Das Training der Terror-Piloten

Von Atha Athanasiadis 23. September 2001, 00:00 Uhr

Rudolf Kreil absolvierte zufällig seine Pilotenausbildung mit den Attentätern von New York.

Ein Augenzeugenbericht:

 Sie trafen sich fast täglich auf dem kleinen Flughafen von Vero Beach, Florida. Die beiden Araber und der junge Flugschüler aus Salzburg. "Sie waren sehr freundlich und zuvorkommend. Wir plauderten über unsere Pläne und über unsere Zukunft." Am Abend wurden die Gespräche in der kleinen Bar am Strand oft weitergeführt. "Es war nichts Außergewöhnliches." Nur über eine einzige Sache wunderte sich der 31-jährige Rudolf Kreil: "Am Flugsimulator übten die beiden ausschließlich das Fliegen von Steilkurven!"

Seit dem 11. September kennt der junge Bauleiter aus dem österreichischen Mondsee den Hintergrund des intensiven Kurventrainings: Da krachten seine beiden Flugschulkollegen Mohammed Atta und Marwan Alshehhi in die beiden Türme des New Yorker World Trade Centers. Es war der blutigste Terroranschlag aller Zeiten.

Rudolf Kreil absolvierte die Flugschule "Flight Safety" in Vero Beach, Florida. Rund 400 Piloten aus aller Welt werden hier zeitgleich ausgebildet. Knapp 150000 Mark kostet der mehrmonatige Lehrgang. Untergebracht sind die Studenten auf einem riesigen Campus in kleinen Apartmenthäusern. Eines davon war von einer ganzen arabischen Clique okkupiert. Einer der Männer war Marwan Alshehhi. Kreil: "Marwan war nur wenige Wochen bei uns, dann wechselte er zu einer anderen Flugschule nach Venice, wo auch Mohammed lernte." Zwischen den beiden Flugschulen herrscht enger Kontakt. Kreil: "Wir starteten täglich in Vero Beach, flogen dann nach Venice und wieder zurück."

Reiche Terroristen. Der erste Kontakt entsteht aus pekuniären Gründen: "Wie ich haben sich die Araber ihre Ausbildung selber bezahlt, dadurch kommt man ins Reden." Während sich der Salzburger seinen Kurs über einen Kredit finanzierte, scheinen seine arabischen Mitschüler über enorme Bargeldreserven zu verfügen: "Sie waren die Einzigen, die sich sofort Autos kauften, und auch sonst machten sie nicht den Eindruck, sparsam leben zu müssen."

Auch legte die Gruppe keinen besonderen Ehrgeiz an den Tag. Fünf Stufen umfasst die Ausbildung. Alle drei Wochen müssen strenge und schwierige Prüfungen abgelegt werden. "Obwohl sie offensichtlich wenig lernten, überrundeten sie uns alle." Einer aus der Gruppe, ein Pakistani, gestand Kreil den Trick: Um die nötigen Flugstunden zu sammeln, landeten die arabischen Studenten bei Alleinflügen auf einer privaten Landebahn im Hinterland und ließen den Motor der Maschine einfach weiterlaufen, während sie in einer Imbissstube einkehrten: "Solange der Propeller läuft, läuft auch der Flugstundenzähler mit." So ersparten sich die Flugschüler mühsame Flugstunden und mögliche Flugfehler, die zu einer Rückstufung bei der Ausbildung geführt hätten. Bei einem dieser illegalen Stopps kommt es zu einem tragischen Zwischenfall: Ein Araber und Freund der späteren Attentäter übersieht den Propeller und wird von ihm geköpft.

Auch ein zweiter tödlicher Zwischenfall kommt unter dem Titel "Unfall" zu den Akten. Ameer B., ein 32-jähriger Araber, verwechselt beim Start mit seiner Schul-Cessna die Himmelsrichtungen und knallt frontal in das Privatflugzeug eines New Yorker Geschäftsmanns. Vier Menschen sterben. Kreil: "Der Fluglehrer hatte ihm gesagt, er soll nach links fliegen, aber der Mann sprach fast kein Englisch und drehte nach rechts ab." Der direkte Konnex zum Anschlag: Dem FBI zufolge wurde das Auto der Attentäter von Ameers Bruder Adnan gemietet. Dort fanden die Ermittler in der Folge auch einen Abschiedsbrief von Mohammed Atta.

