Der "Global-Kapitalismus"
als eine, allem übergeordnete politische Religion (>hier<).
>Hier< zum Hüter der politischen Religion, den USA,
Kapitalismus als Staatsreligion >hier<.
>Hier< zum Merkantilismus, auch Colbertismus,da Colbert
als Stifter des Kapitalismus gilt.
Zusätze auf der Webseite "Kapitalismus" >hier<:
z.B. zu Buchbesprechungen.
>Hier< ein Kommentar zur kapitalistischen Staatsreligion.
>Hier< zu "Kapitalismussekten", dem Keynesianismus,
einer im Ansatz brauchbaren Wirtschaftlehre, und dem
uns beherrschenden Monetarismus!
Zu den Wirtschaftspsychologen (>hier<)
Wirtschaftverbände und die enge Verzahnung mit der Politik (>hier<) haben Mafiastrukturformen angenommen.
Da der derzeitige Kapitalismus sich auf ein angebotsorientiertes Wirtschaftssystem stützt, sind nicht nur die grauenvollsten Kriegsspiele im Internet zu finden - nein, auch das wirkliche Kriegsgeschehen in der Welt ist ein lohnendes Geschäft, wie >hier< beschrieben wird.
>Hier< am Ende der Seite "Das alles beherrschende Papsttum" - nicht nur eine Persiflage - unsere Gesetzgebung kabarettistisch betrachtet.
Obiges Lebensrad - nicht ernst gemeint - hat keine besondere Bedeutung. Es soll nur verdeutlichen, dass unsere derzeitige globale politische Religion genauso idiotisch ist, wie jede Ideologie.
Diese globale politische Religion, der man nicht einmal beizutreten braucht, für die niemand getauft wurde, die einfach "alternativlos" (nach der derzeitigen Bundeskanzlerin Angela Merkel) da war, kennt jedenfalls keineswegs so etwas wie eine allgemeine Solidargemeinschaft als Verbundensein der Menschen zum Zweck des Wohls für alle von uns >hier<. Aber ein mächtiger Zusammenhalt unter den "Religionsführern" kommt voll zum Tragen bei den zum größten Teil nicht einmal ihre Korruption schamhaft versteckenden Staatsleuten und Bossen (Anführern) in der Wirtschaft. Dank der Kumpanei von Politik und Kommerz auf ihrem rücksichtlosen und zerstörerischen, alle Lebensbereiche dieser Erde durchdringenden Vormarsch spannen sie sich auf Kosten der Mehrheit eines jeden Durchschnittsbürgers von uns Rettungsschirme auf. Der Jesuit und Querdenken Prof. Dr. Rupert Lay schreibt in seinem Buch "Die neue Redlichkeit - Werte für unsere Zukunft" (>hier<):
Globalisierung stellt sich heute als die Herrschaft der Ökonomie über die Politik dar.

Jeder, unvermeidlich in die globale politischen Religion Eingebettete ist eines jeden Freund und Feind. Das bedeutet, die Begriffe Freund und Feind sind völlig verwischt. Der Freund ist lediglich zum vorübergehenden Begleiter geworden, zum Helfer, zum Gefolgsmann, zum Anhänger. Der Gegner ist lediglich ein Rivale, also ein Kontrahent, ein Gegenspieler, ist nicht mehr als ein Nebenbuhler, als ein Konkurrent, als jemand von einer lästigen Gegenpartei (mit derselben kapitalistischen Einheits-Ideologie).. Der Widersacher kann sich vom Scheinfreund zum echten Freund entwickeln.
Zu bemerken ist, dass noch nie von einem Mordfall oder einer anderen ganz schweren Untat eines "gewichtigen", d.h. bedeutungsvollen Angehörigen der Führung und Spitze der globalpolitischen Religion berichtet wurde. Das lässt ausschließlich darauf schließen, dass dieser Personenkreis emotionslos ist, also ohne Leidenschaft, Eifersucht, nicht einmal von (krankhafter) Missgunst geplagt wird. Diese menschliche Wesen kennen keine ausgeprägte Anteilnahme und Erregbarkeit. Ihre Gemütsbewegung, d.h. Gefühlsregung ist in der Gesamtheit Gesamtheit des Gefühlslebens (Gemüt, Stimmung, Triebhaftigkeit) sehr stark reduziert, und sie werden ausschließlich geleitet von Machtstreben und Gier (>hier<: Verlangen nach Ansehen und Reichtum, d.h. immer mehr Geld und Einfluss auf Mitmenschen) und Egoismus. (Siehe >hier< die immer wieder hinzuweisenden Sozio/Psychopathen).
Das stärkste Charakteristikum ist die völlige Rücksichtslosigkeit, Gewissenlosigkeit, der Egoismus nur mit Eigennutzgedanken.
Diese inzwischen weltbeherrschende Religion wird ausschließlich von Gewinnerwartungen der im kapitalistischen System tätigen Wirtschaftsunternehmen getragen. Die Börse ist die alleinige Steuerungsinstanz, das kapitalistische Machtzentrum. Von dort werden die Gewinnerwartungen bekannt gegeben. Von den Gewinnerwartungen allein hängt der Wert eines Wirtschaftsunternehmens ab als Aktienwert zum Beispiel. Die Börsianer kümmert es grundsätzlich überhaupt nicht, was, wie und für wen produziert wird, d.h. welchem Zweck das Unternehmen dient.
Von der Börse wird
- inzwischen praktisch jeder einzelne Weltbürger gelenkt (>hier<).
- Ihr, dieser politischen Religion ist völlige psychische Einbindung praktisch aller Einzelindividuen gelungen (>hier<).
- Sie übt ihre Macht ungehindert aus (>hier<).
- Der Global-Kapitalismus ist durchaus als Staatsreligion zu bezeichnen, der von der Regierung bis zum Sozialhilfeempfänger jeder untergeordnet ist (>hier<).
Der Global-Kapitalismus beansprucht - wie jede andere Religion (oder jegliches philosophisches System), daß er, der Kapitalismus, die alleinige Form des menschlichen Zusammenlebens bietet und damit alleinige Seligmachung, daß es zum derzeitigen Kapitalismus keine Alternative geben kann. Jede Abweichung wird als dumme, idealistische, wirklichkeitsfremde Spinnerei abgetan (aber immerhin noch geduldet).
Die gegenwärtige Situation der "klassischen" Religionen ist mittlerweilen durch einen weltweiten, schwer zu überblickenden religiösen
Pluralismus gekennzeichnet. Aber das Wirken fundamentalistischer Bewegungen
innerhalb der Weltreligionen nimmt teilweise wieder bedrohliche Formen an.
Nach dem Verlust des Zusammenhaltes durch die "alten" Religionen, wurden „massenwirksame Ideologien der Klasse oder Rasse, der Ökonomie oder des Blutes“ insbesondere in totalitären Regimen (Kommunismus, Faschismus, Nationalsozialismus und Gottesstaaten) zum Ersatz für ein offensichtlich religiöses Bedürfnis des Menschen nach "Erlösung" und "Heil", wie in den klassischen Religionen, die über den Tod hinausweisen und die den Menschen von Schuld befreien, die ihm einen Bund mit dem "Führer", Aufnahme in sein Reich, Erlösung, Glück, Gnade, Unsterblichkeit durch Anerkennung (zumindest mit Namen auf einer Heldengedenktafel) versprechen. >Hier< mehr dazu.
Grundformen des "klassischen" religiösen Lebens sind Andacht (z.B. das Gebet), kultische Handlungen (z.B. der Gottesdienst) und das Opfer. Auf den Kapitalismus übertragen sind das:
- Bewunderung von Idolen, Wunsch nach Verbundenheit mit solchen, Traum von Reichtum. Das Handy (= bequem, leicht erreichbar, handlich) ist das Gerät, das auf Schritt und Tritt vom Besitzer beobachtet wird, als würde darüber der Segen eines Gottes jederzeit übertragen werden;
- immer wiederkehrende Schulungen;
- Steuern, Abgaben, Spenden.
Die bisherigen,
"klassischen" Religionen werden geduldet, solange die global-kapitalistische,
politische Religion nicht als übergeordnet infrage gestellt wird. Je stärker die
individuelle Bindung durch zusätzliche Riten desto besser; denn jede unipotente
Ideologie (also mit alleinherrschendem Machtanspruch) duldet keine Kritik. Der
Kapitalismus geht sogar viel geschickter vor: Er ignoriert Kritik vollkommen.
Zum Beispiel alle Unkenrufen des vorigen Jahrhunderts (Wuppertal Institut,
Worldwatch Institute, Club of Rome, Greenpeace, Amnesty International) haben
keinerlei Gehör gefunden. Die Vertreter sind sogar ausgezeichnet worden, um
ihnen vorzugaukeln, daß sie wahrgenommen würden. Das sind die Ergebnisse oder,
korrekter gesagt, die Ausnutzung der wissenschaftlichen Untersuchungen der
Wirtschaftspsychologen (>hier<).
Begriffsbestimmungen:
Kapitalismus stammt vom lateinischen "capital, capitalis", was (beispielsweise nach Langenscheidt - Taschenwörterbuch Latein, ISBN 3-468-11201-7) auf deutsch - ziemlich bezeichnender Weise - "todeswürdiges Verbrechen" heißt.
Doch jetzt zur heutigen Definition des Kapitalismus (d.h. zur Bestimmung des Begriffs durch Angabe seiner wesentlichen Merkmale [ist die Definition von Definition]):
Der Begriff wurde Anfang des 19. Jahrhunderts geprägt für eine Wirtschafts- und
Gesellschaftsordnung, "die durch Privateigentum an den Produktionsmitteln,
privates Unternehmertum, das Prinzip der Gewinn- bzw. Nutzenmaximierung,
Steuerung des Wirtschaftsgeschehens über den Markt (Marktwirtschaft),
Wettbewerb, Rationalität, Individualismus und den Gegensatz zwischen Kapital und
Arbeit (Arbeitgeber und -nehmer) gekennzeichnet ist." (© 2003 Bibliographisches
Institut & F. A. Brockhaus AG)
Es muß näher auf den Begriff der Marktwirtschaft, einer Unterform von Wirtschaftsordnung, eingegangen werden, in der die Wirtschaftsprozesse dezentral gelenkten werden. (>Hier< Allgemeines zu Wirtschaftformen, nicht nur der rein kapitalistisch geprägten.)
