Benedikt XVI. im Deutschen Bundestag

 – was hat er seinen Landsleuten zu sagen?

Zuvor war er von Bundespräsident Wulff mit militärischen Ehren

im Schloss Bellevue am 25. Sept. 2011 empfangen worden.

 

Hierzu gehört das Buch "Freiheit, die wir meinen" von A. C. Grayling:
Der lange Weg von der Glaubensfreiheit zu den Allgemeinen Menschenrechten

2008, 463 Seiten, teilweise farbige Abbildungen, teilweise Schwarz-Weiß-Abbildungen,
Maße: 14,7 x 22 cm, Geb. mit Su., Deutsch, C. Bertelsmann Verlag ISBN-10: 3570008517
ISBN-13: 9783570008515 (auch bei Weltbild.de zu beziehen)
- Wie die Menschenrechte erkämpft wurden und warum der Westen heute seine Grundwerte gefährdet -

Einführend nur ein paar Sätze aus der von Papst Benedikt XVI gehaltenen Rede:

"Der  Religion  gegenüber  erleben wir eine  zunehmende Gleichgültigkeit

in  der  Gesellschaft, die  bei  ihren  Entscheidungen  die Wahrheitsfrage

eher als ein Hindernis ansieht und statt dessen Nützlichkeitserwägungen*

 den  Vorrang   gibt.  Es   bedarf  aber  für  unser   Zusammenleben  einer

verbindlichen  Basis, sonst  lebt  jeder nur noch seinen  Individualismus."

Kommentar: »Der Individualismus sieht Bedürfnisse und Rechte des einzelnen Menschen gegenüber seiner Gleichstellung mit anderen als vordergründig. Der  Individualismus erklärt »als sozialphilosophische Lehre die Gesellschaft als bloße Summe der Beziehungen zwischen Einzelnen. Die Geschichte werde im Wesentlichen von Einzelpersonen getragen und vorangetrieben. In der Ethik (Individualethik) meint Individualismus, dass die freie Entfaltung der Einzelpersönlichkeit den Sinn des Gemeinschaftslebens ausmache und daher die Norm für dessen Gestaltung zu bilden habe,« meint © 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, und bei Wikipedia findet man: »Der Individualismus ist ein Gedanken- und Wertesystem, in dem das Individuum im Mittelpunkt der Betrachtung steht.«

* wenn statt "Nützlichkeitserwägungen" "naturwissenschaftliche Erwägungen" gesagt worden wäre, dann würde diese "Passage des Bedauerns" den Herrn Papst durchaus charakterisieren. Ich unterstelle ihm, dass er, so er denn könnte, das gesamte "evangelische Geschmeiß", mit dem »selbstgemachten Glauben« und alle diese Gottlosen am liebsten immer noch auf den Scheiterhaufen bringen möchte wie den Giordano Bruno 1600 (>hier<) und beinahe  den Martin Luther - ehemals Luder (>hier<), der durch das Wormser Edikt vom 26. Mai 1521 (jedoch auf den 8. Mai rückdatiert) für "vogelfrei" erklärt worden war. Der konservativ "erzkatholische" erste Bundskanzler, Konrad Adenauer, hatte im Rahmen seiner Renazifizierung der Bundesrepublik Ex-NAZIs in Amt und Würden eingesetzt - wie Herrn Hans Globke, den Kommentator der Nürnberger Rassengesetze und Chef des Massen(schreibtisch)täters Eichmann, beispielsweise in sein Bundeskanzleramt, weil diese am besten wussten und erfahren waren, wie "man mit den Kommunisten", also den Gottlosen, "umzugehen hatte"... Mehr bietet des Wochenblattes "Der Freitag".  (Walter Rath.)

 

Die ganze Papst-Rede, gehalten anlässlich der Einladung des deutschen Bundespräsidenten ins Schoß Bellevue gibt es von der "Berliner Morgenpost" (online).


Bild.de dokumentierte die Rede im Deutschen Bundestag im Wortlaut (mit Kommentar von Walter Rath, 26.9.2011 in Kastanienbraun):

Sehr geehrter Herr Bundespräsident!

Herr Bundestagspräsident!

Frau Bundeskanzlerin!

Herr Bundesratspräsident!

Meine Damen und Herren Abgeordnete! (hinter dem Papst Leute vom Bundeskabinett, wie Kanzlerin Merkel, Vizekanzler Rösler)

Es ist mir Ehre und Freude, vor diesem Hohen Haus zu sprechen – vor dem Parlament meines deutschen Vaterlandes, das als demokratisch gewählte Volksvertretung hier zusammenkommt, um zum Wohl der Bundesrepublik Deutschland zu arbeiten. (Eine demokratisch gewählte Vertretung gibt es im Vatikanstaat nicht!) Dem Herrn Bundestagspräsidenten möchte ich für seine Einladung zu dieser Rede ebenso danken wie für die freundlichen Worte der Begrüßung und Wertschätzung, mit denen er mich empfangen hat. In dieser Stunde wende ich mich an Sie, verehrte Damen und Herren – gewiss auch als Landsmann, der sich lebenslang seiner Herkunft verbunden weiß und die Geschicke der deutschen Heimat mit Anteilnahme verfolgt. Aber die Einladung zu dieser Rede gilt mir als Papst, als Bischof von Rom, der die oberste Verantwortung für die katholische Christenheit trägt. Sie (das sind unsere Volksvertreter) anerkennen damit die Rolle, die dem Heiligen Stuhl als Partner innerhalb der Völker- und Staatengemeinschaft zukommt. (Er ist also nicht als Vertreter des Staates Vatikanstadt gekommen.) Von dieser meiner internationalen Verantwortung her möchte ich Ihnen einige Gedanken über die Grundlagen des freiheitlichen Rechtsstaats vorlegen. (Es ist allgemein bekannt, dass der "Heilige Stuhl" auf keiner rechtsstattlichen Grundlage steht. Erstaunlich, dass der Vertreter einer nicht-rechtsstaatlichen Religionsgemeinschaft uns über die Grundlagen des freiheitlichen Rechtsstaates belehren will; erstaunlich auch, dass unsere Volksvertreter nicht geschlossen das Parlament verlassen haben. Was unter einem Rechtsstaat zu verstehen ist, beschreibt © 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG. wie folgt: Es ist "ein Staat, dessen Staatstätigkeit vom Recht bestimmt und begrenzt ist und in dem die Rechtsstellung des Einzelnen durch garantierte Rechte [z.B. Grundrechte] gesichert ist. Formell bedeutet Rechtsstaat die Bindung der Staatsgewalt an Recht und Gesetz sowie die Überprüfbarkeit staatlicher Maßnahmen durch unabhängige Gerichte. Die Einhaltung des Rechtsstaatsprinzips setzt in der Regel voraus:

eine Verfassung, die die Macht des Staates rechtlich umgrenzt;

die Gewaltentrennung;

die Sicherung einer unantastbaren staatsfreien Sphäre des Einzelnen durch Grundrechte;

den gerichtlichen Rechtsschutz gegenüber Eingriffen der Staatsgewalt in subjektive Rechte;

die Unabhängigkeit der Gerichte;

das Verbot rückwirkender Strafgesetze u.a.

