Ergebnis: Der Religiöse
wird nicht in die Lage versetzt werden
können, aus seinem Netz des Eingefangenseins in sein kulturelles Umfeld
herauszukommen. Nur wenige können einen Riß im Netz erkennen. Ob sie dann auch
dadurch schlüpfen wollen, ist nicht einmal sicher. Er wird nach der in seinem
Umfeld herrschenden religiösen Erziehung kaum - selbst bei Wechsel in ein
anderes Umfeld - seinen Anerzogenen "Glauben" wechseln.
Folgende Ausdrücke sind für die Betrachtungsweise nicht nur dieser Seite synonyme Ausdrücke, also gleich zu setzen als System von Ideen:
1. Ideologie, also Religion und eine Bezeichnung einer Religion (Islam, Christentum)
2. Mitläufer, Angepaßte, Eingepaßte, Mitschwimmer,
3. Atheisten, Nichtreligiöse, Religionsgegner, Ideologielose, ideologisch nicht Gebundene,
wenn zwar als "Teilmenge" erwähnt, aber im Verhalten und in der Auswirkung übertragbar gemeint und gesehen.
Geringer Spielraum im religiösen Netz
Der geringe individuelle Spielraum mit ins Kleinste ausgefeilte Regeln, "Weisungen", Ver- und Geboten, der ihnen durch ihre Religion gewährt wird, gibt natürlich eine gewisse Sicherheit. Man weiß immer, was zu tun ist; man braucht nicht lange zu überlegen; man wird geführt.
Kein Leidensdruck
Es gibt keinen "Leidensdruck", den die Psychologen definiert haben (als Grundlage) für einen Therapiewunsch. Wie ein Schizophrener, der sich für Napoleon hält und mit Majestät anzureden ist, merken sie nicht, daß sie nicht unsterblich sind, daß niemand ihre Sünden vergeben kann, daß sie durch Opfergaben eine ewige Seligkeit keineswegs bekommen werden, daß niemand ihnen Schutz vor Gefahren bieten kann; (daß man sich den Gefahren besser gar nicht aussetzt. Feige leben länger.) Wenn die Mitmenschen Bomben werfen, dann helfen selbst ununterbrochene Gebete nicht gegen das Getroffenwerden. Die Wahrscheinlichkeitsgesetze gelten auch für die Religiösen; nur wollen sie es nicht wahr haben.
Unbewußtes Leben
Sie können und wollen es auch nicht begreifen, daß man ihnen von aller frühesten Kindheit an eine bessere Lebensqualität, "mehr Luft zum Atmen", die Einsicht in ein vernünftigeres Sozialverhalten verwehrt hat. "Wenn Gott existiert, dann kann seine unbegrenzte Macht menschliche Unzulänglichkeiten in der Moral ausgleichen." Statistisch gesehen legen die Religiösen mehr Wert auf die Kenntnis ihrer Rechte als auf ihre Pflichten: "Hören se mal! Sie meinen wohl, ich kenne meine Rechte nicht...", sind sehr gängige Aussprüche. Aber auch das stimmt nicht; denn gerade die Religiösen sind häufiger beim Rechtsanwalt wie auch beim Arzt als Nicht-Gläubige. Ihre Lebenserwartung liegt sogar unter der von bewußten Atheisten (oder besser: Religionsgegnern). Unbewußt lehnen religiöse Leute ihre in der Regel besser ausgebildeten nicht-religiösen Mitmenschen ab, die sicher eher aus Erfahrungen lernen und nahezu selbstverständlich verinnerlicht haben: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist es unsere Verpflichtung, so moralisch zu sein wie nur möglich." (Zitate: Konfuzius).