© 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG schreibt optimistisch, daß durch die dezentralen Wirtschaftprozesse "Art und Umfang der Produktion sowie die Verteilung der Produktionsergebnisse primär über Märkte gesteuert werden, wobei die Vielzahl der Angebots- und Nachfrageentscheidungen der Wirtschaftssubjekte über die Preisbildung koordiniert wird. Im klassischen Idealmodell einer freien Marktwirtschaft führt das auf eigenen Vorteil gerichtete ökonomische Verhalten der einzelnen Marktteilnehmer (z.B. Gewinnstreben der Unternehmen, Nutzenstreben privater Haushalte) über freie Konkurrenz zugleich zum höchsten Wohlstand für die Gesellschaft. Als Voraussetzungen einer freien Marktwirtschaft (nach W. Eucken* auch freie Verkehrswirtschaft) gelten Gewerbe- und Vertragsfreiheit, freie Wahl des Berufs- und Arbeitsplatzes, Privateigentum an Produktionsmitteln, Haftung, Geldwertstabilität, Konstanz der Wirtschaftspolitik sowie freier Wettbewerb (vollständige Konkurrenz, offene Märkte). Bereits im 19. Jahrhundert jedoch zeigten sich neben den Stärken (wirtschaftliche Effizienz, wachsender Wohlstand) auch Schwächen der freien Marktwirtschaft wie wirtschaftliche und politische Machtkonzentration mit Beeinträchtigung des Wettbewerbs und damit des Funktionsmechanismus der Marktwirtschaft, ungerechte Einkommens- und Vermögensverteilung, Konjunkturschwankungen mit Inflation und Arbeitslosigkeit, unzureichende soziale Sicherung. Dies war einer der Hintergründe für das von Vertretern des Neoliberalismus (u.a. Freiburger Schule) entwickelte Modell einer sozialen Marktwirtschaft. In der Praxis existieren verschiedene konkrete Formen der Marktwirtschaft, die sich durch Ausprägung der Eigentumsverhältnisse, Ausmaß und Formen der staatlichen Eingriffe in den Wirtschaftsprozess sowie vorrangig verfolgte wirtschafts-, sozial- und gesellschaftspolitische Zielsetzung in den einzelnen Ländern unterscheiden."
* Walter Eucken (1891 - 1950) vertrat als renommierter Volkswirtschaftler eine Wirtschaftsordnung, kontrolliert durch staatliche, marktkonforme Maßnahmen (z.B. Monopolkontrolle). Reste davon gibt es heute noch in Deutschland (z.B. Kartellgesetz, Kartellverbot...).
An dieser Stelle ist kurz der Begriff Kartell zu
erwähnen, der (vertragliche) Zusammenschluss von Unternehmen (meistens gleicher
Firmenziele), die rechtlich und wirtschaftlich weitgehend selbstständig bleiben.
Damit soll der Wettbewerb auf einem Markt ganz oder teilweise ausgeschaltet
werden. Nicht vertraglich geregelte, mündliche Absprachen über
Verhaltenskoordinierung werden als Bierthekenkartell
bezeichnet. Nachdem fast alle Firmen in Verbänden zusammengeschlossen sind (die
Bauern zum Beispiel zu 100%) sind Kartellgesetze völlig ausgehebelt. In den
Verbänden wird beschlossen, wer, was macht. Die Preisgestaltung wird abgestimmt.
Es werden Rohstoffe zentral eingekauft.
Im vorigen Jahrhundert meinte man noch, daß in der freien Marktwirtschaft der Konkurrenzkampf eine große Rolle spiele. Es käme zu einer natürlichen Auslese und es würden nur diejenigen Wirtschaftsunternehmen am Leben bleiben, die den jeweils gegebenen, auch eventuell geänderten Bedingungen am besten angepaßt seien oder sich schnell genug anpassen könnten.
Auch wurde im vorigen Jahrhundert behauptet, daß der geschichtliche Verlauf gezeigt hat, daß die freie Marktwirtschaft, im Gegensatz zur sozialistischen zentralen Planwirtschaft, sich behaupten und daß sie den Menschen als breite Masse zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse dienen konnte, obwohl oder vielleicht deshalb, wie Adam Smith, der von 1923 bis 1990 lebte, bereits erkannte, daß „keine menschliche Weisheit oder Kenntnis“ die Bedürfnisse „je zu überblicken fähig sein könnte“.
Ein betriebswirtschaftlicher Lehrsatz ist: Die Motivation und auch die Fähigkeit „guter“ Unternehmer ist, Umstände und Gelegenheiten zu nutzen, um für das, was auch immer sie produzieren und auf dem Markt anbieten, ein bißchen mehr zu bekommen als ursprünglich erwartet. Dieses Bißchen mehr kann der Unternehmer dann als Gewinn verbuchen.
Diese letzten 3 Absätze sind heute völlig überholt; denn die Wirtschaftverbände und die enge Verzahnung mit der Politik (>hier<) haben Mafiastrukturformen angenommen.
Im Marktgeschehen spielt natürlich auch der Zufall eine wichtige Rolle, wie immer und überall in unserem Leben: Die derzeitige Bankenkrise >hier< ist dafür ein Beispiel. Fällt ein Unternehmen im Geflecht, purzeln alle mit. Aber der Steuerzahler, der von korrupten Politikern vertreten wird, muß die Seile reparieren.
Es führt hier zu weit, den sehr wichtigen Einfluß der Konjunktur - mit unvermeidlichen Schwankungen wie Staus auf der Autobahn - zu erörtern. (Einiges >hier<).
Die nachfolgende Tabelle zeigt die (etwa 80) Stichworte, die eine gängige Enzyklopädie allein für "Wirtschaft" bietet ohne Unterbegriffe wie Konjunktur, :
|
Europäische
Wirtschafts- und Währungsunion Verein für Sozialpolitik UN
in der Hans-Böckler-Stiftung Zentralafrikanische Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft Wirtschaftsakademien Wirtschaftsausschuss Wirtschaftsberatung Wirtschaftsdemokratie
Wirtschaftsethik HWWA -
Institut für Wirtschaftsforschung - Hamburg Rheinisch-Westfälisches Institut für
Wirtschaftsforschung e.V. Europäische Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft
Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten Wirtschaftsgeographie Wirtschaftsgeschichte immaterielle Wirtschaftsgüter Wirtschaftsgymnasium Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe Wirtschaftshochschulen
Wirtschaftsjahr |
Wirtschaftskreislauf Wirtschaftskrieg Wirtschaftskriminalität Wirtschaftskrise Wirtschaftsordnung
Wirtschaftsplan
Wirtschaftspolitik Europäischer Wirtschaftsraum Wirtschaftsrecht Wirtschaftssektoren Wirtschaftssoziologie Wirtschaftsspionage Wirtschaftsstufen
Wirtschaftssubjekt
Wirtschaftssystem Wirtschaftsunion
Wirtschaftsverbände Verein Wirtschaftswachstum Wald Werbung wirtschaftswissenschaftliche Forschungsinstitute
Wirtschaftswunder Betriebswirtschaftslehre Volkswirtschaft Wertschöpfung volkswirtschaftliche Gesamtrechnung Europäisches System volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen Volkswirtschaftslehre |
>Hier< zu einer Entdeckung, daß in Gegenwart von Bargeld Neuronen unter der menschlichen Schädeldecke - wild geworden - feuern, in der Region, die zum neuronalen Belohnungsnetzwerk gehört.

Dieser "Geldregen" ist räumlich zu sehen!
Nähern Sie sich dem Bildschirm und lassen Sie die Augen ganz erholsam und müde in die Ferne schweifen!
Also nicht stur auf das Bild schauen, sondern durch den Bildschirm hindurch!
Stifter der politischen Religion, des "Global-Kapitalismus":
Eine Vorreiterstellung halten die Vereinigten Staaten von Amerika (USA - United States of America). Sie sind der Wegbereiter für den globalen Kapitalismus und zur Einführung einer neuen (politischen) Religion.
Alles, was wirtschaftliche Aktivitäten betrifft, angefangen vom Börsen-Glücksspiel bis zum Unternehmens-Management wurde auf alle Länder in der Einflußzone der USA übertragen. Spätestens ab dem Zusammenbruch der sogenannten sozialistischen Länder wurde dann dieser Einfluß auf die ganze übrige Welt ausgedehnt. Es gibt wohl kein Land mehr auf der Erdoberfläche, das von Jeans*, Coca-Cola, Hollywood (der bedeutendsten Filmindustrie), MacDonnalds (am bekanntesten für eine bestimmte Ernährungsart - "fast food" = Schnellgerichte), Diskosound* und Computergames* unberührt geblieben ist, selbst der Iran nicht. Die Erfindung des Internets ist eine der größten Errungenschaften.
* Jeans ist (ursprünglich) eine Arbeitshose aus festem Segeltuch, d.h. aus gekörntem Baumwollstoff aus Genua (amerikanisch: Jean)
* "Disco", ein Tanzsaal, wo ohrenbetäubend Schallplatten, heute CDs (compact Disks = Scheiben) abgespielt werden. Ein Gespräch ist dort unmöglich. "Sound" ist der typische Klang im Jazz und in der Rockmusik, zu dem heutzutage der Körper fast eines jeden jungen Menschen wackelt. Es gibt keinen einziger deutschen Sender mehr, in dem nicht so etwas 3 Minuten lang zu hören ist: "I wonna baby" oder "Ich will Spaß".
