Lebenslauf von Adolf Hitler
Er war '' begabt, hatte sich aber wenig in der Gewalt,
zum mindesten galt er als widerborstig,
rechthaberisch und jähzornig",
LEHRER Eduard Huebner über den Schüler HITLER
Vorsehung >hier<,
"Heil" >hier<,
Idole >hier<;
Reicharbeitsdienst, DJ, HJ, BDM, Volkssturm usw. im Kommentar >hier<;
Fortsetzung obigen "Zaubers" in der DDR: FDJ, "junge Pioniere >hier<.
Und auch in der BRD >hier< direkt auf der Seite: "Nationalsozialismus" (NAZI) >hier<
>Hier< zum 2. Weltkrieg mit Verzweigungen zu Hitlers Propagandaschrift "Mein Kampf" und einer Aussage des Oberhirten der katholischen Kirche, August Kardinal Hlond, über die Juden.
>Hier< zu einem Artikel, der sich mit der NSDAP-Finanzierung befasst.
>Hier< ein Artikel zur Machtergreifung ("Ermächtigungsgesetz. Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich").
>Hier< zu Hitlers Festungshaft.
>Hier< SS-Wirtschaftsunternehmen (Lebensläufe Himmler, Stalin, Zwangsarbeit, Verschleppung der Wolgadeutschen, Grausamkeiten Japan, USA)
2 Bücher:
Adolf Hitler: Legende - Mythos - Wirklichkeit >hier<
und
Anmerkungen zu Hitler >hier<.
Sehr detaillierte Übersicht unter "verfolgte Schüler" - Geduld: Laden der Seite dauert sehr lange!
Folgender Artikel von Jan W. Brügelmann
(Kölner Stadt-Anzeiger vom 26./27.Januar 2008)
Wahre Familienliebe sieht anders aus: Wenige Wochen nach dem Anschluss Osterreichs an das Deutsche Reich ließ Adolf Hitler im Mai 1938 die Ortschaft Döllersheim im niederösterreichischen Waldviertel in den größten Truppenübungsplatz Europas umwandeln. Die Geburtsstätte des Vaters des „Führers" und die Grabstelle der Großmutter wurden dabei von den Panzern der Wehrmacht dem Erdboden gleichgemacht.
Zeit seines Lebens hat Adolf Hitler, geboren am 20. April 1889 in Braunau am Inn an
der österreichisch-bayerischen Grenze, die Deutschen im Unklaren gelassen, woher
er eigentlich stammt. Den Vater Alois (1837-1903), einen pensionierten
österreichischen Zollamtsoberoffizial, schilderte er als „streng, aber gerecht",
die Mutter Klara (1860-1907) als „gütig und liebevoll". Wie so viele spätere
Einlassungen über seine Vergangenheit sind diese Aussagen Hitlers irreführend,
wenn nicht gar falsch. Die Kindheit des Mannes, der Deutschland in den Abgrund
führen sollte, muss die „reinste Hölle" gewesen sein, wie die Schweizer
Psychoanalytikerin Alice Miller geschrieben hat.
Es war in jener Zeit nicht ungewöhnlich, dass die körperliche Züchtigung von
Kindern als probates Mittel angesehen wurde, das Böse zu unterdrücken und dem
Guten zum Durchbruch zu verhelfen. Der junge Adolf, so berichten seine
Halbgeschwister Alois junior und Angela aus zwei vorherigen Ehen des Vaters, wurde
fast täglich vertrimmt. Viele Jahre später erzählte Hitler einer seiner
Sekretärinnen, er habe einmal in einem Abenteuerroman gelesen, es sei ein
Zeichen von Mut, seinen Schmerz nicht zu zeigen. Und so „nahm ich mir vor, bei
der nächsten Tracht Prügel keinen Laut von mir zu geben. Und als dies so weit
war, habe ich jeden Schlag mitgezählt. Die Mutter dachte, ich sei verrückt
geworden, als ich ihr stolz strahlend berichtete: »Zweiunddreißig Schläge hat
mir der Vater gegeben! « " Es kann als gesichert gelten, dass die Mutter hilflos
vor der Tür stand, weil sich die Gewalt des Vaters auch gegen die Ehefrau zu
richten pflegte.
