Religionskritik

einige weitere Bücher

 

>Hier< Richard Dawkins: Der entzauberte Regenbogen - Wissenschaft, Aberglaube und die Kraft der Phantasie,

>hier< Sam Harris: Briefe an ein christliches Land - Eine Abrechnung mit dem religiösen Fundamentalismus,

>hier< Uwe Lehnert: Warum ich kein Christ sein will - Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung

>hier< Franz Buggle: Denn sie wissen nicht, was sie glauben: Oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann. Eine Streitschrift.

Schließlich >hier< noch das Buch von Leo Piral: Überzeugung statt Religion

und

>hier< "Dem Glauben auf den Zahn gefühlt - Ansichten eines Skeptikers",

Buch von David L. Parris.

Der Angelika Lenz Verlag weist >hier< auf Bücher aus den Bereichen

Religionskritik, Geschichte, Humanistische Literatur,

Philosophie, Psychologie und Lebenshilfe hin.


 

Anliegen des Buches:

Der Mensch sucht in der Religion Gewissheit über das Jenseits und das dort zu erlangende Seelenheil. Im Diesseits aber werden im Namen der Religion seit Urzeiten Kriege geführt und schwerste Verwüstungen angerichtet. Und deshalb wird auch literarisch mit großem Eifer über das Wohl und das Wehe gestritten, das Religion zu stiften oder anzurichten vermag. Christopher Hitchens gehört dabei zur Fraktion derer, die keine Zweifel daran haben, dass Religion in jeder Form ganz generell „die Welt vergiftet“ und wir besser dran wären, wenn wir sie deshalb endlich überwänden.

Wie Richard Dawkins mit seinem Manifest wider den von ihm diagnostizierten Gotteswahn streitet Hitchens für seine streng atheistische Position allerdings mit einem Eifer, der jenem religiöser Fanatiker kaum nachsteht. Unbehagen bereitet dabei die absolute Gewissheit, mit der er die angeblich zweifelsfreie Überlegenheit des Atheismus über die Religion verkündet, die er als „Erbsünde“ und „Kindesmisshandlung“ verteufelt. Auch hinsichtlich der mit Verve verfochtenen Überzeugung, Religion und das ihr in jeder Hinsicht überlegene wissenschaftliche Denken seien grundsätzlich miteinander unvereinbar, sind gewisse Zweifel angebracht. Wie ein Blick in die Wissenschaftsgeschichte lehrt, in der sich zahllose Beispiele für gläubige Forscher finden, die gleichwohl Bahnbrechendes zum Fortschritt der Wissenschaft beigetragen haben -- und damit letzten Endes auch zur Revision manches religiösen Dogmas. Von den Zeugnissen der Musik, bildenden Kunst und Literatur ganz zu schweigen, die Hitchens als Quelle geistiger Erbauung empfiehlt, weil deren Schöpfer angeblich ganz ohne Religion ausgekommen seien...

Lesenswert ist Der Herr ist kein Hirte trotz dieser und mancher weiterer Fehlschlüsse gleichwohl, weil es zum Widerspruch und einer eigenen geistigen Auseinandersetzung mit dem vielschichtigen Phänomenen menschlicher Religiosität herausfordert. Und das ist immerhin mehr als man von manchem der religiösen Erweckungsbücher sagen kann, die in letzter Zeit so zahlreich vorgelegt worden sind!

Zitat: Andreas Vierecke


  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499624656
  • ISBN-13: 978-3499624650
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,6 cm
 

Inhalt
1. Vorwort 9
2. Die betäubende Wirkung des Vertrauten 17
3. Im Salon der Herzöge 34
4. Strichcodes in den Sternen 63
5. Strichcodes in der Luft 96
6. Strichcodes vor Gericht 117
7. Märchen, Geister, Sternendeuter 156
8. Berechnete Schauer 194
9. Wolkige Symbole von höchster Romantik 238
10. Der egoistische Kooperator 275
11. Das genetische Totenbuch 305
12. Die Welt wird neu verwoben 333
13. Ein Ballon zum Denken 368
14. Literatur 402
15. Register 407

 

 


  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann (10. März 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570009971
  • ISBN-13: 978-3570009970

 

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Lesen Sie dieses Buch, und wenn es das Letzte ist, was Sie tun. Es wird Sie verändern.« (Richard Dawkins, Autor von »Der Gotteswahn« )

"Furiose Streitschrift" (taz )

"Ein Pamphlet, aber im besten Sinne dieser literarischen Gattung – bestens geeignet für ein, zwei entspannte Stunden atheistischer Lesefreude." (Falter )
 

