr zuvor waren es noch 1.889. Das Leid, das sowohl wild
gefangene als auch in Gefangenschaft geborene Primaten erleiden müssen -
schon beim Transport zu den Forschungseinrichtungen und dann während der
vielen Monate oder gar Jahre in einem Labor - ist für uns gar nicht
vorstellbar, so sehr werden ihnen ihre natürlichen Umwelt- und
Sozialeinflüsse entzogen. Allein und eingesperrt in kahle Metallkäfige
fristen sie ihr Dasein, nur unterbrochen von qualvollen Experimenten.
Im Bereich der Produktprüfung werden sie mit Medikamenten oder Chemikalien
systematisch vergiftet. In der Hirnforschung werden die hochentwickelten
Tiere oft jahrelang als lebende Messinstrumente missbraucht. Ihnen werden
Metallbolzen in den Schädel operiert, mit denen ihr Kopf an ein Gestell
unbeweglich angeschraubt werden kann. Durch Durst gefügig gemacht, müssen
sie für einen Tropfen Saft bestimmte Hebel drücken, während über in das
Gehirn eingepflanzte Elektroden Hirnströme gemessen werden. Wer weiß, ob
abgesehen von der Qual der Experimente, nicht allein schon die Instrumente
auf dem Schädel den Tieren permanente bohrende Kopfschmerzen bereiten?
Reine Spekulation
Affen sind uns zwar in vieler Hinsicht sehr ähnlich, gleichzeitig sind die
Unterschiede aber doch so groß, dass die Ergebnisse aus solchen Experimenten
nicht auf den Menschen übertragen werden können. So reagieren Affen auf
Medikamente und andere Testsubstanzen oft ganz anders als der Mensch.
Aspirin beispielsweise ruft bei Primaten Missbildungen hervor, eine solche
Wirkung ist beim Menschen unbekannt. Umgekehrt ist Nitrobenzol stark giftig
für Menschen, kaum aber für Affen. Seit Jahrzehnten wird in der
AIDS-Forschung an Primaten herumexperimentiert. Da Affen die menschliche
Form der Immunschwäche aber nicht bekommen, infiziert man sie mit »Affen-AIDS«.
Kein Wunder, dass das Resultat dieser Forschung bislang mehr als mager ist.
Auch im Bereich der Hirnforschung sind Versuche an Affen nicht
nachvollziehbar, denn die Gehirne von Menschen und Affen unterscheiden sich
in Struktur und Funktion deutlich. So haben Affen keine Bereiche im Gehirn,
die durch Singen, Sprechen, Lesen, Gedichte schreiben oder abstrakte
Gedanken stimuliert werden. Letztendlich wissen wir nach einem Tierversuch
immer nur, wie das jeweilige Tier reagiert hat. Ob es beim Menschen genauso
sein wird, bleibt Spekulation.
Selbstverständlich sind Experimente an Tieren anderer Arten ebenfalls weder ethisch vertretbar, noch wissenschaftlich sinnvoll. Die besondere Nähe zu uns Menschen, macht die politische Durchsetzbarkeit eines Verbots von Affenversuchen aber am ehesten wahrscheinlich.
Machen Sie mit!
Die Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
wollen mit der neuen Kampagne »It's my life – für ein Verbot von
Affenversuchen« eine solche Gesetzesänderung erreichen. Bitte helfen Sie
mit, das Infomaterial zu verbreiten und Unterschriften zu sammeln.
Weitere Informationen und Material bestellen:
www.affenversuche-stoppen.de
Online-Aktion:
www.tierrechte.de/p200060007911x1111.html
Dr. Corina Gericke
Dokument 1
Titel: Signifikanz eines totalen Ausschlusses der Gefäße für die
Kältetherapie der Leber: Eine experimentelle Studie
Hintergrund: Behandlung von Leberkrebs mit Kältetherapie bei gleichzeitig
abgeklemmter Hohlvene.
Tiere: 28 Schweine
Autoren: W. Jungraithmayr*, M. Szarzynski, H. Neeff, J. Haberstroh, G.
Kirste, A. Schmidt-Graeff, E.H. Farthmann, S. Eggstein
Dokument 2
Titel: Neuron-spezifischer Beitrag des oberen Colliculus zur offenen und
versteckten Änderung der Aufmerksamkeit
Hintergrund: Wie steuert das Gehirn ruckartige Blicke auf ein anderes
Objekt bzw. die Änderung der Aufmerksamkeit auf ein anderes Objekt?
