Die Vereinigten Staaten von Amerika (USA)

Auf der Buchrückseite:

Von der Vernichtung der Indianer bis Zur Kriegspolitik George H. Bushs,
Vom Atombombenabwurf in Hiroshima bis zu den Menschenrechtsverletzungen in Guantanamo Bay:
Der Amerika-Experte Eric Frey dokumentiert im Schwarzbuch USA zum ersten Mal alle Sünden amerikanischer Politik - auf der Bühne der Weltpolitik und Weltwirtschaft, aber auch gegen die Bürger im eigenen Land.
 

Eichborn AG, Frankfurt am Main, März 2004

Umschlaggestaltung: Christina Hucke

Lektorat: Michael Schickerling, Carmen Kölz

Satz: Fuldaer Verlagsagentur, Fulda

Druck und Bindung: GGP, Pößneck

ISBN 3-8218-5574-6

Verlagsverzeichnis schickt gern:
Eichborn Verlag, Kaiserstraße 66, D-60329 Frankfurt/Main

www.eichborn.de
 


Auf der Buchinnenseite steht:

Millionen getöteter Indianer und versklavter Afrikaner, Vietnam-Krieg, Unterstützung von Diktatoren in Chile und Nicaragua, außerdem Hiroshima und Nagasaki, atomares Wettrüsten, Bruch des Völkerrechts, Zerstörung der multilateralen Weltordnung und Menschenrechtsverletzungen in Guantanamo Bay...

 

Unterstützt und ergänzt von zahlreichen Kommentaren und Einschätzungen renommierter amerikanischer Historiker und Politologen, zeigt der Amerika-Experte und Politikwissenschaftler Eric Frey in diesem Kompendium die dunkle Seite einer Nation, die sich selber als gottgesandt, moralisch und gerecht empfindet.

Mit zahlreichen Zeittafeln, Landkarten und einem umfangreichen Register.
Eric Frey, aufgenommen von Simonis


 

Eric Frey, geboren 1963 in Wien, ist Mitglied der Chefredaktion der Wiener Tageszeitung "Der Standard" und Österreich-Korrespondent der Financial Times. Er ist promovierter Politikwissenschaftler und hat einen Masters in Internationalen Beziehungen von der Princeton University. Langjährige USA-Aufenthalte, zuletzt Gastprofessur an der University of New Orleans 2001/2. Im Eichborn Verlag bislang erschienen: Clintons Amerika (1993).
 


 

Der  I N H A L T:

 

Einleitung

Teil I
1776 bis 1945: Die Jugendsünden der USA


1 Der große Landraub:
Die Vernichtung der Indianer

2 Menschen als Ware: Sklaverei und die Unterdrückung der Schwarzen

3 Die Ära der Räuberbarone: Der ungezügelte Laisser-faire-Kapitalismus
4 Lateinamerika als Hinterhof: Imperialismus der neuen Großmacht

5 Die verratene Freiheitsstatue: Barrieren für Einwanderer

6 Hitlers unfreiwillige Helfer: Die USA und der Weg in den Zweiten Weltkrieg
7 Unrecht im gerechten Krieg: Internierung von Japanern, Bomben gegen Zivilisten und unterlassene Hilfeleistung für Europas Juden

8 Sekunden des Grauens: Atombomben über Hiroshima und Nagasaki

Teil II
1945 bis 1991: Die Sünden des Kalten Kriegs


9 Todfeind Sowjetunion:
Der Ausbruch des Kalten Kriegs
10 Spitzel und Schauprozesse: Die McCarthy-Ära
11 Dr. Seltsam in Aktion: Nukleares Wettrüsten und die Kuba-Krise

12 Geheimwaffe CIA: Interventionen im Iran, in Guatemala, Kuba und Chile
13 Blut, Lügen und Domino: Der Vietnam-Krieg
14 Die große Vertrauenskrise: Von Nixon zu Carter
15 Schulden und Schulgebet: Reagans Wirtschafts- und Innenpolitik

16 Kalter Krieg und Interventionen: Reagans Außenpolitik

Teil III
Die USA heute: Sünden gegen die eigenen Bürger


17 Privat statt Staat:
Ungezügelte Konsumgesellschaft und der Verfall des öffentlichen Raums
18 Arm und Reich: Ungleichheit und fehlende soziale Sicherheit

