Nachrichten in Kürze
- ungeordnet -

Geld ist
vorhanden: die neue Yacht „Eclipse " (die größte der Welt) des
Milliardärs Roman Abramowitsch (der seine ersten Rubel in
Moskau mit 15 öffentlichen Toilettenhäuschen und dem Verkauf von Gummi-Enten
verdiente und sich das Startkapital für den Einstieg ins Ölgeschäft verschafft
haben soll, als er 1992 einen Zug mit 55 Waggons Diesel umleiten ließ. Die
Beweise für den Raub verschwanden auf mysteriöse Weise, und er wurde
freigesprochen).
(Nach afp Mitte 2010:) Die Unternehmensberatung Boston Consulting Group
(BCG) ermittelte in einer Studie: Die Reichen haben die Finanzkrise überstanden.
Ihre Vermögenswerte wuchsen in Bargeld, Aktien, Wertpapieren oder Fonds um mehr
als elf Prozent auf 111,5 Billionen Dollar (92.000.000.000 Billionen Euro). 2009
wurden in Europa 37,1 Billionen Dollar Vermögenswerte verwaltet. In Deutschland
gab es 430 000 Dollar-Millionäre. In Nordamerika nahm das Privatvermögen um 4,6
Billionen Dollar zu. In der Asien-Pazifik-Region nahm es um 22 Prozent zu und
damit fast doppelt so stark wie im globalen Durchschnitt. In Lateinamerika
wuchsen die Vermögenswerte überdurchschnittlich um 16 Prozent. Europa bleibt
aber reichste Region, gefolgt von den USA und Japan. In Europa lagen die
verwalteten Vermögenswerte 2009 sogar über denen vor Beginn der Krise. Die
Vermögen wuchsen, weil die Börsen wieder anzogen und die Privatanleger mehr
sparten. Mittelbar trugen auch die staatlichen Rettungsprogramme ihren Teil bei.
Die Finanzstützen stabilisierten laut Experten die Lage und legten die Grundlage
für den Aktienboom. Weltweit haben nun weniger als ein Prozent aller Haushalte
ein Vermögen von einer Million Dollar – sie verfügen aber insgesamt über 38
Prozent aller Vermögenswerte.
Ethik gibt körperliche Stärke: Wer lieb und nett handelt, ist ein Schwächling und immer der Verlierer, ist die allgemeine Meinung. US-amerikanische Psychologen an der Harvard University unter der Leitung von Kurt Gray haben überraschend das Gegenteil herausgefunden. Zuerst haben sie bei untersuchten Personen (Probanden) deren Bereitschaft festgestellt, Geld für einen guten Zweck zu spenden; dann mussten die Versuchspersonen ein Gewicht von mehreren Kilogramm so lange halten, wie sie konnten. Die Wohltäter hielten zehn Sekunden länger aus als die "Egoisten", die kein Geld zu geben bereit waren.
PIRATEN STOPPEN DIE ÜBERFISCHUNG: Eine der größten Ökoschutzmaßnahmen der Welt findet derzeit vor den Küsten
Somalias und Kenias statt: Seitdem dort Piraten ihr Unwesen treiben, wagen sich
immer weniger ausländische Fangschiffe in die Gewässer. Dadurch erholen sich die
vormals stark dezimierten Fischbestände in ungeahnter Weise. Kenianische Fischer
berichten von der Rückkehr bereits verschwunden geglaubter Arten und von "mehr
Fisch als gefangen werden kann". (Aus der Zeitschrift "GEO")
Bankberatung
wie bei einer Drückerkolonne:
KARIN.BILLANITSCH@MDS.DE berichtete im April 2010, dass nicht wenige Banken
ihren Kundenberatern harte und unerreichbare Ertragsziele vorgeben und diese
Berater zweimal am Tag Rechenschaft über ihre Verkaufserfolge abzulegen haben.
Als Ergebnisse wird festgestellt: Viele der Berater halten den Druck nicht aus
und werden krank. Nicht selten wird ausschließlich im Interesse der Bank beraten
und den Kunden etwas aufgeschwatzt, was sie (eigentlich) überhaupt nicht haben
wollten. Das war seit zehn Jahren schon so, meint Karin Billanitsch.
Wissen Sie, dass die Volksvertreter in unserem Staat, der Bundesrepublik Deutschland jeden von uns 80 Millionen Bürgern bis Ende 2009 in eine Gesamtverschuldung von fast 1 Tausend 700 Milliarden Euro gebracht haben, komplett und genau ausgeschrieben 1.692.200.000.000 € (nach dem Statistischen Bundesamt; 2007 waren es "erst" 1.478.394 Milliarden, also 4 Tausend weniger für jeden von uns als am Ende diesen Jahres 2010)? Die Statistik rechts zeigt die Verteilung auf Staat, Länder und Gemeinden. In diesem Jahr kommen allein für den Bund noch einmal 80 Milliarden (80.000.000.000 €) dazu. Das sind für jeden von uns vom neugeborenen Kind bis zum todgeweihten, altersschwachen Menschen nur tausend Euro Mehrbelastung (statt bisher 21 Tausend 152 Euro und 50 Cent gerade mal 22 Tausend "und ein paar Gequetschte". Seine anteiligen Schulden kann allerdings ein Herr Ackermann, derzeitiger Chef der Deutschen Bank - >hier<, mit einem Drittel seines Tageseinkommens ausgleichen). Frage: Brauchen wir in Stuttgart einen neuen unterirdischen Bahnhof? in Köln ein neues Opernhaus und eine Untergrundbahnerweiterung? Gespart wird an Justizbeamten, Steuerfahndern und anderem Personal... Der alte Lehrsatz, man kann sich nur das leisten, was man auch bezahlen kann, gilt überhaupt nicht mehr.
Aus einem Interview von Arno Luik* mit der Ratsvorsitzenden der evangelischen
Kirchen in Deutschland, Bischöfin Margot Käßmann im Wochenmagazin "Stern"
4/2010:
* 1955 geboren, seit 2000 Autor beim "Stern" (war
Berichterstatter bei "Tempo" und "Wochenpost", Chefredakteur der "taz")

(Luik:)
Frau Bischöfin, vielleicht wäre die Welt besser dran ohne Religionen.
(Kläßmann):
Nein, das glaube ich nicht.
Das müssen Sie so sehen.
Und Sie machen es sich zu einfach mit
der Religion.
Meinen Sie? Eine Welt ohne Religionen: Es gäbe keine Glaubenskrieger,
keine Taliban, keine Selbstmordattentäter, die aufs Paradies hoffen, keinen
George W. Bush, der als US-Präsident mit Gott redete, bevor er seine Bomber „zum
Kreuzzug" starten ließ.
Es gibt in der Religion Fundamentalisten. Und ein Fundamentalismus, der
andere Menschen für minderwertig erklärt, ist für mich nicht religiös
vertretbar. Ja, Religion hat sich immer wieder verführen und missbrauchen
lassen.