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Autoren: Alla Ignashchenkova, Peter W. Dicke, Thomas Haarmeier (1,2),
Peter Thier*
Dokument 3
Titel: Repopulation von mäßig differenzierten und verhornenden GL
Plattenepithelkarzinomen, die in Nacktmäusen wachsen
Hintergrund: Wirkung der Strahlentherapie bei Krebs.
Tiere: 934 Mäuse (mehr als)
Autoren: F. Hessel, M. Krause, C. Petersen, M. Hörcsöki, Klinger, Zips,
Thames, Baumann (1,2)*
Dokument 4
Titel: Wirkung von verschiedenen Kronenkonturen auf die Gesundheit um die
Zähne herum beim Hund. Mikrobiologische Ergebnisse
Hintergrund: Mikrobiologische Auswirkungen von verschiedenen Zahnkronen.
Tiere: 4 Hunde (Beagles)
Autoren: R.J. Kohal (1,2)*, K. Pelz, J.R: Strub
Dokument 5
Titel: Wahrnehmungsbezogene Modulation der potentiellen Fähigkeit und
Kohärenz des lokalen Feldes in der primären Sehrinde beim wachen Affen während
einer Rivalität zwischen beiden Augen
Hintergrund: Erforschung des Sehens
Tiere: 2 Affen (Rhesusaffen)
Autoren: Alexander Gail (1,2)*, Hans Jörg Brinksmeyer, Reinhard Eckhorn
Dokument 6
Titel: Eine gegen das steroidogene akute Regulatorprotein (StAR)
gerichtete Immunotherapie schützt vor Tumorwachstum von StAR-expremierienden
Sp2-0-Zellen bei einem Nagermodell von Nebennierenrindenkrebs
Hintergrund: Krebsbehandlung durch Immunotherapie
Tiere: 80 Mäuse (mindestens)
Autoren: Dörte Ortmann, Jürgen Hausmann, Felix Beuschlein, Kai Schmenger,
Maik Stahl, Michael Geissler, Martin Reincke*
Dokument 7
Titel: Wirkung der Hüllenproteine des Pseudotollwutvirus auf
Neuroinvasion und transneurale Verbreitung im Nervensystem bei erwachsenen
Mäusen nach Verabreichung in die Nase
Hintergrund: Krankmachende Eigenschaften der Hülle eines vorwiegend bei
Schweinen vorkommenden Virus.
Tiere: 300 Mäuse (mindestens)
Autoren: Robert Klopfleisch; Jens P. Teifke, Walter Fuchs, Martina Kopp,
Barabara G. Klupp, Thomas C. Mettenleiter*
Dokument 8
Titel: Änderungen der Surfactantfunktion und –zusammensetzung der Lunge
bei Bleomycin-induzierter Lungenentzündung und Lungenfibrose
Hintergrund: Auswirkungen eines Krebsmedikamentes auf den Surfactant der
Lunge, eine körpereigene Substanz, die dem Schutz- und
Selbstreinigungsmechanismus der Lungenbläschen dient. Das bei der Chemotherapie
eingesetzte Medikament ist für seine lungenschädigende Wirkung bekannt.
Tiere: 46 Kaninchen (Weiße Neuseelandkaninchen)
Autoren: Reinhold Schmidt*, Clemens Ruppert, Philipp Markart, Norbert
Lübke, Leander Ermert, Norbert Weissmann, Andreas Breithecker, Monika Ermert,
Werner Seeger, Andreas Günther
Dokument 9
Titel: Änderungen des Blutprofils von Carnitin und Acylcarnitin bei
Mäusen mit einem Mangel an Long-Chain-Acyl-CoA-Dehydrogenase, die Stress
ausgesetzt werden
Hintergrund: Stressversuche mit Knockout-Mäusen, denen mit gentechnischen
Methoden ein Gen ausgeschaltet wurde, so dass den Tieren ein bestimmtes Enzym
fehlt. So soll eine menschliche Erkrankung nachgeahmt werden, bei der dieses
Enzym ebenfalls fehlt.
