Der Koran

eine der am weitesten verbreiteten Heiligen Schriften

schreibt der "Stern" Nr. 48 vom 25.11.2010 (>hier<)

>Hier< zu einigen Bildern,

>hier< zu den "Gutmenschen" und der "Bereicherung" durch den Islam,

>hier< zu einem Artikel »Der Islam und das Unbehagen«.

>Hier< die Vorstellung einer Koran-Übersetzung,

>hier< zu einem Freitagsgebet zur Gedankenfreiheit.

>Hier< zum verlogenen Buch: "Die schönsten Texte des Korans"

und auf getrennten Seiten:

>Hier< Vorstellung einer Koranübersetzung aus dem Goldmann-Verlag

>hier< die Verbindung zum israelischen Glauben (Thora und Talmud).

Die Bibel - >hier< - darf natürlich auch nicht fehlen.

Der Koran bietet mindestens 200 Verse der Verdammnis von Nicht-Moslems >hier<

Doch >hier< eine Untersuchung auf »Weltlichkeit« (Unstimmigkeit, Verlogenheit usw.)

insbesondere des Alten Testamentes (und damit der Thora und des Talmuds,

sowie des Koran, die gleiche Gedanken wie das Alte Testament haben):

 Es ist »Die Unheilige Schrift« von Erhard Zauner, wonach "das Gesicht

von Jahwe,  einem pervertierten abartigen kranken Wesen entspricht.

Doch der Autor zitiert nur die Bibel". 

Nicht viel anders ist die »religiöse« Weltanschauung des Buddhismus - >hier<.


 

Diese "Heilige Schrift" des Islam [arabisch »Ergebung«], der Koran [arabisch »Lesung«] ist an Intoleranz nicht zu überbieten. Hass und Hetze sind fast auf jeder Seite dieser "Heiligen Schrift" zu finden, z.B.:

 

Es fängt schon in der wenige Zeilen langen ersten Sure (erster Vers) an: "... über die du zürnst oder die in die Irre gehen."

In der weiten Sure geht es dann schon richtig los mit Vers [7] "Den Ungläubigen* aber (für sie) ist es gleich, ob du sie mahnend warnst oder nicht: Sie bleiben ungläubig. [8] Allah hat ihnen Herz und Ohr verschlossen, ihre Augen verhüllt - harte Strafe wartet ihrer".

* Das sind alle Nicht-Muslime, d.h. Nicht-Islamischen-Gaubens

weiter: "... bittere Strafe wird sie wegen ihres verlogenen Leugnens treffen..."

weiter: "Aber die Frevler lässt er im Irrtum bleiben."

weiter: "Nur Iblis, der hochmütige Teufel, weigerte sich. Er war einer der Ungläubigen." - Also Allah ist offensichtlich nicht allmächtig; denn er hat doch wohl, wenn alles erschaffen, auch den Teufel selbst.

Es geht weiter und weiter:

In Sure 14: "Die Übeltäter wollen wir ausrotten und euch das Land zur Wohnung geben; denn so wird der belohnt, welcher mein Gericht und meine Drohung fürchtet... Vor ihnen liegt die Hölle, dort sollen sie siedendes, ekles Wasser trinken, daran sie nippen, weil der Ekel es nicht durch ihre Kehle lässt; der Tod kommt zu ihnen von allen Seiten, und doch können sie nicht sterben."

Zu allem wird immer wieder betont: (beispielsweise Sure 14 [28]: ""Die Frevler aber wird er in die Irre führen; denn Allah tut, was er will." Später [50] und [51]: "Dann wirst du sehen, wie die Frevler an jenem Tag in Ketten geschlagen werden und ihre Kleider werden von Pech sein, und ihre Angesichter werden Feuersflammen bedecken."

Ähnliches wird auf fast 500 Seiten immer wieder und wieder wiederholt!

Immerhin schließt die letzte Sure Nr. EINHUNDERTUNDZEHN - Die Hilfe (Al Nasr): "Im Namen Allahs, des Allbarmherzigen. Wenn die Hilfe Allahs und der Sieg kommt und du die Menschen scharenweise in die Religion Allahs eintreten siehst, dann preise das Lob deines Herrn und bitte ihn um Vergebung. Er vergibt gnädig und gern."

 

Wer einmal zum Islam gekommen ist entweder durch Geburt oder durch freiwilligen Beitritt - auch das gibt es, der kann diese Religionsgemeinschaft nie mehr verlassen; denn der "Abfall vom Glauben" (griechisch Apostasie) wird mit der Todesstrafe bedroht nach den so genannten "nachahmenswerten Handlungen, Billigungen von Handlungen Dritter, Empfehlungen und vor allen Dingen Verboten und religiös-moralischen Warnungen", den Hadithen [Hadith, arabisch: »Mitteilung«, »Erzählung«], die zwar im Koran als solche nicht enthalten sind, aber in der Sunna [arabisch »Brauch«, »Sitte«, »überlieferte Norm«], der Gesamtheit der von Mohammed überlieferten, gesammelten Aussprüche, Entscheidungen und Verhaltensweisen. Die Sunna bildet zusammen mit dem Koran die Grundlage des islamischen Rechts (der Scharia).

 

Man stelle sich vor, dass Menschen, die von den dauernden, täglichen Wiederholungen indoktriniert worden sind, also der Beeinflussung im Sinn der islamisch-religiösen und weltanschaulichen Doktrin (Lehre; zum Glaubenssatz verhärtete Meinung), jeden verachten, ja als vernichtenswert ansehen, der als ungläubig zu betrachten ist und alle nicht ihrer Religion Zugehörigen als Feinde anschauen. Umgekehrt erkenne ich inzwischen in jedem mit islamischer "Demonstration" in Form einer langen "Unterhose", einer Mütze, einer Verschleierung eine Provokation, eine Brüskierung und erkenne in diesen Muslimen die AnpassungsUNwilligkeit, die Verachtung der Menschenrechte, der Grundgesetze und sonstiger Konventionen, die für Toleranz, d.h. gegenseitiges Achten in unserem Kulturraum stehen. Man stelle sich vor, dass da jemand mit Nazi-Armbinde in Israel rumlaufen würde!

Es gibt das Gutmenschentum der Die-Welt-beglücken-Wollenden mit einer (mit einer grundsätzlich begrüßenswerten) Muti-Kulti-Ideologie. Im Prinzip ist ja dagegen nichts einzuwenden, jedoch nur dann, wenn auch die zu "beglückenden" Toleranz und Entgegenkommen praktizieren und nicht nur durch Lippenbekenntnisse etwas vortäuschen. Wenn allerdings durch eingewanderte Andersgläubige mit starrem Islam und das orthodoxe Judentum als eine Bereicherung  gesehen wird, dann muss diesen Gutmenschen Einhalt geboten werden. Zum Beispiel:

- haben Juden und Moslems ihren praktizierten, so genannten religiös begründeten Brauch des betäubungslosen Schächtens gegen das deutsche Tierschutzgesetz durchgesetzt und Ausnahmegenehmigungen erwirkt (>hier< mehr), obwohl in deren sogenannten Heiligen Schriften noch nichts von Betäubung bekannt und daher angeschnitten sein konnte. 

- Es ist doch wohl unzulässig, dass Lehrer und Schüler in Schulen mit einem hohen Anteil an islamischen Machotypen zittern vor Beschimpfungen, Verunglimpfungen und sogar körperlichen Angriffen. Wer sich dagegen wehrt, wird jedoch nicht selten sogar von den Gutmenschenideologen als ausländerfeindlich bezeichnet.

Von einer Integrationsbereitschaft und der Anerkennung unserer Verfassung und Rechtsordnung ist oft, zumindest von Seiten der Religionsgemeinschaftsverbänden sehr wenig zu vernehmen. Nicht einmal ein Tierschutzgesetz, das für jeden Schlachtvorgang eine vorherige Betäubung vorschreibt, wird von den islamischen und jüdischen Glaubensvertretern berücksichtigt. Dabei können sie sich nicht auf irgendeine Gebot in ihren so genannten Heiligen Schriften berufen, wie vorher schon erwähnt; denn während deren Entstehung bzw. Niederschrift gab es noch keines der modernen Mittel. Daraus erkennt man den erschreckenden Starrsinn und die große Gefahr, die von Religionsvertretern ausgeht, die völlig unwillig sind, auch nur den allergeringsten Kompromiss einzugehen. Solltne diese religiösen Kreise wieder zu mehr Macht kommen, wonach sie hartnäckig streben, dann gibt es, wie gehabt, Mord und Totschlag und "Marter jeder Arten" (aus der Oper: "Entführung aus dem Serail" von Mozart zitiert), >hierzu< mehr auf der Seite "das Judentum und Israel".
 