Kurzbeschreibung

Entlarvende Analyse des Missbrauchs von Religion am Beispiel des christlichen Fundamentalismus

Religion steht wieder hoch im Kurs, aber der Glaube und die spirituellen Bedürfnisse der Menschen werden missbraucht: Weltweit sind die Fundamentalisten auf dem Vormarsch. Ausgehend von der christlich-fundamentalistischen Renaissance in den USA beschreibt Sam Harris die Religionen als tickende Zeitbomben. Mit ihrem Freund-Feind-Denken gefährden sie den inneren Konsens einer Gesellschaft und bedrohen den Weltfrieden. Harris entlarvt Unfriedlichkeit und Vernunftferne des Christentums, die aber jeder organisierten Religion immanent sind. Seine Streitschrift ist von funkelnder sprachlicher Eleganz und bestechend scharfer Argumentation.

  • Broschiert: 389 Seiten
  • Verlag: Teia Lehrbuch Verlag; Auflage: 4
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3939520705
  • ISBN-13: 978-3939520702
  • Größe: 22,8 x 15,8 x 3 cm

Kurzbeschreibung

Die Giordano Bruno Stiftung, eine "Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung", der zahlreiche sehr bekannte Wissenschaftler, Philosophen und Künstler angehören (Vorstandssprecher: Dr. Michael Schmidt-Salomon) schrieb in ihrem Newsletter vom 31.3.2010: "Zwei Bücher ragen aus der Masse der (religionskritischen) Veröffentlichungen heraus: Uwe Lehnerts 'Warum ich kein Christ sein will' und …". Wörtlich heißt es: "Unser Fazit: Ein überaus kluges, didaktisch hervorragend gemachtes Buch, das es auch interessierten Laien ermöglicht, die zentralen Grundideen einer humanistisch-naturalistischen Weltsicht zu verstehen."

Das Buch wendet sich an Leser, die eine zusammenfassende Darstellung von Argumenten gegen den christlich-kirchlichen Glauben und für ein naturalistisch-humanistisches Weltbild suchen. Die Kapitel I bis IV skizzieren ein naturalistisches Weltbild auf der Basis heutigen Wissens. Die Kapitel V und VI bauen darauf auf und zeigen, dass herkömmlicher Gottesglaube und christliche Lehre sich damit nicht mehr vereinbaren lassen. In Kapitel VII beschreibt der Autor einen naturalistisch-humanistischen Gegenentwurf. Der Autor hat die Probleme soweit diskutiert, bis er das Gefühl hatte, für sich überzeugende und befriedigende Antworten gefunden zu haben. Dazu hat er die Argumente - klassische, neuere als auch von ihm entwickelte - zusammengetragen, die ihm am einleuchtendsten erschienen und dem entgegenkommen, was man den gesunden Menschenverstand nennt.

Der Autor will sich Klarheit verschaffen über den Stellenwert von Wissenschaft, speziell von Naturwissenschaft, für unser Leben, insbesondere der Geltung ihrer Erkenntnisse für Gestaltung und Deutung unseres Daseins. Es geht um Fragen nach unserer Stellung und Bedeutung im Kosmos, nach der möglichen Existenz Gottes und ob der Gott, der in der Bibel beschrieben wird, für uns heutige Menschen so überhaupt "glaubwürdig" sein kann. Der Autor fragt sich, warum so viele Menschen an Dinge glauben, die so offensichtlich im Widerspruch zu Vernunft und Wissen stehen. Auch versucht er, eine ihn überzeugende, sprich "vernünftige" Antwort nach dem Sinn des und auch seines Lebens zu finden. Der Autor möchte vor sich begründen und möchte anderen erklären können, warum er kein Christ sein kann und auch nicht sein will. Seine Ansichten und Bekenntnisse gründen auf der Überzeugung, dass es richtig und vernünftig ist, soweit es irgend möglich ist, sich seines Verstandes zu bedienen. Weder kirchlicher Glaube noch persönliche Erleuchtung anderer können für ihn Richtschnur seines Denkens sein.

Aus dem Inhalt: "Wenn ich dann fragte, wie man als Mensch des 21. Jahrhunderts glauben könne, nur durch ein göttlich veranlasstes Menschenopfer gerettet zu werden, das vor seinem Tode gefoltert und dann auf die denkbar brutalste Art und Weise hingerichtet wurde, habe ich meistens nur in schweigende Gesichter geblickt. Allenfalls kam als hilflose, aber die christliche Lehre missinterpretierende Reaktion, dass das alles nur symbolisch zu verstehen sei."

