ICD (International Classification of Diseases)
>Hier< zur ICD-10-GM-2011 > F00-F99 - Kapitel V: Psychische und Verhaltensstörungen
Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) ist eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebene internationale Klassifikation der Krankheiten und verwandten Gesundheitsproblemen. Die ICD ist eine Kern-Klassifikation der Familie der internationalen Klassifikationen der WHO.
Die aktuelle Ausgabe der ICD wird als ICD-10 bezeichnet. Ziel der ICD ist die weltweite Erforschung von Morbidität (Erkrankungsrate) und Mortalität (Sterblichkeitsrate) mit einer international einheitlichen Systematik zu ermöglichen.
Die deutsche Übersetzung der ICD wird vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) gepflegt und herausgegeben.
Die gemäß SGB (Sozial Gesetzbuch) V im deutschen Gesundheitswesen verwendete Fassung ICD-10-GM (German Modification) ist eine angepasste Version, die nicht alle Codes der internationalen ICD enthält. Sie wird jährlich überarbeitet und angepasst.
Dieses Klassifikationssystem wurde von der American Psychiatric Association (Amerikanische Psychiatrische Vereinigung) das erste Mal 1952 in den USA herausgegeben. Seither gibt es auch Ausgaben in anderen Ländern. Seit 1996 beispielsweise gibt es die deutsche Publikation des DSM-IV. Aktuell liegt die Version DSM-IV-TR vor (Stand: März 2007).
Das DSM-IV ist im Gegensatz zur ICD-10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten) ein nationales Klassifikationssystem. Es muss daher nicht die zahlreichen Kompromisse und Ergänzungen der ICD-10 berücksichtigen und beinhaltet speziellere und genauere diagnostische Kriterien. Das macht es für die Forschung sehr interessant. Die ICD-10 hingegen setzt ihren Schwerpunkt intensiver auf die interkulturelle Perspektive und die Anwendbarkeit vor allem auch in den Ländern der Dritten Welt.
DSM-IV berücksichtigt im Gegensatz zur ICD-10 geschlechtsspezifische Unterschiede.
Mindestens vier der folgenden Eigenschaften oder Verhaltensweisen müssen vorliegen:
A: Tief greifendes Misstrauen und Argwohn gegenüber anderen, sodass deren Motive als böswillig ausgelegt werden. Der Beginn liegt im frühen Erwachsenenalter und zeigt sich in verschiedenen Situationen. Mindestens vier der folgenden Kriterien müssen erfüllt sein:
B: Tritt nicht ausschließlich im Verlauf einer Schizophrenie, einer Affektiven Störung mit Psychotischen Eigenarten oder einer anderen psychotischen Störung auf und geht nicht auf direkte Wirkung eines medizinischen Krankheitsfaktors zurück.
Nach http://www.icd-code.de/icd/code/F00-F99.html:
ICD-10-GM-2011 > F00-F99 - Kapitel V: Psychische und Verhaltensstörungen
Inklusive.: Störungen der psychischen Entwicklung.
Exklusive: Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die anderenorts nicht klassifiziert sind (R00-R99 betrifft nur "physische Probleme")
Kapitel V gliedert sich in folgende Gruppen:
F00-F09 Organische,
einschließlich symptomatischer psychischer
Störungen
F10-F19 Psychische und Verhaltensstörungen
durch psychotrope Substanzen
F20-F29 Schizophrenie, schizotype und
wahnhafte Störungen
F30-F39 Affektive Störungen
F40-F48 Neurotische, Belastungs- und
somatoforme Störungen
F50-F59 Verhaltensauffälligkeiten mit
körperlichen Störungen und Faktoren
F60-F69 Persönlichkeits- und
Verhaltensstörungen
F70-F79 Intelligenzstörung
F80-F89 Entwicklungsstörungen
F90-F98 Verhaltens- und emotionale
Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend
F99-F99 Nicht näher bezeichnete psychische
Störungen - Dieses Kapitel enthält die folgenden
Sternschlüsselnummern:
F00* Demenz bei Alzheimer-Krankheit
F02* Demenz bei anderenorts
klassifizierten Krankheiten