Artikel: Umgang mit der Bibel
Die "links" im folgenden Text sind nicht kontrolliert worden
"Leviticus" (Drittes Buch Moses) - "Exodus" (Zweites Buch Moses)
>Hier< zu einer kurzen Stellungnahme (ein Vergleich DER BIBEL mit "Mein Kampf" von Adolf Hitler)
"Auch dieser Text kursiert
im Internet, ich habe ihn nur mit Links zu den zitierten Bibelstellen versehen,
damit man die bequem nachschlagen kann.
Der Hintergrund zu folgendem Text:
Laura Schlesinger ist eine
→US-Radio-Moderatorin,
die Leuten, die in ihrer Show anrufen, Ratschläge erteilt. Kürzlich sagte sie,
dass Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet werden kann, da diese
nach →Leviticus
18:22 >1)<
ein Gräuel wäre. (Korrektur: Ich hatte
vorher geschrieben, sie sei eine
Christin
- das ist falsch. Sie gehört dem Judentum an)
Der folgende Text ist ein offener Brief eines US-Bürgers an Dr. Laura, der im
Internet verbreitet wurde.
Liebe Dr. Laura,
Vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze
Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und
versuche, das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen.
Wenn etwa jemand versucht, seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen,
erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, →Leviticus
18:22, wo klar gestellt wird, dass es sich dabei um ein Gräuel handelt. Ende
der Debatte.
Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der
speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind,
a) Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies
für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (→Leviticus
1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht
lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?
b) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in →Exodus
21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener
Preis für sie?
c) Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im
Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (→Leviticus
15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich habe versucht zu
fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.
d) →Leviticus
25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch
weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde
meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie
das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?
e) Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. →Exodus
35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: Bin ich
moralisch verpflichtet, ihn eigenhändig zu töten?
f) Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln
oder Hummer, ein Gräuel darstellt (→Leviticus
11:10), sei es ein geringeres Gräuel als Homosexualität. Ich stimme dem
nicht zu. Können Sie das klar stellen?
g) In →Leviticus
21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn
meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muss zugeben, dass ich
Lesebrillen trage. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt es hier ein wenig
Spielraum?
h) Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare
schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch →Leviticus
19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?
i) Ich weiß aus →Leviticus
11:6-8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweines mich unrein macht.
Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?
j) Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen →Leviticus
19:19, weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld
anpflanzt. Darüberhinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen
Stoffen gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht
oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben, das
komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (→Leviticus
24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären
Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren
Schwiegermüttern schlafen? (→Leviticus
20:14)
Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher
bin ich auch zuversichtlich, dass Sie uns behilflich sein können. Und vielen
Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und
unabänderlich ist.
Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan
Jake
Soweit die Worte des Herrn ...
Dazu gibt es inzwischen eine Erwiderung, sozusagen einen →Antwortbrief
(auf diese Website habe ich bereits an
anderer Stelle verwiesen). Lesen Sie selbst. Leider hat die Antwort nicht
die Humorqualität des hier veröffentlichten Originals, aber das macht nichts,
das war ja auch nicht Ziel der Übung. Interessant, dass der Autor der Seite sich
zu einer Reihe von Beleidigungen hinreißen lässt - hat der noch nichts von
christlicher Nächstenliebe gehört, und wie sollte diese sich auf einer Website
äußern, wenn nicht durch ein Mindestmaß an Höflichkeit? Außerdem werden auf der
Website alte (und längst widerlegte) Vorurteile über Homosexualität wieder
aufgewärmt (siehe dazu die Links auf der Seite), die eigentlich eher aus dem
vorvorigen Jahrhundert stammen (darauf werde ich hier aber nicht eingehen, das
ist nicht mein Thema - wenn jemand gute Links dazu hat, werde ich sie aber gerne
hier veröffentlichen).
Interessant ist in diesem Zusammenhang die Homophobie des Autors. Zitat: "Mir
ist kein einziger sexuell aktiver bekennender Homeosexueller bekannt, der vor
Gott und seinen Geboten irgendwie Respeckt zeigt."
(nicht meine Rechtschreibung, ich habe das so kopiert, wie es da steht!
[1]).
Ich kenne genügend Homosexuelle, die anderer Ansicht sind. Die sind meist auch
höflicher.
