Der Gott,
"den sich der männliche Mensch zu seinem Bilde geschaffen hat"
>Hier< Worte in der Bibel mit fatalen Auswirkungen
>Hier< eine etwas polemische Betrachtung über Gott als Projektion
>Hier< nochmals eine Seite mit ähnlicher Darstellung
>Hier< zu "wieso und warum Religion" und
>hier< aus dem "Gesamtergebnis"
Die Menschen (wahrscheinlich männliche Menschen) haben sich in ihrer Phantasie fast genau so viele Götter, Halbgötter, Musterbilder oder als Ahnenverklärungen geschaffen wie leibliche Kinder in die Welt gesetzt. Damit wurde immer wieder umgangen, den brennenden Fragen nach dem Wie, Warum, Weshalb, zu welchem Zweck aufwendig naturwissenschaftlich, forschend und vor allem selbständig denkend auf Grund von Beobachtungen nachzugehen. Sogar heute noch hört man Diskussionen über die Frage: Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei? Es kann doch wohl nicht glaubhaft sein, dass da plötzlich ein Ei auf der Straße lag, das aufplatzte und ein Küken herausspazierte. Natürlich war es das Huhn, das schließlich im Laufe der Evolution, der biologisch langsamen, kontinuierlich fortschreitenden Entwicklung statt eines Vogels ein schließlich wie heute funktionierendes Ei produzierte, welches zwar auch ausgebrütet werden musste usw. aber offensichtlich im Überlebenskampf durchaus angepasst war.
Es gibt viele Dinge, die einmal in die Welt gesetzt, sich hartnäckig halten. So macht die derzeitige deutsche Bundeskanzlerin, Frau Dr.rer.nat. Dipl. Phys. A. Merkel, Quantensprünge, sagt auch sie als Fachfrau. Ein solcher Sprung (Quantenübergang) ist so sichtbar wie ein Lichtblitz, der erzeugt wird, wenn ein Elektron von einer höheren Bahn in einem Atomkern auf eine niedrige fällt. Das ist der kleinstmögliche und mit bloßen Augen absolut unsichtbare Sprung. Nein, diese Frau "quantelt"* ganz andere Dinge (und "fuggert"*), was genau so wenig sichtbar werden sollte...
* siehe gängigen Thesaurus.
Bei allen Quantisierungsverfahren gibt es bestimmte Vertauschungsrelationen.
Die fuggerschen Handelshäuser finanzierten alles bis zu Kaisern und Päpsten.
Zusammenfassung der durchforsteten Bibelstellen
Das "Alte Testament" spiegelt eine Zeit wieder, in der Menschen schon sesshaft geworden waren. Kain beackerte Felder und produzierte vegetarische Nahrungsmittel, während Abel Viehzüchter war zur Lebensmittel-Versorgung also mit tierischen Produkten. So wie heute immer noch Vegetarier belächelt und nicht für voll genommen werden; denn kein Supermarkt bietet etwas an, wovon sich ein fleischlos Essender auf Dauer ernähren könnte, so wurde auch Kain nicht anerkannt; denn Gott nahm seine Opfergaben, die nur aus Obst und Gemüse bestanden, nicht an.
Es gab aber schon Städte und vor allem eine Hierarchie unter den Menschen: Oberherrscher, Großgrundbesitzer, Arbeiter und einfache Bauern; dann auch Knechte und Sklaven. Es hat sich bis heute nichts geändert, im Gegenteil die "großen Religionen" haben diese Gesellschaftsordnung verfestigt.
So wie heute noch gerne geklatscht und getratscht wird, war es damals auch schon. So wie heute und damals Reichtum, Besitz und Macht als Menschheitstraum galt und geblieben ist, hörte man sich zur damaligen Zeit des alten Testamentes sicher gerne die Geschichten von Erzählern an, die vom "Superman" berichteten. Dieser half einem und auch den Angehörigen, Nachbarn und Freunden, also dem Volk, dem man angehörte. "Superman" war der starke, allmächtige, allwissende. Man nannte ihn Gott. Er entsprach dem Über-Vater, der furchterregend war, der strafte, der aber auch Schutz bot, alle Situation beherrschte, der alles konnte, der in höchster Not half. Er war ein Übermensch, aber auch richtig menschlich. Diese Schaffung des Gottes durch den Menschen kann man mit dem psychologisch definierten Begriff der >Projektion< erklären.
Jedoch wie alle großen Herrscher forderte er seinen Tribut, also wie eh und je. Die Bibel besteht zu einem wesentlichen Teil aus den, dem Herrn darzubringenden Gaben, und das muß vom Reinsten und Feinsten sein. Obst mag er ja nun überhaupt nicht. So, wie auch heute noch, lechzen die Menschen nach einem saftigen Braten zwischen den Zähnen, und das muss auch vom Feinsten und vor allem billig sein.(Daß deswegen täglich Millionen Tiere grausamst gequält werden - in Käfigen, auf der auf die Straßen verlegte Lagerhaltung in Viehtransportwagen usw. - interessiert kaum jemanden.)