Materiell bedeutet Rechtsstaat die Verpflichtung der Staatsgewalt auf die Idee der Gerechtigkeit, ausgeprägt als Prinzip im sozialen Rechtsstaat [Sozialstaat; Artikel 20, 28 Grund-Gesetz]. Ziel des sozialen Rechtsstaats ist die Entwicklung einer Ordnung, die den sozialen Frieden wahrt und ein menschenwürdiges Dasein für alle sichert." Einer weiteren Belehrung bedarf es nicht, auf keinen Fall von einem Nicht-Demokraten.)

Lassen Sie mich meine Überlegungen über die Grundlagen des Rechts mit einer kleinen Geschichte aus der Heiligen Schrift beginnen. Im ersten Buch der Könige wird erzählt, dass Gott dem jungen König Salomon bei seiner Thronbesteigung eine Bitte freistellte. Was wird sich der junge Herrscher in diesem wichtigen Augenblick erbitten? Erfolg – Reichtum – langes Leben – Vernichtung der Feinde? Nicht um diese Dinge bittet er. Er bittet: „Verleih deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht" (1 Kön 3,9). Die Bibel will uns mit dieser Erzählung sagen, worauf es für einen Politiker letztlich ankommen muss. Sein letzter Maßstab und der Grund für seine Arbeit als Politiker darf nicht der Erfolg und schon gar nicht materieller Gewinn sein. Die Politik muss Mühen um Gerechtigkeit sein und so die Grundvoraussetzung für Friede schaffen. Natürlich wird ein Politiker den Erfolg suchen, der ihm überhaupt die Möglichkeit politischer Gestaltung eröffnet. Aber der Erfolg ist dem Maßstab der Gerechtigkeit, dem Willen zum Recht und dem Verstehen für das Recht untergeordnet. Erfolg kann auch Verführung sein und kann so den Weg auftun für die Verfälschung des Rechts, für die Zerstörung der Gerechtigkeit. „Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande", hat der heilige Augustinus einmal gesagt.1 Wir Deutsche wissen es aus eigener Erfahrung, dass diese Worte nicht ein leeres Schreckgespenst sind. Wir haben erlebt, dass Macht von Recht getrennt wurde (Quatsch: Recht wurde von Macht verfälscht), dass Macht gegen Recht stand, das Recht zertreten hat und dass der Staat zum Instrument der Rechtszerstörung wurde – zu einer sehr gut organisierten Räuberbande, die die ganze Welt bedrohen und an den Rand des Abgrunds treiben konnte. (Definition von heute in unserem Staat gültigem Recht erst einmal, Herr Papst: Recht basiert auf einer "übergeordneten" ethischen - nicht von der jeweiligen Kultur abhängigen moralischen Grundlage [Unterschied >hier<] und ist als objektives Recht ein abgrenzbarer Teilbereich der Gesamtheit menschenrechtlich demokratischer Normen, d.h. verbindlich anerkannter Regeln, Richtlinien, Maßstäbe [>hier<], dann als subjektives Recht eine Berechtigung [als Anrecht] jedes Einzelnen, was sich aus den objektiv-rechtlichen Normen herleitet. Wie steht es im "Staat von Vatikanstadt"?: Unterbezahlung der von "Tarifen befreiten" kirchlichen Mitarbeiter, angebliche Beteiligungen an dubiosen Geschäften...) Dem Recht zu dienen und der Herrschaft des Unrechts zu wehren ist und bleibt die grundlegende Aufgabe des Politikers. (Richtig Herr Papst: Sie sind ja kein Politiker! Daher ist es nicht Ihre Aufgabe.) In einer historischen Stunde, in der dem Menschen Macht zugefallen ist, die bisher nicht vorstellbar war, wird diese Aufgabe besonders dringlich. Der Mensch kann die Welt zerstören (was er bereits rücksichtslos tut). Er kann sich selbst manipulieren (selten - in der Regel nicht. Die Manipulation geht von den Ideologien oder Kulturen >hier< aus durch irreversibles Prägungsgeschehen). Er kann sozusagen Menschen machen und Menschen vom Menschsein ausschließen. Wie erkennen wir, was recht ist? Wie können wir zwischen Gut und Böse, zwischen wahrem Recht und Scheinrecht unterscheiden? Die salomonische Bitte bleibt die entscheidende Frage, vor der der Politiker und die Politik auch heute stehen. (Ja aber... Natürlich kann jeder schon durchaus erkennen, was Recht und was Unrecht, was nur Eigennutz, wie egoistische Ausbeutung ist oder Gemeinnutz als Gemeinwohl, was Krieg und Frieden bedeuten. Vorher wurden doch Beispiele in der Rede gebracht von Unrecht: "Macht stand gegen Recht", und der König Salomon hat doch seinen Herrn, Gott genannt, darum gebeten, den Unterschied zwischen Gut und Böse zu erkennen. Was denn nun? Auf einmal geht es nicht? Was bedeuten denn unser Gesetzessystem, unsere Konventionen, zu denen der Katholizismus, überhaupt das Christentum nichts beigetragen hat!!)

In einem Großteil der rechtlich zu regelnden Materien kann die Mehrheit ein genügendes Kriterium sein. Aber dass in den Grundfragen des Rechts, in denen es um die Würde des Menschen und der Menschheit geht, das Mehrheitsprinzip nicht ausreicht, ist offenkundig: Jeder Verantwortliche muss sich bei der Rechtsbildung die Kriterien seiner Orientierung (in der "Perfektion des Gottesstaates auf Erden durch das Papsttum"?) suchen. Im 3. Jahrhundert hat der große Theologe Origenes* den Widerstand der Christen gegen bestimmte geltende Rechtsordnungen so begründet: „Wenn jemand sich bei den Skythen befände, die gottlose Gesetze haben, und gezwungen wäre, bei ihnen zu leben …, dann würde er wohl sehr vernünftig handeln, wenn er im Namen des Gesetzes der Wahrheit, das bei den Skythen ja Gesetzwidrigkeit ist, zusammen mit Gleichgesinnten auch entgegen der bei jenen bestehenden Ordnung Vereinigungen bilden würde …"2 (Als Skythen werden einige der Reiternomadenvölker bezeichnet, die ab etwa dem 8./7. Jahrhundert v. Chr. die eurasischen Steppen nördlich des Schwarzen Meeres im heutigen Südrussland und der Ukraine von der unteren Wolga und dem Kuban bis zum Dnister von Osten her kommend besiedelten. Sie wurden im 4./3. Jahrhundert v. Chr. von den kulturell nahestehenden Sarmaten, die sich als Stammesverband zuvor zwischen der unteren Wolga und der Südspitze des Ural gebildet hatten, unterworfen und assimiliert, ein Teil flüchtete auf die Krim, wo noch bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. skythische Stammesverbände lebten. Die Skythen wurden von Königen beherrscht und hielten Sklaven, die sie blendeten und zur Milchverarbeitung einsetzten. Die Diener der Könige stammten aus den weniger angesehenen Stämmen und wurden mit ihnen bestattet. - Was ist die Witwenverbrennung in Indien anders, Herr Papst,  und nicht so an den Haaren herbei gezogen. Brauch der Skythen war auch, sich bei Trauerfeierlichkeiten das Gesicht zu zerschneiden. Dieser Brauch ist auch später bei den Mongolen und Türken feststellbar. Was war denn mit den "Wiedertäufern", von deren "Behandlung" noch heute die "Käfige im Turm der Lamberti-Kirche in der Stadt Münster Zeugnis ablegen >hier<? Dazu fehlen mir die Worte, Herr Papst! Welcher Durchschnittsbürger hat je etwas von Skythen gehört? Warum so weit herholen. Es gab in Europa die Arbeiterbewegungen von Mitmenschen, welche die konkrete Verbesserung ihrer Lebensbedingungen zum Ziel hatten, von deren "Kämpfen" - wobei viele ihr Leben verloren - wir heute profitieren, weniger von den Aktivitäten eines "Heiligen" Origines!.)