Ein "Gutmensch" beim "Deutschlandfunk (DRADIO?)" oder dem Westdeutschen Rundfunk hat einmal als "Positivum" (Ermutigung) herausgefunden, dass in Sure 5 des Koran (übertragen von Ludwig Ullmann, 1959, Verlag Goldmann) in Vers 33 steht: " Daher haben wir den Kindern Israels vorgeschrieben: daß, wer einen umbringt, nicht um zu vergelten oder weil dieser Verderben auf der Erde anrichtete (aus Vergeltung oder im Krieg), es so sei, als habe er alle Menschen umgebracht. Wer andererseits eines einzigen Menschen Leben rettet, nur einen am Leben erhält, sei angesehen, als habe er das Leben aller Menschen erhalten. Unsere Gesandten sind schon früher zu ihnen (den Juden) mit deutlichen Beweisen gekommen; nachher waren doch noch viele von ihnen lasterhaft auf Erden." Diese wichtige Einschränkung, "nicht um zu vergelten oder weil dieser Verderben auf der Erde anrichtete (aus Vergeltung oder im Krieg)", hat der Gutmensch weggelassen und damit die in Europa offiziell anerkannte Menschenrechtskonvention missachtet. Also ist nach wie vor das Umbringen Nicht-Gläubiger erlaubt!?. Und: "Wer einen Menschen tötet, tötet die ganze Welt - wer einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt," ist eine vorislamische jüdische Weisheit, und dieses Zitat ist im berühmten Film "Schindlers Liste*" als Spruch auf hebräisch auf einen Ring graviert, der am Ende des Spielfilms, dem Fabrikanten Schindler von den Juden übergeben wird.
* gedreht von Steven Spielberg aus dem Jahr 1993 nach dem gleichnamigen Roman ("Schindler's Ark") von Thomas Keneally.

"Gutmenschen sind die ignoranten Glucken, welche weitere Dummheit, Unausstehliches, Unbelehrbares und das Unerträgliche bebrüten", ist unter den Aphorismen >hier< zu finden.

 


Es sei auf das Buch von

Udo Ulfkotte*: SOS Abendland aus dem Kopp-Verlag hingewiesen. Artikel: 916600 (mit DVD, ca. 110 Min, Preis: 19.95 EUR)

* deutscher Journalist und Publizist, der vor allem zu den Themengebieten Nachrichtendienste und Islam veröffentlicht. Er war Schüler des Schweizer Kriminologen Rüdiger Herren und des Beraters der Kohl-Regierung, Dieter Oberndörfer. Ulfkotte promovierte 1986 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg über den Nahen Osten und arbeitete anschließend bis Ende 2003 in der außenpolitischen Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Zwischen 1986 und 1998 lebte Ulfkotte überwiegend in islamischen Staaten . Er berichtete in einem Interview, dass ihn diese Zeit entscheidend geprägt habe:

„Ich habe Hinrichtungen in Saudi-Arabien erlebt und im Jemen gesehen, wie abgehackte Hände an das Stadttor geheftet wurden. Ich habe Steinigungen gesehen von Frauen, die Einteilung von Menschen in verschiedene Klassen und das menschenverachtende Weltbild der Muslime erlebt.“

Mehr über den Autor bei http://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Ulfkotte

Aus obigem Buch:

"Das Thema Islam spaltet die westlichen Gesellschaften. Während die einen den Islam nur als ganz normale  Religion und kulturelle Bereicherung ansehen, warnen andere vor der dahinterstehenden politischen Ideologie und dem mit ihrem Vormarsch einhergehenden Verfall westlicher Werte. Viele, die über das Thema diskutieren, kennen allerdings die Fakten nicht.

Wussten Sie, dass:

In dieser Vortragsdokumentation erfahren Sie viele weitere Fakten. Es sind  Fakten, die auf den ersten Blick unglaublich klingen, aber durch renommierte Originalquellen für Sie dokumentiert wurden – für jeden nachprüfbar. Wenn Sie die von den meisten Medien geschönte Wahrheit über die angebliche »kulturelle Bereicherung« aus einer anderen Perspektive betrachten und den Verfall unserer abendländischen Werte aufhalten wollen, dann sollten Sie diese politisch unkorrekte DVD gesehen haben."

Walter Rath


In der Wochenzeitschrift Stern war zu lesen:

Der Mann hatte ein schweres Verbrechen begangen. Eben noch war Ghaus Zalmai als Sprecher des afghanischen Generalstaatsanwalts hoch angesehen gewesen. Aber nun forderten Demonstranten im ganzen Land seinen Tod. Sein Vergehen: Er hatte eine Übersetzung des Korans in Dari herausgegeben, der afghanischen Mundart des Persischen - ohne allerdings die arabische Originalversion mitzuveröffentlichen. Eine unglaubliche Sünde, eiferte der damalige Religionsminister Sharani, mehr noch: „Eine internationale zionistische Verschwörung gegen den Islam! Wir verlangen Bestrafung!" Ein Mitglied der Akademie der Wissenschaften sekundierte: „Ohne den arabischen Text kann keine Übersetzung Koran genannt werden! Außerdem hat Zalmai geschrieben, manche Verse seien unklar. Das ist Ketzerei! Wer auch nur einen Vers anzweifelt, wird zum Ungläubigen." Eine der größten Sünden. Im Februar 2009 wurde Ghaus Zalmai zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Staatsanwalt hatte die Todesstrafe gefordert.
Es ist ein Zittern in der Welt um dieses Buch. Ein Tremolo der Furcht bei den einen, ein Beben des eifernden Zorns bei anderen. Aber auch eine verzückte Ekstase der Zuhörer, die dem psalmodierenden Gesang seiner Rezitation lauschen. Manche glauben an die magischen Kräfte seiner Sätze, aufgeschrieben und klein gerollt als Amulett in einem Beutelchen um den Hals getragen. Kranke sollen sie heilen können, Antworten auf jede Frage enthalten und alles Wissen um die Welt. Mehr sei nicht nötig als diese eine Schrift.
Man könnte sagen, der Koran ist das mächtigste Buch der Welt. Heilig bis zur letzten Silbe für eineinhalb Milliarden Muslime, die sich bis zu fünfmal am Tag im Gebet gen Mekka niederwerfen und die ersten Verse zitieren: „Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Gnädigen, Lob sei Gott, dem Herrn der Welten."
Aber woher rührt diese Raserei gegen jede Beleidigung, ja häufig selbst gegen jeden Versuch, den Koran zu verstehen jenseits seiner Wortwörtlichkeit? Warum sprengen sich Jünger von al-Qaida in London, Madrid, New York in die Luft unter Berufung auf die Botschaft der Schrift? Wieso gerät die Welt in Aufruhr, wenn ein Pastor in Florida androht, Korane zu verbrennen? Was ist das für ein Buch, für das so bereitwillig getötet und gestorben wird?
Erst einmal: Der Koran ist kein Buch, wie man sich ein Buch vorstellt. Er erzählt keine Geschichte von Anfang bis Ende. Seine 114 Suren, Kapitel, sind eine Sammlung von Predigten, die Mohammed über 22 Jahre von Gott empfangen haben will. Er hat sie vorgetragen, sie wurden wiederholt, weitererzählt, auswendig gelernt. Womöglich auf Palmblättern und Schulterknochen notiert. Aber erst zwei Jahrzehnte nach Mohammeds Tod, als auch viele der „Sahaba", der Prophetengefährten, ihre memorierten Verse mit ins Grab genommen hatten, trugen anonyme Schreiber im Auftrag des dritten Kalifen Uthman alle Suren systematisch zusammen, ohne Chronologie oder inhaltliche Verbindung, allein nach abnehmender Länge. Bis auf die Fatiha, die kurze Eröffnungssure. So kam das Buch zustande.