Einzig während der so genannten "Kunstflugausbildung" - hier werden enge Kurven und Loopings geübt - waren die späteren Attentäter hoch motiviert. Kreil: "Sie sind bis spät am Abend vor ihren Bungalows gesessen und haben auf Computersimulatoren geübt." Gewohnheiten, die erst im Nachhinein auffällig erscheinen. Denn ansonsten führten Mohammed Atta und seine Freunde ein unauffälliges Leben. Kreil: "Sie beteten mehrmals am Tag und gingen nicht so oft aus wie wir anderen."

Wenige Wochen bevor Mohammed Atta plötzlich verschwand, vertraute einer der Attentäter Kreil seinen größten Traum an: "Ich hoffe, ich kann bald eine wirklich große Maschine fliegen", sagte er.

Atha Athanasiadis ist Mitarbeiter des Nachrichtenmagazins "News", Wien.


http://www.welt.de/print-wams/article615496/Das_Training_der_Terror_Piloten.html

 


Mohamed Atta and Co. - angebliche Dschihadisten - liebten Alkohol, Drogen und Sex

von Elias Davidsson, Mai 2009 

Atta, Alshehhi, Jarrah und Hanjour hätten sich für eine Selbstmordaktion vorbereitet, „mit dem Ziel, als Märtyrer einen direkten Zugang zum Paradies zu erhalten und dort einen bevorzugten Platz einzunehmen.“ (Urteil gegen Mounir El Motassadeq)

Im Urteil gegen Mounir El Motassadeq wurden seine Freunde, Mohamed Atta, Marwan Al Shehhi und Ziad Jarrah, als strenggläubige Muslime bezeichnet. Laut der 9/11 Kommission begingen die 19 mutmasslichen Terroristen die Anschläge des 11. September aus ihrer extremistischen islamistischen Überzeugung. Der Abschlussbericht der amerikanischen 9/11 Kommission enthält das Wort Islam und dessen Varianten (Islamisten, Islamismus, Muslime u. dgl.) Hunderte Male. Doch im spezifischen Bezug auf die religiösen Überzeugungen von Mohamed Atta, Marwan Al Shehhi und Ziad Jarrah, befindet sich nur ein einziger, allgemeiner Satz im Bericht, was seltsam erscheinen mag:

"Aus Folge des Einflusses von Zammar oder durch andere Anregungen, entschlossen sich Atta, Binalshibh, Shehhi und Jarrah ihre extremistischen Überzeugungen in Tat umzusetzen. Gegen Ende des Jahres 1999 waren sie nun bereit ihre Stundentenleben in Deutschland zu Gunsten des gewalttätigen Jihad aufzugeben. Diese letzte Phase in ihrer Entwicklung in der Richtung eines umfassenden islamistischen Extremismus blieb nicht von ihrer Umgebung gänzlich unbeachtet."

Dass Atta, Al Shehhi und Jarrah sich wie Amerikaner gekleidet und ihren Bart abrasiert hatten – wie es mehrmals berichtet wurde - könnte man schon als eine Tarnung interpretieren. Aber wie steht es mit ihrer Neigung, sich in Bars aufzuhalten, Alkohol und Drogen einzunehmen und Prostituierte aufzusuchen? Und welcher Reiz stellte Las Vegas, die Stadt der Sünde, für diese fanatischen Muslime dar, wo sie einige Mal hinreisten?  Wegen der vielfältigen Berichte über ihr unislamisches Verhalten stellt sich die Frage, ob ihre islamistische Legende, die in Deutschland aufgebaut wurde, eine Tarnung war, oder ob es sich um ganz andere Personen handelte als jene, die in Hamburg als gläubige Muslime bekannt waren.  Dieser Hypothese wird anderswo nachgegangen.

Alkohol

Mohamed Atta, Marwan Alshehhi, und ein dritter Mann gingen ins "Shukkums Restaurant" in Hollywood, Florida, am 7. September 2001 besoffen hinein. “Sie sind knallvoll“ sagte die Barkellnerin Patricia Idrissi und schickte sie weg zu einem chinesischen Restaurant nebenan. Später kamen sie zurück – Atta bestellte fünf „Stolichnaya“ Wodka und Orangensaft während Alshehhi fünf mal Rum mit Coke bestellte. Laut Tony Amos, der Besitzer, war “der Typ Mohamed betrunken, seine Stimme war unklar und er hatte ein schweren Akzent.“  Diese Geschichte wurde in zahlreichen Medien den ganzen Monat September 2001 hindurch berichtet.