Alice Miller erklärt die Brutalität des Vaters so: Zeit seines Lebens litt Alois
Hitler darunter, dass er nie sicher sein konnte, von wem er abstammte. Der
Ortspfarrer von Döllersheim zeigte 1876 Erbarmen, als er den Geburtseintrag
eines Alois Schicklgruber von „unehelich" in „ehelich" veränderte. Dies geschah
aufgrund von Zeugenaussagen, wonach ein Johann Georg Hiedler der leibliche Vater
sei. Im Zuge der Umschreibung im Kirchenbuch wurde aus „Hiedler" versehentlich
„Hitler".
Doch das Gerücht, Hitlers Großmutter Anna Schicklgruber, die angeblich einst Haushaltshilfe bei einer jüdischen Kaufmannsfamilie namens Frankenberger in Graz gewesen war, habe Alois nach einer Affäre mit dem Sohn des Hauses geboren, wollte nie gänzlich verstummen. Schon Jahrzehnte vor dem Beginn des Holocaust galt der Makel einer jüdischen Herkunft im deutschnationalen Milieu als „Schandfleck". Die Wiener Historikerin Brigitte Hamann findet allerdings in ihrer Studie über Hitlers Jugendjahre trotz aufwendiger Recherchen keinen Beleg dafür, dass in der fraglichen Zeit eine Familie Frankenberger in Graz existiert hat. Hauptquelle für diese Saga ist Hans Frank, Hitlers persönlicher Anwalt und ein Spitzennazi, der für seine Verbrechen als Generalgouverneur im besetzten Polen 1946 in Nürnberg gehenkt wurde. Franks Motive, diese Geschichte im Angesicht des Galgens aufzutischen, sind nicht schlüssig nachvollziehbar, doch denkbar bleibt, dass unter der NS-Elite ein möglicherweise jüdischer Großvater des „Führers" wie ein Staatsgeheimnis behandelt wurde.
Die Familienverhältnisse sind aber in jedem Fall etwas verworren. Denn wenn
Johann Georg Hiedler tatsächlich Hitlers Großvater ist, dann ist die Mutter
Klara Pölzl die Nichte des Vaters, denn Hiedler wird in zweiter Ehe auch Vater
von Klara Pölzls Mutter Johanna Hüttler. Derlei inzestuöse Beziehungen waren
nicht ungewöhnlich in einem Landstrich, der so verarmt war, dass Johann Georg
Hiedler sich häufig keine Schlafstelle leisten konnte und in einem Viehtrog
übernachtete. Klara nennt den späteren Ehemann auch folgsam „Onkel Alois", als
sie 16-jährig zu ihm zieht, um seine kranke zweite Ehefrau zu pflegen sowie
Alois und Angela zu versorgen. Dort wird sie später, noch vor dem Tod seiner
Frau, vom Herrn des Hauses geschwängert, dann mit 24 Jahren vom inzwischen
48-jährigen Alois geheiratet, bringt dann in zweieinhalb Jahren drei Kinder auf
die Welt und verliert alle drei durch Diphtherie. Dieser Schock ist keineswegs
überwunden, als Klara Pölzl 13 Monate später Adolf das Leben schenkt.
Die Schläge, die Verzweiflung, die Angst und die Unterdrückung des Schmerzes
durch das Kind lassen auch Hitler-Biograf Joachim C. Fest folgern: „Die eigene
Person zu verhüllen wie zu verklären war eine der Grundanstrengungen seines
Lebens. Kaum eine Erscheinung der Geschichte hat sich so gewaltsam, mit so
pedantisch anmutender Konsequenz stilisiert und im Persönlichen unauffindbar
gemacht. Die Vorstellung, die er von sich hatte, kam einem Monument näher als
dem Bild eines Menschen. Zeitlebens war er bemüht, sich dahinter zu verbergen."