Der erträumte Superman wird menschlich, allzu menschlich geschildert. Er erlässt Gebote, Verbote, Gesetzte, verhängt Strafen, segnet diejenigen, die sich ganz genau an seine Vorgaben halten, und belohnt sie mit Reichtum, mit Viehzeug, Knechten, Mägden und auch mit Frauen. Es gibt keinen einzigen Bericht über einen einfachen Menschen, über dessen Sorgen und Nöte. Übrigens kennt die Bibel die Worte "Glück" und herzhaftes (außer sarkastischem) "Lachen" auffällig nicht. Es wurde auch nichts gefunden über Witze, Freundschaft, mit anderen Lebewesen schmusen. Man stelle sich vor, einer dieser Führer des auserwählten Völkchens würde ein Tier im Arm halten. Es gibt keine einzige Neuerung in der Bibel. (Auch heute noch ist es unvorstellbar, von einem Papst, einem Ayatolla, ein Patent auf irgend eine noch so kleine Neuerung zu bekommen. Immerhin hat der schottische - nicht katholische - Geistliche, Robert Stirling, einen sehr guten Motor erfunden, der leider nicht weiter entwickelt wurde.)
Alles bleibt beim Alten. Man müßte religiösen Menschen verbieten, ein Auto, sogar Flugzeug und Telefon zu benutzen. Jede Neuerung ist doch nach dem Sündenfall strengstens untersagt. Alles von den Religionsführer ausgearbeiteten Dogmen abweichende wurde sogar mit dem Tode bestraft.
Nun zu einem Katalog, in wie weit der vor Tausenden von Jahren von den Menschen ausgedachte Gott für ein kleines Hirtenvölkchen in keiner Weise mehr in unsere heutige Zeit mit Menschenrechten, mit psychologischen, soziologischen, sonstigen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen passt; dennoch bemühen sich die Glaubensführer um zeitgemäß angepasste Interpretationen. Also:
Gott ein Abbild des Menschen (nein! umgekehrt). >Hier< die Verweise auf die entsprechenden Stellen.
Die ganze Erde soll vom Menschen ausgebeutet werden,
natürlich unter Gottes Aufsicht >hier<
Gott macht die ersten Vertreibungen >hier<
Sorglosigkeit wird gefordert. Ja nicht nachdenken,
ja keine Eigenverantwortung übernehmen >hier<
Auf keinen Fall forschen, neugierig sein,
Erkenntnisse gewinnen; bekannt als Sündenfall (1. Buch Mose, Kapitel 3)
Gott duldet auf keinen Fall "Nebenbuhler". In seiner Intoleranz
wird von ihm persönlich alles ausgerottet, was sich nicht ihm unterwirft >hier<
Opfern, immer wieder opfern, das Beste vom Besten >hier<.
>Hier< geht es um Ausländerfeindlichkeit und >hier< um Tierquälerei, was wohl beim Volk Israels im aggressiven Männlichkeitswahn und aus Rache für Kastration (Beschneidung) üblich gewesen sein muss.
Gott fordert uneingeschränkte Opferbereitschaft, absoluten Gehorsam >hier<. Er fordert nicht nur den Abraham auf, seinem eigenen Sohn Isaak die Kehle durchzuschneiden, damit er koscher geschlachtet dem HERRN dargeboten werden könne. Nein, er lässt sogar seinen eigenen Sohn auf die aller grausamste Weise am Kreuz verrecken. Die menschliche Phantasie ist grenzenlos, was jeder Psychiater und Psychotherapeut bestätigen kann. Die so genannten Gläubigen finden jedoch "sehr gute Erklärungen" für alles. Der Isaak wurde in aller letzter Sekunde errettet, weil nämlich die Gnade Gottes grenzenlos ist. So steht es in einer Dissertation aus der katholischen Fakultät der Ruhr-Universität. Um die "Leiden" des Sohnes Gottes gibt es tausend "wunderschöne" Geschichten, die sich an "Bekundigungen der Gnade Gottes", einem "Gott der Liebe" übertreffen.

Da kann man doch nur sarkastisch sagen: Ein Glück, dass dieser Christus sich opfern ließ; denn nach seinem Tod ist die Welt ja so viel besser geworden. Bösartige Zungen jedoch wollen so etwa wie eine Verschwörungstheorie in die Welt setzen, nämlich dass es an einem seidenen Faden hängen würde, ob die Erde durch die Menschheit zu Grunde gehen wird oder nicht.