* Der heilige Origenes (185 - 254), auch Adamantios genannt, Schüler des Clemens von Alexandria, wurde christlich erzogen. Sein Vater wurde 202 während einer Christenverfolgung getötet. Origenes unterrichtete dann etwa 28 Jahre lang an der Katechetenschule in Alexandria und unterwies Christen wie Heiden. Dort verfasste er auch seine wichtigsten Abhandlungen. Laut Eusebios von Cäsarea waren sein Asketentum und seine Frömmigkeit so ausgeprägt, dass er sich sogar selbst kastrierte, um der Versuchung zu entgehen. (Mehr im heiligenlexikon.de.)

 

Von dieser Überzeugung her haben die Widerstandskämpfer gegen das Naziregime und gegen andere totalitäre Regime gehandelt und so dem Recht und der Menschheit als ganzes einen Dienst erwiesen. Für diese Menschen war es unbestreitbar evident, dass geltendes Recht in Wirklichkeit Unrecht war. ( Es hätte explizit heißen müssen ... dass damals unter Hitler* und im Mittelalter - von dem Sie sich bis heute nicht distanziert haben - geltendes Recht war... Aber das hat ein CDU-Ministerpräsident, der Herr Hans Filbinger, von Baden-Württemberg bestritten. 1978 wurden durch den Dramatiker Rolf Hochhuth vier Todesurteile bekannt, die Filbinger, damals NSDAP-Mitglied, als Marinerichter 1943 und 1945 beantragt oder gefällt hatte. Filbinger soll geäußert haben: Was einmal Recht war, kann doch nicht auf einmal Unrecht sein". Damit ist er aber gegen den Baum gefahren! Mehr bei Wikipedia, wo es auch die Gründung Filbingers eines Netzwerks der "Neuen Rechten" beschrieben wird.) Aber bei den Entscheidungen eines demokratischen Politikers ist die Frage, was nun dem Gesetz der Wahrheit entspreche, was wahrhaft recht sei und Gesetz werden könne, nicht ebenso evident (o doch! Sie wollen doch wohl unser derzeitiges Rechtssystem und die vielen Kritiken nicht in Frage stellen!). Was in bezug auf die grundlegenden anthropologischen Fragen das Rechte ist und geltendes Recht werden kann, liegt heute keineswegs einfach zutage (o doch, lesen Sie mal etwas anderes als die Bibel!). Die Frage, wie man das wahrhaft Rechte erkennen und so der Gerechtigkeit in der Gesetzgebung dienen kann, war nie einfach zu beantworten, und sie ist heute in der Fülle unseres Wissens und unseres Könnens noch sehr viel schwieriger geworden. (Wie bitte? Gerechtigkeit bezeichnet einen [idealen] Zustand des sozialen Miteinanders, in dem es einen angemessenen, unparteilichen und einforderbaren Ausgleich der Interessen und der Verteilung von Gütern und Chancen zwischen den beteiligten Personen oder Gruppen gibt. Vor dem Gesetz sollte jeder wirklich gleich sein, und bei der Lebensgestaltung auch. Die moderne Gesetzgebung der Bundesrepublik sollte sich der Herr Ratzinger einmal anschauen. Dann wäre es interessant, von ihm zu hören, was daran auszusetzen ist im Vergleich zu seinem primitiven, mittelalterlichen "Kirchenrecht", dem Codex Iuris Canonici).

* Das Naziregime wäre ohne die Stimmen der katholisch Deutschen Zentrumspartei, d.h. ohne deren Zustimmung zum "Ermächtigungsgesetz", dem "Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich vom 24. März 1933", nicht zur absoluten Macht gelangt. Der Vorsitzender des katholischen Zentrums, Prälat Ludwig Kaas, begründete vor dem Deutschen Reichstag das „Ja“ seiner Partei zum „Ermächtigungsgesetz".:

Wie erkennt man, was recht ist? In der Geschichte sind Rechtsordnungen fast durchgehend religiös begründet worden: Vom Blick auf die Gottheit her wird entschieden, was unter Menschen rechtens ist. Im Gegensatz zu anderen großen Religionen hat das Christentum dem Staat und der Gesellschaft nie ein Offenbarungsrecht, eine Rechtsordnung aus Offenbarung vorgegeben. Es hat stattdessen auf Natur und Vernunft als die wahren Rechtsquellen verwiesen – auf den Zusammenklang von objektiver und subjektiver Vernunft, der freilich das Gegründetsein beider Sphären in der schöpferischen Vernunft Gottes voraussetzt. (Wer definiert diese schöpferische Vernunft? Was war denn mit der Inquisition? jene spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Gerichtsverfahren unter der Mitwirkung oder im Auftrag von katholischen Geistlichen, mit Folter usw.)  Die christlichen Theologen haben sich damit einer philosophischen und juristischen Bewegung angeschlossen, die sich seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. gebildet hatte. In der ersten Hälfte des 2. vorchristlichen Jahrhunderts kam es zu einer Begegnung zwischen dem von stoischen Philosophen entwickelten sozialen Naturrecht und verantwortlichen Lehrern des römischen Rechts.3 In dieser Berührung ist die abendländische Rechtskultur geboren worden, die für die Rechtskultur der Menschheit von entscheidender Bedeutung war und ist. Von dieser vorchristlichen Verbindung von Recht und Philosophie geht der Weg über das christliche Mittelalter in die Rechtsentfaltung der Aufklärungszeit bis hin zur Erklärung der Menschenrechte und bis zu unserem deutschen Grundgesetz, mit dem sich unser Volk 1949 zu den „unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt" bekannt hat. (Aber, aber... Das sind doch infame Behauptungen. Hat dieser Herr Papst nicht einmal den Inhalt der Menschenrechtskonvention gelesen? Das steht doch etwas von Religionsfreiheit. Er aber spricht der evangelischen Glaubensgemeinschaft das Recht ab, sich als Kirche - „Versammlung des Herrn bzw. dem Herrn gehörige Versammlung“ - zu bezeichnen. Welchen Anstoß hat denn das Christentum zur Aufklärung und den Menschenrechten gegeben? Von Menschpflichten hat ein Herr Papst nichts gehört. Dann gibt es auch noch die Kinderrechte... Wer tritt den die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau mit Füßen?)