Reichskanzler Adolf Hitler bei seinem historischen Bückling
vor Paul von Hindenburg am 21.3.1933 vor der Garnisons-
kirche in Potsdam
Es ist die Auflehnung gegen den gewalttätigen Vater, die den jungen Hitler dazu
bringt, sich in der Schule zu verweigern. Sein ehemaliger Französischlehrer
Eduard Huemer attestierte dem ehemaligen Schüler 1924: „Er war entschieden
begabt, wenn auch einseitig, hatte sich aber wenig in der Gewalt, zum mindesten
galt er als widerborstig, eigenmächtig, rechthaberisch und jähzornig."
Konsequenterweise verlässt Hitler die Realschule nach dem Tod des Vaters 1903.
Mutter Klara kann nur hilflos zuschauen, wie der 15-jährige Sohn beginnt, das
Leben eines Bohemiens zu führen. Seine Tage verbringt er mit Spazierengehen und
Zeichnen, er entwickelt eine Leidenschaft für die Musik Wagners und liest viel.
Hitlers Lektüre umfasst allerdings nicht die Literatur, die er später als
„undeutsch" verbrennen lassen wird, sondern vor allem Zeitungen wie etwa die
„Linzer Post", in der um diese Zeit steht: „Wenn dem Judentum das Geld
abgeschnitten wird, dann muss es selbst weichen und Osterreich wird von einer
ekligen Läuseplage befreit." August Kubizek, ein Jugendfreund, beschrieb später,
wie der junge Hitler zu Monologen neigte und Widerspruch nicht zuließ. Das ist
wahrscheinlich der wichtigste Grund dafür, dass er bis zum Lebensende keine
wirklichen Freunde hatte und sie wohl auch nicht gesucht hat.
1907 bewirbt sich der 18-Jährige an der Wiener Kunstakademie, seine
Probezeichnungen allerdings werden zurückgewiesen. Auch bei einem zweiten Anlauf
ein Jahr später fällt er durch. Mit der Unterstützung der Mutter„ die eine
schmale Witwenpension bezieht, ist Hitler inzwischen nach Wien gezogen, damals
mit über zwei Millionen Einwohnern die sechstgrößte Stadt der Welt und
Hauptstadt des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn.
Seinen Lebenswandel behält Hitler bei, er hat trotz anderslautender Darstellung
in „Mein Kampf " nie daran gedacht, einen Beruf zu ergreifen. Durch den Verkauf
selbst gemalter Postkarten hat er einen kleinen Zusatzverdienst, der aber nicht
verhindern kann, dass es Hitler nach dem Tod der Mutter Ende 1907 finanziell
immer schlechter ging. Historikerin Hamann hat Meldezettel gefunden, die Hitlers
rastloses Umherziehen belegen, zuweilen ist er beim Wechseln der Unterkunft wohl
auch die Miete schuldig geblieben. Von 1910 bis zu seinem Umzug nach München
1913, um dem österreichischen Wehrdienst zu entgehen, übernachtet Hitler in
Obdachlosenasylen oder Männerheimen, wo er das tat, was er am liebsten tat:
zeichnen und reden.
Die größte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme im III. Reich war der kriegsvorbereitende Auto-
bahnbau durch Pflichteinsatz von Arbeitslosen ("Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen")
Siehe auch die Ausführungen am Ende der Seite zum "Reichsarbeitsdienst" >hier<!
Reinhold Hanisch, ein Mitbewohner des Männerheims in der Meldemannstraße 27 im
Wiener Arbeiterviertel Brigittenau versuchte Hitler-Zeichnungen gegen eine
kleine Provision zu verkaufen. „Es war unmöglich, Hitler an die Arbeit zu
bringen. Während ich mich abmühte, setzte er sich nach ausgiebiger
Zeitungslektüre im Heim hin, um zu zeichnen. Aber dann fing schon das
Politisieren an, und für gewöhnlich war er der Wortführer. Oft musste ich ihm
den Einspannrahmen aus der Hand nehmen, da er ihn über seinem Kopf schwang und
dabei eine Rede hielt."