Jede seiner Predigten beginnt neu, selbst innerhalb der Suren springt der Faden von einem Thema zum nächsten, Andeutungen stehen neben Wiederholungen. Aber dieses Buch will gar nicht erzählen: Es will warnen, es droht, schmeichelt und dreht sich in donnernder Variantenfülle immer wieder um dasselbe: „Gläubige! Gedenket der Gnade, die Gott euch erwiesen hat! Und fürchtet Gott! ... Haben die Menschen denn nicht gesehen, wie viele Generationen wir vor ihnen haben zugrunde gehen lassen?... Am Tage der Auferstehung werden diejenigen, die ungläubig waren, in Scharen der Hölle zugeführt! ... Diejenigen aber, die sich vor ihrem Herrn gefürchtet haben, werden in Scharen dem Paradies zugeführt! ... Wir haben gewarnt! ... Die Ungläubigen werden Brennstoff des Höllenfeuers sein! ... Dein Herr ist schnell im Bestrafen. Aber er ist auch barmherzig und bereit zu vergeben... Außer ihm habt ihr weder Freund noch Helfer."
Die Stimme, die da spricht, hat keine Zeit zu verlieren. Im Stakkato arabischer Reimprosa warnt sie, fordert, beschwört das Schicksal der Völker, die Gott und seine Propheten nicht ernst nahmen. Das Volk der Ad: ausgerottet, nachdem es seinen Propheten Hud verlacht hatte. Die Ägypter und der Pharao: von einer Flutwelle begraben, nachdem sie Moses nicht geachtet hatten. Die Stadt des Lot: im Steinhagel vernichtet.
In diesen Rhapsodien von Verdammnis und Verheißung werden die Hemden aus kochendem Teer in der Hölle ausgemalt und das Schmoren im Feuer, bis die Haut gar sei und immer wieder ausgetauscht werde, damit der Schmerz nie nachlasse. Nicht ganz so oft, aber auch ausführlich geht es um die Honigwonnen des Paradieses.
Goethe mag einst die „grenzenlosen Tautologien und Wiederholungen" des Korans moniert haben. Aber er musste auch nicht als Prophet bestehen, anders als Mohammed.
Denn wer ist Mohammed, der spätere Herrscher und Heerführer, als er in einer Nacht im Monat Ramadan des Jahres 610 seine erste Offenbarung empfängt? Als sie „zu ihm kam wie die Morgendämmerung" und Erzengel Gabriel den Verängstigten bedrängte wiederzugeben, was er ihm vorgab? Nur ein zum Ehemann einer Handelsherrin aufgestiegener Kaufmann aus Mekka, der Überlieferung nach 40 Jahre alt. Angeblich ist er Mitglied einer losen Vereinigung „der Reinen", die „den Schmutz meiden" und das lärmende Treiben am örtlichen Heiligtum verabscheuen. Ein Suchender.
Die Welt jener Tage wimmelt von Göttern, Geistern, Dämonen. Durch Mohammeds arabische Heimat stromern Kahins, Orakelpropheten, die in Trance reden, und selbst Dichtern werden magische Kräfte zugeschrieben. Von heute aus betrachtet, erscheint es normal, wenn Mohammed drei Jahre nach der ersten Offenbarung vor einer Handvoll Getreuer predigt, dass alle alten Götter Irrtümer seien. Dass seine Anhänger halbe Kontinente unterwerfen werden und ihm dereinst die Welt zuhören wird. Aber aus damaliger Perspektive ist es ein schmaler Grat zwischen Prophetie und Wahn.
Die Wüste mag ein guter Ort sein für Visionen. Aber wer keine hat, wird sie für Luftspiegelungen des Geistes halten. Die erprobten Götter zu verraten, das könnte ähnlich gefährlich werden, wie mit letzter Kraft einer trügerischen Fata Morgana nachzurennen: Niemand vermag zu beweisen, dass die alten Götter existieren, aber genauso wenig kann er das Gegenteil belegen. Und was, wenn sie sich rächen für den Verrat?
Mohammeds erste Offenbarungen handeln vom einen Gott, der Gefolgschaft fordert, vom Himmel und der Hölle. Doch nicht was er sagt, ist anfangs entscheidend. Vielmehr: wie er es sagt. Oft enden ganze Reihen seiner Verse auf demselben Reim, das gibt ihnen Kraft und Tempo. Seine Bilder sind poetisch, „wir haben den unteren Himmel mit dem Schmuck der Sterne versehen". Er macht die Welt größer, Gott mächtiger – und die Menschen kleiner. Er beschwört seine Zuhörer, sich zu entscheiden, schürt Angst vor der Hölle, von deren Existenz er die meisten erst überzeugen muss.
Der Koran entwirft eine Welt wie die, in der Mohammed bald seine Kämpfe führt: Es gibt Verbündete im Text, es gibt Feinde und sogar, in den später gestrichenen „satanischen" Versen, wechselnde Allianzen. Denn der Militärführer wie der Prophet Mohammed stehen anfangs vor demselben Problem: Warum sollte jemand auf ihn hören? Ihm folgen?
Mohammeds Lehre ist neu – aber sie darf nicht zu neu sein, will sie die Zweifler auf ihre Seite ziehen. Die biblischen Propheten und ihre auch in Arabien bekannten Ge schichten einfach zu leugnen hätte Moham med nicht stärker gemacht. Also drehen Gott und sein Gesandter den Spieß um: Abraham, Moses, der Auszug der Israeliten, David, Salomo, Joseph und der Pharao in Ägypten; Noah, die Sintflut und natürlich Maria und Jesus, sie alle finden ihren Weg in den Ko ran. Nur mit leicht veränderten Rollen. Die biblischen Geschichten und Wunder, die Propheten und glorreichen Könige, sie alle seien vom selben Gott geschickt worden, der nun auch Mohammed schicke. Sie seien Zeuge derselben Botschaft, die Mohammed den Menschen bringe: Unterwerft euch! Dann winkt das Paradies. Sonst die Hölle.
Die Geschichte von Jesus allerdings wird an einer entscheidenden Stelle anders erzählt. Er ist der Sohn Marias, gewiss – aber nicht Gottes Sohn! Es sei etwas Schreckliches" zu glauben, Gott habe sich ein Kind „zugelegt", Sure 19. Gott „zeugt nicht, und er ist auch nicht gezeugt", stellt schon Sure 112 klar, eine der ältesten.
Vielleicht würde sich Gottes Gesandter neben dessen Sohn etwas klein ausnehmen. Aber es gibt einen anderen, dringenderen Grund, die Idee zu verdammen, Gott könne einen Sohn aus Nazareth haben: Er hat schon drei Töchter in Mekka. Bereits lange vor Mohammeds Geburt wird dort ein höchster aller Götter angebetet: Ilah heißt er auf alten Inschriften,
Allah nennen die Stämme ihn später. Sie verehren ihn als „Herrn der höchsten Himmel" – und als Vater dreier Göttinnen.
Da ist al-Lat, wohl eine Fruchtbarkeitsgottheit, Manat, die Göttin des Schicksals, und schließlich al-Uzza, die am ehesten der Venus entspricht. Die drei Göttinnen Mekkas sind die härteste Konkurrenz zum unbedingten Glauben an einen einzigen Gott. Ihrer Gläubigen sind viele, und sie sind mächtig. Mohammed wird Mekka verlassen müssen, als er nicht aufhören will, wider die alten Idole zu predigen. Denn damit berührt er einen wunden, sehr profanen Punkt seiner Heimatstadt: Mekka,abseits der Karawanenrouten, lebt von den Pilgern, die alljährlich in den heiligen drei Monaten, wenn Raubzüge verboten sind, zum würfelförmigen Heiligtum der Kaaba kommen. Der Untergang der Götter wäre auch ihr Ruin, fürchten die Mekkaner.
