Schlussfolgerungen
Auch das gibt es (als eines der Beispiele für die unzähligen religiös-ideologischen Systeme): das Lebensrad im tibetischen Buddhismus (>hier<), einer Staatsreligion seit dem 8. Jahrhundert, die trotz aller Sympathien für das "Oberhaupt", den Dalai Lama, nach meinem Dafürhalten völlig konfus ist und enorme Opfer gefordert hat ab 1950 durch den Zusammenprall mit betonköpfigen Mao-Ideologen (>hier< zur Mao-Bibel) und bis heute den starr festgelegten Propagandisten der 20 Mitglieder des chinesischen Politbüros geführt vom derzeitigen 69jährigen Wasserbauingenieur Hu Jintao als Staatpräsidenten (2011), der gleichzeitig Oberbefehlshaber der "Volksbefreiungsarmee" ist. "Nach chinesischen Angaben waren 87.000 Tibeter bei Unruhen umgekommen, weitere 80.000 nach Indien, Nepal und Buthan geflohen" usw. (mehr bei planet-wissen). Einwohnerzahl von Tibet: etwa 2, 5 Millionen.
Ist ein derartiger Verlust eine solche - aus heutiger Sicht doch sehr rückständige religiöse Weltanschauung mit fraglicher Menschrechtsanerkennung lohnend? Aber für welche ideologische Festlegung und Starrheit ist überhaupt etwas nutzbringend? Natürlich erhebt jeder, in einer jeweiligen Denkungsart befangene Ideologe in seinem Wahn (>hier<) genau für diese, ihm schon frühgeburtlich eingetrichterten, für "modern Denkende" nicht nachvollziehbaren religiösen Ideen Ansprüche auf alleinige Rechtmäßigkeit und Befugtheit.
Alles, "was irgendwann einmal von der individuellen Psyche eines Menschen ausgedrückt wurde, werde zu einem Bestandteil der psychischen Grundkonstitution eines Menschen – und ebenso auf einer kollektiven Ebene zu einem Bestandteil der ganzen Gattung und damit zu einem Bestandteil des kollektiven Unbewussten", meint Carl Gustav Jung (>hier<), und damit bleibt in der Regel jede Person durch die frühkindliche Prägung in dem "Wertesystem", in das sie hineingeboren wurde, lebenslang behaftet.
Ich war einmal in Japan für etwa 3 Wochen in einem (Sōtō-shū-)Zen-Kloster in Taitō, östlich von Tokyo (>hier< der Zen-Buddhismus). Die Lebensweise und (wahrscheinlich auch) die Denkweise schienen mir nicht weit entfernt von denen eines Bienenschwarms oder Ameisenhaufen. Meine heutige Erinnerung: Aufenthalt wie in einem Streckverband im Krankenhaus. In diesem Zusammenhang kommt dann die Diskussion über Lebensqualität, als Wohlbefindens, als materieller Wohlstand, Bildung oder einfach nur Lebenszufriedenheit auf. Was bedeutet Wissen, Kennen, Können, Bewusstsein, Erfahrung, Gestaltungskraft? Es führt zu weit, das jetzt noch weiter zu erörtern; denn jeder von uns und alle der inzwischen 7 Milliarden Menschen haben dazu eine eigene Meinung, die so nuanciert* ist wie Passfotos und welche rechthaberisch und hartnäckig vertreten wird.
* vom französischen »nuer«, bewölken, beschatten, d.h. feinabgestimmt und abgestuft wie Wolken und Schatten.
Im Lebensrad (dem ewigen Kreislauf des Lebens und Weg der Befreiung) des tibetischen Buddhismus werden Drei Geistesgifte als die Triebkraft des Samsara* dargestellt: ein Hahn für Unwissenheit, eine Schlange für Hass und ein Schwein für Gier (>hier< mehr zur "Gier"). Diese drei hetzen einander im endlos scheinenden Kreislauf des Leidens.
* „beständiges Wandern“, Bezeichnung für den immer währenden Zyklus des Seins, den Kreislauf von Werden und Vergehen, im Kreislauf der Wiedergeburten
So, wie diese Seite der "Schussfolgerungen" gestaltet ist - grau in grau - so sieht das Ergebnis der Analyse
über "einen Gott und die Welt" oder - allgemeiner gesagt -
über den Einfluss der Ideologien oder genauer gesagt
über das Übergewicht der "etablierten, politisch gefärbten mehr oder weniger religiösen Kulturen"
auch derzeit - wie eh und je - aus.
Doch müssen wir nicht unbedingt verzagen und rumjammern; denn es ist durchaus möglich, unsere derzeitige Situation dahingehend zu beeinflussen, dass wir in einer zumindest einigermaßen erträglichen Art und Weise auf unserer Erde, in unserer Umwelt mit all unseren Mitlebewesen und vor allem unseren Artgenossen zusammenleben können. "Vorschläge und Möglichkeiten, um zu einer »Neu-Ordnung« und damit zu einer »besseren« Welt zu kommen" zeigt das nächste umfassende Anliegen auf der Startseite (nach diesen »Schlussfolgerungen«)!
Warum verhungern täglich 100.000 Menschen? Jeder weiß es. Man liest es in den Zeitungen und Zeitschriften (außer in solchen für Frauen, Sportler und andere). Aber den Investoren wird freier Lauf gelassen und, wenn sie unser Geld verbraucht haben, kommen sie unter den "Rettungsschirm"! Leider werden wir fast ausschließlich von Soziopathen/Psychopathen regiert bzw. dirigiert - man könnte auch sagen: drangsaliert. (>Hier< die Eigenschaften dieser unserer "Führungspersönlichkeiten"). Die wesentlichen Merkmale seien - grob zusammengefasst - wiedergegeben (nach der Psychopathie Checklist-Revised []PCL-R] im Diagnostischen und statistischen Manual, 3. Auflage [DSM-III-R] und der Internationalen Klassifikation der Krankheiten 10. Revision [ICD-10-Klassifikationen]):

Obige Charaktereigenschaften haben natürlich eine Verteilung. Aber Politiker und Führungskräfte finden sich vorwiegend im mittleren Bereich. Weniger ausgeprägte Sozio/Psychopaten bleiben auf der "Job- und Karriere-Leiter" auf der Strecke; denn die "nach oben kommenden" brauchen keine objektiven Fach- und Sachkenntnisse, keine Führungsqualifikationen nachzuweisen. D.h. sie, diese "fast reinrassigen" Sozio/Psychopaten in Amt und Würden, gleichgültig ob als Staatschefs in Afrika (>hier<) oder als (exmächtiger) George Dabbelju Bush oder Silvio Berlusconi, als Staatspräsident und Mafiagünstling (2011 immer noch), oder die machtbesessene deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel - Frauen zählen seltener zu den "Reinrassigen" - sind "überrepräsentativ" und kosten 100 Tausend unserer Mitmenschen täglich das Leben - wie schon gesagt. Dazu kommt ihre gezielte Bereitschaft einer - nicht fahrlässigen, sondern bewusst in Kauf genommnen, nahezu völligen Umweltzerstörung (>hier< einige Zahlen) wie:
- Meeresverseuchung, Überfischung,
- Landschaftszerstörung >hier<,
- Bankenkrisen >hier<, in Folge dann Staatspleiten (>hier< die Schulden von jedem einzelnen von uns) durch völlige Geldverschwendungen (>hier< - Punkt 3, Bild - Glasdach über die Autobahn mit jahrelangen Superstaus und wahnsinnig machendem Flimmern beim Fahren unter dem Dach mit den regelmäßigen Trägern), Klimawandel, Ausrottung von irdischen Mitlebewesen: >Hier< "Der stumme Frühling".
Mehr als 90% von befragten Deutschen zwischen 14 und 90 Jahren sehen keinen Sinn mehr darin, sich in der heutigen Demokratie politisch zu betätigen (>hier< etwas mehr). Das bedeutet doch ganz klar, dass diese Demokratie praktisch niemanden mehr hinter sich hat!
Das folgende Bild sollte uns ermahnen:
Jens Galschiot hat seine Skulptur
„Hungermarsch“ zu den Protesten gegen
die WTO-Tagung in Hongkong mitgebracht

Dem steht gegenüber der unermessliche Reichtum vieler Einzelner (beispielsweise >hier< die größte Yacht der Welt, eine der vielen "Luxusvillen zur See").
Kommen wir zuerst auf unsere Tradition, immer noch Grundlage der dominanten westlichen "Leitkultur" zu sprechen, um daraus grundlegende Folgerungen ziehen zu können:
Der
alttestamentarische Gott ist ja keineswegs mehr als einer dieser »Warlords«,
d.h. ein Kriegsherr, also in erster Linie der Anführer eines Heeres aber auch
mit ziviler Kontrolle, also gleichzeitig Beherrscher einer Volksgemeinschaft.
Dieser Kriegsherr Gott war ausschließlich zuständig für das Volk Israel
(nirgends habe ich etwas anderes im Alten Testament gefunden) und er verlangt
bis heute absolute Loyalität - also uneingeschränkte Treue ihm als "Vorgesetztem"
gegenüber. Was einem Ungehorsamen passieren wird, ist
>hier< in der Bibel zu finden,
wo nicht zu übertreffende Flüche und
Verwünschungen aufgezählt werden. Im Koran werden fast auf jeder Seite dem
Nicht-Konformen die schlimmsten Qualen und Strafen angedroht, die in der
Nazi-Zeit an den Leuten, die nicht der damaligen Ideologie entsprachen,
nicht einmal so drastisch realisiert wurden, zum Beispiel: 4. Sure, 57: Die,
welche unseren Zeichen (Koran-Schriften - KHH.) nicht glauben, werden in
Höllenflammen braten und so oft Ihre Haut verbrannt ist, geben wir ihnen andere
Haut, damit sie um so peinlichere Strafe fühlen; denn Allah ist allmächtig und
allweise. (200 Greuel folgen.)
Der "Warlord" Israels verlangt immer wieder Opfer (und das vom Feinsten >hier<).
Er brauchte zwei Generationen, um seine "Leute" von Ägypten nach Palästina zu bringen.