Über den Autor

Univ.Prof. Dr. Ing. Uwe Lehnert, Freie Universität Berlin, Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie, Arbeitsbereich Bildungsinformatik und Bildungsorganisation. Zahlreiche Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen zum Thema Computer und Pädagogik, insbesondere zu Planung und Durchführung von EDV-Qualifizierungsmaßnahmen in der beruflichen Weiterbildung. Seit 1990 maßgeblich in der Ausbildung von EDV-Trainern und in der Beratung von namhaften Ausbildungsinstitutionen der EDV-Branche tätig. Juni 2000 Wiener-Schmidt-Wissenschafts-Preis erhalten für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Bildungstechnologie. Obiges Buch hat er in seiner nachberuflichen Zeit verfasst. (Mehr: www.uwelehnert.de)

Franz Buggle

Denn sie wissen nicht, was sie glauben: Oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann. Eine Streitschrift [Taschenbuch]

  • Taschenbuch: 445 Seiten
  • Verlag: Alibri; Auflage: überarb. u. erw. N.-A. (April 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3932710770
  • ISBN-13: 978-3932710773
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13 x 2,4 cm
 

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Man kann dem Buch Buggels eine äußerst wichtige Funktion in der religiösen Grundlagendiskussion nicht absprechen. Denn zum einen dürfte es kein deutsches Buch geben, das die Kritik am Christentum derart umfassend belegt, leicht verständlich und engagiert zum Ausdruck bringt und zum zweiten führt Buggle eine so offensive wie spannende Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen deutschen Geistesgrößen..." (FAZ, 14.4.1992)
"Noch nie ist dem progressiven Küng von einem anderen Progressiven öffentlich so viel intellektuelle Inkonsequenz nachgewiesen worden." (Spiegel Spezial Literatur 1992)
 

Kurzbeschreibung

Die Brisanz des vorliegenden Buches liegt in der Bestreitung der weitgehend (gerade auch bei "progressiven" Christen) akzeptierten Prämisse heutiger Kirchen- und Christentumskritik, daß zwar die Kirche mangelhaft sein möge, die Bibel aber als ethisches Fundament unverzichtbar sei. Franz Buggle zeigt, daß der humanitäre Standard des biblischen Gottes hinter dem seiner allermeisten heutigen Anhänger weit zurückbleibt.
Seine Diagnose, daß die Bibel als unabdingbare Basis aller christlichen Religiosität gravierende ethisch-humanitäre und psychologische Defizite aufweist, belegt der Autor anhand zahlreicher Stellen aus den alt- und neutestamentarischen Schriften. Ausführlich setzt er sich mit den vielfältigen Rettungsversuchen renomierter theologischer und nichttheologischer Apologeten (Verteidiger) auseinander und weist ihnen intellektuelle Unredlichkeit im Umgang mit christlichen Glaubensvorstellungen nach.
Indem es Gründe und Hintergründe dieses Reflexionsstopps benennt, greift das Werk Buggles weit über eine bloße Bibelkritik hinaus. Es leistet nach dem Urteil eines der bedeutendsten Religions- und Ideoligiekritikers, Prof. Hans Albert, viel umfassender "eine ganz ausgezeichnete Analyse der aktuellen religiösen Situation." Der führende katholische Psychoanalytiker und Religionspsychologe Albert Görres nannte es "die beste Antitheologie, die ich gefunden habe".

Das folgende Buch entspricht nur am Rande den psychologisch-soziologischen Findungen des Internetbuches Gotteswahn.info. Es ist aber durchaus lesenwert.
(Walter Rath, Februar 2011)

Leo Piral

Überzeugung statt Religion

Die WAGNER VERLAG GmbH

ISBN: 978-3-86683-909-0

Größe: 13 x 20 cm
89 Seiten

Preis: 8,80 € (inkl. 7% MwSt.)

 

>Hier< zu einem Kurzlebenslauf des Autors


Auf dem Buchrücken steht:

Schon in der Volksschule begann ich mir Gedanken über die für mich nicht immer nachvollziehbaren Ansichten des Religionslehrers, den Pfarrer unserer Gemeinde, zu machen. Ein gravierendes Erlebnis war der Selbstmord meines Freundes, der als Priester nach wiederholter Anklage durch das Kirchengericht zu dieser Verzweiflungstat getrieben wurde. Ab dieser Zeit verschlang ich ein Buch nach dem anderen, das die historische Entwicklung der katholischen Kirche und deren oft menschenverachtende Handlungen zum Inhalt hatte. In diesem Zusammenhang entwickelte sich in mir der Drang nach einem glaubwürdigen Denkmodell christlicher Lebensweise.
Hinterfragungen und Infragestellungen lösten einen langen Weg des Suchens aus. Befreiung und persönliche Zufriedenheit waren das Ergebnis. Es ist mir heute eine große Erleichterung, die Lehransichten der katholischen Kirche durch eine positive christliche Einstellung, die sich jener des „Urchristentums“ nähert, ersetzt zu haben.