Tiere: 42 Mäuse
Autoren: U. Spiekerkoetter (1,2,3)*, C. Tokunaga, U. Wendel, E. Mayatepek,
V. Exil, M. Duran, F.A. Wijburg, J.A. Wanders, A.W. Strauss
Dokument 10 Dokument 11
Titel: Der Ferritingehalt im Herzmuskel ist eng gekoppelt an den Grad der
Mangeldurchblutung
Hintergrund: Einfluss einer Mangeldurchblutung des Herzens auf das
Eisenspeichereiweiß Ferritin im Herzmuskel.
Tiere: 10 Hunde (Beagles)
Autoren: R. Loncar*, C.W. Flesche, A. Deussen
Titel: Interleukin-11 hemmt die Aktivierung von NF-kB und AP-1 in den
Inseln der Bauchspeicheldrüse und verhindert durch Streptozotocin
hervorgerufenen Diabetes bei Mäusen
Hintergrund: Wirkung eines Botenstoffes bei Mäusen mit künstlich
hervorgerufenem Diabetes.
Tiere: 64 Mäuse (wahrscheinlich wesentlich mehr)
Autoren: Abdelhakim Lgssiar, Mohamed Hassan, Patricia Schott-Ohly, Nadira
Friesen, Ferdinando Nicoletti, William L. Trepicchio, Helga Gleichmann*
Dokument 12
Titel: Adaption von Myoglobin-Knockout-Mäusen an Stress durch zu wenig
Sauerstoff
Hintergrund: Sauerstoffmangelversorgung bei gentechnisch veränderten
Mäusen.
Tiere: 40 Mäuse (mindestens)
Autoren: Georg Schlieper, Jie-Hoon Kim, Andrei Molojavyi, Christoph
Jacoby, Tim Laussmann, Ulrich Flögel, Axel Gödecke, Jürgen Schrader*
Dokument 13
Titel: Gentransfer von exogener liposomaler IGF-I cDNA führt zu endogener
zellulärer und physiologischer Reaktion bei einer akuten Wunde
Hintergrund: Gentherapie bei Verbrühungen.
Tiere: 22 Ratten
Autoren: Marc G. Jeschke*, Thomas Schubert, Dagmar Klein
Dokument 14
Titel: Anti-TGFß1-Antikörper zur Modulation der Expression des endogenen,
transformierenden Wachstumsfaktor Beta 1 zur Verhinderung einer Fibrose nach
plastischer Chirurgie bei der Ratte
Hintergrund: Rolle eines Wachstumsfaktors bei der Wundheilung.
Tiere: 30 Ratten
Autoren: Stefan Schultze-Mosgau*, Falk Wehrhan, Franz Rödel, Kerstin
Amann, Martin Radespiel-Tröger, Jürgen Kopp, Gerhard Grabenbauer
Dokument 15
Titel: Konditionale Entfernung des Nervenzell-Adhesionsmolekül reduziert
die Präzision des räumliches Lernens, der Langzeit-Potenzierung und Depression
im CA1-Subfeld des Mäusehippocampus
Hintergrund: Gedächtnistest mit gentechnisch veränderten Mäusen
Tiere: 28 Mäuse (mehr als)
Autoren: Olena Bukalo, Nikolas Fentrop, Alan Y.W. Lee, Benedikt Salmen,
Janice W.S. Law, Carsten T. Wotjak (1,2), Michaela Schweizer, Alexander Dityatev,
Melitta Schachner*
Dokument 16
Titel: Die Wechselwirkung zwischen FK778 und Tacrolimus bei der
Verhinderung der Abstoßung eines Herztransplantats bei der Ratte ist von der
Dosis abhängig
Hintergrund: Unterdrückung der Abstoßungsreaktion bei einer
Herztransplantation
Tiere: 96 Ratten
Autoren: Tobias Deuse, Sonja Schrepfer*, Hermann Reichenspurner
Dokument 17
Titel: Wechselwirkung zwischen einer Perfluorocarbon-Emulsion und einem
Röntgen-Kontrastmittel
Hintergrund: Es soll untersucht werden, inwieweit sich eine künstliche
Blutflüssigkeit, die bereits seit Jahren beim Menschen eingesetzt wird, für
tierexperimentelle Eingriffe am Herzen eignet.