Beengte Sichtweise - wie durch Burka-Schlitz - der Religiösen
Der Religiöse fährt zum Beispiel in einer nicht zur Durchfahrt freigegebenen Straße, statt mit der höchstzugelassenen Geschwindigkeit von 30 km pro Stunde fast doppelt so schnell im Abstand von höchstens einem Meter an Haustüren vorbei, ist froh, eine Parklücke gefunden zu haben, fährt rasch hinein und hat nicht gesehen, daß er eine Möglichkeit für einen weiteren Wagen dort zu parken, verhindert hat. Geht man freundlich auf den Fahrer oder die Fahrerin und bittet, "Würde es Ihnen etwas ausmachen, ein bißchen zur Seite zu fahren, dann könnte ich auch da rein, bitte, bitte." In fast allen Fällen bekommt man zur Antwort: "O da müssen Sie entschuldigen, daran habe ich nicht gedacht" und macht Platz. Sagt man jedoch aufgeregt und ärgerlich: bekommen Sie den Satz nicht einmal zu Ende. "Ich laß mich doch nicht von Ihnen belehren. Ich hab's eilig und bleibe hier stehen, Basta!" Aber umgekehrt wird der Religiöse jemanden, der zwei Plätze belegt hat, anschreien: "Hören se mal, können se nicht anständiger parken. Da ist doch Platz für zwei!"
Eine typische Reaktion von Religiösen bei einem vorsichtig vorgetragenen Hinweis auf Folgen von offensichtlichen Gegebenheiten ist: "Das habe ich nicht gesehen (gemerkt). Das muß einem doch gesagt werden."
Die Ausbreitung der Religionen (>Missionierung<) spielte natürlich in der Geschichte eine ganz erheblich Rolle. Außer bei der buddhistischen Weltanschauung wurde in der Regel zur Ideologie-Ausbreitung Gewalt angewendet. Kopieren wir doch einmal das, was der Brockhaus (bzw. die Meyersche 26-Bändige Taschenausgabe zum Stichwort Mission alles schreibt: »...(sie ist) die Verbreitung einer Religion und die Gewinnung von Anhängern für sie (die Religion); insbesondere die Verbreitung des christlichen Glaubens unter Nichtchristen (Äußere Mission).
Ausgangspunkt christlicher Mission war vor allem die Missionstätigkeit des Apostels Paulus im Römischen Reich.
Die Christianisierung der Germanen hat in der angelsächsischen (Bonifatius) und iroschottischen (keltisch-geprägten) Mission, die der Slawen in der Tätigkeit der Brüder Kyrillos und Methodios ihre Grundlage, wobei den verschiedenen Mönchsorden eine zentrale Rolle zukam.
Der Kolonialismus führte in seinem Gefolge zur christlichen Mission in weiten Teilen Afrikas, Asiens und in Lateinamerika, um diese einseitig auf das abendländische Welt- und Menschenbild zu fixieren. Dabei hat die verbundene Verflechtung von Kolonialismus und Mission über Jahrhunderte mit einer (unausgesprochenen) Ablehnung nicht christlicher ("heidnischer") Kulturen erheblich zur Unterdrückung der ursprünglichen Kulturen und der Bevölkerungen in den Missionsgebieten beigetragen, was die christliche Mission in den Augen der betroffenen Völker zum Teil bis in die jüngste Zeit im Zwielicht erscheinen läßt.
Große Teile des eurasischen Kontinents (Sibirien) sowie Alaska wurden seit dem 16. Jahrhundert durch die russisch-orthodoxe Kirche missioniert. Seit dem 17. Jahrhundert, besonders aber im 19. Jahrhundert, traten zahlreiche protestantische Missionsgesellschaften und katholische Missionsorden neben die bisherigen Träger der Mission. Eine große Bedeutung in der christlichen Mission haben heute auch evangelikale (sektirerische) Missionsbewegungen erlangt, deren jüngstes Missionsprojekt ("AD 2000") alle bisher vom Evangelium »unerreichten ethnolinguistischen Gemeinschaften (Völker) mit der christlichen Botschaft bekannt machen will«.
Der Islam breitete sich nach dem Tod Mohammeds rasch aus; gegenwärtig betreibt er Mission mit großem Erfolg vor allem in Afrika.
Der Buddhismus erlebte seine größten Missionserfolge im Jahrtausend nach Buddhas Tod; neuzeitliche Missionsbestrebungen gibt es in Europa und Amerika (Neubuddhismus).