Das Buch "Überzeugung statt Religion" von Leo Piral informiert über die Hintergründe kirchlicher Politik: Staatliche Gesetzgebung wird durch Kirchenrecht unterlaufen und Menschenrechte verlieren ihre Gültigkeit. Welcher Weg führt aus diesen Missständen heraus?

Der Wagner Verlag präsentiert seit Januar 2011 die 89-seitige Neuerscheinung des Autors Leo Piral, „Überzeugung statt Religion“. Piral ist durch gravierende persönliche Erfahrungen zum Kirchenkritiker geworden. Er informierte sich ausgiebig über den geschichtlichen Hintergrund und die aktuellen Praktiken der katholischen Kirche und fand im Anschluss daran einen gangbaren Weg christlicher Nächstenliebe, der ohne kirchliche Bevormundung auskommt. Die gewonnenen Erkenntnisse fasst er in seinem Buch zusammen, verknüpft mit dem eindringlichen Appell, rechtliche Missstände zu beheben.


Verlagsmitteilung:

Diskrepanz zwischen Urchristentum und kirchlicher Lehre
Piral legt ausführlich dar, wie weit die katholische Kirche sich von dem urchristlichen Prinzip der Nächstenliebe entfernt hat. Weltliches Machtinteresse führte im Laufe von 2000 Jahren zum stetigen Aufbau eines Herrschaftssystems, das sich die Angst der Beherrschten zunutze macht. Sogar Könige und Kaiser beugten sich dem Heiligen Stuhl, weil sie die Exkommunikation und damit die ewige Verdammnis befürchteten. Konkordatsvereinbarungen sichern noch heute eine rechtliche Sonderstellung der katholischen Kirche in verschiedenen Ländern, darunter auch in Deutschland und Österreich.

Wenig bekannte Kirchendogmen
Der Autor zitiert aus wenig bekannten und doch aktuellen kirchlichen Dogmen, die im Widerspruch stehen zu den Prinzipien einer aufgeklärten, demokratischen Gesellschaft. Und doch gelten diese Glaubensgrundsätze für alle Mitglieder der katholischen Kirche, ohne dass die meisten der Kirchenangehörigen darüber informiert sind.

Nahtodforschung und Dalai Lama
Leo Piral beschäftigt sich außerdem mit den Ergebnissen der Nahtodforschung: Unabhängig von der Religion eines Menschen sind die Todeserfahrungen nahezu identisch und in den allermeisten Fällen positiv. Diese Beobachtung und die Gedanken des Dalai Lamas geben dem Autor entscheidende Impulse zu einem sinnerfüllten Leben ohne einengendes, religiöses Gerüst. Sein nach der Phase des Zweifelns und Suchens neu gewonnenes Lebensgefühl möchte er den Lesern vermitteln, damit auch sie Veränderung erfahren.


Die WAGNER VERLAG GmbH unter Geschäftsführung von Hauke Wagner besteht seit dem Jahr 2000 und ist sesshaft in Gelnhausen. Der Verlag versteht sich als Familienbetrieb, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Persönlichkeit und das Selbstvertrauen von Menschen aller Altersstufen zu stärken. Die in der WAGNER VERLAG GmbH erscheinenden Bücher zeichnen sich vor allem durch Aktualität und großen Praxisbezug aus.


Vom Autor zugesandter Text:

Überzeugung statt Religion

Die Gedanken eines Kindes werden geprägt von der Familie und seiner Umgebung. Mein erstes Empfinden von Ungerechtigkeit erlebte ich in der Grundschule als der Herr Pfarrer in der Religionsstunde erklärte, dass ungetaufte Kinder nicht in den Himmel kommen können.

Die Entstehung der Menschheit, ausgehend von den Stammeltern Adam und Eva, ist mit Wahrscheinlichkeit eine von Menschen erfundene Legende. Durch diese Darstellung wird die Frau als verführerisch, sündhaft und Hauptschuldige für die Vertreibung aus dem Paradies dargestellt. Diese nach wie vor existierende Frauenverachtung fand ihren Höhepunkt mit der Verbrennung der Frauen, als Hexen auf dem Scheiterhaufen, auf Anordnung der katholischen Inquisition. Vor wenigen Jahrzehnten wurde die Braut bei der kirchlichen Trauung vom Pfarrer noch aufgefordert, dem Manne untertan zu sein.

Das Auslaufen der „Haustierhaltung Frau“ durch die katholische Kirche beruht nicht auf deren Erkenntnis, sondern aufgrund des gestiegenen Bildungsstands der Bevölkerung.