Die Kirche zieht in ihrer Geschichte eine Blutspur hinter sich her.
Unsere Kirche ist da einen langen, weiten Weg gegangen. 1948 haben die
Kirchen der Welt in Amsterdam erklärt: Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein!
Und gerechter Krieg ist nicht mehr das Thema unserer Kirche. -
In klaren Ausnahmefällen, wo der militärische Einsatz den ...
Frau Käßmann trat von allen Ämtern (außer Pfarramt) Ende Februar 2010 zurück, nachdem sie wegen Trunkenheit am Steuer ihres Dienstwagens erwischt worden war.
Ein paar Zahlen von 2009 (z.B. Fischer Weltalmanach - 16,95€ bei www.jokers.de 3,95€):
- Arktisches Packeis nur noch 50% (so kleine Fläche wie nie zuvor);
- Urwald in Indonesien (88% Muslime) wurde seit etwa 1950 zu ca. 75% abgeholzt;
- Europäische Union hat 27 Mitgliedsländer (keine Zugehörigkeit: einige Inseln im Ärmelkanal ( = Steueroasen),
insgesamt fast 500 Millionen Einwohner (USA 300Mio),
23 Amtssprachen
Somalia (99,8% Sunniten schafiitischer Richtung) immer noch nicht regierbar, Dürre hat Viehbestände weitgehend vernichtet. Mord und Totschlag. Aber Bevölkerungswachstum 3%...
Haiti (65% katholisch, 15% protestantisch, 70% Voodoo-Kult ["Schutzgeist"-Überlagerung = Verschmelzung afrikanischer, karibischer und katholischer Glaubensvorstellungen]) 9,5 Millionen Einwohner, Wachstum 1,6%, 80% total verarmt; Francois und Jean-Claude Duvalier ("papadoc" und "babydoc") mussten nach Frankreich emigrieren. Deren Reichtum kann die Erdbebenkatastrophe (Januar 2010) sanieren und das ganze Land dazu (aber vive La Bonne France - Frankreich muss auch gut leben).
Schweiz,
November 2009: Mit einer Mehrheit von 57,5 % von 54 %, der an einem
Referendum teilgenommen Schweizer Bevölkerung, sollen keine Minarette auf schweizerischem Boden
errichtet werden; so war zu lesen. Ein Aufschrei ging daraufhin zumindest
durch ganz Europa. Und der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat meinte dazu
beispielsweise: "Es zeigt sich, dass die europäischen
Gesellschaften nicht ganz reif sind für die Zuwanderung."
Kommentar: Wie schade, kann man da nur zu dem vorher Gesagten beisteuern. Wie traurig, wenn die Zuwanderung von Frauen, Kindern und von nicht arbeitswilligen vor allem nicht integrationswilligen, auf soziale Hilfe hoffende und Kindergeld beanspruchende Moslems ausbliebe. Übrigens: Gewählt haben 54 % der schweizerischen Bevölkerung. Davon haben 57,5% gegen den Bau von Minaretten gestimmt. Aber, 46 % der Bevölkerung haben es nicht für nötig befunden, beim Entscheid mitzumachen. Sie sind also neutral. Ihnen scheint es egal zu sein, ob Minarette gebaut werden oder nicht. Daraus kann man doch den Schluss ziehen, dass nur, statt 57,5%, kaum mehr als 30% definitiv keine weiteren Bauwerke mehr mit "Raketen auf Abschußrampen" aussehende Minarette bekommen möchten, viele davon es sogar nicht absolut ablehnen. Sicher hätte kaum jemand etwas dagegen, wenn ein Minarett so aussähe wie das von Wangen in der Nähe von Olten in der Schweiz (an der Aare im Kanton Solothurn, Bild >hier<) anstatt den traditionellen Wachtturm- und Schutzturm-Charakter zu symbolisieren. Es gibt auch viele Moscheen ohne Minarett, wie vorgenannter ">hier<-Hinweis" zeigt!
Wieso gibt es eine Türkische Gemeinde (ein offizieller Titel) in Deutschland mit einem Herrn Kenan Kolat als Vorsitzenden? Also wollen viele Zuwanderer sowieso gar keine deutsche Staatsbürgerschaft sondern in die Türkische Gemeinde aufgenommen werden? In den Kinderzimmern laufen die Hass-Cartoons (Grafik- und Zeichentrickfilme) des libanesischen Hisbollah-(Partei Gottes)Fernsehsenders bis zur Verherrlichung von Selbstmordattentaten (natürlich nicht auf Deutsch). Der türkische Ministerpräsident Erdogan soll gesagt haben: "Das Minarett ist unser Schwert, die Moschee unser Helm und die Demokratie der Zug auf dem Wege zur Macht." Mehrere islamische Führer sollen ähnliches gesagt haben, vor allem immer wieder, dass die garantierte Religionsfreiheit in den Grundgesetzen der Demokratien und in der Menschenrechtskonvention der UN es ermöglicht, den islamischen Glauben auszubreiten (>hier< auf Seite 29).
Muss man da noch deutlicher werden??
Zu bemerken ist nebenbei: Ich habe nirgends in einem islamischen Land, in dem ich gearbeitet habe oder besuchsweise war, eine einzige Kirche und einen Tempel von anders Gläubigen als islamisch gesehen. Man halte dazu fest, dass nicht das "Kreuz", der "David-Stern" und der "Halbmond" (alle 3 bilblischer Basis) die einzigen Religionen auf der Welt sind.
Walter Rath, 3. Dezember 2009

Russische Kirche lehnt die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), Margot Käßmann, ab; denn, so der Vertreter der Abteilung für äußere Kirchenbeziehungen des Moskauer Patriarchats, Georgij Sawerschenskij: „Nachdem ein weiblicher Bischof Haupt der Lutheranischen Kirche Deutschland wurde, ist es unmöglich, den Dialog mit dieser Kirche in der Form, wie er bisher geführt wurde, fortzuführen" und fügte hinzu. dass der kirchliche Kanon nicht erlaube, eine Frau zum Priester zu weihen und vor allem eine weibliche Person sogar die Kirche anführe. Davon sei im Evangelium nichts zu finden. Letzt endlich stehe die Entscheidung des Patriarchen Gandyayev Patriarch Kyrill noch aus (17. November 2009).
August 2009: Berichten zufolge (z.B. Amnesty International*) werden in China hingerichtete (meistens durch Schuss in den Hinterkopf oder durch Gift) als Organspender ausgeweidet. Daher werden Hinrichtungen gerne zu einem Operationstag angesetzt.
* betreut Gefangene aus politischen, weltanschaulichen oder rassischen Gründen; setzt sich für Menschenrechte, für ordentliche Prozesse, Strafmilderung und Freilassung ein; protestiert gegen Todesstrafe und Folter (Amnesty bedeutet Straferlass).
