Niger: Das Letzte Holz
Ein kurzer Hinweis im Kölner Stadt-Anzeiger vom 22.11.2007:

Holz aus den letzten Wäldern des Niger werden in der Hauptstadt Niamey abgeladen und verkauft - zum Verheizen. Bereits zwei Drittel des Landes sind der Wüstenbildung zum Opfer gefallen, obwohl zwischen 1985 und 1997 sechzig Millionen Bäume gepflanzt wurden. Die Menschen plündern weiterhin die Wälder für ihr Feuerholz, ohne die Konsequenzen zu bedenken.
BILD: AFP
Niger erstreckt sich vom
Mittellauf des Niger im Südwesten über die Sahelzone bis in die Sahara nach
Nordosten. Den größten Teil des Landes nehmen weite Ebenen ein, aus denen in der
Sahara das Gebirge Aïr mit Höhen bis 2310 m über dem Meeresspiegel herausragt.
Östlich schließen sich die Sandwüsten des Ténéré und des Großen Erg von Bilma
an. Im äußersten Norden liegen Plateaus in 500-1000 m Höhe. Im Südosten hat
Niger Anteil am . - Es herrscht semi- bis vollarides (d.h. vollkommen trockenes,
dürres) Klima mit einer Regenzeit
(zwischen Mai und Oktober). Die Trockensavanne (Grassteppe mit einzelnen Bäumen) im Süden geht nach Norden in
Dornstrauchsavanne und Halbwüste über. Es wäre noch möglich, die totale
Verwüstung zu verhindern. Aber man braucht sich ja um nichts zu kümmern; denn Allah
wird schon für alles sorgen. (>hier<)
Die größten ethnischen Gruppen bilden die Hausa (rund 54 %), ferner Dyerma (22
%) und Songhai; hellhäutige Fulbe leben v. a. im Sahel, die Tuareg in der Sahara
(Landessprachen: Hausa, Ful, Djerma). Wegen lang anhaltenden Dürreperioden sind
viele Nomaden in den Süden oder in die Nachbarländer gezogen. Der Anteil der
städtischen Bevölkerung beträgt 23 %. - Über 90 % der Bevölkerung sind
sunnitische Muslime (überwiegend der malikitischen Rechtsschule), knapp 9 %
werden traditionellen afrikanischen Religionen zugerechnet; rund 0,3 % sind
Christen. - Es besteht allgemeine Schulpflicht im Alter von 6 bis 12 Jahren,
einsetzend mit der sechsjährigen Primarschule. Die Alphabetisierungsrate wird
auf (2004) 17 % (alle über 15 Jahre) beziehungsweise 25 % (15- bis 24-Jährige)
geschätzt. Abdou-Moumouni-Universitäten (gegründet 1971, Universitätsstatus seit
1973) in Niamey; Islamische Universität (gegründet 1986 auf Anregung und mit
Unterstützung der Organisation Islamische Konferenz).