Tiere: 2 Schweine (3-4 Monate alt)
Autoren: Ralf-Peter Franke*, Peter Reuter, Wolfgang Röhlke, Klaus
Matschke, Steffi Keller, Bernd Klosterhafen, Christian Mittermayer, Christoph
Mrowietz, Friedrich Jung
Dokument 18
Titel: Akute moderate Verminderung der Natriumkonzentration im Blut und
deren schnelle Korrektur: Wirkung auf Strukturen im Gehirn bei einem Tiermodell
des TURP-Syndroms
Hintergrund: Vorstellung eines 'Tiermodells' für eine Komplikation, die
bei Prostata-Operationen beim Menschen vorkommt.
Tiere: 21 Ratten
Autoren: Stefan Reuss*, K. Bürger, H. Claus, T. Reinhardt, U.
Disque-Kaiser, A.L. Depta, M. David, H.W. Gervais
Dokument 19
Titel: Energetische Beschränkung der sexuellen Aktivität beim männlichen
Siebenschläfer
Hintergrund: Winterschlaf des Siebenschläfers
Tiere: 4 Sonstige (Siebenschläfer)
Autoren: Joanna Fietz (1,2)*, W. Schlund, K.H. Dausmann, M. Regelmann, G.
Heldmeier
Dokument 20
Titel: Gen-Ausprägung der Arylalkylamine-N-acetyltransferase in Netzhaut
und Zirbeldrüse von Ratten, die nach verschiedenen Beleuchtungsmustern gehalten
wurden
Hintergrund: Untersuchung des Tag- und Nachtrhythmus.
Tiere: 57 Ratten (mindestens)
Autoren: Lydia Engel, Lutz Vollrath, Rainer Spessert*
Dokument 21
Titel: Koordinierte Aktivierung von VEGFR-1 und VEGFR-2 ist ein wirksamer
Reiz für die Bildung von Blutgefäßen, die zu einer verbesserten regionalen
Durchblutung führt
Hintergrund: Mechanismus der Bildung von Blutgefäßen.
Tiere: 79 Mäuse (mindestens)
Autoren: Alexander Babiak, Anke-Mira Schumm, Christoph Wangler, Marios
Loukas, Jianbo Wu, Saskia Dombrowski, Christiane Matuschek, Jörg Kotzerke,
Christoph Dehio, Johannes Waltenberger (1,4)
Dokument 22
Titel: Gehör-Wahrnehmung gegenüber Gehör-Erkennung: Darstellung von
komplexen Kommunikationslauten in Hör-Bereichen der Hirnrinde bei der Maus
Hintergrund: Untersuchung von Gehirnbereichen, die bei Mäusemüttern durch
Rufe von Mäusebabys aktiviert werden.
Tiere: 21 Mäuse (21 Mäusemütter, ihre Jungen sowie männliche Mäuse)
Autoren: Diana B. Geissler*, Günter Ehret
Dokument 23
Titel: Umkehrbare Bildung von Lymphomen bei konditionellen,
C-MYC-expremierenden Mäusen
Hintergrund: Behandlung von Lymphknotenkrebs bei gentechnisch veränderten
Mäusen.
Tiere: Mäuse (Anzahl unbekannt) (sehr viele)
Autoren: Dragan Marinkovic, Tatjana Marinkovic, Bettina Mahr, Jochen
Hess, Thomas Wirth*
Dokument 24
Titel: Eine disintegrierte Metalloproteinase verhindert eine Bildung von
Amyloid-Plaques und Schäden im Hippokampus bei einem Mäuse-Alzheimermodell
Hintergrund: Untersuchungen an gentechnisch veränderten
"Alzheimer-Mäusen".
Tiere: 123 Mäuse (mindestens 123 Mäuse, wahrscheinlich sehr viel mehr)
Autoren: Rolf Postina, Anja Schroeder, Ilse Dewachter, Jürgen Bohl,
Ulrich Schmitt, Elzbieta Kojro, Claudia Prinzen, Kristina Endres, Christoph
Hiemke, Manfred Blessing (5,6), Pascaline Flamez, Antoine Dequenne, Emile Godaux,
Fred van Leuven, Falk Fahrenholz*
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Dokument 25
Titel: Dopaminerge Modulation von phototopischen Transfereigenschaften in
der mittels ERG untersuchten Augennetzhaut des Goldfisches
Hintergrund: Untersuchungen am Auge des Goldfisches.