* Computergames sind sich an Grausamkeit nicht mehr überbietbare Spiele (game = Spiel). Alle heutzutage erwerbbaren Bildschirme, einschließlich der Computermonitore haben das "Breitbandformat" 16 zu 9 oder sogar 16 zu 10 (Breite zu Höhe) statt DIN-A-Format 4 zu 3. Die Computerentwicklung für "jedermann" haben wir den USA zu verdanken (führende Firmen: Apple und IBM, Intel für Prozessoren, Microsoft für Betriebssysteme und Anwender-Programme [Software]).
Man sagt: Englisch ist die gebräuchlichste Weltsprache; aber es ist US-amerikanisch. "Vergieb Ihnen, O Herr; denn wissen nicht, was sie sagen". Ein Laptop ist ein "Schoß-drauf". (Der tragbare Computer sitzt statt eines Kindes auf den angewinkelten Oberschenkeln.) Der Desktop ist der "Auf-Pult". Der "Kaffee to go" ist kein Kaffee aus dem Land Togo, sondern Kaffee "zu gehen" statt Mitnehmkaffee oder Kaffe für den Weg. Ich weigere mich, ein solches Geschäft (coffee shop genannt) zu betreten.
Die USA waren und sind der bedeutendste Industriestaat auf unserer Erde und leisten schon vor Beginn dieses Jahrhunderts den wesentlichen Beitrag dazu, daß diese unsere Erde kaum noch aufhaltsam zum Konkurs geführt wird. Kein einziges wichtiges Abkommen in Richtung Klimaschutz wurde bisher (2008) von den USA unterschrieben, geschweige denn mit getragen.
Die industrielle Entwicklung wurde durch die reiche Ausstattung der USA mit natürlichen Ressourcen (Französisch = Bodenschätze) wesentlich begünstigt. Die USA gehören zu den wichtigsten Bergbauländern der Erde mit den größten Kohlevorkommen. In der Förderung von Erdgas, Erdöl, Steinkohle, Kupfer-, Bleierz und Silber, bei Gold und bei Eisenerz nehmen die USA führende Stellen in der Weltproduktion ein. Wegen des hohen Eigenbedarfs sind bei vielen mineralischen Rohstoffen große Importe notwendig. Die USA sind weltweit der größte Energieerzeuger und -verbraucher. Träger der Elektrizitätserzeugung sind Kohle (etwa 55%), Kernkraft (rund 23%), Erdöl und Erdgas (12%) sowie Wasserkraft (10%).
Aus dem Zweiten Weltkrieg gingen die USA als wirtschaftliche, politische und damit militärische Vormacht zumindest der westlichen Staaten hervor.
Ein wenig Geschichtliches:
1787 wurde die damals als vorbildlich anzusehende US-amerikanische Verfassung ausgearbeitete und
1788 ratifiziert. Der erste Präsident George Washington (1789-97) und seine Nachfolger wahrten
strikte Neutralität und Frieden gegenüber den europäischen Mächten. Louisiana
wurde 1803 von Frankreich gekauft (und nicht erobert). Aber die Indianer wurden aus ihren angestammten Wohngebieten
vertrieben und jeglicher Widerstand brutal unterdrückt. Erst 1924 wurden ihnen
Bürgerrechte formale zuerkannt, nachdem sie in vielen Kriegen stark dezimiert
und in teilweise unwirtliche "Reservationen" (Siedlungsgebiete) deportiert (lateinisches
"deportare"
= wegführen, verbannen) worden waren.
1819 kauften die USA
Florida von Spanien. Alaska - zunächst im Besitz Russlands - war das
Monopolgebiet der 1799 gegründeten "Russisch-Amerikanischen Kompanie Alaska".
1867 übernahmen die USA das Land gegen Zahlung von 7,2 Mio. US-Dollar. Natürlich
gab es auch (Eroberungs-)Kriege, wie um Kanada...
Zu erwähnen ist die Monroedoktrin des 5. Präsidenten, James Monroe (1817-25), die forderte
1. keine weitere Kolonisation der europäischen Mächte auf dem amerikanischen Kontinent;
2. Nichteinmischung der USA in die inneren Angelegenheiten Europas.
Diese ursprünglich rein defensiv gemeinte Doktrin "wurde im Zuge der zunehmend imperialistischen (herrschaftsstrebenden) Außenpolitik der USA schließlich vom 26. Präsidenten Theodore ("Teddy") Roosevelt (1901 - 1909) "im Sinne einer internationalen Polizeifunktion der USA in der westlichen Hemisphäre interpretiert. Die hegemoniale Haltung wurde nach 1930 allmählich revidiert und gleichzeitig die isolationistische Politik gegenüber Europa aufgegeben," schreibt © 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG und weiter:
"Die innenpolitische Entwicklung war um die Mitte des 19.Jahrhunderts entscheidend geprägt durch den Gegensatz zwischen dem industrialisierten Nordosten, der eine wirtschaftliche Expansion auf der Grundlage von Schutzzöllen und einer liberalistischen Arbeitsmarktpolitik betrieb, und dem auf Sklaverei beruhenden Plantagensystem im Süden, der auf statische gesellschaftliche Verhältnisse setzte. Vermehrte Baumwollnachfrage, besonders aus Großbritannien, bedingte eine starke Zunahme der Plantagensklaverei, wogegen sich die Bewegung der Abolitionisten (Abolitio = Abschaffung, Aufhebung, Amnestie) richtete, die die Sklaverei vor allem aus humanitären Gründen abschaffen wollten.
Sklavereigegner gründeten 1854 die Republikanische Partei, die mit der bereits 1828 entstandenen Demokratischen Partei seitdem das politische System der USA weitgehend bestimmt. Den Wahlsieg des republikanischen Kandidaten Abraham Lincoln 1860 nahmen die elf Südstaaten zum Anlass, aus der Union auszutreten und 1861 die Konföderierten Staaten von Amerika (Präsident Jefferson Davis) zu bilden. In dem daraufhin ausbrechenden Bürgerkrieg (Sezessionskrieg 1861-65), der mit äußerster Erbitterung geführt wurde (rund 600 tausend Gefallene, Verwüstung weiter Landstriche), zerbrach das Plantagensystem in den Südstaaten; zugleich kam es zu einem kriegsbedingten konjunkturellen Aufstieg der Nordstaaten, deren Sieg (9.4. 1865) die Einheit der Union wiederherstellte."
Die Situation der Schwarzen änderte sich trotz Abschaffung der Sklaverei (1863)
kaum. Rassentrennende Gesetze wurden erlassen und ein
Stimmrecht verweigert. Oft gab es gewalttätige rassistische Auswüchse wie durch den
Ku-Klux-Klan.
Überspringen wir die Beiden beispiellosen Weltkriege des vorigen Jahrhunderts:
Zitat aus Eric Frey "Schwarzbuch USA" (Seite 141) - >hier< zur Buchvorstellung: "Ende 1949 hatte sich Westeuropa dank des Marshall-Plans wirtschaftlich und politisch stabilisiert, und zumindest in der Bundesrepublik Deutschland waren erste Anzeichen einer erfolgreichen Entwicklung zu erkennen. Der Versuch Stalins, durch eine Blockade die Westmächte aus Berlin zu vertreiben, war gescheitert. In Italien und Frankreich war die Gefahr eines Siegs der Kommunisten bei demokratischen Wahlen vorerst gebannt - nicht zuletzt aufgrund einer Geheimoperation der CIA in Italien, die 1948 den Sozialdemokraten zum Wahlsieg verhalf. In Japan setzte allmählich ein Wirtschaftsaufschwung ein, aber in anderen Teilen Asiens war der Kommunismus auf dem Siegeszug: In China übernahm Mao Zedong die Macht, in Vietnam leistete der marxistische Nationalist Ho Chi Minh der französischen Kolonialmacht erfolgreich Widerstand.
Immer mehr Amerikaner befürchteten, dass der Kalte Krieg in der Dritten Welt
verloren gehen könnte. Der Eindruck war fatal: Die Verbindung von
Antikommunismus mit den Gewinninteressen großer Konzerne zwangen die USA in den
Folgejahren zu einer Reihe von Interventionen, in der sich die amerikanische
Außenpolitik von ihrer hässlichsten Seite zeigte. Die USA wurden von
Nicaragua über den Iran bis zu den Philippinen zur Schutzmacht korrupter
Diktatoren, die das Aufbegehren ihrer Bevölkerung gegen Tyrannei und eine
ungerechte Wirtschaftsordnung mit brutaler Gewalt und US-Unterstützung
niederschlugen. Die Interventionspolitik führte Amerika schließlich direkt in
die Katastrophe des Vietnam-Kriegs, in dem im Namen des Antikommunismus
Hunderttausende Menschen sterben mussten.
Aus Washingtoner Perspektive erschien ab Anfang der Fünfzigerjahre die Dritte
Welt tatsächlich als Achillesferse des Westens. Viele Leitfiguren des
antikolonialen Freiheitskampfs sahen in der Sowjetunion ein attraktives Modell:
Erstens war sie in Südasien, Afrika und Lateinamerika nie als Kolonialmacht
aufgetreten, und zweitens bot der stalinistische Weg der raschen
Industrialisierung ein Vorbild für die eigene wirtschaftliche Entwicklung.
Die USA verstanden nicht, warum ihre eigene Botschaft so viel schlechter ankam,
hatte doch Präsident Franklin D. Roosevelt seit Mitte der Dreißigerjahre durch
eine Politik guter Nachbarschaft in Lateinamerika gezeigt, dass sein Land auch
partnerschaftlich mit schwächeren Staaten umgehen konnte. Außerdem hatte
Roosevelt gegen den Widerstand des britischen Premiers und ehemaligen
Kolonialpolitikers Winston Churchill in der Atlantic Charter von 1941 das Ende
des Kolonialismus zum Ziel erklärt. Zudem entließen die USA ihre einzige größere
Kolonie, die Philippinen, schon ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs in die
Unabhängigkeit. Dieser antikoloniale Reflex war ernst gemeint, wurde aber bald
von antikommunistischen Ängsten verdrängt.
In vielen Teilen der Welt traten die USA als Verbündete der Kolonialmächte
Großbritannien und Frankreich auf und pochten selbst dort auf die Einhaltung der
Eigentumsrechte ausländischer Investoren, wo die Verträge ungerecht und
ausbeuterisch waren. Unabhängigkeitsbewegungen, die für soziale Verbesserungen
eintraten, wurden als von Kommunisten gesteuert diffamiert und von den USA
geächtet.
