Der Club of Rome
ist eine Vereinigung von Vertretern aus Wissenschaft,
Kultur, Wirtschaft und Politik aus allen Regionen unserer
Erde. Er wurde 1968 von Aurelio Peccei und Alexander King
initiiert, um sich für eine lebenswerte und nachhaltige
Zukunft der Menschheit einzusetzen. Die Weltöffentlichkeit
kennt den Club of Rome seit 1972 durch den viel diskutierten
Bericht Limits to Growth (Die Grenzen des Wachstums
>hier<), dem
ersten der regelmäßig erscheinenden „Berichte an den Club of Rome“ zur Weltlage.
Die Leitidee ist
heute eine nachhaltige Entwicklung, die erfordert, die
Bedürfnisse der Menschen weltweit inklusive der
nachfolgenden Generationen zu berücksichtigen. Der Club of
Rome denkt und arbeitet in globalen Zusammenhängen und
stellt sich gegen monokausales und kurzfristiges Denken und
Handeln. Er möchte möglichst viele Menschen dazu bewegen,
ihr Verhalten so zu ändern, dass sie im Sinne einer
nachhaltigen Entwicklung handeln.
Projekte des
Club of Rome in Deutschland
30 nationale
Gesellschaften verfolgen die Ziele des Club of Rome in
lösungsorientierten Projekten. Die Deutsche Gesellschaft
Club of Rome konzentriert sich auf drei Handlungsfelder:
-
ganzheitlich denken lernen
Das Club of Rome Bildungsprojekt: In 25 Club of
Rome-Schulen (i.Gr.) lernen 12.000 Schüler als
Weltbürger, die Zukunft positiv zu gestalten.
-
das Klima
ins Gleichgewicht bringen
Das Club of Rome Klimaschutzprojekt: DESERTEC bedeutet
saubere Energien aus den Wüsten.
-
fair
wirtschaften
Die Club of Rome Wirtschaftspartnerschaft / Global
Marshall Plan Initiative: Eine ökosoziale
Marktwirtschaft bringt mehr Gerechtigkeit und schont die
Umwelt.
1968 auf
Initiative von Aurelio Peccei (1908 - 1984) gegründeter
informeller Zusammenschluss von Wissenschaftlern, Politikern
und Wirtschaftsführern aus zahlreichen Ländern; Sitz: Paris.
Ziel ist die Erforschung der Menschheitsprobleme, v.a. der
wirtschaftlichen, politischen, ökologischen, sozialen und
demographischen Situation der Menschheit. Viele Berichte an
den Club of Rome (als erster »Die Grenzen des Wachstums«,
1972, deutsch, von D.Meadows u.a.
>hier<) fanden ein weltweites Echo. Als Bericht des
Rates des Club of Rome erschien 1991 »Die erste globale
Revolution. Bericht zur Lage der Welt. 20 Jahre nach 'Die
Grenzen des Wachstums'« (deutsch 1992), von A.King und
B.Schneider. Neuere Berichte an den Club of Rome sind u.a.:
E.U. von Weizsäcker u.a.: »Faktor Vier. Doppelter Wohlstand
halbierter Naturverbrauch« (1995); »Die Grenzen der
Gemeinschaft. Konflikt und Vermittlung in pluralistischen
Gesellschaften«. Ein Bericht der Bertelsmann-Stiftung an den
Club of Rome, herausgegeben von P.L. Berger (1997, deutsch);
O.Giarini und P.Liedtke: »Wie wir arbeiten werden« (1998,
deutsch); F.Vester: »Die Kunst, vernetzt zu denken« (1999);
R.Mohn: »Menschlichkeit gewinnt« (2000). 1973 erhielt der
Club of Rome den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
(Fast wörtlich aus:
© 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG)

Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie
erforscht und entwickelt Leitbilder, Strategien und Instrumente für eine
nachhaltige Entwicklung auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.
Es ist eine rechtlich selbständige,
gemeinnützige GmbH mit Sitz in Wuppertal und
dort im "Dürer-Haus" untergebracht.