Nach der Tagezeitung
Kölner Stadt-Anzeiger vom 3.8.2009 steckte die 1970 in Köln gegründete
katholische Pax-Bank Geld in Rüstungsindustrie und Anti-Baby-Pillen-Hersteller
und nahm damit Bezug auf einen Bericht des Wochenblattes "Der Spiegel" vom März,
wonach die Pax-Bank umgerechnet 158 867 Euro in Wertpapiere des US-Pharmariesen
Wyeth, der u.a. Antibabypillen herstellt, angelegt habe. Außerdem habe der von
der Pax-Bank gemeinsam mit dem kirchlichen Finanzinstitut Liga Bank aufgelegte
Fonds 577 970 Euro in Papiere des Rüstungsriesen BAE Systems investiert, der
Atom-U-Boote und Kampfflugzeuge produziert. Zusätzlich habe die Bank Aktien
der Tabakkonzerne British American Tobacco und Imperial Tobacco für 870 950
Euro gehalten. Der Kölner Stadt-Anzeiger schreibt weiter, dass Winfried Hinzen,
Vorstandsmitglied der Pax-Bank, dem in Köln etablierten Dom-Radio gesagt habe:
„Wir bedauern dies und werden den Fehler sofort korrigieren, ohne dass unseren
Kunden ein Nachteil entsteht."
Die Pax-Bank bezeichnet sich selbst als „eine Universalbank, deren Handeln nach
innen und außen einem Ethik-Kodex unterliegt". Kerngeschäftsfelder sind ethische
Geldanlagen und Vermögensverwaltung.
Im Mittelrhein-Museum
Koblenz fand am 31. Juli 2009 eine Podiumsdiskussion im Rahmen einer
Ausstellung vom religionskritischen Karikaturisten Ralf König (>hier<)
statt unter dem Motto:
GOTT UND BILD. Zugänge - Zumutungen - Grenzen? Die Künstler Ralf
König und Ekkehard Welkens (dieser als Zeichner mit zur Religion positiven
Einstellung) waren anwesend Es diskutierten: Prof. Dr. Karl-Friedrich Meyer,
Präsident des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz / Dr. Martin Thomé,
Katholischer Theologe, Leibniz-Gemeinschaft und Bundesministerium für Bildung
und Forschung / Dr. Stephan Schaede, Arbeitsbereichsleiter Religion und Kultur,
Forschungsstätte der Ev. Studiengemeinschaft Heidelberg / Dr. Michael
Schmidt-Salomon, Freischaffender Philosoph/Schriftsteller, Vorstand der
Giordano-Bruno-Stiftung/ unter der Moderation: Susanne Fritz, Freie Journalistin
und Moderatorin (WDR und Deutschlandfunk, Köln).
U.a. wurde der § 166 des Strafgesetzbuches (>hier<) als nicht mehr zeitgemäß gesehen, nach Prof. Meyer kaum noch angewendet und sei zu streichen. Am Rande: Die Meinung des katholischen Theologen, Dr. Martin Thomé, (sein) Gott habe Humor (aus heutiger Sicht eine satirisch-kritische, aber resignierende Gemütsstimmung), wurde belacht (dazu eine Bemerkung am Ende der Internetbuchseite >hier<).

Fast 200 junge Leute einer Tierschutzorganisation, namens Peta, protestierten auf der sogenannten Platte des Kölner Domes (also vor dem Dom zu Köln) 1m 18. April 2009 gegen Quälerei von Tieren, nur mit Unterwäsche bekleidet und blutverschmiert. Das Bild (aus Ausschnitt von jemand namens Schwarz - www.ksta.de/bilder zeigt die, von 2 Leuten hochgehaltenen Tafeln mit der Aufschrift (in englisch und deutsch): "Fleisch ist Mord - Tiere müssen leiden, weil Du Fleisch isst".
PETA, People for the Ethical Treatment of Animals, (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren) ist mit mehr als 1 Million Mitgliedern weltweit die größte Tierschutzorganisation www.peta.de
Anlässlich des Aschermittwochs, 25.2.2009: Der Vatikan hat für den "Lasterfluss des vergangenen Karnevals" kaum ablasslose Sünden und Vergehen, insbesondere die „vier allgemeinen Gewährungen" des Ablasses: Zwiesprache mit Gott, Glaubensbezeugungen, die willentlich auszuführenden Pflichten im Alltag und Verzicht auf Annehmlichkeiten aller Art. Der Grundtenor des 16. Jahrhundert: „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt" ist zur Nummer 11, Paragraf 1 im Handbuch der Ablässe reformiert worden: „Ein vollkommener Ablass wird demjenigen Christgläubigen gewährt, der an Veranstaltungen in der Gebetswoche für die Einheit der Christen teilnimmt und bei der Feier zum Abschluss der Gebetswoche anwesend ist." >Hier< mehr (u.a. im Artikel von Joachim Frank) und im "Handbuch der Ablässe - Normen und Gewährungen", Libreria Editrice Vaticana, Vatikanstadt, 142 Seiten, 10 Euro. ISBN 978-88-209-8013-9.
Bernard Schmid veröffentlichte am 26.01.2009 (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29602/1.html) unter dem Titel Papst rehabilitiert Holocaustleugner:
Um
den dritten unter den Aufgezählten rankt sich seitdem ein handfester Skandal.
Denn das schwedische Fernsehen (SVT) strahlte am Mittwoch zuvor ein (früher
aufgezeichnetes)
Interview mit Richard Williamson aus,
in welchem dieser die historische Existenz des Holocaust offen bestreitet:
"Ich glaube, dass es keine Gaskammern gegeben hat. (...) Deutschland hat
Milliarden und Abermilliarden DM – und jetzt Euros – bezahlt, weil die Deutschen
unter einem Schuldkomplex leiden, sechs Millionen Juden vergast zu haben. Aber
ich glaube nicht, dass sechs Millionen Juden vergast worden sind." Er bezifferte
die Anzahl der in NS-Konzentrationslagern umgekommenen Juden auf rund 200.000,
"aber nicht ein einziger in Gaskammern".
Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat strafrechtliche Ermittlungen gegen Williamson wegen Verbreitung der sog. Auschwitzlüge aufgenommen. Es werde überprüft, ob der Beitrag nicht bei einem Besuch des angeblichen "Bischofs" in einem Priesterseminar der "Bruderschaft Pius X." in Zaitzkofen in der Nähe von Regensburg aufgenommen worden ist. Wäre dies Fäll, und hätte Williamson seine Äußerungen auf deutschem Boden getätigt, so wäre die Staatsanwaltschaft unzweifelhaft für die Strafverfolgung zuständig...
Eine weitere Meldung über die "Priesterbrüderschaft St. Pius X":
Demonstrativ papsttreu und offen islamfeindlich, zu lesen unter http://www.tagesschau.de/inland/piusbruderschaft100.html
Der Papst hat mit seinen jüngsten Entscheidungen viele Gläubige verunsichert. Kritiker werfen ihm vor, die Kirche zurück ins Mittelalter zu führen. Nach dem Eklat um den Holocaust-Leugner Richard Williamson gibt es jetzt neuen Ärger um die erzkonservative Piusbruderschaft, die der Papst wieder in die katholische Kirche zurückholen will. In Deutschland etwa verbreitet die Priestervereinigung islam- und türkenfeindliche Positionen. >Hier< mehr zur Bruderschaft.
