Straftaten
>Hier< insbesondere zur Gewalt junger Männer
(Der Psychologe Herrmann Gasser - Sascha genannt - sagte einmal:
"Die jungen Männer sind zu allem fähig, aber zu nichts zu gebrauchen!")
Leider ist ein Großteil der Menschheit nicht willens, sich nach Regeln eines Weltethos zu verhalten. Dafür gibt es viele psychologisch-soziologisch erklärbare Gründe, beispielsweise >hier< über die Gruppe der Psychopathen/Soziopathen - und anderer sozial unangepasster Mitmenschen >hier<, wo deutlich gesagt wird, dass delinquentes oder kriminelles Verhalten allein noch nicht die Diagnose »Persönlichkeitsstörung« rechtfertigt.
Die wirklichen Gründe für kriminelles Verhalten konnte bisher auch die Kriminologie nur ansatzweise aufdecken, die "Wissenschaft von den Verbrechen", die verschiedene Wissenschaftszweige umfasst bzw. mit diesen zusammenarbeitet. Ziel ist, die Persönlichkeit des Rechtsbrechers und das Tatgeschehen zu analysieren und Verbrechen zu verhüten, ferner Verbrechensvorhersagen machen zu können, um Verbrechen vorzubeugen. Art und Wirkung von Sanktionierungen - Festnahme ja/nein, Wiedergutmachung (Strafe), Isolation von der Gesellschaft - sind zu erforschen, sowie der Umgang mit Kriminellen. Natürlich muss auch das Verbrechensopfer in die Forschungen mit einbezogen werden (das tut die Viktimologie). Es gibt viele Leute, die sich einer "Täterbetreuung" widmen, aber wenige kümmern sich um Opfer. (Offensichtlich hat das Ausbrechen aus der Gesellschaft als Rechtsbrecher eine gewisse Anziehungskraft, was die unendlich vielen Gangster- und Kriminalgeschichtenschreiber und Filmemacher anregt. Opferbetreuung ist weniger interessant; denn die durch eine Missetat sehr oft hervorgerufenen psychischen Störungen gehen nicht Fachleuten "auf den Wecker".)
Leider konnte die Kriminologie noch keine umfassende Universaltheorie zur Erklärung der von ihr erforschten Gebiete ableiten, nicht einmal für Teilbereiche, wie Jugend-, Randgruppen- Gewaltkriminalität, Sexualstraftaten, Drogenproblematik, Wirtschaftskriminalität und organisiertes Verbrechen (einschließlich Umweltschutzdelikte), Eigentums- und sowie Verkehrsdelinquenz, nicht einmal den Rahmen von Kavaliersdelikten: Trunkenheit (der man sich rühmt), Steuern vermieden (auch rühmenswert) oder durch zurückdrehen des Tachos einen höheren Verkaufserlös für "die alte Karre" bekommen zu haben.
Wahrscheinlich muss sich die Kriminologie eingehender mit den Psycho-/Soziopathen beschäftigen, bei denen "kein Gewissen" gefunden wurde (wie denn?). Ferner heißt es: "Sie empfinden keine Reue und kein Mitgefühl" und, dass sie niemals eine Verantwortung übernehmen für das, was sie anrichten. Nach dem "Lexikon der Psychologie" (>hier<) kommen "Psychopathische kaum vermeidlich mit dem Gesetz in Konflikt, schaffen es aber oft, harte Strafen zu vermeiden". Strafandrohung wirkt bei ihnen überhaupt nicht.
Jedenfalls ist es in der Kriminologie genau so wie überhaupt in der Evolution: Der Kriminelle erfindet ein neues Verbrechen (ändert das Umfeld); die Täterbekämpfung muss sich anpassen.
Die Evolution basiert leider darauf, dass jedes Lebewesen versucht, auf Kosten eines anderen zu leben, ja zu überleben (durch Fressen und Gefressenwerden). Durch Säen, Pflügen und Ernten ist noch nie jemand reich geworden. Reich wird ein Mensch nur, wenn es ihm gelingt, Mitmenschen auszunutzen. Aber wir Menschen sind inzwischen mit einem Gehirn ausgestattet, das es uns ermöglicht, die evolutionären Gegebenheiten zu erkennen und damit Lösungen zu finden, den "natürlichen", entwicklungsgeschichtlichen Ablauf zu korrigieren. Mehr dazu >hier<, dem Vorschlag einer Systemverbesserung.
Versuchen wir erst einmal die Statistik zu bemühen (Bilder vom 22.4.2010 aus "Umweltdelikte - Statistikauswertung" von Monika Goertz und Michael Marty, 166 Seiten, zu kopieren von www.umweltbundesamt.de):