Mohammeds Kampf gegen die drei Göttinnen ist erbittert, fintenreich – und lebensgefährlich für Abtrünnige bis in unsere Tage. Der Prophet wütet gegen die Trias, spottet in Sure 53 über deren Anhänger, die doch stets Söhne bevorzugen – aber ausgerechnet Töchter Gottes anbeten. „(Die drei) sind nichts als leere Namen, die ihr erfunden habt."
Doch dann machen Gott und sein Gesandter eine taktische Wende, um die Mekkaner zu locken: Mohammed nennt die Göttinnen die „höchsterhabenen Kraniche (oder auch Reiher, da streiten die Übersetzer), auf deren Fürsprache gehofft wird". Niemand weiß, ob das Angebot fruchtet. Aber es sollte nicht lange Bestand haben. So viel Kompromiss vertrug sich letztlich doch nicht mit der donnernden Forderung, sich dem einen, einzigen Gott zu unterwerfen.
Nur: Wie kann man offenbarte Worte wieder streichen? Die Koran-Kommentatoren späterer Jahre berichteten von einer dramatischen Botschaft des Engels Gabriel an Mohammed: Die freundlichen Verse seien gar nicht von Gott verkündet worden – sondern vom Satan. Gott ließ sie widerrufen, lange bevor der Koran kodifiziert wurde. Und als der Schriftsteller Salman Rushdie 1988 als Spiel mit der Blasphemie seinen Roman „Die Satanischen Verse" veröffentlichte, rief der iranische Ayatollah Chomaini folgerichtig in einer Fatwa zur Ermordung des Autors auf: „Damit niemand sonst es wagt, die Heiligkeiten zu beleidigen."
In einem Teil des islamischen Gebetsrufes klingt die alte Konkurrenz bis heute nach: „Allahn akbar" wird stets mit „Gott ist groß" übersetzt. Aber das heißt es nicht. Da steht ein simpler Komparativ. „Gott ist größer." Nur als was, als wer? Als die Götterschar, die bislang in Mekka verehrt worden war?
Zwölf Jahre nach seiner ersten Offenbarung hat Mohammed in Mekka eine Handvoll Getreuer gefunden – aber das gesamte Establishment der Stadt gegen sich aufgebracht. Man hat ihn als Dichter belächelt, als Verrückten bezeichnet. So karg sind seine Erfolge, dass selbst die Bekehrung von sieben Dämonen am Rand der Wüste überliefert wird. Schließlich wird die Lage lebensgefährlich, fluchtartig verlässt er im Juli 622 seine Heimatstadt. Doch was aussieht wie das Ende, wird zum Wendepunkt.
Denn Mohammed muss Mekka nicht ohne Ziel verlassen: Emissäre aus der 400 Kilometer entfernten Oasenstadt Medina haben ihn eingeladen, nicht als Propheten, sondern als Hakim, als Vermittler in den lähmenden Blutfehden zwischen den Clans. Als Schlichter ist er brillant, er schafft es, die Fehden beizulegen. Die Führerschaft wächst ihm zu. Aber er will mehr, will die neue Machtbasis für die Eroberung Mekkas nutzen. Dazu hatten ihn die Leute aus Medina eigentlich nicht geholt. Er schmeichelt, droht, verweist auf Gott, formt eine Kampftruppe aus den Anhängern, die ihm aus Mekka gefolgt sind. Er offeriert Medinensern, die konvertieren und sich an seinen Überfällen auf Karawanen beteiligen, großzügige Anteile an der Beute. Ein Virtuose an allen Registern der Macht.
So steil ist der Aufstieg in der fremden Stadt, dass die Hidschra, sein Auszug aus Mekka, später zur Stunde null des Islams werden wird, zum Anbeginn des islamischen Kalenders. Und auch die Suren, die der Gesandte Gottes in Medina empfängt, sehen anders aus als in Mekka: weniger Endzeit, mehr Regeln. Mohammed hat eine Stadt zu regieren. Also geht es ums Erbrecht, um Schuldenregulierung, das Verbot von Wucherzinsen, darum, wann Sex erlaubt ist und welche Tiere man essen darf. Dass man sich vom Wein und Losspiel fernhalten soll. Und dass man einen Gruß mit einem schöneren Gruß erwidern soll. „Gott rechnet über alles ab."
Es ist die Zeit der ausufernden Kämpfe gegen andere Oasen. Gegen die jüdischen Bewohner Medinas, die Mohammed nicht als Propheten anerkennen wollen, weil sie doch schon welche haben, schließlich: gegen Mekka. So geht es auch in den Suren um die Ungläubigen: „Tötet sie, wo immer ihr sie zu fassen bekommt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben!"
Und es geht um den Umgang zwischen den Geschlechtern: Variantenreich wiederholt Mohammed, dass die Frauen dem Manne untertan zu sein haben: „Die Frauen sind euch ein Saatfeld. Geht zu eurem Saatfeld, wo immer ihr wollt!" Nicht dass sie vorher völlig frei gewesen wären. Sie waren Teil ihrer Sippe, und die hatte das letzte Wort, bei ihr blieb die Frau oft noch nach der Heirat. Auch wenn es durchaus unabhängige, wohlhabende Frauen gab, wie die erste Gattin des Propheten, die Handelsherrin Chadidscha – in der Sippe waren Töchter ihrem Vater unterworfen. Was Allahs Gesandter nun anordnet, ist also eine Entmachtung der Clans – zugunsten des Ehemanns. Und das womöglich auch aus praktischen Erwägungen: Mohammeds Anhänger sind Männer, oft allein mit ihm aus Mekka und anderen Orten nach Medina gekommen. Sie sollen die Macht über ihre Frauen nicht auf Dauer mit den daheimgebliebenen Sippen teilen müssen.
Auch Mohammed selbst profitiert von den göttlichen Offenbarungen über das Eheleben. Der Höchste zeigt erstaunliche Anteilnahme, sogar an den Querelen im stetig wachsenden Harem seines Gesandten. Lässt ausrichten: „Prophet, warum verbietest du dir, was Allah dir erlaubte? ( ... ) Allah hat zu euren Gunsten angeordnet, dass ihr eure Eide auflösen könnt", Sure 66, Vers 1. Mohammed hatte sich zuvor per Eid gegenüber mehreren seiner Frauen verpflichtet, nicht mehr mit seiner christlichen Sklavin Maria zu schlafen, dann aber doch nicht von ihr lassen wollen.
Es bleiben ihm noch zehn Jahre. In denen beginnt, was noch kein Prophet vor ihm erlebt hat: dass sich ein neuer Glaube und ein neues Weltreich unter Führung desselben Mannes erheben. Welch eine Machtfülle! Mohammed lässt sich von Gott bestätigen, das „Siegel des Prophetentums" zu sein. Nach ihm werde keiner mehr kommen. Sein Vermächtnis, gepredigt ein Jahr vor seinem Tod: „Hütet euch vor den Dingen, die neu aufgebracht werden, denn alles, was neu aufgebracht wird, ist eine Neuerung. Jede Neuerung aber ist ein Gang in die Irre, und jeder Gang in die Irre führt ins Feuer!"
632 stirbt er, und sein Vermächtnis nimmt einen Weg, der widersprüchlicher kaum sein könnte. Denn die muslimischen Eroberer der kommenden Jahrhunderte nehmen es mit dem Denkverbot zunächst nicht so genau. Die Not des Erfolges treibt sie: Wie sollen sich die riesigen eroberten Gebiete voller Christen, Juden und Heiden nach den Regeln von Mekka verwalten lassen? Gegen die „Kopfsteuer" lässt man den Unterworfenen ihren Glauben, ihre Sprache, ja übernimmt oftmals ihre Administration.

