Bestandsaufnahme
Worte in der Bibel mit fatalen Auswirkungen:
>Hier< eine kurze Beleuchtung des Neuen Testaments
>Hier< zu Zwischenergebnisse zur Analyse der Bibel
(des Korans, der Thora).
>Hier< eine Bewertung unter Einbeziehung des Buddhismus:
Grausamkeiten,
vielfache Vergeltung,
Qualen statt
Vorbildlichkeit, Hilfe, Versöhnung.
Lachen und Lebensfreude kennen die Religionen nicht >hier<.
Am Seitenende: Buchvorstellung: H.Schmidt: Religion in der Verantwortung.
>Hier< zur Zusammenfassung vieler Bibelstellen;
A. Mensch Ebenbild Gottes >hier<
und herrscht über die Erde >hier<
B. Der Mensch soll sich um nichts kümmern >hier<;
Gott macht alles
C. Für die ersten Vertreibungen ist Gott verantwortlich >hier<
D. Der Sündenfall (1. Mose 3) ist eingetreten, weil der Mensch "vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse" gegessen hat. Das wurde dann ausgelegt als ein Verbot, sich wissenschaftlich zu betätigen. Das gilt bis heute. In den USA darf in manchen Staaten nicht mehr die >Evolutionstheorie< von >Darwin< (bzw. de Lamarck) gelehrt werden.
E. In diesem Kapitel (1. Mose 3, Vers 16) steht: "Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, aber er soll dein Herr sein.
Diese Bibelstelle hat den Grundstein gelegt für die Ungleichstellung von Mann und Frau.
F. Tieropfer werden von Gott bevorzugt:
1. Mose 4,1-5: "Und Adam erkannte sein Weib Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe einen Mann gewonnen mit Hilfe des Herrn."
"Danach gebar sie Abel, seinen Bruder. Und Abel wurde ein Schäfer, Kain aber wurde ein Ackermann".
"Es begab sich aber nach etlicher Zeit, daß Kain dem HERRN Opfer brachte den Früchten des Feldes"
"Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der Herr sah gnädig an Abel und sein Opfer,"
"aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an. Da ergrimmte Kain sehr und senkte seinen Blick."
Mit dieser Bibelauslegung wird das Abschlachten der Tiere begründet. Wer einmal solche Abschlachterei bei den Anhängern des Islams, den Moslems (oder Muslimen, die wie das arabisch bedeutet: sich Gott unterwerfen) nach dem Ramadan (Fastenmonat) gesehen hat, wenn da zuckende Schafsleiber zu hunderten auf der Straße mit durchgeschnittener Kehle sich bewegen sieht, kann sich als religiöser Mensch nur erfreuen, während man als nichtreligiös zutiefst verabscheut zusieht. Es sollte jeder einmal, ob religiös oder nicht religiös bei einem koscher (hebräisch: kascher "einwandfrei") schlachtenden mulimischen oder jüdischen Metzger zuschauen.
Die Bibel erwähnt fast auf jeder Seite, daß der "HERR" nur
das reinste vom reinen Tier annimmt. Der will kein Obst oder Gemüse.
G. Die vielfach von Gott geforderte Opferbereitschaft kann nicht mit ein paar Sätzen abgetan werden, daher >hier< mehr.
H. Es ist erstaunlich, daß doch einige religiöse Fundamentalisten und Fanatiker meinen, ihre Religion mit allen Mitteln - sogar unter Einsatz des eigenen Lebens - "verteidigen" zu müssen glauben, insbesondere wenn sie ihren Gott beleidigt oder mißachtet wähnen.
Der Gott der Bibel hat an vielen Stellen dargelegt, daß er sich sehr wohl selbst darum kümmert, wenn ein "Nebenbuhler" auftritt (Götze, ein falscher Gott), wenn seine Untertanen (seine Gefolgsleute) bedroht, vor allen, wenn seine Gebote mißachtet werden, alle Menschen ausrottet. Beispiele sind: Die Sintflut (1. Mose 7), Harmlos dagegen die Geschichte vom Turmbau zu Babel (1. Mose 11, 3 bis 9) (Babel = Babylon, im Irak gelegen):
Vers 7: "Wohlauf, laßt uns niederfahren und dort ihre Sprache verwirren, daß keiner des anderen Sprache verstehe!"
Vers 8: "So zerstreute sie der HERR von dort in alle Länder, daß sie aufhören mußten, die Stadt zu bauen."
Vers 9: "Daher heißt ihr Name Babel, weil der Herr daselbst verwirrt hat aller Länder Spreche und sie von dort zerstreut hat in alle Länder."
Aber Sodom und Gomorra wurde ganz ausgelöscht:
1. Mose 19, Verse 24 und 25: "Da ließ der HERR Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab auf Sodom und Gomorra und vernichten die Städte und die ganze Gegend und alle Einwohner der Städte und was auf dem Lande gewachsen war."
Dann war der >2. Weltkrieg< folgerichtige Steigerung,
der ohne Zustimmung der konservativen Zentrumspartei des politischen Katholizismus im Deutschen Reich zum Ermächtigungsgesetz der Hitlerregierung nicht möglich gewesen wäre.