Tiere: Fische (Anzahl unbekannt) (Goldfische (Anzahl unbekannt))
Autoren: Carlos Mora-Ferrer,*, Konstantin Behrend
Dokument 26
Titel: Durch Strahlung hervorgerufene Variationen der Ausprägung des
interzellulären Adhesionsmolekül-1 (ICAM-1) in der inneren Zellschicht des
Harnapparates: Zusammenhang mit Veränderungen der Harnblasenfunktion
Hintergrund: Wirkung von Strahlung auf die Harnblase.
Tiere: 198 Mäuse (mindestens)
Autoren: J. Jaal (1,3)*, K. Brüchner, C. Hoinkis, W. Dörr (1,2)
Dokument 27
Titel: Kombinationstherapie einer moderaten Unterkühlung und
Blutpfropfauflösung bei einem experimentellen thromboembolischen Hirnschlag –
Eine MRI-Studie
Hintergrund: Wirkung zweier blutpfropfauflösenden Mittel und Unterkühlung
auf einen experimentellen Schlaganfall bei der Maus.
Tiere: 60 Ratten
Autoren: Rainer Kollmar,*, Nils Henninger, Jürgen Bardutzky, Peter D.
Schellinger (1,2), Wolf-Rüdiger Schäbitz, Stefan Schwab
Dokument 28
Titel: Unterschiedlicher Einfluss von normo- und hypotonischem Hirntod
auf die Makro- und Mikrodurchblutung der Niere – eine experimentelle
Untersuchung bei einem Schweinemodell
Hintergrund: Auswirkung des Hirntods auf die Nieren von Organspendern.
Tiere: 26 Schweine
Autoren: Arianeb Mehrabi*, Markus Golling, Michael Körting, Bahram
Hashemi, Rezvan Ahmadi, Arash Kashfi, Peter Schemmer, Carsten N. Gutt, Payan S.
Pahlavan, Jan Schmidt, Markus W. Büchler, Thomas W. Kraus
Dokument 29
Titel: Durch Stress hervorgerufene Depressionssymptome bei Mäusen stehen
im Zusammenhang mit Defiziten beim erzwungenen Schwimmen und beim
Erkundungsverhalten
Hintergrund: Depression durch chronischen Stress.
Tiere: 38 Mäuse (mindestens)
Autoren: Tatyana Strekalova, Rainer Spanagel, Dusan Bartsch, Fritz A.
Henn*, Peter Gass
Dokument 30
Titel: (...) für die Diagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs:
Aufnahmeeigenschaften in primären humanen Bauchspeicheldrüsentumorzellen und
Bewertung von In-vivo-Modellen des humanen Bauchspeicheldrüsenadenokarzinoms
Hintergrund: Test einer Diagnosemöglichkeit von Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Tiere: 87 Tiere verschiedener Arten (ca. 80 Mäuse und ca. 7 Ratten)
Autoren: Samuel Samnick*, Bernd F.M. Romeike, Boris Kubuschok, Dirk
Hellwig, Michaela Amon, Wolfgang Feiden, Michael D. Menger, Carl-Martin Kirsch
Dokument 31
Titel: Modulation der Effektorzellfunktion bei einer experimentellen
Autoimmun-Hirnentzündung durch Leflunomid-Mechanismen unabhängig von einem
Pyrimidin-Schwund
Hintergrund: Mechanismen der Wirkung eines Mittels gegen Hirnentzündung.
Tiere: 29 Tiere verschiedener Arten (mehr als 29 Ratten, Meerschweinchen
(unbekannte Anzahl))
Autoren: Thomas Korn*, Tim Magnus, Klaus Toyka, Stefan Jung
Dokument 32
Titel: Exogene und endogene Stickoxydulspender verbessern die
Sauerstoffversorgung im Gewebe nach einer Mangeldurchblutung bei einer frühen
Schädigung der Bauchspeicheldrüse durch Mangeldurchblutung/Wiederdurchblutung
bei der Ratte
Hintergrund: Verhinderung einer Schädigung durch Mangeldurchblutung bei
einer Transplantation der Bauchspeicheldrüse.
Tiere: 28 Ratten (mindestens)
Autoren: R. Obermaier*, E. von Dobschuetz, A. Benthues, N. Ansorge, W.
Schareck, U.T. Hopt, S. Benz
Dokument 33
Titel: Organprocurement bei einer experimentellen Transplantation der
Bauchspeicheldrüse mit minimaler Beeinträchtigung der Mikrozirkulation
Hintergrund: Bauchspeicheldrüsentransplantation.
