Atheismus-Wahn

Ein neues Buch ist uns erschienen

 

 

 

Alister McGrath: "Der Atheismus-Wahn"

Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus

Erscheinungsdatum 10.2007, 150 Seiten, Gebunden,

GerthMedien, Best.-Nr. 816289, EUR[D] 9,95

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Immer wieder stößt der Glaube an Gott in den Medien auf heftige Kritik. Gleichzeitig scheint der Atheismus in der westlichen Welt auf dem Vormarsch zu sein. Einer der führenden Vertreter der gegenwärtigen Atheismus-Bewegung ist Richard Dawkins. Mit seinem Buch "Der Gotteswahn" hat er einen weltweiten Bestseller geschrieben, der vielfach die öffentliche Meinung mitbestimmt.

Doch wie ernst sollte man Dawkins' Thesen nehmen? Alister McGrath unterzieht sie einer gründlichen Prüfung. Ist der Glaube wirklich intellektueller Unsinn? Hat die Wissenschaft Gott tatsächlich entlarvt? Wo liegen die Wurzeln des christlichen Glaubens? Ist Religion böse? Mit diesem Buch halten Sie einen kritischen Zugang zu "Der Gotteswahn" und dem atheistischen Fundamentalismus in Händen.


Aus dem Vorwort:

"Richard Dawkins bietet schlicht das atheistische Pendant zu platter Höllenpredigt und ersetzt sorgfältiges empirisches Argumentieren durch aufgeladene Rhetorik und höchst selektive Tatsachenverdrehung ... Das Buch liefert selten mehr als eine Ansammlung gängiger Halbwahrheiten, die übertrieben dargestellt werden, um möglichst große Wirkung zu erzielen."

Alister McGrath


Kommentar: Ein Buch, das ausschließlich gegen den Exkollegen und Exfreund Richard Dawkins als im "Atheismus behaftet geblieben" gerichtet ist, während der Autor zum  "Glauben übergetreten ist" (ohne die erwartete Begründung in seinem Buch). Keine  Seite des Buches bleibt ohne Angriff gegen Dawkins. Kein einziges sachliches Argument wird vorgebracht. Da werden zum Beispiel zwei Betrachtungsweisen beschrieben, einmal Dawkins' spekulatives, das so genannte "egoistische Gen": „[Gene] schwärmen in riesigen Kolonien, sicher verschlossen in gigantischen, klobigen Automaten, abgeschlossen von der Außenwelt. Sie kommunizieren über gewundene, indirekte Wege mit ihm [dem Automaten] und steuern ihn per Fernbedienung. Sie sind in dir und in mir; sie erschaffen uns, unseren Körper und unseren Verstand; ihre Existenz und ihre Erhaltung ist die letztendliche Begründung für unser Dasein."`
 

Jetzt wird obige Aussage mit der vom Physiologen und Systembiologen Denis Noble aus Oxford verglichen: „[Gene] sind gefangen in riesigen Kolonien, verschlossen in hochintelligenten Wesen, geformt von der Außenwelt, mit der sie mittels komplexer Prozesse kommunizieren, durch welche blind, wie durch Zauberei, bestimmte Funktionen entstehen. Sie sind in dir und in mir; wir sind das System, das ihren Code lesbar macht; ihre Existenz und ihre Erhaltung hängt voll und ganz von der Freude ab, die wir bei der Fortpflanzung empfinden. Wir sind die letztendliche Begründung für ihr Dasein. "

McGrath: "Dawkins und Noble haben eine völlig entgegengesetzte Sicht der Dinge. (Ich empfehle, beide Versionen langsam und gründlich zu lesen, um den Unterschied richtig zu erfassen..."

 

Jetzt beginnt McGrath rumzuphilosophieren, ohne Sinn und Verstand. Ob Dawkins die obige Aussage ernst gemeint hat oder wieder einmal rumalbert, sei dahingestellt. Jedenfalls kann ein "egoistisches Gen" nicht nachgewiesen werden. Aber die zweite Beschreibung von Noble ist eindeutig wissenschaftlich falsch: Gene sind auch in den dümmsten Einzellern und nicht nur in "hochintelligenten Wesen" usw. Das ganze Buch ist ein Sammelsurium von Floskeln und theologischem, esoterischem Unsinn, wie man es in jeder Morgenandacht hört vom Erlösen, Heilbringen, Sündenvergeben...

 

Dawkins ist der Vertreter und Sprecher aller Atheisten nach McGrath. Dazu eine Beurteilung eines immerhin akademisch gebildeten jungen Mannes: "Ich mag keine Engländer"! "Warum das denn nicht"? "Da habe ich mal jemanden kennen gelernt... Das reicht mir!"

 

Das Buch ist für mich nicht lesbar, das mit den Sätzen schließt: "Da Dawkins sich aber so exzessiv auf die Rhetorik verlässt, anstatt mit Belegen zu arbeiten -was für ihn als Wissenschaftler eigentlich selbstverständlich sein sollte - ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass an seiner Sache etwas faul ist.
Die bedeutendste „Leistung" von „Der Gotteswahn" könnte ausgerechnet darin liegen, dass der Eindruck entsteht, als habe dieser Kaiser keine Kleider mehr, die er anziehen könnte. Und könnte gar der Atheismus ein Gotteswahn sein?"

 

McGrath ist nicht in der Lage, auf die Idee zu kommen, dass es Religionen mit Vielgöttern oder ohne Götter gibt. Warum ist also der McGrath-Gott der einzige und für uns alle der allgemein gültige? 

Walter Rath, Januar 2008