Die deutsche Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel, als Inkasso-Agentin für deutsche Rüstungsindustrie
Die Einziehung von Außenständen (in der Regel offene Rechnungen) sollen "inkasso" (italienisch) "in die Kasse". Solch ein Inkassogeschäft wird von selbstständigen Unternehmen betrieben. Das kann aber auch, wie man am folgenden Beispiel sieht, die höchstrangige deutsche Politikerin (gegen ein klammheimlich gefülltes "Schäuble-Köfferchen"?) übernehmen.
Griechenland muss sich vor dem Erbfeind, der Türkei, in Acht nehmen und besitzt einige hundert Leopard-Panzer (mit 120-mm-Glattrohrkanonen, Infrarot-Passiv-Nachtsicht-Ausrüstung, Laser-Entfernungsmesser, Feuerleitrechner und Schichtpanzerung) vom deutschen Hersteller Krauss-Maffei Wegmann bekommen bzw. bestellt. Für mögliche kriegerische Auseinandersetzungen kommen deutsche Fregatten und U-Boote hinzu; aber all das ist noch nicht voll bezahlt. Kanzlerin Angela Merkel bemüht sich, bei ihrem griechischen Amtskollegen, Kostas Karamanlis, die restlichen Schulden einzutreiben (erstmals im Juli 2007 und noch einmal im Juli 2008). Nur ganz geringe Zahlungen konnten verbucht werden (von wem, ob als Parteispende oder von Kraus-Maffei Wegmann direkt, ist nicht bekannt). Wie hoch die ausstehenden Zahlungen bei den Kieler Howaldtswerken, einer Tochter von Thyssen Krupp Marine Systems und anderen deutschen Rüstungsunternehmen sind, ist nicht zu ermitteln.
Es wäre in diesem Zusammenhang interessant zu wissen, was die Türkei geliefert bekommen hat, deren Rüstungsausgaben über doppelt so hoch sind wie die der Griechen (>hier<) und ob die Türkei für ähnliche Ausrüstung voll bezahlt hat. "An erster Stelle steht die Türkei bei Rüstungsexporten aus Deutschland an Länder mit schlechter Menschenrechtssituation. Ihr Wert betrug 311,7 Millionen Euro." (Azadî/FR, 18.12.2007; http://www.nadir.org/nadir/initiativ/azadi/AZADIinfodienst/nr61/61rep.htm)
EXPORTSCHLAGER "TIGER": Die Türkei will mit 145 deutsch-französischen Kampfhubschraubern Tiger ihre Armee schlagkräftiger machen. Die Entscheidung über die Lieferung im Wert von 8 Mrd. Mark fällt in Paris – nicht in Berlin. OBJEKT DER BEGIERDE – LEOPARD 2 A5: Der Leopard 2 A5 steht auf der Wunschliste der Türken ganz oben. Sie wollen 1000 Stück in Lizenz bauen.
http://www.focus.de/politik/deutschland/ruestung-neue-regeln-fuer-den-leo_aid_179685.html
Walter Rath, Januar 2009
Spaniens Katholiken wenden sich ab
Ralph Schulze berichtet im Kölner Stadt-Anzeiger vom 2.1.2009, dass "eine der
letzten christlichen Bastionen Europas mit knapp achtzig Prozent Katholiken,
wankt. Nur noch eine kleine Minderheit der Spanier geht regelmäßig zur Messe in
die Kirche. Sogar zwei Drittel der Bürger verweigern die Zahlung der
Kirchensteuer, die übrigens in Spanien für die Mitglieder der
Religionsgemeinschaften eine freiwillige Abgabe ist. Nun wollen immer mehr
Menschen als letzten Schritt der Abkehr sogar ihre Taufeinträge löschen lassen.
Doch diesen Gefallen will die Kirche den vom Glauben Abgefallenen nicht tun."
Die Kirche versucht mit allen Mitteln, einen Kirchenaustritt zu verhindern,
nämlich die Tilgung eines Getauften aus den kirchlichen Registern. Der
Bürgermeister Jose Masa der Madrider Vorstadt Rivas mit 68 tausend Einwohnern
beispielsweise sagte, dass "der Glaubensabfall ist ein Recht ist, das die
Bürger von uns einfordern... Wir wollen damit die öffentlichen Freiheiten
verteidigen."
Es wird ferner berichtet, dass sich "Spaniens Oberster Gerichtshof jüngst auf
die Seite der Kirche stellte. Nach einer Klage des Bistums Valencia entschied
das Gericht, dass die Eintragung in den Taufbüchern weder getilgt noch mit dem
Zusatz - Vom Glauben abgefallen - versehen werden muss. Geklagt hatte
Spaniens Datenschutzbehörde, die bereits hunderte Verfahren gegen Spaniens
Bischöfe anstrengte. Mit dem Argument, dass die Taufeinträge persönliche Daten
enthalten und die Betroffenen somit ein Recht auf Löschung oder wenigstens
auf„Aktualisierung" durch den Vermerk des Glaubensabfalls haben. Nun wird dieses
heiße Eisen dem Verfassungsgericht zur endgültigen Entscheidung vorgelegt.
Währenddessen nehmen Hunderttausende Spanier ihren Bruch mit der Kirche formlos
vor. Rund die Hälfte der jungen Paare heiraten inzwischen nicht mehr vor dem
Altar. Und da auch die Verweigerung der Kirchensteuer in Spanien ohne formalen
Kirchenaustritt, schon mit einem einfachen Kreuzchen in der Steuererklärung
möglich ist, befindet sich die Zahl der spendierfreudigen Kirchenanhänger ...
inzwischen bei 33 Prozent der Steuerpflichtigen angelangt. (Vermutlich
ein Hinweis auf die wahre Glaubenslage der spanischen Nation.)
In
Deutschland ist der Kirchenaustritt gebührenpflichtig.
Der Kölner Kardinal Meisner geißelt die
Habsucht der Bankmanager und sorgt sich, „dass wir ... so einen Kerl wie
Hitler bekommen"
Aus einem Bericht von MATTHIAS PESCH im Kölner Stadt-Anzeiger vom
12.12.2008:
Köln - Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat im Zusammenhang mit
der weltweiten Finanzkrise die „Habsucht" der Bankmanager scharf kritisiert. Im
Internetfernsehen ksta.tv des „Kölner Stadt-Anzeiger" warnte er zudem vor
Verhältnissen wie zum Ende der Weimarer Republik: „Da haben wir dann so einen
Kerl wie Hitler bekommen. Da müssen wir wirklich wachsam sein." Es erfülle ihn
mit „heiligem Zorn", wie die Banker mit dem Geld anderer Menschen umgegangen
seien, sagte Meisner. „Ich dachte immer, sie wären Treuhänder des Kapitals
anderer Leute, dass es bei ihnen in guten Händen ist."
Das
"Hamburger Abendblatt" berichtete am 7.12. 2 008 über eine Uni-Studie:
Die Kosten der Banken Krise
Lüneburq - Lüneburger Forscher untersuchen die Kosten eines Zusammenbruchs der
Kreditmärkte. Maik Heinemann vom Institut für Volkswirtschaftslehre hat
gemeinsam mit Christiane Clemens von der Universität Hamburg ausgerechnet,
welche gesamtwirtschaftlichen Kosten durch lahmgelegte Kreditmärkte entstehen
können - und werden zurzeit von der Realität eingeholt. Im Rahmen eines
simulierten ökonomischen Gleichgewichtsmodells entstehen demnach erhebliche
Kosten von 8 bis zu 19 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, Bezogen auf 2007 würde
das für Deutschland immerhin 193 bis 460 Milliarden Euro bedeuten. - (carol),
erschienen am 3. November 2008
www.abendblatt.de
Kosten des 3. Golfkrieges (Irak-Krieg), geführt von alliierten Streitkräften unter Führung der USA vom 20.3.2003 bis 1.5.2003 werden sehr unterschiedlich geschätzt:
730 Milliarden US$ pro Jahr (2 Milliarden US$ pro Tag) von ARD-Tagesschau
(Allgemeine Rundfunk Anstalten Deutschlands) im Mai 2008,
3 Billionen US$ von der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung für Deutschland):
"teuerster Krieg der USA",
427,1 Milliarden US$ von www.effizienzgurus.de am 19. Mai 2007
100 Milliarden und 1,9 Billionen US$ von www.heise.de
2 Billionen von "n-tv" am 10.1.2006
Unter der Überschrift "Erstmals
universale Werte bejaht" zu lesen im Kölner Stadt-Anzeiger vom 17. März 2008:
Die neue Charta der islamischen Staaten beinhaltet ein
deutliches Bekenntnis zu den Menschenrechten.
Nairobi/Dakar - Die Organisation der Islamischen Konferenz
(OIC) hat eine neue Charta beschlossen, die sich erstmals ausdrücklich auf die
Menschenrechte bezieht. Die Mitgliedsländer müssten sich national und
international für Menschenrechte, Demokratie, grundlegende Freiheiten und den
Rechtsstaat einsetzen, heißt es in der am Freitagabend zum Abschluss eines
Gipfeltreffens in der senegalesischen Hauptstadt Dakar einstimmig
verabschiedeten Charta. Ausdrücklich verurteilen die 57 Mitgliedsstaaten
Terrorismus, Extremismus und Dogmatismus, die als „unvereinbar mit dem Islam"
bezeichnet werden. In der neuen Charta bekennt sich die OIC zum „Dialog der
Zivilisationen". Die Charta sei eine „neue Vision" der islamischen Staaten zur
weltweiten Zusammenarbeit, sagte OIC-Generalsekretär Ekmeleddin Ihsanoglu
(türkischer Name - Erklärung von W.Rath). Die OIC unterstütze den
Friedensprozess im Nahen Osten und eine Lösung im Einklang mit den
UN-Resolutionen, der Arabischen Friedensinitiative und der Roadmap
("Straßenkarte"; bedeutet Vorgehensweiser - W.Rath) für den Nahen Osten.
Am Ende des zweitägigen OIC-Gipfels betonten die islamischen Staaten auch ihre
Bereitschaft, sich den Folgen von Natur- und Umweltkatastrophen und der
Bekämpfung der Armut in einer globalisierten Gesellschaft zu widmen. Die OIC ist
der größte Staatenbund in der islamischen Welt. (dpa) [mehr unter "Hintergrund"
auf Seite 4 der Stadt-Anzeiger-Ausgabe]
Razzia auf
Polygamisten-Ranch - 183 Frauen und Kinder befreit - Vorwurf des sexuellen
Missbrauchs - Mädchen sollen in der texanischen Mormonen-Sekte
zwangsverheiratet worden sein.
VON RITA NEUBAUER
>Hier< mehr
Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete am 26. Februar 2008 mit dieser kurzen Notiz:
Rabbiner sagt ab: Osnabrück - Das neue katholische Karfreitagsgebet zur Bekehrung der Juden überschattet den kommenden Katholikentag im Mai in Osnabrück. Der Repräsentant der Weltunion für progressives Judentum in Deutschland, Rabbiner Walter Homolka, hat seine Mitwirkung an dem Christentreffen im Mai abgesagt. Das katholische Gebet „zur Erleuchtung der Juden" sei nach der Schuld, die die katholische Kirche „in ihrer Geschichte mit dem Judentum" und zuletzt im Nationalsozialismus auf sich geladen habe, „völlig unangemessen", sagte er. (epd). SPL02A/2
>Hier< etwas mehr
Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete am 26. Februar 2008 ebenfalls mit dieser kurzen Notiz:
Uganda vor Ende des
Bürgerkriegs: Kampala - Nach mehr als 20 Jahren Bürgerkrieg zeichnet
sich in Uganda Frieden ab. Die Regierung des afrikanischen Landes und die
Rebellen der „Widerstandsarmee des Herrn" (LRA) unterzeichneten am
Wochenende ein Abkommen über eine „dauerhafte Feuerpause". Das Dokument solle
den Weg für einen endgültigen Waffenstillstand bereiten, sagten Militärsprecher.
Die von Joseph Kony geleitete LRA kämpfte für einen christlichen
„Gottesstaat" in Uganda, missbrauchte Tausende Kinder als Soldaten und
war berüchtigt für grausame Verbrechen an der Zivilbevölkerung. Drei
LRA-Führer haben sich bisher gegen eine Auslieferung an den Internationalen
UN-Gerichtshof in Den Haag gewehrt. Vermutlich sollen sie jetzt von einem
Gericht in Uganda abgeurteilt werden. Auch muss noch geklärt werden, wie die
rund 5000 verbliebenen LRA-Kämpfer in die ugandische Armee integriert werden
können. (dpa, jwb)
SPL03A/2
>Hier< etwas mehr auch über den Vermittler
Jan Egeland
Teufelsaustreibung bei den Nachbarn im Osten: Den Polen
sitzt der Satan im Nacken
VON GABRIELE LESSER (Kölner Stadt-Anzeiger, 2.1.2008)
In Polen geht der Satan um und befällt immer mehr Menschen, hiervon sind
Polens katholische Kirchenoberen überzeugt. Jetzt soll in einem Dorf bei Stettin
das erste Teufelsaustreibungs-Zentrum entstehen. Die Einwohner von Poczernin
sind entsetzt. Zwar, steht die alte Mühle, in die das „Teufelshaus" einziehen
soll, am Rande des Dorfes, umgeben von einem dunklen Moor und dichtem Wald. Doch
fürchten die Bauern, dass die freigesetzten Dämonen nicht übers Moor in den
Wald, sondern zu ihnen in die Häuser flüchten und sich darin festsetzen könnten.