Der Hinduismus verzichtet, ausgenommen verschiedene Bestrebungen des Neohinduismus, grundsätzlich auf Missionierung, ebenso das Judentum nach wenigen erfolglosen Versuchen in seiner Geschichte.«
Nach dieser Ausführung geht ganz klar
hervor, daß die militantesten Missionare
sehr erfolgreich waren. Der Islam jedoch breitet sich in neuerer Zeit schneller
aus, als der durch Aufklärung und durch "wissenschaftlich infiltrierte" Erkenntnisse
geschwächte "Christliche Glaube". Allerdings sollte man den Koran mal
aufmerksamer lesen. Eigentlich dürfte überhaupt nicht bekehrt werden; denn die
Ungläubigen müssen ausgerottet werden: Sure 1, Vers 8 "Allah hat ihnen Herz und
Ohr verschlossen, ihre Augen verhüllt - harte Strafe wartet ihrer." Aber lassen
wir es. In der Praxis leben Indonesier, Afrikaner und wer auch immer heute noch
wie bei den "Borks" in der US-amerikanischen Filmserie "Raumschiff Enterprise"
oder "Raumschiff Voyager". (Borks sind untereinander verbundene
Maschinenmenschen, die alle anderen hören und Befehle empfangen können.) Die Gläubigen sind
>assimiliert<:
Nun gut, Religion ist im Prinzip gleich Religion, ob Naturreligion oder der religiöse Sozialismus: Niemand aus einer Naturreligion konnte bzw. durfte sich als Individuum profilieren. Im Sozialismus der Stalins und Pol Pots, der Hitlers (Nationalsozialist, abgekürzt NAZI) und spanischen Könige, à la Philipp II, waren jede Abweichungen vor allem Denkabweichungen von den Vorgaben tödlich.
Der katholische Pfarrer Konrad Sterninger vergleicht das
Gottesbild im Koran mit dem in der Bibel ("Wo ist die Wahrheit?"); denn
so schreibt er (auf der Internetseite
http://kath-zdw.ch/maria/islam.html mit mehreren Filmen seiner Predigten):
"Sei es in den Nachrichten oder im Alltag - wir sind heute immer mehr mit dem
Islam konfrontiert. Deshalb ist es umso wichtiger, seine Glaubensinhalte zu
kennen..." Sterninger meint, daß sich der Islamische Gott Allah ganz
anders verhält als der Gott der Bibel und zwar wie ein diktatorischer
Herrscher. ihm müssen die Moslems restlos untertan sein.
Allah der Gott Mohameds sagt "was kümmert's mich, ob ein Mensch ins Paradies
oder in die Hölle geworfen wird".
Unserem (christlichen) Gott, dem Vater im Himmel ist es nicht egal ob ein Mensch
ins Paradies oder in die Hölle kommt. Er fühlt unsere Not mit. Er leidet an
unserer Sünde. Er ist traurig, wenn wir nicht zu ihm kommen und wenn wir durch
unsere Sünden ins Verderben rennen. Gott unser Vater hat ein Herz, dieses Herz
fehlt Allah.
Jetzt ein Vergleich: Ideologisch Gebundene, "Mitläufer", Nicht-Idiologische zum Moralverhalten
Um jedoch
ganz deutlich zu sein: Die obigen Aussagen treffen - wie alles - nur rein
statistisch zu, d.h. von 100 Fällen soundso viele bei den Religiösen und soundso
viele bei den Religionsgegnern. (Diese unten gezeigte qualitative Verteilung ist zu überprüfen.)
Die nicht quantifizierte Kurve zeigt den Verlauf: Die Religiösen aller Couleur sind in der Überzahl. Mitläufer (das sind die "ach, weiß nicht; interessiert mich auch nicht") sind nicht wenige. Ihr Verhalten scheint zumindest nach den Kurven ziemlich genau dem der Religiösen zu verlaufen. Bei genaueren Untersuchungen wird sich jedoch sehr wahrscheinlich zeigen, daß die blaue Kurve dieser Mitläufer weit nach links verschoben sein wird. Die Moralvorstellungen dieser Mitläufer-Gruppe - der Opportunisten - werden nur durch Kontrolle, Strafandrohung und Aussicht auf Belohnung zum Positiven hin beeinflußt. Diese Gruppe hat fast ausschließlich eigene Vorteile im Sinn. ("Und was hab ich davon?")
Religionsgegner gibt es nicht so viele. Jedoch sieht man aus der Kurve, daß es auch bei denen ganz miese Typen gibt (à la Mao Zedong in China - links im Bild, den man jedoch als politischen Religionsführer bezeichnen muß).