I. Die Blutrache ist schon eine Erfindung der Bibel. Das fing mit "Der Schandtat an Dina und das Blutbad zu Sichem" an (1. Mose 34). Gott aber segnet Jakob (1. Mose 35), nachdem er schon eine etwas unsaubere Sache mit "Jakob kommt zu Reichtum" gebilligt hatte (1. Mose 30, ab Vers 25 bis Kapitel 33, Vers 20; letzteres genügte: "und (Jakob) errichtete einen Altar und nannte ihn »Gott ist der Gott Israels«")
J. Besondere Bösartigkeiten dachte sich der (aus menschlicher Projektion entstandene) HERR aus nach der Beschreibung der Geschichte über den Auszug der Hebräer (Isrealiten) aus Ägypten. Sie wollten ausziehen, weil sie dort nach anfänglich gutem Auskommen mit den Ägyptern versklavt worden waren. Es führt zu weit die ganze nachlesbare Geschichte (1. Buch Mose am Ende und Anfang des 2. Buches (auch Exodus = Auswanderung genannt) zu zitieren. Jedenfalls will Gott die Israeliten aus Ägypten führen (2. Mose 3, 8 und 16/17). Natürlich will der Herrscher Ägyptens die nicht ohne weiteres ziehen lassen und versucht die Ausbeutung der Israeliten zu verstärken. Aber da wird nicht verhandelt und Gott "der Allmächtige" wendet sofort Gewalt an (2. Mose 5, 6: "Da sprach der Herr zu Mose: "Nun sollst du sehen, was ich dem Pharao antun werde; denn durch eine starke Hand gezwungen, muß er sie (die Israeliten) ziehen lassen..."). Dann ging es los mit den
10 Plagen Ägyptens:
1. Plage: Das Wasser des Nils wurde zu Blut. Alle Fische sterben. "Das währte 7 Tage lang". Der Pharao blieb verstockt. (2. Mose 7, 15)
2. Plage: Ganz Ägypten wurde von Fröschen überzogen. Doch der Pharao blieb verstockt, trotz anfänglichem Zugeständnis. (2. Mose 7,26)
3. Plage: Alles wurde von Stechmücken geplagt. Immer noch blieb der Pharao "verstockt". (2. Mose 8,12)
4. Plage: "...und das Land wurde verheert von den Stechfliegen." Der Pharao gibt immer noch nicht nach. (2. Mose 8,16)
5. Plage: Alle Tiere werden durch die Pest umgebracht. Erneut lehnt der Pharao den Abzug der Israeliten ab. (2. Mose 9, 1)
6. Plage: Jetzt wurde Blattern eingesetzt, also die Pocken-Pest. Jetzt wird es interessant; denn offensichtlich gewinnt der Herr Freude an seinen Spielchen: "Aber der HERR (also Gott selber) verstockte das Herz des Pharao, daß er nicht auf sie, wie denn der HERR zu Mose gesagt hatte." (2. Mose 9,12) Also verhandlungsunwillig und nur rechthaberisch ist dieser HERR auch noch: "... wie er zu Mose gesagt hatte."
Das Spiel geht also weiter:
7. Plage mit Hagel: "Und der Hagel erschlug in ganz Ägyptenland alles, was auf dem Felde war, Menschen und Vieh, und zerschlug alles Gewächs auf dem Felde und zerbrach alle Bäume auf dem Felde" (2. Mose 9,25). Der Pharao bliebt "verstockt".
8. Plage mit den Heuschrecken: "Sie bedeckten den Erdboden so dicht, daß er ganz dunkel wurde: Und sie fraßen alles, was im Lande wuchs, und alle Früchte auf den Bäumen, die der Hagel übriggelassen hatte, und ließen nicht Grünes übrig an den Bäumen und auf dem Land in ganz Ägyptenland" (2. Mode 10, 15). Diesmal gibt der Pharao nach: "Vergebt mir meine Sünde nur noch diesmal und bitte den HERRN, euren Gott, daß er doch diesen Tod von mir wegnehme" (Vers 7). Weiter bei dieser Plage: "Aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, daß er die Israeliten nicht ziehen ließ" (Vers 20).
9. Etwas Neues denkt sich Gott aus: Diesmal gab es 3 Tage lang totale Finsternis. Der Pharao lenkt ein. "Aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, daß er sie nicht ziehen lassen wollte. (2. Mose 10, 21)
10. Plage: Tötung der Erstgeburt... (2. Mose 12,12). >Hier< zum Text aus der Lutherbibel (womit man dem Übersetzer, nämlich Luther, und damit auch der evangelischen "Glaubensgemeinschaft" unterstellen kann, diesen ungeheuerlichen Massenmord, höchst persönlich ausgeführt vom HERRN der 3 großen Religionen, gebilligt zu haben).
K. In diesem Kapitel (also 2. Mose 12) wird über die ekelerregende "Einsetzung des Passafestes" berichtet und der HERR mordet dann mal wieder selber, während die Israeliten feiern: "Denn ich will in derselben Nacht (des Passafestes) durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägytenland unter Menschen und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter der Ägypter, ich, der HERR" (Vers 12). Diese Geschichte dürfte kaum an Grausamkeit zu überbieten sein. Aber es kommt später ja noch schlimmer mit der Opferung seines eigenen Sohnes, um dann die Schuld in die Schuhe der Israeliten zu schieben.
Wegen der Ungeheuerlichkeit der Bibeltext:
2. Mose 12: Einsetzung des Passafestes (vergleiche 4. Mose 9,1-14, 5. Mose 16,1-8)
1 Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland:
2 Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die
Monate des Jahres zählen.
3 Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am zehnten Tage dieses Monats nehme jeder
Hausvater ein Lamm, je ein Lamm für ein Haus.
4 Wenn aber in einem Hause für ein Lamm zu wenige sind, so nehme er's mit seinem
Nachbarn, der seinem Hause am nächsten wohnt, bis es so viele sind, daß sie das
Lamm aufessen können.
5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches
Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt ihr's nehmen
6 und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die
ganze Gemeinde Israel schlachten gegen Abend.
7 Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und die
obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, in denen sie's essen,
8 und sollen das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und
ungesäuertes Brot dazu, und sollen es mit bitteren Kräutern essen.
9 Ihr sollt es weder roh essen noch mit Wasser gekocht,
sondern am Feuer gebraten mit Kopf, Schenkeln und inneren Teilen.
10Und ihr sollt nichts davon übriglassen bis zum Morgen; wenn aber etwas übrigbleibt bis zum Morgen, sollt ihr's mit Feuer verbrennen.