„Wir werden die Besessenen schon gebührend empfangen!", drohten sie Pater
Andrzej Trojanowski, der als Exorzist den bösen Geistern schon seit Jahren mit
Kruzifix und Weihwasser zu Leibe rückt.
Vor zehn Jahren gab es in Polen gerade mal vier Exorzisten, die eine offizielle
Erlaubnis der katholischen Bischofskonferenz zur Teufelsaustreibung hatten.
Heute sind es knapp hundert für Polens rund 35 Millionen Katholiken. Die Zahl
der Besessenen in Polen steigt rapide", ist Pater und Exorzist Aleksander
Posacki überzeugt. Das wachsende Interesse der Polen am Mystizismus und
Okkultismus sei dafür verantwortlich. Seit es in Polen wieder eine von der
Kirche angebotene Therapie gegen den Teufelsbefall gibt, schleppen immer
mehr aufrechte Katholiken ihre Lieben in die Sprechstunde der Exorzisten.
Denn, so weiß Pater Posacki: „Die meisten Besessenen wollen sich nicht mit uns
treffen. Sie glauben oft nicht, dass sie besessen sind." Der Lichener Exorzist
Edmund Szaniawski findet es in diesem Zusammenhang auffällig, dass die Zahl der
Kinder, mit denen die Eltern nicht mehr klarkämen, stark zugenommen hätte.
In Poczernin bei Stettin an der Ostsee aber geht der blanke Horror um. Die
Bauern erwarten eine Invasion von Teufeln. Jede Ecke ihrer Häuser haben sie mit
Weihwasser ausgespritzt. Bücher und Videos machen die Runde: „Rosemary's Baby",
„Der Exorzist" und „Dracula",. Jozef Klichta hat sich bereits einschlägige
Waffen zugelegt. Ein schwerer Hammer und ein zugespitzter Pfahl liegen
griffbereit. „Wir sind auf alles gefasst", ruft er. „Wir werden uns
verteidigen!"
Kirchen und Klöster
in Indien zerstört
Neu-Delhi - Fanatische Hindus haben nach Angaben der indischen
Sicherheitsbehörden zu Weihnachten mindestens zehn Kirchen zerstört. Allein im
Bundesstaat Orissa seien sechs Kirchen in Brand gesteckt worden. Bei den
Angriffen sei ein junger Mann getötet, weitere 30 Menschen seien verletzt
worden. Die Indische Bischofskonferenz spricht sogar von 18 zerstörten Kirchen
und Kapellen. Zudem seien vier Klöster, acht kirchlich geführte Herbergen und 15
Läden, die Christen gehörten, verwüstet worden. Die Bischöfe zeigten sich
schockiert über die Angriffe. „Wir sind zutiefst betrübt zu einer Zeit, in der
wir weihnachtlichen Frieden und Harmonie feiern." Nach den Ausschreitungen
verhängten die Behörden lokale Ausgangssperren (kna)-SPLO3B/2
Aleviten
protestieren gegen „Tatort" (eine Fernseh-Krimiserie)
Die Alevitische Gemeinde Deutschland will am Sonntag, 30. Dezember 2007, um 13
Uhr vor dem Kölner Dom gegen die umstrittene „Tatort"-Folge „Wem Ehre gebührt"
demonstrieren. Die am vergangenen Sonntag in der ARD ausgestrahlte Sendung „hat
unserer Auffassung nach die Würde der alevitischen Glaubensgemeinschaft
verletzt", teilte die in Köln beheimatete Gemeinde am Donnerstag mit.In dem
Krimi mit der Schauspielerin Maria Furtwängler als Kommissarin ging es um einen
Inzest-Fall in einer alevitischen Familie. Die Schwester der Schwangeren wurde
von ihrem Vater umgebracht, weil sie zur Aufklärung des Falles beitragen wollte.
Die Aleviten werfen nun den „Tatort"-Machern vor, damit uralte Vorurteile gegen
die Glaubensgemeinschaft wieder aufleben zu lassen und zu bestätigen.Bereits am
gestrigen Donnerstag haben rund 300 Aleviten vor dem ARD-Hauptstadtstudio in
Berlin gegen die Sendung protestiert. Die Berliner Polizei hat in dieser
Angelegenheit ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet. (map/dpa)
>Hier< zu einem ausführlichen Artikel (um zu
zeigen, daß sich immer jemand auf die Füße getreten fühlt.)
Das irische Schulsystem. Allgemeines:. In Irland besteht für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren. Etwa 90 % der Iren sind katholisch. Sie gehen sehr oft in die Kirche. Bisher wurden in Irland beinahe alle Grundschulen von der katholischen Kirche verwaltet. >Hier< etwas mehr von Radio Vatikan
Der Wille des Vaters - Urteil über eine unzulässig
herbeigeführte Beschneidung VON WINFRIED SCHWABE (ist Rechtsanwalt in
Köln, hat an der Universität Köln doziert und juristische Lehrbücher verfasst)
Wie weit in der Debatte um Integration und Annäherung der Spruch und
Wirklichkeit noch auseinanderliegen, dokumentiert ein Fall, den das
Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt zu entscheiden hatte: Einige Jahre nach der
Geburt des gemeinsamen Sohnes ließen sich laut Urteil ein „strenggläubiger
Moslem" und seine „nichtmuslimische" Ehefrau scheiden. Die Frau erhielt das
alleinige Sorgerecht. Während der Ehe war es mehrfach zu Auseinandersetzungen
darüber gekommen, ob der Sohn - wie im islamischen Recht und Kulturkreis
vorgesehen - auf Veranlassung des Vaters im Kindesalter beschnitten wird. Die
Mutter hatte sich unter Berufung auf ihren nichtmuslimischen Glauben stets
dagegen gewehrt und den Eingriff verhindert.
Als der psychisch sehr labile Junge Jahre später und kurz nach seinem 12.
Geburtstag für ein paar Tage bei seinem Vater zu Besuch war, ging dieser mit ihm
- ohne Wissen der Mutter - zu einem laut Urteil „bis heute nicht näher bekannten
Arzt". Dort drängte der Vater seinen Sohn zu einem „Einverständnis" und ließ ihn
anschließend beschneiden. In Deutschland kann ein Kind vor Vollendung des 12.
Lebensjahres nicht gegen seinen Willen zu einer anderen als der bisher
ausgeübten Religion gezwungen werden.
Das OLG Frankfurt missbilligte das Verhalten des Vaters und sprach dem Jungen
jetzt wegen Verletzung des im Grundgesetz garantierten allgemeinen
Persönlichkeitsrechts eine Entschädigung in Höhe von 10.000 Euro zu. Wörtlich
heißt es: „Der Vater, dem kein Sorgerecht zustand, hat ohne jede Befugnis in das
biologische Selbstbestimmungsrecht des Jungen eingegriffen. Das notgedrungen
erteilte Einverständnis war wegen der dem Vater bekannten psychischen Krankheit
des Kindes unwirksam." Weiter heißt es: „Die Beschneidung kann, auch wenn keine
gesundheitlichen Nachteile bleiben, für das kulturell-religiöse und das
körperliche Selbstverständnis eines Menschen von erheblicher Bedeutung sein.