Hitlers Wien ist geprägt von Wohnungsnot, steigenden Preisen, Zuwanderung
ungelernter Arbeiter und wachsendem Fremdenhass, der wiederum die
Nationalitätenkonflikte schürt. Der soziale Abstieg des jungen Hitler ist der
Nährboden seiner Radikalisierung. Unweit von Hitlers erstem Wohnsitz befand sich
der Hauptsitz des Alldeutschen Vereins. Sein Begründer Georg Schönerer
bezeichnete sich als
Führer" der Alldeutschen, zu seinem Geburtstag brachte das „Alldeutsche
Tagblatt" seitenlange Elogen mit der Überschrift „Heil dem Führer!" Vor allem
aber ist Schönerer ein radikaler Antisemit und Kirchenhasser („Ohne Juda, ohne
Rom erbauen wir Germaniens Dom"). Schönerer ist es auch, der in zahlreichen
Schriften einen pseudowissenschaftlichen Nachweis zu führen versucht, dass Juden
eine eigene Rasse bilden. Daher sei der Antisemitismus ein „Grundpfeiler des
nationalen Gedankens und Hauptförderungsmittel echt volkstümlicher Gesinnung".
Wie Schönerer prägt auch der damalige Wiener Bürgermeister Karl Lueger Hitlers
weiteren politischen Weg. „Bei Lueger lernte er die Taktik des Volkstribunen
kennen", so Brigitte Hamann, „der die Massen zu Gefühlsstürmen bewegen konnte,
der sich für seine Anhänger, die »kleinen Leute«, aufopfert und ihr Selbstgefühl
steigert, indem er eine Minderheit ausgrenzt und dem Hohn preisgibt." Und diese
Minderheit waren auch bei Lueger die Juden. Hitler wird später in „Mein Kampf"
diese Lektion so beschreiben: „Gleich dem Weibe, dessen seelisches Empfinden
weniger durch Gründe abstrakter Vernunft bestimmt wird als durch solche einer
undefinierbaren, gefühlsmäßigen Sehnsucht nach ergänzender Kraft und das sich
deshalb lieber dem Starken beugt, als den Schwächling beherrscht, liebt auch die
Masse mehr den Herrscher als den Bittenden."
In Wien wurde der Keim gelegt, im politischen Chaos unmittelbar nach dem Ende
des Ersten Weltkriegs ging die Saat auf. Ausgestattet mit einem unbegrenzten
Vermögen zu hassen, brach Hitler in die Welt der Politik auf, in der er
reüssieren konnte, weil er im krisengeschüttelten Deutschland die Sehnsüchte,
die Ängste und auch den Hass der Menschen zu manipulieren verstand.
Kommentar: 07.02.1933 berichtet der „Völkischer Beobachter“, dass Reichskanzler Hitler auf sein Jahresgehalt von 29 Tausend 200 Reichsmark (RM) und seine Aufwandsentschädigung von 18 Tausend verzichtet habe; das Geld solle den Angehörigen von im Kampf getöteten SA- u. SS-Männern zugute kommen. Ob er damit für den Rest seiner Lebenszeit - wie der Papst - völlig ohne Gehalt gelebt hat, konnte ich nicht ermitteln.
Der Reichsarbeitsdienst (abgekürzt RAD) war eine Organisation des nationalsozialistischen Machtapparates im Deutschen Reich der Jahre 1933–1945. Ab Juni 1935 musste dort jeder junge Mann eine sechsmonatige, dem Wehrdienst vorgelagerte Arbeitspflicht im Rahmen eines Arbeitsdienstes ableisten. Ab dem Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Reichsarbeitsdienst auf die weibliche Jugend ausgedehnt. Der Reichsarbeitsdienst war ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland und des nationalsozialistischen Erziehungssystems. Mehr bei de.wikipedia.org.