Die frühen Muslime waren dem Abendland in der Wissenschaft weit voraus

Auch in der Wissenschaft und Mystik sind die frühen Muslime pragmatisch und offen: Astronomie, Mathematik, Chemie, Geografie, Medizin, auf allen Feldern darf geforscht, übersetzt, erfunden werden. Derwische dürften ungestraft den Teufel lobpreisen. Observatorien, Bibliotheken, Krankenhäuser entstehen von Códoba bis Bagdad. Arabische Mathematiker bringen die Null ins Abendland und revolutionieren die Geschäftswelt, muslimische Chirurgen operieren, Jahrhunderte vor christlichen Ärzten, nutzen Narkose und Desinfektion. Als Wortspuren künden Algebra, Algorithmus, Chiffre und Ziffer bis heute davon.
Doch dann erstirbt dieses vibrierende Denkwerk, lange bevor der militärische Niedergang der islamischen Reiche unaufhaltsam einsetzt. Nur warum?
Es gibt Anlässe, und die haben mit dem Buch zu tun, vielmehr mit seiner Deutung. In Córdoba und Bagdad, den pulsierenden Zentren der islamischen Welt, verlieren die Freunde der Vernunft gegen die Orthodoxen der Glaubensauslegung, die sich auf Mohammeds Vermächtnis berufen. Die meisten Kalifen im Bagdad des 12. Jahrhunderts bevorzugen eine Geistlichkeit, die ihre Macht als gottgegeben ansieht – anstatt jene zu protegieren, die alles infrage stellen.
Vernunft wird nun zum Risiko. Ein gewisser Ibn Ruschd, der später in Mitteleuropa als Averroes berühmt wird, schreibt um 1179, dass Gott laut Koran doch keine menschlichen Züge trage. Wie könne er dann sprechen, zumal Arabisch? Also sei das Niederschreiben des Korans doch wohl ein Akt der Interpretation. Und damit des Menschen, seiner Vernunft, die gleichberechtigt neben dem Glauben stehe. Ibn Ruschd wird verbannt.
Mohammed hatte zwar gesagt, er sei bloß ein einfacher Mensch, kein Sohn Gottes, nur dessen Gesandter. Aber mit seinem grenzenlosen Machtanspruch hatte er die Saat für das Vollkommenheitsdogma gesetzt, das im 12. Jahrhundert voll zum Tragen kommt. Die Dogmatiker gewinnen die Macht – und setzen nun die rigiden Lebensregeln durch, die sich im Lauf der Jahrhunderte bereits ausgebildet haben, aber von den Herrschern noch nicht so wichtig genommen wurden. Nur ein Teil davon steht im Koran, schon früh ist ein zweites Vorschriftenkonvolut entstanden: die Hadithe, Aussprüche und Taten des Propheten, sie bilden den gewissermaßen nachgeheiligten Teil II der Vorschriften. Vieles, was im Koran knapp oder unklar abgehandelt wird, wächst in den Hadithen zu einem Wust an Regeln: Aus dem koranischen Passus für Frauen, sich doch einen Schal über den weiten Ausschnitt zu legen, ist der Zwang zu Kopftuch und Vermummung geworden. Aus milden Strafen werden drakonische, aber auch das Essen mit der linken Hand ist untersagt – sie sei die Hand des Teufels.
Es ist, als ob vor 800 Jahren die Erinnerung an Mohammeds Abschiedspredigt wieder eingesetzt hätte: Jede Neuerung sei von Übel. Und so unaufhaltsam der Aufstieg der islamischen Welt bis dahin verlaufen ist, so stetig wird nun ihr Niedergang sein. Denken, Neugierde, Erfindungen, wirtschaftliche Kraft, alles entschläft. Der Koran wird zum ersten Mal überhaupt 1537/38 in Venedig, dann 1694 in Hamburg gedruckt, auf Arabisch, von einem orientalistisch gebildeten Pastor. Hundert Jahre bevor der Buchdruck sich in der islamischen Welt etabliert.
Vor allem mit ihrer Vorstellung von der auf ewig festgeschriebenen Macht des Islams im Glauben wie in der Welt festigen die Theologen eine fatale Allianz. „Din wa Daula", „Glaube und Staat" in einem, das ist bis heute der Kampfruf aller, die in Gottes Namen an der Macht sind oder dorthin wollen. Mohammeds Vermächtnis. Den „Bruch mit dem mittelalterlichen Staat, der das Göttliche benutzt, um die Willkür zu legitimieren und zu vertuschen, hat es in der arabischen Welt nie gegeben", klagt Fatima Mernissi, Marokkos prominenteste Soziologin.
In Europa beginnt man sich in quälenden Kämpfen der Reformation und Aufklärung schrittweise von der Macht der Kirche über das Denken zu befreien, fängt an, seine Könige abzusetzen. Und drängt schließlich mit Gewalt nach Süden. Verglichen mit dem, was ab 1798 an Ägyptens Stränden landet, waren die Kreuzzüge ein Geplänkel. Erst fällt Napoleon ein, wird dann nicht von Arabern, sondern von den Briten vertrieben. Schlag auf Schlag spüren die Muslime diese Machtmaschine aus dem Norden, der sie militärisch, technisch, wirtschaftlich hoffnungslos unterlegen sind. „Sie begriffen sehr wohl, dass die Europäer sie überholt hatten", schreibt der tunesische Historiker Hischam Dschait, „aber sie konnten nicht begreifen, dass es an der Basis jenes fulminanten Aufstiegs in Europa zu einem Bruch mit dem religiösen Sockel gekommen war." Nicht mit Gott, sondern ohne, ja gegen ihn zum Sieg.
Was bleibt, wenn die anderen alles haben? Das, was sie trotz allem nicht haben: der Islam. Der frühe Islalmist Schakib Arslan fragte 1930 mit einem Buchtitel: „Warum sind die Muslime rückständig und die anderen fortgeschritten?" Seine Antwort: „Weil die Muslime vom Islam abgewichen sind, deshalb sind sie rückständig." Das glauben bis heute Millionen, die sich an der Glorie der Vergangenheit festhalten, aber keine Antwort haben auf die Gegenwart. Deren Staaten noch immer von Königen und Diktatoren beherrscht werden. Die sich einigeln in der Annahme, der Westen sei feindlich und gottlos. Dann ist der Weg für manche nicht mehr so weit bis zur Tat. Bis zur Wiederaufnahme des Kampfs gegen die Ungläubigen – „und tötet sie, wo immer ihr sie zu fassen bekommt".
Das ist nicht die Schuld des Buches. Sondern derer, die in seinem Namen urteilen. Auch die jüdische Thora und das ganze Alte Testament des Christentums ergehen sich im Gemetzel – aber kaum ein Gläubiger begeht deshalb heute ein Attentat.
Auch wenn viele Muslime den Koran liberaler handhaben, wenn viele Gebote gar nicht durchsetzbar sind in Ländern, in denen die Geistlichkeit nicht die Macht hat: Die Orthodoxen halten daran fest, dass die alten Regeln und Strafen gelten sollten. Sogar dann, wenn der Koran selbst milder urteilte, als die Hadithe es tun. Und das ist nicht selten. Nach dem Heiligen Buch darf eine Frau nur dann für „Unzucht" bestraft werden, wenn sie von mindestens vier Männern beobachtet wurde: „Dann haltet sie im Hause fest, bis der Tod sie abberuft" oder Gott eine andere Lösung einfalle. Von Hinrichtung, gar Steinigung: noch kein Wort im Koran.
Das aber war den frühen Gelehrten nicht streng genug. So fand sich bald eine Prophetenüberlieferung: „Haltet euch an mich, an mich!", soll Mohammed gesagt haben: „Allah hat eine Lösung aufgezeigt! Treiben zwei anderweitig Verheiratete Unzucht miteinander, dann hundert Peitschenhiebe und die Steinigung!" Schließlich tauchte
auch eine unterstützende Anekdote aus den Gemächern des Propheten auf, wie der Islamwissenschaftler Tilman Nagel beschreibt: „Es habe im Koran sehr wohl einen Steinigungsvers gegeben; das Schriftstück habe man unter dem Bett Aischas (Mohammeds Lieblingsfrau) verwahrt, und als man es nach Mohammeds Tod hervorholen wollte, sei es bedauerlicherweise zernagt gewesen" und so nie ins Buch gelangt. Dennoch sei es von koranischer, heiliger Gültigkeit. Und aktuell – wie sich in der vor drei Jahren abgeschlossenen „Kuweitischen Enzyklopädie Islamischer Rechtsprechung" nachlesen lässt. „Islamische Rechtsgelehrte sind einhellig der Ansicht dass Steinigung die vorgesehene Strafe für Ehebruch ist", schreibt Ibn 0udamah und verweist auf die Experten, die sich liebevoll Gedanken um jedes Detail gemacht haben: wie groß die Steine zu sein haben (keine Kiesel, aber auch keine Felsbrocken), welche Wurfhaltung man einnehmen sollte und, ganz wichtig, dass die Schamgegend der zu Steinigenden bedeckt sein müsse.
Gewiss, seit Averroes hat es immer wieder Mutige gegeben, die jene entscheidende Frage stellten: Ist der Koran ewig und göttlich? Oder geschaffen, vom Menschen aufgeschrieben und offen in seiner Interpretation? Aber seit Averroes reihen sich die Reformatoren wie Perlen auf einer Schnur der Vergeblichkeit. Werden wie vor 800 Jahren in die Verbannung gejagt oder erschossen wie der ägyptische
Reformer Faraq Foda 1993 in Kairo. Für abtrünnig und vogelfrei erklärt wie der im Sommer dieses Jahres gestorbene liebenswerte Professor Nasr Hamid Abu Zaid. Der 1995 mit seiner Frau aus Kairo in die Niederlande emigrierte, nachdem ein ägyptisches Gericht ihn zwangsgeschieden hatte. Weil er ein Murtadd sei, abgefallen vom Glauben, und mit so einem dürfe keine Muslimin verheiratet sein.
bu Zaid und andere sind nicht gegen den Glauben. Aber gegen das Dogma und die mörderische Intoleranz. Er erinnerte sich noch kurz vor seinem Tod an die Wärme seiner Jugend in Unterägypten, die gemeinschaftlichen Gebete, die eindringliche Stimme des Dorfpredigers, den Gang zur Moschee an der Hand des Vaters. Der Koran war das Buch seiner Kindheit, das erste, das er überhaupt kennenlernte. Wie ihm geht es Millionen Muslimen, die zerrissen sind, das Gefühl der Gemeinschaft, den Halt im Glauben schätzen – aber seine Enge leid sind.
„Zu zweifeln ist doch keine Sünde", sagte Abu Zaid. „Wer zweifelt, gebraucht seinen Verstand. Warum hat Gott uns ein Hirn gegeben, wenn wir es nicht benutzen?" Elegant argumentierte er aus der Mitte des Buches heraus. Im Koran wird wiederholt betont, er sei „in klarem Arabisch" offenbart. Außerdem gibt es einen Vers, in dem Gott diktiert- „Wir schicken keinen Gesandten, es sei denn, in der Sprache des Volkes, auf dass er sie aufkläre." Mithin sei es unwahrscheinlich, schloss Abu Zaid, dass ausschließlich der Koran das Wort Gottes darstelle und dieses Wort an die arabische Sprache gebunden sei.
Einen Schritt weiter geht der iranische Philosoph Abdol-Karim Sorush. Der Koran sei „menschliche Schöpfung und potenziell fehlbar". Wo es um die Ideen des Glaubens an sich gehe, bleibe die ewige Gültigkeit unberührt. Aber die Lebensregeln des 7. Jahrhunderts seien doch nicht von Gott für alle Zeiten verkündet worden: „Der Prophet war kein Papagei!" Man müsse die Botschaft neu lesen. Manches bewahren, aber die Gesetze, Strafen, die Benachteiligung der Frau ändern. Dazu seien die Kleriker wie die Machthaber nur nicht bereit, sagt Sorush, der ebenfalls emigrieren musste: „Ihre Macht basiert auf einer konservativen Auslegung des Islams. Daher befürchten sie, durch Diskussionen wie über die Rolle des Propheten alles zu verlieren."
Dabei hat schon früh einer gesagt, was sich zu einem Buch sagen ließe, so heilig es auch sein möge. Ali Ibn Abi Talib, Schwiegersohn und Cousin Mohammeds, vierter Kalif der Gläubigen, durfte das noch. Der Koran, so wird von ihm überliefert, sei doch nur eine Schrift zwischen zwei Buchdeckeln, die nicht spricht. Erst die Menschen brächten sie zum Sprechen.