Für die Entwicklung des Rechts und für die Entwicklung der Humanität war es entscheidend, dass sich die christlichen Theologen gegen das vom Götterglauben geforderte religiöse Recht auf die Seite der Philosophie gestellt, Vernunft und Natur in ihrem Zueinander als die für alle gültige Rechtsquelle anerkannt haben. Diesen Entscheid hatte schon Paulus im Brief an die Römer vollzogen, wenn er sagt: „Wenn Heiden, die das Gesetz (die Tora Israels) nicht haben, von Natur aus das tun, was im Gesetz gefordert ist, so sind sie… sich selbst Gesetz. Sie zeigen damit, dass ihnen die Forderung des Gesetzes ins Herz geschrieben ist; ihr Gewissen legt Zeugnis davon ab…" (Röm 2,14f). Hier erscheinen die beiden Grundbegriffe Natur und Gewissen, wobei Gewissen nichts anderes ist als das hörende Herz Salomons, als die der Sprache des Seins geöffnete Vernunft. (Blödsinn! Das stimmt doch alles nicht! Was ist denn die Dreifaltigkeit anders als ein Götterglaube, wie Osiris  - als Gottvater, der zusammen mit Horus und Isis die Triade - die Götterdreiheit - von Abydos bildete [alte oberägyptische Stadt am westlichen Nilufer, mit Tempelresten aus der Zeit Sethos'I. und Ramses'II]. Die katholische Religion hat nicht mit heutigem Recht - doch wohl etwas mehr als biblisches Recht - und der "Entwicklung der Humanität" zu tun (>hier<). Das vom jeweiligen Kulturkreis geprägte Gewissen drängt, aus ethischen bzw. moralischen und intuitiven Gründen, bestimmte Handlungen auszuführen oder zu unterlassen. Da ist etwas mehr im Spiel als "Weisheit eines Paulus und des Salomons". Gewissen muss durch moderne ethische Sozialisation geformt und sollte nicht mehr nur durch religiöse Moralvorstellungen geprägt werden - >hier< der Unterschied zwischen Ethik und Moral.) Wenn damit bis in die Zeit der Aufklärung (die vom Papsttum bekämpft wurde - siehe beispielsweise die Ermordung des italienischen Naturphilosophen Giordano Bruno 1600 >hier<), der Menschenrechtserklärung nach dem Zweiten Weltkrieg und in der Gestaltung unseres Grundgesetzes die Frage nach den Grundlagen der Gesetzgebung geklärt schien, so hat sich im letzten halben Jahrhundert eine dramatische Veränderung der Situation zugetragen. Der Gedanke des Naturrechts gilt heute als eine katholische Sonderlehre, über die außerhalb des katholischen Raums zu diskutieren nicht lohnen würde, so dass man sich schon beinahe schämt, das Wort überhaupt zu erwähnen. (Ja, richtig: da sollte man sich wirklich schämen; denn Naturrecht ist doch immer, insbesondere unter der vordemokratischen Diktatur der Religion als das „Recht des Stärkeren“, als das Naturgegebene gesehen worden, um den Sieg der besseren Leistung über angestammte Berechtigungen zu ermöglichen. Man denke an Machiavelli, seiner Thesen zu rücksichtsloser Machtpolitik unter Ausnutzung aller Mittel. Dieses Naturrecht hat sich im Sozialdarwinismus und den vom Katholizismus unterstützen faschistischen Regimen - Spanien, Portugal, Hitler - mit „angestammtem Recht der besseren Leistung“ ergeben.) Ich möchte kurz andeuten, wieso diese Situation entstanden ist. Grundlegend ist zunächst die These, dass zwischen Sein und Sollen ein unüberbrückbarer Graben bestehe. Aus Sein könne kein Sollen folgen, weil es sich da um zwei völlig verschiedene Bereiche handle. Der Grund dafür ist das inzwischen fast allgemein angenommene positivistische Verständnis von Natur und Vernunft. Wenn man die Natur – mit den Worten von H. Kelsen (Hans Kelsen gilt als der einflussreichste Vertreter des Rechtspositivismus* im 20. Jahrhundert - weiß doch jeder!) – als „ein Aggregat von als Ursache und Wirkung miteinander verbundenen Seins-Tatsachen" ansieht, dann kann aus ihr in der Tat keine irgendwie geartete ethische Weisung hervorgehen.4 Ein positivistischer Naturbegriff, der die Natur rein funktional versteht, so wie die Naturwissenschaft sie erklärt, kann keine Brücke zu Ethos und Recht herstellen, sondern wiederum nur funktionale Antworten hervorrufen. Das gleiche gilt aber auch für die Vernunft (Definition bitte! Denkvermögen, Erkenntnisvermögen, Einzelerfahrungen, Verstand, d.h. Verstehen gehören dazu und nicht nur religiöse Vorgaben) in einem positivistischen, weithin als allein wissenschaftlich angesehenen Verständnis. Was nicht verifizierbar oder falsifizierbar ist, gehört danach nicht in den Bereich der Vernunft im strengen Sinn. Deshalb müssen Ethos und Religion dem Raum des Subjektiven zugewiesen werden und fallen aus dem Bereich der Vernunft im strengen Sinn des Wortes heraus. (Der Herr Papst kennt nicht einmal den Unterschied zwischen Moral, die er meint, statt Ethik - oder Ethos!) Wo die alleinige Herrschaft der positivistischen Vernunft gilt – und das ist in unserem öffentlichen Bewusstsein weithin der Fall –, da sind die klassischen Erkenntnisquellen für Ethos und Recht außer Kraft gesetzt. Dies ist eine dramatische Situation, die alle angeht und über die eine öffentliche Diskussion notwendig ist, zu der dringend einzuladen eine wesentliche Absicht dieser Rede ist. (Herr Papst, beschäftigen Sie sich doch einmal mit dem Weltparlament der Religionen, das bereits 1893 in Chicago mit 4000 Personen zusammentrat, aber erst 1993 ein zweites Mal. Lassen wir Ihr pseudo-philosophisches Geschwafel außen vor, und bedienen wir uns besser den psychologisch-soziologischen Werkzeugen. Aber die kennt ein Papst überhaupt nicht und will es auch nicht.)

* Der Positivismus sieht als die Quelle der Erkenntnis das erfahrungsmäßig Gegebene (d.h. das »Positive«), die »Tatsache«. Beim Rechtspositivismus wird die Geltung von Normen allein auf deren positive Setzung (kodifiziertes, also in einem Gesetzbuch niedergeschriebenes Recht bzw. normativer, also als Richtschnur dienender Rechtspositivismus) sowie ihre soziale Wirksamkeit (soziologischer Rechtspositivismus) zurückgeführt wird