11 So sollt ihr's aber essen: Um eure Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure
Schuhe an euren Füßen haben und den Stab in der Hand und sollt es essen als die,
die hinwegeilen; es ist des HERRN Passa.
12 Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle
Erstgeburt schlagen in Ägyptenland unter Mensch und Vieh und will Strafgericht
halten über alle Götter der Ägypter, ich, der HERR.
13 Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid:
Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen, und die Plage soll euch
nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage.
14 Ihr sollt diesen Tag als Gedenktag haben und sollt ihn feiern als ein Fest
Für den HERRN, ihr und alle eure Nachkommen, als ewige Ordnung.
Die Bestätigung von Vers 12 oben erfolgt an mehreren Stellen, z.B. bei 4.
Mose, Kapitel 33, Vers 4: "als sie eben die Erstgeburt begruben, die der Herr
unter ihnen geschlagen hatte; denn der Herr hatte an ihren Göttern Gericht
gehalten".
In der Thora "Namen" heißt es 12,27: "Es geschah in der Hälfte der Nacht:
ER schlug alles Erstlingtum im Land Ägypten,
vom Erstling Pharaos, der auf seinem Thron sitzt,
bis zum Erstling des Häftlings im Kerker,
und alljeden Erstling eines Tiers.
Pharao stand auf in der Nacht, er und all seine Diener und all Ägypten,
und ein großer Schrei war in Ägypten,
es gab ja kein Haus, darin kein Toter war."
Es muß darauf hingewiesen werden, daß die ganze
unglaubhaft bösartige Aufführung, wie sie oben beschrieben wurde, nur in Szene
gesetzt worden ist, weil Gott von vorne herein Ägypten
"platt machen" wollte; denn
dort herrschte ein anderer Glaube. Er hatte ja zu Moses schon (allwissend und
allmächtig) vorab gesagt (2. Mose 4, Vers 21): "Und der Herr sprach zu Mose:
Sieh zu, wenn du wieder nach Ägypten kommst, daß du alle die Wunder tust vor dem
Pharao, die ich in deine Hand gegeben habe. Ich aber will sein Herz verstocken, daß er das Volk nicht ziehen lassen wird". Diese Absicht Gottes, "das Herz
des Pharao zu verstocken", wird auch bestätigt in 2. Mose 7 Vers 3: "Aber ich
will das Herz des Pharao verhärten und viele Zeichen und Wunder tun in
Ägyptenland". Auch der Koran berichtet in vielen Suren (Abschnitten des
"heiligen" Buches), daß Allah "den Ungläubigen Herz und Ohren verschlossen
hat und ihre Augen verhüllt - harte Strafen ihrer wartet", wie bereits in der
zweiten Sure, Vers 8 zu lesen ist.
Ferner muß noch auf eine andere Stelle der Bibel hingewiesen werden:
L. Dabei sei noch mal das obige Zitat aus 2. Mose 4, Vers 21
wiederholt: "Und der Herr sprach zu Mose: Sieh zu, wenn du wieder nach
Ägypten kommst, daß du alle die Wunder tust vor dem Pharao, die ich in deine
Hand gegeben habe. Ich aber will sein Herz verstocken, daß er das Volk nicht
ziehen lassen wird"; dann geht es weiter mit Vers 22 bis 26: "Und du
sollst zu ihm sagen: So spricht der HERR: 'Israel ist mein erstgeborener Sohn:
und ich gebiete dir, daß du meinen Sohn ziehen läßt, daß er mir diene. Wirst du
dich weigern, so will ich deinen erstgeborenen Sohn töten'.
"Und als Mose unterwegs in der Herberge war, kam ihm der HERR entgegen und
wollte ihn töten."
"Da nahm Zippora einen scharfen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut und
berührte damit seine Scham und sprach: Du bist mir ein Blutbräutigam."
"Da ließ er von ihm ab. Sie sagte aber Blutbräutigam um der
>Beschneidung< willen."
Eine noch scheußlichere Geschichte über das Sammeln von Vorhäuten als Kriegtrophäen steht >hier<.
M. Es wird oft ins Feld geführt, daß das Neue Testament, also die eigentliche christliche Grundlage, unser ethisches (sittliches und moralisches) Verhalten "humanisiert" habe, also menschlich, das heißt menschenwürdig gemacht habe. Nun belassen wir den Theologen diese absolut nichtssagenden Gemeinplätze. Auch das Neue Testament beruft sich nicht auf die Menschenrechtskonvention. Es wird gerne im Rahmen der Forderung der Abstützung auf "christliche Werte" von einem Wertekatalog gesprochen. Ein solcher konnte nicht gefunden werden.
Im Einzelnen:
Auch das Neue Testament beginnt wieder mit Mord: Als Herodes Antipas, Tetrarch (der offizielle König der Juden von 4 vor bis 39 nach Christus) nach Mathäus, Kapitel 2, erfahren hatte, daß da ein anderer König der Juden (Vers 2: "Wo ist der neugeborene König der Juden?") verehrt werden soll, läßt dieser Herodes alle Neugeborenen (Jungen) umbringen... Dann wird Christus getauft (eine Sache für den bis heute gültigen Wertekatalog) von einem Johannes. Dann wird dieser Johannes umgebracht. Herodes wird nach Caligula verbannt. Dann gibt es die sogenannten "Seligpreisungen (Mathäus, Kapitel 5), die man beim ersten Hinschauen als akzeptabel ansehen könnte. Doch dann - nach ein wenig Nachdenken - muß man erkennen, daß die Vertröstung auf ein Himmelreich bei Ungerechtigkeit leidende Menschen davon abhalten sollen, sich zur Wehr zu setzen.
Mathäus 5, Vers 22 (..."Wer aber sagt: Du Narr! der ist des höllischen Feuers schuldig") ist die Fortsetzung von Gedanken des Alten Testament. Es geht weiter mit Gedankensünden (Vers 28: Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen..."). Weiter geht mit "Auge ausreißen", "Hand abhauen."
