Psychischer Zusammenhang mit Gotteswahn
besser ideologischem Wahn;
denn jede Ideologie nimmt rasch wahnhafte Züge an.
Aber beschränken wir uns erst einmal auf das Beispiel Religion, der wichtigsten Ideologie. (Was der Sozialismus/Kommunismus [Stalin, Mao, der Kambodschaner Pol Pot, die afghanistanische Taliban], der Kolonialismus, der Rechtsradikalismus [- Hitler, der chilenische Pinochet Urgate -] ähnlich wie Religionsstifter bewirkt haben, ist genauso unbeschreiblich.)
Da jedoch Gott den Menschen nach "Seinem Bilde" erschaffen haben soll, ist es nicht verwunderlich, wenn dieses Ebenbild das Gleiche tut wie sein "Schöpfer": morden, vertreiben, alles beherrschen wollen, täuschen (verstocken - derzeit durch Propaganda), Fürchten lehren (Gottesfurcht zieht sich durch die ganze Bibel, d.h. den ganzen Koran und durch die ganze Thora = ). Diese, in den "Heiligen Schriften" der "Ein-Gott-Religionen" beschriebene "Allmacht Gottes", strebt auch sein Ebenbild, der Mensch (rücksichtslos) an. Ihm, diesem Menschen, dem Ebenbild Gottes hat sich alles unterzuordnen, alle anderen Lebewesen auf der Erde einschließlich der Menschen, die nicht in führenden und leitenden Positionen und vor allem nicht dieser Ein-Gott-Religion angehören und für alle Ewigkeit verdammt sind (zur Abwechselung mal in den Koran >hier< schauen: Suren [=Abschnitte] - Vers[e] 6-71, 14-14 bis 18, 22-19, 22-21, 47-5, 47-16, 78-25 usw. "siedendes Wasser trinken..., das die Eingeweide zerreißt", "... mit Jauche und Eiter getränkt". Vergleich: Verfluchungs-Tirade >hier< in der Bibel - Deuteronomium = 2. Gesetz in der Vulgata = »allen preisgebenen« [im Lateinischen] Bibelübersetzung der Katholischen Kirche von 1546).
Religion und Sprache
Die Religiosität wird, so wie unsere (Mutter-)Sprache, mit der "Muttermilch" aufgesogen. So wie ein Mensch nicht ohne weiteres die Sprache wechseln kann, so gelingt es ihm in der Regel auch nicht, seinen "Glauben" zu ändern. Richard Dawkins >hier< führt das schöne Beispiel an: Jemand wird in der westlichen Zivilisation als Atheist ausfindig gemacht und gefragt: "Bist du ein evangelischer oder katholischer Atheist?" Dies Frage ist natürlich blödsinnig, aber nicht ganz abwegig; ein evangelischer Atheist fühlt sich immer noch wohler in einem evangelischen Umkreis so wie der katholische Atheist unter Katholiken. Ein syrischer Professor sagte gerne: "Früher, als ich noch Muslim war..." Aber den Ramadan (arabisch: Der heiße Monat), wenn alle in der ersten Woche in den Seilen hingen und kaum arbeitsfähig waren, fand er gar nicht so schlecht, beispielsweise um Körpergewicht zu verlieren. Dabei nahmen die "Ramadanisten" (Wortneuschöpfung für Fastensleute) sogar zu: denn sie durften ja zwischen Untergang der Sonne und ihrem Aufgang ohne Einschränkung essen.
Psychische Störung vom Kulturkreis abhängig
Wenn einem sehr gläubig evangelischen Menschen, also jemandem aus einem evangelischen Kulturkreis die Mutter Gottes erscheint, dann ist er einer Wahnvorstellung erlegen und könnte in einer psychiatrischen Abteilung landen. Passiert einem Katholiken das Gleiche, ist es in Ordnung. Wenn er Glück hat, entsteht sogar ein neuer Wallfahrtsort, und er wird wegen des erlebten Wunders selig oder sogar heilig gesprochen.
