Initiativen
Das lateinische »initium« = Eingang, Anfang, Beginn, Anfangsgründe (einer Wissenschaft), Prinzip (als philosophischer Fachausdruck) bedeutet einen erster Schritt zu einer Handlung, eine Entschlusskraft, einen Unternehmungsgeist.
>Hier< zu den Aktivitäten von "Zukunftsräten".
Die uns Regierenden handeln in den meisten Fällen an den Bürgern und Wählern - vor allem Protest-Nichtwählern - vorbei, weil sie nur an Vorteilsnahmen interessiert sind, wie inzwischen kaum noch von Mitbürgern anders gesehen wird. Ein Skandal folgt einem anderen. Angeschuldigte werden bei schweren Verdachtsfällen nicht erst einmal in Untersuchungshaft genommen, wie es bei jedem Kleinkriminellen üblich ist. Nein, diese Kriminellen im großen Stil sind ja wer; sie haben ein hohes Ansehen, richten jedoch einen Schaden an, der nie unter einer Millionen Euro liegt (einem - fast bedeutungsloses - Kistchen nach dem Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann). Kein Einzelfall:
Andere Vorwürfe gegen Prof. Dr. Dirk Jens Nonnenmacher: Bespitzelung von Mitarbeitern und Journalisten, Unterschiebung von Kinderpornos einem Mitarbeiter, um dessen Rausschmiss zu ermöglichen. Dennoch: Herr Nonnenmacher wird sicherlich mit einigen Millionen "Treueprämien" bei seiner Verabschiedung von der CDU belohnt werden. Das ist zumindest offizielle im Gespräch (Datum siehe oben).
Ein alltägliches Beispiel nahezu am Rande der großen Skandale wie dem eingestürzten Stadtarchiv von Köln am Rhein durch den U-Bahnbau, der schon allein aus Geldmangel nie hätte begonnen werden können; denn alles geht ja auch ohne das Bauwerk, welches jahrelang den Zugang zur Innenstadt blockiert:
Ein Ort namens Ort Wanlo mit etwa 1.200 Einwohnern sei
ausgewählt, der sich am Rande der Stadt Mönchengladbach am linken Niederrhein
befindet und bei den meisten in der heutigen Zeit durch Vereine und das
Kreuz der Bundesautobahnen 46 und 61 bekannt ist. Wanlo ist durch die A 46 mit
ihrem dauernden Lärm vom übrigen Stadtgebiet getrennt. Um Wanlo herum sind Windräder -
auch nicht berauschend schön. Es gibt einen subventionierten Segelflugplatz,
eine Kompostierungsanlage, die außer einigen "Zuwendungsempfängern" keiner
wollte. Nachdem auch noch eine Biogasanlage genehmigt worden ist - natürlich
ohne Bürgerbeteiligung, wurde eine Initiative ins Leben gerufen, um im letzten
Augenblick zu verhindern, dass rund 27 000 Tonnen Mais pro Jahr durch den Ort
mit Schwertransportern rollen, um
in der geplanten Anlage in Energie umgewandelt zu werden.
»Mehr als 1000 Unterschriften hat ein
„harter Kern" von rund 40 Engagierten innerhalb von knapp fünf Wochen gesammelt,
um gegen den avisierten Standort am Ortsrand zu protestieren«,
schrieb die Journalistin Petra Pluwatsch u.a. im Magazin des Kölner
Stadt-Anzeigers zum 6./7. 11 2010 und weiter: Der 48jährige
Softwareentwickler Andreas Cichy »hat sich im
August mit einer sechsseitigen Petition an den Landtag von Nordrhein-Westfalen
gewandt, um den „schon mehrfach durch verschiedene Quellen über die Maßen
belasteten Ort" vor weiterem Schaden zu bewahren. Im September folgte ein
Protestbrief an den Oberbürgermeister. -
Mitstreiter Karl Dahlmanns, 55 Jahre alt und Geschäftsführer eines
Software-Unternehmens, denkt bereits über „Eskalationsstufe drei" nach. Soll
heißen: die juristische Überprüfung gewisser „Dinge" wie „das Verscherbeln eines
Grundstücks unter der Hand" und „die Vorteilsnahme durch Ratsmitglieder, die
gleichzeitig auf der Payroll" des Betreibers der Biogasanlage stehen.. Über
den Bildschirm seines Laptops huschen Skizzen, welche die Lärmbelästigung von
Wanlo zeigen, die Standorte der geplanten Sümpfungspumpen«
(zur Entwässerung eines Braunkohleabbaus) »und den Verlauf der
nahen Autobahnen. Natürlich, sagt er und lächelt dabei ein wenig böse, könne er
sich auch „Eskalationsstufe vier" vorstellen: den wirtschaftlichen Angriff auf
den Energieanbieter.«
Mehr unter http://www.dorfinteressengemeinschaft-wanlo.de/projekte/biogas/biogas.htm
Obiger Artikel bringt auf mehreren Seiten mehr zum Thema: »Die Protestkultur 2010 ist bunt und frech und unerschrocken. Im ganzen Land tragen Bürger ihren Unmut auf die Straße und machen mobil gegen millionenschwere Zukunftsprojekte der Politik.«
Es gibt:
Bürgerinitiativen mit dem Hauptaktionsfeld die Kommunalpolitik mit den Schwerpunkten: Wohnen, Verkehr, d.h. allgemein Städtebauplanung, Umwelt-, Landschaftsschutz, Energiewirtschaft, Müllentsorgung (z.B. insbesondere aus Atomkraftwerken), Schulen, Jugendfragen und Kinderbetreuung.
Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e. V. vertritt - wie der Name schon sagt - vor allem umweltpolitische Ziele. Zu erwähnen sind die fast verzweifelten Bemühungen, der Verschlechterung der globalen Umweltsituation durch völkerrechtliche Vereinbarungen entgegenzuwirken. >Hier< mehr, u.a. auch zu den "Konferenzen" (nach unten blättern!).
Interreligiöse Initiative für Frieden in Afrika ist die institutionelle Gesprächsplattform der Religionsgemeinschaften in Afrika, gegründet im Anschluss an den vom Lutherischen Weltbund initiierten »Interreligiösen Friedensgipfel in Afrika« 2002 in Benoni bei Johannesburg; Sitz des Koordinationsbüros: Nairobi. - Gründungsurkunde der ist die »Johannesburger Interreligiöse Erklärung zum Frieden«, in der sich führende Repräsentanten der in Afrika vertretenen Religionen im Sinne einer Selbstverpflichtung zum Einsatz für den Frieden, zu einem wirklichen interreligiösen Dialog und dem aktiven Einsatz für die Menschenrechte auf dem afrikanischen Kontinent bekennen. In dieser Initiative arbeiten Buddhisten, Bahais, Christen, Hindus, Juden, Muslime und Vertreter traditioneller afrikanischer Religionen zusammen (nach (c) wissenmedia GmbH, 2010).
Die Verbraucher Initiative (e. V.), 1985 gegründet mit Sitz in Berlin
kümmert sich um ökologischen, gesundheitlichen und sozialen Verbraucherschutz
und fördert einen fairen (ehrlichen und anständigen)Handel mit der »Dritten
Welt«, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen benachteiligter Produzenten in
Afrika, Asien und Lateinamerika zu verbessern durch Direkteinkauf beim Erzeuger,
garantierten Mindestpreis über dem Weltmarktniveau, langfristige Lieferverträge,
ökologische Mindeststandards usw. Hierzu gehört die Umsetzung von Erkenntnissen
über gesunde Ernährung in die Praxis und vieles mehr.
Wählerinitiativen von im Wahlkampf auftretenden Gruppen um
parteiungebundene Persönlichkeiten, die zur Wahl einer bestimmten Partei
auffordern oder sich selbst zur Wahl stellen, wenn kein Parteiprogramm den
Wählerwillen repräsentiert.
Volksinitiative in der Schweiz als ein besonderes Beispiel zum Schutz der Hochgebirgsregion und ihrer Bewohner vor den schädlichen Auswirkungen des Verkehrs durch dessen Verlagerung auf die Schiene.
Die »Initiative Globale Informationsgesellschaft«, wurde von den Staats- und Regierungschefs der G 7 bei ihrem Treffen in Neapel im Juli 1994 und anschließend beim Ministertreffen in Brüssel 1995 mit der Einrichtung von elf Pilotprojekten ins Leben gerufen. Ihr Ziel war es, Denk- und Vorgehensweisen der Informationsgesellschaft in Bereichen wie Handel, Kultur, Bildung, Umwelt, Gesundheitswesen und öffentliche Verwaltung zu fördern. Gefördert wurde die Zusammenarbeit des öffentlichen und des privaten Sektors. Hierfür wurden neue gemeinsame Plattformen und Netzwerke geschaffen, an der Industrieländer und Entwicklungsländer gleichermaßen beteiligt sind. Ferner wurden die verschiedensten Pilotprojekte beschlossen ((c) wissenmedia GmbH, 2010).