Unkenntnis ist der beste Nährboden für Unterjochung und Unterdrückung durch eine herrschende Klasse, die darauf ihre Machtposition festigt und ausbaut.

Eine gravierende Wende in Form der Abkehr der Lehre Jesus und seinen Jüngern bewirkte Paulus, ein Apostel, der Jesus nie gesehen  hat und anfangs seine Jünger verfolgte. Paulus geriet mit den Weggefährten von Jesus infolge seiner Eigeninteressen und Dominanz des Öfteren in Streit. Er bewirkte wesentliche Veränderungen und beeinflusste die Religionsentwicklung stark nach eigenen Vorstellungen. Die Anerkennung der Kirche durch Kaiser Konstantin, sowie die nachfolgende Ernennung zur römischen Staatsreligion und der damit rechtlich gestatteten Verfolgung anderer Religionen, waren die Basis der katholischen Kirche für ihre künftige Machtposition.

Intern wurde mit Dogmen und verbindlichen Glaubenssätzen ihre ideologische Infragestellung und Hinterfragung durch die Gläubigen außer Kraft gesetzt.

Die Krönung davon stellt das am 18. Juli 1870 verkündete Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit dar. Mit 940 Glaubenssätzen, siehe das Buch „Der Glaube der Kirche in den Urkunden und Lehrverkündigungen“, wird den Gläubigen diktatorisch die geistige Einstellung vorgegeben. Zur Kostprobe zwei ausgewählte Glaubenssätze:

„Wer sagt, die Menschenvernunft sei so unabhängig, dass ihr der Glaube nicht von Gott befohlen werden könne, der sei ausgeschlossen (früher = ist verdammt).“

„Wer nicht die ganze kirchliche Überlieferung annimmt, die geschriebene wie die ungeschriebene, der sei ausgeschlossen (früher = ist verdammt).“

Die Auswahl besonderer Glaubenssätze und ein Überblick über die Dogmen geben Gläubigen Einblick in ein Gebiet der Kirche von dem sie vermutlich weder im Religionsunterricht noch in der Kirche etwas gehört haben und worüber die Kirche nicht gerne spricht.

Sollte der/die Leser/in der 940 Glaubenssätze der Meinung sein, dies sei die Lehre von Jesus Christus, dann stempeln Sie Ihn zum menschenverachtenden Diktator!

Die angemaßte Kompetenz der Sündenvergabe (Buße/Beichte) war und ist für die Kirche ein wahres Machtinstrument. Nur durch die Sündenvergebung kommt man in den Himmel und sichert somit auch gleichzeitig die unentbehrlich gewordene Existenz des Priesterstandes.

Seitens der Kirche eine ungeheuerliche Anmaßung und gleichzeitig ein Betrug an den Gläubigen. Doch nicht nur die katholische Kirche huldigt der Verdammungslehre, auch die evangelische Kirche pilgert auf ähnlichen Wegen. Die Bekennerschrift der Augsburger Konfession aus dem Jahre 1530 liefert dafür beachtenswerte Hinweise.  

Analytische Denkweise und Hausverstand sind in kirchlichen Kreisen unerwünscht, Glaube ohne Hinterfragung sind genau das was die Kirche fordert, um nach ihren Glaubenssätzen nicht ausgeschlossen bzw. verdammt zu werden.

Die Bibel und ihre Entstehung sind mit einem Wasserlauf vergleichbar. Je länger das Quellwasser durch von Menschen bewohntes Gebiet fließt, umso stärker wird die Wasserqualität beeinträchtigt. Bei der Einmündung ins Meer ist das verschmutzte und belastete Wasser mit dem Quellwasser nicht mehr vergleichbar. Beim Inhalt der Bibel ist es ähnlich. Der Ursprung sind Erzählungen und Überlieferungen. Keine Originale, sondern Abschriften von divergierenden Abschriften bilden die Basis, beeinflusst von deren Verfassern und Übersetzern sowie den Interessen der Kirche. Hieronimus, der Verfasser der in Latein geschriebenen Bibel „Vulgata“, äußerte gegenüber dem Papst Damasus I schwere Bedenken,  sich aus den vielen Varianten der Abschriften auch für die jeweils richtige entschieden zu haben. Es darf auch nicht verschwiegen werden, dass nur vier Evangelien von den Vertretern der Kirche als in ihrem Sinne brauchbar ausgewählt und verbreitet wurden. Im 20. Jahrhundert entdeckte man alte Schriften, die die Bibelentstehung in einem anderem Blickwinkel erscheinen lassen.