Gott kämpf sogar mit Jakob (1. Mose 32, Vers 23 - 31), in welchem Jacob gewonnen haben soll, aber von Gott an der Hüfte verletzt worden war... (Siehe auch >hier< in der Netz-Seite über das Buch Thora - etwa auf der Seitenmitte im Kleingedruckten).
Alle nur erdenklichen Verbrechen werden verübt vom "Allmächtigen", angefangen in Form der Ermordung aller männlichen Erstgeburt in Ägypten (>hier<) bis zur Ausrottung der Städte Sodom und Gomorra wegen sündigen Verhaltens ihrer Bewohner. In Sodom hielt sich der gottgefällige Lot, ein Neffe von Abraham, auf. Abraham fragte Gott, ob er wirklich Schuldige und Unschuldige ohne Unterschied vernichten wolle. Gott versichert ihm schließlich, dass er Sodom verschonen werde, wenn sich nur zehn anständige Menschen darin finden ließen. Diese Zahl ist im Judentum bedeutsam; denn wenn mindestens zehn Männer zu einem Gottesdienst zusammenkommen, werden diese schon als eine vollständige jüdische Gemeinde angesehen...
Es ist wirklich erstaunlich, dass also ein solcher, im wahrsten Sinne in seinen Fähigkeiten und eigenartigen, aus heutiger Sicht keineswegs anerkennenswerten Führungsfähigkeiten beschränkter "Warlord" mit einer Vielzahl von Namen (auch >hier<), z.B. Jahwe oder Jehovah, Elauhim, Zebaoth oder Eloah/Elohim* usw.,
- zu einem überirdischen Wesen hochstilisiert worden ist,
- zu einem "Schöpfer", Planer, Gestalter ("intelligent creator" oder "designer"),
- zu einer Gestalt, deren Ebenbild der Mensch ist, also einer Person, die für jedes Bausteinchen eines Atom bis zum unermesslichen Universum verantwortlich sein soll und das alles minutiös erschaffen hat mit einer (uns Menschen unerklärlichen) Zielsetzung.
* die Bedeutung des Wortteiles El ist ungeklärt. Jedenfalls können die Worte im Tanach (von dem die Thora >hier< ein Teil ist) auch Engel und allerdings "normale" Menschen bezeichnen.
>Hier< eine andere Betrachtung und Auslegung, nämlich die von einem sehr gut geschulten Theologen, dem Dr. Jörg Sieger über "seinen" Gott (auch) als Kriegsherrn, dem Alleskönnergott und Allesseienden. Diese Ansichten hört man jeden Tag in Andachen wie die Börsenberichte der neuen politischen, globalkapitalistischen Religionen. Es ist wirklich kaum zu glauben, was alles geglaubt wird (Zitat von Raymond Walden >hier<). (>Hier< ist der völlig unbedeutende Herrschaftsbereich des Herrgottes im Vergleich zur Erdoberfläche zu sehen.)
Für Nichtgläubige sollte es beruhend sein, dass die beliebte Unbeweisbarkeit der Existenz eines "höheren Wesens" (Gottes) wissenschaftlich durch Ausschlussverfahren auszuräumen ist (>hier<). Aber, es wird dabei in den gläubigen Köpfen verankert bleiben: "Tut nichts! der Jude wird verbrannt!" nach Gotthold Ephraim Lessing >hier<).
Möglicherweise ist der Glaube an Gott und die vielen, vielen anderen Fantasiegestalten in den Religionen ein Ersatz für das gesamte Leben oder ein Restbestand, vielleicht eine Improvisation der Erinnerung an die "normale" einbildungskräftige frühkindliche Welt. >Hier< mehr zu den frühkindlich üblichen Fantasiegefährten. Unsere kleinen Mitbürger erfinden bis zum Alter von etwa 5 Jahren in ihrer Gedankenwelt, in ihrer Fantasie Freunde (Gefährten), die für sie real werden, mit denen man sprechen und spielen kann. Die Mutter will etwas auf einen Stuhl legen. Das Kind ruft: "Das kannst du doch nicht. Da sitzt doch Inge!" (des Kindes Fantasiegefährtin).
Wenn man jedoch noch den Führer des "Dritten", des "Tausend-jährigen Reiches" miterlebt hat, diesen unvergleichlich wirklichen und völlig weltverändernd habenden "Super-Warlord" Adolf Hitler,
- der zwar niemanden selbst auf dem Gewissen hat,
- der sogar
vegetarisch lebte (aus welchen Gründen auch immer),

- bei dem es tödlich war, eine witzige Bemerkung über ihn zu machen, wie beispielsweise über den Mann mit dem Besen unter der Nase - bis vor kurzem auch in Deutschland strafbar: Gotteslästerung als Blasphemie, so wie der Beschimpfung von etwas Heiligem,
- dem Führer einer sehr erfolgreichen politischen Religion (um die 80% der Bevölkerung des "Großdeutschen Reiches" sollen noch zum Ende des unsagbaren Krieges für das Regime gewesen sein, nach einer US-amerikanischen Forschungseinrichtung),
der kann erahnen, wie rasch ein äußerst psychopatischer Mensch (>hier< wieder einmal zur Psychopathie) Beherrscher ganzer Völkerscharen werden kann als Kriegsherr (ganz selten als ein Friedensherr, wie Gandhi, Mandela) oder lediglich als superreicher Mensch, wie ein Bill Gates, Beherrscher des Unternehmens "Microsoft"* mit einer "werbewirksamen Stiftung" von über 32 Milliarden US$ für Afrika, wo jedoch bisher kein einziger Dollar als angekommen berichtet worden ist). Ohne dass diesem Spuk des sogenannten 3. Reiches, diesem gespenstischen Geschehen damals gewaltsam ein Ende gesetzt wurde, wer weiß, was daraus geworden wäre. Aber es ist danach dann eine völlig neue, noch gespenstischere politische Religion entstanden, nämlich der weltzerstörerische globale Kapitalismus, dem täglich geschätzte 100 Tausend Mitmenschen zum Opfer fallen (siehe oben). Das macht in vergleichsweise den 5 Jahren des Zweiten Weltkrieges fast 200 Millionen Verhungerte im Vergleich zu damals "nur" 55 bis 60 Millionen Menschenleben.
* Umsatz 2010: 69,94 Milliarden US$ bei 93 Tausend Mitarbeitern weltweit. Die Bill & Melinda Gates Foundation mit den Einlagen von 35,2 Mrd. US$ (Stand: März 2010).bei weitem größte Privat-Stiftung hätte seit Gründung im Jahr 1994 alle Verhungerten retten können... "Die Bill-Gates-Stiftung ist wegen ihrer stillen Investments in umstrittene Öl- und Chemiekonzerne in die Kritik geraten", war in der Wochenzeitung »Der Spiegel« am 13.01.2007 zu lesen und weiter: "Das Dilemma ist bisher kaum bekannt und doch, so Investmentberater Paul Hawken, das »schmutzige Geheimnis« vieler Stiftungen. Aus Steuergründen müssen sie jährlich mindestens fünf Prozent ihres Vermögens gemäß des Stiftungszwecks ausgeben. Wie sie aber die Vermögensmasse anlegen (und vermehren), bleibt ganz ihnen überlassen - und manche orientieren sich dabei lieber an Rendite als an Ethik. So sind viele Stiftungen von Natur aus Zwitterwesen: nach außen spendable Wohltäter, innen indes clevere Anleger, die auch vor »bösen« Ölkonzernen oder Pharmakonglomeraten nicht halt machen. Zwischen beiden Bereichen liegt bisher, was Experten wie Bauer eine »Firewall« nennen: Die eine Seite weiß nicht, was die andere tut
Das ist die bittere Tatsache!!
Nur weiter so! >Hier< "Exportschlager Krieg", >hier< "Krieg und Demokratie", >hier< "Bete und Gott wird 1000 Engel an deiner Seite kämpfen lassen", >hier< "Irakkrieg - Gotteskrieg", >hier< "Bürgerkrieg in Uganda - Widerstandsarmee des Herrn" und >hier< eine kurze Seite zum "Militär".
Nach dem israelischen Gott und schon lange vorher hat es unzählige, viel mächtigere Warlords überall auf der Welt gegeben, wie beispielsweise in den über 5000 vor der Zeitrechnung angenommenen steinzeitlichen (neolithischen) Kulturen auf dem Boden des heutigen Ägyptens. Viel mächtigere Könige, Kaiser, Päpste, die "Großen" waren weltbeherrschend, wie Alexander der Große oder Karl der Große, der deutsche Kaiser Wilhelm II, Mao Tse-tung (Bilder unten). Nur wenige haben es jedoch zu einer Ideologie, einer Massen-Religion gebracht, einem »-ismus«, außer Mohammed (Muhammad ibn ‘Abdullāh) mit seinem alles übertreffenden Islam (>hier<).

Alles bisher Gesagte, Geschriebene, alle religiösen Attentate, Unterdrückungen sind mehr oder weniger gerechtfertigt durch die insbesondere derzeitig einzelstaatlich gesetzlichen und völkerrechtlichen Regelungen (Menschenrechtskonvention) abgesicherte "Religionsfreiheit". Wir könnten zwar die Abschaffung der Börsenspekulationen fordern, auch die Einfrierung und Freigabe der Konten der Milliardäre, die die kapitalistischen Staaten ausgeplündert haben. Aber würden wir mit Abermillionen auf die Straße ziehen, um diesen Forderungen Druck zu machen, dann würden die regierenden Psychopathen/Soziopathen als machtgierige Wächter ihrer politischen Religion (>hier<) genau so auf uns schießen lassen wie die derzeitigen immer noch unterstützten Diktatoren vom Kaliber eines Bashar al-Assad, Herrscher von Syrien. Er erhält immer noch deutsche Entwicklungshilfe mit dem Argument, dass es sich ausschließlich um humanitäre Hilfe handele. Ja, wenn man Unterstützung gewährt gleich welcher Art, dann kann ein Herr Bashar al-Assad aus seinem Etat Geld abzweigen für seinen Machterhalt. D.h. im Klartext: Bekommt er Geld für Schulen, Sozialhilfe udgl., hat er ein Äquivalent für sein Militär zur Verfügung. Aber solche Überlegungen sind entweder für eindimensional denkende Politiker zu kompliziert oder diese wollen uns für dumm verkaufen.
