Korrupte Medizin

>hier< zum  Buch von Hans Weiss und Ernst Schmiederer: "Asoziale Marktwirtschaft

- Insider aus Politik und Wirtschaft enthüllen, wie die Konzerne der Staat ausplündern,

dazu

>Hier< eine Stellungnahme des ttt-Moderators zu Subventionen

und

>hier< die Neuauflage des "Das neue Schwarzbuch Markenfirmen. Die Machenschaften der Weltkonzerne"

von Klaus Werner und Hans Weiss.


Die Tageszeitung "Kölner Stadt-Anzeiger" beschäftigt sich insbesondere in der Ausgabe vom Donnerstag, 3. September 2009, unter der Überschrift "Kliniken zahlen Kopfgeld für Patienten damit, dass Ärzte sich von Krankenhäusern für eine Einweisung von Patienten entweder Bestechungsgelder zahlen lassen oder von den Krankenhäusern einen Obolus (griechisch: Bratspieß, gemeint "kleine Geldspende") wünschen.

Das an dieser Stelle vorgestellte Buch beschäftigt sich mit der Verflechtung Arzt-Pharmafirma:

Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2008

Die Umschlaginnenseiten informieren:

"Über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren baute sich der Medizinjournalist Hans Weiss eine respektable Identität als Pharma-Consultant auf, nahm an brancheninternen Symposien teil, besuchte Ärztekongresse, erhielt Zugang zu brancheninternen Marketingpapieren und Datenbanken und kontaktierte Chefärzte und Klinikchefs. Das Ergebnis seiner Recherchen: Die Pharmaindustrie kontrolliert unser Gesundheitswesen in unvorstellbarem Ausmaß - nicht ohne aktive Mithilfe von Ärzten, die sich von den Konzernen lukrativ entlohnen lassen.

Aus dem Inhalt:
• Wie Klinikchefs sich zu unethischen Studien an ihren Patienten verführen lassen
• Wie die Pharmaindustrie die Ärzte im Griff hat
• Detaillierte Honorarlisten der Pharmaindustrie für Ärzte, die nach ihrer Bedeutung in die Kategorien »Gold«, »Silber« oder »Bronze« eingeteilt werden
• Namen prominenter Ärzte aus Deutschland und Österreich, die auf der Zahlungsliste von Konzernen stehen
• Konkrete Beispiele für Betrügereien und Manipulationen der Konzerne
• Hitliste der rücksichtslosesten Konzerne: Welche Gewinne sie machen, wie viel sie in Forschung und Marketing investieren, welche unethischen und gesetzwidrigen Praktiken sie in den letzten Jahren betrieben haben"
www.kiwi-verlag.de

Auf der Umschlagrückseite steht:

Ein Medizinjournalist wechselt seine Identität und wird Pharma-Consultant. Erschreckendes Ergebnis seiner Recherchen: Weite Bereiche unserer Medizin stehen unter der Kontrolle der großen Pharmakonzerne. Und zahlreiche Ärzte - vom Klinikchef bis zum Allgemeinarzt - machen sich zu gut bezahlten Handlangern.
Foto: Lukas Beck
Hans Weiss Dr. phil., Jahrgang 1950. Studium der Psychologie und Medizinsoziologie in Innsbruck, Wien, Cambridge und London. Freier Journalist (für »Stern«, »Spiegel«, »Die Zeit«) und Buchautor in Wien. Mehrere journalistische Preise, zuletzt »Bruno Kreisky-Anerkennungspreis für das politische Buch« (2004). Mehr als ein Dutzend Buchveröffentlichungen als Autor und Koautor mit einer Gesamtauflage von fünf Millionen und zahlreichen Übersetzungen, u. a. »Bittere Pillen« (Erstauflage, 1983, seit 2008 auch online auf www.bittere-pillen.de), »Kursbuch Gesundheit« (Erstauflage 1990), »Schwarzbuch Markenfirmen - Die Machenschaften der Weltkonzerne« (2001, Neuauflage 2003), »3 x täglich - Kritische Gebrauchsinformationen zu 11.000 Arzneimitteln« (2003) sowie »Asoziale Marktwirtschaft« (2004, 2005).

Umschlaggestaltung und -motiv: © Rudolf Linn, Köln
 


 

Leseprobe aus dem Vorwort des Buches:

Das hohe Ansehen der Medizin beruht auf dem Prinzip der Unabhängigkeit und Objektivität und vor allem auf dem der Fürsorglichkeit gegenüber Patienten. Der Weltärztebund als oberste ethische Instanz der Medizin hat diese Grundlagen in der »Deklaration von Helsinki« folgendermaßen formuliert:


»Die Gesundheit meines Patienten soll mein vornehmstes Anliegen sein. Der Arzt soll bei der Ausübung seiner ärztlichen Tätigkeit ausschließlich im Interesse des Patienten handeln. In der medizinischen Forschung haben Überlegungen, die das Wohlergehen der Versuchsperson betreffen, Vorrang vor den Interessen der Wissenschaft und der Gesellschaft. «
Für dieses Buch wollte ich wissen, ob Ärzte sich an diese ethischen Grundsätze halten. Die erschreckende Antwort lautet: nein. Denn die Interessen der Medizin werden zunehmend