Dies war besonders in Vietnam der Fall, wo sich Ho Chi Minh anfangs
amerikanische Unterstützung im Kampf gegen die französischen Besatzer erhoffte.
Aber spätestens seit Maos Machtergreifung in China betrachtete die
Truman-Regierung Vietnam als Vorposten einer kommunistischen Weltverschwörung.
Die USA unterstützten den Krieg der Franzosen gegen Hos Freiheitskämpfer und
lösten sie schließlich als Unterdrücker ab..".
Jetzt ein Sprung zur Ermordung des 35.
Präsidenten, John Fitzgerald Kennedys in Dallas (22.11.1963), ein Mord, der nie
tatsächlich aufgeklärt worden ist. Innenpolitisch forderte dieser Kennedy den
"berühmten" Aufbruch zu "neuen Grenzen" (New Frontier), d.h. die Durchsetzung
eines weit reichenden sozial- und wirtschaftspolitischen Programms. Die Rassenfrage
hatte wieder zu brisantesten
inneren Konflikten. Obwohl den "Schwarzen" Schutz bei der Ausübung des Wahlrechts,
die Förderung der Schulintegration und ein Ende
der Rassendiskriminierung gesetzlich zugesichert worden war; mußten sie anhaltende wirtschaftliche Benachteiligung
erfahren, was eine Radikalisierung zur Folge hatte (Blackpower) und Gettoaufstände (1966/67).
Nun eine Auflistung von schweren außenpolitischen Eingriffen der USA:
1953 Iran: Die CIA betriebt den Sturz des iranischen Premiers Mohammed Mossadegh, der die Anglo-Iranian Oil Company verstaatlicht hatte und die Rechte von Resa Schah, dem Begründer der Dynastie Pahlewi beschneiden wollte.
1954 Guatemala: Die CIA organisierte eine Invasionsarmee, die den Präsidenten von Guatemala Jacobo Arbenz Guzman stürzte.
1958 Libanon: Die USA entsandten "Marines" in den Libanon, um die prowestliche Regierung im Bürgerkrieg zu unterstützen.
1961 Kuba: Von der CIA bewaffnete Exilkubaner landeten in der Schweinebucht und wurden von den Truppen Fidel Castros aufgerieben.
1961 Kongo: Ermordung des 1. Präsidenten, Patrice Lumumba, der in Moskau an der heutigen, nach ihm benannten "Lumumba-Universität" examinierte, aus Sicht der USA also kommunistisch ideologisiert und daher zu beseitigen (nach einem vom WDR3-Fernsehen ausgestrahlten Film). Lumumba setzte sich für einen kongolesischen Einheitsstaat sowie für eine Außenpolitik des "positiven Neutralismus" ein.
1962 Nikaragua: Die Sandinistische Nationale Befreiungsfront (FSLN) bekämpfte die Diktatur Somozas, der jedoch mehr oder weniger offen von den USA unterstützt wurde. Nach der Ermordung des Oppositionspolitikers Joaquin Chamorro, Herausgeber der oppositionellen Tageszeitung "La Prensa", am 10.1.1978 kam es zum offenen Aufstand, der in einen Bürgerkrieg mündete. Im Juli 1979 wurde Somoza von der FSLN vertrieben...
1964 Brasilien: Der Präsident Brasiliens Joáo Goulart, der versucht hatte, eine Landreform und die Verstaatlichung von Erdölraffinerien durchzusetzen, wurde in einem Militärputsch, den die USA unterstützte, gestürzt.
1964 Vietnam: Beginn der zweiten ("amerikanischen") Phase des Vietnamkrieges, der bis 1973 dauerte. John Fitzgerald Kennedy, 35. Präsident der USA (1961-63), hatte schon die Militärpräsenz in Süd-Vietnam verstärkt, die Lyndon Baines Johnson, 36. Präsident der USA (1963-69), von 1964 bis Anfang der 70er-Jahre stetig steigerte.
1965/1966 Dominikanische Republik Republik: US-Truppen landen in der Dominikanischen Republik, wo sie Joaquin Balaguer, Vertrauter des Diktators R.L. Trujillo, an die Macht verhalfen.
1970 Chile: Die CIA versuchte vergebens, den linken Wahlsieger in Chile, Salvador Allende, von der Macht fern zu halten.
1973 Chile: Allende wurde in einem von den USA unterstützten Coup
gestürzt und erschoss sich selbst, um seinen Mördern zuvor zu kommen. -
Nachdem Salvador Allende Gossens 1970 zum Präsidenten von Chile gewählt worden
war; führte er ein umfassendes Sozialisierungs- und Verstaatlichungsprogramm
durch mit (unter anderen)entschädigungslosen Enteignungen des Kupfer- und
Kohlenbergbaus sowie von Bodeneigentum. Das Bankwesen wurde staatlicher
Kontrolle unterstellt. Mit Hilfe der USA wurde Allende Gossens Sturz und
Ermordung betrieben.
Ronald Wilson Reagan (rechts im Bild), 40. Präsident der USA (1981 bis 1989), Film- und Fernsehschauspieler; erst Demokrat, dann Republikaner, betonte die Rolle der USA als Ordnungsmacht in Mittelamerika:
1983 Grenada: Der blutige Sturz der Linksregierung unter M.Bishop, die von den USA politisch und wirtschaftlich boykottiert wurde, veranlaßte die USA zur Invasion, an der 7 karibische Staaten beteiligt waren.
1989 Panama: Durch eine militärische Intervention wurde der (diktatorische) Machthaber General Manuel Antonio Noriega Morena gestürzt im Dezember, gefangen genommen und in den USA angeklagt.
1991 Irak: Im 2.Golfkrieg
(17.1 bis .28.2.) stellten sich die USA an die Spitze einer multinationalen
Militärkoalition, die die Räumung Kuwaits durch Irak durchsetzte.
usw. usw.
Außen- und sicherheitspolitisch konnten die USA ihre Stellung als einzig
verbliebene Weltmacht nach dem Zerfall der Sowjetunion ausbauen.
George WalkerBush, 43.Präsident der USA (ab 2001) praktizierte "America First"-Politik ("USA vorrangig"), daher Ablehnung des für den Klimaschutz wichtigen Kyoto-Protokolls und eines Internationalen Strafgerichtshofes.
Am 11. September 2001 wurden die Hochhäuser des World Trade Centers zerstört,
ohne daß über (eigentlich doch zu erwartende) Folgen berichtet wurden, die den
Welthandel durch den Verlust des Handelszentrums beeinträchtigt hätten.
Eine neue innenpolitische Bedrohung der USA durch "Bioterrorismus"-Anschläge mit
Milzbranderregern in Briefumschlägen folgte kurz danach, die von (zumindest in
der Öffentlichkeit) unbekannten Tätern unternommenen worden waren. Daraufhin
wurde Ende Oktober 2001 ein
umfangreiches Antiterror-Maßnahmenprogramm durch den US-amerikanischen
Kongress verabschiedet.
Fast gleichzeitig: Truppenaufmarsch um Afghanistan, nachdem die Talibanregierung sich hartnäckig weigerte, den gesuchten Extremisten, Osama Bin Laden, auszuliefern, der in Afghanistan vermutet wurde. Die Taliban - heißt in Paschtu: "Koranschüler" drohten im Falle eines amerikanischen Militärschlags mit einem "Heiligen Krieg". Am 7.10. 2001 begann der Krieg mit amerikanisch-britische Luftangriffen, gefolgt von Bodeneinsätzen von "Spezialeinheiten". F zur gleichen Zeit begann die afghanische "Nordallianz", die von sogenannten War Lords als Gegner der Taliban ihre Offensive, unterstützt von den USA-Truppen aus der Luft. "Zunehmende Kritik richtete sich gegen die wochenlange Bombardierung afghanischer Städte, die auch zahlreiche zivile Opfer in der afghanischen Bevölkerung forderte. Bis Dezember 2001 waren die Taliban und die Truppen der »al-Qaeda« weitgehend besiegt (am 22.12. Amtsaufnahme einer mit UN-Hilfe zustande gekommenen afghanischen Interimsregierung)," schreibt © 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG.
Inzwischen - 2008, also
7 Jahre später - ist die Situation in Afghanistan keineswegs geklärt. So wie im
Irak-Krieg, dem 3.Golfkrieg), der als eine amerikanisch-britische Militäraktion
am 20.3.2003 begonnen worden war, führte zwar zur Besetzung des Landes und zum
Sturz des Diktators Saddam Husains, ließ das Land in ein bis heute nicht einmal
ansatzweise zu beseitigendes Chaos versinken.
>Hier< zu 2 Artikeln von der AG Friedensforschung an der Universität Kassel
>Hier< die umfangreichen Untersuchung der USA-Aktivitäten vom promovierten Politikwissenschaftler Eric Frey.
Filme:
„Why we fight“ - Warum die USA Krieg führen (Arte, 15.2.2005, Dauer 1 Std. 42 Minuten): Militär und Industrie arbeiten in den USA eng zusammen. Zu eng, warnte schon 1961 Präsident Dwight David (Ike) Eisenhower*, 34. Präsident der USA (1953 - 61). Der Irak-Krieg hat die Situation noch verschärft. Private Sicherheitsdienste, Söldnertruppen und Spezialeinheiten außerhalb jeglicher Legalität verfolgen nur wirtschaftliche Interessen. Mehr dazu im nächsten Film: Söldner – ein Beruf mit Zukunft (Arte, 31.01.06, Dauer: 30 Minuten).
*
Eisenhower-Doktrin: Bereitschaft der USA, die Staaten des Nahen Ostens gegen
kommunistische Aggression durch wirtschaftliche und militärische Hilfe,
notfalls auch durch Truppenentsendungen, zu unterstützen.
(Noch zu bearbeiten:)
Wie praktisch jeder einzelne Weltbürger gelenkt wird.
