Ku-Klux-Klan

Aufmarsch 1928 in Washington D.C.

(der Ursprung des Namens war nicht zu ermitteln) wurde 1866 im USA-Südstaat, Tennesee, als terroristischer Geheimbund von weißen Farmern gegründet, die den alten kolonialzeitlichen Zustand der Sklaverei wiederherstellen wollten und mit Brandstiftungen, Auspeitschungen, (Feme- von althochdeutsch "veime" = heimlich) Morden insbesondere gegen emanzipierte Schwarze, aber auch "fortschrittlich denkende Weiße" vorgingen.  Der Klan war (wie jeder Orden) hierarchisch aufgebaut. Ordensähnliche Rituale wurden vollzogen. Allgemein bekannt wurden die Symbole: Flammenkreuz, weiße Kutte, spitze, das Gesicht verdeckende Kapuze. Nach der Auflösung etwa 2 Jahre nach Gründung, gingen die Aktivitäten heimlich - oftmals behördlich geduldet weiter.


1915 kam es zu einer "Neugründung" in den USA, wieder in einem Südstaat, diesmal in Georgia (südöstlich von Tennesse) mit den bereits oben beschriebenen Symbolen. Bis zum Höhepunkt Mitte der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts soll diese Organisation 45 Millionen Mitglieder gehabt haben. Auf deren Programm stand die grausame Verfolgung von jeder Art Andersdenkenden, ob zu einer rassischen, ethnischen, religiösen, d.h. nicht evangelisch-christlichen Minderheit gehörend (Schwarze, Katholiken, Juden, Iren) oder Intellektuelle, Angehörige von Arbeiterorganisationen, Gegner der Prohibition (des Alkoholverbots). Der Ku-Klux-Klan versuchte (vergeblich), die Durchsetzung der Bürgerrechtsgesetze im Süden der USA gewaltsam zu verhindern. Obwohl der Geheimbund seit 1928 nicht mehr offiziell existiert, hat er bis heute immer noch mindestens einigen Tausend Mitglieder mit rechtsextremistischer (neonazistischer) Färbung.
 

Mehr bei

R. Martin: AmeriKKKa. Der Ku-Klux-Klan und die Ultrarechte in den USA. (Aus dem Französischen. Hamburg 1996.)

Ungeprüfte Literatur-Angabe im Brockhaus 2007


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