Daher verletzt eine unzulässig herbeigeführte Beschneidung die Rechte des
Betroffenen."
Neben der Tragik des nicht mehr korrigierbaren Eingriffs veranschaulicht der
Fall vor allem ein zentrales Problem der Integration: Die Wertvorstellungen der
Kulturen liegen häufig weit auseinander. Bei der Bewältigung des Konflikts
zwischen eigener Weltanschauung und den geltenden Regeln und Gesetzen gibt es
aber keinen Königsweg. Die Grundwerte der Gesellschaft müssen von allen
akzeptiert werden.
OLG Frankfurt vom 21.08.2007 / Az. 4 W 12/07
Bischöfe verpassen kritischem Pfarrer einen Maulkorb
Mitteilung des Verlages „Kiepenheuer & Witsch": Die katholische Deutsche
Bischofskonferenz hat einem Pfarrer eine Lesereise untersagt. Von dem Verbot
betroffen ist Stefan Hippler, ein deutscher Pfarrer im südafrikanischen
Kapstadt. In der Streitschrift „Gott, Aids, Afrika" geht Hippler kritisch mit
der Aids-Politik seiner Kirche ins Gericht. Geplant waren für April 2008 unter
anderem Lesungen in Hamburg, Berlin und München.
Der Journalist Bartholomäus Grill, Mitautor des Buches, erklärte: „Wir haben ein
Exemplar an Papst Benedikt XVI. geschickt. Außerdem haben wir um eine Audienz
gebeten, um unseren Standpunkt vortragen zu können." Hippler und Grill
kritisieren, dass die Kirche den Gläubigen untersagt, sich mit Kondomen vor Aids
zu schützen.
Hippler ist Gründer der Aids-Hilfsorganisation „Hope Cape Town". Als Pfarrer
untersteht er der Abteilung Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, die sich
gestern auf Anfrage nicht zu dem Verbot äußern wollte. (pet)
20.12.07 (07:00) In den
Nachrichten des WDR5 wird berichtet, daß jeder vierte junge Mann,
der der islamischen Religion in Deutschland angehört, bereit
ist, sein Leben für seine Religion einzusetzen. Kommentar:
Diese Nachricht ist absolut nicht neu, schon Wilhelm Heitmeyer et al. kannten
diese Feststellung, wie aus deren 1999 im Suhrkamp-Verlag erschienen Buch (Band
167) "Verlockender Fundamentalismus" nachzulesen ist. "Islamischer
Fundamentalismus ist immer wieder Gegenstand von Tabuisierungs- oder
Skandalisierungsversuchen, so daß differenzierte Debatten verhindert werden.
Dazu trägt auch der Umstand bei, daß diese Variante der politischen
Instrumentalisierung der islamischen Religion, die auch Gewalt zur Durchsetzung
von Macht ins Kalkül zieht, auf kleine Gruppen reduziert wird. - Unbeleuchtet
blieb daher bisher die Frage, welches Unterstützungs- oder
Mobilisierungspotential sich auch in Bevölkerungsgruppen muslimischen Glaubens
in der Bundesrepublik findet. Antworten darauf sind nötiger denn je, denn
insbesondere jugendliche Inländer mit ausländischem Paß drohen einerseits vor
zunehmenden Integrationsproblemen zu stehen, andererseits mehren sich die
Angebote islamistischer Gruppen, beflügelt vom politischen Rückenwind wie etwa
in der Türkei, die die religiöse Gewißheitssuche politisch ausnutzen. Die erste
empirische Untersuchung mit ca. izoo türkischen Jugendlichen zeigt, daß ein
erhebliches Potential an islamisch-fundamentalistischen Orientierungen besteht,
das dringend Anlaß zu öffentlichen Auseinandersetzungen mit islamistischen
Gruppen gibt."
1037:
Todesjahr des Arzts und Philosophen Ibn Sina, genannt Avicenna
(WDR5-Sendung vom 12.12.2007, 09:05 Uhr)
"Hüte dich davor, immerzu betrunken zu sein,
aber wenn es sich ergibt, dann einmal im Monat." Ein Rat des persischen
Universalgelehrten, Arztes und Philosophen Ibn Sina, der um das Jahr 1.000
lebte. Avicenna, wie ihn der Westen nannte, liebte das Leben und trank selbst
gern einen Schluck. Kein Asket also, der islamische Gelehrte. Als Wunderkind
aufgewachsen in Turkmenistan, wurde er auf seinem abenteuerlichen Lebensweg zum
ketzerischen Welterklärer, stellte er doch den Philosophen gleichrangig neben
den Propheten Mohammed, den er später haßte.
Als Arzt wollte Ibn Sina den Körper heilen, als Philosoph die Seele. In einer
mystischen Vision sah er sie durch die Himmelssphären ins Paradies aufsteigen -
Vorbild für Dantes "Göttliche Komödie". Das Wissen der Welt fassten Avicennas
Werke perfekt zusammen. Für die christlichen Gelehrten des Mittelalters eine
wahre Erleuchtung.
Kölner
Stadt-Anzeiger, 11. Dezember 2007
Hessens
Verbot von Kopftüchern hat Bestand
Wiesbaden - Das Kopftuchverbot für hessische
Beamtinnen und Lehrerinnen bleibt bestehen. Der hessische
Staatsgerichtshof hat eine Klage der hessischen Landesanwältin Ute
Sacksofsky mit sechs zu fünf Richterstimmen knapp abgelehnt. Konkrete
Streitfälle gab es in Hessen nicht. Nur dort und in Berlin ist allen
Landesbeamten religiöse Kleidung verboten. In anderen Bundesländern wie NRW oder
Bayern beschränken sich solche Verbote auf Lehrer. Nach Ansicht des
Staatsgerichtshofs muss die Glaubensfreiheit der Beamten
zurücktreten, weil sie den Staat repräsentieren. Der
Staat könne Schüler und Bürger vor der Konfrontation mit
religiöser Symbolik schützen. Dies könne auch für als Schmuck getragene
„auffällige Kreuze" gelten. (cra)
22.03.2007
Deutsche Richterin urteilt nach Koran-Vorschrift: "Züchtigung der Ehefrau üblich"
Frankfurt/Main - Eine Frankfurter Familienrichterin hat in einem Scheidungsverfahren auf ein angebliches Gewaltrecht im Koran verwiesen und ist daraufhin von dem Fall ausgeschlossen worden. Wie das Amtsgericht mitteilte, stimmte ein Richterkollege jetzt einem Befangenheitsantrag einer deutsch-marokkanischen Frau zu. Der Fall muss jetzt von einer anderen Familienrichterin entschieden werden. In der Union sorgte der Vorfall für Empörung, SPD-Rechtspolitiker Wiefelspütz forderte Kosequenzen.
