Hiob
Der von Menschen "geschaffene" Gott, als Alleskönner, schafft Menschen „nach seinem Bilde“. Sie sind ihm also ziemlich ähnlich. Er jagt sie aus dem „Paradies“ und belegt die gesamte Menschheit, also die gesamte Nachkommenschaft mit der Sündenschuld der Ureltern bzw. Ur-Ur-Ur4 oder 7?. Er läßt alle Lebewesen ertrinken bis auf eine kleine Auswahl. Er läßt den >Teufel< den gottesfürchtigen Hiob quälen.
(Stark angelehnt an einen Artikel in >Wikipedia<:) Gemäß des biblischen Berichts lebte Hiob (auch Ijob in der Literatur) mit seiner Frau und zehn Kindern als wohlhabender Mann im Land Uz. Er besaß 11.500 Tiere (Kamele, Schafe, Rinder und Esel) und hatte zahlreich Knechte und Mägde (Hiob 1,1-3). Hiob wird als frommer Mann geschildert, dessen Gottestreue - mit Erlaubnis Gottes - vom Satan, dem Teufel, schwer geprüft wird. Der nichts ahnende Hiob verliert daraufhin auf Veranlassung des Satans alles: zuerst seinen ganzen Besitz, dann alle seine Kinder. Seine sieben Söhne und drei Töchter kommen durch einen Hauseinsturz ums Leben (Hiob 1,18f) und zuletzt wird sogar seine Gesundheit ruiniert, indem eine schlimme, äußerst schmerzhafte Krankheit mit Geschwüren am ganzen Körper von Hiob Besitz ergreift.
Die Nachrichten von den Katastrophen, die Hiob in kurzer Folge ereilen, werden ihm jeweils von einem seiner Knechte, dem einzigen Überlebenden der jeweiligen Katastrophe, überbracht. In Anlehnung an diese Ereignisse bezeichnen im heutigen Sprachgebrauch die Begriffe Hiobsnachricht oder Hiobsbotschaft eine schlimme Unglücksnachricht, wie den plötzlichen Tod eines Angehörigen oder engen Freundes.
Während Hiobs Freunde Sünde als Grund für seine vermeintliche Bestrafung vermuten, beteuert Hiob seine Unschuld und seine Treue zu Gott. Weil Hiob, der nicht wusste, dass eigentlich der Satan hinter all den Anschlägen steckte, in all seinem Leid, seiner Armut und seiner Trauer seinem Gott dennoch die Treue hielt und ihn nicht verfluchte, wie seine Ehefrau es ihm nahegelegt hatte, und da er später auf die Belehrungen Gottes mit großer Demut reagierte, erlöste Gott Hiob schließlich von der Krankheit, mit der Satan ihn geschlagen hatte, und segnete sein weiteres langes Leben damit, dass er das Doppelte seines früheren Besitzes erwerben konnte.
Auf dem Bild von William Blake (1757 bis 1827) schüttet der Satan die Krankheiten über ihn aus.

Auch bekam er wieder sieben neue Söhne und drei Töchter wie vor seinen Unglücksschlägen. Diese Töchter hießen Jemima, Kezia und Keren-Happuch (Hiob 42,10-14).
Im Brief des Jakobus im Neuen Testament wird das Ausharren und die Treue Hiobs zu seinem Gott als Vorbild für Christen hervorgehoben.
Dort heißt es: "Ihr wisst ja, dass wir die glücklich preisen, die durchhalten. Von der Standhaftigkeit Hiobs habt ihr gehört und gesehen, wie der Herr ihn am Ende belohnt hat. Der Herr ist voller Mitgefühl und Erbarmen." (Jak 5,11 zitiert nach der Neuen evangelistischen Übertragung)
Menschenverachtender geht es kaum! Hiob bekam die gleichen - nicht dieselben - Menschen wieder, die ihm genommen worden waren. Es spielt, religiös gesehen, keine Rolle, um welche es sich jedoch handelt. Menschen, Tiere, Hab und Gut – alles eine Wichse. Das Individuum zählt nicht, alles ist austauschbar. Um bei der Doktorandin, Frau Romana Gerhard aus Essen von der Katholisch-Theologische Fakultät der Ruhr–Universität Bochum*, anzuknüpfen, würde sie sicher argumentieren, „die dem Hiob Genommenen, sind glücklich beim Erlöser untergekommen“. So kann man alles verdrehen.
* Hierauf wird im Zusammenhang der Versuchung Abrahams ausführlich eingegangen
Nun, Gott belohnt mit Reichtum. Es reicht doch wohl, aufzuzählen, welches Ungetüm sich die Juden, Christen und Mohamedaner auserkoren haben.
Dieser aus einer menschlichen Projektion stammende Gott spricht zu Hiob (Hiob 40) "Zweite Rede des Herrn aus dem Wettersturm". Dort steht in
Hiob 40, 10 - 14: Schmücke dich mit Pracht und Hoheit; zieh Majestät und Herrlichkeit an!
11 Streu aus den Zorn deines Grimmes; schau an alle Hochmütigen und demütige sie!
12 Ja schau alle Hochmütigen an und beuge sie und zertritt die Gottlosen in Grund und Boden!
13 Verscharre sie miteinander in der Erde, und versenke sie ins Verborgene.
Der Brockhaus sagt zum Stichwort "Hiob": "Buch Hiob (entstanden zwischen dem 5. und 3.Jahrhundert v.Chr.), das zu den bedeutenden Werken der Weltliteratur gezählt wird. Thema ist die Prüfung des Glaubens Hiobs und seine Bewährung in der Anfechtung." © 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG
Diese Zeilen oben sind also Weltliteratur!!
Noch zum Schluß: Nur wer Gott wohlgefällig ist, wird reichlich belohnt, wie es in Hiobs "Weltliteratur" zu lesen ist:
Kapitel 42, ab Vers 10
Und der Herr wandte das Geschick Hiobs, als er für seine Freunde Fürbitte tat- Und der Herr gab Hiob doppelt soviel wie er gehabt hatte...
Das ist also die Umkehrung der berühmten Grabreden - fast bei jeder Beerdigung heute zu hören, Hiob 1 Vers 21:
...und sprach: Ich bin nackt von meiner Mutter Leib gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren: Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen: der Name des Herrn sei gelobt!"
Jedenfalls ist Hiob die Rechtfertigung der Gläubigen in der "großen 3 Weltreligionen", sich zu bereichern; "denn Gott beschenkt sie. Die Armen sind nur deshalb arm, weil sie nicht so gläubig sind." So ähnlich soll der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, George Walker Bush, es einmal gesagt haben, und da gibt es keinen Kompromiß für ihn: Entweder für ihn oder gegen ihn, und wer gegen ihn ist wird nach den Versen 2 und 13 des Buches Hiob 40 behandelt. Wer glaubt, dieser sei ein Verehrer des Koran des Koran, der irrt. Hätte ja sein können!
Halleluja
[hebräisch »Preiset Jahwe«] (Vulgata: Alleluja) das, in den Psalmen Aufruf zum
Lob Gottes; in die christliche Liturgie übernommen.
© 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG