Individual- oder Massenwesen
Beispiel: Die Bienen
>Hier< zum Insektenstaat, insbesondere den Ameisen und
anschließend Bilder einer chinesischen Beerdigung.
Doch zuerst einige Bilder allgemein auf dieser Seite:
>Hier< das Leben der Bienen
danach kopulierende Blumen- und Haus-Fliegen, >hier< direkt
(und Bilder von farbenprächtigen Schmeißfliegen etc.).
>Hier< die Bedeutung der Insekten für die Natur
Junge Königin der nordamerikanischen Papierwespe (Polistes fuscatus)

Insekten, insbesondere Wespen, selbst mit unterschiedlichen Gesichtern,
erkennen sogar die Unterschiede von Menschen (nach "SCINEXX
- Das Wissenschaftsmagazin" vom Springerverlag vom 3.1.2012).
Unten extrem unterschiedliche Wespengesichter:

Kopf einer "normalen" individuellen, lernfähigen Hausfliege, die Gesichter erkennt und
Kontakt mit Menschen aufnimmt (nach eigenen Erfahrungen). >Hier< am Ende der
Seite 2 Bilder von kopulierenden Fliegen, was zeigt, dass selbst Insekten nicht so ganz
anders sind als wir. (>Hier< zur Seite: "Tiere sind nicht anders".)

Marienkäfer fressen Blattläuse u.a. kleine Insekten und sind beliebt zur Schädlings-
bekämpfung

Zurück zu den Bienen (alles aus dem Archiv eigener Aufnahmen)

Nicht übersehen: Die kleinen senkrechten Steuerflügel. Zu beachten auch das "Auspuffrohr" am Rumpfende

gefangen im Spinnen-Netz - deutlich zu sehen die beiden aus der Stirn ragenden Fühler

Biene mit beschädigten Flügeln (kommt häufig vor)