Aber ab dem 15. September begann sich eine neue Version der Geschichte durchzusetzen. Die revidierte Version des Besitzers ähnelt der ersten, aber nun ist Atta mit Videospiele beschäftigt und trinkt Preiselbeersaft statt Wodka. Langsam ersetzt die zweite Version die erste. So berichtete z.B. der "Los Angeles Times"  die neue Version:

Am selben Abend (7. Sept.), unten an der Küste Floridas, gingen Atta und Al-Shehi in Shuckums Sports Bar in Hollywood zusammen mit einem noch unidentifizierten dritten Mann. Der Besitzer, Tony Amos, sagt, dass Atta ruhig für sich saß, Preiselbeersaft trank und Videogames spielte und Al-Shehi mit dem anderen Gast Mix-Drinks konsumierte und diskutierte...

Was übrig blieb, waren „gesäuberte“ Presseberichte, wie der folgende, der am 22. September in der Washington Post erschien:

„Am Freitagabend vor den Anschlägen verbrachten Atta und zwei andere Männer – einer von ihnen Marwan Al-Shehhi, ein weiterer mutmaßlicher Flugzeugentführer – dreieinhalb Stunden in einer Bar namens Shuckum’s in Hollywood (Florida). Atta spielte Videospiele, eine Beschäftigung, die mit fundamentalistischen Überzeugungen eigentlich nicht vereinbar ist. Doch der Geschäftsführer, der an jenem Abend Dienst hatte, gibt an, er erinnere sich nicht, Atta Alkohol trinken gesehen zu haben.“

Der Autor Daniel Hopsicker* recherchierte in Florida zwei Jahren lang über Mohamed Atta. Was der Autor herausgefunden hat widerspricht völlig dem Image eines strenggläubigen Islamisten, der sich zum Märtyrentum vorbereitet.  Er schrieb:

„Ich wollte es von Tony Amos selbst hören. Doch als ich im Shuckum’s einkehrte, stellte ich fest, dass sowohl er als auch die Barkeeperin Idrissi nicht mehr hier arbeiteten. Niemand wusste, wohin sie gegangen waren. Die Nachfolgerin hinter der Theke deutete immerhin an – bevor sie merkte, dass sie dabei war, zu viel zu reden - , dass der Abgang der beiden irgendwie mit dem 11. September zusammenhing. Tony Amos und Patricia Idrissi hatten Fahrkarten auf die Insel der verschollenen Zeugen gelöst. Hoffentlich hin und zurück.“

* bekannt durch sein Buch: "Barry & The Boys - The CIA, The Mob and America's Secret History", MadCow, Nori/Oregon (USA) 2001

Marwan Alshehhi war im Jahre 1997 mehrmals in den Philippinen gesichtet worden. Der Sicherheitsbeamte Antonio Sersoza behauptete: „Ich bin sicher, Alshehhi war 1997 im Woodland Park Resort mehrmals als Gast. Ich erinnere mich an ihn, weil ich ihn für zu schnelle Fahrt dreimal beim Tor des Hotels gestoppt habe.“ Gina Marcelo, eine Kellnerin im Hotel, erinnerte sich dass Marwan Alshehhi eine Party im Hotel gab. „Es waren um die sieben Personen. Sie mieteten einen offenen Platz beim Schwimmbad. Sie tranken Johnnie Walker Black Label Whiskey und Mineralwasser. Sie grillten Crevetten und Zwiebel. Sie kamen in großen PKWs und hatten viel Geld. Alle hatten Freundinnen.“ Ein anderer Augenzeuge, Ferdinand Abad, erinnerte sich, dass Atta ihn gefragt hätte, wann er außerhalb des Hotels auf einen Wagen warten sollte, um zum Flugklub transportiert zu werden.

Ihre Anwesenheit in der Philippinische Kleinstadt weckte wenig Neugier in der von Männern dominierten ausländischen Gemeinschaft, die aus pensionierten Militärs bis zu Touristen aus Europa, Australien und dem Nahen Osten bestand. Sie schätzten die günstigen Preise und die Verfügbarkeit von Frauen. Die 9/11 Kommission erwähnte überhaupt nicht, dass Atta und Alshehhi in den Philippinen waren.

Sex

Die Geschichte mit den durchzechten Abend bei Shuckum’s ist immerhin nicht die einzige, von der zu hören war. Da gab es noch ein paar weitere. So berichtete, um nur ein Beispiel zu nennen, die Londoner Sunday Mail, Atta und Alshehhi hätten in einer Bar namens Sunrise-251 in Palm Beach innerhalb einer Dreiviertelstunde Champagner der Edelmarken Krug und Perrier-Jouet für 1000 Dollar konsumiert. Marwans Begleiterin sei, so die Zeitung, eine kurz geratene Blondine gewesen, während Atta mit einer über 1,80 Meter großen Brünetten Ende zwanwig unterwegs gewesen sei.  Nach Angaben der Sunday Mail waren beide Frauen in der lokalen Szene als „regelmässige Gespielinnen spendabler Herren“ bekannt.