Selbst "die Kommunisten Chinas sind keine Kommunisten mehr: Sie und ihr Staat haben sich zur Schutzmacht des Kapitals aufgeschwungen - gegen die Arbeiter. So ist die Volksrepublik heute das Land mit den rauesten Gepflogenheiten auf dem Arbeitsmarkt. Zur Exportförderung beutet man auch Kinder aus..." schrieb "Spiegel online" am 13.9.2006 im Artikel "Profitgier geht über Leichen" von Gabor Steingart.
Kommentar: Erstaunlich ist jedoch die Aussage, das der Kapitalismus gegen die Arbeiter sei. Dabei hat der Spiegel wohl übersehen, daß auch der Kommunismus nicht unbedingt für die Arbeiter war, obwohl vom Bürger- und Bauernstaat irgend wo vor dem "Untergang der sozialistischen Staaten" zum Ende des vergangenen Jahrhunderts gesprochen worden war.
Die Lenkung im Kapitalismus erfolgt zwar offiziell noch über Regierungen, doch diese stützen sich voll und ganz auf die "Lobby" (>hier<), auf die sogenannten Wirtschaftweisen (sogenannte renommierte Wirtschaftsfachleute aus Wirtschafts- und Zubringer-Institutionen, wie Universitäten, denen nachgesagt wird, "zu Berufsschulen verkommen zu sein"), sowie auf Wirtschaftverbände und Industriemanager ab, die sogar schon Ministerien nicht nur beraten, sondern dort in den Räumlichkeiten als Mitarbeiter tätig sind (>hier<). Diese sogenannten Wirtschaftsweisen, meist Professoren aus der WISO-Fakultät (Wirtschaft- und Sozialwissenschaft...), sind die Stimmungsmacher. Sie prognostizieren den wirtschaftlichen Verlauf nach den Gesetzen der "sich selbst erfüllenden Vorhersage" (>hier<). Sollen beispielsweise die Arbeiter den Mund halten zu Lohnforderungen, wird eine Wirtschaftsflaute vorhergesagt. Natürlich werden von den Massenkommunikationsmedien (Rundfunk, Fernsehen, Zeitungen) solche Vorhersagen der sogenannten Wirtschaftsweisen wiederholt und - wie ein Rosenkranzbeten - verbreitet ohne Gegenstimmen. Die Nachrichten (von 5 Minuten) bestehen sowieso nur aus gezielt unwichtigen Informationen:
- Welche offiziellen Vertreten was gesagt haben (mindestens 1 Minute lang und das manchmal über Wochen),
- wer geehrt worden ist und werden wird,
- wer welchen Preis gewonnen hat,
- welche Veranstaltung stattfindet,
- wer und warum jemand die Bodelschwinghschen Anstalten in Bielefeld oder wer sich für die Villa Hammerschmidt zum Erwerb in Bonn interessiert,
- wieviele Tote es bei Unfällen, terroristischen Anschlägen gegeben hat,
- wo junge Männer Autos und Mülltonnen angesteckt haben (Gründe gibt dann viel später einmal irgendwo),
- welches Unwetter, welche Schäden angerichtet hat mit mindestens einem Verletzten,
- wo mal wieder ein Auto "aus noch nicht geklärten Gründen" von der Straße abgekommen ist, mit mindestens einem Schwerverletzen (von zig Tausenden im Jahr),
- was uns von der Wirtschaft beschert werden wird (die sich selbst erfüllenden Prophezeiungen >hier< sogenannter Weisen),
- welches sportliche Ereignis erwähnenswert ist,
- was für ein Wetter vorhergesagt wird, nach den Lotto- und Toto-Zahlen, mit Super-Sex.
Vielleicht einmal im Jahr kommen irgendwann in den ganz frühen Nachrichten Leute zu Wort, die etwas zum Schutz der Umwelt vorgeschlagen haben - der "Club of Rome" wird seit Jahren totgeschwiegen. Eine Kritik am derzeitigen (offensichtlich perfekten) Marktfundamentalismus wird vielleicht in einer Abendsendung, außerhalb der Nachrichten diskutiert. Welche Verbesserungen gemacht werden könnten, wird von niemandem vorgeschlagen. Niemand geht auf die Straße nach Artikel 20, Absatz (4), des deutschen Grundgesetzes: "Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist." Ja, was denn? zuerst einmal den ganzen
Artikel 20 mit der Überschrift: Verfassungsgrundsätze - Widerstandrecht.
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtssprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetze und Recht gebunden.
(4) Jetzt wiederholt: Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
So, wann ist der Fall gegeben, daß man von seinem Recht auf Widerstand Gebrauch machen kann? Etwa wenn der Staat kein sozialer mehr ist? Wann ist das soweit?
Nach allen Chartae (Urkunden), der UN-Charta oder der Europäischen Sozialcharta haben die Unterzeichnerstaaten als eines der Kernrechte einem "Recht auf Arbeit" zugestimmt. Dieses Recht ist nirgends verwirklicht. Inzwischen ist der Durchschnittsbürger (80% praktisch in allen Ländern) der Meinung: es ist nicht genug Arbeit da. Das stimmt nicht; denn für die noch Arbeitenden, die aus Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes, bei einer Bezahlung in den meisten Fällen nicht einmal zum Existenzminimum, stundenlang im Laufschritt die Post austragen und die Mülltonnen umherrollen, bis zum sich nicht trauen, krank zu werden, gibt es keinen Schutz und kaum noch Fürsprache. Die Gewerkschaftler, in zahllose Einzelorganisationen aufgesplittert, sitzen in den Aufsichtsräten der Aktiengesellschaften und scheinen mehr daran interessiert zu sein, eine Freikarte für einen Puff-Besuch (z.B. zusammen mit dem großen "Arbeitsmarktreformer Peter Hartz IV") als Gewinnbeteiligungen für ihre Mitglieder zu erstreiten, was allerdings über das verbesserte Kaufpotential der Wirtschaft wieder zufließen würde. Arbeitszeitverkürzungen zur Verteilung von Arbeit auf mehr Arbeitsfähige und -willige ist ins Gegenteil verkehrt worden mit enormer Belastung durch eben Hartz-IV-Zahlungen udgl. Vorschläge in diese Richtung sind vom globalen Kapitalismus auf den "Index gesetzt" worden (wie beim "Index librorum prohibitorum", dem amtlichen Verzeichnis der vom katholischen Apostolischen Stuhl verbotenen Bücher). Über dieses Kapitel kann unendlich viel gesagt werden...
Kurz und gut: Keiner geht zum Protest auf die Straße; denn ein solches Vorgehen muß organisiert werden. Wer soll es organisieren? Die sogenannten Arbeitnehmervertreter mit Aufsichtratesposten etwa? Wer protestiert denn gegen einen, 1990 durch einen (wahrscheinlich) unzurechnungsfähigen Attentäter an den Rollstuhl gebundenen und (wahrscheinlich) ganz schwer traumatisierten Bundesinnenminister, Wolfgang Schäuble, der "den Terroristen mit der Zerstörung des deutschen, demokratischen Staates zuvor kommen will", wie einige Kritiker gesagt haben. Immerhin hatte dieser Herr Schäuble genug kriminelle Energie, mit einem Köfferchen voll Bargeld ohne Bankraub durch die Gegend zu laufen, das man ihm normaler Weise in Form einer nachzuprüfenden Überweisung - wenn rechtmäßig - hätte zukommen lassen. Nein es handelte sich eindeutig um eine nicht legale Aktion, und solch ein Mensch muß ausgerechnet Innenminister werden. Da tut sich mir die Frage auf: Gibt es nur noch eine Auswahl unter Personen mit Gesetzesbrechermentalität?
Zurück zum Grundgesetz: Es gibt ganz selten einen Artikel, in dem der Inhalt und der Sinn des Artikels ausgehebelt wird durch die juristische Formulierung: "Beschränkungen dürfen nur auf Grund eines Gesetzes angeordnet werden." Diese Formulierung scheint inzwischen fast zur Tagesordnung geworden zu sein...
Worin besteht nun die Lenkung, wie in der Überschrift zu diesem Kapitel behauptet?
1) Auf allen Radiostationen hört man (statt früher der Pausenzeichen zur Stationserkennung) Musik ausschließlich nach US-amerikanischem Vorbild. Jedes Restaurant, jeder Einkaufladen, inzwischen Arztpraxen bieten diese Rums- und Bumsmusik, möglich noch aus einer Radiostation mit Werbung.
2) Es gibt kein einiges Fernsehgerät oder keinem Computer-Monitor mehr im Seitenverhältnis 4 zu 3, entsprechend einem querformatigen Briefbogen. Die Drehmöglichkeit des Bildschirm zum Hochkantformat, das immer noch zum schreiben und lesen gebraucht wird, ist nicht mehr zu erwerben. Alles ist auf Spielen und Filmegucken ausgelegt. ("Man muß die Leute beschäftigen, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommen", sagte mal eine Bäuerin. Brot und Spiele, gab es schon bei den Römern vor einigen Tausend Jahren.)
