Warum ich kein Christ bin
von
Bertrand Russell
Szczesny Verlag - München
Woran ich
glaube/ Gibt es ein Weiterleben nach dem Tode / Über katholische und
protestantische Skeptiker / Die akademische Freiheit / Sexualethik / Die
Existenz Gottes/ Kann die Religion unsere Sorgen beseitigen
»Ich bin nicht jung, und ich liebe
das Leben. Aber ich würde es
verachten, bei dem Gedanken an
die Vernichtung vor Schrecken
zu zittern. Das wahre Glück bleibt
es auch dann, wenn es ein Ende
finden muß, und auch das Denken
und die Liebe verlieren nicht
ihren Wert, weil sie nicht ewig
währen.«
»Weder Liebe ohne Wissen, noch Wissen ohne Liebe können ein gutes Leben bewirken
...«
„Als die Christen noch eine Minorität waren, predigten sie Toleranz; wir sollten uns dessen heute, da die Regierungspartei das Christliche im Wappen führt, manchmal erinnern. Wir sollten Leuten, die offen und mit gar nicht so schlechten Argumenten erklären, warum sie keine Christen sind, dafür dankbar sein, daß sie uns dazu zwingen, uns darüber klar zu werden, warum wir eigentlich denken, daß wir Christen sind." Rudolf Walter Leonhardt in der ZEIT
„Die Engländer werden von ihren Feinden als das „verlogenste Volk der Erde"
bezeichnet. Sie sind wahrscheinlich das ehrlichste Volk - jedenfalls dasjenige,
in dem die selbständige Meinung jedes einzelnen am meisten respektiert wird. So
rückhaltlos offen und hart hat sich noch kein Autor zum Atheismus bekannt, zur
Ablehnung jedes metaphysischen Trostes, jeder Transzendenz - und ebenso zu einer
jede Tradition verwerfenden Morallehre. Trotz aller dieser Einwände tut es gut,
unseren in Fachwerk erstickenden philosophischen Systemen einmal eine so
unmittelbare, ganz aus persönlicher Weltsicht lebende Erscheinung an die Seite
zu stellen." Roland Ziersch, MÜNCHNER MERKUR
Szczesny Verlag München
Inhalt
Einführung des Herausgebers
Vorwort
Warum ich kein Christ bin 17 Hat die Religion nützliche Beiträge zur
Zivilisation geleistet?
Woran ich glaube
Gibt es ein Weiterleben nach dem Tod?
Es scheint so, meine Dame? Nein, es ist so
Über katholische und protestantische Skeptiker
Das Leben im Mittelalter
Das Schicksal Thomas Paines
Nette Leute
Die neue Generation
Sexualethik
Freiheit der Lehre
Die Existenz Gottes - eine Diskussion zwischen Bertrand Russell und Pater F. C.
Copleston, S. J
Kann die Religion unsere Sorgen beseitigen?
Religion und Moral
Anhang: Wie Bertrand Russell daran
gehindert wurde, an der städtischen Hochschule New Yorks zu lehren
Im
Jahre 1940 wurde Bertrand Russell, der damals an der Universität von Kalifornien
lehrte, durch eine Diffamierungskampagne daran gehindert, eine Gastprofessur an
der Städtischen Hochschule New York anzutreten. Man warf ihm vor, ein Vertreter
der freien Liebe, der Homosexualität, der Zerstörung aller Werte, kurzum - ein
Verderber der Jugend zu sein. Schon damals war Russell einer der führenden
Gelehrten der westlichen Welt. Zehn Jahre später erhielt er den Nobelpreis.
Wenn man die in dem Band „Warum ich kein Christ bin" zusammengetragenen Aufsätze
über religiöse, weltanschauliche und soziale Themen liest, die Bertrand Russell
im Laufe des letzten Halbjahrhunderts verfaßt hat, entdeckt man, daß die
Diskussion der entscheidenden Probleme menschlichen Lebens und Zusammenlebens
bei uns um Jahrzehnte nachhinkt. Und man ist sich auch sehr schnell darüber im
klaren, daß das, was 1940 in New York geschah, noch heute in jeder beliebigen
deutschen Universitätsstadt geschehen könnte. Russell wäre als Gastprofessor an
einer deutschen Hochschule gewiß unerwünscht.
Dabei spricht er nur unumwunden aus, was viele Zeitgenossen sich denken.
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