Mathäus 6, Vers 34 ("Darum sorget nicht für den anderen Morgen...") hatten wir bereits im Alten Testament.
Sicher sind einige durchaus annehmbare Ansätze zu finden, aber aus heutiger Sicht Selbstverständlichkeiten. Die Gebote von "Beten und Fasten" oder immer und immer wiederholten Opferungen, Teufelsaustreibungen und Sicht des Himmelreichs und vieles mehr gehören nach dem derzeitigen psychologischen Erkenntnissen in eine psychiatrische Abteilung.
Jetzt
die
der wichtigsten Teile aus der Bibel, die oben unter den Punkten A, B und C
aufgelistet wurden:

1. MOSE 1 ("Genesis" genannt, "Schöpfung" im Griechischen)
24 Und Gott sprach: "Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art." Und es geschah so.
25 Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war.
26 Und Gott sprach: "Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht."
27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, azum Bilde Gottes schuf er ihn; und bschuf sie als Mann und Weib. (a Kap 9,6; b Mt 19,4)
28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: "Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht."
29 Und Gott sprach: "Sehet da, ich habe euch gegeben
alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit
Früchten, die Samen bringen,
zu eurer Speise." (a Mt 6;25-34 )
30 "Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben.a Und es geschah so. ( a Ps 145,16)
31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und
siehe, aes war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der
sechste Tag.
a Mt 19,17; 1.Tim 4,4
Kap = Kapitel, Mt = Mathäus, Ps = Psalm, Tim = Timotheus
Anmerkung: In vielen Versen stehen hochgestellte Buchstaben als
Hinweis auf weitere "Erklärungen" (?) in der Bibel. Wenn man einmal nachschlägt,
so wie hier oben für Verse 27, 29, 30 und 31 erhält man die "Bezugsverse":
Bezug zu Vers 27 oben:
Kapitel 9,6 (aus Moses 1): "Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht." unter dieser Vers stehen wieder "Bezüge".
und
Mathäus 19, 4: "Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau."
Bezug zu Vers 29 oben:
Mathäus 6, 25- 34: 25 aDarum sage ich euch: bSorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? a (25-33) Lk 12,22-31; b Phil 4,6; 1.Petr 5,7
26 Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten
nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie
doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?a a Kap 10,29-31;
Lk 12,6.7
27 Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen
könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt?
28 Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf
dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht.
29 Ich sage euch, daß auch aSalomo in aller seiner
Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. a 1.Kön 10
30 Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen?
31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was
werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?
32 Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr all dessen bedürft.
33 Trachtet zuerst nach dem aReich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, bso wird euch das alles zufallen. a Röm 14,17 b 1.Kön 3,13.14; Ps 37,4.25
34 Darum sorgt nicht für morgen, denn ader morgige Tag
wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß jeder Tag seine eigene Plage hat.
a 2.Mose 16,19
Bezug zu Vers 30 oben:
Du tust deine Hand auf / und sättigst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen.
und so weiter...
Ja so einfach ist alles für den Gläubigen!
Leider hatte jedoch die beiden Verse nach 1. Mose 1, 26 und 28 (Genesis genannt), der auch für den mosaischen Glauben und den Islam gilt (denn alle drei Religionen basieren auf dem "Alten Testament"),
26 Und Gott sprach: "Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht."
28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: "Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht."
verheerende Folgen für das Geschehen auf der Welt, die vom Christentum beherrscht wurde:
Nahezu vollständige Ausrottung der Bevölkerung des amerikanische Kontinents mit dem Argument: "Die Indianer haben doch nichts aus ihrem Land gemacht, das ihnen von Gott gegeben worden ist."
Heute ist nach christlicher Leitkultur ein großer Teil, zumindest in den so genannten Ballungszentren (den Städten, als Straßen, Flußläufe) der USA und in Europa zubetoniert, mit Monokulturen (als riesige Kornfelder, demnächst Rapsanbau, Wälder mit schnell wachsenden Bäumen), mit touristisch erschlossenen Binnensee- und Meeresstränden überzogen, so daß außer Menschen keine anderen Lebewesen im Uferbereich mehr zu finden sind, und von vielen Pflanzen- und Tierarten (leider vor allem auch Insekten) befreit mit Hilfe von Herbiziden (Unkrautvertilgung), Pestiziden (Insektenvertilgung), Fungiziden (Pilzbefalltilgung).
Ferner zitieren die Muslime gerne die oben abgedruckten Zeilen aus Mathäus 6, 25 - 34 (an vielen anderen Stellen im Alten Testament wiederholt) gerne für ihren unbekümmerten Umgang mit der Natur.
Im 3. Mose (Leviticus* genannt, denn es enthält vorwiegend kultische - levitische Vorschriften bzw. Gesetze und Strafbestimmungen) ist bereits schon eine Vertreibung durch Gott legalisiert. Doch zuerst das "Greuel" einer homosexuellen Handlung:
* nach Levi, dem Sohn von Jakob und Lea
(1.Mose 29, Vers 34). Er ist nach der jüdischen Tradition der Stammvater der
Leviten, einem israelitischen Stamm
3. Mose 18;22: "Du sollst nicht bei einem Manne liegen wie bei einer Frau; es ist ein Greuel"
Es geht weiter:
3. Mose 18;24: "Ihr sollt euch mit nichts dergleichen unrein machen; denn mit alledem haben sich die Völker unrein gemacht, die ich vor euch her vertreiben will."
3. Mose 18;25: "Das Land wurde dadurch unrein, und ich suchte seine Schuld an ihm heim, daß das Land seine Bewohner ausspie."
Hier wird ja offensichtlich von Gott zugegeben, daß er die "unreinen" Vorbesitzer seines auserwählten Volkes vertrieben und ausgerottet hatte. Es ist ja wohl nicht anzunehmen, daß alle Bewohner, die ausgespien worden sind, homosexuell waren oder Sodomie (sexuelle Handlungen an Tieren) betrieben haben. Es ist wieder einmal ein Fall von Sippenhaft.