Abgrenzung gesund von krank
Es gab einen angesehenen, aber auch gefürchteten Psychiater in den Universitätskliniken zu Köln als Chef der Neurologie. Der Herr Professor Scheid (Lebenslauf >hier<) zog damals in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts "einen großen Trennungsstrich zwischen psychisch gesund und krank... "So, wie man nicht ein bißchen schwanger sein kann, so kann man auch nicht nur ein wenig krank sein." Diese aus heutiger Sicht völlig unmögliche Auffassung löst jetzt also nur noch Kopfschütteln aus, und nach wenigen Jahren ist sie, dem >Spagettimonster< sei Dank, endgültig vollständig überholt. Die Definition von psychisch Kranksein und "Normalsein" ist abhängig vom Kulturkreis, in dem man lebt, wie man aus dem Beispiel im vorigen Absatz sehen kann. Der Übergang (>borderline<) hat keine Grenzsteine bei der psychischen Landvermessung.
Es wird sogar bezweifelt, ob ein akut-schizophren psychotischer Zustand ausreichend von der mystischen Erfahrung gesunder Menschen zu unterscheiden ist. Phänomenologisch betrachtet, besteht laut R. Mundhenk* der einzige Unterschied lediglich darin, dass ein Mystiker sich im Nachhinein mit seiner Erfahrung in seiner Glaubenstradition eingebettet weiß, während ein "Psychotiker" (>hier<) mit derselben Erfahrung einsam und unverstanden bleibt, von einer Umgebung mit anderer Glaubenstradition stigmatisiert und ausgegrenzt wird und letztlich daher vielleicht in eigene weltfremde Ideologien flüchtet, wenn er kein Umfeld findet, das eine ähnliche mystische Erfahrung gemacht - gilt häufig bei Leuten, die früher "schon einmal gelebt haben". Es scheint erstaunlich viele Leute zu geben, die eine Wiedergeburt schildern. Eine Dame schilderte zum Beispiel, sie habe bei der russischen Oktoberrevolution der Bolschewiki in Petrograd (1914 - 1924, heute wieder Sankt Petersburg) am 7.11. 1917 mitgemacht.
* R. Mundhenk: "Der geteilte Mantel", Psychisch kranke Menschen seelsorgerlich begleiten, EB-Verl., Schenefeld 2005 www.psychiatrie-bochum.de/
Psychologische Erkenntnisanwendung
Nach diesem Vorgeplänkel zur Untersuchung, wie es erstens zum Gotteswahn kommt und wieso keiner, zumindest fast überhaupt nicht vor der Zeit moderner Verkehrsmittel aus seiner Umfeldtradition herauskam, sind folgende wichtigen psychologischen Erkenntnisbereiche als Erklärung anzuwenden:
1. Die religiösen Gestalten sind
durch
>Projektion< entstanden (aus Fantasiererei geschaffene
Vorstellungsbilder, also durch Vorstellungsvermögen, Einbildungskraft; die
schöpferische Fähigkeit des menschlichen Geistes, neue Vorstellungsbilder
hervorzubringen und zu kombinieren).
Religionsstifter und Missionare als Überredungskünstler
haben diese aus nicht wissenschaftlich begründetem Vorstellungsvermögen und
Einbildungskraft zusammengebrauten Ideen als absolute Wahrheit verbreitet und
oft
mit "Feuer und Schwert" gefestigt.
2. Eingebunden und geprägt wird das Kind in sein kulturelles Umfeld. Und wenn einmal das Kind in die Religionsgemeinschaft integriert ist, ob in das Christentum, den >Schintoismus< oder Kapitalismus, der ja heutzutage mehr und mehr Anhänger gewinnt, dann bleibt es in der Regel für den Rest seines Lebens fast unwiderrufbar an die jeweilige Gesellschaft angepaßt. Das Verhalten einiger Religionsmitglieder ist hauptsächlich nur mit den Erkenntnissen über >kollektive< >Psychose< und >Neurose< zu erklären neben anderen psychischen Beeinflussungsgrößen - wie auf dieser Seite gezeigt werden wird. Eine gegenteilige Überzeugung ist für einmal in ein bestimmtes System eingebundene nahezu ausgeschlossen.
Im Einzelnen:
Der Mensch wird also in ein gegebenes Umfeld hinein geboren und von da her in seinem Verhalten und seiner Ausbildung des Charakters beeinflußt. Die Grundlagen für den Charakterausbau, sind
- Anlage (Veranlagung),
- Umwelt und
- Selbstbestimmung (menschliche Freiheit).