Jetzt von der Seite

Die Biene gehört zur Familie der Hautflügler wie die Wespe und die Ameise. Sie kommt fast überall in der Welt vor, außer in Regionen, in denen der Winter zu kalt ist. Es gibt zahlreiche Arten, doch die als Honigbiene bezeichnete Biene trägt den wissenschaftlichen Namen "Apis mellifica" (oder "Apis mellifera").
Kleines Gehirn ganz groß, schrieb Jens Christian Heuer
in Ethologie am 23.November. 2009:
Das Gehirn der Insekten ist kaum so groß wie ein Stecknadelkopf und doch verfügen sie teilweise über beachtliche geistige Fähigkeiten, die sich mit denen großer Säugetiere messen können. Diese erstaunliche Tatsache wurde durch Beobachtungen und Experimente immer wieder bestätigt. Das bekannteste Beispiel sind die Honigbienen: Sie lernen durch immer ausgedehntere Orientierungsflüge ihre jeweilige Umgebung kennen, wobei sie sich besondere Landschaftsmerkmale und ihre räumliche Lage im Verhältnis zu ihrem Bienenstock, aber auch Düfte (der Blüten) einprägen und alles zu einer dreidimensionalen Karte zusammensetzen. Honigbienen können auch zählen, geometrische Formen auseinanderhalten, Objekte nach ihren Eigenschaften kategorisieren und symmetrische von assymmetrischen Formen unterscheiden.
Die Sprache der Bienen
Berühmt sind auch ihre kommunikativen Fähigkeiten. Mit Hilfe des Rundtanzes und des Schwänzeltanzes können sie untereinander die genaue Lage, Qualität und Ergiebigkeit von Nahrungsquellen mitteilen. Der einfachere Rundtanz kommt zum Einsatz, wenn sich die Nahrung in der näheren Umgebung (Umkreis 50-100m)unmittelbarer Nähe des Bienenstocks befindet. Dabei läuft die Kundschafterbiene auf der senkrecht stehenden Bienenwabe im Kreis umher, stupst andere Bienen an und verteilt Duftproben des Nektars. Die Dauer des Tanzes ist ein Maß für die Nektarmenge.
Bei weiter entfernten Nahrungsquellen vollführt sie den komplizierteren Schwänzeltanz. Dabei beschreibet sie mit ihrer Bewegung immer wieder eine „8″. Der Winkel zwischen der Querachse dieser „8″ und der räumlichen Senkrechten entspricht dem Winkel zwischen der Richtung zur Nahrungsquelle und der Richtung wo die Sonne steht. Die Geschwindigkeit mit der die Kundschafterbiene sich bewegt und die Heftigkeit mit der sie dabei schwänzelt, also ihr Hinterteil abwechselnd nach links und rechts bewegt, informiert die anderen Bienen über die zurückzulegende Strecke. Je langsamer die Bewegung, umso größer ist die Entfernung zur Nahrungsquelle. Bis zu einer Entfernung von 10km funktioniert der Schwänzeltanz! Wie bei dem Rundtanz verteilt die Kundschafterbiene Nektarproben unter den anderen Bienen.
Wird ein Bienenvolk zu groß, so daß der Platz im Stock nicht mehr ausreicht, so wandert ungefähr die Hälfte aus. Ein Bienenschwarm sucht einen Nistplatz und setzt Spurbienen als Kundschafter ein. Diese informieren den Schwarm mit einem Schwänzeltanz über ihre jeweiligen „Vorschläge“ für einen neuen geeigneten Nistplatz. Es kann dabei zu längerwierigen „Diskussionen“ kommen, in deren Verlauf die Spurbienen ihre „Vorschläge“ gegenseitig inspizieren und lassen sich auch „überzeugen“, wenn die Qualität stimmt. Auf diese Weise bildet sich schließlich eine Mehrheit für einen „Vorschlag“.
Die Bienensprache ist in ihren Grundzügen angeboren, jedoch spielen auch Lernvorgänge eine wichtige Rolle. Das zeigen Versuche der Beegroup an der Universität Würzburg. Den Wissenschaftlern gelang es europäische und asiatische Bienen zu einem Bienenvolk zu vereinigen, ein unerwarteter Erfolg, da sich einander fremde Bienen normalerweise gegenseitig töten, wenn man sie ohne Ausweichmöglichkeit zusammenbringt. Nach einigen Stunden klappte die Verständigung, obwohl beide Bienenarten ihren Schwänzeltanz nach einem unterschiedlichen angeborenen Dialekt tanzen. Die asiatischen Bienen lernten es tatsächlich, die europäischen Bienen zu verstehen.
Was Insekten noch so alles können
Auch andere Insekten sind zu beachtlichen geistigen Leistungen in der Lage. Die wie die Bienen in Staaten lebenden Ameisen und Termiten legen architektonisch beeindruckende Nester an und züchten Pilze. Viele Ameisen halten sich sogar Blattläuse als Nutztiere, um sie zu melken und gelegentlich auch zu verspeisen.
Vom Ei zur Biene :
Bienen (Königin,
Arbeiterbienen, Drohnen) stammen alle aus einem winzigen Ei, das von der
Königin in eine Wabenzelle abgelegt wird. Ein befruchtetes Ei
(weiblich), das in eine normale Wabenzelle gelegt und mit einem Gemisch
aus Pollen und Honig ernährt wird, ergibt eine Arbeitsbiene. Das Ei
verwandelt sich am 4. Tag in eine Larve, am 8. Tag verdeckeln die Bienen
die Zelle und die Metamorphose setzt sich im Geheimen fort: Die Larve
bildet erst einen Kokon, dann eine Puppe, die am 15. Tag schlüpft. Das
geflügelte, fertig geformte Insekt zerreißt den Deckel seiner Zelle und
ist sofort in der Lage, seine ersten Aufgaben erfüllen.
Andere weibliche Eier werden in Weiselwiegen abgelegt und nur mit Gelee Royale ernährt. Daraus entstehen die zukünftigen Königinnen. Die Verdeckelung erfolgt am 6. Tag, die Metamorphose dauert etwas länger. Aus einer Königinnenlarve wird erst in 21 Tagen eine junge Königin, die etwa 18 mm lang ist.
Die nicht befruchteten Eier (männlich) werden in eine normale Zelle gelegt und bekommen die gleiche Nahrung wie die Arbeitsbienen. Die Metamorphose dauert noch länger: Drohnen schlüpfen nach 23 Tagen.
Ein perfekt organisierter Staat :
Wie Ameisen leben Bienen in Völkern. Sie können als Individuum nicht überleben und brauchen die Gemeinschaft . Diese ist bestens organisiert und besteht immer aus Arbeitsbienen , Drohnen und einer einzigen Königin .
Bei den Arbeitsbienen
handelt es sich ausschließlich um weibliche Bienen. Sie sind am
zahlreichsten im Volk vertreten (rund 30 000 bis 70 000 pro
Bienenstock). Innerhalb des Stocks übernehmen sie alle Aufgaben, die zum
reibungslosen Ablauf des Lebens im Stock notwendig sind. Im Gegensatz zu
den Ameisen, die ihr ganzes Leben lang nur eine einzige Aufgabe
ausführen, füllen Bienen im Laufe ihres kurzen Lebens (rund 45 Tage)
verschiedene Funktionen aus. 
Während ihrer ersten vier Lebenstage reinigt sie als Putzbiene die Wabenzellen und den Stock. Vom 5. bis 11. Tag ist sie Amme und füttert die Larven in den Weiselwiegen mit Gelee Royale . Vom 11. bis 13. Tag ist sie Lagerarbeiterin : sie muss nämlich den Pollen und den Nektar in den Zellen verstauen und den Stock belüften, indem sie ganz schnell mit ihren Flügeln schlägt, damit im Stock immer die gleiche Temperatur herrscht. Wenn sich dann am 14. Tag die Wachsdrüsen am Hinterleib entwickelt haben, wird sie zur Baubiene und baut Wabenzellen. Vom 18. bis 21. Tag ist sie Wehrbiene und macht Wachdienst am Eingang zum Stock, um alle Eindringlinge wie Wespen, Schmetterlinge oder auch Drohnen fernzuhalten. Ab 22. Lebenstag und bis zu ihremTod fliegt sie dann von Blüte zu Blüte, um Nektar, Pollen und Propolis zu ernten - sie ist Trachtbiene und sammelt Nahrung für den Bienenstock.
Drohnen sind die einzigen Männchen des Volks. Es sind nur einige Hundert an der Zahl, auch sind sie größer, plumper und haariger als die Arbeitsbienen. Sie werden im Stock als mögliche Befruchter der Königin geduldet und leben dort im Frühjahr und im Sommer. Da sie sich nicht allein ernähren können, werden sie von den Arbeiterinnen versorgt. Auch besitzen sie keinen Stechapparat und können nicht für die Verteidigung des Bienenvolks sorgen. Sie nehmen an einigen Arbeiten im Bienenstock teil, doch besteht ihre Hauptaufgabe darin, die Königin zu besamen . Nur wenigen gelingt dies während des einzigen und für den Drohn tödlich verlaufenden Hochzeitsflugs, denn durch das Ausstülpen des Samenschlauchs stirbt der Drohn..