Eine „Verteilungskurve“ hat die Form einer gaußschen Glockenkurve. (Das Bild wird als Normalverteilung oder gaußsche Verteilung bezeichnet und als die wichtigste aller Wahrscheinlichkeits- bzw. Häufigkeitsverteilungen gesehen). Also in der Mitte ist die Masse, der Durchschnitt, rechts und links davon die Abweichung zum Guten (rechts) und Bösen (links). Die Anzahl der sich an Gutsein übertreffenden nimmt nach rechts immer weiter ab und geht gegen Null, wenn man ein Ideal definieren kann.
Nach links wird der Charakter immer teuflischer, und den absolut Bösen wird man auch nicht so leicht antreffen können.

Nun sollte man ein wenig über die Lage des Striches in der Mitte über dem Wort "Moralverhalten" - besser Ethikverhalten - nachdenken. Das soll ja die Norm der derzeitigen (westlichen) Gesellschaftsformen darstellen. Rechts davon sind die, die sich zumindest an diese Normenvorgaben halten.
Wo würden Sie die Menschenrechte eintragen? Entsprechen diese unseren "Sollvorgaben"? Nein! An diese Menschenrechtskonvention hält sich kein Staat , aber auch nicht einer, insbesondere nicht die USA mit Todesstrafe usw. (United States of Amerika, übrigens eine lustige Übersetzung eines Automaten: Die vereinigten Zustände von Amerika).
Denkweisen sich bekämpfender Religionsrepräsentanten
Auffallend ist, dass die Töne bei den Kontrahenten im gegenwärtigen Kampf zwischen den USA und den Terroristen recht ähnlich klingen. So schreibt die bekannte indische Schriftstellerin Arundhati Roy über die Parallelen zwischen den Gedanken von Bin Laden und denen des amerikanischen Präsidenten George W. Bush:
„Jeder bezeichnet den anderen als ‚Kopf der Schlange’. Beide berufen sich auf Gott und greifen gern auf die Erlösungsrhetorik von Gut und Böse zurück. Beide sind in eindeutige politische Verbrechen verstrickt. Beide sind gefährlich bewaffnet..."
Und über Bin Laden und die amerikanische Politik schrieb sie weiter:
„Er (Bin Laden) ist der dunkle Doppelgänger des amerikanischen Präsidenten... Er ist aus der Rippe einer Welt gemacht, die durch die amerikanische Außenpolitik verwüstet wurde, durch ihre Kanonenbootdiplomatie, ihr Atomwaffenarsenal, ihre unbekümmerte Politik der unumschränkten Vorherrschaft, ihre kühle Missachtung aller nichtamerikanischen Menschenleben, ihre barbarischen Militärinterventionen, ihre Unterstützung für despotische und diktatorische Regimes, ihre wirtschaftlichen Bestrebungen, die sich gnadenlos wie ein Heuschreckenschwarm durch die Wirtschaft armer Länder gefressen haben. Ihre marodierenden Multis, die sich die Luft aneignen, die wir einatmen, die Erde, auf der wir stehen, das Wasser, das wir trinken, unsere Gedanken."
Hier nun ein Beispiel für Übereinstimmungen und Parallelen in den Aussagen der religiös geprägten Politiker, dargestellt an Hand des derzeitigen Führers des US-Amerikas, verglichen mit seinem Widersacher als Inbegriff des Bösen und mit Islamisten, von der indischen Schriftstellerin, Arundhati Roy, zusammengestellt:
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Bush und seine Berater:
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Bin Laden und seine Führung: |
| Wir führen einen Kreuzzug. | Der Heilige Krieg (Dschihad) hat begonnen. |
| Sendebewusstsein: Auf unserer Seite steht Gott. Wir werden deshalb siegen. | Sendebewusstsein: Auf unserer Seite steht Gott. Wir werden deshalb siegen. |
| Wir führen Kampf gegen Ungläubige (Terroristen haben keinen Glauben). | Kampf gegen die Ungläubigen (Juden, Christen usw.). |
| Terroristischer Akt (World Trade Center etc.). | Terroristischer Akt (Angriff auf den Sudan, Afghanistan usw.). |
| Wir führen Krieg für eine gerechte Sache zur Erhaltung der Zivilisation. | Wir führen Krieg für die gerechte Sache, gegen Kolonialismus und Verfall der Kultur. |
| Wir wollen beten und hoffen. | Wir wollen beten. Allah wird uns helfen. |
| Christliche Moral ist anderen Vorstellungen überlegen. | Islamische Moral ist der Unmoral des Westens überlegen. |
Vorurteil und Unfähigkeit eines Umdenkens
Es sollte noch einmal der Begriff der >Vorurteile< betrachtet werden. Danach ist nach der Definition der Psychologen das Vorurteil bei streng Gläubigen allgemein vorhanden, nämlich die Bewertung bzw. Abwertung von allem Anders-Denken, Anders-Sein als Böse. Man selbst gehört zu den Guten. Die anderen sind böse. Man erinnere sich an den US-amerikanische Präsidenten, Gorge DabbelJu Bush, der als fanatisch gläubiger Christ sagt: "Wer für mich ist, ist mein Freund, und jeder andere ist ein Feind". Die Katholiken nehmen die Nicht-Katholiken nicht für voll. (Es gibt nur eine allein selig machende Kirche.) Die >Schiiten< und die Sunniten, Moslems und Hindus bringen sich gegenseitig um.