"Wer öffentlich ideologische, von den Menschenrechten abweichende, missionierende Ideen verbreitet, die geeignet sind, aggressive Handlungen gegen religiöse oder nicht ideologische Gruppen oder Einzelpersonen zu provozieren, der (wird von der Gesellschaft ausgeschlossen) ..." Diese im meinem Vorwort zu diesen Webseiten vorgeschlagene Gesetzesvorlage wird wahrscheinlich "vor dem Zusammenbruch der menschlichen Gemeinschaft" spätestens im übernächsten Jahrhundert nicht realisiert werden können. Aber wer hätte gedacht, dass sich in arabisch-islamischen Ländern Leute nicht mehr alles gefallen lassen wollen? Wer hätte gedacht, dass es deutsche Wiedervereinigung geben könnte? Ich nicht!
Die auch im Vorwort zu lesende Forderung: "Im Übrigen ist es unerlässlich und unbedingt durchzusetzen, dass vor allem das nicht-religiöse Individuum oder Einzelindividuum, das keine Ideologie hat, unter Schutz gestellt werden muss; denn gerade das Einzelindividuum hat unter Angriffen durch eine (fanatische) Meute leiden müssen. Hierbei liegt die Betonung auf "nichtideologisch"; denn solange man sich als ein "...ist" bezeichnet, also als "Atheïst, Christ, Islamist, Kommunist, Buddhist, Katholizist, Polizist, Karikaturist ..." (Aufzählung absichtlich ein wenig komisch), so lange ist man irgendwie einzuordnen, d.h. zu klassifizieren und einer (nahestehenden oder feindlichen, zumindest fremden) Gruppe (>hier<) zuzuordnen.
Nun, selbst wenn man ein Atheïst
ist, können die Mitmenschen - gleich in welchen "Ismus" sie selbst stecken - damit
umgehen. Wie R. Dawkins in seinem Buch "Gotteswahn" schreibt, wird man als Atheist gefragt:
"Katholischer oder evangelischer Atheist?" (Witzig gemeint.) Der Fragende
geht also davon
aus, dass man als Kind doch sicher religiös
erzogen wurde. Und für den Atheisten gibt es eine ganz klare Definition: Das ist
eine Person, welche die Existenz eines persönlichen Gottes verneint, ablehnt,
abstreitet, nicht anerkennt und verleugnet oder persönliche Götter zumindest
jenseits der erfahrbaren Welt. Damit kann man unterstellen, dass er daran glaubt,
dass ein persönlicher Gott nicht existiert. Er wird bedauert von den tief
Gläubigen; denn der Atheist hat doch eine Überzeugung, auch einen (Un-)Glauben.
Er ist irgendwie rettbar und es besteht für ihn Hoffnung, doch noch zur Gnade zu
gelangen, was bedeutet, Zuwendung Gottes zu den Menschen auch zu sich selbst zu finden mit der
Hoffung auf unverdiente Vergebung seiner menschlichen Sünden. Zumindest in
unserer "aufgeklärten" Gesellschaft wird der kaum organisierte Atheismus
toleriert, insbesondere weil er selten missionarisch auftritt, das heißt weil er
nicht mit
einem "Sendungsbewusstsein" seinen Un- bzw. Irrglauben verbreiten will.
Wie reagiert eine gläubige Person auf jemanden, der sich als keiner Ideologie zugehörig bezeichnet, der nicht einmal zu einem Sportverein tendiert, der keinen zu bekämpfenden und "auszuschaltenden" Gegner haben will? In der Arabisch Syrischen Republik kam jemand auf mich im Sommer 1992 zu und gratulierte mit den Worten: "Ihr habt ja toll gewonnen!" Gemeint war Deutschland bei den olympischen Sommerspielen in Barcelona. Ich fragte naiv: "Wer hat gewonnen?" Erstaunte Antwort: "Nun ihr Deutschen!" Meine Erklärung: "Ich kenne keinen einzigen der an den Spielen Beteiligten, und irgend eines der größeren Länder hat Leute ausreichend trainiert, um gewinnen zu können. Übrigens arbeite ich derzeit bei euch. Es wäre mal schön gewesen, wenn einer von euch gewonnen hätte." Eine lange Diskussion war damit angefacht worden, in der vor allem völliges Unverständnis für mein Desinteresse an meinem "Vaterland" ausgedrückt wurde. Leider musste ich in Syrien - überhaupt arabischen Ländern - die gerne ins Feld geführte Glorifizierung eines Herrn Hitlers ertragen, "dem es leider doch nicht gelungen sei, alle Juden restlos auszurotten"...
Ein "nicht ideologisch Gebundener" muss doch irgendwo hin tendieren, denkt jeder - in der Regel an monokausales Denken gewöhnt, streng nach Mathäus 5, Vers 37: "Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, ist von übel." Aber gerade das Abwägen vieler Dinge ist so immens wichtig.
"Wer nicht mein Freund ist, der ist mein Feind!" meint der "biblische" George DabbelJu Bush (in der Zeitschrift "Stern" am 23.10.2008 als "Ruinator" diskutiert. >Hier<). Unter Freund versteht Herr Bush natürlich jedoch nur einen seiner "Beifallklatscher". Es gibt für Leute, wie den Bush, nur eine Möglichkeit, nämlich zu hundert Prozent ihrer Meinung zu sein. Aber in der Welt, in der eine unübersehbare und niemals vollständig erfassbare Vielfalt von Gesetzen, Kombinationsmöglichkeiten und Abläufen auf jedem Fach- und Sachgebiet als ein komplexes System abläuft, werden aus diesem Reichtum dann nur ganz wenige Komponenten herausgegriffen: Die Ketzer, die Raucher, die Terroristen, überhaupt die Nichtangepassten, besser die nicht Eingepassten. Die Lebensbedingungen auf unsere Erde gehen nicht allein deshalb unter, nur weil zu viel Kohlendioxyd produziert wird. (>Hier< ist mehr zu finden).
Ein Gott-Gläubiger kann sogar sozialistische Ideen vertreten (natürlich nicht - insbesondere als Katholik - Marxist sein). Wenn aber jemand sagt: "Ich bin ideologisch nicht gebunden," dann macht diese Aussage die "...Isten" (egal welcher Art, ob Christen oder Marxisten) völlig hilflos; denn ein Nicht-... kann nicht eingeordnet werden und macht Mitmenschen hilflos. Hilflosigkeit bedeutet Frustration und das macht dann in der Regel aggressiv. Wie gesagt: Der keiner Ideologie Angehörende ist der vollkommene, sprachlos machende Außenseiter. "Dem ist nicht zu trauen", ist die harmloseste Bemerkung von ideologisch Eingepassten (>hier< und die Betrachtung danach: Menschen glauben und sind in ihr jeweiliges kulturelles System fast unlösbar eingebunden).
»...Nur eines blieb
vor allem verpönt, und
darüber bestand ein kollektiver Konsensus: die Zivilcourage. Der
Entscheidung nach dem individuellen Gewissen und der Bereitschaft, persönliche
Verantwortung zu übernehmen, haftete das Odium« (lateinisch: Hass,
Widerwärtigkeit; aber auch: Anrüchigkeit; übler Beigeschmack)
»einer unehrerbietigen Haltung gegenüber den von Gott stammenden Autoritäten an.
Abweichendes Verhalten auf Grund eigener Urteilsbildung, in den meisten
Gesellschaften nicht gerne gesehen, konnte nirgends, selbst in unserer
"aufgeklärten" Gesellschaftsform auf den
Beifall der Vielen rechnen.« Zitat Alexander und
Margarete Mitscherlich in ihrem Buch
»Die Unfähigkeit zu trauern«.
Dabei habe ich noch nie von einem Fall gehört, dass ein Ideologieloser ein geplantes Verbrechen begangen hat. Als Gegenargument zu dieser Aussage kann jedoch ins (Schlacht-)Feld gebracht werden: "Wer ist denn schon ohne Ideologie?"
Ein Grundsatz für einen Systemanalytiker, so wie für den Psychoanalytiker (und für jeden, der bei einer Diagnose Schwachpunkte findet), lautet: Was ist zu tun? oder: Da ist nichts mehr zu machen!! (Beispielsweise ist keinem Herrn Bush zu helfen; denn der hat keinen "Leidensdruck". Er sieht nichts, hört nichts und kann keinen einzigen Fehler in seinem eigenen Handeln erkennen.) Dieser letzte Schlusssatz - "nichts mehr zu machen" - gefällt niemandem. Also: Wenn ein sehr teures Ärzte-Team einem stark rauchenden und qualmsüchtigen Herzinfarkt-Patienten alle möglichen Beipässe gelegt hat, die den Operierten gerade noch am Leben halten können, dieser aber von seiner Sucht nicht lässt, ja was dann?
Dennoch: Was könnte, was sollte man tatsächlich tun? Religionen und jede Ideologie - wie zum Beispiel den rein reichmachenden spekulativen Kapitalismus oder den chinesisch kapitalistischen Raubbau-Kommunismus verbieten? Das geht auf gar keinen Fall. Es geht nicht einmal durch Druck. Die berühmten Wirtschaftssanktionen (sanctio = Strafbestimmung, Vorbehalt) haben beispielsweise kaum etwas bewirkt, manchmal sogar das Gegenteil vom Bezweckten. Man hat keinen Fidel Castro in Kuba mäßigen können, keinen Sadam Hussein. Dennoch wird immer wieder insbesondere nach Sanktionen geschrieen bis zu kriegerischen Eingriffen. Wenn man wie der Gott des Alten Testaments denkt, so wie beispielsweise ein George DabbelJu Bush, Präsident der USA, dann geht man als der "Auserwählte" zuerst mit Lügen und dann mit Waffen aller Arten vor. Obwohl auch das nicht funktioniert, können die Krieger dennoch nicht überzeugt werden. Da kann man nur mit Albert Einstein sagen: "Es gibt Dinge, die unendlich sind: Die Dummheit und der Weltraum. Jedoch bin ich mir bei letzterem nicht so sicher."
