Überleben unseres Planeten

Von >hier< aus zu umfassender Literatur.

 

Es gibt eine Vielzahl von Warnungen dazu, daß die Verantwortlichen und Nutznießer des jeweils etablierten politischen Systems sich darum kümmern sollten, die Schädigungen des Planeten Erde durch ungehemmte, aber auch unbedachte Ausbeutung von allem, was diese Erde als "Schätze" bieten hat, zu stoppen und zu verhindern. Es sieht derzeit sogar so aus, daß die Menschheit sich in eine Katastrophe steuert, also nochmals zur Verdeutlichung aus dem Griechischen übersetzt: in ein Ereignis mit verheerender Wirkung.

 

Lester R. Brown, Christopher Flavin und Sandra Postel schreiben im Kapitel "Macht die Rettungsboote frei" im Buch von 1992 >hier<:  "...unserer Unfähigkeit, die Größenordnung der laufenden Schädigungen des Planeten und ihre Auswirkungen auf unsere Zukunft" will keiner "begreifen. Wenige erkennen die Größe der möglichen Tragödie, noch weniger haben gute Ideen, was zu tun ist... Das Dilemma, vor dem die Gesellschaft jetzt steht, ist zum großen Teil von uns selbst verursacht. Für uns besteht auch noch Hoffnung. Die Rettung des Planeten Erde und seiner Passagiere erfordert aber, daß wir über die Abstreitung der Realität hinausgehen, die noch immer viele unserer Führungskräfte in Politik und Wirtschaft kennzeichnet. Sie erfordert auch die Fähigkeit und den Willen, kollektiv eine schnelle Umsetzung der Erkenntnis in politischen Wandel durchzusetzen - eine beispiellose Herausforderung." - Wahrscheinlich Ende 2008 zu spät!

 

Die Psychologie bietet, als "wertfreie Naturwissenschaft" eine Erklärung über die positive und negative Konsequenz, einem Begriffspaar aus der Verhaltensforschung (Behaviorismus bzw. Lernpsychologie). Im Rahmen der Untersuchung der Verhaltenswahrscheinlichkeit durch Erfolg bzw. Aussicht auf Erfolg, durch Lob, Belohnung oder durch Bestrafung fand man heraus, daß ein Verhalten, das positive Konsequenz hat, eher gelernt wird. Das Verhalten wird verstärkt. Es ergab sich, daß man das, was man gerne wiederholt haben möchte (als positive Konsequenz angesehen) Vorrang vor einer negativen Konsequenz,  einem Mißerfolg, einer Unannehmlichkeit,  einer Bestrafung hat. Wenn die positive Konsequenz (zeitlich) als erstes erscheint. Ist eine Konsequenz anfänglich schon negativ, wird diese Handlung nicht weiter verfolgt. Lügen, um eine angenehme Konsequenz zu erreichen, wird sofort eingestellt, wenn man erwischt wird. Hat der Proband, also die Versuchsperson bzw. die aus Erfahrung gelernte Person beide Konsequenzen verinnerlicht: es findet z.B. "eine schöne Party (eine Feier mit Musik und Tanz)", als positive Konsequenz statt, aber danach den letzten Bus verpaßt, als eine unangenehme negative Konsequenz. Dennoch wird eine Party wiederholt und das letzte Geld ausgegeben, so daß man wieder zu Fuß nach Hause gehen muß; denn die positive Konsequenz hat Vorrang, sagen die Psychologen. Anderes Beispiel: Man kauft sich etwas auf Kreditkarte. Das Konto wird überzogen (negative Konsequenz) und ergeben sich Schwierigkeiten. Dennoch der nächsten Kaufverführung wird nachgegeben. Unsre Banker haben spekuliert und Gewinne gemacht, dann aber (voraussehbar) die Banken ruiniert. Aber das hat für diese Typen keine Konsequenzen. Sie werden im "Seilschaftsgeflecht" aufgefangen.

 

Wenn Sie mehr wissen wollen, dann klicken Sie sich durch die entsprechenden "Begriffserklärungen", >hier< (beim "Behavior" = Verhalten) angefangen.

 

Obwohl heute jeder durch die Medien (z.B. Bücher >hier<) weiß, was die Zukunft wahrscheinlich bringen wird, wird nichts aber auch gar nichts in unserer "Spaßgesellschaft" (>hier<) getan:

Die Bank-Kathedralen von Frankfurt am Main mit FernsehturmGeld und Komfort und vor allem Spaß: jetzt - Weltuntergang (irgendwann) später - also nicht so wichtig. Es handelt sich offensichtlich um ein "Primärprozeßdenken" (>hier<), eine erste Form des Denkens eines Kleinkindes. S. Freud meint, daß dieser Primärprozeß vom Lustprinzip gesteuert werde und bei dem Logik und Vernunft keinen Vorrang habe. Das Verhalten der durchschnittlichen Menschheit muß als infantil bezeichnet werden.