Am obigen Beispiel kann gezeigt werden, wie ideenreich das sogenannte
3. Reich, das "Hitlerregime" doch war. Als unter dem 1. Kanzler der
Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer ("Doktor aller Fakultäten", wie er
einmal sagte), die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt wurde, gab es zwar den
Wehrersatzdienst (nach Artikel 12a Abs. 2 des deutschen Grundgesetzes) nach
"Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen". Diese
Anerkennung wurde aber sehr schwer gemacht. Es gab sogar Schulungen dafür, wie
ein "Verweigerer" seine Aussichten einer Anerkennung verbessern könnte... Die
Nazi-Ideologie hatte bei der damaligen CDU Tradition, die Ausbilder der Rekruten
waren Ex-Ausbilder und "bewährte" Kriegshelden der 3. Reiches, und auch heute
noch flammen Nazi-Ideen auf: Am 22. Juni 2010 forderte ein Friedrich Merz, der
sich durch den Verkauf der Westdeutschen Landesbank eine "goldene Nase" verdient
hat, den deutschen Steuerzahler jedoch einen Verlust von mindestens 15
Milliarden Euro, einen "Pflichtarbeitsdienst für Hartz IV Bezieher"
>hier< (und damit
"die faktische Abschaffung des Sozialstaates" nach Zeitungskommentaren). Der
derzeitige diktatorische Papst der römisch-katholischen Kirche sieht in den
Gottlosen seine größten Feinde (ohne Feindbild kein Krieg!). Er glaubt so
einiges nachfälschlicher Weise und bezeichnet den Herrn Hitler als einen
Gottlosen, was dieser nie war, aber von der "Katholischern Zentrumspartei" unter
anderen einstimmig durch das "Ermächtigungsgesetz" und Billigung des damaligen
Papstes Pius XII in den Sattel gehoben worden war
>hier<. Diese Webseite zeigt von vorne bis hinten in erschreckender Weise,
wie verzahnt diese CDU-Regierung mit alten Nazi-Größen war. Daher den ganzen
Artikel bitte lesen bzw. durchsehen! Mehr zum Wehrersatzdienst, bzw. Zivildienst
wieder bei
de.wikipedia.org/.
Das Nazi-Regime (Nazi = Nationalsozialismus) kannte sich sehr gut in der Psychologie aus - natürlich ohne jegliches wissenschaftlich fundierte "Studium", aber auf Grund der jahrhunderte langen Erfahrungen mit ihrer vorausgegangenen religiösen Diktatur (Taufe, Kommunion, Messdiener, Konfirmation, Religionsunterricht.
Alle Attribute einer (Groß-)Gruppe wurden genutzt: Abzeichen, Uniformen (>hier<). Feindbilder wurden geschaffen - im Sinne von "In-, Out-Groupe" (>hier< Abgrenzung Eigen-, Fremdgruppe). Schon der französische Soziologe und Ethnologe, David Emile Durkheim, hatte bereits 1912 die "Symbolidentifikation" in der Gruppe, die nicht nur durch festgelegte Normen des Verhaltens für Gruppenmitglieder - wie man sich verhalten soll und wie man nicht darf - sondern auch durch materielle Gegebenheiten - Wappen, Fahnen, Embleme usw. - in welche die Gruppekräfte hinein projiziert werden, so dass sie als Symbole angesehen werden. Die Loyalität geht dann nicht mehr nur über die Menschen, sondern über Symbole, die dann selber an Stelle der Gruppe stehen können.
Vergleiche mit Bild unter "Meme" >hier<

Schon früh wurde die Zugehörigkeit zum Deutschen Jungvolk (DJ, umgangssprachlich "Pimpf"), die Jugend-, also die Vororganisation der Hitler-Jugend* für Jungen zwischen 10 bis 14 Jahren gefordert, mit dem Ziel, die Jugend mit der Nazi-Ideologie zu durchdringen, zum absoluten Gehorsam einem Vorgesetzten gegenüber und vor allem in Treue zu Adolf Hitler zu erziehen, außerdem schon durch "Kampf- und Geländespiele" vormilitärisch auszubilden. Hitler soll einmal gesagt haben: "die dressieren wir schon von ganz kleinem an für unseren neuen Staat" - zu, wie es woanders zu hören war: "zäh wie Leder... hart wie Krupp-Stahl". Alle Lebensbereiche im wurden Organisation war ein Teil des nationalsozialistischen Konzepts, alle Lebensbereiche der Menschen in Form einer Gleichschaltung zu kontrollieren und zu beherrschen durch Vereinheitlichung des gesamten gesellschaftlichen und politischen, also des öffentlichen und privaten Lebens. Alle, auch Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen mussten sich zu Adolf Hitler bekennen mit einem Gelöbnis dem Titel: "Mit Adolf Hitler für des deutschen Volkes Ehre, Freiheit und Recht!".
