Verdeckte Ziele
Über den modernen Imperialismus*(>hier<)
von
John Pilger

Zuerst ein kurzer Auszug aus der Einleitung des Buches: "...Es stimmt nicht, dass seit dem 11. September 2001 nichts mehr so ist, wie es zuvor war. Die Anschläge haben lediglich als willkommener Vorwand herhalten müssen, um soziale und rechtsstaatliche Prinzipien über Bord zu werfen... In einer Zeit, in der in den Vereinigten Staaten verfassungsmäßig verbriefte Rechte abgebaut und in Großbritannien die Unabhängigkeit der Justiz und mit ihr eine Vielzahl bürgerlicher Freiheiten unterminiert werden, verkommt die Demokratie allmählich zum Wahlritual: zum Wettlauf voneinander nicht mehr unterscheidbarer Parteien um die führende Rolle in einem Einideologienstaat.
Der entscheidende Wachstumsmotor dieses Staates (USA)... sind die
Medienkonzerne, denen Zeitungen und Fernsehsender, Buchverlage,
Filmproduktionsfirmen und Datenbanken gehören und deren Macht noch nie so groß
war wie heute. Sie schaffen ...Politik via Medien, Krieg via Medien,
Gerichtsbarkeit via Medien und sogar Trauer via Medien (wie etwa beim Tod von
Prinzessin Diana).
Das wichtigste Anliegen dieser Medienkonzerne ist die Feier der »globalen
Wirtschaft« ... Deren Verheißungen sind weltweite Handelsbeziehungen, Handys,
McDonald's- und Starbucks-Filialen an jeder Ecke sowie das Buchen von
Pauschalreisen im Internet. Hinter der glänzenden Fassade führt sie zu einer
Globalisierung der Armut, zu einer Welt, in der die meisten Menschen ...von
weniger als zwei Dollar am Tag leben müssen, in der täglich 6000 Kinder an
Durchfallerkrankungen sterben, weil sie keinen Zugang zu sauberem Wasser haben.
In dieser Welt hat... ein raffiniertes System der Ausbeutung dazu geführt, dass
seit den 80er Jahren mehr als 90 Staaten Strukturanpassungsprogramme
aufgezwungen wurden, in deren Folge die Kluft zwischen Arm und Reich so tief
geworden ist wie nie zuvor."
John Pilger schreibt weiter (unter anderem) in diesem Kapitel, daß er sein Buch "den Ereignissen gewidmet hat, die für uns gemeinhin nicht stattfinden, weil sie keinen Nachrichtenwert haben..." für den Einideologienstaat. Das ist inzwischen global, also in allen zum Einideologienstaat verkommenden Ländern, nicht nur der Bundesrepublik Deutschland zu beobachten. Dort wird in meist ständig wiederholten Nachrichtenpassagen, fünfminütig, manchmal sogar alle halbe Stunde, erwähnt
- mindestens eine Minute lang, was Spitzenpolitiker gesagt haben,
- wieder mindestens eine Minute lang, welches kulturelle Ereignis mit welcher personellen Besetzung stattfindet oder geplant ist, hin und wieder
- auch mindestens eine Minute lang, daß 2 Personenwagen zusammengestoßen sind mit 3 Toten, wo und wann, wer die Insassen waren, anschließend
- wieder mindestens eine Minute lang, wer entführt worden ist, daß es immer noch keine Neuigkeit davon gibt, werd sich alles um das Freibekommen kümmert, oder
- mindestens eine Minute lang - welches Sportereignis berichtenswert erscheint, schließlich immer (in allen Nachrichten)
- mindestens eine Minute lang - das Wetter. Diese Nachrichten sind auf allen Sendern fast gleichlautend zu hören. (Walter Rath)
>Hier< zum "Schwarzbuch USA" von Eric Frey

1. von Napoleon Bonaparte (französischer Kaiser 1804-14/15) zum Kapitel "Ein kulturelles Tschernobyl:
Das Einzige, worauf es in dieser Welt ankommt, ist,
immer mehr Geld und immer mehr Macht anzuhäufen.
Alles andere ist ohne Bedeutung."