Das positivistische Konzept von Natur und Vernunft, die positivistische Weltsicht als Ganzes ist ein großartiger Teil menschlichen Erkennens und menschlichen Könnens, auf die wir keinesfalls verzichten dürfen. (Zu Erklärung: Der französischer Philosoph August Comte [1798 bis 1857], Mitbegründer des Positivismus, lehnte jegliche Metaphysik ab [tà metà tà physiká »das, was hinter der Natur steht«]. Er strebte einen wissenschaftlichen Religionsersatzes an, wobei er sich am Aufbau des Katholizismus orientierte mit dessen Dreifaltigkeit. Bei Comte aber als Huldigung des Kosmos, des Lebens auf der Erde sowie des menschlichen Geistes. Als höchste Wissenschaft sah Comte die Daseins- und Entwicklungsformen der Gesellschaft an und führte dafür den Namen »Soziologie« ein, einer Naturwissenschaft, die sich nur an »positiven« Tatsachen zu orientieren habe. Für ihn galt die gesellschaftliche Entwicklung als Fortschritt von der theologischen über die metaphysische zur positiven Weltdeutung, was als Drei-Stadiengesetz gilt. Alles historisch sehr interessant; aber auf die Rückkehr zu diesen philosophischen Gedankenspielen können die meisten von uns heutzutage verzichten. Doch der Papst macht weiter:) Aber es ist nicht selbst als Ganzes eine dem Menschsein in seiner Weite entsprechende und genügende Kultur. Wo die positivistische Vernunft sich allein als die genügende Kultur ansieht und alle anderen kulturellen Realitäten (welche? Protestantismus, Buddhismus bis Marxismus?) in den Status der Subkultur verbannt (was der Katholizismus tut mit der Abkanzelung von "selbstgemachten Religionen"), da verkleinert sie den Menschen, ja sie bedroht seine Menschlichkeit. (Wer hat denn dem Hitler zur Macht verholfen >hier< und die Nazis nach dem Kriege wieder Amt und Würden gebracht? >hier<) Ich sage das gerade im Hinblick auf Europa, in dem weite Kreise versuchen, nur den Positivismus als gemeinsame Kultur und als gemeinsame Grundlage für die Rechtsbildung anzuerkennen, alle übrigen Einsichten und Werte unserer Kultur in den Status einer Subkultur verwiesen und damit Europa gegenüber den anderen Kulturen der Welt in einen Status der Kulturlosigkeit gerückt und zugleich extremistische und radikale Strömungen herausgefordert werden. (Hört, hört! Wie denkt denn der Papst allein schon über die nicht-katholisch Gläubigen? Die keine Kirche bilden können, die einen "selbstgebastelten Glauben" haben - hatte wir schon weiter oben. Wie denkt er über marxistische Gedanken - um "Gottes" Willen? Da hilft nur noch Teufelsaustreibung..., die immer noch praktiziert wird!!) Die sich exklusiv gebende positivistische Vernunft, die über das Funktionieren hinaus nichts wahrnehmen kann, gleicht den Betonbauten ohne Fenster (durch die in den Kirchen vor lauter Heiligen-Bilder auch keiner durchschauen kann), in denen wir uns Klima und Licht (durch Kerzen und Weihrauch) selber geben, beides nicht mehr aus der weiten Welt Gottes beziehen wollen (sondern aus den unzähligen Kerzenfabriken).

 

Und dabei können wir uns doch nicht verbergen, dass wir in dieser selbstgemachten Welt (hat nicht Gott die Welt erschaffen? Aberd sollte der Mensch sich diese nicht untertan machen? >hier<) im stillen doch aus den Vorräten Gottes schöpfen (die bald erschöpft sind, vor allem das Öl), die wir zu unseren Produkten umgestalten. Die Fenster müssen wieder aufgerissen werden (geht in den Kirchen nicht und in mordenen klimatisierten Bussen und Bahnen auch nicht), wir müssen wieder die Weite der Welt, den Himmel und die Erde sehen und all dies recht zu gebrauchen lernen. (Sollen wir gebrauchen, wie denn? "Vor allem muss man immer ins Gedächtnis rufen, dass am Abend mit zunehmender Dunkelheit zu rechnen ist" - eine bissige Bemerkung vom 2010 verstorbenen Berliner Autor und Schauspieler Klaus Werner.)

Aber wie geht das? Wie finden wir in die Weite, ins Ganze? Wie kann die Vernunft wieder ihre Größe finden, ohne ins Irrationale abzugleiten? Wie kann die Natur wieder in ihrer wahren Tiefe, in ihrem Anspruch und mit ihrer Weisung erscheinen? (Wo und wie gibt die Natur Weisung? Nur [einige] Menschen können aus Einsicht und Vernunft handeln, aber selten religiöse. Man betrachte die völlige Umweltzerstörung in den meisten islamischen Ländern >hier<.) Ich erinnere an einen Vorgang in der jüngeren politischen Geschichte, in der Hoffnung, nicht allzusehr missverstanden zu werden und nicht zu viele einseitige Polemiken hervorzurufen. Ich würde sagen, dass das Auftreten der ökologischen Bewegung in der deutschen Politik seit den 70er Jahren zwar wohl nicht Fenster aufgerissen hat, aber ein Schrei nach frischer Luft gewesen ist und bleibt, den man nicht überhören darf und nicht beiseite schieben kann, weil man zu viel Irrationales darin (worin?) findet. Jungen Menschen war bewusst geworden, dass irgend etwas in unserem Umgang mit der Natur nicht stimmt. (Nicht nur junge Menschen, Herr Papst: Der Nobelpreisträger Svante Arrhenius  - 1859 bis1927- erkannte schon 1899 die Gefahr von Treibhausgas CO2.) Dass Materie nicht nur Material für unser Machen ist, sondern dass die Erde selbst ihre Würde in sich trägt und wir ihrer Weisung folgen müssen. (Jetzt hat die Erde sogar eine Würde, neben allen Menschen wie Hitler, Stalin, Franco, der Papst. Würde bedeutet: Verdienst, Erhabenheit, Anerkennung, Ansehen, Anstand, Achtung, Ehrfurcht, Prestige, Hochachtung, Hoheit, also hohe - insbesondere Ehrenstellung und Bedeutung, hoher Rang. Ein würdiger Mensch verdient Respekt [respectus in Latein, der katholischen Sprache]; denn er nimmt Rücksicht, hat Selbstbeherrschung, ist besonnen und schicklich. Hinzu kommt noch die Redlichkeit. Und der Erde ist es völlig gleichgültig, was die Menschen machen. Die gibt bestimmt keine Weisungen...) Es ist wohl klar, dass ich hier nicht Propaganda für eine bestimmte politische Partei mache – nichts liegt mir ferner als dies. Wenn in unserem Umgang mit der Wirklichkeit etwas nicht stimmt, dann müssen wir alle ernstlich über das Ganze nachdenken und sind alle auf die Frage nach den Grundlagen unserer Kultur überhaupt verwiesen. (Aber, aber: unsere Wirklichkeit wird doch ausschließlich bestimmt vom Geld. Das wollen Sie, herr Papst, doch nicht als Chef des vermögendsten und reichsten Unternehmens auf der Welt kritisieren?. Und welche Kultur ist es denn? die biblische mit einem Lustmörder? Man denke an das persönliche Abschlachten aller Erstgeburt in Ägypten durch Ihren Gott [2. Mose 12, insbesondere Vers 12, nachdem er den Pharao verstockt hatte, "daß er das Volk nicht ziehen lassen wird"; 2. Mose 4, 21] und "macht euch alles untertan" aus der Genesis nach 1. Mose 1, 26 und 28.) Erlauben Sie mir, bitte, dass ich noch einen Augenblick bei diesem Punkt bleibe. Die Bedeutung der Ökologie ist inzwischen unbestritten. (Vor "inzwischen" existierte schon Ökologie ["Lehre vom Haus{halt}"] aber als ein belachtes Fremdwort, das bereits 1866 beim Biologen Ernst Haeckel auftauchte. Die Weisheit des Papstes bewegt sich auf der Ebene: "Wer isst, wird satt", eine weitere bissige Bemerkung vom oben bereits zitierten Klaus Werner.) Wir müssen auf die Sprache der Natur hören und entsprechend antworten. (Verweis auf das Buch "Der stumme Frühling" >hier<. Dort finden Sie die Antwort, Herr Papst!) Ich möchte aber nachdrücklich einen Punkt noch ansprechen, der nach wie vor weitgehend ausgeklammert wird: Es gibt auch eine Ökologie des Menschen. (Wie bitte? Ökologie ist eine Wissenschaft, die sich mit den Wechselbeziehungen zwischen der belebten [Pflanzen, Tiere] und der unbelebten Natur [Klima, Boden] befasst.) Auch der Mensch hat eine Natur, die er achten muss und die er nicht beliebig manipulieren kann. Der Mensch ist nicht nur sich selbst machende Freiheit. Der Mensch macht sich nicht selbst. (Richtig: er wird gemacht, einmal katholisch, immer katholisch... einmal Nazi, immer Nazi... "Wenn das unser guter Führer wüsste", habe ich von Flüchtlingsfrauen nach dem Krieg gehört.) Er ist Geist und Wille, aber er ist auch Natur, und sein Wille ist dann recht, wenn er auf die Natur hört, sie achtet und sich annimmt als der, der er ist und der sich nicht selbst gemacht hat. Gerade so und nur so vollzieht sich wahre menschliche Freiheit. (Über die letzten beiden Sätze kann ich nur voller Unverständnis den Kopf schütteln. Eine Nachbarin verschickte Todesanzeigen nach dem Ableben ihres Ehemannes. Darin stand, dass er lediglich in die Nachbarschaft gezogen und nicht weit fort sei. Warum gab es dann eine typisch katholische Beerdigungszeremonie? Der Mensch "ist Geist und Wille und Natur"... Hat das etwas mit der Dreifaltigkeit, mit der Perichorese - der gegenseitigen Durchdringung - zu tun? Herr Papst: Der Mensch ist nur Teil der Natur. Gehören nicht auch andere Lebewesen zur Natur, die Pflanzen und Tiere, letztere mit Gefühl und Empfindungen? Dazu fehlen dem Schwafelpapst im wahrsten Sinne die Worte. Er war sicher nie in einem Schlachthof... Aber lassen wir es gut sein.)