Diese drei genannten Faktoren sind natürlich nicht gleichwertig (1/3, 1/3, 1/3). Die Selbstbestimmung zum Beispiel hängt vom Grad der Toleranz, der "Großzügigkeit" des Umfeldes ab. Um sich entwickeln zu können, ist der Mensch auf >Lernprozesse< angewiesen, da er ja kaum noch durch ein Instinktverhalten geleitet wird. Von da her hat die Umwelt einen sehr starken (vielleicht sogar einzig und allein formenden) Einfluß im Zusammenhang mit der Entwicklung des Menschen; d.h. die Sozialisation (der Anpassungsdruck an die Kultur oder genauer der Druck zur Anpassung an die Kultur) ist entscheidend.

In einem etwas engeren Rahmen sind die Erziehungsprinzipien und die persönlichen Beziehungen zu den Eltern, Geschwistern, Lehrern (Erzieher) prägend .
Die unterschiedlichen Gesellschaftsformen verlangen ein bestimmtes Verhalten von ihren Mitgliedern, natürlich anderes in einer Gesellschaft mit fundamentalistisch kompromißloser Ausrichtung (dazu noch in einem totalitären System) als in einer freiheitlichen Demokratie. Der Spielraum der einzelnen Individuen, was Denken und Fühlen betrifft, ist unterschiedlich. Folglich ist das konkrete Erzieherverhalten von Eltern und Lehrern abhängig von den einzelnen Kulturformen. Bei demokratischen Nationen wird weniger durch Strafen erzogen, mehr durch positive Zuwendung, und die Erziehungsziele sind abhängig von der Kultur, sogar was die Auslegung der Naturwissenschaften betrifft. In demokratischen Staaten sind die Ziele mehr auf Selbstständigkeit, Selbstverantwortung und Verantwortung anderen gegenüber ausgerichtet. In den fundamentalistischen, totalitären Gesellschaftsformen ist das Erziehungsziel: Gehorsam, Erreichung der Erziehungsziele durch Strafe. Dagegen wird in demokratischen Staaten nicht häufig und vor allem nicht drastisch bestraft. In vielen Ländern ist die Prügelstrafe inzwischen endlich verboten. Das einsichtige Lernen (>hier<) steht im Vordergrund. Das kann natürlich auch irreführend verlaufen; denn in den Demokratien herrscht Meinungsfreiheit und zumindest der "Geist" der UN-Menschenrechtskonvention: Die Religionsfreiheit, was die Freiheit eines jeden Glaubens bedeutet. Damit ist natürlich die Gefahr gegeben, daß - vor wie nach - also immer noch religiös fundamentalistische Erzieher ihre "Verbildung" ungehindert weitergeben (vererben) können.
In demokratischen Staaten ist durch die Bevorzugung der mehrheitlichen Meinung, das ist nun mal ein religiös orientierte Ausrichtung der Erziehung, nach wie vor den Eltern übertragen geblieben.
Sozialisierungsinstanzen sind: Familie an erster Stelle, Eltern und Geschwister, gleichaltrige Kinder, Nachbarschaft, Kindergarten, Schule, Medien. Ein heranwachsender Mensch wird anders ausgerichtet, ob er auf dem konservativ ausgerichteten Lande oder in einer Großstadt mit vielfältigeren Ideen und Möglichkeiten aufwächst. Welche Rolle allerdings die größere "physische" Freiheit auf dem Lande mit "Naturerlebnis" spielt, ist nicht untersucht worden.
In streng religiösem Umfeld werden Neugeborene getauft, (als männliche Kinder je nach Religionszugehörigkeit beschnitten) und damit automatisch in die Religionsgemeinschaft eingebracht. In Deutschland kann man nur wieder aus der Kirchengemeinschaft durch einen amtsgerichtlichen Beschluß hinauskommen.