Die Bösartigkeit lässt sich mit Bezug auf Opferung noch steigern, also tatsächlich bis zum Menschopfer (die folgenden Texte sind der katholischen Bibel entnommen und weichen in der Übersetzung von der Luther-Bibel ab):
In zahlreichen Texten des Alten Testamentes wird das Menschenopfer als eine Greueltat dargestellt. In Dtn 12,31 werden kanaanäische Kultbräuche verworfen. Dort heißt es:
„Wenn du dem Herrn, deinem Gott, dienst, sollst du nicht das gleiche tun wie sie; denn sie haben, wenn sie ihren Göttern dienten, alle Greuel begangen, die der Herr hasst. Sie haben sogar ihre Söhne und Töchter im Feuer verbrannt, wenn sie ihren Göttern dienten.“
In Jeremia 7,31; 19,5; 32,35 weist Gott selbst auf die Greueltaten der Anhänger des Baalskult hin. In Jer 32,35 heißt es:
„Sie errichteten die Kulthöhen des Baal im Tal Ben – Hinnom, um ihre Söhne und Töchter für den Moloch durchs Feuer gehen zu lassen. Das habe ich ihnen nie befohlen, und niemals ist mir in den Sinn gekommen, solchen Greuel zu verlangen und Juda in Sünde zu stürzen.“ (Text in der Luther-Bibel: und haben die Höhen des Tofet im Tal Ben-Hinnom gebaut, um ihre Söhne und Töchter zu verbrennen, was ich nie geboten habe und mir nie in den Sinn gekommen ist.)
In Ps 106 wird von dem Abfall Israels berichtet. Dort steht in den Versen 35–39:
„Sie vermischten sich mit den Heiden
und lernten von ihren Taten.
Sie dienten ihren Götzen;
Sie wurden ihnen zur Falle.
Sie brachten ihre Söhne und Töchter dar
als Opfer für die Dämonen.
Sie vergossen schuldloses Blut,
das Blut ihrer Söhne und Töchter,
die sie den Götzen Kanaans opferten;
so wurde das Land durch Blutschuld entweiht.
Sie wurden durch ihre Taten unrein
Und brachen Gott mit ihrem Tun die Treue.“
In diesen Texten wird deutlich, dass das Menschenopfer von dem Gott Israels eindeutig als eine verwerfliche Tat angesehen und niemals von ihm verlangt wird. Den Psalmversen nach zu urteilen, scheint das Kinderopfer jedoch zeitweise unter kanaanäischen Einflüssen praktiziert worden zu sein. Es wird allerdings vom Jahweglauben her abgelehnt.
In Ri(chter) 11,29–39 wird ebenfalls von einem Menschenopfer berichtet:
„Da kam der Geist des Herrn über Jiftach*, und Jiftach zog durch Gilead und Manasse nach Mizpa in Gilead, und von Mizpa in Gilead zog er gegen die Ammoniter. Jiftach legte dem Herrn ein Gelübde ab und sagte: Wenn du die Ammoniter wirklich in meine Gewalt gibst und wenn ich wohlbehalten von den Ammonitern zurückkehre, dann soll, was immer mir (als erstes) aus der Tür meines Hauses entgegenkommt, dem Herrn gehören, und ich will es ihm als Brandopfer darbringen. Darauf zog Jiftach gegen die Ammoniter in den Kampf, und der Herr gab sie in seine Gewalt. (...) Als Jiftach nun nach Mizpa zu seinem Haus zurückkehrte, da kam ihm seine Tochter entgegen; sie tanzte zur Pauke. Sie war sein einziges Kind; er hatte weder einen Sohn noch eine andere Tochter. Als er sie sah, zerriss er seine Kleider und sagte: Weh, meine Tochter! Du machst mich niedergeschlagen und stürzt mich ins Unglück. Ich habe dem Herrn mit eigenem Mund etwas versprochen und kann nun nicht mehr zurück. Sie erwiderte ihm: Mein Vater, wenn du dem Herrn mit eigenem Mund etwas versprochen hast, dann tu mit mir, was du versprochen hast (...). Und sie sagte zu ihrem Vater: Nur das eine möge mir gewährt werden: Lass mir noch zwei Monate Zeit, damit ich in die Berge gehe und zusammen mit meinen Freundinnen meine Jugend beweine. (...) Als zwei Monate zu Ende waren, kehrte sie zu ihrem Vater zurück, und er tat mit ihr, was er gelobt hatte (...).“
* = Jephtha [hebräisch »(Gott) möge öffnen, retten«]
Wegen dieser alles früher im Zusammenhang mit Opfern und Grausamkeit übertreffende unglaubwürdige Greuel, jetzt zur Wiederholung den Text aus der Luther-Bibel, allerdings mit einigen vorhergehenden Beschreibungen über den Grund der Auseinandersetzung:
Luther-Bibel: Richter, Kapitel 11 ab Vers
13 Der König
der Ammoniter antwortete den Boten Jeftahs: Weil Israel mein Land genommen
hat, als sie aus Ägypten zogen, vom Amon an bis an den Jabbok und bis an den
Jordan, so gib mir's nun gutwillig zurück.
14 Jeftah aber sandte abermals Boten zum König der Ammoniter;
15 die sprachen
zu ihm: So spricht Jeftah: Israel hat kein Land genommen, *weder den
Moabitem noch den Ammonitern. (*5.Mose 2,9.19)
16 Denn als sie aus Ägypten heraufkamen, zog Israel durch die Wüste bis ans
Schilfmeer und kam nach Kadesch.
17 Da *sandte Israel Boten zum König der Edomiter und sprach: Laß mich durch
dein Land ziehen. Aber der König der Edomiter hörte nicht auf sie. Auch
sandten sie zum König der Moabiter; der wollte auch nicht. So blieb Israel
in Kadesch (* 4.Mose 20,14-21)
18 und zog in
der Wüste umher. Und sie umgingen das Land der Edomiter und Moabiter und
kamen von Sonnenaufgang her an das Land der Moabiter und lagerten sich
*jenseits des Arnon, aber sie kamen nicht ins Gebiet der Moabiter; denn der
Arnon ist die Grenze von Moab.(*4.Mose 21,13)
19 Und Israel sandte Boten zu Sihon, dem König der Amoriter zu Heschbon, und
ließ ihm sagen: Laß uns durch dein Land ziehen bis an unsern Ort.*4.Mose
21,21-31
20 Aber Sihon traute Israel nicht und ließ es nicht durch sein Gebiet
ziehen, sondern versammelte sein ganzes Kriegsvolk und lagerte sich bei
Jahaz und kämpfte mit Israel.
21 Der HERR aber, der Gott Israels, gab Sihon mit seinem ganzen Kriegsvolk
in die Hände Israels, und sie erschlugen sie. So nahm Israel das ganze Land
der Amoriter ein, die in jenem Land wohnten.
22 Sie nahmen das ganze Gebiet der Amoriter ein vom Arnon bis an den Jabbok
und von der Wüste bis an den Jordan.
23 So hat nun der HERR, der Gott Israels, die Amoriter vertrieben vor seinem
Volk Israel, und du willst ihr Land einnehmen?
24 Du solltest das Land derer einnehmen, die dein Gott *Kemosch vertreibt,
uns dagegen das Land derer einnehmen lassen, die der HERR, unser Gott, vor
uns vertrieben hat. (*4.Mose 21,29)
25 Meinst du,
daß du ein besseres Recht hättest als *Balak, der Sohn Zippors, der König
der Moabiter? Hat dieser auch je mit Israel gerechtet oder gekämpft, (*4.Mose
22,2; Jos 24,9)
26 obwohl Israel dreihundert Jahre gewohnt hat in Heschbon und in Aroer und
ihren Ortschaften und in allen Städten, die am Arnon liegen? Warum habt ihr
sie nicht mit Gewalt genommen in dieser Zeit?
27 Ich habe mich nicht an dir versündigt, du aber tust so Böses an mir, daß
du mit mir kämpfst. Der HERR, der da Richter ist, richte heute zwischen
Israel und den Ammonitern.
28 Aber der König der Ammoniter hörte nicht auf die Worte Jeftahs, die er
ihm sagen ließ.
29 Da kam der *Geist des HERRN auf Jeftah, und er zog durch Gilead und
Manasse und nach Mizpe, das in Gilead liegt, und von Mizpe, das in Gilead
liegt, gegen die Ammoniter, (*Kap 6,34)
30 Und Jeftah
gelobte dem HERRN ein *Gelübde und sprach: Gibst du die Ammoniter in meine
Hand, (*2 Sam 15,8)
31 so soll, was mir aus meiner Haustür entgegengeht, wenn ich von den
Ammonitern heil zurückkomme, dem HERRN gehören, und ich will's *als
Brandopfer darbringen. (*2Kön, 3,27)
32 So zog Jeftah auf die Ammoniter los, um gegen sie zu kämpfen. Und der
HERR gab sie in seine Hände.
33 Und er schlug sie mit gewaltigen Schlägen von Aroer an bis hin nach
Minnit, zwanzig Städte, und bis nach Ahel-Keramim. So wurden die Ammoniter
gedemütigt vor den Israeliten.
34 Als nun Jeftah nach Mizpa zu seinem Hause kam, siehe, da geht seine
Tochter heraus ihm entgegen mit Pauken und Reigen; und sie war sein einziges
Kind, und er hatte sonst keinen Sohn und keine Tochter.
35 Und als er sie sah, zerriß er seine Kleider und sprach: Ach, meine
Tochter, wie beugst du mich und betrübst mich! Denn *ich habe meinen Mund
aufgetan vor dem HERRN und kann's nicht widerrufen.
(*4. Mose 30,3)
36 Sie aber sprach: Mein Vater, hast du deinen Mund aufgetan vor dem HERRN,
so tu mit mir, wie dein Mund geredet hat, nachdem der HERR dich gerächt hat
an deinen Feinden, den Ammonitern.
37 Und sie sprach zu ihrem Vater: Du wollest mir das gewähren: Laß mir zwei
Monate, daß ich hingehe auf die Berge und meine Jungfrauschaft beweine mit
meinen Gespielen.
38 Er sprach: Geh hin! und ließ sie zwei Monate gehen. Da ging sie hin mit
ihren Gespielen und beweinte ihre Jungfrauschaft auf den Bergen.
39 Und nach zwei Monaten kam sie zurück zu ihrem Vater. Und *er tat ihr, wie
er gelobt hatte, und sie hatte nie einen Mann erkannt. Und es ward Brauch in
Israel, (*Vers 31; 5, Mose 12.29-31)
40 daß die Töchter Israel jährlich hingehen, zu klagen um die Tochter
Jeftahs, des Gileaditers, vier Tage im Jahr.