Kehren wir zurück zu den Grundbegriffen Natur und Vernunft, von denen wir ausgegangen waren. Der große Theoretiker des Rechtspositivismus, Kelsen, hat im Alter von 84 Jahren (– also 1965 –) den Dualismus von Sein und Sollen aufgegeben. Er hatte gesagt, dass Normen nur aus dem Willen kommen können. Die Natur könnte folglich Normen nur enthalten, wenn ein Wille diese Normen in sie hineingelegt hat. (Wer hat denn nun: der Mensch, der u.a. Ihrer Meinung nach auch aus Wille besteht? Ja, natürlich; denn ein aufgeklärter und denkende Mensch, der die Sozialisation verinnerlicht hat, kann Normen, wie bereits weiter oben gesgt, definieren.  Der Staats- und Völkerrechtler Hans Kelsen hat immer nur - meines Wissens - den Rechtspositivismus [Sie nannten es: "Sein"] vertreten im Gegensatz zum Naturrecht ["Sollen" beim Papst als göttliches Recht aus der Natur des Menschen, mit seiner sogenannten Vernunft {oder m.E Unvernunft, wenn man Machiavelli folgt}]. Dass Leute kurz vor dem Tode dann doch noch auf den katholischen Himmel hoffen, auf den Kelson noch 8 Jahre [bis 1973] warten musste,  ist nicht ungewöhnlich. [Wie gesagt: Einmal katholisch, immer katholisch oder... usw.]) Dies wiederum würde einen Schöpfergott voraussetzen, dessen Wille in die Natur mit eingegangen ist. „Über die Wahrheit dieses Glaubens zu diskutieren, ist völlig aussichtslos", bemerkt er dazu.5 Wirklich? – möchte ich fragen. Ist es wirklich sinnlos zu bedenken, ob die objektive Vernunft, die sich in der Natur zeigt (ja, um "Himmels" oder besser Spaghettimonsters Willen, wo und wie das denn? In der Natur gibt es nur das Prinzip von Fressen und Gefressenwerden als "objektive Vernunft"), nicht eine schöpferische Vernunft, einen Creator Spiritus voraussetzt? (Expräsident George Dabbelju Bush lässt grüßen! Mein "Spiritus Sanctus", was für ein Geschwafel: Normen sind absolut notwendig für ein Sich-Verstehen, für eine Kommunikation ohne Missverständnisse >hier<. Mag doch der sprachbegabte Papst seine Rede einmal "aus dem Stegreif" in Kiswahili halten oder in Chinesisch. Schon unsere Abgeordneten haben den verzapften Blödsinn nicht verstanden, da ihnen einige Grundbegriffe unbekannt sind, und, weil sie diese ihre "Dummheit" nicht zugeben können, fanden sie Ratzingers Rede mit überwältigender Mehrheit gut. Noch einmal zu den Normen: Wir haben doch schon Probleme mit unserer "Führungsmacht", den USA, mit unseren cm und deren Zoll, unseren Grad Celsius und deren Fahrenheit. Diese Amis tanken in Kenia mit einem gemieteten Auto deutscher Herkunft Liter und fahren kilometerweit. Nach dem Verbrauch des Wagen gefragt, stehen sie dann auf dem Schlauch. - Was den Schöpfergott betrifft, so erklärt das alles die Evolutionstheorie viel exakter und problemloser.)