Warum das so ist? Nun, wie gesagt: Der Gläubige ist nicht einmal in der Lage, abgestuft zu denken: "Nur wer meine Glaubensregeln vertritt, ist nicht mein Feind. Wer anders aussieht ist als ich und vor allem anders denkt, ist mein Feind."
In Sure 2 des Korans, Vers 7 steht es doch ganz klar (>hier<). Was allerdings schlimmer ist, sagt der Vers 8: "Allah hat ihnen Herz und Ohr verschlossen, ihre Augen verhüllt - harte Strafe wartet ihrer." Das ist in voller Übereinstimmung mit der Geschichte um den Auszug der Hebräer aus Ägypten. "und der Herr verstockte das Herz des Pharao..."
Die in der Bibel immer wieder als "Ungläubige" aufgeführten, also alle anderen Glaubens, können doch nichts für diesen ihren Unglauben (zumindest aus Unkenntnis) nicht. Beispielsweise hatte Ägypten ja schon vor den Hebräern eine Religion. Der von Menschen aus deren Projektion entstandene Gott duldet aber keine andere Religion und warum? weil er allein herrschen und sie bestrafen will.
Die aus einem Pfarrhaus stammende derzeitige deutsche Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel, pflegt zu sagen, wenn eine Veränderung doch mal endlich durchgesetzt werden sollte, wie zum Beispiel eine Geschwindigkeitsbegrenzung für die zum öffentlichen Straßenrennen freigegebenen deutschen Autobahnen: "Das ist mit mir nicht zu machen!" Basta, kann man darauf nur sagen.
Wie aus den vielen Analysen in dieser psychologisch-soziologischen "Gotteswahn"-Untersuchung hervorgeht, durften die Angehörigen einer Religionsgemeinschaft sich wegen der strengen Regeln ihrer Ideologie natürliche Bedürfnisse und Wünsche, anderswo doch einmal gesehene, gehörte oder selbst erträumte Möglichkeiten nicht eingestehen und mußten sie verdrängen (als "Ich-Verteidigung"). Aus dieser Verdrängung ziehen sie jedoch den Gewinn: "Wir sind die Guten und alle anderen sind schlecht". Das ist dann das unumstößliche Vorurteil, das durch keine Diskussion und durch kein Argument mehr abzubauen ist. Sonst würde ja der Glaube erschüttert werden. Aus diesen Vorurteilen werden leicht Aggressionen mit allen bekannten Folgen. Bereits der Gott des "Alten Testamentes" wird mit diesen Vorurteilen ausgestattet, und kein Argument und keine Diskussionsbereitschaft kann ihn von seinen "Völker- und Kindesmorden" - abhalten. Das hat R. Dawkins bei seiner Darstellung des - in seinem Buch genannten - "Völkermordenden Gottes" nicht ganz erklärt.
Der Ablauf bei ideologisch ausgerichteten Menschen ist in der Regel folgender:
Verdrängung > Vorurteil > Aggression
Mehr zur Aggression >hier<
Sich aus dem Weg gehen?