2. von Martin Niemöller (evangelischer Theologe, 1892 - 1984) aus dem Kapitel "Das letzte Wort:
Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen -
ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen -
ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich nicht protestiert -
ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie die Juden holten, habe ich nicht protestiert -
ich war ja kein Jude.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr; der protestieren konnte."
Jetzt mehr zum Buch von John Pilger, das Pflichtlektüre sein müßte:
"Der in Australien geborene Journalist, der seit 1962 in London lebt, aber in
der ganzen Welt zu Hause ist, erwarb sich schnell den Ruf eines unbestechlichen
Beobachters des Zeitgeschehens.
Für seine mutigen Artikel und Reportagen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen
geehrt:
1967 Reporter of the Year und Journalist of the Year, 1970 International
Reporter of the Year, 1974 News Reporter of the Year, 1977 Campaigning
Journalist of the Year, 1979 Journalist of the Year, 1979 UN Media Peace Prize,
Australia, 1980 UN Media Peace Prize, Gold Medal, Australia, 1991 American
Television Academy Award (»Emmy«), 1990 Reporters sans frontieres Award, 2001
Monismanien Preis (Schweden), 2003 Sophie Preis für Menschenrechte (Norwegen),
2003 Media Personality of the Year u.m." ist aus der
Verlagswerbung für das Buch zu lesen.
Weiter aus der Selbstdarstellung des Verlages:
Deutsche Erstausgabe. 1.
Auflage, April 2004.
Unsere Ausgabe stützt sich auf zwei englische Originalausgaben. Das Kapitel »Das
große Spiel« ist The New Rulers of the World entnommen, alle anderen Kapitel
entstammen Hidden Agendas. Die »Einleitung« haben wir mit Einwilligung des
Autors aus den »Introductions« beider Werke zusammengestellt.
Hidden Agendas ist 1998 bei Vintage in London erschienen, The New Rulers of the World 2002 bei Verso in London.
Copyright © 1998 and 2002 by John Pilger.
Alle Rechte für die
deutsche Ausgabe und Übersetzung Copyright © 2004 by Zweitausendeins, Postfach,
D-603 81 Frankfurt am Main.
www.Zweitausendeins.de
Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das Recht der mechanischen, elektronischen
oder fotografischen Vervielfältigung, der Einspeicherung und Verarbeitung in
elektronischen Systemen, des Nachdrucks in Zeitschriften oder Zeitungen, des
öffentlichen Vortrags, der Verfilmung oder Dramatisierung, der Übertragung durch
Rundfunk, Fernsehen oder Video, auch einzelner Textteile.
Der gewerbliche Weiterverkauf und der gewerbliche Verleih von Büchern, CDs,
CDROMs, DVDs, Downloads, Videos oder anderen Sachen aus der
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durch die Geschäftsleitung vom Zweitausendeins Versand in Frankfurt am Main.
Lektorat und Nachbemerkungen: Klaus Gabbert (Büro W, Wiesbaden).
Register der deutschen Ausgabe: Ekkehard Kunze (Büro W, Wiesbaden).
Korrektur: Beate Koglin,
Frankfurt.
Umschlaggestaltung: Sabine Kauf, Plön.
Satz und Herstellung: Dieter Kohler Gmbl I, Nördlingen.
Druck + Einband: Freiburger Graphische Betriebe.
Printed in Germany.
Dieses Buch gibt es nur bei Zweitausendeins im Versand, Postfach, D-60381
Frankfurt am Main, Telefon 069-420 8000, Fax 069-415 003. Internet
www.Zweitausendeins.de , E-Mail
info@Zweitausendeins.de . Oder in
den Zweitausendeins-Läden in Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main,
Freiburg, 2 x in Hamburg, in Hannover, Köln, Mannheim, München, Nürnberg,
Stuttgart.
In der Schweiz über buch 2000, Postfach 89, CH-8910 Affoltern a. A.
ISBN 3-86150-632-7
Auf dem Buchrücken ist zu lesen:
EINE MORALISCHE ANALYSE DER WELTPOLITIK IN EINER ZYNISCHEN ZEIT. INDEPFNDFNT
John Pilger, einer der Großen des angelsächsischen Journalismus, zeigt in diesem
Buch, wie westliche Regierungen im Namen hehrer Ziele einen kaum gezügelten
Imperialismus praktizieren und dabei sind, ein riesiges globales Apartheidregime
zu errichten, das Wohlstand und Freiheit nur für wenige zulässt.