Doch Polemik beiseite! (Polemos = Krieg, bedeutet aber heute: unsachliche Kritik)
Täglich verhungern etwa 25 Tausend Kinder. Man könnte jedes mit 2 Euro sehr gut ernähren.
Herr Josef Ackermann, derzeitiger Chef der Deutschen Bank, verdient 68 Tausend Euro am Tag.
Er ist kein Spitzenverdiener!!

Die einzige Möglichkeit von Konfliktlösung ist: Verhandeln, immer wieder Verhandlungen versuchen, das heißt miteinander reden, sich kennen lernen, sich allmählich achten lernen, um zu erkennen, dass es sinnvoll ist - auch im eigenen Interesse, jedem Lebewesen auf der Erde einen Raum zum Überleben und zu einer Entfaltung zu ermöglichen. Der Bitterarme - wie im Bild rechts - kann sich einfach physisch nicht mehr bewegen, der Milliardär aber auch kaum, weil er Angst hat, totgeschlagen oder zumindest entführt und erpresst zu werden.
Nebenbei: Der Kabarettist Wilfried Schmickler schlug in einer Sendung "Mitternachtsspitzen" des Westdeutschen Fernsehens 3. Programm am 2. November 2008 vor, die US-Amerikaner sollten doch Afghanistan verlassen mit dem derzeitigen Präsidenten Bush an der Spitze in einem offenen Wagen. Das wäre dann für diesen gläubigen Menschen Bush eine Art Gottesurteil...
Der WDR-Auslandskorrespondent, Thomas Nehls, sagte in einer Sendung zum Wahlsieg des US-amerikanischen Präsidentenkandidaten, Barak Obama, (am 5.11.08 im Hörfunk des WDR, 5. Programm): Obama habe immer wieder betont, sogar mit den Feinden verhandeln zu wollen. Nehls stimme dem zu; denn mit Feinden müsse man verhandeln. Freunde kämen von alleine.
Aber Verhandeln will bewusst gewollt und auch gelernt sein. "Das lass ich mir nicht bieten... Das geht zu weit... Wenn ich den schon sehe..." und andere Gefühlsverankerungen sind nicht leicht weg zu trainieren, dürfen aber auf keinen Fall in wichtigen Verhandlungen gebraucht werden. Vielleicht läuft eine Verhandlung darauf hinaus: "Das hätte man mir doch ruhig erklären können...", "Das habe ich nicht wissen können...", zumindest: "Nun, darüber können wir ja noch mal reden..."; und ein günstiges Ergebnis ist nicht mehr weit.
Der jetzt zu sehende prunkvolle Speisesaal
steht im krassesten Gegensatz zu den im
Bild oben rechts Verhungernden
Aber jetzt ist das eigentliche Thema dieser Web-Seiten schon fast verlassen worden. Dennoch ein paar Betrachtungen mehr, weil die derzeitige Situation ohne die ideologischen, insbesondere religiösen Befangenheiten nicht zu erklären ist, die auch der Artikel "Gott ist gefährlich" von Ulrich Beck (mit einer deprimierenden Bilanz) aufzeigt. >Hier< der gesamte Text.
Also doch noch einige Betrachtungen:
Ein großes Hindernis
auf einem Weg zu einem menschenwürdigen, das bedeutet zu eigenverantwortlichem
Handeln mit Berücksichtigung der Interessen aller Lebewesen auf dem Planeten
Erde ist die Art und Weise von Ausbildung. Die derzeitige
Erziehung des menschlichen Individuums wird fast ausschließlich
zu seiner späteren wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeit gesehen, anstatt auf eine
Horizonterweiterung und Verbesserung der persönlichen Entfaltungsmöglichkeit hinzuwirken. Das
Ausbildungsprinzip zielt auf Prägung eines
"infantilen Charakters" hin, der getragen wird von sozialpsychologischen
Massenerscheinungen, wie in Form von Lebensweisen mit Tagtraumcharakter der
Freizeitgestaltung, einem Sichtreibenlassen von dem gerade Gebotenen. Ein Event
jagt das andere. (>Hier< zu Neil Postman). Der psychologische Begriff der Puerilismus (Jungenhaftigkeit,
Kindlichkeit) bedeutet "nach Wilhelm Hehlmann "Wörterbuch der Psychologie",
Kröner-Verlag), "das äußere Beibehalten jugendlicher Formen: Haartracht,
Kleidung (bis zum Gruftie mit Jeans), Bewegungsweise, Sportbetrieb." Nach dem
niederländischen Kulturhistoriker Johan Huizinga, der unter anderem die
Bedeutung des Spielelements in der Kultur (des "herbstlichen Mittelalters")
untersuchte, sind die puerilistischen Erscheinungen vor allem im zunehmenden
Bedürfnis nach Massenveranstaltungen, Sensationen, Zerstreuung mit primitiven
Mitteln - Moorhuhnschießen am Computerbildschirm zum Beispiel als das aller
harmloseste - augenscheinlich.
Weiter mit Hehlmann: "Unduldsamkeit, Hang zur Übertreibung, das Unterschieben integranter Motive und übelwollender Ziele, das übersteigerte Reagieren auf
Worte und angenehme Illusionen" schwirren in den Köpfen umher. "Spiel und Ernst
vertauschen oft die Rollen." Mangel an Sachlichkeit, "Selbstzucht", Selbstkritik
sind weitgehend abhanden gekommen. Die Einmaligkeit des Individuums geht in der
Masse unter. Aber das war immer schon so in allen Gesellschaften, dass die Masse
den Vorrang vor dem Individuum hat. Es geht immer nur um die (gekaufte und der
Propaganda erlegenen) Masse. Das geht so weit, dass ein Karl Adolf Eichmann, der als
SS-Obersturmbannführer (SS=Schutzstaffel zum Schutze Hitlers) die Transporte jüdischer Menschen in die
Vernichtungslager organisierte, im Strafprozess in Jerusalem angab, über die
Konsequenzen seines Handelns überhaupt nicht nachgedacht zu haben. Vom weitaus
größten Teil der Menschheit bekommt man zu hören: "Daran habe ich nicht
gedacht... Das ist mir nicht aufgefallen... Woher sollte ich das wissen? Das
hätte man mir auch sagen können... Das muss einem doch gesagt werden..." Ja, wer
soll aber die
Belehrung machen, wenn der Ausbilder genauso denkt bzw. wenn er
überhaupt nicht
denkt ? In wessen Interesse liegt es, dass nach Neil Postman die Mitmenschen möglichst ganztägig mit Spielen, Ereignissen, Veranstaltungen, Festlichkeiten
und Feiern beschäftigt werden. In Rom gab es schon die Grundlage einer Politik:
Brot und Spiele (Panem et circenses). "Mehr braucht das Volk nicht, um zufrieden
gestellt zu sein", meinte der römische Dichter Decimus Iunius Juvenalis um 100
nach der Zeitrechnung. Inzwischen gibt es nur noch Fernsehbildschirme im
sogenannten Breitwandformat (Seiten zum Höhenverhältnis von 16 zu 9 für Filme),
ebenfalls Computerbildschirme sind in diesem Format. Eine typische Werbung zeigt
der Bildausschnitt aus: "Aldi informiert" vom 2.2.08. (>Hier<
zu einem beeindruckenden Bild, wo Schaulustige sehr riskante Plätze zur
Verfolgung einer Regatta eingenommen haben.)
Die Nachrichten in den Medien beschränken sich:
- im Radio fast ausschließlich auf Belanglosigkeiten (auf die Anzahl der in China umgefallenen Fahrräder),
- im Fernsehen auf Feuer, Flutwellen, Erdbeben, Mord, Totschlag, wirkungsvolle Kriegsereignisse, Feiern um Superstars.
Nach Neil Postman hat die Fernsehkultur die Grenze zwischen Kind und Erwachsenem
abgeschafft (>hier<
mehr). Postman hat den Begriff des "Kind-Erwachsenen" geprägt und sei
jetzt wörtlich zitiert: "Aus Gründen, die teils damit zu tun haben, dass das
Fernsehen jeden zu erreichen vermag, teils damit, dass seine symbolische Form
jedem zugänglich ist, und teils damit, dass seine Grundlage der Kommerz ist,
propagiert es viele Einstellungen, die wir mit Kindlichkeit assoziieren - zum
Beispiel ein zwanghaftes Verlangen nach unmittelbarer Wunscherfüllung,
Achtlosigkeit gegenüber den Folgen des eigenen Handelns, eine ebenso ziel- wie
wahllose Vertiefung in den Konsum. Das Fernsehen" macht keinen Unterschied ob
Säuglingsalter oder Greisenalter, bis die Alterschwäche ein Zuschauen nicht
mehr ermöglicht. "In diesem Zusammenhang möchte ich (Postman) an einen Werbespot erinnern,
in dem es um eine bestimmte Seifenmarke geht. Wir sehen eine Mutter und eine
Tochter und sollen nun raten, wer die Mutter und wer die Tochter ist. Ich halte
dies für ein aufschlussreiches soziologisches Indiz, denn hier wird uns
mitgeteilt, dass es in unserer Kultur für wünschenswert gilt, dass eine Mutter
nicht älter aussieht als ihre Tochter ..." (Zitat-Ende).
Eine große Gefahr liegt darin, dass heute praktisch nur nach uneingeschränktem Nachgeben des "Lustprinzips" (einem psychoanalytischen Begriff), dem Grundprinzip des Hedonismus vorgegangen wird. Hedonismus (griechisch hedoné: Freude, Vergnügen, Lust) ist eine Lebenseinstellung, nach welcher größtmöglicher Gewinn von Lust erstrebenswert ist und Unlust sowie Schmerz zu vermeiden sind. Sigmund Freud war der Meinung, dass das Lustprinzip vom Realitätsprinzip gemäßigt werden muss, um selbstzerstörerische Befriedigungen zu vermeiden. Freud stimmt dem englischen Philosophen John Locke zu, der in seiner Abhandlung "Gedanken über Erziehung" (1693) den Standpunkt vertritt: Die frühesten Interaktionen zwischen dem Kind und seinen Eltern bestimmen darüber, zu welcher Art von Erwachsenem das Kind werden wird; durch Vernunft lassen sich die Leidenschaften beherrschen; Zivilisation ist ohne >Verdrängung< und >Sublimierung< nicht möglich. Der Philosoph Immanual Kant aus Königsberg, dort im Jahre 1804 im Alter von 80 Jahren gestorben, vertritt den gleichen Standpunkt, nämlich die vielleicht als natürlich empfundenen Triebe zu unterdrücken - denn darauf sei kein Verlass - und "reine Vernunft" walten zu lassen.