Was der Autor der Seite nicht begriffen hat, ist der Umstand, dass die "ewigen
christlichen Gebote" nicht so ewig sind, sondern stets relativiert und dem
Zeitgeist angepasst werden (müssen). Dies wird von Christen oft zwar bestritten,
aber der Autor der Erwiderung führt genau diese Relativierung selbst durch
und widerspricht sich damit selbst. Und wir können froh sein, dass die
Christen zu dieser Relativierung fähig sind, vorausgesetzt, man übt ein wenig
Druck auf sie aus. Und damit hat der oben zitierte Brief sein Ziel voll
erreicht. Es mag ja sein - und der Antwortbrief zeigt dies deutlich - dass die
Anwendung veralteter Gebote lächerlich ist, aber genau das wollte der
Brief von Jake zeigen und mehr nicht.
Es gibt zu diesem Brief auch eine
→ernsthaftere
Anwort als die obige. Auch dort werden alle möglichen Gründe angeführt, um
die göttlichen Gebote zu relativieren - sehen Sie, es geht doch!
>Konfusius<: "Wenn wir annehmen, dass es keinen Gott gibt, dann folgt daraus, dass Moral noch wichtiger ist, als wenn es einen Gott gäbe. Wenn Gott existiert, dann kann seine unbegrenzte Macht menschliche Unzulänglichkeiten in der Moral ausgleichen. Aber wenn es keinen Gott gibt, dann ist es unsere Verpflichtung, so moralisch zu sein wie nur möglich." (Steve Allen)
Anmerkungen:
1.Der Autor des Textes hat sich
bei mir beschwert, ich würde mich über ihn lustig machen, aber nichts liegt mir
ferner. Interessant finde ich aber, dass er von mir verlangt hat, noch
mehr Links auf seine Seite zu setzen (und damit Werbung für ihn zu machen),
während er natürlich niemals einen Link auf meine Seite setzen würde.
Vorsorglich hat er mir Verlogenheit und Feigheit vorgeworfen.
Aber
da er sich nicht traut, Links auf meine Seite zu setzen, habe ich seine Seite
auch aus meiner Linkliste entfernt, nur hier ist der Link noch vorhanden -
leider.
Religion & Glauben
-
Hank und seine Freunde
Diese Leiste von "Dittmar" sollte mal ausprobiert werden:
Übersicht ⇒ Religion & Glauben Atheismus Psychologie & Börse Geistiges Eigentum? Anmerkungen Links Über mich + Impressum
3. Mose 18;22: "Du sollst nicht bei einem Manne liegen wie bei einer Frau; es ist ein Greuel"
Es geht weiter:
3. Mose 18;24: "Ihr sollt euch mit nichts dergleichen unrein machen; denn mit alledem haben sich die Völker unrein gemacht, die ich vor euch her vertrieben habe."
3. Mose 18;25: "DasLand wurde dadurch unrein, und ich suchte seine Schuld an ihm heim, daß das Land seine Bewohner ausspie."
Hier wird ja offensichtlich von Gott zugegeben, daß er die Vorbesitzer seines auserwählten Volkes vertrieben und ausgerottet hatte.
Da eine Bibel fast in jedem Hotel, in jeder Bücherei, Buchhandlung, Kirche zu finden ist, möge man weiterlesen. Da wimmelt es von Verstößen gegen die Grundgesetze der zivilisierten Länder und vor allem gegen die Menschenrechte. Alle Bücher Mose enthalten solche Verstöße. Diese Bücher sind aber die Grundlage des Mosaischen Glaubens, der Christlichen Religion und des Islam. Der Verfasser dieses Web-Systems, geboren 1933, hatte noch das Glück, die "satanischen Verse" des Herrn Hitler "Mein Kampf" genannt, lesen zu dürfen, zu sollen oder zu müssen. Nach der Erinnerung war der Inhalt durchaus mit Bibelworten vergleichbar. Doch ein Vergleich ist nicht mehr möglich, da dieses persönlich attackierende, fast gar nicht sachbezogen argumentierende Buch "Mein Kampf" (>hier< etwas mehr) zumindest in Deutschland verboten ist; warum nicht die Bibel mit einer ähnlichen Argumentation und der Koran >hier< und überhaupt die meisten religiösen "Leitlinien"?
Die damals allein gültige Ideologie war übrigens letztlich nur mit Hilfe der "Deutschen Zentrumspartei" (Partei des politischen Katholizismus im Deutschen Reich, gegründet 1870/71) durch Zustimmung zum Ermächtigungsgesetz vom 24.3. 1933 ("Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich") möglich geworden mit den katastrophalsten Folgen für die gesamte Welt. Siehe >hier<.