Leser-Beiträge

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Gottlos Wer die Norm setzt, hat die Macht oder: Die Aufklärung hat heute einen schlechten Stand von Thomas Rothschild
Man kennt das: Wer auf einem Fest, bei einem Empfang lieber Orangensaft trinkt als Sekt oder Wein, muss sich erklären. Trinkt er grundsätzlich keinen Alkohol? Warum bloß? Ist er gar Alkoholiker, jetzt endlich trocken und auf der Hut vor einem Rückfall? Das kommt: Alkohol zu festlichen Gelegenheiten gilt als die Norm...

Laut war der Aufschrei, als in der Sowjetunion Kirchen geschlossen oder zu Jugendzentren umgewandelt wurden. Wenn im heutigen Russland orthodoxe Christen eine Ausstellung unter dem Vorwurf der Blasphemie stürmen und zerstören und danach nicht etwa sie, sondern die misshandelten Künstler von einem Gericht verurteilt werden, schweigt die Welt. Wer fragt die Fanatiker, die in den USA Mordanschläge auf abtreibungswillige Ärzte verüben, warum sie an einen Gott glauben? Auch sie befinden sich noch im Bereich derer, die die Macht haben, die Normen zu bestimmen. Die scheinbar erstaunte Frage lautet immer nur und immer wieder: »Warum glauben Sie nicht an Gott?«
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„Zeig mir doch, was Jahwe Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, alle Menschen, die sich nicht an seine Gebote halten, mit dem Tode zu bestrafen ...", ist dem Buch von Erhard Zauner: "Die Unheilige Schrift" entnommen (siehe unter "Literatur/Artikel"). Herr Dr. Zauner schrieb am 20.2.08 erklärend: "Das Zitat ist ein von mir abgewandeltes Zitat, das ein byzantinischer Kaiser im 14. Jahrhundert gesagt hat, und welches der Papst im September (vergangenen Jahres) bei einem Vortrag an der Universität in Regensburg gebracht hat. Damals hat dieses Zitat eine weltweite Empörung der islamischen Welt hervorgerufen. Mehr unter

 http://religion.orf.at/projekt03/news/0609/ne060915_islam_khoury_fr.htm bzw. >hier< zu einem Artikel in diesem Web-System.

 


 

Was wir Menschen »Geist« nennen. besteht aus nichts anderem als aus hochkomplexen Nervenzellen-Verbindungen. Das befähigt uns Menschen zu bestimmten, aber begrenzten Leistungen. Wer nun eine Weltanschauung mit der Gehirnforschung verbindet, der ist auf dem Holzweg. Denn er glaubt noch immer an einen wie immer gearteten »Geist«, Dieser »Geist« entsteht z. B. beim Lernen allein durch den Aufbau neuer Synapsen-Verbindungen im Gehirn. Weltanschauungen, die wie der Buddhismus vor Jahrtausenden entstanden sind, haben mit Wissenschaft nichts gemein. Sie wurden damals erdacht, um das Unerklärliche zu erklären. Als unseren affenartigen Vorfahren wegen des immer komplexer werdenden Gehirns das Bewusstsein »heraufdämmerte« und sie zum Sternenhimmel blickten, den sie nicht verstanden, mussten Religionen entstehen. Nur die Tiere blicken teilnahmslos nach oben. Menschen suchen nach Erklärungen; sonst werden sie verrückt. (Alois Pauli, Dez. 2008)