Es gibt einen neuen soziologischen Begriff, nämlich den der„Erlebnisgesellschaft“.
Diese ist auf
Eudämonismus (griechisch: "Glückseligkeit", gemeint ist: als oberstes Lebensziel) und
auf Genuss ausgerichtet und wird als gegenwartsorientierte,
geduldfeindliche
Konsumgesellschaft bezeichnet; also das ist unsere moderne
Industriegesellschaft, in der wesentliche soziale Beziehungen fast nur durch den
Konsum bestimmt werden. Die Erlebnisgesellschaft wird besonders von
hedonistischen Werten (Freude, Vergnügen, Lust - wie oben schon erklärt: "Ich will Spaß",
gibt es längst als Lied) gekennzeichnet. Zunehmend wird auf so genannte Tugenden wie
Solidarität (Zusammengehörigkeitsgefühl, Hilfsbereitschaft,
Streikwille),
Anstrengung (stundenlange Übungen, ein Instrument zu
beherrschen),
Geduld und
Askese (griechisch: Übung, Training und die Enthaltsamkeit
zumindest Mäßigung der Athleten) verzichtet. Das Glück des Einzelnen gilt als
Maßstab. (Mehr zur Erlebnisgesellschaft
>hier< auf der
Seite "postmoderne Gesellschaft").
Es wird zwar sehr viel
über die Individualität gesprochen (und geschrieben
>hier< zur
Definition der Individualisierung). Aber die vorher
beschriebenen Phänomene sind keineswegs als eine Förderung der
Selbstverwirklichung, der persönlichen Entfaltungsmöglichkeit zu sehen. Es
handelt sich wieder einmal um ein Massenphänomen. Viele Menschen haben nicht gelernt, sich
selbst zu steuern, merken jedoch nicht, dass sie gesteuert werden. Der Gehorsam Gott
gegenüber ist zwar nicht mehr (ausschließlich und übergeordnet) gegeben, aber eine Unterwerfung unter den
Konsumzwang. Es hat nur eine Verlagerung stattgefunden, ohne auch kaum den
Ansatz einer Verbesserung der Lebensqualität. Natürlich muss man erwähnen, dass es zum Glück eine
wachsende Vielzahl von Menschen gibt, die generell verantwortlich denken im
Interesse von Mitmenschen und der Natur. Leider geht es auch nicht ohne
Organisationen; denn nur eine zusammenhaltende Großgruppe kann etwas bewirken.
Vielleicht braucht man nur eine Art Dachverband, einen "Individualsierungsverband
e.V." oder die Wiederauflebung der "Organisation KdF" ("Kraft durch Freude").
Die gab es ja schon einmal als die beliebtste nationalsozialistische,
politische Organisation, als eine Unterorganisation der Deutschen
Arbeitsfront (DAF) mit der Aufgabe, "die Freizeit der deutschen Bevölkerung
zu gestalten, zu überwachen und gleichzuschalten." Das Amt für Reisen,
Wandern und Urlaub organisierte Land- und Seereisen, die sich jeder leisten
können sollte.
In den meisten zeitgenössischen Gesellschaften tritt durch viele Untersuchungen eine ganze Reihe von Symptomen zutage, welche die Behinderung (nicht alle nur) des menschlichen Individuums kennzeichnen:
- Die in großem Maßstab betriebene Ausbeutung von allem, was die Erde bietet;
- Ungleichgewicht im Naturgeschehen, wie vor allem Artensterben (von Tieren und Pflanzen, Klimawandel);
- Unbehagen an der Kultur;
- Entfremdung und rasch zunehmende Ungleichheit, sowie Ungerechtigkeit (siehe die beiden extremen Bilder oben);
- Psychische Störungen;
- zunehmende Gewalt.
Die bisher ausschließlich angewendete Politik des Strafens bis zu militärischen Aktionen funktioniert doch wirklich nicht, nach den über Jahrtausende gemachten Erfahrungen. Es müsste endlich Ursachenforschung für gesellschaftliche Probleme nicht nur betrieben sondern vor allem umgesetzt werden. Ferner sind die >hier< beschriebenen Erfahrungen aus der Anwendung der (süd)afrikanischen Lebensphilosophie "Ubuntu" zu nutzten. Alle Menschen müssen lernen, "für andere zugänglich und offen zu sein mit wechselseitigem Respekt und Anerkennung, unter Achtung der Menschenwürde und mit dem Bestreben nach einer harmonischen und friedlichen Gesellschaft, aber auch erfüllt vom Glauben an ein universelles Band des Teilens, das alles Menschliche verbindet“. Das sind die Stichworte zu "Ubuntu", die als Grundlage der vom ersten frei gewählten Präsidenten Nelson Mandela und dem Bischof Tutu für Südafrika eingesetzten Wahrheits- und Versöhnungskommissionen diente.
Auf der Seite >hier< wurde unter der Überschrift "Zukunftsaussichten" der >NOMA<-Gedanke (non-overlapping magisteria = nicht überlappende Lehre) erwähnt. Religion und Naturwissenschaften (wozu auch die Psychologie mit Soziologie gehören) leben nebeneinander her, lassen sich in Frieden, reden wenigsten miteinander und versuchen, für Probleme, die alle gemeinsam betreffen, Lösungen zu finden. Ansonsten geht man sich aus dem Weg. Offensichtlich macht die so genannte Evangelische Kirche in dieser Richtung mit ("so genannt", weil sie nach Benedictus dem XVI, alias Josef Ratzinger, keine nach §166 des deutschen StGB [Strafgesetzbuch] Schutz zu gewährende Kirche - aufgrund der apostolischen Sukzession - ist.). In diesem Zusammenhang sei auf eine der letzten Suren (= Verse) des Koran (>hier<) hingewiesen:
EINHUNDERTUNDNEUNTE
SURE (von 114)
Die Ungläubigen1) (Al-Kafirun) offenbart zu Mekka2)
[ 1] Im Namen Allahs, des Allbarmherzigen.
[2] Sprich: »0 Ungläubige,
[3] ich verehre nicht das, was ihr verehrt,
[4] und ihr verehrt nicht, was ich verehre,
[5] und ich werde auch nie das verehren, was ihr verehrt,
[6] und ihr wollt nie das verehren, was ich verehre.
[7] Ihr habt euere Religion, und ich habe meine.«
1) Offenbart wurde diese Sure, als einige Araber von ihm (dem Propheten Mohammed) verlangten, er solle ein Jahr lang ihre Götter verehren, dann wollten sie ebensolange Allah verehren.
2) nach einigen zu Medina.
"Freiheit darf nicht dazu führen, Freiheit zu zerstören" sagte der Psychiater und Philosoph Carl Jaspers (1883- 1969).
Die Ausführung (evangelische Kirche ist nur eine Glaubensgemeinschaft) eines Herrn Ratzingers, immer noch deutscher Staatsbürger, ist nach § 166 des deutschen StGB durchaus geeignet, "den öffentlichen Frieden zu stören". Hier wird Freiheit ausgenutzt, um die Freiheit einer anderen Glaubensgemeinschaft einzuschränken. Aber keine Staatsanwaltschaft würde einschreiten, was auch nicht nötig ist; denn ich nehme an, dass keiner der sogar sehr gläubige Katholiken trotz einer möglichen (natürlich rein hypothetischen) Aufforderung ihres "Chefs", ein evangelisches "Gotteshaus" brandbeschleunigt anzuzünden wird. Nein, sie würden die Schultern zucken und einem solchen "Edikt" (Erlass) nicht nachkommen. Was aber, wenn doch? Dem Spaghettimonster (>hier<) sei Dank, ist doch wohl inzwischen in den westlichen Demokratien (>hier<) die Macht der Religionsführer ziemlich gebrochen.
Nachdem soeben von
"Freiheit" gesprochen worden ist, muss ich die Findungen im Rahmen der
(gerne gleichgesetzten) philosophischen Begriffe für "Willens- und
Entscheidungsfreiheit" (>hier<
bzw. zusammengefasst >hier<
im "Gesamtergebnis" dieses Internetbuches) zur Diskussion stellen:
- Wir haben eine
Freiheit des Willens, zu sehen im Rahmen von Gedankenfreiheit, also
die Freiheit des Denkens, insbesondere in weltanschaulichen und politischen
Dingen. (>Hier< eine sehr
zu begrüßende Forderung zur
Gedankenfreiheit aus islamischer Sicht.)
- Die Freiheit für
eine Entscheidung ist sehr erheblich eingeschränkt, da Handlungen, Ausführungen,
Aktionen vom kulturellen Umfeld abhängen (>hier<
zu Kultur/Werte).
Man kann den Wunsch (den Willen) haben, eine Bank auszurauben. Die Entscheidung zur Ausführung des Plans bringt einen dann aber zumindest mit dem Strafgesetz in Konflikt. Aber man kann Mordabsichten hegen, sollte sie jedoch unterdrücken. Jedoch, ein Potentat, wie ein Herrscher von Syrien, kann es sich leisten, sein Gegner umzubringen bzw. umbringen zu lassen.
Nach dem obigen Rückfall in Polemik würde ich doch gerne ernsthaft anregen, dass es im Rahmen der Menschenrechtskonvention endlich "Konsequenzbestimmungen" bei Nichteinhaltung der Menschenrechte gibt. Immerhin
- haben wir den Internationalen Gerichtshof zur Verfolgung von Kriegsverbrechen,
- traute sich ein US-amerikanischer, so genannter Verteidigungsminister nicht nach Brüssel zu einer NATO-Tagung zu kommen, weil eine Klage wegen Kriegsverbrechens gegen ihn vorlag.