Seit Jahrzehnten setzen westliche Großmächte ihre Interessen auch brutal mit
Mitteln des Staatsterrorismus durch. Menschliches Leid, internationales Recht
oder Menschenleben zählen dabei kaum.
Pilger weist darauf hin: In Wirklichkeit sind Muslime nur für einen Bruchteil
der Terrorakte in der Welt verantwortlich. Muslime sind überdies diejenigen, die
am schwersten unter dem staatlichen Terrorismus des Westens zu leiden hatten und
haben: in Palästina, im Irak, in Afghanistan, in Somalia etc. Heerscharen
westlicher Denker und Wissenschaftler, Kriegsberichterstatter und
Kulturschaffende sorgen dafür, dass die Verbannung dieser Wahrheiten aus der
öffentlichen Diskussion gerechtfertigt scheint.
Unterstützt wird dies, so zeigt Pilger, durch die Entwicklung auf dem
Medienmarkt: Die großen multinationalen Konzerne verdrängen und vernichten immer
mehr kleine und unabhängige Verlage, Sender und Zeitungen. Das führt zur Bildung
immer mächtigerer Meinungsmonopole und zur schleichenden Vernichtung von Presse-
und Informationsfreiheit.
* Imperialismus (lateinisch: imperium bedeutet Gewalt, Macht, Befehl, Herrschaft, Regierung, Staat und vieles mehr) ist (nach © 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG) "die Bezeichnung für das Herrschaftsstreben mit dem Ziel, die Bevölkerung eines fremden Landes mit politischen, ökonomischen, kulturellen und ideologischen Mitteln zu beeinflussen, auszubeuten, abhängig zu machen und direkt oder indirekt zu beherrschen. Historisch wurde die Bezeichnung zuerst auf die Beherrschung von Absatz- und Kapitalmärkten angewandt, nach 1870 stand der Begriff Imperialismus in enger Verbindung mit dem Nationalismus für eine Politik der territorialen Expansion eines Staates." Schon vor den Römern gab es imperiale Mächte, die sich andere Völker unterworfen, ja sogar versklavt hatten.
Die Machtausbreitung wird als Kolonialisierung (colonia,
die Pflanzenstadt, die Ansiedlung; colonus: der Landwirt, Pächter) bezeichnet.
Hierzu schreibt das Bibliographische Institut & F. A. Brockhaus AG (© 2006):
"Der neuzeitliche Kolonialismus ist eine historische Begleiterscheinung des
entstehenden Kapitalismus und seiner weltweiten Expansion. In den
internationalen Beziehungen wird mit dem Begriff des Kolonialismus die Politik
zahlreicher europäischer Staaten, der USA und Japans gegenüber Völkern und
Ländern v. a. in Afrika, Asien, Süd- und Mittelamerika zwischen dem Ende des 15.
und der Mitte des 20. Jahrhunderts bezeichnet." Nach den beiden Weltkriegen
mußten die Kolonialmächte (ab Mitte der vorigen Jahrhunderts) die meisten
Kolonien offiziell in die Unabhängigkeit entlassen. Dazu sagt das
Bibliographische Institut & F. A. Brockhaus AG (© 2006): "Bei direktem
politischem Machtverlust konnten die früheren Kolonialmächte sowie die USA ihre
wirtschaftliche Vormachtstellung in der Dritten Welt jedoch weitgehend
behaupten." Diese Politik der Industrieländer gegenüber den ehemaligen Kolonien
und deren Umfeld - als Staaten der Dritten Welt oder Entwicklungsländer
bezeichnet - führte zur Aufrechterhaltung einer fast vollständigen
wirtschaftlichen Abhängigkeit dieser Länder und damit (zumindest indirekt) der
Ausgestaltung der politischen Staatsform. Diese ("neue") Abhängigkeit und
politische Einflußnahme wird als Neokolonialismus bezeichnet.