Im Folgenden die perverse Geschichte von der Beschneidung als Zeichen eines "Ewigen Bundes...", zu lesen bei 1. Mose, 17. Jetzt jedoch der entsprechende Text aus der Thora - den "Fünf Büchern der Weisung" (ins Deutsche übersetzt von Martin Buber):
Ich errichte meinen Bund zwischen mir und dir und deinem Samen
nach
dir in ihre Geschlechter, zu einem Weltzeit-Bund,
dir Gott zu sein und deinem Samen nach dir.
Ich gebe dir und deinem Samen nach dir das Land deiner Gast
schaft, alles Land Kanaan, zu Weltzeit-Hufe,
und ich will ihnen Gott sein. Gott sprach zu Abraham: Du aber,
du wahre meinen Bund, du und dein Same nach dir in ihre
Geschlechter.
Dies ist mein Bund, den ihr wahren sollt, zwischen mir und
euch und deinem Samen nach dir:
Beschnitten unter euch sei alles Männliche.
Am Fleisch eurer Vorhaut sollt ihr beschnitten werden,
das
sei zum Zeichen des Bundes zwischen mir und euch.
Mit acht Tagen soll alles Männliche unter euch beschnitten
werden, in eure Geschlechter,
Hausgeborner und von all irgend Fremdem um Geld Erworbner,
der
also nicht deines Samens ist,
beschnitten werde, beschnitten dein Hausgeborner und dein
Gelderworbner,
mein Bund sei an euerm Fleisch zum Weltzeit-Bund.
Ein vorhautiger Mann aber, der am Fleisch seiner Vorhaut
sich nicht beschneiden läßt,
gerodet werde solch Wesen aus seinen Volkleuten,
meinen Bund hat er gesprengt.
Daher kommt wohl der Ausdruck: "Hosen runter!" Damit der Herr sehen kann, ob man beschnitten ist.
>Hier< zu einer Definition und von dort - wenn man will - zu einem Artikel, in dem auch ein unbeschnittenes und ein beschnittenes Glied (Penis) gezeigt wird.
>Hier< Ober-Landesgericht sprach 12jährigem Jungen 10.000 Euro Entschädigung zu, weil sein islamischer Vater - ohne Sorgerecht - ihn beschneiden ließ.
Die Bedeutung der Bescheidung als "Skalpieren" der Vorhaut des Penis als Jagdtrophäe:
Sehr wahrscheinlich (nicht sicher) soll Heinrich Heine Gott als den großen Vorhautsammler bezeichnet haben; jetzt mit Abwandlung in der Literatur wie:
'Sammler der Vorhäute' als Bezeichnung für den alttestamentarischen "Metzgergott", abgeleitet unter anderem von dem dort beschriebenen Brauch, Jahwe (auch Jehova; Jahwe Zebaoth: "Herr der [irdischen und himmlischen] Heerscharen") anläßlich der Heirat Davids, Sauls und Salomon, die Vorhäute der besiegten Feinde (Beispiel der Philister) darzubringen, als "Unterleibsskalpjäger von Jehovas Gnaden". Nun lassen wir es bei diesem Hinweis. Doch der Text auf den sich obige Aussage bezieht - aus 1. Samuel 18, Vers7 bis 30:

überschrieben: David gewinnt Sauls Tochter zur Frau
17 Und Saul sprach zu David: Siehe, meine älteste Tochter Merab will ich
dir zur Frau geben; sei nur ein tapferer Mann und führe des HERRN Kriege.
Denn Saul dachte: Meine Hand soll nicht gegen ihn sein, sondern die Hand der
Philister.
18 David aber antwortete Saul: "Wer bin ich? Und was ist meine Sippe, das Geschlecht meines Vaters, in Israel, daß ich des Königs Schwiegersohn werden soll?
19 Als aber die Zeit kam, daß Merab, die Tochter Sauls, David gegeben werden sollte, wurde sie dem Adriel von Mehola zur Frau gegeben.
20 Aber Michal, Sauls Tochter, hatte David lieb. Als das Saul angesagt wurde, war es ihm recht.
21Und Saul sagte sich: Ich will sie ihm geben, damit sie ihm zum Fallstrick wird und die Hände der Philister gegen ihn sind. Und Saul sprach zu David: Heute in zwei Jahren kannst du mein Schwiegersohn werden.
22 Und Saul gebot seinen Großen: Redet mit David heimlich und sprecht: Siehe, der König hat Gefallen an dir, und alle seine Großen lieben dich; so werde nun des Königs Schwiegersohn.
23 Und die Großen Sauls sagten diese Worte vor den Ohren Davids. David aber sprach: Dünkt euch das ein Geringes, des Königs Schwiegersohn zu werden? Ich bin nur ein armer, geringer Mann.
24 Und die Großen Sauls sagten es ihm weiter und sprachen: Diese Worte hat David gesagt.
25 Saul sprach: So sagt zu David: Der König begehrt keinen andern Brautpreis als hundert Vorhäute von Philistern, um an den Feinden des Königs Vergeltung zu üben. Aber Saul trachtete danach, David umzubringen durch die Hände der Philister.
26 Da sagten seine Großen David diese Worte, und es dünkte David gut, des Königs Schwiegersohn zu werden.
27 Und die Zeit war noch nicht um, da machte sich David auf und zog hin mit seinen Männern und erschlug unter den Philistern zweihundert Mann. Und David brachte ihre Vorhäute dem König in voller Zahl, um des Königs Schwiegersohn zu werden. Da gab ihm Saul seine Tochter Michal zur Frau.
28 Als aber Saul sah und merkte, daß der HERR mit David war und daß seine Tochter Michal ihn liebhatte,
29 da fürchtete sich Saul noch mehr vor David und wurde sein Feind sein Leben lang.