* Nachwuchsorganisation der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), worin auch der "Bund Deutscher Mädel" (BDM) integriert war, also 98% der deutschen Jugend (mehr bei Wikipedia)
In diesem "akademischen" Zusammenhang sind die "braun-gefärbten" Burschenschaften einzubringen (Anspielung auf die braunen Uniformen der Nazis). Die zumindest leicht-"braune" Gesinnung dieser Studentenverbindungen (Burschenschaften) schlägt auch heute noch durch mit dem Wahlspruch der Urburschenschaft von 1815: Ehre, Freiheit, Vaterland...
Chef des Jungvolks (der Pimpfe) war ein Baldur Benedikt von Schirach. Da auch ich in diesen "Verein" musste, dann dauern singen "im Gleichschritt marsch", diese verschiedenen Sätze und Variationen der "Pimpfonie in Bal-Dur" - wie jemand mal sagte.
Zu erwähnen ist noch der "Volkssturm": eine letzter militärischer Haufen im "Hitler-Deutschland", um den „Heimatboden“ ("bis zum letzten Blutstropfen zu verteidigen") „bis ein die Zukunft Deutschlands und seiner Verbündeten und damit Europas sichernder Frieden gewährleistet ist". Alle „waffenfähigen Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren“ mussten sich melden und mit einer "Einberufung" rechnen. Wehrdienstverweigerung wurde mit dem Tode bestraft.
Von der (milde ausgedrückt) autoritären Deutschen Demokratischen Republik wurde
im Anschluss an den 2. Weltkrieg (und in Fortsetzung der NS-Tradition) die Indoktrination der Jugend übernommen durch Gruppen wie
Junge Pioniere, anschließend die Freie Deutsche
Jugend (FDJ), ab in die Volksarmee (NVA - Nationale Volksarmee). Statt der braunen Nazi-Farbe wurde Blau
ausgewählt. Übrigens: "Zeugen Jehovas" kamen als Kriegdienstverweigerer in den
"Bau", z. B. das ehemalige KZ-Gebäude in Bautzen - nicht das einzige
KZ-Nachfolge-Gefängnis der DDR, wo Menschen auch "aus politischen Gründen"
inhaftiert wurden. Krönung für die DDR-Jugend wurde die "Jugendweihe"
statt katholischen "Firmung" (Salbung im Alter von 7 bis 12 Jahren) bzw.
"Konfirmation" bei Evangelischen - lateinisch: »Befestigung«, »Bestätigung«l im
Alter von 14 Jahren.
Unsere "arme, heutige Jugend" hat nichts außer US-"Ami-Idole" ("eidolon" - griechisch: Gestalt, [Götzen-]Bild), Events, Fußball. Dafür schaffen viele auch nicht mehr irgendeinen Schulabschluss. Ach so, Shopping als Event, "Erlebnis Marketing im Internet", die Schnäppchenjagd, vor allem Kriegsspiele am Computer sind heute sehr zeitaufwendig, Fitnessstudioaufenthalte, Hairstyling und Arztbesuche nicht zu vergessen.
Schon der englische, mittelalterliche Philosoph, Francis Bacon, setzte sich mit den Idolen auseinander, hielt sie für "falsche Begriffe, welche vom menschlichen Verstand schon Besitz ergriffen haben und tief in ihm wurzeln". Sie würden den "Geist der Menschen" in Beschlag nehmen, zu Trugschlüssen und zu einem naiven Naturverständnis führen. Bacon definierte 4 Arten: die "erste soll als Idol des Stammes (Idola Tribus) bezeichnet werden; die zweite als Idol der Höhle (Idola Specus); die dritte als Idol des Marktes (Idola Fori); die vierte als Idol des Theaters." Da wird ein Herr von und zum Guttenberg 2011 zu einem Idol, einmal weil ein Adeliger ist und angeblich dazu noch "gut aussehen" soll, zweitens, weil er als Verteidigungsminister durchgreift und zwei hochrangige Offiziere wegen "Fehler" kurzerhand rausschmeißt, obwohl er, angeblich Jurist, wissen müsste, dass bei einem angenommenen Fehlverhalten erst einmal eine Beurlaubung vorzunehmen ist - auch von einem Minister, wenn auch von und zum Gottbegnadeten. Die Dummheit und Einfangbarkeit meiner Mitmenschen - 62% sollen Guttenbergs Sympathisanten gestellt haben - hat und wird sich nicht ändern. Die Idolisierung hat solche Menschen voll und ganz immer in Beschlag genommen.