Um die 6,3 Millionen Straftaten (einschließlich Verkehrsdelikte, Drogenhandel und Kavaliersdelikte - ein strafrechtlicher Tatbestand, der in vielen Gruppen unserer Gesellschaften als nicht ehrenrührig gilt , wie Steuerhinterziehung = "Steuervermeidung") werden heutzutage angezeigt bzw. entdeckt bei einer deutschen Gesamtbevölkerung von über 80 Millionen, abzüglich von 9 Millionen strafunmündigen (und auch weitgehend strafunfähigen) Kindern von der Gesamtbevölkerung, bleiben 71 Millionen. Das bedeutet: Wir müssen mit fast 9% mehr oder weniger Kriminellen zusammenleben. Dieser Prozentsatz ist aber wesentlich höher, da ziemlich alte Menschen von der Täter stellenden Gesamtbevölkerung abzuziehen sind
Anteil der Frauen: 24% an allen Straftaten ("nur" 11,45% weiblicher Anteil bei Umweltvergehen nach Tabelle am Ende dieser Seite); Psycho-/Soziopathen - ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung: unter 2% - begehen allerdings um die 50% der schweren Gewalttaten (>hier<).
Da 76% der nicht Gesetzeskonformen von den über 6 Millionen Straftätern
Männer sind (bis 14 Jahre ist ein Mensch in Deutschland nicht strafmündig) und
der Gesamtbevölkerungsanteil der erwachsenen Männer in Deutschland nach Abzug von 9 Millionen
strafunmündigen Kindern von der Gesamtbevölkerung bei etwas über 30 Millionen
liegen dürfte, haben wir es mit 15,
2% der Männer als potentielle Verbrecher zu tun,
die sich bei den jüngeren männlichen Wesen um die 30 Jahre häufen. (Dazu
>hier< - etwas undifferenziert - der Artikel "Gewaltbereitschaft junger Muslime".)
Nehmen wir aus obiger Übersicht die dort enthaltenen angezeigten "Straftaten gegen die Umwelt" (29. Abschnitt des bundesdeutschen Strafgesetzbuches StGB) zu einer näheren Betrachtung heraus:
Davon wurden aufgeklärt, wie unten gezeigt (was der ersten Statistik in etwa entspricht: Straftaten werden zu etwa 60% aufgeklärt, je nach Quelle: zwischen 55% und 60%, d.h. man kommt mit verbrecherischer Energie genau so weit wie in einer Spielbank zu gewinnen.)

Dazu die angezeigten Zahlen aus der "polizeilichen Kriminalstatistik" von 2008
(wobei die Umweltdelikte - mit ihrer fast bedeutungslosen Zahl - in das
Kreissegment "Sonstige Straftaten" fällt):

Die Statistik rechts weist den größten Verbrechensanteil als
Eigentumsdelikte aus. Jedoch der durch Diebe verursachte Schade steht in
überhaupt keiner
Relation zu der geld- bzw. wertmäßigen Wirtschaftskriminalität. "Was ist das Ausrauben einer Bank im
Vergleich zu ihrer Errichtung", meinte schon der Schriftsteller und Regisseur Bert(hold) Brecht (1956 in [Ost-]Berlin gestorben). Der von den
Wirtschaftslenkern,
wahrscheinlich überproportional soziopatischen Führungskräften angerichtete Schade bringt ein
ganzes Sozialgefüge ins Wanken; denn da sind Billionen Geldwert-Summen (1012
und nicht wie im US-Sprachgebrauch 109*) zerflossen. Leider, das muss
in diesem Zusammenhang gesagt werden, binden die Kleingauner die Ordnungskräfte
und lasten die Rechtsprechung aus.
* 109 - bei uns Milliarden
wird in den USA als Billionen bezeichnet, unsere Billionen = 1012
nennt man in den USA Trillionen
Dieses Beispiel zeigt, wie vorsichtig man sein muss bei der Interpretation von Statistiken: Bedeutungslose Wirtschaftskriminalität? von wegen!
Es mag wohl einige Leser überraschen - Balkenstatistik unten, wie hoch der weibliche Anteil an Umweltverbrechen ist. Umweltverbrechen sind fast ausschließlich keine Domäne (kein "Herrschaftsbereich") der Frauen. Das bedeutet noch lange nicht, dass sie nicht auch "das Zeug" dazu haben oder aber genauer betrachtet: genau das ist es, das "Zeug" haben sie nicht, weil ihnen kaum Zugang zum verbrecherischen Umfeld offen ist. Nur wenige Frauen sind bei der Müllabfuhr. Sie helfen selten bei Ölbohrungen und Leitungsverlegungen. Sie schütten keine Abfälle ins Meer, da sie selten auf Schiffen zu finden sind. Sie kippen selten Restfarbe heimlich in den Gully (Einlaufschacht der Straßenabwässer zur Kanalisation), da sie immer noch seltener die Wohnung anstreichen als ihre männliche Mitmenschen.
Es sei auch noch einmal auf die polizeiliche Kriminalstatistik verwiesen. Frauen sind selten in Führungspositionen, dafür haben wir reichlich Taschendiebinnen und Warenmitnehmerinnen aus Kaufhäusern ohne Bezahlung. In jedem Fall ist der weibliche Anteil an Gewaltverrechen sehr gering. Das liegt wahrscheinlich daran, dass männliche Kinder immer schon Kriegsspielzeug bekamen, einen Fußball für den Wettkampf, den Konkurrenzkampf mit Ellbogengebrauch und mit Tritten. Die entsetzlichen Monstervernichtungsspiele auf den tragbaren Telefonbildschirmchen (die handlichen "Handys") und vor allem für den Computer bekommt ein "richtiger Junge" fast aufgezwungen, während Mädchen, die beim Moorhuhnschießen erwischt werden, ein bedauerndes Kopfschütteln der Eltern hinnehmen müssen.