An dieser Stelle müsste uns das kulturelle Erbe Europas zu Hilfe kommen. Von der Überzeugung eines Schöpfergottes her ist die Idee der Menschenrechte, die Idee der Gleichheit aller Menschen vor dem Recht, die Erkenntnis der Unantastbarkeit der Menschenwürde in jedem einzelnen Menschen und das Wissen um die Verantwortung der Menschen für ihr Handeln entwickelt worden. (Auch das, Herr Ratzinger, war und ist für mich als Gottlosem - in dem Sie Ihren erklärten größten Feind sehen, was Sie mehrfach lautstark bekundet haben - mit den Menschenrechten usw. eine psychologisch/soziologisch untermauerte Selbstverständlichkeit und keine Spekulation. Niemand aus dem religiösen Umfeld hat etwas zu den Menschenrechten >hier< beigesteuert, vielleicht als Ansatz: Matthäus 7, 12 . Allgemein bekannter in der verneinenden Form: »Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu«. Im Gegenteil: Diese Rechte wurden und werden immer noch mit Füßen getreten. Wie sieht es denn beispielsweise aus mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau aus Ihrer Sicht, Artikel II der Menschenrechtskonvention?) Diese Erkenntnisse der Vernunft (aber bitte als oberstes Erkenntnisvermögen nach Auswertung aller naturwissenschaftlichen Forschungsergebnisse und nicht nach der durchaus denkanstoßenden "einfachen Formel" von Immanuel Kant [als "kategorischer Imperativ"]) bilden unser kulturelles Gedächtnis. Es zu ignorieren oder als bloße Vergangenheit zu betrachten, wäre eine Amputation unserer Kultur insgesamt und würde sie ihrer Ganzheit berauben. (Wer will das denn? Aber die Ratzinger-Erklärungen aus seiner einseitigen katholischen Scheuklappenideologie heraus gibt der schweizerische Psychologe Carl Gustav Jung wesentlich besser, jedoch anders wieder, nämlich als kollektives Unbewusstes [aus dem Konzept seiner Analytischen Psychologie] als Lagerstätte des psychischen Erbes der Menschheitsgeschichte, welches sich, ähnlich wie der biologische Körper, durch die Evolution hindurch entwickelt habe und von verschiedenen Erfahrungen geprägt worden sei. Alles, was irgendwann einmal von der individuellen Psyche eines Menschen ausgedrückt wurde, werde zu einem Bestandteil der psychischen Grundkonstitution eines Menschen – und ebenso auf einer kollektiven Ebene zu einem Bestandteil der ganzen Gattung und damit zu einem Bestandteil des kollektiven Unbewussten. Damit ist jedoch unsere jeweilige ideologisch geprägte Kultur bereits ein "Amputation" an und für sich im Hinblick auf auf eine übergeordnete, möglichst allen Menschen und Lebewesen gerecht werden Kultur. Der Erbgenetiker Richard Dawkins vermutet sogar eine [fast] genetische kulturelle Vererbung mit seine MEM-Hypothese - von englisch "memory", als mysteriöse geistigerViren, die von Gehirn zu Gehirn überspringen, >hier<)

Die Kultur Europas ist aus der Begegnung von Jerusalem, Athen und Rom – aus der Begegnung zwischen dem Gottesglauben Israels, der philosophischen Vernunft der Griechen und dem Rechtsdenken Roms entstanden. Diese dreifache Begegnung bildet die innere Identität Europas. Sie hat im Bewusstsein der Verantwortung des Menschen vor Gott und in der Anerkenntnis der unantastbaren Würde des Menschen, eines jeden Menschen Maßstäbe des Rechts gesetzt, die zu verteidigen uns in unserer historischen Stunde aufgegeben ist. (Erstaunlich diese Erkenntnis. Warum spricht man denn von einer Renaissance, der »Wiedergeburt« des klassischen Altertum? Daran und n den Humanismus anknüpfend gab es die Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert mit der konkreten "Kritik am absoluten Wahrheitsanspruch der Offenbarungsreligion und an der absoluten Monarchie", nach Brockhaus. Vorher trauten sich kaum jemandl, sich vor der Renaissance über das wahre Planetensystem auszulassen, weil das Kopf und Kragen kostete. Luther ist nur knapp der Verbrennung entkommen... Und seine Ideologie stellte Herr Ratzinger außerhalb seiner hier kritisierten Rede als "selbstgemachten Glauben" hin, nachdem er es schon vorher ablehnte, die sogenannte reformatorische Ideologie als Kirche anzuerkennen - siehe oben. Was ist denn tatsächlich mit dem "selbstgemachten Glauben"? Sie, Herr Ratzinger,  haben doch wohl schon mal etwas von einer Tempelaustreibung, auch Tempelreinigung gehört. Oder gibt es da die psychologisch wichtige Wahrnehmungshemmung >hier<? Hat dieser Gottessohn nicht etwa gesagt: „Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher in den Himmel“? Welche Reichtümer haben sich in "der Vollendung des Gottesstaates auf Erden durch das Papsttum" angehäuft? >Hier< ein paar Zahlen. Heute wird gerne der vorher zitierte Satz Christi "in einem historischen Kontext gesehen", insofern, "als Reichtum zu Jesu Zeit nur auf moralisch-tönernen Füßen stehen konnte, und zwar Ausbeutung und Unterdrückung". Was macht die Ratzinger-Kirche? Wir alle zahlen die Gehälter der Religionslehrer als Propagandisten voll und ganz. Kirchliche Angestellte und Mitarbeiter werden unterbezahlt, weil keine Tarife abgeschlossen werden. Man halte sich einmal in einem Krankenhaus auf, z. B. in einem der vielen von "Cellitinnen zur heiligen Maria" geführten und beobachte, wie dort nur im Laufschritt gearbeitet wird. Das soll keine Ausbeutung sein? Die Vatikanbank - so habe ich vor kurzem gelesen - ist die einzige, die keine Bilanzen zu veröffentlichen braucht. Darüber hinaus war im September 2010 in der "Süddeutschen Zeitung" zu lesen: "Die Schatten der unrühmlichen Finanzgeschichte des Vatikans haben Ettore Gotti Tedeschi schnell eingeholt. Nur 363 Tage nachdem Papst Benedikt XVI. in großer Not den streng katholischen Finanzethikprofessor und langjährigen Italien-Chef der spanischen Banco Santander an die Spitze der Vatikanbank IOR berufen hatte, haben Staatsanwälte nun Ermittlungen gegen den Bankier wegen des Verdachts auf Geldwäsche eingeleitet." Also Profitgier, Reichtum, Ausbeutung, Heuchelei - als häufig dokumentiert gute Beziehungen zur Mafia [italienisch »Anmaßung«, »Überheblichkeit«] und dann so tun, als ob an Menschenrechten beteiligt - scheint bis heute der rote Faden des Papsttums zu sein. Nach Christus hat doch der Katholizismus sich den Glauben selbst gebastelt: Hinzu zu den vorgenannten - noch einmal wiederholten Begriffen Profitgier, Reichtum, Ausbeutung, Heuchelei kommt der Einzug heidnischer Elemente, die unglaublich kostspielige Darstellung in Bezug auf wertvollste Prunk-Kleidung, teuerste Schmuckstücke, aufwendige Zeremonien. Dieser Aufwand zur ausgeklügelsten Anziehungskraft von Menschen durch den raffiniert selbstgemachten Glauben hat nichts, aber auch garnichts mit wahrem Christentum - wenn schon - zu tun, was durch tausende Publikationen belegt ist. Zurück zum Ausgangspunkt: Die von Ratzinger angeschnittene "dreifache Begegnung... von Jerusalem, Athen und" dem alten "Rom" hat unbestritten "die innere Identität Europas" gebildet. Wir wären heute jedoch einige Schritte weiter, wenn es das korrupte und immer noch diktatorisch denkende Papsttum nie gegeben hätte, das sich immer noch aufspielt, als stünde es über dem so oft zitierten Gott. Aber Geld und Macht hängen nun mal eng zusammen.)