Die Klägerin hatte
im Jahr 2001 einen Marokkaner geheiratet und sich von
ihm im Mai vergangenen Jahres getrennt. Nach ihrer
Darstellung wurde sie von ihm schwer misshandelt und
nach der Trennung bedroht. Sie will deshalb die Ehe noch
vor dem Trennungsjahr scheiden lassen.
In einem Brief an die Frau wies die
Richterin darauf hin, dass nach ihrer Ansicht kein Härtefall vorliegt. Mann und
Frau stammten beide aus dem marokkanischen Kulturkreis, für den es nicht
unüblich sei, dass der Mann gegenüber der Frau ein „Züchtigungsrecht” habe. „Sie
hat vorgeschlagen, das Verfahren bis zum Ablauf des Trennungsjahres ruhen zu
lassen”, erklärte der Vizepräsident des Gerichts, Bernhard Olp.
In der Stellungnahme zu dem Befangenheitsantrag habe die Richterin auf die
Koransure 4 Vers 34 verwiesen. In dem Schreiben ging es vor allem um die
Prozesskostenhilfe für die Deutsch-Marokkanerin. Nach Olps Ansicht hat der Fall
keine Auswirkungen auf andere Verfahren: „Es ist ein Einzelfall.”
Scharfe Kritik an der Richterin kam aus der Union: „Eine Richterin an einem
deutschen Familiengericht hat sich an das Zivilrecht zu halten und nicht an das
islamische Recht. Es gibt in Deutschland kein Züchtigungsrecht, auch nicht für
muslimische Männer”, erklärte die Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler (CDU).
Sie begrüßte, dass die Richterin abgezogen wurde.
Empört äußerte sich auch der hessische Justizpolitiker Peter Beuth: „Es darf
nicht der Eindruck entstehen, der Rechtsstaat könne ein vermeintlich aus
islamischem Recht begründetes Züchtigungsrecht - und damit Gewalt an Frauen -
tolerieren.” In Deutschland gab es ein Züchtigungsrecht früher für Eltern
gegenüber ihren Kindern, es ist aber inzwischen verboten. Auch Lehrer dürfen
ihre Schüler in Deutschland nicht mehr schlagen (im Vereinigten Königreich ja,
in islamischen Ländern "?").
Von "feindseligen und provozierenden" Worten ist die Rede, von Taktlosigkeit und Hass - Islam-kritische Äußerungen von Papst Benedikt XVI.
Der Artikel in diesem Web: >hier<
Papst brüskiert die Evangelische Kirche
Die päpstliche Glaubenskongregation hat ein harsches Dokument veröffentlicht, nach dem Kirchen der Reformation keine "Kirchen im eigentlichen Sinn" seien. Wolfgang Huber, der oberste Protestant in Deutschland, findet das Papier "anstößig". Auch die Orthodoxen sind vor den Kopf gestoßen.
Papst Benedikt hält katholische Kirche für einzige christliche Kirche aufgrund der apostolischen Sukzession.
Mehr www.luther-in-bs.de/Der%20Papst%20und%20die%20Kirche.pdf
oder
www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/866/122698/?page=3
Unser Autor zeigt,
dass der nächste Papst nur mit Zustimmung des Opus Dei bestimmt
werden kann - oder sogar ein Opus Dei-Mann sein wird. ...
Einzelheiten
>hier<
Welthumanistentag
Von den 365 Tagen des Jahres ist wohl kaum einer noch nicht als „Welt“-Tag für irgendeine gute Sache benannt worden. Der zählt noch nicht zu den bekannten Tagen in dieser langen Liste. Das mindert jedoch seine Bedeutung keineswegs. Er ist schließlich noch ein recht junger Feiertag. Erst im Jahre 1986 wurde er anlässlich eines Weltkongresses der Internationalen Humanistischen und ethischen Union (IHEU) in Oslo ins Leben gerufen. Mit den anderen, zurzeit noch bekannteren Welttagen hat er relativ wenig zu tun. Eher mit Ostern, Pfingsten, Allerheiligen oder auch Weihnachten - den religiösen Feiertagen nämlich. Der Grund liegt auf der Hand: Der Welthumanistentag ist der Feiertag der Weltanschauungsgemeinschaften, die ihr Leben an einer humanistischen Ethik ausrichten. In Deutschland gehören dazu insbesondere die Mitgliedsverbände im Humanistischen Verband Deutschlands (HVD).
>Hier< zu einem Artikel
Kardinal Meisner auf dem Weltjugendtag
Foto: dpa
Der Konflikt zwischen
den Grünen und katholischen Würdenträgern verschärft sich:
Nachdem
Grünen-Parlamentsgeschäftsführer Volker Beck den Kölner Kardinal Joachim Meisner
als "Hassprediger" bezeichnet hatte, lässt die Kirche Becks Aussage
rechtlich prüfen.
Man erwäge weitere Schritte, sagte ein Sprecher von Meisners Erzbistum Köln.
Bereits im Juni hatte das Erzbistum eine Einstweilige Verfügung gegen einen
Kabarettisten erwirkt, der Meisner "Hassprediger" genannt hatte.
Der Kirchen-Sprecher erklärte, Meisner habe mit seiner Predigt niemandem das
Existenzrecht abgesprochen. Er habe vielmehr die Bedeutung von Ehe und Familie
für die menschliche Gesellschaft unterstrichen. "Dies ist die ureigenste Aufgabe
eines katholischen Bischofs."
Vertreter von CDU und FDP kritisierten die Wortwahl Becks. Unionsfraktionsvize
Wolfgang Bosbach sagte dem Kölner Sonntag-Express: "Das ist in jeder
Hinsicht eine indiskutable Kritik, eine grobe Beleidigung, eine Beschimpfung,
die weder im Ton noch inhaltlich etwas mit einer sachlichen Auseinandersetzung
zu tun hat." Beck, der für Toleranz mit Schwulen und Lesben werbe, "tut sich
damit selbst keinen Gefallen."
28.10.2007
15.05.2007 (DiePresse.com)
Papst-Rede "beleidigend und beängstigend"
Die Ureinwohner in Brasilien weisen die Rede von Benedikt XVI. empört zurück. Der Papst glaubt, die Kirche habe die Indianer in Lateinamerika erlöst.
Ureinwohner in Brasilien haben am Montag eine Rede des Papstes empört zurückgewiesen, wonach die katholische Kirche die Indianer in Lateinamerika erlöst habe. Benedikt XVI. hatte in einer Rede zum Ende seines Brasilien-Besuchs vor Bischöfen gesagt, die katholische Kirche habe sich den Eingeborenen in Lateinamerika nicht aufgezwungen. Vielmehr hätten die Stämme die Ankunft der Priester im Zuge der spanischen Eroberung still herbeigesehnt. Artikel aus Der Spiegel online.
Ratzinger alias Papst Benedikt XVI.: Enttäuschung in Lateinamerika DPA