Events (Entertainments: Unterhaltung, Belustigung, Zeitvertreib, Ablenkung, Vergnügung) gab es schon als "Brot und Spiele" bei den Römern. Für Sportaktivitäten werden ganze Stadtteile gesperrt: Marathonläufe oder zig Kilometer Radfahren udgl. mehrmals im Jahr. Ansonsten wäre das Leben ja so langweilig. Natürlich muss das alles in Gruppen geschehen. Die gewinnende Gruppe bespringt sich im wahrsten Sinne des Wortes. Welche Lebensfreude! Natürlich wird auf Kosten von uns allen ausreichend Polizei bereit gestellt gegen Randalierer, um aber nicht zum Einfangen von Geldwäschern, "Steuervermeidern" udgl.
"Heil Hitler", war der Gruß im "Tausendjährigen Reich". So etwas zu sagen, ist heute streng verboten. Hitler war der Heilsbringer, ja nach katholischer Auffassung der Heiland, der „Retter vor den Gottlosen“, der Salvator (im Lateinischen); Hitler, als der Glücksbringer, der Erlöser, wie heute die Börsianer und die Finanzjongleure. Was diese uns jedoch wirklich bringen oder was uns aber tatsächlich erwartet, d.h. was es uns kosten wird, sie durchzufüttern, hören wir täglich in offiziellen Nachrichten. Hauptsache: Die Kurse steigen!
Im Neuen Testament der Christen steht - je nach Textinterpretation - bei Apostel Lukas 2, Vers 30-32: "Meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel." oder "Meine Augen haben deinen Heiland gesehen, den du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volkes Israel."
Jedenfalls Heil bedeutet Erfolg, Begnadung, Ganzheit (Fülle, Vollheit, Vollständigkeit) oder Gesundheit, vor allem "Erlösung" von allem Übel und zur Auferstehung.
Jeder möge sich einmal überlegen, welches Heil in Europa durch einen Herrn Hitler und seinen später wieder in Amt und Würden auf der politischen Bühne zurückgekehrten Helfershelfern den Hunderten von Millionen Menschen durch deren Ideologie, durch deren Krieg und durch andere Verbrechen zuteil geworden ist, welches Heil die Religionen bisher überhaupt gebracht haben (durch jahrhundertelange Alleinherrschaft). (>Hier< zur Bilanz des 2. Weltkrieges.)
Es gibt ja in unserer Leitkultur (eher Leidkultur?) den Heiland, ein "deutschsprachiger Ehrentitel für Jesus Christus", schreibt Wikipedia. Es ist der Retter, Erretter, der Erlöser, der Heiler, der Heilbringer, der Segnende. Die enge Beziehung zwischen den politischen und den anderen Religionen stößt immer wieder auf.
Der derzeitige Papst, sich Benedikt XVI nennend, bezeichnet irrtümlich den Herrn Hitler als gottlos. Er sollte sich aber einmal etwas besser informieren; denn zum Wortschatz von Hitler gehörte die "Vorsehung". Dieser Hitler hielt sich für ein Werkzeug dieser Vorhersehung, der höheren, das Schicksal der Menschen und den Lauf der Weltgeschichte beeinflussenden Macht. Die Vorsehung ist sogar "eher eine im katholischen Raum gebräuchliche Vokabel".