Jetzt noch als Zugabe: 5. Mose 12, 29-31
29 Wenn der HERR, dein Gott, vor dir her die Völker ausrottet, zu denen du kommst, ihr Land einzunehmen, und du es eingenommen hast und darin wohnst,
30 so hüte
dich, daß du dich nicht verführen läßt, es ihnen nachzutun, nachdem sie
vertilgt sind vor dir, und daß du nicht fragst nach ihren Göttern und
sprichst: Wie haben diese Völker ihren Göttern gedient? Ebenso will auch ich
es tun!
31 So sollst du dem HERRN, deinem Gott, nicht dienen; denn sie haben ihren
Göttern alles getan, was dem HERRN ein Greuel ist und was er haßt; denn sie
haben ihren Göttern sogar ihre Söhne und Töchter mit Feuer verbrannt.
Ja, da staunt man: Jetzt oben hat Gott die
Tochter des Jeftah als Brandopfer entgegen genommen. Nun, die tolle
Interpretation der inzwischen promovierten Katholikin,
Romana
Gerhard, in ihrer Dissertation
von 2002 zur Vorlage bei der
Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr–Universität Bochum:
Wie in Gen 22,1–19 geht es in dieser Erzählung um einen Vater, der sein einziges Kind opfert. Allerdings wird in dieser Erzählung das Opfer nicht durch Gott gefordert. Es wird aber auch nicht negativ dargestellt. In diesem Fall scheint die Erfüllung des Gelübdes Gott gegenüber eine stärkere Gewichtung als das Menschenleben zu haben.
Wichtig ist dabei jedoch, dass sich die Tochter des Jiftach freiwillig dem Opfer unterzieht und ihren Vater dazu bestärkt. Es handelt sich bei dieser Erzählung jedoch offensichtlich um einen Einzelfall.
So schreibt Paul Maiberger in Bezug auf Ri 11,29-34:
„Dem biblischen Erzähler ging es bei der alten Überlieferung von Jiftachs Opfer in erster Linie darum, Anteilnahme an der menschlichen Tragik dieses Falles zu wecken, und nicht um die Verurteilung des Menschenopfers. Sie war auch gar nicht nötig gewesen, da dieser Mißbrauch (...) weder in der vorstaatlichen Epoche noch in der Königszeit Israels bestanden hat.“
So leicht kann Gott sich nach katholischer Auffassung aus der Affäre ziehen: Ihm war bekannt, dass Jeftah zu allem bereit war, zu einem Sieg zu gelangen - ein sehr schönes Beispiel von Männerwahn und Machtbesessenheit. Der HERR hat den Sieg herbeigeführt und das Opfer nicht verweigert! Verbrennendes Menschenfleisch ist wohl doch das genüsslichste zu riechen, das es gibt.
Auch hier wird wieder versucht, den wahren Verlauf der Geschichte zu ignorieren. Offensichtlich hat doch der biblische Gott dem Jiftach zum Sieg verholfen, wie dieser es gewünscht hatte. Der „Allwissende“ kann doch nicht freigesprochen werden, weil die Tochter mit ihrer Opferung einverstanden gewesen sei. Das Opfer wurde jedenfalls diesmal nicht verhindert (durch „Rettung aus höchster Not“). Nach obigem Beispiel steht die Rechtsauffassung der Katholischen Kirche doch wohl im Widerspruch zum (deutschen) Strafgesetzbuch §323c, §320, §310a (jemand ist sogar durch Feuer zu Tode gekommen), §222. Aber lassen wir das.
Dieses Beispiel zeigt, dass ein Gläubiger durch nichts mehr von seinem Wahn abzubringen ist.
Die Opfer sollen ohne Mängel sein 3. Mose 22, ab Vers 17
17 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
18 Sage Aaron und seinen Söhnen und allen Israeliten: Wer aus dem Hause Israel
oder von den Fremdlingen in Israel sein Opfer darbringen will, es sei auf ein
Gelübde hin oder aus freiem Willen, was sie dem HERRN als Brandopfer darbringen
wollen, -
19 damit es euch wohlgefällig mache, soll es ein männliches Tier sein, ohne
Fehler, von Rindern oder Schafen oder Ziegen.
20 Alles, was einen Fehler hat, sollt ihr nicht opfern, denn es wird euch nicht
wohlgefällig machen.
21 Und wenn jemand ein Dankopfer dem HERRN darbringen will, um ein Gelübde zu
erfüllen oder aus freiem Willen, von Rindern oder Schafen, so soll das ohne
Gebrechen sein, damit es wohlgefällig sei. Es soll keinen Fehler haben.
22 Ist es blind oder hat es ein gebrochenes Glied oder eine Wunde oder ein
Geschwür oder Krätze oder Flechten, so sollt ihr es dem HERRN nicht opfern und
davon kein Feueropfer bringen auf den Altar des HERRN.
