Militär

>Hier< zu Militärausgaben

Das lateinische "militaris bedeutet: soldatisch, kriegerisch. "Militia caelestis" sind die himmlischen Heerscharen. (Ich verkneife es mir, dazu einiges zu sagen.)

Früher gab es Kriegsministerien, die inzwischen in den Ländern unter "christlicher Leitkultur" in Verteidigungsministerien umbenannt worden sind. Sollte einmal doch nötig sein, ein anderes Land anzugreifen, so liefe das unter dem Stichwort "Vorwärtsverteidigung"... Das Militär hat eine Organisationsstruktur, die absoluten Gehorsam und Disziplin zur Basis hat, das heißt, die Befolgung von Befehlen ist unabdingbar. Diese sogenannte Landesverteidigung unterliegt einer selbständigen Militärverwaltung unter dem Verteidigungsminister mit Offizieren bis hinunter zu den Mannschaften. Bewaffnung und Ausrüstung (darunter prinzipiell Uniformierung und Kasernierung, also die Unterbringung der Soldaten) müssen zwar von den Regierungsorganen (Ministerium über das Parlament) genehmigt werden. Aber der Drill, also harte Ausbildung, scharf exerzieren und immer wiederkehrendes Einüben von Fähigkeiten, bis zum reflexartigen Handeln, sind wie in der vordemokratischen Zeit noch üblich.

Das militärische Leben unterscheidet sich vom zivilen durch besondere, eigene Rituale, wie in Reih und Glied antreten, vor dem Vorgesetzten stramm stehen, jede vorgesetzte Person auf besondere Weise zu grüßen, vor allem einen Eid (zumindest ein Gelöbnis als eidesstattliche Erklärung) abzulegen. Früher war der Fahneneid der ultimative militärische Eid (heute "nur noch" ein Diensteid, d.h. ein Treue- und Gehorsamseid).

Dazu eine wahre Geschichte aus dem 2. Weltkrieg: Ein erimitierter Professor (also im Ruhestand) wurde zum "Volkssturm" zur Verteidigung eines kleines Restes des großdeutschen Vaterlandes eingezogen und wurde auf dem Exerzierplatz vom Vorgesetzten mit einem Hieb mit dessen Karabiners darauf hingewiesen, die am Mast emporgezogene Fahne zu grüßen. Der Herr Professor: "Tag Fahne! Entschuldigen Sie," sich weiter an die Fahne zu wenden, "daß ich Sie übersehen hatte."...

In der Bundeswehr leisten die Soldaten keinen Fahneneid im eigentlichen Sinn mehr. Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit leisten auf die Truppenfahne einen "Diensteid", in dem sie im Chor schwören, "der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen". Wehrpflichtige legen ein "feierliches Gelöbnis" gleichen Inhalts möglichst in aller Öffentlichkeit ab.
 


Dagegen wäre absolut nichts einzuwenden, wenn die Mitgliedschaft im militärischen Dienst freiwillig wäre. Statt einer, nicht selten kriegsverbrecherischen allgemeinen Wehrpflicht sollte - wenn schon, denn schon - polizeiliche Dienstpflicht eingeführt werden...

 

Man stelle sich vor, unter den "eingezogenen" Rekruten befände sich ein Vegetarier, so ein Typ wie dieser >hier<... Welche Demütigungen muß ein solch Mensch von den Kameraden erdulden. Man denke an einen adrenalinsüchtigen britischen Prinzen, der gerne zurück zu militärischen Einsätzen nach Afghanistan möchte.


 

Problem: Abgesehen vom menschenunwürdigen Kriegsdienst anstatt einer gut geschulten, also auch psychologisch vertrauten Polizeistreitmacht unter Führung der Vereinten Nationen (UN) unterliegt das Militär ungeheuerlichen Sonderregelungen. Alles kann und gemacht unter dem Siegel der Geheimhaltung:

 

Entwicklung immer neuer Waffen,

die schrecklichsten Tierversuche aller Art (Vergiften, Vergasen, Infizieren, Zerstückeln, Foltern, als Waffenträger dressieren),

Pläne zur psychologischen Kriegsführung (Gerüchte in die Welt, Volksverhetzung)

und vor allem

überhaupt keine Rücksichtnahme auf die Umwelt.

 

Für militärische Fahrzeuge gibt es keine Abgaskontrollen. Die wird ja nun überhaupt nichts von dem berücksichtigt, was Leute vom deutschen Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie oder dem US-amerikanischen World Watch Institute vorgeschlagen haben (>hier<).


 

>Hier< ein Überblick über Militärausgaben aus dem Jahr um 2004.

 

Neueste Statistiken sind schwer und verschlüsselt zu bekommen; denn wozu gehören die Geheimdienste? Welche Ausgaben haben Firmen wie die US-amerikanische Boeing Co. bekanntester Zivilflugzeughersteller, aber auch einer Rakete, namens Minuteman oder Saturn, dann des Kampfflugzeugs "Phantom", mit dem die deutsche Bundeswehr bestückt ist. Außerdem Energiesystemen, Flughafentechnologische Ausstattungen und sonstige elektronische Produkte entwickelt und produziert. Ähnliche Firmen gibt in allen Industrienationen.

Was geht wirklich in die Rüstung?

Was kann von den "privaten" Steuerverpflichtungen (Einkommens- und Umsatzsteuern) und Entwicklungskosten verschleiert werden?
Kein Steuerfahnder darf in die Bücher von deutschen Waffen-Produzenten wie Siemens oder M.A.N. Einsicht nehmen.