Hopsicker entdeckte auch, dass Atta mit einer ex-Stripperin zusammenlebte. Darüber berichtet er ausführlich in seinem Buch.  Hier nur kurze Auszüge:

„Von meiner Suche nach der Freundin des Rädelsführers der Terroristen wird noch ausführlich die Rede sein. An dieser Stelle sei nur so viel gesagt, dass ich nach einer langwierigen Schnitzeljagd eine junge Frau ausfindig machte, die einigen Nachrichtenmeldungen zufolge für kurze Zeit mit Mohamed Atta zusammengelebt hatte. Diese Frau heißt Amanda Keller. Zu dem Zeitpunkt, da sie sich mit Atta ‚zusammentat’, war sie zwanzig Jahre alt und schmückte sich mit einer pinkfarbenen Stachelfrisur. Tagsüber betätigte sie sich als ‚Dessousmodel’, abends entweder als Stripperin oder als Hostess für einen Begleiterservice namens Fantasies & Lingerie, zu dessen Klientel Politiker, Richter, Geldleute und Partylöwen beiderlei Geschlechts gehörten und dessen Büro sich nicht weit vom Cheetah’s befand, einem Stripteaselokal, in dem Atta nachweislich verkehrte.“

Weiter berichtete Amanda Keller über das High-Life der Hamburgerzelle:

„Der Club Area 51 war ein anderes Lokal, in das wir öfter gingen... Mohammed mochte die Musik nicht, es gab nur Rap. Und Jürgen musste Sabrina nach Hause bringen, weil sie Epileptikerin war. Es gab dort Flimmerlampen, und von dem Licht bekam sie einen Anfall. Olivia und ich, wir blieben, und auch Timothy, der Zugänglichste von allen, ein wirklich netter Junge, jünger als die anderen. Wir trafen noch mehr Piloten aus Afrika, Deutschland und Araber.  Marwan stand mit einer Meute Frauen an der Bar des Regae-Saals. Es gab Drinks, es schwirrten eine Menge Frauen um ihn herum, und er warf mit Geld nur so um sich.“

Dass Atta mit Amanda Keller in den Sandpiper Apartments, Venice, Florida, gegenüber den Flugplatz, zusammenlebte, wurde von ihren Nachbaren, Stephanie Frederickson und vom Ehepaar Charles und Paula Grapentine, bestätigt.

Ziad Jarrah, der in seiner Heimat Libanon, ein Partylöwe war, änderte sich laut dem Urteil gegen Mounir El Motassadeq zu einem strenggläubigen und fanatischen Islamisten.  Dennoch berichteten amerikanische Zeitungen dass er im Februar 2001, während eines Aufenthaltes in Jacksonville, Florida, Wackos Stripklub besucht hätte. Er wurde von Mitarbeiterinnen des Klubs von Fotografien, die ein Beamter des FBI ihnen zeigte, erkannt.              

Laut des FBI hatten sechs Tänzerinnen Marwan Alshehhi am 1. Juli 2001 im Nachtklubb Cheetah in Pompado Beach, Florida, gesehen.  Er wurde auch in Las Vegas, Nevada, von einer Stripperin in Olympic Garden Topless Cabaret, Samantha, gesehen. Er hätte bei ihr einen Schoßtanz erhalten und nur $20 bezahlt. Laut Ermittlern hätten Atta, Alshehhi, Jarrah, Hanjour und Alhamzi mindestens sechs mal Las Vegas besucht.

Atta und Alshehhi wurden wieder in den Philippinen im Jahre 1999 gesehen. Victoria Brocoy, eine Angestellte des Woodland Park Resort bei Angeles City, etwa 60 Meilen nördlich von Manila, sagte über Atta: „Ich habe ihn mehrfach morgens am Tor gesehen, als er eine junge Dame herausließ. Es war immer eine andere.“

Es ist bemerkenswert, dass weder das FBI noch die 9/11 Kommission über Mohamed Atta’s intime Beziehungen zur Stripperin Amanda Keller  berichten. Auf der Webseite des FBI, wird nicht mal Venice, Florida, als Wohnort von Mohamed Atta, erwähnt.  

