Haffner: Anmerkungen zu Hitler

 

Sebastian Haffner: Anmerkungen zu Hitler

Fischer-Taschenbuch Verlag, 680-ISBN-3-596-23489-1


 

Über dieses Buch
»Gewissermaßen in Widerlegung des bekannten Wortes von Karl Kraus, daß ihm zu Hitler nichts mehr einfalle, legt der deutschbritische Publizist Sebastian Haffner ein neues unorthodoxes Buch über den deutschen Diktator vor, in welchem der Autor demonstriert, daß man sehr wohl noch in ganz anderer Weise an das Hitler-Phänomen herangehen kann, als das in der Literaturflut der letzten Jahre geschehen ist.« Mit diesen Worten eröffnete die Neue Zürcher Zeitung ihren Kommentar zum Erscheinen des weithin aufsehenerregenden Hitler-Buches. Kaum ein herausragender Rezensent ließ es sich nehmen, den Band demonstrativ ausführlich zu besprechen. Monatelang führten die Anmerkungen des kenntnisreichen Außenseiters die Bestseller-Listen an.


In sieben selbständigen Kapiteln mit den Titeln "Leben", "Leistungen", "Erfolge", "Irrtümer(, "Fehler", "Verbrechen" und "Verrat" versucht der Autor, das Phänomen Hitler von verschiedenen Seiten, unter verschiedenen Aspekten und an verschiedenen Schlüsselstellen seiner Lebenskonstellation zu erhellen - einer Lebenskonstellation, die uns mit ihren abrupten Brüchen und Sprüngen und ihren politischen Erlösungs- und Rettungsmythen noch immer Rätsel aufgibt.



Der Autor
Sebastian Haffner, geboren 1907 in Berlin, Studium der Rechtswissenschaften, vor 1933 Mitarbeiter der angesehenen Vossischen Zeitung. 1938 Emigration nach England, dort tätig als Leiter der deutschsprachigen Londoner Zeitung und - bis 1961-als Mitarbeiter des Observer. 1954 Rückkehr nach Deutschland, seit 1961 in Berlin ansässig; politischer Kolumnist zuerst für die Welt, später (seit 1963) für den Stern.


Er ist Autor mehrerer Bücher, darunter

"Winston Churchill" (1967);

"Die verratene Revolution 1918/19" (1970; Neuausgabe unter dem Titel: Die deutsche Revolution 1918/19);

"Wie war es wirklich?" ( 1979);

"Der Selbstmord des Deutschen Reiches" (1970);

"Preußen ohne Legende" (1979);

"Überlegungen eines Wechselwählers" (1980).


Für den vorliegenden Band (zuerst veröffentlicht 1978) erhielt Sebastian Haffner von der Stadt Düsseldorf den Heinrich-Heine-Preis des Jahres 1978 zuerkannt. Das Werk des Autors zeichne sich durch »Originalität und Klarsicht« aus und leiste »einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis unferner deutscher Vergangenheit und damit auch der unmittelbaren Gegenwart«, heißt es in der Begründung der Jury.