Im Zentrum der Aktivitäten stehen die
Ökologie und deren Wechselbeziehung mit
Wirtschaft und Gesellschaft. Die Entkopplung von
Naturverbrauch und Wohlstandsentwicklung bildet
einen Schwerpunkt seiner Forschung. Das Institut
versteht sich als Mittler zwischen Wissenschaft,
Wirtschaft und Politik und arbeitet
dementsprechend anwendungsorientiert. Es führt
mit einer wachsenden Zahl von Projekten
Drittmittel-finanzierte Auftragsforschung durch
und erhält eine Grundfinanzierung vom Land
Nordrhein-Westfalen. Seine Gründung erfolgte
1991 unter der Leitung von Prof. Dr. Ernst
Ulrich von Weizsäcker. Derzeitig (2008) ist
wissenschaftlicher Geschäftsführer und
Präsident Prof. Dr. Peter Hennicke und die
kaufmännische Geschäftsführerin Frau Brigitte
Mutert-Breidbach. Insgesamt sind 140
Personen beschäftigt.
Die Schwerpunkte der vier Forschungsgruppen
sind:
- Zukünftige Energie- und
Mobilitätsstrukturen
- Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik
- Stoffströme und Ressourcenmanagement
- Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus
allen Forschungsgruppen arbeiten an den
Querprojekten:
- Globalisierung und Nachhaltigkeit
- Öko-Suffizienz und Lebensqualität
- Integrierte Nachhaltigkeitsszenarien
Nach
Aufruf von
http://www.wupperinst.org
erscheint das Bild links und der unten stehende Text:
Wir nutzen die Ressourcen, als hätten wir vier
Erden.
Doch wir haben nur einen Planeten, mit dem
wir sorgsam umgehen müssen. Das heißt nachhaltig leben und
wirtschaften. Das Arbeitsfeld des Wuppertal Instituts ist die
anwendungsorientierte Nachhaltigkeitsforschung. Im Zentrum
seiner Forschung stehen die zentralen Herausforderungen einer
zukunftsfähigen Entwicklung wie der Klimawandel oder die
zunehmende Ressourcenverknappung.
Weiter unten gibt es dann den neuesten Stand
der Publikationen, u.a. das in diesem Jahr erschienene Buch
"Wege aus der Klimafalle - Neue Ziele, neue Allianzen, neue
Technologien - was eine zukünftige Klimapolitik leisten muss"
Hermann E. Ott, Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.):
Wege aus der Klimafalle
Oekom Verlag, München, Januar 2008
215 Seiten
19,90 Euro (D)
ISBN: 78-3-86581-088-5
Mit Beiträgen u. a. von Peter Barnes, Preety M. Bhandari, Bernd
Brouns, Carlo Jaeger, Manfred Fischedick, Jörg Haas, Niklas
Höhne, Anja Köhne, Matthias Kopp, Thomas Langrock, Malte
Meinshausen, Lewis Milford, Jennifer Morgan, Fritz Reusswig und
Roda Verheyen, herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung und
Hermann E. Ott, Klimapolitikexperte und Leiter Büro Berlin des
Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie.
Ferner ist zum Buch lesen:
Hitzewellen, Überschwemmungen,
Tropenstürme - der Klimawandel ist bereits in vollem Gange. Wir
werden ihn nicht mehr gänzlich aufhalten können - doch wir
sollten jetzt alles daran setzen, ihn zu bremsen und seine
Folgen zu mildern. Doch wie könnte eine entsprechend umfassende
Klimapolitik aussehen? In diesem Band diskutieren hochrangige
Expertinnen und Experten neue Strategien, um den Klimawandel zu
begrenzen. In kurzen, verständlich geschriebenen Beiträgen
stellt dieses Buch die neuesten Erkenntnisse zu den Zielen einer
Klimastrategie, zur Förderung neuer Technologien und zu neuen
gesellschaftlichen Allianzen vor.
Ältere Publikationen
>hier<
November 2008, Walter Rath