30 Und sooft die Fürsten der Philister in den Kampf zogen, richtete David
mehr gegen sie aus als alle Großen Sauls, wenn sie auszogen, so daß sein
Name hoch gepriesen wurde.
Hier steht schon ein ebenfalls sehr interessanter Verlauf: König Saul versprach dem David seine Tochter, damit er gegen die Philister kämpfe. Aber er kam aus keinem angesehenen Haus ("Adelsgeschlecht"), und das führte dann zu Problemen. Es führt aber (im Augenblick) hierachische und frühgeschichtliche Feudalstrukturen zu erörtern, in denen wir auch heute noch leben müssen; von wegen: Vor dem Gesetz sind alle gleich...
Hier mal zur Abwechselung aus der Thora unter dem Kapitel "In der Wüste - Korach und die Lewiten" ein kleiner Auszug, eine Ausmerzung betreffend:
sie sprachen:
...
Gottherr,
Gott der Geister in allem Fleisch!
Ein einzelner Mann sündigt,
und über alle Gemeinschaft willst du ergrimmen!
ER redete zu Mosche
(Moses), sprechend:
Rede zur Gemeinschaft, sprechend:
Zieht weg rings von dem Wohnplatz Korachs, Datans und Abirams!
Mosche stand auf und ging zu Datan und Abiram,
ihm nach gingen die Ältesten Jifsraels.
Er redete zur Gemeinschaft, sprechend:
Weicht doch, hinweg von den Zelten dieser frevelhaften Männer,
berührt nimmer all was ihrer ist,
sonst werdet ihr mit allen ihren Sünden gerafft.
Sie zogen hinweg rings vom Wohnplatz Korachs, Datans und Abirams.
Datan und Abiram aber traten heraus,
aufrecht, im Einlaß ihrer Zelte,
dazu ihre Weiber, ihre Söhne, ihr Kleinvolk.
Mosche sprach:
Daran sollt ihr erkennen,
daß ER mich sandte all diese Taten zu tun,
daß es nicht aus meinem Herzen war:
sterben diese, wie alle Menschheit stirbt,
bleibt die Ordnung aller Menschheit über sie verordnet,
dann hat ER mich nicht
gesandt;
aber schafft eine Schaffung ER,
macht der Boden seinen Mund auf
und verschlingt sie und alles, was ihrer ist,
und lebend sinken sie nieder ins Gruftreich,
dann werdet ihr erkennen,
daß diese Männer IHN gehöhnt haben.
Es geschah,
wie er geendet hatte all diese Rede zu reden:
der Boden, der unter ihnen war, spaltete sich,
die Erde öffnete ihren Mund,
sie verschlang sie und ihre Häuser,
alle Menschen, die Korachs waren, und alle Habe.
Lebend sanken sie und alles Ihre nieder ins Gruftreich,
die Erde überhüllte sie,
sie schwanden aus der Mitte der Versammlung.
Alles Jifsrael die rings um sie waren, flohen bei ihrem Schrei,
denn sie sprachen: Sonst möchte uns die Erde verschlingen!
Ein Feuer aber fuhr aus von
SEINEM Antlitz her
und fraß die zweihundertundfünfzig Männer, die Räucherwerk darnahten.
(Das Übersetzungsdeutsch verwendet nicht bekannte Worte). Also, "ausrotten mit Rumpf und Stumpf", pflegte ein Hitler im vorigen Jahrhundert zu schreien. Aber alles ist nach dem obigen Bericht schon vorweg genommen. Die Bibel ein Vorbild?
Unter "Kriegsrecht" - "Reinhaltung des Kriegslagers" 5. Mose Kapitel 23 steht:
10 "Wenn du ausziehst gegen deine Feinde und ein Lager aufschlägst, so hüte dich vor allem Bösen.
11 Wenn jemand unter dir ist, der nicht rein ist (banal gesagt: dem einer abgegangen ist), weil ihm des Nachts etwas widerfahren ist, der soll hinaus vor das Lager gehen und nicht wieder hinein kommen
12 bis er vor dem Abend sich mit Wasser gewaschen hat; und wenn die Sonne untergegangen ist, soll er wieder ins Lager gehen."
Mehr findet sich hierzu in 5. Mose, 15 "Gesetz über das unreine Verhalten bei unreinen Ausflüssen"
Es ist eine große Sauerei, "wenn ein Mann an seinem Glied einen Ausfluß hat, ist er unrein..." Ist nicht klar, ob damit Urin gemeint ist. Klar ist Vers:
16 "Wenn einem Mann im Schlaf der Same abgeht, der soll seinen ganzen Körper mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend".
18 "Und wenn eine Frau bei einem Manne liegt, dem der Same abgeht, dann sollen sie sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend."
19 "Wenn eine Frau ihrem Blutfluß hat... (Dann ist ganz schwer was los)"
Genug der Idiotie für dieses Stichwort!
Haarsträubend dann das "Verfahren bei Unreinheit, bei Versündigung und bei Verdacht auf Ehebruch" (4.Mose 5). Ehebruch des Mannes wird nicht erwähnt. Aber:
11 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
12 Sage den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn irgendeines Mannes Frau ihm untreu wird und sich an ihm versündigt
13 und jemand bei ihr liegt und es bliebe dem Mann verborgen und es würde nicht entdeckt, daß sie unrein geworden ist, und es ist kein Zeuge wider sie da, denn sie ist nicht dabei ergriffen worden,
14 und der Geist der Eifersucht kommt über ihn, daß er auf seine Frau eifersüchtig wird, sie sei unrein oder nicht unrein:
15 so soll der Mann sie zum Priester bringen und ein Opfer ihretwegen darbringen, ein Zehntel Scheffel Gerstenmehl, und er soll kein Öl darauf gießen noch Weihrauch darauf tun. Denn es ist ein Eifersuchtsopfer, ein Erinnerungsopfer, das Schuld ans Licht bringt.