Man stelle sich vor, die Herren George Dabbelju Bush und Tony Blair würden nach Den Haag gebracht und säßen dort Zellwand an Zellwand mit dem serbischen Herrn Karadjidz und einem Bin Laden unter der Obhut der UN-Chefankläger(in).
Bei fundamentalistisch religiösen Vorstellungen - wobei Religion zur Vollbeschäftigung geworden ist - besteht gar kein sichtbares Interesse an einer Gegensteuerung gegen menschengemachte Klimaveränderung, gegen Überausbeutung der Erde, Ausbreitung der Wüste, Artensterben, Ungerechtigkeit zwischen arm und reich. Ich habe in vielen islamischen Ländern gearbeitet und kaum Interessen außerhalb religiöser Aktivitäten erlebt, wie beispielsweise eine künstlerische Betätigung (an einer Malstaffelei) oder überhaupt irgend etwas Hobbymäßiges, außer in einem Fall, nämlich in der Türkei, wo Hausmusik zu hören war. Ich habe keinen einzigen Baumarkt gesehen (bis Ende 1993). Am Rande: Ein Auto mit einfachsten Mittel reparieren, konnten viele preiswert und zuverlässig, ideenreich und erfinderisch, mit großem ehrgeizigen Einsatz (um einzelne Ersatzteile selber herstellen zu können). Das zeigt, dass die Not, beispielsweise sein wertvolles Fahrzeug in Ordnung zu halten, durchaus Kreativität und Interesse wecken kann.
Obwohl der menschengemachte Klimawandel inzwischen in aller Munde und unstrittig ist, wobei als Hauptursache immer wieder und überall die Überbevölkerung genannt wird (>hier< der entsprechende Literaturkomplex), versuchen insbesondere theistisch-religiös (also Gott-bezogen) geprägte Führungskräfte ein weiteres Bevölkerungswachtum anzukurbeln (z.B. Papst Benedikt XVI, Bundeskanzlerin Dipl.Phys. Dr. Angela Merkel).

In westlichen Demokratien ist zwar immer noch keine offizielle Trennung von Staat und Kirche (Laïzismus >hier<) durchgesetzt worden (außer in Frankreich und der zu einem kleinen Teil auf dem europäischen Kontinent gelegenen Türkei - man mag staunen), aber ein "Stellvertreter Gottes auf Erden" mag versuchen, die behördlich offiziell zugelassene Antibabypille aus dem Verkehr zu ziehen (>hier<). Das wird jedoch kaum die Nachwuchsmenge an Katholiken beeinflussen. Daraus ist zu schließen, dass sich in den westlichen Demokratien der "theistisch-religiöse Wahn" inzwischen in Grenzen hält.
Tröstlich war nach dem 2. Weltkrieg, dass endlich die Vereinten Nationen (United Nations) auflebten, aus dem nach dem ersten Weltkrieg hervorgegangenen Völkerbund mit ernst zu nehmenden Empfehlungen, Übereinkünften, Resolutionen (Beschlüssen, Entschließungen), die für alle Staaten gedacht waren. Aber sehr wichtige und mächtige Staaten haben nicht mitgemacht und werden es aus Egoismus auch zumindest in den nächsten Jahren nicht tun. Gerade diese Staaten von nicht Mitmach-Mentalität haben sich auch noch ein "Veto*"-Recht gesichert, wonach der Einspruch eines einzelnen dieser Staaten genügt, einen Mehrheitsbeschluss ungültig zu machen. >Hier< ein Überblick über die Organisationen und Gremien der UN (mit einem Bild aus dem ©Brockhaus).
* Einspruch einer Einzelstimme verhindert einen Mehrheitsbeschluss
Nachdem die USA -
natürlich auch andere Staaten, wie Russland und China - UN-Beschlüsse blockieren,
beispielsweise das Kyoto-Abkommen >hier<, kann man die Weltorganisation als handlungsunfähig bezeichnen
und damit eine große Hoffnung auf eine bessere und gerechtere Welt begraben.
(Die USA sollen 2006 beispielsweise nur 14 der 162 Verträge der Internationalen
Arbeitsorganisation {ILO} und zwei der acht UN-Konventionen unterschrieben
haben und ignorierten - nach Wikipedia - außer Somalia die Kinderrechtskonvention
>hier<.)
Schade, dass ein Land, wie die USA, als Hoffnung auf Freiheit, mit hervorragenden Ideen und Möglichkeiten so
uneinsichtig regiert wird. Wahrscheinlich gibt die Beschreibung
>hier< eine Ahnung, warum das so ist.
Das Verhungern von Menschen, auf dem oben zu sehenden Bild, ist nicht einmal ansatzweise durch Intervention von religiösen Führern und Menschen verhindert worden. Es sei die Schlussbemerkung aus der Webseite "Gesamtergebnis der Analyse" wiederholt:
"Die Ungerechtigkeiten auf der Erde sind sicher zu einem großen Teil auf religiöse Auslegung zurückzuführen. Man braucht die Bibel tatsächlich nur ganz wörtlich zu nehmen und anzuwenden, um zu katastrophalen Zuständen zu gelangen:
Die Welt, wie sie jetzt ist, ist eine perfekte alt-testamentarische, biblische Welt."
Trotz aller Warnungen - bereits 1896 >hier< - und Empfehlungen - spätestens seit 1982, was unseren irdischen Lebensraum, unsere Umwelt betrifft (>hier<), geht der ideologische Wahn weiter, und die Karikatur aus einem Buch von F. Schmidt-Bleek sagt alles zu den Zukunftsaussichten der von Menschen gemachten Gefahr, in der sich die Biosphäre des Planeten Erde (durch inzwischen kaum mehr anzuzweifelnden Klimawandel) befindet (>hier<):
Wie allerdings die Zukunft der Erde tatsächlich ablaufen wird, kann niemand vorhersagen; denn da greifen Formeln aus der Chaostheorie, wonach der Flügelschlag eines Schmetterlings einen völligen, überhaupt nicht vorhersehbaren Wetterumschwung bewirken kann. Man denke an den keineswegs erwarteten Untergang des so genannten kommunistisch-sozialistischen Systems, das ohne eine Persönlichkeit wie Michail Sergejewitsch Gorbatschow und andere zur gleichen (rechten Zeit) so wie geschehen nicht verlaufen wäre. Und ein 2. Weltkrieg mit dem ganzen dazu gehörenden Wahnsinn wäre ebenfalls ohne die Existenz eines Adolf Hitlers zumindest völlig anders verlaufen, wenn überhaupt stattgefunden. Näheres hierzu beschreibt der deutsch-britische Kolumnist Sebastian Haffner in seinem Buch "Anmerkungen zu Hitler" (Fischer-Verlag, ISBN 3-596-23489-1 >hier<). Aus der Buchinnenseite: "... In sieben selbständigen Kapiteln mit den Titeln Leben, Leistungen, Erfolge, Irrtümer, Fehler, Verbrechen und Verrat versucht der Autor, das Phänomen Hitler von verschiedenen Seiten, unter verschiedenen Aspekten und an verschiedenen Schlüsselstellen seiner Lebenskonstellation zu erhellen - einer Lebenskonstellation, die uns mit ihren abrupten Brüchen und Sprüngen und ihren politischen Erlösungs- und Rettungsmythen noch immer Rätsel aufgibt."
Zu klären:
1. Alle "Massenbewegungen" kosten Geld. Ohne Parteienfinanzierung, ohne Werbung, also auch ohne Organisation und Propaganda, das heißt Verbreitung einer Glaubensüberzeugung, sprich von Religionen, gibt es keine Mitmacher, keine Anhänger, keine bleibende "Institutionalisierung" (als eine von der Gesellschaft anerkannte, bleibende Form).
Wer waren die Geldgeber, die Förderer? (heute spricht man von "Sponsoren") für die Verbreitung der verschiedenen Religionen (Ideologien)?
Bekannt sind Werbeträger wie Mohammed selbst, der genug Geld auftreiben konnte, um seine Ideologie "unters Volk zu bringen". Buddha kam aus reichem, angesehenem Hause.
Unbekannt sind einige, vielleicht wichtige Sponsoren geblieben, welche beispielsweise einige Köfferchen des Altbundeskanzlers Helmut Kohl, des derzeitigen Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, des derzeitigen Innenministers Wolfgang Schäuble gefüllt haben. Diese Geldsammler fühlen sich - nach eigenen Aussagen - ihren Spendern gegenüber stärker verpflichtet als dem Wählervolk. (Frage: Wären die Christlichen Spendenempfänger an die Macht gekommen ohne das bereitgestellte Geld?)
Wer hat einen Herrn Hitler "gesponsort", so dass er zur "politisch wirksamsten Figur der in Bayern konzentrierten nationalistischen Gruppen und Wehrverbände" werden konnte? >Hier< ein Artikel. War es nur der General Erich Ludendorff, der zum Putschversuch am 8. und 9.11. 1923 in München beitrug?
Der deutsche Kaiser und König von Preußen, Wilhelm II, soll gegen Ende des 1. Weltkrieges den Wladimir Iljitsch Lenin, mit dem Deckname von W. I. Uljanow, gesponsort haben, um seine Februar-Revolution 1917 in Russland durchführen zu können. Wilhelm wollte endlich den "Zweifrontenkrieg" entlasten, indem dieser Lenin den "Krieg in einen Bürgerkrieg" umwandele.
Leider konnte ich bisher keine ausreichenden Informationen finden, in
wessen Interesse bestimmte ideologische Institutionalisierungsbestrebungen jeweils gewesen
sind.
2. Zu klären ist: Wie ist es möglich, dass alle Produkte der modernen, angeblich konkurrierenden Industriefirmen sehr gleichartig sind?
Es gibt kein Serienauto mit Lenkradschaltung, kein einziges mit Schiebetüren (ein Peugeot 206 ist aus dem Verkehr gezogen worden) oder Verglasung mit Wärmeschutzfiltern (auf der Basis von optisch dünnen Schichten. Nur getönte Scheiben sind üblich). Alle Produktformen sind gleich. Fernsehbildschirme, inzwischen auch Computerbildschirme nur noch im Format 16:9 (sogar 16:10) auf dem Markt.