23 Rinder oder Schafe, die zu lange oder zu kurze Glieder haben, magst du aus
freiem Willen opfern, aber für ein Gelübde sind sie nicht wohlgefällig.
24 Du sollst auch dem HERRN kein Tier zum Opfer bringen, dem
die Hoden zerdrückt oder zerschlagen oder zerrissen oder ausgeschnitten sind. So
etwas sollt ihr in eurem Lande an Tieren nicht tun.
25 Ihr sollt auch solche Tiere nicht aus der Hand
eines Ausländers nehmen und als Speise eures Gottes opfern; denn sie taugen
nicht und haben einen Fehler. Darum wird es euch nicht wohlgefällig machen.
Weitere Opfergesetze
26 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
27 Wenn ein Rind oder Schaf oder eine Ziege geboren ist, so soll das Junge
sieben Tage bei seiner Mutter sein; aber am achten Tage und danach darf man's
dem HERRN opfern, so ist es wohlgefällig.
28 Ein Rind oder Schaf soll man nicht mit seinem Jungen an einem Tage
schlachten.
29 Wenn ihr aber dem HERRN ein Lobopfer darbringen wollt, das euch wohlgefällig
macht,
30 so sollt ihr's an demselben Tage essen und sollt nichts übrigbehalten bis zum
Morgen; ich bin der HERR.
31 Darum haltet meine Gebote und tut danach; ich bin der HERR.
32 Entheiliget nicht meinen heiligen
Namen, damit ich geheiligt werde unter den Israeliten; ich bin der HERR, der
euch heiligt,
33 der euch aus Ägyptenland geführt hat, um euer Gott zu sein. Ich bin der HERR.
Gott segnet Blutrache ab >hier<
Der HERR macht sich beim Auszug der Hebräer (=Israeliten) aus Ägypten mehrerer Verbrechen schuldig:
1. Beeinflussung ("Verstockung") des Pharao, die Hebräer nicht aus Land ziehen zu lassen. Dass macht er zehn mal, um als Strafe für die andere Religion der Ägypter, diese Volk mit allem drum und dran mit 10 furchtbaren und grausamsten Plagen belegen zu können.
2. Er wird (wieder einmal) selbst zum gemeinsten Mörder, und tötet persönlich alle "erstgeborenen" männlichen Kinder, ob Mensch oder Tier >hier<
Gott hat gerade Sonne (rechts) und Mond erschaffen - Ausschnitt aus dem Decken-
gemälde in der Sixtinischen Kapelle von Michelangelo Buonarroti. Warum er nur mit leichten
Tüll bedeckten Hinterteil dargestellt wurde, ist im wahrsten Sinn des Wortes schleierhaft.

Gott will sogar den Moses umbringen, weil dieser nicht beschnitten war (eine völlig unverständliche Geschichte) >hier<
Der HERR quält Menschen; denn - obwohl allwissend und allmächtig - schließt mit dem Teufel eine Wette ab, und lässt den gläubigen Hiob foltern und quälen >hier<
Natürlich kennt die Bibel keine Ehrfurcht vor nicht menschlichen Lebewesen. Selbst in der heutigen Gesellschaft sind Tiere in der Verfassung zwar nicht mehr als Sache, wie bis vor kurzem "Bürgerlichen Gesetzbuch" anzusehen, aber wegen der Tradition der Bibel, wo der Gott laufend Tieropfer verlangte, darf man auch in unserer Gesellschaft solche "niederen Lebewesen" immer noch in verbrecherischer Weise behandeln. Die Angst der Tier, die geopfert werden soll hat Michelangelo sehr gut dargestellt, wie >hier< zu sehen ist als Auszug aus dem Deckengemälde in der Sixtinischen Kapelle, das die Opferzeremonie den Noahs zum Dank für die Errettung aus der "Sintflut" zelebrierte.
Der vom Menschen erschaffene Gott hat für die Opferung sehr aufschlussreiche Gebote erlassen: Das zu opfernde Tier muss rein sein >hier<, und es darf von keinem Ausländer - ja so heißt es in der Bibel - stammen. Eigenartig, dass sich die Ausländer so sehr nach einer Missionierung gesehnt haben. Offensichtlich haben die Nicht-Israeliten keine Ahnung, dass Gott sie als Ausländer doch gar nicht mag. Leider konnte keine Stellungnahme von religiöser Seite zu diesem Punkt gefunden werden.
Um die Menschen zu unterhalten, werden laufend Feste veranstaltet, aber oft nach sehr komplizierten Ritualen. Auch heute noch jagt ein "Event" das andere. Die Römer hatten schon "Brot und Spiele" - grausame Spiele. Gottes Gebote, Verbote, Gesetze sind sehr umfassend >hier<. Nun hat die katholische Kirche aus diesen Rechtsvorschriften der Bibel ganz erheblich ausgeweitet, mehr >hier<. Wenn alle Gebote, Richtlinien usw. vom religiösen Menschen erfüllt werden, dann kann er nichts, aber auch gar nichts anderes mehr tun.