Ausgewählte Texte aus dem Alten und Neuen Testament
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lassen die Geschichten lebendig werden. Von Lisbeth Zwerger
Deutsche Bibelgesellschaft, 21 Euro
Schon früh bekommen Kinder eine
absolut selbstverständliche religiöse Vorgabe (>hier<
zur vorgeburtlichen Stimulierung). Da läuten Glocken, da wird
alles auf Weihnachten hin vorbereitet, mit einem immensen Einkaufs- und Reklame- und Lichterrummel; dann kommen die Ostervorbereitungen. Es gibt Geschenke
(Bescherungen). Da muß gebetet werden: Mindestens morgens und abends, zu jeder
Malzeit. Was mit dem Kind inzwischen passiert, haben Psychologen genau
untersucht. Begriffe wie
>Konditionierung<,
>Prägung<,
>kollektives
Verhalten< und Kollektivbewußtsein reichen bei einem Kind aus, es als
gläubig auf Lebzeit zu erhalten, insbesondere wenn es kaum
und selten weitere von der traditionellen Glaubensrichtung abweichende Impulse
erhält, und wenn es solche erhält, dann werden sie
>verdrängt<, nicht
mehr voll bewußt wahr genommen (>siehe<
auch die Wahrnehmungshemmung bis -leugnung), und wenn etwas doch tatsächlich bis zum Bewußtsein vordringen sollte, dann kommt es zur
>Abwehrreaktion<. Es wird, wie Generationen
vorher, die Tradition selbst dann auch wieder weitergeben, bis daß die
Menschheit endlich alle Bodenschätze ausgebeutet, alle Pflanzen und Tiere
ausgerottet und schließlich selbst verreckt. (Eine polemische Bemerkung: Aber es wird nichts passieren; denn
der erfundene Gott wird alle erretten
>hier<.)
Mit allen propagandistischen Mitteln wird der junge Mensch "eingebunden". Die Kinderbibel rechts, die natürlich nur (kindgerechte) Auszüge aus der Bibel zeigt, das liebe kleine und süße "Herzjesulein" auf Mamas Schoß mit dem glücklich strahlenden, gehörnten Josef und den Opferlämmern dabei. Natürlich wird kein Bild gezeigt, wo diesen Tieren die Kehle durchgeschnitten wird und wie diese noch minutenlang nach Luft röcheln mit Blut in der Lunge. Es wird auch nicht in dem Bibelchen rechts zu finden sein, wie der "liebe" Gott alle erstgeborenen männlichen Lebewesen, ob von Menschen oder Tieren, in Ägypten höchst persönlich umbringt, während sein auserwähltes Volk, die Israeliten ihr erstes Passahfest feiern (2. Mose 12,12). Ein bekannter Psychotherapeut sagte einmal: "Ich bin nicht nur sprachlos. Da kann man nur den Kopf schütteln." Nein, nein, diese Aussage reicht nicht einmal: Man kann sich doch nur angewidert und angeekelt abwenden (ob dieser perversen, idiotischen und damit psychiatrisch relevanten Weitergabe von Glaubenslehren).
Sollte ein Kind doch Zweifel bekommen, den Wahrheitsgehalt der "wunderschönen, lebendig geworden Geschichten" betreffend, insbesondere wenn es mal die spannenden "Stories" bei Moses zufällig aufschlägt >hier< (über die "zehn Plagen Ägyptens" - wo, wie schon vorher erwähnt, der Gott alle erstgeborenen männlichen Kinder und Tiere eigenhändig auslöscht), dann greifen andere Methoden, welche die Psychologen am Beispiel mit der Doppelbindungstheorie (>double-bind<) erklären. Ein wenig zur Erklärung dieses sehr wichtigen Doppelbindungsphänomen (außergewöhnliches Vorkommnis, das die Psychologen herausgefunden haben):
Den Kindern im religiösen Elternhaus wird erzählt, wie schön es im Himmel ist, daß jeder artige, folgsame und gottesfürchtige Mensch, der alle Glaubens-Richtlinien befolgt, und vor allem alle Kinder (die ja unschuldig per Christus-Definition sind) wenn sie einmal sterben sollten, dann alle in diesen Himmel kommen, in dieses Paradies (Ort des höchsten Glücks, der Zufriedenheit und der Ruhe). Aber da gibt es
Widersprüche
Es ist der gleichaltrige Freund eines Fünfjährigen gestorben. Natürlich ist er in den Himmel gekommen, sagt die Mama mit Tränen in den Augen, aber mit den Worten: "Warum mußte der arme Junge so früh sterben. Der war so lieb und, und, und... Der hat doch noch gar nicht leben dürfen und, und, und..." Der zurückgebliebene Fünfjährige versteht das alles nicht. Er spürt zwar auch einen Schmerz, den er sich nicht erklären kann, sagt sich aber: "Der hat es gut. Der ist doch schon im Himmel," leider zu laut; denn jetzt donnert es auf ihn ein: "Wie kannst du solch einen Blödsinn erzählen. Der hat doch niemandem etwas getan. Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, da er schon so früh und, und, und".