Mitarbeit. Michael Lehmann

Einige Stichworte und Bemerkungen:

Ist der Koran ewig und göttlich?
Oder offen in seiner Interpretation?

Vieles, was im Koran unklar bleibt,
ist in der Sunna genau geregelt

Unterwerft euch! Dann winkt das Paradies.
Sonst die Hölle

Mohammed macht die Welt größer,
Gott mächtiger – und die Menschen kleiner


Einige Bilder:

Das Wort Gottes hören:
In der Moschee versammeln sich Männer und Frauen in getrennten Bereichen, um zu beten und Lesungen aus dem Koran zu hören. In die Istiqlal-Moschee in Jakarta (Indonesien) kommen regelmäßig Tausende, wie hier am letzten Tag des Ramadan 2009. In die Frauensektion wird die Predigt per Bildschirm übertragen.

 

Betende in Paris, dem offiziell laizistischen Frankreich

Mohammeds Geburt

 

Grab des Mohammed in Medina

 

Auspeitschungen



Einige Zeilen aus einem Artikel »Der Islam und das Unbehagen« aus Kölner Stadt-Stadtanzeiger vom 8./9.1.2011 von Astrid Wirtz:

 

"Zu viele" (Muslime) "haben den Anschluss an die Gesellschaft verpasst. Jetzt schreit alles nach Umkehr und endlich nach Bildungshilfen von klein auf. Zu Recht. Als Alternative für Gescheiterte und Bequeme bleibt sonst nur das deutsche Sozialsystem. Ein teurer Spaß!
Immer öfter ist es gerade diese Gruppe, die in einer rückwärtsgewandten, wörtlichen Auslegung der religiösen Texte aus dem siebten Jahrhundert Zuflucht sucht. Jene, die glauben, traditionelle statt demokratische Werte helfen ihnen, ihre Welt zu ordnen und Selbstachtung zu erfahren, indem sie Frauen mitten in Deutschland unterdrücken und maßregeln. Mit dem Islam, wie ihn die meisten Muslime hier leben, hat das wenig zu tun. Durch persönlichen Kontakt kann man sich davon leicht überzeugen.
Und ebendeshalb müssen die überwiegend konservativen Moscheevereine orthodoxen Tendenzen endlich konsequenter entgegenwirken. Der offizielle Islam braucht dringend einen offenen islamischen Diskurs, auch und vor allem über die weibliche Autonomie, wie sie Europas Gesellschaften auszeichnet. Jungen, vermeintlich frommen Muslimen in Deutschland muss klar sein, dass jeder Glaube Entwicklung einschließt. Also auch Verwestlichung. Sonst wird es bald Parteien geben, die davon leben, Misstrauen gegen den Islam zu schüren. Und die religiösen Hardliner können sagen: Wir haben es doch immer gesagt, die wollen euch nicht."


 

Ein weiterer wichtiger Artikel zur Einladung von Vertretern insbesondere der eingewanderten Muslime ins Kanzleramt in Berlin in derselben Tageszeitung betitelt:

„Der Dialog muss weitergehen - Armin Laschet (ehemaliger Integrationsminister des Bundesstaates Nordrhein-Westfalen) sieht im Gipfel im Kanzleramt nur als eine Etappe. Der nordrhein-westfälische Integrationsminister plädiert für eindeutige Anforderungen der Gesellschaft an Zuwanderer.“

Interview mit Minister Laschet und Peter Berger, Franz Sommerfeld, Bert Gerhards und Astrid Wirtz, 11.07.07.

Im Einzelnen zu lesen unter: http://www.ksta.de/html/artikel/1182933907148.shtml


 

Hartmut Bobzin,1946 in Bremen geboren studierte von 1966 bis 1973 evangelische Theologie, Religionswissenschaften, Semitistik und Indologie an der Universität Marburg/Lahn, wo er 1974 promovierte. Nachdem er bis 1976 einen Studienaufenthalt in Damaskus verbracht hatte, wo er Arabistik studierte, ging er an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wo er 1981 Akademischer Rat wurde. 1986 hat er sich für das Lehrgebiet Semitische Philologie und Islamwissenschaft habilitiert. Für seine Habilitationsschrift „Der Koran im Zeitalter der Reformation“ erhielt er den Habilitationspreis der Fakultät. Im Jahr 1992 erhielt er eine Professur für Islamwissenschaft. Seit 2003 ist er auch ordentliches Mitglied der Philosophisch-historischen Klasse der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Von 2002 bis 2006 war er Prorektor der Universität Erlangen-Nürnberg und für internationale Beziehungen zuständig.

2007 wurde er Senior Fellow ("Gleichgestellter" bzw. "Gefährte" = engl. Fellow, ein, in der Hochschule zur Körperschaft gehörendes Mitglied) am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg (von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach gestiftet und der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald nahestehend).

Mehr bei "wikipedia" .