Volle Freizeit-Beschäftigung wird erreicht:
- Statt Gottesdienste besuchen, die Zeitung gründlich studieren, dazu Radio und Fernseher eingeschaltet zu haben, um Bekanntmachungen, Änderungen von Gesetzen und Verordnungen auf Bunde-, Landes-, Gemeindeebene befolgen zu können, wovon es 3 pro Tag im Durchschnitt gibt, um zu erfahren, was einen persönlich betrifft, wie welche Kindergelderhöhungen (auf Antrag), welche Steuern (auf Antrag) vermeidbar sind, welche Straßen aus welchen Gründen auch immer gesperrt sind, wo Verkehrstaus zu erwarten sind;
- statt der Morgenandacht, die warnenden Reden der Wirtschaftsweisen, der Wirtschaftführungsfachleute und der Politiker anzuhören, um nicht Gefahr zu laufen, dass man beim Chef vorstellig wird und mehr Arbeitsentgeld verlangt, weswegen man sofort auf die Kündigungsliste kommen könnte;
- statt an religiösen Feiern teilzunehmen, müssen Sie bei Straßenfesten, Schulfesten, Kindergartenfesten mitmachen, um kein Außenseiter zu sein, dazu einen neuen Parkplatz suchen, da feiernde Straße gesperrt;
- statt zig mal am Tage beten mit Vorschriften, wie und was zu beten ist, haben Sie die Werbung zu verfolgen, um kein Schnäppchen zu verpassen, dauernd auf das kleine Bildschirmchen des "Handy" zu schauen, um eine wichtige E-Mal sogleich beantworten zu können;
- statt Einhaltung von irgendwelchen Ritualen, haben Sie Mülltonnen (für Plastik, Papier, Restmüll, Bioabfälle) raus und rein zu stellen, Verpackungen zu trennen, die den Inhalt gegen Klauen und Zähne verteidigen. Sie müssen Ihr Auto wegstellen, wenn Parkverbot von bis zu bestimmten Uhrzeiten, den Modetrend genau verfolgen, um nicht aufzufallen als nicht mehr "in" zu sein. Sie haben den Supermarkt aufzusuchen, nach den ständig an andere Plätze sortierte Produkten zu suchen, aus einer Unzahl gleichartiger Angebote zu wählen, die Preise zu vergleichen, das Kleingedruckte zu lesen (>hier< ein Beispiel auf dieser Webseite), eine Kasse zu wählen, an der zufällig keine alte Rentnerin wartet, die unbedingt nur ihr Kleingeld loswerden will.
Wie kommen Sie zu Ihrer ganz persönlichen, individuellen Entfaltungsmöglichkeit? Brauchen Sie sich überhaupt nicht zu überlegen. Nachdem Sie die Fernsehprogrammzeitschrift mit mindestens 30 Senderangeboten durchgesehen haben (mindestens eine halbe Stunde lang), dann können Sie bestimmt etwas genau für Sie zugeschnitten finden. Allerdings ist Zeit von 20 bis 20 Uhr 15 für völlig gleichgeschaltete Nachrichtenmeldungen reserviert. Jede Ideologie versucht, den Einzelmenschen in eine Masse einzubacken.
3) Sie bekommen im Winter keine Sommerkleidung, Sommerschuhe (Sandalen) udgl. Wollen oder müssen Sie in ein Land auf der heißen Seite der Erdkugel, dann...? Im Sommer findet man kein Streufutter für Vögel, keine Printen, kein Lebkuchen (z.B. "Aachener Printen"), ein "Muß" für den rheinischen Sauerbraten, keine Dominosteine (aus Schokolade), keine Eis mit Alkohol...
4) Es gibt kein einziges Automodell mehr, bei dem Türen zum bequemeren Ein- und Aussteigen in Fahrtrichtung öffnen. Aus Sicherheitsgründen, wird gesagt. Dabei ließen sich die Türen, solange die nicht stillstehen automatisch verriegeln. Kein Auto hat Lenkradschaltung. Es gibt ein Modell mit Schiebetüren, das unbrauchbar ist, da es praktisch keinen Kofferraum hat, und der Einstieg durch den Sicherheitsgurt blockiert wird. Es wird kein Motor für ein 4-sitziges Auto gebaut, der unter 3 Liter Kraftstoff verbraucht. Im Gegenteil: die Motorleistung wird immer erhöht. Es gibt keinen serienmäßigen Elektroantrieb. Alle Typen sehen sich ähnlich bei über 200 Herstellern so wie die Müslischachteln im Supermarkt.
5) Es gibt kein einziges elektronisches Gerät mehr, das nicht alles kann, damit Sie sich stundenlang mit der Gebrauchsanleitung herumschlagen.
6) Beim Einkaufen muß man den Verpackungsaufdruck sorgfältig lesen, sonst bekommt man Inhaltsstoffe, die man nicht haben will, z.B. als Vegetarier irgendein tierisches Fett oder eine tierische Beimischung. Überhaupt wird für Vegetarier nur etwas im Reform-Häusern oder großen Supermärkten - und dort ganz versteckt - angeboten.
7) Preisunterschiede sind kaum noch festzustellen. Kaum ein gleichwertiges Produkt ist unter X,99 € zu haben. Zahlen von 0 bis 8 sind aus Gründen der Einsparung abgeschafft.
8) Öffentliche Verkehrsmittel sind nur noch für diejenigen zu benutzen, die keinen Einzelfahrschein benutzen wollen.
9) Verkehrschilder sind in einer Unzahl so aufgestellt worden, daß man jederzeit in eine Falle geraten kann.
10) Allerdings wird den Bürger sehr viel Abwechselung geboten (Events = Ereignisse, Programm-Nummern): Marathon zu Fuß, auf Fahrrädern, auf dem Wasser, Kirchentage, Sportereignisse, Feuerwerk, Festivals (= Festspiele), in Form von Straßenfesten, Stadtviertelfeste, Band-Auftritte (Gemeint nicht von Banden-Gruppen, sondern von auserlesenen und bestens geschulten Musikmachern für kilometerweit hörbare Musik absolut gleichgeschalteter Kompositionsart), Kinderfeste, Schulfeste, Karneval, Halloween (Vorabend von Allerheiligen), Neujahr, Shopping-Events, also organisierte Einkäufe (so kamen am "verkaufsoffenen" Sonntag, dem 7.12.2008 allein 1 Millionen Menschen in die Innenstadt von Düsseldorf). Also: Fast täglich ist irgendwo Feuerwerk zu hören und laufstarke Musik. >Hier< zum Buch "Wir amüsieren und zu Tode" vom Soziologen Neil Postman schon aus dem Jahre 1985. Die Unterhaltungsindustrie boomt (von "to boom = dröhnen, brausen, schallen; aber auch = Aufschwung, Hochkonjunktur, Stimmungsmache, Rummel). "Brot und Spiele", kannten schon die Römer zur Volksablenkung, auch Zerstreuung genannt.
11) Verwirrung und "Unaufklärung" wurde bereits durch das Hitler-Regime zu einer Blüte gebracht - schon NSDAP konnte kaum jemand entschlüsseln. KZ konnten ja auch Kur-Zentren sein, KdF war nicht "Klatsche deinen Feind" sondern "Kraft durch Freude". Tausende Abkürzungen wurden bewusst und auch unbewusst zur "Volksverdummung" eingesetzt. Eine Steigerung brachte der "GK", Globalkapitalismus, nicht das "Große Können"; denn Verwirrung und Unaufgeklärtsein sind "strategisch" wichtig für den Plan zur Erreichung der "Kriegsziele", einen Konsumenten "zur Strecke zu bringen"; denn man spricht ja heutzutage, wie im Krieg, um den Kampf um den besten Platz, um den Erfolg, je rücksichtsloser desto bewunderter. Was ist eine WASG, Wahl anders als soziale Gerechtigkeit?, RWE (Rheinisch Westfälischer Einzelhandel?), CDU (cum deum ut-cumque = mit Gott, welcher auch immer?). Nehmen wir jedoch mal Beispiele, die auch täglich zu lesen sind: Fernsehbilddiagonale, völlig ohne Ausnahme breitbandig, werden in "Zoll" angegeben (alte deutsche Längeneinheit von etwa 22 bis 30 Millimetern?). Dann gibt es CSTN-Display, DVI, HDMI, HDCP und bei den Computern einen ATi-Mobility-Radeon-HD-Grafikchip - vor allem für Bilder & Musik, mit Kinovergnügen, Blue-ray Disk und Bluetooth. (Ich finde blaue Zähne abscheulich.) Damit sollen Käufer gezwungen werden, mit einem der umkämpften seltenen Verkäufer Kontakt aufzunehmen, um dann etwas aufgeschwatzt zu bekommen, was sie eigentlich gar nicht brauchen oder sogar überhaupt nicht haben wollten...
12) Wichtige Stichworte, mit denen Zeit verbracht werden soll, sind: Fitness, Wellness, mit den Unterpunkten: Sport und vor allem Essen (Kochen). Kochrezepte für "jeden Geschmack", zur "gesunden Ernährung" mit Restaurantempfehlungen sind in allen Zeitschriften und Zeitungen, auf jedem Fernsehkanal, im Rundfunk jedoch seltener zu finden. Heimtrainer - gemeint ist nicht jemand zu Hause (im trauten Heim) - sondern Werkzeuge und Maschinen, angefangen von Hanteln bis zu Laufbändern müsste wohl jeder haben, um "fit" zu bleiben. "Fitness" bedeutet im Englischen: Brauchbarkeit, Tauglichkeit, Eignung, Dienstfähigkeit, Gesundheit. Also geht es um das "Fit-sein" für den Wirtschaftsprozess. Wer "fit" ist fühlt sich "well" (wohl?). Wellness gab es in keinem Lexikon vor etwa 1990. Dann wurde das Wort in den USA kreiert (also eine "Neu-Schöpfung) und könnte meinen: Wohlbefinden. Überall gab und gibt es Wellness-Einrichtungen, Fitness-Zentren, Saunen (am liebsten gemischt, also Katholiken und andere zusammen), Solarien, um einen Strandurlaub in Bali (Indonesien) vortäuschen zu können, ganze "Freizeiparks". So kommt man zu Entspannung, zum Auftanken neuer Energie mit dem Ergebnis von Gelassenheit und Lebensfreude. Man fühlt sich munter und fidel. Also kann man die Leute mit Sport und guter Ernährung bei "Laune halten. Teitaufwand = ?
13) Körperpflege ist auch ganz wichtig. Dafür stehen hunderte von Duschgels,
Shampoos, Haut- und sonstige Körperpflegemittel in Form von Cremes, Lotionen,
spezielle Wässerchen, Parfums und vieles mehr in allen "Duftnoten", als
"Atonales" Geruchskonzert zur Verfügung. Nicht ist mehr geruchlos vom Wasch-,
Putz- und Spülmittel bis zur Wäsche.