Tief geprägt wurde mein Verhältnis zur Amtskirche durch den Selbstmord  eines Jugendfreundes, von Beruf Priester, ausgelöst durch die wiederholte Vorladung vor das Kirchengericht. Alle Priester sind dem Kirchenrecht und Kirchengericht unterstellt ohne Möglichkeit durch einen Anwalt oder ein weltliches Gericht unterstützt zu werden.

Wie erholsam ist dagegen die Lebensphilosophie des Dalai Lama, in der nicht die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft, sondern Liebe, Mitgefühl und Toleranz wesentliche Kernpunkte des Lebens sind. Nach den Ansichten fernöstlicher Religionen lassen sich so manche Probleme des Lebens klären, für die man aus kirchlicher Sichtweise keine Antwort bekommt.

In den letzten Jahrzehnten wurden interessante Berichte über Nahtod-Erlebnisse bekannt. Dabei handelt es sich um Personen,  die einen Herzstillstand erlebten und wieder ins Leben zurückgeholt wurden. Beachtenswert sind die in dieser Todesphase erlebten Erfahrungen. Personen mit diesen Erlebnissen verlieren die Angst vor dem Tod und führen ein bewusst positives Leben.

Wesentlich länger gibt es Kenntnisse über bereits Verstorbene, von denen medial Informationen mitgeteilt wurden, über die ausschließlich die verstorbene Person verfügen konnte. Beide Arten dieser Erkenntnisse kann man auch als Beweis für eine geistige Existenz nach dem Tod betrachten, die jedoch mit der kirchlichen Auffassung vom Jüngsten Tag nicht im Einklang steht.

Medial empfangene Informationen aus der anderen Welt gibt es auch von den beiden Heiligen Teresa von Avila und Hildegard von Bingen, die ihre jenseitigen Erkenntnisse mit folgenden Worten übermittelten: „Hildegard und mir wäre nichts lieber, als die Macht der Kirche, schon um der durch die Jahrhunderte verursachten Leiden willen, gebrochen zu sehen“.

Der Sinn des Lebens lässt sich nach Lehre christlicher Religionen sehr schwer beantworten.

Fernöstliche Religionen, die von Karma und Wiedergeburt ausgehen, erlauben einen wesentlich größeren Erklärungsspielraum. Das positive Durchstehen  schwieriger Situationen und schlechter Lebensbedingungen ist Voraussetzung, um negatives Karma abzubauen, um dem Nirvana (Himmel) näher zu kommen.

Positive Freiheit erlangt der Mensch, wenn er auf seine innere Stimme hört und mit Liebe und Mitgefühl handelt. Bitten Sie Ihren Schutzengel, er möge Ihnen auf der Suche nach klarer Erkenntnis beistehen und besinnen Sie sich auf die Grundwerte des Urchristentums nach dem Lehrsatz „liebe Deinen nächsten  wie Dich selbst“. Wer diesen Satz ernst nimmt, sich bemüht, ihn umzusetzen, und seine Handlungen seinem Gewissen unterwirft, wird auch ohne Religion seinen positiven Lebensweg finden


Der Autor in Kürze

Absolvent der Arbeitermittelschule, 2 nebenberufliche Uni-Abschlüsse (Agrarwirtschaft, Biometrie, Politikwissenschaft).

Beruf: EDV-Organisator und Analytiker.
Seit 2004 in Pension, seitdem ehrenamtlich in einem Pflegeheim und Hospiz tätig.

******************************

Kurzbeschreibung des Autors seines Buches: Überzeugung statt Religion (Erhalten als E-Mail am 10.2.2011)

Schon in der Volksschule begann ich mir Gedanken zu machen über die für mich nicht immer nachvollziehbaren Ansichten des Religionslehrers, dem Pfarrer unserer Gemeinde. Ein gravierendes Erlebnis war der Selbstmord meines Freundes, der als Priester nach wiederholter Anklage durch das Kirchengericht zu dieser Verzweiflungstat getrieben wurde. Ab dieser Zeit verschlang ich ein Buch nach dem anderen, das mit der historischen Entwicklung der katholischen Kirche und deren oft menschenverachtenden Handlungen zu tun hatte. In diesem Zusammenhang entwickelte sich in mir der Drang nach einem glaubwürdigen Denkmodell christlicher Lebensweise.

Hinterfragung und Infragestellung lösten einen langen Weg des Suchens aus.

Befreiung und persönliche Zufriedenheit waren das Ergebnis. Es ist mir heute eine große Erleichterung, die Lehransichten der katholischen Kirche durch eine positive christliche Einstellung, die sich jener des „Urchristentums“ nähert, ersetzt zu haben.