Sein Buch:

Neuausgabe 2008
© Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2005
Alle Rechte vorbehalten
www.herder.de
Umschlagkonzeption und -gestaltung: Weiß-Freiburg GmbH —
Graphik und Buchgestaltung
Satz: Weiß-Freiburg GmbH — Graphik und Buchgestaltung
Herstellung: fgb • freiburger graphische betriebe www.fgb.de
Gedruckt auf umweltfreundlichem, chlorfrei gebleichtem Papier
Printed in Germany - ISBN 978-3-451-29937-7

 
INHALT  
Hinweise zur Aussprache der arabischen Laute 6
Vorwort 7
Einführung 9
1. Anfang und Ende des Korans 27
2. Der Glaube im Koran: Gott und die Engel 37
3. Mohammed 67
4. Weltende und Gericht, Hölle und Paradies 89
5. Die Zeichen Gottes: Schöpfung und Natur 107
6. Prophetengeschichten 133
7. Juden und Christen 183
8. Die religiösen Pflichten 201
9. Frömmigkeit und rechtes Handeln 225
Benutzte Literatur 247
Register der übersetzten Koranzitate 249

Auf der Rückseite ist zu lesen:

Heiliges Buch, Bezugspunkt aller gläubigen Muslime und Grundlage einer der großen Weltreligionen — der Koran.
In Auswahl neu übersetzt und erläutert von einem der renommiertesten Islamwissenschaftler unserer Zeit, versammelt dieses Buch die bedeutendsten und schönsten Texte dieses einmaligen literarischen und
religiösen Werks.

Die Buchinnenseite zeigt ein sehr "dekoratives" Schriftbeispiel, wozu es die Erklärung gibt : »Zu den arachaischen, jedoch noch heute verwendeten Schriftstilen gehört das sogenannte Kufi, von dem es mehrere Arten gibt. Der Text aus Sure 56, 77-80 wird häufig in Korankalligraphien als Seitenüber- bzw. -unterschrift verwendet und hat programmatische Funktion, indem er darauf verweist, dass das Original des „Vortrags" (Qur'an) sich auf einer „wohlverwahrten Tafel" im Himmel befindet. Übersetzung: „Siehe, es ist ein Vortrag edler Art, aus einer Schrift, die wohlverwahrt, die man berühret nur mit reiner Hand vom Herrn der Weltbewohner her gesandt!"«

In der "Einführung" des Buches gibt es eine wichtige Aussage zum Koran: »„Und so wiederholt sich der Koran Sure für Sure. Glauben und Unglauben teilen sich in Oberes und Unteres; Himmel und Hölle sind den Bekennern und Leugnern zugedacht. Nähere Bestimmung des Gebotenen und Verbotenen, fabelhafte Geschichten jüdischer und christlicher Religion, Amplifikationen* aller Art, grenzenlose Tautologien* und Wiederholungen bilden den Körper dieses heiligen Buches, das uns, so oft wir auch daran gehen, immer von neuem anwidert, dann aber anzieht, in Erstaunen setzt und am Ende Verehrung abnötigt".«

* Amplifikation = Erweiterung, ausführliche Darstellung; Tautologie = Bezeichnung derselben Sache durch mehrere Ausdrücke

Beispiele für "schönste Texte" (Seite 28 des "Bobzin-Buches") Sure 1 (Die Eröffnende – al-fätiba mit 7 Versen) lautet als Übersetzungsbeispiel von Bobzin, die von der Übertragung >hier< (geringfügig) abweicht. Gründe der Abweichung erklärt Bobzin (im Folgenden jedoch für den letzten Begriff wiedergegeben):
1 Im Namen Gottes, des barmherzigen Erbarmers.
2 Gelobt sei Gott, der Herr der Weltbewohner'!
3 Er, der barmherzige Erbarmer,
4 Der König' des Gerichtstags!
5 Dir dienen wir, dich rufen wir um Hilfe an.
6 Leite uns den rechten Weg,
7 Den Weg derer, denen du gnädig bist, Nicht derer, denen Zorn gebührt, Noch derer, welche irregehn*".

* Erklärung von Bobzin: »In der islamischen Koranauslegung wird schon sehr früh die Ansicht vertreten, daß mit den beiden zuletzt genannten Personengruppen die Juden und die Christen gemeint seien. Diese bis heute sehr populäre Auslegung ist jedoch keineswegs zwingend.« (Frage an den Buchautor: wieso ist es wichtig, wer denn wohl gemeint sein könnte? Durch den ganzen Koran ziehen sich doch von vorne bis hinten die Verdammnis und die unglaublichen Strafen der Irregeher. Hält das der - wahrscheinlich fromme Autor für richtig? Diese Verdammnis betrifft aber auch ihn, wenn er nicht zum Islam übergetreten ist. Kommentar: W.Rath)

 

Erstaunlich, was am Koran als "Schönes" bezeichnet werden kann; einfach irgend eine Seite aufschlagen und zitieren wie beispielsweise die Seiten 136 und 137

 

Sure 3 (Das Haus Imran —AI 'Imran), Vers 81-84
81 Und damals, Als Gott den Bund mit den Propheten schloß: Was immer ich euch bringe An Schrift und Weisheit, Dann ein Gesandter kommt, Der das, was bei euch ist, bestätigt, So sollt ihr an ihn glauben und ihm helfen! Er sprach: Bestätiget ihr das Und nehmt ihr meine Last entsprechend an? Sie sprachen: Wir bestätigen es. Er sprach: Sodann bezeuget es, Und ich will es mit euch bezeugen.
82 Doch wer sich danach abkehrt: Das sind die Frevler.
83 Begehren sie denn eine andere als Gottes Religion? Wo sich doch ihm ergeben hat, Wer in den Himmeln und auf Erden ist, Gehorchend oder wider Willen. Und zu ihm werden sie zurückgebracht.
84 Sprich: Wir glauben an Gott Und was herabgesandt auf uns, Und was herabgesandt auf Abraham und Ismael und Isaak und Jakob Und auf die Stämme, Und was verliehen wurde Mose und Jesus Und den Propheten von ihrem Herrn; Wir machen zwischen niemandem von ihnen einen Unterschied, Und ihm sind wir ergeben!
 

Da sind vielleicht ein paar Sätze auch als "wunderschön" (?) herausgesucht worden. Übrigens steht in der Übertragung >hier< statt - wie Bobzin meint "Und ihm sind wir ergeben!": Wir sind Moslems (Allah untertan). Und der Vers 81 hat höchstens eine Ähnlichkeit mit der älteren Übersetzung. Die folgenden, anschließenden (für den Koran viel bezeichnenderen) Verse lauten:

[85] Wer eine andere Religion als den Islam sucht – nie möge er sie annehmen –, der gehört im zukünftigen Leben gewiß zu den Verlorenen.
[86] Wie sollte Allah auch ein Volk leiten, welches glaubte und bezeugte, daß der Gesandte wahrhaftig ist, und dem deutliche Zeichen zugekommen sind und das dennoch später ungläubig geworden ist? Nein, Allah führt die Frevler nicht auf den rechten Weg*.
[87] Der Fluch Allahs und der Engel und aller Menschen Fluch trifft sie;
[88] ewig werden sie verflucht bleiben; nichts mildert ihre Qual, und niemals wird sie ein gnadenvoller Blick treffen,
[89] mit Ausnahme derer, welche reuevoll Buße tun; denn Allah ist verzeihend und barmherzig.
[90] Die aber, welche, nachdem sie wieder geglaubt haben, nochmals in Unglauben verfallen und sich diesem immer mehr zuwenden, deren Buße wird nicht angenommen; denn sie beharren doch im Irrtum. [91] Wer dem Unglauben huldigt und als Ungläubiger stirbt, von dem werden alle Goldschätze der Erde, wollte er sich damit auslösen, nicht angenommen; harte Strafe wartet auf ihn, niemand kann ihn retten.
[92] Ihr werdet nicht Gerechtigkeit erlangen, bis ihr nicht von dem, was euch lieb ist, Almosen gebt; und all euer Almosen, usw. usw.

 

Auf Seite 136 zitiert Bobzin aus Sure 33 (Die Gruppen – al-ahzab), den (wunderschönen?) Vers
7 Und damals, Als wir einen Bund mit den Propheten schlossen – Mit dir, mit Noah, Abraham und Mose, Und Jesus, Sohn Marias Mit ihnen schlossen einen festen Bund.