 

Welche Probleme haben unsere nachfolgenden Generationen unabdingbar zu lösen:

 

Nach früheren Schätzungen (um 1990) sollten die Erdölvorräte in etwa 35 bis 100 Jahren zu Ende gehen. Nun haben einige Geologen aber günstigere Voraussagen gemacht: Die Lagerstätten ermöglichen uns eine weitere Ausbeute über mindestens weitere 150 Jahre, sagen sie. Ist das nicht tröstlich? Also brauchen wir uns keine Sorge zu machen. 150 Jahre klingt wie eine Ewigkeit.

 

Schauen wir uns zuerst einmal an, wie lange wir noch Vorräte für wichtige Rohstoffe auf der Erde haben werden (Schätzung der gerundeten Zahlen aus dem Jahre 1993):


 

 

Zeitraum in Jahren*

aufgebraucht im Jahre

Braunkohle

360

2353

Aluminium

240

2233

Phosphat

180

2173

Steinkohle

165

2158

Eisen

130

2123

Chromit

110

2103

Mangan

105

2098

Nickel

55

2048

Molybdän

55

2048

Wolfram

55

2048

Erdgas

50

2043

Erdöl

35

2028

Kupfer

40

2033

Asbest

25

2018

Blei

20

2013

Silber

20

2013

Zink

20

2013

Zinn

15

2008

* Von 1993 ab gerechnet

Für die Saudis ist danach im Jahre 2028,

also bereits in 35 Jahren der Weltuntergang.

 

Auslöser der Probleme

 

Der Katalog (wahrscheinlich nicht allumfassend) für die Beeinflussung unserer Umwelt durch den Menschen, bis auf die (kaum noch wichtige) naturbedingte klimatische Veränderung:

 

Es würde sehr interessant sein, die einzelnen Einflußgrößen gewichten zu können. Vielleicht macht mal jemand.

 

In der Untersuchung der Meadows und von Hern Randers [>hier<] werden an hand von Modellen und Simulationen die Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich das Ökosystem unserer Erde entwickeln könnte, abhängig vom Verhalten der Menschen.

 

Aber nach ihrer Auffassung ist die Grenze des Erlaubten bereits überschritten:

 

-    Zu viele Rohstoffe sind der Erde entnommen worden, so daß den nachfolgenden Generationen (früher oder später) nichts mehr bleibt.

 

-    Das natürliche ökologische System kann mit den freigesetzten Giften, dem Müll und den Um­weltschäden im Allgemeinen nicht mehr fertig werden.

 

-    Die Grenze der von der Erde verkraftbaren Menschenzahl ist bereits überschritten. Darin liegt die Hauptursache für alle anderen Probleme.

 

Alternativen (Wiederverwendung, andere Energiequellen)

 

Da wird von sogenannter erneuerbarer Energie gesprochen, ein Begriff, den man erst nach einigem Nachdenken versteht. Gemeint ist, daß die Energiequellen sich ständig von selbst erneuern, wie Wind, Wasser, Erdwärme, Sonnenenergie, schließlich Pflanzen und auch Tiere. (Dann sollte aber von "sich erneuernder Energie" gesprochen werden.)

 

Ende des Jahres 1993 wurde in Deutschland etwa 2 Prozent aller Energie aus den erneuernden Quellen bezogen und zwar:

 

 

Anzahl der Anlagen

Leistung in MW

Netto-Stromerzeugung in Mio. kWh

Wasser

660

4049

15154

Müll (geschätzt)

40

550

2060

Biomasse 

66

39,6

139,4

Wind

192

36,3

66,7

Sonnenkraft

111

2,0

0,9

Erdwärme

noch im Versuchsstadium

Insgesamt

1069

4676,9

17421

 

 


 

"Rettung auf eingefahrenen Gleisen"? ist diese Karikatur unterschrieben und auf Seite 218 des Buches "Das MIPS-Konzept" von F. Schmidt-Bleek zu finden. Näheres zum Buch >hier<.

 

>Hier< ist der Artikel "Zukunft der Erde" zu finden, den ich 1993 geschrieben und inzwischen etwas auf den neuesten Stand gebracht habe, der aber bereits damals schon auf den vielen, der in diesem Internet-Buch (Gotteswahn-Info) zitierten Veröffentlichungen zu finden war, die heute (fast) noch genau so aktuell sind wie damals. Dieser Artikel hat zum

 

I N H A L T

 

Treibhausgase mitverantwortlich sind für eine "globale Erwärmung". Es wird zur Zeit von nichts anderem gesprochen. In Wirklichkeit ist die Wirkungsweise einer Klimaveränderung viel, viel komplexer.