Die Erklärung der Paragraphen der "Straftaten gegen die Umwelt" nach dem 29. Abschnitt des bundesdeutschen Strafgesetzbuches StGB):
§ 324: Gewässerverunreinigung - vorsätzlich wird geahndet mit bis
5 Jahren Freiheits- oder Geldstrafe.
Abs. 3 bei
Fahrlässigkeit gibt bis zu 3 Jahre (oder Geldstrafe)
§ 324 a: Bodenverunreinigung - vorsätzlich (wie oben bei Vorsatz)
Bodenverunreinigung - fahrlässig (gemäß Abs. 3 wie oben geringere Strafe)
§ 325 Absatz l Luftverunreinigung - vorsätzlich (immer wie oben)
Absatz 3
Luftverunreinigung - fahrlässig
§ 325 a Abs.1 u. 2 Verursachen von Lärm - vorsätzlich bzw. Absatz 3
fahrlässig
§ 326 Unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen - ist komplizierter geworden
(seit 1.9.2009) aber teilweise auch milder in der Beurteilung
§ 327 Unerlaubtes Betreiben von Anlagen - ist auch komplizierter geworden aber
auch milder in der Beurteilung
(Wer kann schon eine kerntechnische Anlage ohne
Genehmigung betreiben? Wenn illegal, dann Strafe...)
§ 328 Unerlaubter Umgang mit radioaktiven Stoffen und anderen gefährlichen
Gütern - vorsätzlich Abs.1-3, fahrlässig Abs. 5
§ 329 Gefährdung schutzbedürftiger Gebiete - vorsätzlich bzw. fahrlässig Abs. 4
§ 330 Besonders schwerer Fall einer Umweltstraftat
§ 330 a Schwere Gefährdung durch Freisetzen von Giften - vorsätzlich Abs. 1 und
wenn leichfertig, dann Abs. 5

BNatschG = Bundesnaturschutzgesetz,
PflSchG = Pflanzenschutzgesetz,
TierSchG =
Tierschutzgesetz,
BJagdG = Bundesjagdgesetz
Noch eine Zusammenstellung der Umweltvergehen nach Alter und Geschlecht:
| Altergruppen | Anzahl | in % | männlich | in % | weiblich | in % |
| Kinder bis 14 | 65 | 0,4 | 58 | 0,38 | 7 | 0,05 |
| Jugendliche bis 18 | 202 | 1,3 | 190 | 1,24 | 12 | 0,08 |
|
Heranwachsende 18 bis unter 21 |
563 | 3,7 | 516 | 3,36 | 47 | 0,31 |
|
Erwachsene 21 bis 25 |
14 511 1 030 |
94,6 6,7 |
12 821 921 |
83,57 6,00 |
1 690 109 |
11,02 0,71 |
| 25 bis 30 | 1 290 | 8,4 | 1 136 | 7,40 | 154 | 1,00 |
| 30 bis 40 | 3 633 | 23,7 | 3 217 | 23,70 | 416 | 2,71 |
| 40 bis 50 | 3 801 | 24,8 | 3 308 | 21,56 | 493 | 3,21 |
| 50 bis 60 | 2 689 | 17,5 | 2 400 | 15,64 | 289 | 1,88 |
| über 60 | 2 086 | 13,5 | 1 839 | 11,99 | 229 | 1,49 |
| Alle zusammen | 15 341 | 100,0 | 13 585 | 88,55 | 1 756 | 11,45 |
Diese obige Zusammenstellung bezüglich Altersbeteiligung und geschlechtsspezifisch trifft in der Tendenz für alle menschliche Aktivität zu, ausgenommen die künstlerische, die im Alter sogar zur "vollen Blüte" kommt (sagt man).
Walter Rath, April 2010