 

Der vorige Vers schließt nicht mit einem Punkt sondern einem Komma und geht also über in Vers
8 damit Allah einst die Wahrhaften über ihre Wahrhaftigkeit befrage, so wie er für die Ungläubigen qualvolle Strafe bereitet hat.

 

Kommentar: Das Buch ist verlogen und selbstüberhebend Mitmenschen gegenüber (wahrscheinlich religiös begründet), zumindest wahrnehmungsgehemmt und wahrnehmungsverweigernd (>hier<) und gibt ein völlig falsches Bild, vielleicht - wie einmal irgendwo zu lesen war - einfach nur von einem der "TESA-Film-Wissenschaftler" geschrieben worden, die in ihrem engbegrenztem Gebiet kleben bleiben. Wunderschöne Verse wollte man mir auch schon vor 70 Jahren aus dem (leider heute verbotenen und daher nicht zitierbaren Pamphlet) "Meine Kampf" vorgaukeln.
 

In einem Artikel über den Koran aus dem Wochenmagazin Der Stern Nr. 48 vom 25.11.2010 war zu lesen: Gebetsmühlenhafte Wiederholungen. Es kommt zur verzückten Ekstase; Stakkato arabischer Reimprosa; Verdammnis aller Nichtislamgläubigen; Hadith bzw. Sunna haben nicht mit unseren europäischen Grundgesetzen und nichts mit Menschenrechtskonventionen zu tun!!!

 

Wie die meisten Religionen und Ideologien sich durch Mord und Totschlag auszubreiten versuchten, so hat vor allem der Islam es ganz besonders getan und versucht - schon zu Lebzeiten des Propheten Mohammed und danach z.B.:

 

638 Kalif Omar erobert Jerusalem

639 Beginn der arabischen Eroberung Ägyptens

647 Beginn der arabischen Eroberung der alten römischen Provinz Africa

655 Seesieg der Muslime gegen die Byzantiner bei Phoenix

711-714 Araber und Berber erobern die Iberische Halbinsel (bis auf einen Rest im Norden)

732 Schlacht von Poitiers

750 Gründung des Abbasiden-Kalifats im irakischen Kufa

756 Omayyaden weichen nach Spanien aus, Gründung des Emirats Cordoba

762 Gründung Bagdads als Kalifensitz der Abbasiden

797 Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Karl dem Großen und Harun al-Rashid

827-902 Araber erobern Sizilien

833 Normannen greifen Sevilla an

846 Araber fallen in Rom ein

902 Eroberung der Balearen durch Muslime

910-1171 Fatimiden-Kalifat in Nordafrika (schiitisch)

969 Gründung Kairos

982 Kaiser Otto II. erlebt in Kalabrien Niederlage gegen Sarazenen

997 Al-Mansur plündert Santiago de Compostel

1009 der Fatimiden-Kalif al-Hakim lässt Grabeskirche in Jerusalem zerstören
1009-1010 Bürgerkrieg in Spanien; Zerfall des Omayyaden-Reiches

1062 Gründung Marrakeschs durch Almoraviden

1085 Alfons VI. von Kastilien erobert Toledo

1090 Almoraviden einen ganz al-Andalus unter ihrer Herrschaft

1091 Normannen erobern unter Roger II. Sizilien

1094 El Cid erobert Valencia

1095-1099 Erster Kreuzzug in Syrien und Palästina (Eroberung Jerusalems)

1102 Almoraviden erobern Valencia

1147 Kreuzfahrer nehmen Almería und Lissabon ein

1145-1147 Almohaden besetzen einen Großteil des islamischen Spanien

1147-1148 Zweiter Kreuzzug in Syrien und Palästina

1171-1250 Dynastie der Ayyubiden in Kairo

1187 Salah ad-Din (Saladin) schlägt Christen bei Hattin und nimmt Jerusalem ein

1202-1204 der Vierte Kreuzzug zerschlägt das Byzantinische Reich

1219 Beginn der Eroberungszüge der Mongolen in Zentralasien

1217-1221 Fünfter Kreuzzug

1228-1229 Friedrich II. nimmt Jerusalem durch Diplomatie ein

1258 Mongolen erobern Bagdad; Ende der Abbasiden

1267 Christen schließen Eroberung Portugals ab

1291 Fall von Akkon; Ende der Kreuzfahrerstaaten

1346 türkische Truppen der Osmanen erscheinen auf dem Balkan

1389 Sieg der Osmanen auf dem Amselfeld (Kosovo) über die Serben

Ende 14. Jh. Beginn der Islamisierung der südostasiatischen Inseln

um 1400 Timur fällt in Vorderasien ein

1415 Portugiesen besetzen Ceuta

1453 Osmanen unter Sultan Mehmed II. erobern Konstantinopel

1463 Bosniaken geben Christentum und Bogomilismus zugunsten des Islam auf

1480 Beginn der spanischen Inquisition

1492 mit Granada fällt letzte muslimische Bastion in Spanien

1520- 1566 Sultanat Suleimans des Prächtigen

1521 Türken erobern Belgrad

1522 Türken vertreiben Johanniter von Rhodos

1529 erste Belagerung Wiens

1533-1546 Khair ad-Din („Barbarossa“) ist Großadmiral der türkischen Flotte

1568-1570 Aufstand der Moriscos in Spanien

1571 Zerstörung der türkischen Flotte in der Seeschlacht von Lepanto

1609 Spanien vertreibt die Moriscos

1672-1676 türkisch-polnischer Krieg

1677-1681 türkisch-russischer Krieg

1682-1699 Krieg zwischen Türken und Polen/Österreich

1683 zweite Belagerung Wiens

1717 Osmanen kapitulieren vor Belgrad

1798-1799 Napoleons Expedition in Ägypten

1821-1829 griechischer Unabhängigkeitskampf

1853-1856 Krimkrieg

1856 Vertrag von Paris, der dem westlichen Kapital die türkischen Häfen öffnet

1859-1869 Bau des Suezkanals

1878 der Berliner Kongress teilt den Balkan neu auf

1879-1901 Briten als Schutzmacht in Afghanistan

1881 Franzosen erobern Tunesien

1881-1882 ägyptischer Aufstand gegen britische Besatzung

1898 dt. Kaiser Wilhelm auf diplomatischer Reise ins Osmanische Reich

1907 Vertrag von St. Petersburg teilt Persien zwischen Russland und England auf

1908 Balkankrise durch Annexion Bosnien-Herzegowinas durch Österreich

1916 Frankreich und England teilen arabisches Gebiet des Osmanischen Reichs unter sich auf

1916-1918 arabischer Aufstand gegen Türken (Lauwrence von Arabien)

1919 Beginn türkische Nationalbewegung unter Mustafa Kemal

1920 Errichtung des britischen Mandats in Palästina

1923 Proklamation der Türkischen Republik als säkularer Staat

1926 Proklamation der Republik Libanon unter französischem Mandat

1928 Scheich Hasan al-Banna gründet in Ägypten die Muslimbruderschaft

1941 Republik Syrien

1948 Proklamation des Staates Israel, erster israelisch-arabischer Krieg

1954-1962 algerischer Unabhängigkeitskrieg

1967 Sechs-Tage-Krieg; Israel annektiert ganz Jerusalem

1971-1972 Gründung der Vereinigten Arabischen Emirate

1973 Jom-Kippur-Krieg

1974-1975 Zypernkrieg zwischen Griechenland und Türkei

1975-1991Bürgerkrieg zwischen Christen und Moslems in Libanon (Beteiligung Syriens und Israels)

1979 Islamische Revolution im Iran; der Schah wird gestürzt (Ayatollah Khomenei)

1979-1989 Sowjetische Militärintervention in Afghanistan

1980-1988 iranisch-irakischer Krieg

1981 Israel annektiert syrische Golanhöhen

1990 erster Golfkrieg im Irak

1993 Gaza-Jericho-Abkommen, dass die Übergabe des Gazastreifens und des Westjordanlandes an die Palästinenser vorsieht

1996 Taliban in Afghanistan

2001 Attentat auf das World-Trade-Center und das Pentagon; Sturz des Talibanregimes

2003 USA marschieren mit Koalitionspartnern im Irak ein; Sturz des Saddamregimes

 

Quelle: http://chronico.de/magazin/chronik/von-mohammed-bis-zum-irakkrieg