Bei Wikipedia ist (u.a.) zu lesen: "Die Vorsehung ist der allmächtige und allwissende Gott, insofern er den Verlauf des Welt- und Heilsgeschehens ordnet und schon im voraus weiß. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen: gemäß der Naturgesetze, durch Wunder, durch zuvorkommende Gnade, durch Mitwirkung mit dem freien Willen der vernunftbegabten Geschöpfe oder durch Zulassung der Sünde, die aber jedes Mitwirken ausschließt. Insoweit von der Vorsehung vorgesehen ist, welche Menschen das ewige Leben erreichen, spricht man von Vorherbestimmung oder Prädestination. Vor allem wo die Vorsehung in einen Bezug auf Ereignisse gebracht wird, die man als Übel erlebt, obwohl man sich Gott darin doch unterwirft, ist der geradezu volkstümliche Begriff vom unerforschlichen Ratschluss gebräuchlich, zum Beispiel was die Zulassung der Sünde, die conditio humana, oder Todes- (und Beerdigungs-) Fälle betrifft..." - Also von wegen: Hitler "gottlos"! Hitler war eindeutig politisch religiös wahnsinnig (d.h. von krankhaftem Wahn befallen >hier<) und ganz eindeutig ein Psychopath/Soziopath (>hierauf< schon oft verwiesen) wie viele unserer Politiker und der Leute "in Amt und Würden"!
Einmalig in der Menschheitsgeschichte war die systematische, voll durchorganisierte, systematische Vernichtung von Mitmenschen, nicht weil sie Feinde waren, nicht weil sie etwas Böses den Vernichtern angetan hatten!! - Diese zu vernichtenden Mitmenschen wurden in der Regel in verriegelten und vergitterten Eisenbahnzügen in Vernichtungslager transportiert, in Speziallager der vielen Konzentrationslager. Auf „Todesrampen" fand die große Selektion statt. Frauen, Kinder, Gebrechliche wurden direkt in den Tod geschickt (im berüchtigten Auschwitz-Birkenau). Wenn jeder Transport aus durchschnittlich 3000 Menschen bestand wurden wenigstens 2000 direkt in die Gaskammern geschickt. Der Rest wurde zu Zwangsarbeiten herangezogen als „Vernichtung durch Arbeit“. Zwangsarbeiter wurden vor allem auch aus "Ostgebieten" ins "Hitlerreich". Auch diese wurden auf Rampen "präsentiert" und die Bauern, die
zum "Reichsnährstand" gehörten, durften sich, wie auf den US-amerikanischen Sklavenmärkten, das ihnen am geeignetsten Menschenmaterial aussuchen, dort jedoch ohne Bezahlung (soviel ich weiß). [Der "Reichsnährstand" wurde zwar 1948 aufgelöst, aber das Reichsnährstands-Abwicklungsgesetz in der im deutschen Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 780-2, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Artikel 2 Nr. 21 des Gesetzes vom 20. Dezember 1991 (BGBl. I S. 2317), ist erst kürzlich "ausgelaufen". Es gab nichts mehr "abzuwickeln".)
I Have No Dream (engl. „Ich habe keinen Traum“) im Gegensatz zu der berühmten Rede von Martin Luther King, Jr. ... Denn wie sollte sich etwas ändern mit unseren Politikern (mit ausschließlich solchen Politikern >hier<, die sich sogar, nach dem derzeitigen deutschen Bundespräsidenten, Christian Wulff - selber einer von jenen - "den Finanzmärkten unterwerfen", gesagt am 25. August 2011*)?
* Etwas genauer: Wulff sagte zu den Grundprinzipien der Marktwirtschaft: "Risiko und Haftung gehen Hand in Hand". Wer Risiken eingehe, könne auch scheitern. "Dieses Prinzip muss auch für den Finanzsektor gelten, für kleine Anleger wie für große Finanzinstitute." Er erinnerte an das Domino-Spiel. "Erst haben Banken andere Banken gerettet, und dann haben Staaten Banken gerettet, dann rettet eine Staatengemeinschaft einzelne Staaten. Wer rettet aber am Ende die Retter?" fragte er. Der Bundespräsident äußerte auch Verständnis für den Unmut vieler Bürger gegenüber der Finanzwelt. "Ich verstehe, dass viele nicht nachvollziehen wollen, dass Bankmanager teils exorbitant verdienen, dass aber zugleich Banken mit Milliarden gestützt werden." Weiter: Die Politik müsse ihre Handlungsfähigkeit zurückgewinnen. "Sie darf sich nicht abhängig fühlen und sich am Nasenring durch die Manege führen lassen, von Banken, von Rating-Agenturen oder sprunghaften Medien."
Walter Rath, August 2011