Drogen

Über den Drogenkonsum von Mohamed Atta lässt Autor Hopsicker seine Freundin Amanda Keller sprechen:

„In Key West nahmen sie Drogen, aber nicht in meiner Gegenwart. (...) Nach unserer Rückkehr aus Key West stellte Mohamed mich allen in dem Apartment vor – es war das erste Mal, dass ich dorthin mitging.  Ich traf da Angelina und Olivia und einen sehr kräftigen Holländer, der gut zwei Meter groß gewesen sein muss. Peter, Stephan, Timothy und Jürgen waren auch dort. Und ein Typ mit dunklen Haaren, der ein bisschen wie Mohammed aussah, aber ganz lange Haare hatte. Er wirkte traurig und sagte, er sei aus Frankreich.(...) Sie tranken eigentlich immer. Bier oder Wein, aber auch Spirituosen. Immer. Nachdem ich die Bewohner [der Wohnung im Sentinel-Apartments] alle kenne gelernt hatte, fühlten sie sich in meiner Gegenwart nicht mehr befangen und holten den Koks heraus.  Beim ersten Mal, als ich [Atta] dabei erlebte, lieh er sich bei mir einen Dollarschein aus, den er zum Röhrchen aufrollte. Dann fragte er mich, ob ich eine Linie, die auf einem Glastisch im Wohnzimmer angerichtet war, haben wollte. Ich sagte nein. Für mich war das etwas, das man sonst nur im Kino sieht. Es war das erste Mal, dass ich richtiges Kokain zu sehen bekam. Diesen Jungs quoll das Geld regelrecht aus dem Arsch. Ich hatte den Eindruck, dass ihnen nie das Geld ausging, und ihr Kokainvorrat war enorm. Immer wenn es ihnen ausging, gingen sie zur Flugschule rüber. Ich schloss mich ihnen eines Tages mit Sabrina [Tims Schwester aus Hamburg] an, um zu sehen, wohin sie gingen, und sah sie im Gebäude des Florida Flight School Training Center verschwinden.“

Das FBI und die 9/11 Kommission verschwiegen völlig den mutmaßlichen Drogenkonsum von Mohamed Atta.

Wahrhaftige Muslime?

„Wahrhaftige Muslime trinken keinen Alkohol, nehmen nicht Teil an Glücksspielen und besuchen nicht Striplokale“, sagte Dr. Osama Haika, Vorstand der islamischen Stiftung in Nevada. „Solches Verhalten ist sündig, genau so sündig wie das, was sie in New York und Washington getan hatten.“  Wenn die Entführer sich in den strengen islamistischen Ländern zu einen solchen Verhalten herabgelassen oder nur bloß einen verwässerten Whiskey getrunken hätten, würden sie zu Stockschlägen verurteilt, sagte Haikal. Und für den Horror, den sie begangen hatten, würden sie zum Tode verurteilt worden sein.

Man könnte hinwenden, dass Atta und seine Freunde Takfiris waren.  Laut Thomas Frankenfeld vom Abendblatt sind Takfiris oft „Meister der konspirativen Tarnung, führen häufig ein Doppelleben in der modernen Welt. Zur Erreichung ihrer Ziele dürfen sie Dinge tun, die sich normale Muslime nie gestatten würden. So können sie notfalls Schweinefleisch essen, Alkohol trinken, Sex mit westlichen Frauen haben, lügen, betrügen, stehlen oder Drogen verkaufen. Diese These wird aber weder von Experten des Islams noch von offizieller Stelle, als eine plausible Erklärung für ihren unislamisches Verhalten angegeben.

Fazit

Hatten Atta, Alshehhi und Jarrah ihre Strenggläubigkeit in Deutschland vorgetäuscht oder waren die Männer, die sich als Atta, Alshehhi und Jarrah in der USA herumtrieben, möglicherweise andere Personen, die diese Namen benutzten?  Diese These bleibt ungeklärt. Sie ist aber durch andere Indizien bestärkt.

Auch wenn von den fehlenden Beweise über die Teilnahme von Atta, Alshehhi und Jarrah in den Anschlägen abgesehen wird, und auch wenn man davon ausgehen würde, dass diese drei Leute Takfiris waren, wäre es schwer zu glauben dass Leute, die gerne Alkohol trinken, Sex ausüben, Drogen einnehmen, Pilotenausbildung hinter sich haben und viel Geld verdienen könnten, ihr Leben für irgendwelchen abstrakten Ideal opfern würden.  Ihr Verhalten in der USA deutet eher darauf hin, dass diese Männer in eine Drogenschmuggeloperation verwickelt waren oder für Geheimdienste arbeiteten.