Eine Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland - Arbeit plus - zeichnet "Unternehmen für beispielhaftes arbeitsmarktpolitisches Engagement und unternehmerisch wahrgenommene soziale Verantwortung durch die Verleihung einer als positives Wettbewerbselement gedachten Auszeichnung (»Gütesiegel«) öffentlich ehrt. Erstmals vergeben wurde das Siegel »Arbeit plus« 1998 durch die Evangelische Kirche im Rheinland, die vier Unternehmen auszeichnete." ((c) wissenmedia GmbH, 2010)
Greenpeace - grüner Frieden, heute die größte Umweltschutzorganisation, ist 1971 aus der Initiative einer kleinen Gruppe von Atomtestgegnern hervorgegangen. Das war so: Angehörige der Besatzung eines alten Fischkutters begaben sich mit einigen Journalisten vom westkanadischen Vancouver aus zu einer der etwa 2.500 km entfernten Aleuteninseln, angeregt von einer kleinen kanadischen Bürgerinitiative, welche sich den bis dahin praktisch unbekannten Umweltschutz "auf ihre Fahnen geschrieben hatte" und die Öffentlichkeit auf die verhängnisvollen Auswirkungen von oberirdischen Atomtests aufmerksam machen wollte... Immerhin stellte einige Monate später das US-Verteidigungsministerium die Testserie ein, nach massiven öffentlichen Demonstrationen, nach Streik- und Boykottaufrufen. Das war zumindest der Anfang vom Ende der oberirdischen Kernwaffenexperimente, die in einem Kernwaffensperrvertrag festgelegt wurden...

Das ist ein sehr schönes Beispiel für die "Macht" von Bürgerinitiativen.
Heute so leben, dass auch übermorgen alle leben können. Überall auf der Welt. Der Zukunftsrat Hamburg ist ein Netzwerk von über 100 Vereinen, Initiativen, Kammern, Instituten und Unternehmen. Ihr gemeinsames Ziel: eine global zukunftsfähige und generationengerechte Entwicklung.
Anspruch des FRANKFURTER ZUKUNFTSRATS
Namhafte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und der Wissenschaften haben
sich zum FRANKFURTER ZUKUNFTSRAT zusammengeschlossen, um zur Lösung der Probleme
beizutragen. Sie werden ihre wissenschaftlichen Ergebnisse und ihre
Erfahrungswelten als Basis zur Entwicklung zukunftsfester politischer,
wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Konzepte und Empfehlungen
nehmen.
http://www.frankfurter-zukunftsrat.de/
Aus
http://www.worldfuturecouncil.org/deutsch.html : Fußball, Sonne, Politik: Vom 11. bis 23. Juni organisierte der World Future Council (WFC) in dem nicht elektrifizierten Dorf Oboadaka in Ghana ein Public Viewing der Fußball-WM. Wie? Mithilfe einer Solaranlage, die am 10. Juni auf dem Dach des Gemeindekrankenhauses installiert wurde - und dieses nun mit Strom versorgt. Begleitend diskutierten die Mitglieder der African Renewable Energy Alliance (AREA) vom 21. bis 23. Juni bei einem Zusammentreffen in Accra über optimale politische Rahmenbedingungen zur Förderung erneuerbarer Energien in Afrika. Zum Abschluss fuhren sie nach Oboadaka, um gemeinsam mit den Dorfbewohnern das entscheidende Gruppenspiel Ghanas gegen Deutschland zu sehen. Verschaffen Sie sich mithilfe unserer Videos selbst einen Eindruck! Weitere Informationen zum Projekt "Power Kick for Africa" finden Sie hier, die schönsten Fotos haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Appelle für nukleare Abrüstung:
Vor 65 Jahren, am 6. und 9. August 1945, wurden zwei Atombomben über Hiroshima und Nagasaki gezündet. Die Zahl der Opfer, die sofort oder an den Spätfolgen starben, wird auf weit über 200.000 geschätzt. Um die Aufmerksamkeit auf die vielen Proteste von Wissenschaftlern und Ingenieuren gegen die Nutzung nuklearer Waffen zu lenken, haben der World Future Council und das International Network of Engineers and Scientists for Global Responsibility (INES) einen Überblick über alle relevanten Appelle von Wissenschaftlern zur Abschaffung von Nuklearwaffen zusammengestellt. Sie können es als PDF-Dokument herunterladen. Zum 65. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima sprachen WFC Ehrenmitglied Tadatoshi Akiba und WFC Ratsmitglied Dr. David Krieger bei Gedenkfeiern in Hiroshima und Santa Barbara.
Der WFC hat den Schutz der Artenvielfalt zum Thema für seinen diesjährigen Future Policy Award gemacht. Der Future Policy Award zeichnet Gesetze aus, die eine besonders positive Wirkung auf die Rechte zukünftiger Generationen entfalten. Das UN-Sekretariat der Biodiversitäts-Konvention (CBD) wird der formale Gastgeber der diesjährigen Preisverleihung sein, die als offizieller Teil der 10. UN-Vertragsstaatenkonferenz am 25. Oktober im japanischen Nagoya stattfinden wird. Als Beitrag zur Feier des Internationalen Jahres der Artenvielfalt haben das CBD und der WFC zum Earth Day am 22. April eine enge Zusammenarbeit vereinbart.