Die Bibel, das alte Testament mit den "Fünf Büchern der Weisung" (5 Bücher Moses), bei dem Volk, das ja nun ausschließlich von Gott auserwählt wurde, Thora genannt, zelebriert das hierarchische Prinzip (der Rangordnung) exzessiv (das normale Maß überschreitend): Nur die Obersten, die zur Führung, die persönlich zum absoluten Gehorsam Gott gegenüber verpflichteten, wie die Vasallen (Gefolgsleute zur Zeit des vom Katholizismus begründeten Feudalismus) werden im Bibeltext erwähnt. Nur von Ihnen gibt es Stammbäume, "aus dem männlichen Samen". Das "niedere Volk" wird bei Bestrafungen, die fast in jedem Moseskapitel zu finden sind, mit den Führern ausgerottet werden.
Der Gott wird genau nach dem >Darwinistischen< Auslese-Prinzip beschrieben: Nur der Mächtigste, der Beste kommt zum Zuge bei der Fortpflanzung.
Wem Gott in die Quere kommt, wird ausgemerzt, wie >hier< an einem Beispiel- diesmal aus der >Thora< (führt zur Definition) - zu sehen ist.
Natürlich ist Homosexualität ein Greuel, das mit dem Tode bestraft wird. >Hier< mehr.
Über Onanie (Masturbation, Selbstbefriedigung) ist in so genannten Heiligen Büchern nichts gefunden worden. >Hier< ist etwas zum Thema "Kriegsrecht" zu finden, wo zu lesen ist: "... unrein, weil ihm des Nachts etwas widerfahren ist."
Haarsträubend (4.Mose 5) das "Verfahren bei Unreinheit, bei Versündigung und insbesondere >hier< bei Verdacht auf Ehebruch". Ehebruch des Mannes wird nicht erwähnt.
Da die Beschneidung eine sehr große Rolle in den 3 großen, auf Moses zurückgehenden Religionen spielt, die im Zusammenhang mit Männlichkeitswahn, Allmachtsvorstellungen und sexistischen Gedanken zu sehen ist, wird diesem Thema einiges >hier< zu finden sein.
Dort ist die Perversion des "Vorhautsammelns" , also ein >"skalpieren"< des männlichen Gliedes als Jagd Trophäe, an hand von Bibelstellen belegt. Direkt zu der entsprechenden Stelle >hier<.
Und >hier< zu einem Kapitel aus einem Roman (Tagebuch eines Selbstmörders) über "afrikanische Sitten", insbesondere einer Beschneidungszeremonie.
Gott sieht alles, hört alles, kann sogar Gedanken lesen:
einfach mal zur Abwechslung aus dem Koran:
Sure 67, Vers 14: "Möget ihr eure Reden geheim halten oder offen aussprechen, so weiß (Allah natürlich) doch, was im Innersten des menschlichen Herzens vorgeht."
Die Bibel ist voll von solchen Sprüchen! Also der ersonnene Gott ist viel besser als der allerbeste Geheimdienst dieser Erde, bei denen keine Gehirnkurven und nichts helfen, aber man arbeitet daran, rein durch Denken Maschinen in Bewegung zu setzen und Computer zu befehligen.
Angst wird verbreitet, Strafe angedroht:
Sowohl im Alten Testament als auch im Koran ist kaum eine Seite zu finden, auf der nicht gedroht wird. Es werden sogar Vergehen geahndet, die nach "normaler", zivilisierter (civis = der Bürger, der nicht militärische, aber anständig und akzeptabel [annehmbar] ist) Rechtsauffassung lächerlich und bedeutungslos sind. Das Schlimmste ist, dass völlig unschuldige Personen für ein angebliches Vergehen (Sünde) eines anderen bestraft wird: 1. Mose 9:
Noahs Fluch und Segen über seine Söhne
18 Die Söhne Noahs, die aus der Arche gingen, sind diese: Sem, Ham und Jafet.
Ham aber ist der Vater Kanaans.
19 Das sind die drei Söhne Noahs; von ihnen kommen her alle Menschen auf Erden.
20 Noah aber, der Ackermann, pflanzte als erster einen Weinberg.
21 Und da er von dem Wein trank, ward er trunken und lag im Zelt aufgedeckt.
22 Als nun Ham, Kanaans Vater, seines Vaters Blöße sah, sagte er's seinen
beiden Brüdern draußen.
23 Da nahmen Sem und Jafet ein Kleid und legten es auf ihrer beider Schultern
und gingen rückwärts hinzu und deckten ihres Vaters Blöße zu; und ihr Angesicht
war abgewandt, damit sie ihres Vaters Blöße nicht sähen.
24 Als nun Noah erwachte von seinem Rausch und erfuhr, was ihm sein
jüngster Sohn angetan hatte,
25 sprach er:
Verflucht sei Kanaan und sei seinen Brüdern ein Knecht aller Knechte!
26 Und sprach weiter: Gelobt sei der HERR, der Gott Sems, und Kanaan sei sein
Knecht!