Nachdem der Zurückgebliebene seine Verwunderung ausdrückt: "Wieso ungerecht? Ist denn Gott ungerecht? Wieso seid ihr nicht froh, daß mein Freund schon in den Himmel durfte. Ich will auch dorthin..."
Jetzt schlug es dreizehn (Schlusszahl des babylonischen Duodezimalsystems). "Am liebsten würde ich dir rechts und links ein paar um die Ohren hauen", (das sind dann mindestens 4 Schläge paarweise). "Du undankbares Kind!" stellte Mama fest und es ging weiter: "Sei froh, daß du dich nicht bei dem angesteckt hast... Wenn ich mir vorstelle, daß wir dich hätten verlieren können..." Tränen flossen, Beschimpfungen schwirrten umher: "Dummer Junge" war die harmloseste. Der Zurückgebliebene verließ die Wohnung, weinte nun auch; denn er verstand die Eltern nicht. Er hatte sie doch so lieb. Er hatte doch Recht. Was war denn wirklich los?
Es geschahen mehre solcher Geschichten: Der Weihnachtmann war eindeutig der Nachbar. Der Vater wurde mit einer Erektion im Badezimmer erwischt und vieles andere. Natürlich war der Nachbar nicht der Weihnachtmann. Immerhin gab es eine ehrliche Bemerkung: "Der Junge muß uns immer allen Spaß verderben." Aber am Vater war doch gar nichts Auffälliges zu sehen gewesen. Auch diesmal gab es einen "heftigen" Angriff gegen das Kind, das doch nur nach einer Erklärung gesucht hatte: "Du bist ein schweiniger, jetzt schon verdorbener Junge..." Das junge Schweinchen verstand nun jedoch absolut gar nichts mehr, traute aber kaum noch einem Erwachsenen. Es verstand im wahrsten Sinne des Wortes die Welt nicht mehr.
Da wurde bei einem Onkel in der Garage der Tacho des alten, zum Verkauf vorgesehenen Autos mit einer Bohr-Maschine zurückgedreht. Stolz erklärte der Onkel den Grund: "Wenn der Kilometerstand nicht so hoch ist wie jetzt, dann bekommen wir viel mehr für die alte Karre, die bald den Geist aufgibt." "Ja, aber dann wird der Käufer doch reingelegt," meinte Schweinchen Schlau. "Richtig," rief der Onkel und begründete noch einmal seinen klugen Trick. Nachdem der Kleine jedoch ärgerlich wegen der Betrugsabsicht wurde und ein heftiger Streit mit dem Onkel ausbrach, kam der Schlußpfiff: "Du brauchst dich bei mir nie mehr sehen lassen!" Das Kind ging wie zerbrochen nach Hause.
Was da passiert ist, erklärt Mr. Double-Bind. Wer oben vergessen hat zu klicken, kann es >hier< nachholen. Mr. "Double-Bind" macht das dann psychologisch weiter und wird erklären, wieso der junge Mensch trotz allem nicht vom Glauben abfällt (im wahrsten Sinne des Wortes)... © 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG schreibt zur Doppelbindungstheorie: "Gregory Bateson, amerikanischer Biologe, Anthropologe und Psychologe britischer Herkunft, (1904 in Cambridge geboren und 1980 im kalifornischen San Francisco gestorben) formulierte die Double-Bind-Theorie zur Rolle der Familie bei der Entstehung von Schizophrenie mit."
Psychiater sehen in einem gespaltenen menschlichen Verhalten z.B. ein Ungleichgewicht des (Hormonhaushaltes im) Dopaminsystems, aber aber auch eine überschießende Aktivität des Neurotransmitters Serotonin. Durch diese übermäßige Aktivierung werden, nach Ansicht der Psychiatrie, ständig unaufgefordert Erinnerungen abgerufen, die so glaubhaft sind, dass der "Schizophrene" sie von der tatsächlichen Realität nicht unterscheiden kann: "Die Software spielt verrückt, weil etwas mit der Hardware nicht stimmt," meinen die Psychiater, welche die neurobiologische Ebene als Ursache für geistig-psychische Probleme ansehen.
Psychoanalytiker, nicht-medizinischen Psychotherapeuten sehen unter anderem die Doppelbindungs-Theorie als primär psychische Gewalt in der Kommunikation als hauptsächlich an und meinen: "Die Hardware macht nicht was sie soll, weil etwas mit der Software nicht stimmt."