Das vorgeschlagene >NOMA<-Verhalten (die "sich nicht überlappende Lehre" - naturwissenschaftlich einerseits und religiös andererseits) wird - wenn überhaupt - nur zwischen den wirklich Religiösen und den Religionsgegnern (Atheisten) möglich sein; denn die Gruppe der Mitläufer sind weltanschaulich nicht interessiert. Wahrscheinlich wird aber der Trend bei Religionsanhängern zum Fanatismus und die geringe Toleranzbereitschaft verhindern, sich gegenseitig in Ruhe zu lassen.
Zukunftsaussichten
Ja, was kann also getan werden, um zu verhindern, daß man sich gegenseitig die Köpfe einschlägt? Aus den Religionsgemeinschaften wird keine Änderung des Verhaltens möglich sein. So wie der heutige Papst Josef Ratzinger, der sich den "Künstlernamen", Benediktus XVI (gesegnet, geweiht, beglückt, gepriesen, gelobt, verherrlicht), gegeben hat, beispielsweise überhaupt nicht von seiner Wahnidee abweicht, daß jedes Ejakulat eines Mannes ausschließlich zur Erzeugung eines Kind führen muß (>hier<), obwohl die Erde jetzt schon total übervölkert ist, so ist er - wie alle Religionsführer nicht in der Lage, auch nur einen einzigen Vorschlag in Richtung auf Toleranz und Verwirklichung des Inhalts der Menschenrechts-Konvention, geschweige denn eine notwendige Verbesserung zu machen. Sollte die Erde untergehen, dann war es Gottes Wille und Rache auf Grund der Schuldanhäufung der Menschen. So einfach sieht es ein Religiöser.
Unwahrscheinlichkeit
Dr. Erhard Zauner schreibt in seinem Buch
"Die unheilige Schrift" (>hier<
mehr): Angenommen, "es würde Papst Benedikt XVI., den ich für einen der
gebildetsten und innerhalb der vatikanischen Hierarchie einflussreichsten Päpste
der letzten Jahrhunderte halte, zur Ehre gereichen, würde er - wie seinerzeit
der Kommunist Gorbatschow - Glasnost (Öffentlichkeit auf russisch) und
Perestroika (Umgestaltung auf russisch) in der katholischen Kirche
ausrufen. Er könnte das Erlösungswerk, das Jesus vor 2000 Jahren begonnen hatte,
zu Ende führen, und die (katholische) Christenheit von der „Erblast" des AT
erlösen. Millionen, wenn nicht sogar mehr als eine Milliarde Christen - und
wahrscheinlich sogar viele Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften - würden
ihm zu seinem mutigen Schritt gratulieren und ihm zujubeln. Eine solcherart
erneuerte Kirche, allein auf der Basis der jesuanischen Botschaft von Frieden
und Nächstenliebe, frei von allen Dogmen und Zwängen, hätte wirklich die Kraft,
den Menschen im dritten Jahrtausend Halt und Hoffnung zu geben. Er müsste - wie
Gorbatschow den einzelnen Republiken der ehemaligen Sowjetunion - den einzelnen
Ortskirchen ihre Autonomie zurückgeben, die sie während der ersten drei
Jahrhunderte noch hatten. Als ehemaliger Leiter der Kongregation
(Vereinigung z.B. eines Klosterverbandes) für die Glaubenslehre
(vormals [un-]heilige Inquisition) hätte er genügend Wissen, die Kraft und als
Papst jetzt auch die Macht, diesen Befreiungsschritt zu tun. Ob er allerdings
auch den Mut dazu hat, das weiß ich nicht, befürchte aber eher nein.
Abschließend möchte ich in Anlehnung an ein von ihm populär gemachtes Zitat
bemerken: »„Zeig mir doch, was Jahwe Neues gebracht hat und da wirst du nur
Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, alle
Menschen, die sich nicht an seine Gebote halten, mit dem Tode zu bestrafen ...",
was die katholische Kirche mit der Inquisition auch millionenfach umgesetzt hat.«
>Hier<:
kurzer Hinweis auf die Regensburger Vorlesung des Papstes.