27 Gott breite Jafet aus und lasse ihn wohnen in den Zelten Sems, und Kanaan sei
sein Knecht!
28 Noah aber lebte nach der Sintflut dreihundertundfünfzig Jahre,
29 dass sein ganzes Alter ward neunhundertundfünfzig Jahre, und starb.
Der folgende Ausschnitt aus dem Deckengemälde von Michelangelo Buonarroti in der Sixtinischen Kapelle zeigt eine ziemlich perverse ("Verdrehung") Darstellung. Die Herren Söhne des gottgefälligen Noah erscheinen selbst völlig nackt, einer davon sogar mit erigiertem Glied. Das Tuch, das den entblößten Noah bedecken soll, ist genau so durchsichtig wie das, welches des Gottes Hinterteil auf obigem Bild gemalt worden ist. Aber es ist schon bemerkenswert, dass das alles keinem Katholiken auffällt. Das erinnert stark an das Kunstmärchen "Des Kaisers neue Kleider"des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen.

Als nächstes wird auf die Funktion des Betens eingegangen:
Das Gebet, die Aktion
des Betens spielt in allen Religionen eine bedeutende Rolle - Näheres
>hier<. Gebetet wird von
allerfrühester Kindheit an. Die Eltern sind sehr erfreut, wenn ein Kind mit den
Wortfetzen schon Gebetsbrocken nachsprechen kann. Es wird so eingepaukt, dass
selbst später im Erwachsenenalter ein ungläubig gewordener in einer
Gefahrensituation nicht selten Gott anruft (oder nach der Mutter schreit bzw. im
Wechsel). Man spricht zu Gott im Gebet. Es stört niemanden, dass da nie eine
Antwort kommt, geschweige denn eine Reaktion. Sollte doch jemand Stimmen hören,
dann riskiert er heute, als psychiatrisch bzw. psychotherapeutisch
hilfsbedürftig zu sein. Es kann jedoch passieren, je nach "Festigkeit des
Glaubens" in einer Gesellschaftsform von streng Gläubigen, dass er als neuer
Messias (Gesalbter auf hebräisch; die Bezeichnung für den erhofften idealen
Herrscher), als Prophet (Verkünder göttlicher Botschaften, Offenbarungen)
angesehen, aber dann doch von den jeweils herrschenden Religionsführern verfolgt
werden wird wegen ihrer Angst um Machtverlust.

Gebete können allein oder in Gruppen (Massen) gesungen, laut ausgesprochen bis hinausgeschrieen, im stillen für sich formuliert werden, sogar in Gedanken (z.B. wenn es verboten ist ind nichtreligiösen Diktaturen).
Bestimmte Körperhaltungen und Gesten gehören zum Beten: Hände falten (bei den Christen) oder hoch erheben (Arm weit ausstrecken bei den Nazis reichte eine Hand). Sich niederwerfen, den Kopf senken, knien, ist sehr beliebt, um Ergebenheit und Unterwürfigkeit auszudrücken. Manchmal dürfen die Gläubigen sogar stehen, aber in ehrerbietiger Haltung.
Es gibt allerdings auch weibliche Göttinnen, zum Beispiel in der vedischen (älteste indogermanische, indische) Religion, in der Aditi, einer der Namen der Muttergöttin ist.. Da ist der Regveda, das ältestes Denkmal des indischen Schrifttums (mit gestanzten Versen). Dann gibt es den Yajurveda (Opfersprüche), den Atharvaveda (Zauberlieder) - alles meist religiösen Lieder.
Elisabeth Badinter gibt in ihrem Buch "Ich bin Du" als Beispiel: Mutter Unser, die Du bist das Ganze..., worin es dann so geht (in einer Strophe, Stanze genannt, die übrigens im Italienischen weibliche Endungen haben musste):
Aditi ist der Himmel, Aditi der Luftraum,
Aditi die Mutter, sie ist Vater, sie Sohn,
Alle Götter sind Aditi, die ganze Welt,
Aditi ist was geboren, Aditi was geboren werden soll.
Gebete dienen dem Zweck, sich Gott, der ja sowieso von jedem alles weiß, sogar Gedanken und Gedachtes, zu nähern, um Schuld, die nach den strengen religiösen vielfach lebensfeindlichen Regeln einzugestehen, Reue zu zeigen, aber vor allem auch um Hilfe und Unterstützung zu erflehen, angefangen von Befreiung von Krankheiten bis zum Lottogewinn ("Herr knacke den Jackpot für mich..."). Die stillen Gebete können von niemandem gehört und ausgewertet werden. Der Betende, der sich sonst niemanden anvertrauen kann und vielleicht auch gar nicht will, hat im Gebet einen imaginären Zuhörer, der schweigt, nicht aufbraust, was immer man auch bittet oder beichtet. Man braucht niemandem gegenüber zugeben, daß man überhaupt betet. Jedoch ist es sehr wirkungsvoll und prägend, wenn jemand durch eine solche Segnung, die man auch als menschenunwürdig sehen könnte, in den "rechten Glauben" eingebunden worden ist, wie auf dem Bild zu sehen.