Ich habe keine Lust mehr, die Liste fortzusetzen. Jedenfalls ist das Gelingen dieser Gleichschaltung nur den Aktivitäten der Wirtschaftverbände zu verdanken, die fester geschlossen sind als die herkömmlichen sogenannten Geheimbünde. "Wir beziehen unsere Rohstoffe über die Verbandszentrale soundso," habe ich oft zu hören bekommen. Dabei kann nicht verhindert werden, dass "Preiskalkulationen, Käufer-Adressen ausgetauscht" werden...
Die Mitglieder der politisch kapitalistischen Religion werden voll und ganz mit obiger Aufzählung zugeschüttet. Nicht zu vergessen: die Besuche eines Facharztes für ein Gesundheitsattest und eine Vorsorgeuntersuchung bzw. Nachuntersuchung. Alle machen mit, die noch klassisch gottgläubig Religiösen. Sogar die katholische Kirche- und die evangelische Sektenführung spekulieren an den Börsen oder lassen spekulieren (von der Pax-, der Vatikan-Bank bis zur KD, Bank für Kirche und Diakonie der evangelischen Sekte).
Statt der Bibel sollen die "Ottos-Normalverbraucher" Kleingedrucktes lesen, Werbeprospekte mit Freunden, Nachbarn und sonst wo stundenlang diskutieren. Ich werde nicht mehr so oft angerufen und beispielsweise gefragt: "Ich habe mir einen iPOD gekauft. Was mach ich nun damit?" Meine Antwort: "Frag doch mal den Verkäufer..." "geht nicht; denn das Ding ist vom Aldi, da weiß niemand Bescheid..."
Der politischen Religion ist eine völlige psychische Einbindung praktisch aller Einzelindividuen gelungen.
Ein Religion beansprucht
Der Werbung (>hier<) ist es gelungen, die Bedürfnisse der Mitglieder der politischen Religion "Kapitalismus" zu wecken und zu formen.
Jörg Hieber, ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Edeka-Zentrale plädierte für eine „emotionale Kundenbindung":
„Wir müssen heute nicht mehr Hungrige satt,
sondern Satte hungrig machen".
Geld hat die Stelle des Gottes bzw. der Götter in den Religionen eingenommen, vielleicht auch die Stellung der Heiligen. Aber auch die Religionsführer strebten und streben nach Reichtum und damit zum Erwerb von Macht (Kampf um Kirchensteuern, Sektenführer in den USA). Dazu liefern die religionsgeschichtlichen Abläufe reichlich Informationen. Ein mir nahestehender Pastor fragte mich nach vielen Jahren des Wiedersehens ziemlich schnell, ob ich Eigentümer des Hauses sei, in dem ich wohne. Auch der Typ meines Autos war offensichtlich von großem Interesse für die Einschätzung meiner "wirtschaftlichen Tüchtigkeit".
Inzwischen hat man herausgefunden, daß Geld tatsächlich -wissenschaftlich beweisbar - etwas ganz Besonderes, fast Übernatürliches ist (>hier<). Kaum eine Begegnung mit einem Mitmenschen klammert im Gespräch das Thema Geld aus:
- Wo hast du dein Geld angelegt?
- Meinst du, daß sich Aktien noch lohnen?
- Sollte man in Immobilien investieren? und dann wird aufgezählt, wer, was und wieviel hat.
- Wo warst du dieses Jahr in Urlaub? Antwort: Ich fahre nie weg. Große, Unverständnis ausdrückende Augen blicken. Mit Begeisterung wird über Reisen berichtet. Je weiter weg, desto "toller", und was es wo zu essen gab, sind Geschichten, mit denen man prahlen kann, wobei kaum berichtet werden kann, was im fremden Land geboten wurde, außer: Dieser herrliche Strand...
- Was machst so den ganzen Tag? (wenn nicht reisen und auch sonst nichts...) Ob einer Klavier spielen kann, sich sonst irgendwie künstlerisch betätigt, wird nie gefragt.
Damit kann gesagt werden, daß die Mitmenschen im Kapitalismus inzwischen fast alle nur der massiven Werbung Folge leisten. So, wie ich im asiatischen Ausland fast immer, wenn ich irgend wo eingeladen war, einen Wisky-Glas leeren sollte. Wenn ich dann bat, doch ein Glas mitzutrinken, erhielt ich zur Antwort.: "Wir trinken nie Alkohol". "Und wieso bekomme ich einen Whisky, den ich auch nicht besonders gerne mag?" wollte ich wissen. Antwort: "Das sieht man immer in den Filmen" (aus Hollywood)", daß ihr Weißen zuerst einen Whisky trinkt, wenn ihr nach Hause kommt."
Die Werbung bewirkt so etwas, wie eine Leitkultur, also nochmals: wie eine Kultur, von der man geleitet wird.
Die Börsen sind die Altare, an denen man leidenschaftlich opfert (>hier< zum Artikel "MAKLER UNTER HORMONDRUCK"). Die Banken ersetzen die Gotteshäuser, die feierlich verwaltet werden von feierlich gekleideten Personen, fast wie auf einer Beerdigung. Man könnte heute auch feststellen, warum das so ist; denn die Banken haben unglaublich viel Geld vernichtet. Sie haben sich als Geld-Leichenhäusern entpuppt. Schon der erbitterte Kriegsgegner, der Schriftsteller und Regisseur Bert(hold) Brecht (1898 - 1956), hat einmal gesagt: "Was ist das Ausrauben einer Bank gegen das Gründen einer Bank!“ (Heute könnte man sagen: Was ist das Ausrauben einer Bank gegen die Rettung einer Bank?)
Die Großbanken, wie eine Deutsche Bank, entsprechen einem Dom und dort ist ein Kardinal in Amt und Würden. In der Deutschen Bank ist das ein Josef Ackermann aus Mels in der Schweiz, Oberst der Schweizerischen Armee (>hier< mehr).
Der Staatsbürger geht zur Bank, um sein Geld "anzulegen" oder einen Kredit zu bekommen für eine Immobilie (Grundstück, Haus, ein Auto) oder um über einen teuren Überziehungskredit mehr Geld ausgeben zu können, als er hat. Dabei ist es nicht ganz so schlimm wie zu der Zeit, als dem Kreditnehmer ein X für ein U (V) vorgemacht wurde. (V = lateinisch 5 mit kleinen Balkenverlängerungen gibt X für lateinisch 10. Der Kreditnehmer bekam 5 geliehen und mußte 10 zurückzahlen...) Die Privatschulden der Bürger liegen wegen der "großzügigen" Kreditvergabe unbeschreiblich hoch. Bevor jemand einen Kredit bekam, mußte er zur "Beichte". Da gab es einen bezeichnenden Werbespaßspruch der Stadtsparkasse Köln zur Karnevalszeit: "Wir leihen Ihnen Geld zu jeder Zeit, in jeder beliebigen Höhe, wenn Sie uns nachweisen können, daß Sie es nicht nötig haben." Damals vor einigen Jahrzehnten tatsächlich wahr; aber jeder lachte und begann seine Sparkasse wegen der Ehrlichkeit zu mögen. Mitte diesen Jahres stellte sich heraus, daß die Banken - praktisch alle - insbesondere für unzählige Immobilien Kredite gegen hohe Zinsen aber ohne Bonitätsprüfung (Prüfung des realen Immobilienwertes) gewährt hatten. Die Kreditnehmer gaben das Geld aus, konnten es nicht zurückzahlen auch keine Zinsen mehr, und die Banken konnten mit den Ihnen als Sicherheit übertragenen Immobilien die enormen Verluste in Höhe von weltweit insgesamt 2,8 Billionen US$ nicht decken. (2 800 Milliarden - in den USA gibt es unser deutsches Wort Milliarden nicht. Das nennen die da drüben schon Billionen). Das Geld ist also weg, verloren auf nimmer Wiedersehen, sagt man; volkswirtschaftlich natürlich blödsinnig; denn das Geld ist ja für Konsumgüter und dergleichen ausgegeben worden. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte die kapitalistische Wirtschaft schon längst Pleite gemacht. Aber das darf man nicht sagen; denn die "freie", sich selbst heilende (haha, zum Lachen) Machtwirtschaft ist eine heilige Kuh. Nachdem die Seifenblase geplatzt ist, die Banken keine großzügigen Kredite mehr vergeben können, ist auch der Konsum zurückgegangen und die Wirtschaft "kränkelt", und was ganz logisch ist: Die ersten Pleiten von Großfirmen stehen an, insbesondere weil sie gegenüber dem vorigen Jahrhundert, im Prinzip sogar gegenüber dem vorvorigen Jahrhundert keine wesentliche Neuerung zu machen brauchen, wie die gepäppelte Autoindustrie, deren Verband die Literatur von beispielsweise aus dem Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie (>hier<) offensichtlich auf den Index gesetzt (das Lesen verboten) hatte. Aber die Regierungen werden helfen; denn das haben ihnen die Träger der mit (steuerlich absetzbarem) Bargeld gefüllten Köfferchen für unterstützungsbedürftige Politiker schon bei der Geldübergabe versprechen müssen. (Im Volksmund sagt man: "Eine Hand wäscht die andere.")
Es werden also weitere 3stellige Milliardenbeträge im Sumpf des kapitalistischen Spitzenmanagements versickern.
Jetzt zum global-kapitalistisch gläubigen Bürger: Er schweigt. Er hat weder hat Grundgesetz gelesen, noch den Mut überhaupt nur den Mund aufzumachen. Letztes Wochenende (6./7. Dezember 2008) flanierten über 1 Millionen Menschen am verkaufoffenen Sonntag allein schon durch die Landeshauptstadt des Bundesstaates Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, um sich am vorweihnachtlichen Lichterglanz und an den verlockenden Auslagen zu erfreuen. Es waren doppelt so viele Menschen in der Innenstadt von Düsseldorf als Einwohner insgesamt!
Vergleich: Etwa genau so viele Menschen kamen zum römisch-katholischen
Weltjugendtag nach Köln, um vom Papst Gottes Segen zu erhalten.
Der Global-Kapitalismus übt seine Macht ungehindert aus.