Dem jungen König Salomon ist in der Stunde seiner Amtsübernahme eine Bitte freigestellt worden. Wie wäre es, wenn uns, den Gesetzgebern von heute, eine Bitte freigestellt wäre? Was würden wir erbitten? Ich denke, auch heute könnten wir letztlich nichts anderes wünschen als ein hörendes Herz – die Fähigkeit, Gut und Böse zu unterscheiden und so wahres Recht zu setzen, der Gerechtigkeit zu dienen und dem Frieden. (Wir brauchen keine göttliche Eingebung, die von religiösem Wahn besessene Mitmenschen ausgedacht haben und insbesondere heuchelnd immer noch ausdenken. Ohne oder entgegen einer solchen haben wir eine UNO, ein Weltparlament der Religionen, jede Menge Ethikkommissionen, sogar ein globales Wirtschaftsethos >hier<, ein ausgeklügeltes Gesetzessystem mit einen internationalen Gerichtshof. Es gibt eine Wahrheitskommission >hier<, andere Philosophien, z.B. die afrikanische uBuntu >hier<. Es gibt Umweltschutz-, Tierschutzgesetze. An nichts, aber auch garnichts hat die rechthaberische und betonköpfige katholische Erstarrung Anteil. Und deren halsstarrigen "Chef" haben sich hochrangige Vertreter der Bundesregierung als ersten Vertreter einer mächtigen, von Reichtum platzenden religiösen Einrichtung und nicht als Vertreter des Staates Vatikanstadt - wie behauptet worden war - in unser Parlament geholt, damit dieser auf höchster Ebene missionieren konnte. Es waren keine Zahlen zu bekommen, was dieser Besuch uns alle als Staatsbürger gekostet hat - wahrscheinlich gegen 100 Millionen Euro alles in allem. Zum Glück gibt es im Islam keinen Spitzenmann, der jetzt Anspruch auf einen Nachfolgebesuch hätte. Mit dem so beliebten Dalai Lama [geistiges] Oberhaupt von Tibet gäbe es große Probleme mit China.)

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Dieser Papstbesuch ist ein nachhaltiger Schlag ins Gesicht der Deutschen Demokratie, hinter der kaum noch 10% stehen >hier< [bzw. >hier< "Parteien ohne Volk"], und auch für die evangelische Kirche; denn der Herr Papst meinte bei einem ökumenischen Gottesdienst im  Augustinerkloster von Erfurt, wo Martin Luther gewirkt hatte: "Ein selbstgemachter Glaube ist wertlos; denn der Glaube ist nicht etwas, was wir ausdenken oder aushandeln. Er ist die Grundlage, auf der wir leben." Im Hinblick auf Erwartungen, Fortschritte für Bestrebungen innerhalb der christlichen Kirchen betreffend, die konfessionelle Trennung des Christentums zu überwinden (Ökumene genannt) gab der Herr Papst deutlich zu verstehen, dass es bei den ökumenischen Bestrebungen sich nur um ein "politisches Missverständnis" handeln könne oder so ähnlich... Man muss feststellen, dass keine der großen 6 Religionen (katholisches und orthodoxes) Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus, Konfuzianismus/Taoismus, Judentum reformierbar ist!

Eine oben von mir kommentierte, aber von unseren Spitzenpolitikern als "ausgefeilte, von bester philosophischer Qualität geprägte" Rede hätte jeder der Philosophie-Professoren zu meiner Studienzeit nicht einmal als Seminararbeit gelten lassen!

Auf dem Bild (von AFP vom 23.9.2011) sind der Präses der evangelischen Kirchen

Nikolaus Schneider mit dem Papst während eines Gottesdienstes zu sehen:

Nichts wurde erwähnt in Hinblick auf die schweren Verbrechen, die nicht nur angefangen bei den Kreuzzügen, als auch durch die Inquisition begannen worden sind. Das waren wohl allerhöchstens auch nur "Tragische Irrtümer und Fehlentscheidungen" der katholischen Kirche (>hier< im Rahmen des modernen ideologischen Wahns, wie Stalins Missetaten, der katholische Beitrag zu Hitlers Machtergreifung ...)

 

Und der heutige Chef des "Gottesstaates auf Erden" wie der Vatikan es selber nennt (>hier< zum Text in roter Schrift blättern)...??

Zu erwähnen sind noch einige sehr schockierende, vor den Kopf stoßende Aussagen des Herrn Papstes aus der Vergangenheit:

1) Aus einem Streitgespräch zwischen dem christlichen Kaiser von Byzanz, Manuel II. Palaeologos, (1350-1425) und einem persischen Theologen zitierte er am 12.9.2006 bei einer Rede über "Glaube, Vernunft und Universität" an der Universität Regensburg: "Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, daß er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten". (>Hier< mehr.)

2) Benedikt XVI. hatte in einer Rede im Mai 2007 zum Ende seines Brasilien-Besuchs vor Bischöfen gesagt, die katholische Kirche habe sich den Eingeborenen in Lateinamerika nicht aufgezwungen. Vielmehr hätten die Stämme die Ankunft der Priester im Zuge der spanischen Eroberung still herbeigesehnt. - Was in Wahrheit passierte, beschreibt Las Casas (Bischof v. Mexico): Frauen, Männer bis zu 400 km getrennt; Männer: Gold graben; Frauen: schwerste Feldarbeit; Kinder starben an Unterernährung; Mütter erdrosselten aus Verzweiflung heraus teilweise ihre Kinder; spanische Aufseher, die sie mit Peitschenhieben ‚zurechtwiesen’. Es starben in 40 Jahren bis zu 12 Millionen Indios (auch an diversen ungekannten Krankheiten). Im 16. Jahrhundert waren Indios fast ausgerottet; erst ab da wurden Schutzgesetze ernster genommen.

3) Am 20.03.2008 berichtete das Wochenmagazin Focus: „Die neu formulierte Karfreitagsfürbitte für die alte lateinische Messe, die Papst Benedikt gerade wieder erlaubt hat, sorgt für eine abrupte Abkühlung im ohnehin sensiblen Verhältnis zwischen Juden und katholischer Kirche. Es solle gebetet werden für die Juden, »damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen«, lautet die Passage, die viele Rabbiner als Aufforderung zur längst überwunden geglaubten »Judenmission« auffassen."

Genauer Text in der Übersetzung aus dem Lateinischen:

„Lasst uns auch beten für die Juden, auf dass Gott, unser Herr, ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Retter aller Menschen.
[Lasset uns beten. Beuget die Knie. Erhebet Euch.]
Allmächtiger ewiger Gott, Du willst, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Gewähre gnädig, dass beim Eintritt der Fülle aller Völker in Deine Kirche ganz Israel gerettet wird. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.“

Zum Spaß der lateinische Originaltext:

Oremus et pro Iudaeis. Ut Deus et Dominus noster illuminet corda eorum, ut agnoscant Iesum Christum salvatorem omnium hominum.
[Oremus. Flectamus genua. – Levate.]
Omnipotens sempiterne Deus, qui vis ut omnes homines salvi fiant et ad agnitionem veritatis veniant, concede propitius, ut plenitudine gentium in Ecclesiam Tuam intrante omnis Israel salvus fiat. Per Christum Dominum nostrum. Amen.

 


http://www.bild.de/politik/inland/benedikt-16/papst-rede-im-bundestag-wortlaut-20098386.bild.html zeigt mehr!

 

Papst Benedikt XVI. in Deutschland Staatsbesuch des Heiligen Vaters

Benedikt spricht die Politiker direkt an, fordert: „Der Maßstab darf nicht materieller Erfolg und schon gar nicht materieller Gewinn für Politiker sein.“ Erfolg sei vielmehr Maßstab der Gerechtigkeit

Fotos: Reuters

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