Das Periodensystem der
chemischen Elemente

Die chemischen Elemente der
Spalten-Gruppen 1 bis 17 mögen überhaupt nicht alleine zu sein, sondern sehen
sich nach einem chemischen Zustand wie dem der Edelgase (Gruppe 18 - also der
letzten Spalte).
Es
führt zu weit, die Schalen um den Atomkern herum zu erklären, wo sich die
Elektronen (als eines der wichtigsten Elementarteilchen) aufhalten (können). Auf
der innersten Schale (K), die dem Atomkern am nächsten ist, dürfen 2 Elektronen
sein wie beim Helium. Der Wasserstoff - ganz links im Bild unten - hat nur ein
Elektron. Um "Edelgas-Charakter" zu bekommen, sucht sich der Wasserstoff ein
einsames "Kollegenatom", um sich damit zu verbinden. Jetzt haben beide 2
Elektronen (und 2 Protonen im Kern). Oder, da gibt es beispielsweise den
Sauerstoff (O für Oxygenium, bedeutet "Säurebildner") in Gruppe 16. Dieses
Sauerstoffatom hat zwar auf der innersten Schale um den Atomkern die beiden
gewünschten und vorhandenen 2 Elektronen. (Damit ist diese Schale
K "gesättigt".) Aber auf die nächst höhere Schale (L)
passen zwar 8, jedoch sind nur 6 vorhanden, also fehlen noch zwei, um
Neon-Charakter zu bekommen. Kommen zwei "nackte" Wasserstoffatome vorbei, tun
diese sich mit dem unbefriedigten Sauerstoffatom zusammen zur, für uns Menschen
und die meisten Lebewesen auf der Erde wichtige Verbindung, dem H2O
- dem Wasser-Molekül. (Moleküle sind Verbindungen von Atomen gleicher oder
verschiedener Art). Molekularer Sauerstoff, ohne den wir keine Luft kriegen,
besteht aus 2 Sauerstoffatomen O2, um sich die
beiden fehlenden Elektronen auf der nächst höheren Schale gegenseitig
auszuleihen.
Man kann das allgemein mit ausgestreckten Ärmchen verdeutlichen.
Jemand braucht für eine Tätigkeit weitere "Handreichungen", die von einem oder
mehrer Mitmenschen gewährt werden können. Der Sauerstoff sucht 2 ihm fehlende
Ärmchen und bekommt sie - in unserem Beispiel - vom Wasserstoff in der Form von
H↔O↔H (Strukturformel
von Wasser). Die beiden Wasserstoffatome nutzen die beiden Handreichungen des
Sauerstoffs und der Sauerstoff bekommt seine erwünschte Handreichung von der
beiden Wasserstoffatomen rechts und links. Statt der Pfeilspitzen in der
"Struktur-Formel" oben wird in der Regel H ― O ― H
gezeichnet, d.h. für molekularen Sauerstoff O ═ O.
Nun gibt es Ozon [griechisch »das
Duftende«], ein Molekül das aus 3 Sauerstoffatomen besteht und dem ersten
Anschein nach folgendermaßen aussehen könnte (Bild links):


denn jedes Sauerstoffatom bekäme die nötige Handreichung. Aber
die Ärmchen lassen sich nicht weit genug verbiegen, wie das auch bei unseren
menschlichen Armen der Fall ist, die auch nicht in jede beliebe Richtung
verdreht werden können. Beim Molekül liegt das - im vorliegenden Fall - am
Dipol-Charakter des Sauerstoffatoms. Die beiden Sauerstoff-Atome unten im Bild
müssten ihre Ärmchen noch weiter verbiegen. Wären diese beiden Atome unten -
einarmige - Wasserstoff-Atome, die miteinander selbst nichts zu tun haben, gäbe
es kein Problem. (Aber eine weitere Erörterung an dieser Stelle geht zu weit.)
Jedenfalls ist Ozon wegen der Unmöglichkeit der geringeren Spreizung der
einzelnen Sauerstoff-Ärmchen unter 116,8° auf 60° an einer perfekten Bindung untereinander
verhindert. Bei jeweils 60 Grad wäre das Gesetz der Winkelsumme im Dreieck von 180°
erfüllt. Wegen der unvollkommenen Bindung ist Ozon äußerst aggressiv. Jedes O-Atom
(Oxygenium)
hält daher nach einer besseren (passenderen) Verbindung Ausschau.
Der oben erwähnte Ansatz zu einer (möglichen und gültigen)
Strukturformel gibt Auskunft darüber, wie Atome in einem Molekül verbunden
(und im Raum angeordnet) sind. Rechts der Benzolring auf einer Briefmarke.
Sehr interessant und verblüffende Eigenschaften findet man bei
den unten im Periodensystem blau gefärbten Metallen, welche eine mehr
oder weniger feste Grundstruktur bilden (bis zu stahlhart) und ihren Elektronen
einfach (mehr oder weniger) freien Lauf lassen.
Leider habe ich kein sehr gutes Beispiel für eine sehr
beispielgebende Strukturformel gefunden. Daher eine für das vielseitige
medizinische Mittel "Aspirin", welches ich selbst während meines chemischen
Praktikums synthetisieren musste - in Pulverform genügte es.

Summenformel: C9O4H8 (Man
achte auf eine Ähnlichkeit mit dem Benzolring auf der Briefmarke wegen des
4-wertigen Kohlenstoffs.)

Beispiele für die
Besetzung der Elektronenschalen:

* Meitnerium (Mt) ist bereits ein künstliches Element (das
sechstete nach Rutherfordium)
Auf der "neuen" Schale Q gibt es 2 Elektronen (bisher die Maximalzahl auf
Q).
Meitnerium ist ein äußerst kurzlebiges radioaktives Metall. Bisher
wurden 2 Isotope erzeugt:
266Mt, dessen Halbwertszeit 3,4 Tausendstelsekunden beträgt und
268Mt, welches nach 0,07
Sekunden zur Hälfte zerfallen ist. Aufgrund dieses sehr
schnellen Zerfalls ist über vieles der
Eigenschaften dieses künstlich erschaffenen Elements kaum etwas bekannt (S. bei
Wikipedia).
(266 bedeutet 109 Protonen und 157 Neutronen im Atom-Kern bzw.
268: 2 Neutronen mehr).
Beste Übersicht
bietet
http://www.uniterra.de/rutherford/tab_bohr.htm

(1) Elektronenzahlen von über 50 auf einer
Schale kommen in der Realität nicht vor
(2) 8 Elektronen auf der äußeren Schale (2 bei K-Schale)
kennzeichnen ein Edelgas,
das keine chemischen Verbindungen eingeht (wie in obiger
Tafel zu sehen)
Ausgezeichnete Ausführung: Prof.
Stefan Goßner: Grundlagen der Elektronik, Shaker-Verlag,
Aachen
(ISBN
978-3-8265-8825-9 Vorsicht: pdf-Datei)