Die Vertreter des Kapitalismus beherrschen inzwischen fast alle Staaten der Erde. Es gibt kaum noch einen Ansatz zu einer Alternative. Allgemein ist bekannt, daß in den USA, den europäischen Ländern, auch in Japan und China die Parlamente in einem Netz von Beziehungen, Seilschaften, mit Korruption, Bestechung verstrickt sind. In der Bundesrepublik Deutschland wirken auf jeden Abgeordneten des Bundestages drei Vertreter aus der Lobby der Wirtschaftsverbände ein, die den Abgeordneten und sonstige Volksvertreter nicht nur zu beeinflussen versuchen, sondern ihn auch fest im im Griff zu haben scheinen durch offizielle und versteckte Parteienspenden, durch Zuwendungen jeder Art, sogar mit Bordellfinanzierungen (>hier< z.B. des Herrn Prof. Dr. Peter Hartz, dem viele Arbeitslose ihr Existenzminimum verdanken).
Literatur zu diesem Thema ist unter anderem auf der Seite "Marktfundamentalismus" >hier< zu finden nach dem
Buch "Der Staat als Beute" von Hans Herbert von Arnim:
"Das gekaufte Parlament - Die Lobby und ihr Bundestag von Friedhelm Schwarz;
"Raubritter in Glaspalästen
- Obskure Praktiken in der Kreditwirtschaft" von Hans G. Möntmann;
"Die Reichen und die Superreichen - Macht und Allmacht des Geldes" von Ferdinand
Lundberg;
"Absturz in die Marktwirtschaft - Der schwere Weg durch die ostdeutsche Wirtschaftskrise" von Thomas Falkner.
Zu erwähnen sind dann noch die Bücher "Machtwahn" >hier< und >hier< zum Artikel von der AG Friedensforschung an der Universität Kassel: "Kritik an der "fundamentalistischen Arroganz" der westlichen Führungsmacht" aus dem Jahre 2002.
Im Folgenden eine Betrachtung über die Propaganda, deren Definition, Wirkungsweise und Absicht >hier< verdeutlicht ist:
Der in das Marktsystem des Kapitalismus eingebundenen Person wird etwas vorgegaukelt. Die umworbene Person wird gerne irre geführt. Man denke an die absolut nichts sagenden Werbesprüche der Parteien vor der Wahl ("Nur weiter so"; "Wir sind für Sie da"; "Wir werden es schaffen"; besser noch "Nur wir gemeinsam mit euch kommen wir zum Ziel"; "Keine Experimente"), aber auch die Lügen und Schmutzkampagnen, vor allem in den USA.
Im Folgenden wird ein Beispiel für eine voll gesetzlich und juristisch abgesicherte Propaganda als Werbeaufdruck auf einer Leberwurstverpackung gezeigt, auf die ich selbst jahrelang reingefallen bin, weil ich das Kleingedruckte und das noch kleiner Kleingedruckte nicht gelesen habe. Diese Leberwurst habe ich für eine meiner Katzen gekauft, weil sie diese leidenschaftlich begehrte. Nur sollen Katzen kein Schweinefleisch fressen, da im Fleisch Viren sein könnten, die selbst durch Erhitzen nicht zerstört werden. Und Schweinefett soll Katzen zum Sich-Übergeben anregen, was meine Katze auch regelmäßig tat. Erst durch eine Sendung der Fernsehens vom Westdeutschen Rundfunk, 3. Programm, am 9.12.2008 ab 20:15 "Quarks-Arena - Die größten Ernährungs-Irrtümer" wurde ich hellhörig. Also:
Versteckter
Betrug in der Werbung?
Links sehen Sie ein Beispiel für das, was ein Käufer glauben könnte, wenn er etwas in seinen Warenkorb legt, doch:
Lesen Sie bitte immer das "Kleingedruckte"! Das was Sie dann bemerken ist juristische kein Betrug, dank Gesetzgebung unserer Politiker!
Wenn Sie meinen, diese als 125 Gramm verpackte Kalbsleberwurst vom Feinsten (in Wirklichkeit vom feinsten Schweinefleisch) hätte nur 65 kcal, sollten Sie sich das darunter, ohne Brille nicht lesbare, genau anschauen. Die Energie (KiloKalorien), die Sie sich mit der gesamten eingewickelten Schmiere zuführen, sind dann 325 kcal und als Inhalt ist garnichts von einer Kalbsleber, dafür aber insgesamt 70 % Schweinisches.
Wenn Sie mir ohne Nachfrage bei der Firma oder dem Verbraucherschutz (übrigens eine nicht unabhängige staatliche Einrichtung) oder ohne Lupe in Ihrer Tasche verraten können, was die %-Zahlen bedeuten, die unter dem stehen, was jede "Portion" enthält (Bild rechts unten), überweise ich Ihnen 50 Euro. (Das was unter den Prozentzahlen steht, ist von der Einwickelfalte der Wurstumhüllung, bestimmt nicht ganz "rein zufällig" zugedeckt; denn nach dem Umfalten - also Aufdecken des noch kleineren Kleingedruckten - ist die Werbung "Feine Kalbs Leberwurst ..." zu erkennen.)
Das,
was Sie hier sehen, ist (nach vorher erwähnter Fernsehsendung) kein Einzelfall. Sie finden ähnliches auf jedem sogenannten hart beworbenen Markenprodukt (zumindest, was ich mir angeschaut
habe).
Guten Appetit! Sie werden es überleben. Solange wir Konsumenten nicht nachweislich vergiftet werden (im Interesse des wirtschaftlichen Wachstums), ist alles erlaubt.
Weitere Beispiele zu dem soeben aufgezeigten, juristisch vollkommen einwandfreien Fall ist >hier< zu finden. (Der etwas allgemeiner gehaltene Artikel: "Werbung als Verführung". Von dort kann man weitere Informationen [einschließlich der im nächsten Absatz erwähnten Verzweigung] anwählen.)
Kommentar: Sollten Sie sich verarscht fühlen, dann haben Sie den Staatskapitalismus nicht verstanden, vor allem nicht wieso ein hessischer Ministerpräsident, Herr Roland Koch, oder ein Bundesinnenminister, Herr Wolfgang Schäuble, trotz "Spendenaffären" in Amt und Würde sind.
Da fast alle Politiker juristische Ausbildung haben und selber als Firmenberater tätig sein können, ja sogar sollen, damit sie ein Ohr am wirtschaftlichen Geschehen halten, dürfte es wohl völlig klar sein, daß alles, was in der Wirtschaft geschieht durch Gesetze juristisch vollkommen abgesichert ist. Ein sehr gutes Beispiel bieten die Berichte des deutschen Bundesrechnungshofes, >hier< mal reinschauen, wo es um "Steuervermeidung" geht. (Der Rechnungshof benutzte damals jedoch Steuerhinterziehung, was nach Personalaustausch durch die CDU-SPD-Regierung "abgemildert" worden ist). Der "Bericht nach § 99 BHO vom 3. September 2003" hat keine Aktion der Bundesregierung bewirkt.
Das Beispiel oben bzw. rechts ist das Ergebnis von Wahlspenden und den steuerlich absetzbaren Werbeberatern (>hier<).
Es wird übrigens immer beklagt, daß beim Durchschnittskunden (auch Verbraucher, Konsument genannt) im "Marktfundamentalismus" ein Vertrauensschwund unter den kaufenden Marktpartnern festzustellen ist: Kein Vertrauen zur Bank, zur Post, zu den Telefondiensten, zum Produzenten, zum Lieferanten; denn Banken verspekulieren sich und drohen mit Schließung, Telefondienste und Lieferanten verkaufen zig Millionen von Adressen. Aber da kann doch keinem verantwortlichen Manager etwas passieren. Mit Steuergeldern wird alles glatt gebügelt. Und wie obiges Beispiel zeigt, sind wir doch eng befreundet mit vielen Firmen. Wir befinden uns "zum Glück" alle "im Schoß des allein selig-machenden Staatskapitalismus". Die inzwischen direkt an den Regierungsaktivitäten beteiligten Konzernvertreter (>hier<) sind damit die wirklich Herrscher im Staat. Und die Politiker spielen die Rolle von Statisten. Das ist dann die Überleitung zum nächsten Thema...
>Hier< etwas zu den Gründen der Politikverdrossenheit vieler deutscher Bundesbürger.
Der Global-Kapitalismus ist durchaus als Staatsreligion zu bezeichnen. Dieser Religion ist jeder - von der Regierung (den Politikern bis zum Sozialhilfeempfänger) - untergeordnet.
Während weitgehend in den meisten Demokratien Staat und Religion (Staat und Kirche, >hier< zum Begriff des Laizismus) getrennt sind, sitzen die "politisch religiösen" Kapitalisten in den Ministerien, haben im Gebäude des Bundestages ihre Lobby-Büros und diktieren den Politikern, was dem Wachstum und der weiteren Ausbreitung der kapitalistischen Religion nützlich ist; denn sie haben auf grund ihrer Wahlkampfspenden, Parteienfinanzierungen, persönliche Zuwendungen die Empfänger, also die für das "Wohl des deutschen Volkes zuständigen Politiker" im "Obligo" (Verbindlichkeit, Verpflichtung). Bundeskanzlerin Dipl.Phys.Dr. Angela Merkel hat Bankverantwortliche sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, daß sie sich nicht zu schämen brauchen, das Ihnen bereitgestellte Geld zur Überwindung des Liquiditätsengpasses infolge - nun ja, einer nicht ganz so fachlich korrekten Kreditvergabepraxis - doch bitte zu nehmen. Um nicht einige Banken bloßzustellen und damit eine Vertrauenskrise zu stürzen, hatte die Bankenvereinigung vorgeschlagen, daß ihr vereinfacht das bereitgestellte Geld zur Verteilung überwiesen werden solle. Sehr gut; denn dann wäre das Geld auf nimmer Wiedersehen verschwunden gewesen, so wie nach der deutschen Wiedervereinigung einige 100 Milliarden DM zur "Aufbauhilfe-Ost". (>Hier< ein Beispiel für Steuerbetrug.)
Walter Rath, Dezember 2008