Hervorragende Religionskritik:

1. Auflage 1993
Angelika Lenz Verlag
Fasanenweg 8
31535 Neustadt
Telefon 050 32 6 23 82
Fax 050 32 6 62 63
Alle Rechte vorbehalten
ISBN 3-9802799-5-2

Aus dem Englischen übersetzt von Arnher E. Lenz

Inhaltsverzeichnis  
Vorwort   4

Der Autor über sich selbst: Wer ist David Parris?

  4
  1. Propaganda Fidae   7
  2. Eine Frage des Beweises 14

  3. Der Eingriff göttlicher Vorsehung

      und die Kraft des Gebetes

20
  4. De natura theologiae 23
  5. Religion und Kunst 27
  6. Die Salman Rushdie Affaire 31
  7. Die Konstanten religiöser Verkündung 35
  8. Militanter Atheismus 41
  9. Erhebung für den Geist 44
10. Ein angemessenes Denkmal 46

David Leslie Parris, 1946 in London geboren, lehrt seit 1972 Französisch am "Trinity College in Dublin". Er ist Gründungsmitglied und Präsident der "Association of Canadian Studies" in Irland, Mitglied der "British Association of Canadian Studies". Mitglied der "Association Internationale d'Études Québécoises", Mitglied der "Société des Amis de C. F. Ramuz" (Charles-Ferdinand Ramuz, lebte von 1878 bis 1947, war ein Schweizer Schriftsteller, Lyriker, Essayist und Nationaldichter), Mitglied  der "Société d'Étude de la Littérature Française du XXe siècle (SELF)" und Mitglied der "Assocation d'Études Françaises et Francophones d'Irlande" (übertragen aus http://people.tcd.ie/dparris im November 2011).

Ein paar Leseproben aus dem Kapitel:

1. Propaganda Fidae: »...Eine religiöse Verkündigung legt das fest, was für die Anhänger dieser Religion wahr ist. Für einige Sekten ist "ihrem Glauben anhängen", mit "im Besitz der Wahrheit sein" identisch. Aber religiöse Wahrheiten sind von sonderbarer Art. Sie sind a priori Wahrheiten, aus dem Glauben geboren. Man glaubt sie nicht, weil sie wahr sind, sondern sie sind wahr, weil man sie glaubt. Versuche, sie durch philosophische Betrachtung und wissenschaftliche Untersuchung zu bestätigen, haben sich meistens als nachteilig für die Religion erwiesen: Die Geschichte der Versuche, das "Christentum" seit dem frühen Mittelalter zu beweisen, gehen von der Scholastik und dem Skeptizismus bis Voltaire, Renan und Marx. "Beweise", von aufrichtigen Gläubigen vorgebracht (z.B. Descartes' ontologischer Beweis), sind eine größere Herausforderung an die Intelligenz als unbewiesene dogmatische Aussagen...

...Die Berufung der Religionsgemeinschaft auf die Paragraphen gegen Gotteslästerung ist ein Versuch zu demonstrieren, daß die Überlegenheit religiöser Verkündigungen religiösen Menschen das Recht gibt, Grenzen zu ziehen, innerhalb derer andere ihre Freiheit ausüben dürfen.
Muslime haben richtig bemerkt, daß die Beschränkung der Gotteslästerungsgesetze auf die Christenheit in westlichen Ländern Ungleichheit erzeugt. Der Punkt ist, daß die privilegierte Behandlung jeglicher religiöser Verkündigung Ungleichheit erzeugt, und ein Gesetz über Gotteslästerung verträgt sich nicht mit Pluralismus.
Zum Beispiel ist die Doktrin der Dreieinigkeit für einen Juden oder Moslem gotteslästerlich...

... Die Vorstellung, daß es einen Gott gibt, ist für einen Buddhisten verwirrend, während das ganze buddhistische Gedankengut dem Wesen nach für einen Christen, Juden oder Moslem gotteslästerlich ist. Auf der anderen Seite wird ein Hindu die Idee, daß es nur einen Gott geben könnte, unbegreiflich finden.
Die meisten Religionen haben in ihrer Blütezeit Kriege geführt, um Andersdenkende dazu zu bewegen, die "Wahrheit" ihrer Verkündigung verstehen zu lernen. Nun könnte man behaupten, daß ihr Kampf sich gegen Ketzerei gerichtet hat. Doch auf eine sonderbare Weise ist Ketzerei ein unverzichtbares Attribut aller Religionen gewesen. Religion, was auch immer ihr Anspruch auf Universalität ist, schließt Andersdenkende aus. Der Nichtgläubige sorgt für eine unschätzbare Gelegenheit, die religiöse Verkündigung neu zu bestätigen...
«