Tiere: 33 Ratten
Autoren: O. Drognitz*, E. von Dobschuetz, H. Kissler, X. Liu, R.
Obermaier, H. Neeff, U.T. Hopt, S. Benz
Dokument 34
Titel: Hörvermögen von Degus (Spalacopus cyanus): Spezielle Merkmale im
Audiogramm eines unterirdisch lebenden Nagetiers
Hintergrund: Hörvermögen von Degus (südamerikanische Felsenratten)
Tiere: 4 Sonstige (Degus (südamerikanische Felsenratten))
Autoren: Sabine Begall*, Hynek Burda, Bianca Schneider
Dokument 35
Titel: Studien zur optischen Energieübertragung für Mikrosysteme im Auge
am Kaninchen
Hintergrund: Kleine Implantate mit vielen Hundert Elektroden, die die
Netzhaut stimulieren, sollen eines Tages Blinde wieder sehend machen. In diesem
Versuch wird die Stromversorgung eines solchen Implantates mittels Photozellen
getestet.
Tiere: 3 Kaninchen (Chinchilla-Kaninchen)
Autoren: Thomas Laube*, Claudia Brockmann, Rüdiger Buß, Carsten Lau,
Kerstin Höck, Natalie Stawski, Thomas Stieglitz, Horst A. Richter, Harald
Schilling
Dokument 36
Titel: Schädliche Wirkung von Sauerstoff während einer Zirkulation
außerhalb des Körpers auf die Mikrodurchblutung in vivo
Hintergrund: Einfluss von Sauerstoff auf die Mikrodurchblutung.
Tiere: 26 Hamster
Autoren: M. Kamler*, D. Wendt, N. Pizanis, V. Milekhin, U. Scahde, H.
Jakob
Dokument 37
Titel: Depexamin und zelluläre Immunfunktionen bei einer systemischen
Entzündung
Hintergrund: Mechanismen der körpereigenen Abwehr bei Blutvergiftung.
Tiere: 216 Mäuse
Autoren: Reiner Oberbeck*, Daniel Schmitz, Mark Schüler, Klaus Wilsenack,
Manfred Schedlowski, Michael Exton
Dokument 38
Titel: Verminderter Keratinozytentod nach einer Laser-gestützten
subepithelialen Keratektomie und nach einer photorefraktiven Keratektomie bei
Kaninchen
Hintergrund: Vergleich zweier Operationstechniken am Auge hinsichtlich
der Heilung der Augenhornhaut. Die herkömmliche Methode wird seit 1983 beim
Menschen eingesetzt, die neuere, Laser-gestützte seit 1999.
Tiere: 34 Kaninchen (Weiße Neuseeland-Kaninchen)
Autoren: Thomas Laube, Susanne Wissing, Carsten Theiss, Claudia
Brockmann, Klaus-Peter Steuhl, Daniel Meller*
Dokument 39
Titel: Profil der Gen-Ausprägung im Gewebe der Atmungswege von Ratten,
die dem Hauptstrom von Zigarettenrauch ausgesetzt waren
Hintergrund: Molekulare und zelluläre Veränderungen im Gewebe der
Atmungswege nach Tabakkonsum.
Tiere: 16 Ratten
Autoren: Stephan Gebel, Bernhard Gerstmayer, Andreas Bosio, Hans-Jürgen
Haussmann, Erik Van Miert, Thomas Müller*
Dokument 40
Titel: Einfluss der lokalen Applikation von "basic fibroblast growth
factor" auf die lokale Infektionsresistenz nach einem standardisierten,
geschlossenen Weichteiltrauma
Hintergrund: Einfluss eines Wachstumsfaktors auf die Entzündung von
Weichteilgewebe nach einem Trauma.
Tiere: 64 Ratten (mindestens)
Autoren: T. Kälicke*, O. Sprutacz, U. Schlegel, F. Kutscha-Lissberg, M.
Köller, G. Printzen, G. Muhr, S. Arens
Dokument 41
Titel: Verteilung von Cholinacetyltransferase und NADPH-Diaphorase im
Rückenmark der Taube
Hintergrund: Details der Anatomie des Rückenmarks der Taube.