Es gibt zu bestimmten Zeiten kein Marzipan, kein Printen-Gebäck und vieles mehr.
Wie wird das gesteuert? Das kann doch nicht rein zufällig ablaufen.
Welche Rolle spielen die Wirtschaftsverbände? (Männerbünde, ja! Maffia-Strukturen?)
3. Preise sind auffällig alle zumindest mit 9 oder sogar nur mit 99 am Ende festgesetzt. Wie kommt es zu solchen Kalkulationen ohne Preisabsprachen?
4. Man hört fast überhaupt nie etwas von gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen den doch so im fast "mörderischen (zumindest Preis-)Wettbewerb" stehenden Konzernen. Wieso?
5. In wie weit dominieren Interessenverbände ihre Mitglieder und wenn in welcher Form? Vollerwerbslandwirte sind zu 99% freiwillige Verbandsmitglieder, Handwerker, Ärzte und andere freiberuflich Tätige unterliegen "der Pflicht zur Zwangsmitgliedschaft, so dass der Organisationsgrad 100%ig ist." Jedoch zeigen Arbeiter und Angestellte kaum eine Teilnahmebereitschaft - mit welchen Auswirkungen? (Mehr beim Soziologen Rainer Geißler: Soziale Schichtung und Lebenschancen in Deutschland, Enke-Verlag, ISBN 3-432-95982-6.)
6. Was sind die tatsächlichen Gründe für das völlige Ignorieren der Verantwortlichen in der Wirtschaft eines Umweltschutzes? Es bietet die Autoindustrie immer stärkere Motoren an. Fahren mit Licht, wahrscheinlich vorwiegend zur Erhöhung des Kraftstoffverbrauches ist vordringlich, trotz Warnung einiger Fachleute, dass Kinder, Tiere, Gegenstände am Straßenrand übersehen werden. Eine Palette an Verschwendung ist in den Fachbüchern zu finden.
7. Die 5-minütigen Nachrichten aller Sender beschränken sich im Wesentlichen auf "Politiker A hat gesagt"; "die Schauspielerin Elisa Unbekannt, 1920 in... geboren, Tochter von..., am Theater sowieso...", "der SV ... hat noch einen langen Weg vor sich"; "und nun das Wetter". Dann sind die 5 Minuten rum! Wer stellt uns diesen Blödsinn auf allen Sendern nahezu gleichlautend zusammen ohne jegliche Abstimmung?
8. Warum gibt es nur noch auf allen Sendern, so gar manchmal im WDR3 (Westdeutscher Rundfunk), einem Klassik-Spezialisten, die US-Amerikanische "Rums- und Bumsmusik", zu hören auch in den Warenhäusern, sogar den Arztpraxen mit kreischenden "Lolitas"? (Lolita = eine Kindfrau, das Mädchen, das also noch fast ein Kind ist, aber zugleich unschuldig und verführerisch wirkt), z.B. 3 Minuten lang: "I wonna Baby" ("ich will 'en Kind"; nur diese 3 Worte)?
9. Während in der Regel jeder, der sich für ein Beschäftigungsverhältnis bewirbt, einer genauen Eignungs-Prüfung unterzogen wird, entfällt diese bei Spitzenmanagern, Politikern, Staatsführungskräften. Dabei ist eine solche absolut notwendig bei Führungskräften, nicht nur in fachlicher Hinsicht, sondern vor allem mit Bezug auf charakterliche Eignung durch eingehende psychologische Untersuchungen mit Bezug insbesondere auf Störungen im sozialen Verhalten, z.B. durch Ausschluss von autistischen Charakterzügen (>hier<). Man kann sogar feststellen, wie geldgierig jemand ist, wie >hier< bewiesen wurde. Es muss hierbei ausdrücklich betont werden, dass alle diese Untersuchungen einzig und allein Anzeichen sind für eine gewisse Gefährdung ist. So wie der Durchschnittsmann kein Vergewaltiger sein muss, wenn bei ihm ein überdurchschnittlicher Testosteronspiegel festgestellt wurde, obwohl Männer gefährlicher als Frauen sind
10. Warum findet sich niemand, aber wirklich niemand in höchster verantwortlichen Position, mit aller Kraft und Überredungskunst, die nun mal als eine Eigenschaft eines "Staatslenkers" beherrscht werden sollte, gestützt auf die unzähligen Warnungen vor der ungebremsten Ausbeutung unseres Lebensraumes auf unserer Erde, die Empfehlungen, ja unbedingt auszuführenden Gegenmaßnahmen zu propagieren? Bodenschätze gehen zur Neige. Die Umwelt (die Biosphäre) ist schwer beschädigt. Der nicht mehr rückgängig zu machende Klimawandel wird unweigerlich zur Klimakatastrophe führen. Von >hier< zur entsprechenden Literatur. Ein Zitat aus diesem Buch >hier<(erschienen 1992): "Kurz vor dem Ende des 20. Jahrhunderts kommt die Geschichte der Titanic" (berühmtes 1912 gesunkenen Schiffs) "einer Beschreibung der Erkenntnislücke, der wir jetzt gegenüberstehen, unbequem nahe: unserer Unfähigkeit, die Größenordnung der laufenden Schädigungen des Planeten und ihre Auswirkungen auf unsere Zukunft zu begreifen. Wenige erkennen die Größe der möglichen Tragödie, noch weniger haben gute Ideen, was zu tun ist. Die Passagiere der Titanic waren großenteils unschuldige Opfer, aber das Dilemma, vor dem die Gesellschaft jetzt steht, ist zum großen Teil von uns selbst verursacht. Für uns besteht auch noch Hoffnung. Die Rettung des Planeten Erde und seiner Passagiere erfordert aber, dass wir über die Abstreitung der Realität hinausgehen, die noch immer viele unserer Führungskräfte in Politik und Wirtschaft kennzeichnet. Sie erfordert auch die Fähigkeit und den Willen, kollektiv eine schnelle Umsetzung der Erkenntnis in politischen Wandel durchzusetzen - eine beispiellose Herausforderung."
Es findet sich sehr wenig über den Umweltschädiger aller erster Ordnung, nämlich das Militär, das nicht nur ein Mehrfaches an Kapital völlig sinnlos abschöpft >hier< als für die Reparatur aller Umweltschäden erforderlich wären, nein, es wird durch die jeglicher Kontrolle entzogenen Einsätze, allein schon durch Übungen enorme Umweltschäden angerichtet. Die USA, unter dem derzeitigen Präsidenten Bush (>hier<) völlig aus dem Ruder gelaufen, haben die Rüstungsausgaben auf weit über 1 Billionen US$ vergrößert. (1 Billionen ist 1000 Milliarden, für die USA ist 1 Billionen = 1 Milliarden.) >Hier< zu den Zahlen der einzelnen Länder.
Da wir gerade bei den USA sind, >hier< eine Betrachtung zum "Globalen-Kapitalismus" als eine, allem übergeordnete politische Religion und auf der selben Seite eine Betrachtung des Religionsstifters, den USA.
11. Wer ist eigentlich auf die Idee dieser heutigen Art von wachstumswahnsinnigem Kapitalismus gekommen? Statt einer bedarfsorientierten Wirtschaftsform wird die (Gesetze und Rechtsformen vermeidende) freie Marktwirtschaft gepäppelt: Bei Bankenmisswirtschaft (>hier<) aufgefangen oder, wenn z.B. von hunderten, alle ausschließlich um wachsende PS-Zahlen konkurrierenden Auto-Herstellern einige in die "roten Zahlen" geraten, greift der Staat ein. Sollte es einen Bedarf für deren, beispielsweise auf nicht nur von Verbrennungsmotoren getriebenen Fahrzeugen, auf solche mit Lenkradschaltung oder Schiebetüren oder bequeme (nicht badewannenförmige) Einstiegsmöglichkeiten, also alternativ spezialisierte Produkte geben, würden die frei-werdenden Arbeitsplätze sogleich von den übrigbleibenden Firmen aufgesaugt...
>Hier< ein Artikel zur Wirtschaftswissenschaft, zu Wirtschaftsformen, Wirtschaftsethik etc., mit einigen Kommentaren.
Es gibt überall noch sehr viel Klärungsbedarf, vor allem, was die Funktionen der Industrieverbände oder allgemeiner von "Wirtschafts"- und anderen Interessenverbänden angeht. Bekannt ist, dass zumindest einige Verbände für alle Mitglieder die Rohmaterialien einkaufen, z.B. der Jalousie- und Rollo-Verband e.V. in Krefeld. Aber das führt tatsächlich zu weit vom Thema dieser Webseiten weg, wenn auch inzwischen vom "Marktfundamentalismus" gesprochen wird, also dem Kapitalismus als politische Religion, besessen von ideologischem Wahn (>hier<).
Man kann jetzt schon sagen: Die politische Religion "imperialer Kapitalismus" mit ihren Propagandahelfern (>hier<), mit anmaßenden "Wirtschaftsweisen", die keine Finanzkrise vorher gesehen haben, trotz Veröffentlichungen, hat mehr Schaden angerichtet, als alle Religionen der Welt zusammen. Aber ohne die religiöse Wegbereitung - westliche Leitkultur geannt - wäre es auch nicht dahin gekommen. Ein besseres Beispiel gibt es nicht, nämlich den fanatisch religiösen, George Dabbelju Bush, Anfang nächsten Jahres USA-Ex-Präsident. (>Hier< mehr zum Thema dieses Absatzes, eingeleitet von einer Buchvorstellung.)
>Hier< eine klare Aussage
zum Ziel des Marktfundamentalismus (bzw. welche Namensgebungen auch immer für
die kapitalistische Religion inzwischen kursieren): „Wir müssen heute nicht mehr Hungrige satt, sondern Satte
hungrig machen".