16 Und der Priester soll sie heranführen und vor den HERRN stellen
17 und heiliges Wasser nehmen in ein irdenes Gefäß und Staub vom Boden der Stiftshütte ins Wasser tun.
18 Und er soll die Frau vor den HERRN stellen und ihr Haupthaar lösen und das Erinnerungsopfer, das ein Eifersuchtsopfer ist, auf ihre Hand legen. Und der Priester soll in seiner Hand das bittere, fluchbringende Wasser haben
19 und soll die Frau beschwören und zu ihr sagen: Hat kein Mann bei dir gelegen und bist du deinem Mann nicht untreu geworden, daß du dich unrein gemacht hast, so soll dir dies bittere, fluchbringende Wasser nicht schaden.
20 Wenn du aber deinem Mann untreu geworden bist, daß du unrein wurdest, und hat jemand bei dir gelegen außer deinem Mann,
21 so soll der Priester mit einem Verwünschungsschwur die Frau beschwören und zu ihr sagen: Der HERR mache deinen Namen zum Fluch und zur Verwünschung unter deinem Volk, dadurch, daß der HERR deine Hüfte schwinden und deinen Bauch schwellen läßt.
22 So gehe nun das fluchbringende Wasser in deinen Leib, daß dein Bauch schwelle und deine Hüfte schwinde! Und die Frau soll sagen: Amen! Amen!
23 Dann soll der Priester diese Flüche auf einen Zettel schreiben und mit dem bitteren Wasser abwaschen
24 und soll der Frau von dem 'bitteren, fluchbringenden Wasser zu trinken geben. Und wenn das fluchbringende, bittere Wasser in sie gegangen ist,
25 soll der Priester von ihrer Hand das Eifersuchtsopfer nehmen und als Speisopfer vor dem HERRN schwingen und auf dem Altar opfern, nämlich:
26 er soll eine Handvoll vom Speisopfer nehmen als Gedenkopfer und es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen und danach der Frau das Wasser zu trinken geben.
27 Und wenn sie das Wasser getrunken hat und unrein ist und sich an ihrem Mann versündigt hat, so wird das fluchbringende Wasser in sie gehen und ihr zum Verderben werden, daß ihr der Bauch schwellen und die Hüfte schwinden wird, und es wird die Frau zum Fluch werden unter ihrem Volk.
28 Hat sich aber eine solche Frau nicht unrein gemacht, sondern ist sie rein, so wird's ihr nicht schaden, und sie kann schwanger werden.
29 Das also ist das Eifersuchtsgesetz: Wenn eine Frau ihrem Mann untreu ist und unrein wird
30 oder wenn der Geist der Eifersucht über einen Mann kommt und er auf seine Frau eifersüchtig wird, so stelle er sie vor den HERRN, und der Priester tue mit ihr alles nach diesem Gesetz.
31 Und der Mann soll frei sein von Schuld; aber die Frau soll ihre Schuld tragen.
Landeroberung und Verfahrensweise nach einem tödlichen Unfall (aus 5. Mose, Kapitel 19):
Aussonderung von Freistädten als Asyl
1. Wenn der HERR, dein Gott, die 17 Völker ausgerottet hat, deren Land
dir der HERR, dein Gott, geben wird, daß du es einnimmst und in ihren Städten
und Häusern wohnst,
2 sollst du dir "drei Städte aussondern im Lande, das dir der HERR, dein Gott,
geben wird, es einzunehmen.
3 Und du sollst den Weg dahin herrichten und das Gebiet deines Landes, das dir
der HERR, dein Gott, zu eigen geben wird, in drei Kreise teilen, damit dahin
fliehen kann, wer einen Totschlag getan hat.
4 Und in diesem Fall soll ein Totschläger, der dahin flieht, am Leben bleiben:
Wenn jemand seinen Nächsten erschlägt, nicht vorsätzlich, und hat vorher keinen
Haß gegen ihn gehabt,
5 etwa wenn jemand mit seinem Nächsten in den Wald ginge, Holz zu hauen, und
seine Hand holte mit der Axt aus, das Holz abzuhauen, und das Eisen führe vom
Stiel und träfe seinen Nächsten, so daß er stirbt: der soll in eine dieser
Städte fliehen, damit er am Leben bleibt;
6 auf daß nicht der Bluträcher dem Totschläger nachjage in der Hitze seines
Zornes und ihn einhole, weil der Weg so weit ist, und ihn totschlage, wo er doch
nicht des Todes schuldig ist, weil er vorher keinen Haß gegen ihn gehabt hat.
7 Darum gebiete ich dir, daß du drei Städte aussonderst.
8 Und wenn der HERR, dein Gott, dein Gebiet erweitern wird, wie er deinen Vätern
geschworen hat, und dir alles Land gibt, das er zugesagt hat, deinen Vätern zu
geben
9 wenn du nur alle diese Gebote halten wirst, daß du danach tust, die ich dir
heute gebiete, daß du den HERRN, deinen Gott, liebst und in seinen Wegen
wandelst dein Leben lang -, so sollst du noch drei Städte zu diesen dreien
hinzutun,
10 auf daß nicht unschuldiges Blut in deinem Lande vergossen werde, das dir der
HERR, dein Gott, zum Erbe gibt, und so Blutschuld auf dich komme.
11 Wenn aber jemand Haß trägt gegen seinen Nächsten und lauert auf ihn und
macht sich über ihn her und schlägt ihn tot und flieht in eine dieser Städte,
12 so sollen die Ältesten seiner Stadt hinschicken und ihn von da holen lassen
und ihn in die Hände des Bluträchers geben, daß er sterbe.
13 Deine Augen sollen ihn nicht schonen, und du sollst das unschuldig
vergossene Blut aus Israel wegtun, daß dir's wohlgehe.
Aus obiger Darstellung wird ganz klar, auf welcher Grundlage vor allem die großen drei Religionen, die mosaische, das Christentum und der Islam basieren:
An Grausamkeit nicht zu überbieten,
absolut intolerant und rechthaberisch.