19 Weiße haben es besser: Der anhaltende Rassismus
20 Das alltägliche Morden: Kriminalität und Waffenbesitz
21 Recht als Lotterie: Das unberechenbare Justizsystem
22 Land der Henker: Die populäre Todesstrafe

23 Korrumpierte Demokratie: Wahlkampfspenden und unfaire Wahlen
24 »Bushonomics«: Politik als Selbstbedienungsladen für die Reichen

25 Korrumpierte Unternehmenswelt: Bilanzfälscher und Gagenkaiser

26 Beton und Bohrer: Die Zerstörung der Umwelt

27 Die McDonald's-Nation: Fast Food, Gen-Lebensmittel und Fettleibigkeit
28 Die neue Hexenjagd: Kampagnen gegen Raucher
29 Nation unter Gott: Bigotterie und Puritanismus
30 Fahnen und Gewehre: Chauvinismus und Militarismus

Teil IV
Die USA heute: Die Sünden gegen den Rest der Welt

 

31 Parasit der Weltwirtschaft: Außenhandelsdefizit und Protektionismus
32 Geiziger Spender: Versiegende Hilfe für Entwicklungsländer

33 Krieg statt Therapie: Sinnloser Kampf gegen den Drogenhandel

34 Die Macht der Lobbys: Sonderinteressen in der amerikanischen Außenpolitik

35 Unterlassene Hilfeleistung: Amerikas scheinheilige Menschenrechtspolitik

36 Amerika über alles: Unilateralismus und die Zerstörung der Weltordnung

37 Mitschuld und Missbrauch: Der 11. September und der »Krieg gegen den Terror«
38 Visionen der Weltherrschaft: Bushs Präventivkriegsdoktrin
39 Vietnam in der Wüste: Der Krieg gegen den Irak
40 Freunde oder Feinde: Die Krise des transatlantischen Bündnisses

Literaturhinweise

Register



Leseprobe aus der:

 

Einleitung


Die Vereinigten Staaten von Amerika könnten ein wunderbares Land sein. Sie wurden von Menschen gegründet, die religiöser Verfolgung, politischer Unterdrückung und der Armut in Europa entkommen wollten und sich bald von ihren britischen Kolonialherren lossagten. Die Politiker der ersten Stunde wie Thomas Jefferson und James Madison waren Kinder der Aufklärung, die in ihrer Unabhängigkeitserklärung feststellten: »Wir halten diese Wahrheiten für selbstverständlich, dass alle Menschen gleich geschaffen und von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet wurden - darunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glück.« Zehn Jahre später schrieben sie eine Verfassung, die den Interessensausgleich verschiedener Gruppen zur Verhinderung jeder Tyrannei zum obersten Ziel erklärte und schufen ein demokratisches System, das heute noch hält. Sie garantierten in den Zusatzartikeln zur Verfassung das Recht auf Religions-, Meinungs- und Pressefreiheit und verabschiedeten zahlreiche Gesetze, um die Bürger vor der Willkür des Staates zu bewahren. Dank des ausgeprägten Schutzes der Eigentumsrechte entwickelten die USA eine freie Marktwirtschaft, die sie zum reichsten Land der Welt machten.


Die Amerikaner übernahmen auch Verantwortung für die Welt: Im 20. Jahrhundert schüttelten die USA ihren Isolationismus ab und griffen an der Seite Großbritanniens, inzwischen der engste Verbündete, in die europäischen Kriege ein. Präsident Woodrow Wilson trat 1917 in den Ersten Weltkrieg ein mit den Zielen, »einen Krieg zum Ende aller Kriege« zu führen und »die Welt sicher für Demokratie zu machen«. Wilsons Liste der 14 Punkte, mit der er zur Konferenz von Versailles reiste, versprach den Völkern Europas das Recht auf Selbstbestimmung und signalisierte die Abkehr von der zynischen Realpolitik der europäischen Großmächte.


In der dunkelsten Stunde des alten Kontinents beteiligten sich die USA 1941 am Kampf gegen Nationalsozialismus und Faschismus und nützen ihren militärischen Triumph zu einer neuen Politik, die auch den Verlierern Freiheit und Wohlstand schenkte. Sie finanzierten mit dem Marshall-Plan das erfolgreichste Hilfsprogramm aller Zeiten, arbeiteten bereitwillig an einer multilateralen Weltordnung unter Führung der UNO mit...