Immerhin: Wer während der Zeit unter dem schnauzbärtigen Adolf Hitler gesagt hatte, wenn dieser Mensch mit dem Besen unter der Nase zum Verschwinden gebracht würde, ginge es uns besser, der geriet in große Gefahr. Heute kann man (noch ungestraft) sagen, dass der derzeitige bundesdeutsche Innenminister, Dr. jur. Wolfgang Schäuble, (wahrscheinlich auf Grund seiner traumatischen Erfahrung durch einen Attentatsversuch psychisch erkrankt und zumindest partiell unzurechnungsfähig) unbedingt den Terroristen mit der Zerstörung der Demokratie zuvor kommen wolle.
Die Macht der großen drei biblischen Religionen beginnt zu bröckeln - einige Kirchen werden verkauft und Pfarreien aufgelöst. Zwar wollen katholische Frauen auch unbedingt ins Priesteramt. (Aber es wird ihnen nicht gelingen.) Dabei ist es unverständlich, dass sie nicht auf die Idee kommen, die Fakultät (lateinisch: facultas = Wissensgebiet) zu wechseln. Heute muss keine Person, beispielsweise als katholisch oder evangelisch geboren, in dem "Wissensgebiet" bleiben, dass ihr als Kind aufoktroyiert (also mehr oder weniger aufgezwungen) worden ist.
Wer Erfahrungen bei Besuchen in psychiatrischen Anstalten gemacht und mit Behandlungsbedürftigen gesprochen hat, der kann sehr schwer die Grenze des Zulässigen definieren (bestimmen), wenn dort jemand von Stimmen dirigiert (geleitet) wird oder im beruflichen Leben einer "göttlichen Eingebung" folgt. Ein Bekannter oder - besser gesagt - ein Freund von mir war sich sicher, dass eine chinesische Physikerin, zu Besuch in meinem Hause, eine Atombombe im Koffer mitgebracht habe. Er wurde als behandlungsbedürftig gesehen (nur weil er kein hochrangiger Staatsmann war?).
Forderungen:
Die Menschen- oder Kinderrechtskonvention, die Grundgesetze und Verfassungen enthalten kaum oder sogar gar keine Verpflichtungen unseren Mitlebewesen und der Natur gegenüber: Das ist dringend nachzuholen. Sehr gute und meines Erachtens schon ausreichende Grundlage bietet das "Kosmonomische Manifest" von Raymond Walden (>hier<) mit folgender Präambel zu seinen 12 "Kosmonomischen Thesen" (die aus urheberrechtlichen bzw. verlagsrechtlichen Gründen an dieser Stelle nicht kopiert werden dürfen. Aber das Büchlein ist zu erwerben):
"Die Natur folgt in ihrer evolutionären Fortentwicklung wertneutralen
Gesetzen, das heißt, es kommen gleichermaßen Leben fördernde wie Leben
zerstörende Prinzipien zur Anwendung. So gesehen, ist die Natur gnaden- und
kompromisslos. Menschlicher Verstand wird aber durch Bildung in die Lage
versetzt, die Naturgesetze zunehmend zu humanisieren, die Naturgesetze zu
nutzen, um das Leben zu genießen und das natürlich sinnvolle Sterben zu
erleichtern. Dies geschieht ganz besonders durch die Einsicht, dass nicht
Egoismus die Basis von Humanität darstellen kann, vielmehr ein Individualismus,
verankert in einer erstarkenden humanen Gesellschaft, die den Menschen höher
achtet als alle von Menschen erdachten Ideale."
Rechte für alle auf unserem Globus existierenden Lebewesen sind unabdingbar, sowie der Erhalt der Lebensbedingungen.
Staatslenker und alle hochrangige Politiker (Minister, Staatssekretäre), aber vor allem auch Spitzenmanager sind ohne Eignungsprüfungen nicht nur unerträglich sondern sogar höchst gefährlich. Der Nationalökonom Albrecht Müller, (unter anderem) der ehemalige Redenschreiber für den Bundeswirtschaftsminister (1966 -1972), Prof. Karl Schiller, macht die Auswüchse unserer Führungs-Elite in seinem Buch "Machtwahn" sehr deutlich (>hier<). Es ist unverantwortlich, diese, unsere Führungs-Elite völlig unkontrolliert auf die Menschheit loszulassen, die sich nur auf Grund von (männerbündischen) "Seilschaften" und Proporz (Ämtervergabe allein auf Grund einer zahlenmäßigen Stärke von politischen Parteien, Konfessionszugehörigkeiten, Volksgruppen, Verbandsmacht, Finanzstärken, Machtbefugnisse) in ihrer Position befinden. Welche Gefahr von diesem Personenkreis ausgehen kann, beschreiben Robert J. Lifton und Eric Markusen unter der Überschrift "Die Psychologie des Völkermordes - Atomkrieg und Holocaust" >hier<.
Ohne eine wirklich demokratische gewählte Weltregierung wird all das oben Gesagte nicht realisierbar sein, wobei allerdings die Wähler - ebenfalls eine neue Forderung - ihre Wahlbefähigung nachweisen müssen.
Grundzüge einer neuen Ordnung,
einer Konvention
über Regeln und Verhaltensweisen, deren Beachtung von allen Menschen
erwartet werden muss, als Ergebnis der systematischen Untersuchung von
ideologischen Auswirkungen unter Berücksichtigung der Sicht aus verschiedenen
Blickwinkeln (Analyse genannt), wird
>hier< versucht.
Doch noch eine etwas grundsätzliche, existenzphilosophische Betrachtung, aber anders als die von Søren Aabye Kierkegaard, der als (Mit-)Begründer der Existenzphilosophie das menschliche Sein als Durchlaufen des Einzelnen in drei "Stadien des Lebens" sah, nämlich einem ästhetischen, ethischen und religiösen Stadium. "In Letzterem erst ist der Aufstieg aus Angst und Verzweiflung durch die Gnade Gottes möglich", schreibt der Brockhaus. All diese Betrachtungsweisen muss man doch nach unserem heutigen Wissensstand über Vorgänge im Universum sehr abfällig in eine Regenwurmperspektive verweisen. Immer wieder versuchen sogenannte gläubige Menschen in einer Diskussion mit mir letzt endlich darauf zu verweisen, dass die Naturgesetze auf keinem Fall ohne eine göttliche Instanz und ohne eine übergeordnete Lenkung ganz einfach aus einem Nichts oder aus purem Zufall auf alles im Universum wirken. Nun gut, vom mir aus mag es eine "higher power" (höhere Macht) - eine über allem stehende, nun aber von uns Menschen überhaupt kaum zu beschreibende und definierende Macht geben. Dabei tut sich dann gleich die Frage auf: "Hat auch diese Kraft eine Ursache, einen Anfang und ein Ende?" In jedem Fall ist jedoch mit einer solchen Argumentation der Gott der Bibel und aller Religionen endgültig vom Tisch und eine "göttliche Gnade", die uns vor einem Durchfall oder - weniger sarkastisch - vor einem schlechten Examensergebnis bewahren kann, wird zu einer lächerlich primitiv-naiven Vorstellung. Man höre sich doch einmal die Primitivgebete in Andachten an, was da alles "er"beten wird, vor allem die Befreiung von der Schuld...
Daher sei noch einmal an den Satz des chinesischen Philosoph Konfuzius, (im Alter von von 72 Jahren 479 vor der Zeitrechnung gestorben) verwiesen: "Wenn wir annehmen, dass es keinen Gott gibt, dann folgt daraus, dass Moral noch wichtiger ist, als wenn es einen Gott gäbe. Wenn Gott existiert, dann kann seine unbegrenzte Macht menschliche Unzulänglichkeiten in der Moral ausgleichen. Aber wenn es keinen Gott gibt, dann ist es unsere Verpflichtung, so moralisch zu sein wie nur möglich."
>Hier< ein kurzer Ausflug ins Universum,
um die Relation zu verdeutlichen, nach der einige Menschen ihre Wichtigkeit
einschätzen.
Damit möchte ich meine
Bemühungen um Aufklärung, was Ideologien als Wahnideen bewirken, beenden.
Walter Rath, 3. Dezember 2008 (ergänzt)
Falls Sie das Gesamtergebnis noch nicht gelesen haben, können Sie es >hier< nachholen
1. Aus der additiven Mischung von Rot, Grün und Blau der Bildschirmpixel (eines Fernsehgerätes) können alle. d.h. auch andere Farben, auch Grautöne, unter Berücksichtigung unseres Sehvermögens dargestellt werden. Rot + Grün + Blau (voll gesättigt, gibt maximales Weiß. Weder Rot, noch Grün, noch Blau ist natürlich Schwarz. Farbsättigung und Farbton sind zwei voneinander unabhängige Größen.
2. Zyan (blauähnlich), Gelb und Magenta (oder Purpur, d.h. rotähnlich) sind die subtraktiven Farben, die beispielsweise im Farbkasten gemischt werden. Bei keiner Farbe bleibt die nicht ausgemalte Stelle Weiß. Alle 3 Farben in gleichmäßiger Sättigung ergeben Schwarz, also alles umgekehrt wie oben. Durch Übereinanderdruck dieser drei Farben lassen sich zusammen mit dem Weiß des "Bedruckstoffes" (in der Regel weißes Papier) alle Mischfarben erzielen. Beim Farbfilm bzw. Foto liegen die drei Farb-Schichten hintereinander im Papier.
Obiges symbolhaftes Bildchen soll verdeutlichen, dass "Grau-in-Grau" in der Natur nicht vorkommt. Wenn wir es so sehen sind, liegt an unseren, die Lichtreize aufnehmende Augen-Zellen, den Stäbchen für die Dämmerung - d.h. hell-dunkel in Grautönen und den Zapfen in Hellen. Davon gibt es drei Typen, welche für die Farbeindrücke Rot, Grün oder Blau ihre höchste Empfindlichkeit haben. Häufige "Sehfehler" sind "Nachtblindheit", wenn die Stäbchen nicht empfindlich genug sind. Ist etwas mit den Zapfen nicht in Ordnung, dann kann das bis zur Farbblindheit gehen.
>Zurück< zu unseren Schlussfolgerungen: Wir wollen nicht nur Grau-in-Grau sehen, sondern alles hell ausleuchten, um besser informiert zu sein.