Aber auch Buddhisten kommen zu irrigen Schlüssen >hier<.
Während die Charta der Menschenrechte und die Grundgesetze der Demokratien Religionsfreiheit garantieren, nutzen die Religionsführer diese Freiheit aus zur Unterdrückung und Aberkennung inzwischen mühsam errungener Zusätze im Grundgesetz: z.B. gleichgeschlechtliche Partnerschaft, Anerkennung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse. (Die biblische Schöpfungsgeschichte ist in USA als "New creative design - Lehre" im Anmarsch. Darwin's Lehre darf z.B. in Alabama nicht mehr in Schulen gelehrt werden.)
Es bleibt bei der obigen Analyse nun leider an Menschrechtsverletzungen und Verstößen gegen die Rechts- und Moralauffassung einer modernen Zivilisation.
Wie dieser Gott geschildert wird, so haben sich die meisten "weltlich" Mächtigen und Religionsführer bis heute insbesondere zur alttestamentarischen Bibel konform verhalten. Sie haben den von Moses in seinen "Büchern" geschilderten Gott, dort mehr ein Kriegsherr (»Warlord«) statt eines echten "Führers" (als Schöpfer?), in der Regel übertroffen.
Zwei wichtige menschliche Eigenarten sind in der Bibel nicht gefunden worden: Lachen und Glücksgefühl. So gibt es keine Bilder von lachenden Päpsten und Ayatollahs, kaum von kopftuchtragenden Türkinnen in Deutschland.
Statt "Heidenspaß" stehen Höllenqualen bei den Religiösen im Vordergrund. Immer wieder werden drastische Strafe angedroht, entwürdigende Erziehungsmaßnahmen, z.B. körperliche Züchtigung oder seelische Misshandlungen. Es ist keine Rede von friedlichem und freundlichem Integrationsversuch anders Gläubiger, wobei im Vordergrund stehen sollte - nach einer modernen psychologisch-soziologisch begründeten Denkweise
- Schuldausgleich durch Wiedergutmachung, Entschädigung und »Sühne«,
- Strafe als Abschreckung (als "Denkzettel") zur Verhütung künftiger Straftaten (Prävention).
Vorschläge aus streng religiösem Milieu sind (bis vor kurzem - z.B. Eugen Drewermann, jedoch sehr "umstrittener" katholischer Theologe und Psychotherapeut) nicht gekommen in Richtung auf
- Therapie (einzeln oder in Gruppen),
- gemeinnützige Arbeit und Beschäftigung,
- Sozialisation (zur Überzeugung der Vorteile, sich an gesellschaftlich verbindliche Normen zu halten),
- Belehrung,
- Sicherungsverwahrung (zumindest bei Strafunmündigen),
- Lob zum Aufbau eines sozialen Verhaltensmuster,
- Angehörigenhilfe, zur Vermeidung einer negativen Verstärkung des Straftäters,
- Fürsorge statt Strafe z.B. bei schlechten Noten,
- Hinweis auf Vorbilder (das schwierigste Kapitel; denn wen haben wir denn da? Religionsführer, Staatslenker, Wirtschaftsbosse, Money-Maker - also Geldraffer, Terroristen, "Heilige", die als Märtyrer um ihres Glaubens oder ihrer Überzeugung willen Verfolgung oder Tod erlitten haben?)
Heute noch sehen die mehr oder weniger Religiösen in der vorwiegend katholischen Gegend des linksrheinischen Eifelgebietes körper- oder geistig behinderte Mitmenschen als gestraft an für "Sünden" ihrer Eltern.
In den Himalaja-Staaten Nepal und Tibet meinen Buddhisten, dass Erblindete für ihre Vergehen im vorangegangenen Leben bestraft worden sind.
Kein einziger Beitrag zu den Menschenrechten, den Kinderrechten, dem Umwelt- insbesondere Tierschutz und allen weiteren Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien ist aus streng religiösen Kreisen gekommen.
Auch heute noch kann in keinem islamisch dominierten Land ein ausgeklügeltes Fernsehgerät, eine Auto, ein mobiles Telefon, geschweige denn Computer oder ein sonstiges hochkompliziertes technisches Gerät gekauft werden, zumindest nicht aus eigener Entwicklung.
Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt sieht vor allem die drei großen monotheistischen Religionen – Judentum, Christentum und Islam – in der Verantwortung. In ihrem Ausschließlichkeitsdenken sieht er einen wesentlichen Grund für die gefährliche weltweite Radikalisierung. Statt sich gegenseitig zu respektieren und nach den gemeinsamen Wurzeln zu fragen, erhebe jede der Weltreligionen Anspruch auf die eigene Wahrheit. Dass die Kirchenführer – Imame und Rabbis genauso wie Bischöfe und Pfarrer – sich ihrer Verantwortung entziehen, beschwört die Gefahr neuer Kriege und weltweiter Konflikte herauf. Helmut Schmidt greift damit ein hochaktuelles Thema auf, dem in Zeiten zunehmender Instrumentalisierung des Glaubens für machtpolitische Zwecke größte Relevanz zukommt. Sein neuestes Buch
:
Religion
in der Verantwortung
Propyläen
2011. 250 S. 22,5 cm, GebundenImmer wieder hat sich Helmut Schmidt mit dem Verhältnis von Religion und Politik beschäftigt. Seine wichtigsten Beiträge zu dieser hochaktuellen Frage hat er für das vorliegende Buch zusammengestellt und durch ein abschließendes Kapitel ergänzt. In jeder Zeile wird deutlich: Schmidt sorgt sich um die Gefährdung des Weltfriedens durch den um sich greifenden Missbrauch der Religion für politische Zwecke. Eindringlich appelliert er an die Führer der Weltreligionen, ihrer Verantwortung für den Frieden gerecht zu werden