>Hier< "Keine Hoffnung, wenn..."

>Hier< „Erneuerbare Energien“ bringen auf keinen Fall die alleinige Lösung

>Hier< 1 Die Katastrophe

1.1 Anzeichen der Katastrophe

a) Zunehmende Umweltschäden

Klimaveränderungen

Folgen der Ozonschichtveränderung

Boden- und Wasserverseuchung durch Abfälle

Ausbeutung der wenigen, verbleibenden Naturrohstoffe

b) Kampf um die letzten Rohstoffe

>Hier< 1.2 Zeitlicher Verlauf der Katastrophe

a) Bevölkerungswachstum

b) Zerfall des derzeitigen Wirtschaftssystems

c) Klimaveränderungen

d) Beginn des Aussterbens

e) Verzweifelte und grausame Kämpfe um's Überleben

>Hier< 2 Abwendungsmöglichkeiten, Machbarkeiten

>Hier< 2.1 Politische Reformen

a) Schritte der Reformen auf Einzelstaatsebene

b) Reformen auf regionaler Ebene

c) Weltpolitische Möglichkeiten

d) Reform der Staatsformen

>Hier< 2.2 Soziale Reformen

a) Begrenzung des Bevölkerungswachstums

b) Schritte der Reformen bestehender Kulturstrukturen

c) Reformen auf regionaler Ebene

d) Machtverteilung und Machtkontrolle und zur Erreichung einer Mindestlebensqualität für alle Menschen und Einführung einer Verbindlichkeit für die Menschenrechte

e) Ausgleich des "Nord-Südgefälles"

>Hier< 2.3 Wirtschaftliche Reformen

a) Art der Reformen

b) Gesetze, Verordnungen, Richtlinien

c) Schritte der Reformen auf Einzelstaatsebene, auf regionaler Ebene und weltwirtschaftliche Möglichkeiten

d) Gemeinsame Rohstoffverwaltung und -nutzung, sowie Wiederverwendung von Rohstoffen

>Hier< 2.4 Ständige Aufklärung der Menschen über die Situation, in der sie sich befinden und über Machbarkeiten zur Kastastrophen­verhinderung, zumindest Milderung der Katastrophe

a) Kritik an bestehenden Systemen

b) Schlußfolgerungen aus der Kritik

>Hier< 3 Umsetzung derzeitiger Erkenntnisse

3.1 Bewußtseinsbildung

a) Allgemeine Bewußtseinslage - Selbstkritik

b) Hindernisse zu notwendigen Reformen und Überwindung der Hin­dernisse

c) Rein persönliche Meinung

>Hier< 3.2 Wahrscheinlichkeit der Bewußtseinsänderung

a) Wahrscheinlichkeit der Bewußtseinsänderung in Industrie­natio­nen

b) Wahrscheinlichkeit der Bewußtseinsänderung in den soge­nannten Entwicklungsländern

c) Überwindung von Voreingenommenheiten und Traditionen

>Hier< 3.3 Abwendung der Gefahr durch den Menschen (Durchführungsmög­lich­keiten)

a) Der Mensch als einziges Wesen, das die Gefahr erkennen und gegensteuern kann, aber...

b) Voraussetzungen zur Abwendung der Katastrophe

c) Dringlichkeiten

d) Technische und wirtschaftliche Mittel

e) Wettlauf mit der Zeit

f) Abschätzung der Wahrscheinlichkeit menschlichen Handelns

>Hier< 3.4 Versagt der Mensch, hilft sich die Natur selber

a) Natürliche Dezimierung der Weltbevölkerung

b) Möglichkeiten der Natur

c) Die Natur erholt sich

>Hier< 3.5 Radikale Gedanken

>Hier< 4 Einflüsse von kaum vorhersehbaren Naturereignissen

a) Vulkanausbrüche und Erdbeben

b) Zusammenstoß der Erde mit einem anderen Himmelskörper

c) Folgen der Verlagerung oder sogar des Verschwindens des Erd­magnetismus

d) Explosion der Sonne

>Hier< 5 Planspiele: Überlebensmöglichkeiten und Überlebens­wahr­scheinlichkeiten zukünftiger Generationen

a) durch menschliche Eingriffe

b) von Menschen (kaum) unbeeinflußbare Gegebenheiten

>Hier< 6. Durchspielen der Möglichkeiten des zukünftigen Ablaufs, falls...

a) Wahrscheinlichster, auf eine Katastrophe zusteuernder Verlauf

b) Volles und sofortiges Gegensteuern der Menschen zur Verhinde­rung der Katastrophe

c) Es wird kaum etwas getan ("nach uns die Sint­flut")