Tiere: 11 Tauben (10 erwachsene und ein Küken)
Autoren: R. Neckar*
Dokument 42
Titel: Ein Interleukin (...) Fusionsprotein setzt eine T-Zell-vermittelte
Entzündung außer Kraft: Entzündungshemmende Aktivitäten beim Morbus Crohn und
einer experimentellen Dickdarmentzündung in vivo
Hintergrund: Untersuchungen zur Immunabwehr bei Morbus Crohn.
Tiere: 72 Mäuse
Autoren: A. Stallmach*, T. Marth, B. Weiß, B.M. Wittig, A. Hombach, C.
Schmidt, M. Neurath, M. Zeitz, S. ZeusemH. AbkenKlinik für Gastroenterologie und
Hepatologie, Katholische Klinik Essen-Nord. 45329 Essen
Dokument 43
Titel: Antioxidative Behandlung kehrt die isoforme Expression der
Stickoxydulsynthetase bei diabetischen Ratten um und schwächt die Aktivierung
der Gewebe-cGMP ab
Hintergrund: Details zur Krankheitsentstehung der Zuckerkrankheit.
Tiere: 84 Ratten
Autoren: Jörg Bojunga*, Birgit Dresar-Mayert, Klaus-Henning Usadel, Klaus
Kusterer, Stefan Zeuzem
Dokument 44
Titel: Evolution einer Gewebeschädigung durch Mangeldurchblutung in einem
Hautlappen: Ein neues Mäusemodel unter Verwendung von Mikroskopie am lebenden
Tier
Hintergrund: Untersuchung von kleinen Blutgefäßen eines Hautlappens beim
lebenden Tier.
Tiere: 16 Mäuse
Autoren: Yves Harder (1,2)*, M. Amon, D. Erni, M.D. Menger
Dokument 45
Titel: Verminderte Aufnahme von markiertem Oligopeptid-Glyzin-131-I-
Tyrosinglyzin nach erfolgreicher autologer allotopischer Transplantation von
Krummdarmschleimhaut beim Beagle
Hintergrund: Transplantation von Darmschleimhaut.
Tiere: 14 Hunde (Beagles)
Autoren: H.A. Beiler*, J. Steinorth, A. Witt, W. Mier, A. Mohammed, K.L.
Waag, Z. Zachariou
Dokument 46
Titel: Reduktion der Aggressivität der Beatmung nach Therapie eines
Ölsäure-induzierten Lungenversagens durch Inhalation von Perfluorhexan
Hintergrund: Therapie eines durch Ölsäure hervorgerufenen
Lungenversagens.
Tiere: 12 Schafe
Autoren: J.-U. Bleyl,*U. Tschö, M. Regner, O. Vecent, M. Hübler, M.G. de
Abreu, T. Koch, D.M. Albrecht, M. Ragaller
Dokument 47
Titel: Morphologische Veränderungen im vorderen Bereich des Auges nach
Langzeitbehandlung mit verschiedenen Rezeptor selektiven Prostaglandin-Agonisten
und einem Prostamid
Hintergrund: Vergleich verschiedener Augentropfen.
Tiere: 26 Affen (Javaneraffen)
Autoren: Markus Richter, Achim H.-P. Krauss, David F. Woodward, Elke
Lütjen-Drecoll*
Dokument 48
Titel: Surfactant Abnormalitäten nach Transplantation einer Lungenseite
bei Hunden: Wirkung der Verabreichung von Surfactant mittels Bronchoskop
Hintergrund: Verbesserung der Lungentransplantation
Tiere: 24 Hunde (Foxhounds)
Autoren: Andreas Günther*, Markus Balser, Reinhold Schmidt, Philipp
Markart, Alexander Olk, Jochen Börgemann, Fred H. Splittgerber, Werner Seeger,
Ivar Friedrich
Dokument 49
Titel: Reduzierte konstitutive Zytokintranskription in isolierten
Monozyten von klinisch gesunden Katzen, die mit einen FIV-Stamm infiziert
wurden, der nur geringe krankmachende Eigenschaften aufweist
Hintergrund: Veränderungen im Blut von FIV-infizierten Katzen.
Tiere: 33 Katzen
Autoren: A. Kipar*, F.S. Boretti, M.M. Meli, K. Failing, M. Reinacher, H.