>Hier< zu einer weiteren Leseprobe


Der

Angelika Lenz Verlag
Fasanenweg 8 31535 Neustadt Telefon 0 50 32/6 23 82
Fax 0 50 32/6 62 63

 

bietet ferner an (u.a.):

 

Kristall - Zeitschrift für Geistesfreiheit und Humanismus
erscheint vierteljährlich ä 3,50 DM, Jahresabo 14 DM plus Versandkosten
 

Paul Kurtz
Leben ohne Religion - Eupraxophie*

162 S., kart., 22,- DM

* Paul Kurtz ist Amerikas führender Aufklärer in Sachen humanistische Philosophie. In "Leben ohne Religion" hat er mit Eupraxophie ein neues Wort eingeführt, um den Humanismus zu beschreiben. Es ist eine Wortschöpfung, die sich aus den griechischen Wurzeln eu- (gut), praxis (Handlung, Führung) und sophie (philosophische und wissenschaftliche Weisheit) zusammensetzt. Eupraxophie bedeutet wörtlich "gute Führung und Weisheit im Leben." Eupraxophie stützt sich auf die Fachgebiete der Wissenschaft, Philosophie und Ethik. Trotzdem ist sie mehr, als die Einzelbestandteile vermuten lassen. Eupraxophie drückt im Gegensatz zur Philosophie mehr als eine intellektuelle Haltung zur Natur des Universums aus, und auf den Menschen bezogen, wie er sein Leben in Verantwortung und mit Hingabe leben kann. So wird eine kosmische Weltsicht mit einem Lebensentwurf, oder anders gesagt, einem Konzept fürs Leben verbunden. Paul Kurtz weist nach, daß der Eupraxoph ein sinnvolles Leben führen und mithelfen kann, eine gerechte Gesellschaft zu schaffen. In den auf die Praxis ausgerichteten Teilen dieses Buches gibt der Autor handfeste Empfehlungen für die Entwicklung des Humanismus der Zukunft. Er beschreibt genau, wie humanistische Zentren aussehen könnten, wie sie arbeiten würden, welche Möglichkeiten man hätte, sich in ihnen weiterzubilden, zu entspannen, den Kontakt zu Gleichgesinnten zu pflegen und vieles andere mehr. Paul Kurtz war Professor für Philosophie an der Staatsuniversität von New York in Buffalo, er ist der Herausgeber des Magazins Free Inquiry, Gründungsvorsitzender des Komitees für wissenschaftliche Untersuchung von Behauptungen bezüglich paranormaler Phänomene und war Co-Präsident der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU). Zum Inhalt des Buches: I. Was ist Eupraxophie? Ist Humanismus eine Religion? - Erklärung des Begriffs Eupraxophie II. Was ist Humanismus? Eine Untersuchungsmethode - Eine kosmische Weltsicht - Ein Lebensentwurf - Soziales Gemeinwesen III. Die Definition von Religion, Theismus und das Heilige - Definitionsvorschlag - Konfuzianismus - Hinduismus - Buddhismus - Funktionale Definitionen von Religion - Deweys Unterscheidung zwischen Religion und dem Religiösen - Tillichs Religion als letztes Anliegen - Neubewertung des Funktionalismus, Überzeugung und Verpflichtung. Die Rolle der Wissenschaft - Die Rolle der Philosophie - Die Rolle der Eupraxophie - Religion und Ideologie - Anziehungskraft - Begeisterung und Sehnsucht - Eine Begeisternde Botschaft. Schaffung des Humanismus in der Zukunft. Der Bedarf an neuen Institutionen - Kritische Intelligenz - Eine Religionskritik - Ethische Erziehung - Eupraxophie-Zentren - Das Bedürfnis nach Weisheit - Eupraxie - Die Eupraxophen - Jenseits ethnischer Zugehörigkeit. (Aus einer Amazon-Rezension)


Dr. med. Wilhelm Wiepking

2000 Jahre sind genug

ALV-Bd. 1, 40 S., 4,80 DM


Finngeir Hiorth
Naturalismus
ALV-Bd. 2, 42 S., 4,80 DM


Willi Henkel
Seelen- und Geisterglaube

ALV-Bd. 3, 36 S., 4,80 DM


Gerhard v. Frankenberg
Das Wesen des Lebens
Reprint, ALV-Bd. 4, 72 S., 10,80 DM


Der Verlag weist auf seine Bücherliste zu den Bereichen Religionskritik, Geschichte, Humanistische Literatur, Philosophie, Psychologie und Lebenshilfe hin und bietet an, jedes lieferbare Buch zu bestellen (damit "Büchereinkäufe einfach ganz bequem von zu Hause aus" erledigt werden können).