Also, am religiösen Milieu wird niemals etwas von innen heraus geändert, Beispiel >hier< (der Islam ist nicht reformierbar) oder doch? In der Syrisch Arabischen Republik war es bis in die 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts verboten, terrestrische (also für erdgebundene Stationen) Fernsehantennen nicht nach dem syrischen Sender auszurichten. Dann wurden auf einmal Satteliten-Schüsseln gesichtet. Dafür war zwar eine Sondergenehmigung erforderlich, aber die Zahl wuchs so sehr, daß eine Kontrolle wohl kaum mehr möglich war. In anderen arabischen Ländern sind inzwischen auch immer mehr Satteliten-Schüsseln zu sehen. Damit läßt sich kaum die Neugier unterdrücken, auch mal einen ausländischen Sender anzuschauen, zuerst schockierend, dann doch noch mal gucken...
Ein Kurzgeschichtchen: Eine alte Dame beschwerte sich bei ihrem Sohn: "Du wirst es nicht für möglich halten, die bringen spät abends im Fernsehen - jeder kann das sehen, unglaublich, so richtige Schweinereien..." Gemeint waren natürlich Beischlafszenen (die heute zu jedem "guten" und "lebensnahen" Film gehören). "Du kannst doch abschalten," meinte der Sohn. "Ja sicher! Aber was soll ich denn machen, wenn ich nicht schlafen kann." Nun gut, sie hätte auf andere Sender ausweichen können. Doch wahrscheinlich war sie doch zu neugierig und doch auch nicht so ganz abgeneigt, dem zuzusehen, nach ihrer strengen Antisex-Erziehung, das schweinischste, was es gab. - Immerhin: Impulse von außen wirkten sogar auf diese Dame (abgesehen von der Art dieser geschilderten Anregungen).
Wünschenswert wäre eine Bevölkerungsdurchmischung, welche nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland dann auch endlich mal für die konservative Landbevölkerung ihre Konservendose geöffnet hat, um so gezwungenermaßen mit anders erzogenen Menschen in Berührung zu kommen. Es kommt sogar inzwischen vor, das eine eheliche Verbindung in Deutschland zwischen Staatsangehörigen ausländischer Herkunft und Einheimischen zustande kommt, wobei der nicht-islamische Partner nicht gezwungen werden kann zu konvertieren. Es gibt sogar Mischehen bei evangelischer und katholischer Religionszugehörigkeit, vor einem halben Jahrhundert noch problematisch.
Außerdem ist die Bildung und Ausbildung zu verbessern, um beruflich und damit wirtschaftlich aus Abhängigkeitsverhältnissen heraus zu kommen. Ein sehr gutes Beispiel bietet ein Versuch zu einem Studienaustausch die Elite-Universität HIAST (Higher Institute for Applied Science und Technology) in Damaskus, Hauptstadt der Syrisch-Arabischen Republik , an der der Autor dieser Webseiten von 1989 bis 1993 als Projekt-Koordinator mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union (damals noch Europäischen Gemeinschaft) mitwirken durfte. >Hier< die Webseite in Englisch, aus der hervorgeht, daß es sich nicht nur um eine lokale Einrichtung handelt.
Ein Hinweis aus "Pädagogik", Stam-Verlag (ISBN 3-8237-5000-3):
»Das Wesentliche der Bildung ist die aktive Auseinandersetzung mit der Welt, insbesondere mit den Inhalten der Kultur sowie mit der sozialen und politischen Wirklichkeit. In dieser Auseinandersetzung erschließt sich für den Menschen die Welt, sie wird für ihn durchschaubar, durchsichtig, vertraut, zugänglich. Er lernt Zusammenhänge zu erkennen, mit ihr umzugehen und sich in ihr angemessen zu verhalten. Zugleich erschließt sich aber dadurch auch der Mensch selbst, dem an der Welt das eigene Ich erfahrbar wird; er erschließt sich seine eigene Stellung in der Welt und unter den Menschen, er selbst wird aufgeschlossen für die Wirklichkeit und wird fähig, in ihr zu leben, sein Leben in der Welt autonom und verantwortlich zu gestalten (vgl. Wolfgang W.Klafki, 1973; "Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik", Weinheim). In diesem Sinne ist Bildung auch der Vorgang der Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit.«
Das auf den Islam anzuwenden, ist ja wohl aussichtslos.
Soviel zu dieser Ergebnis-Übersicht
>Hier< zum psychischen Zusammenhang mit Gotteswahn
und
>hier< die Untersuchungen, wie es zur Schaffung des Gottes durch den Menschen gekommen ist, zu einem Gott, der jedoch einem modernen "Superman" keineswegs entspricht, wenn man moralische Ansprüche stellt.