Lutz
Dokument 50
Titel: Beiträge der Hemmmechanismen zur Richtungsselektivität und zur
Normalisierung der Reaktion in der mittleren Schläfenregion bei Makaken
Hintergrund: Sehforschung
Tiere: 3 Affen (Makaken)
Autoren: Axel Thiele*, C. Distler, H. Korbmacher, K.-P. Hoffmann
Dokument 51
Titel: Modulation der Gen-Ausprägung durch Moxonidin bei Ratten mit
chronischem Nierenversagen
Hintergrund: Untersuchungen zum chronischen Nierenversagen.
Tiere: 24 Ratten
Autoren: Oliver Vonend, Thomas Apel, Kerstin Amann, Lorenz Sellin,
Johannes Stegbauer, Eberhard Ritz, Lard Christian Rump*
Dokument 52
Titel: Rolle von PARP auf die iNOS-Bahn während einer durch Bakteriengift
hervorgerufenen akuten Lungenschädigung
Hintergrund: Mechanismen bei einer Lungenschädigung durch Blutvergiftung.
Tiere: 24 Tiere verschiedener Arten (24 weiße Neuseeland-Kaninchen, Mäuse
(Anzahl unbekannt))
Autoren: Rainer Kiefmann, Kai Heckel, Martina Doerger, Sonja Schenkat,
Christian Kupatt, Mechthild Stoeckelhuber, Jozefa Wesierska-Gadek, Alwin E.
Goertz*
Dokument 53
Titel: Ausweichmechanismen des Immunsystems: mangelhaftes Verweilen und
stimulierte Wechselwirkung zwischen Leukozyten und Butgefäßinnenwand bei einem
Leberzellkarzinom der Ratte
Hintergrund: Veränderungen der Blutgefäßstrukturen bei Leberkrebs.
Tiere: 12 Ratten
Autoren: Sasa-Marcel Maksan*, Patrick Morad Araib, Eduard Ryschich,
Martha Maria Gebhard, Jan Schmidt
Dokument 54
Titel: 3D-Lungenperfusions-MRI und MR-Angiographie einer Lungenembolie
bei Schweinen nach einer einzelnen Injektion eines Blutpool-MR-Kontrastmittels
Hintergrund: Darstellung einer Lungenembolie mit Magnetresonanz-Imaging
und einem neuen Kontrastmittel.
Tiere: 5 Schweine (Ferkel)
Autoren: Christian Fink*, Sebastian Ley, Michael Puderbach, Christian
Plathow, Michael Bock, Hans-Ulrich Kauczor
Dokument 55
Titel: Hitzeschockprotein 72 und Apoptosis ist ein Zeichen für einen
nicht mehr ausreichenden Ausgleich durch das Herz beim frühen multiplen
Organversagen beim Schaf
Hintergrund: Veränderungen am Herzen bei Schock.
Tiere: 21 Schafe
Autoren: Hideo A. Baba*, Jeremias Wohlschläger, Henning D. Stubbe,
Florian Grabellus, Hugo Van Aken, Klaus J. Schmitz, Friedrich Otterbach, Kurt W.
Schmid, Christian August, Bodo Levkau, Frank Hinder
Dokument 56
Titel: Die Abschwächung der Veränderungen der Lebermikrodurchblutung
durch exogenen Ersatz von Stickoxydul durch S-Nitroso-Humanalbumin nach
Blutungsschock bei der Ratte
Hintergrund: Mikrodurchblutung der Leber bei einem Blutungsschock.
Tiere: 46 Ratten
Autoren: Clemens Bauer, Wolfgang Kuntz, Frauke Ohnsmann, Harald Gasser,
Carina Weber, Heinz Redl*, Ingo Marzi
Dokument 57
Titel: Knochenformation nach Kieferhöhlenfüllung mit autologen Zellen
knöchernden Ursprungs und Rinderknochenmineral bei Minipigs: erste Ergebnisse
Hintergrund: Verwendung von körpereigenen Knochenzellen für
Gesichtsplastiken.
Tiere: 5 Schweine (Minipigs (Mini-Schweine))
Autoren: Gabor Fuerst*, S. Tangl, Reinhard Gruber, Andre Gahleitner,
Fidel Sanroman, Georg Watzek
Testverfahren, die heute
angewendet werden (können):
Die Tierart, die den größten Leiden ausgesetzt wird, die sogar für besondere Quälereien genetisch manipuliert wird:

Foto: A.Brookes, Fokus/SPL, bildstelle/picturedesk.com (etwas abgewandelt)
Walter Rath, 27. April 2005