Sobald die Drohnen aus dem Stock geflogen sind, werden sie von den Arbeiterinnen nicht mehr eingelassen, da sie nur noch unnütze Esser sind. Im Stock verbliebene Drohne werden verjagt.
Da sie sich nicht allein ernähren können , sterben sie ab. Es kann in einem Bienenvolk nur eine Königin geben Sie entsteht in der Weiselwiege, eine größere Wabenzelle länglicher Form, die von den Arbeiterinnen speziell für die Königinnenlarven gebaut wird. Um den Fortbestand des Bienenvolks zu sichern, werden immer mehrere Larven gleichzeitig in den Weiselwiegen mit Gelee Royale gefüttert.
Die zuerst schlüpfende Königin tötet alle anderen Königinnenlarven, denn eine Bienenkönigin kann ihre Herrschaft mit keiner anderen teilen. Schlüpfen zwei Königinnen gleichzeitig, bekämpfen sie sich gnadenlos, bis eine siegt und die Herrschaft übernimmt. Drei bis sechs Tage nach dem Schlüpfen geht die junge Königin auf ihren einzigen Hochzeitsflug, auf dem sie sich fünf- bis sechsmal mit einem Dutzend Drohnen vereinigt. Die Begattung wiederholt sich, bis der Samensack der Königin voll ist. Danach beginnt ihr Leben als Eierlegerin . Während ihres vier- bis fünfjährigen Lebens verlässt sie nie wieder den Stock und hat nur eine Aufgabe: ohne Unterlass Eier zu legen und zwar bis zu 2000 pro Tag (das ist 1 Ei pro Minute). Dafür wird sie von den Arbeiterinnen gehegt und gepflegt.

Zum einen, weil sie als einzige die Nachkommenschaft sichern kann - Arbeiterinnen sind nämlich unfruchtbar. Sie legt männliche und weibliche Eier, je nachdem, ob sie befruchtet sind oder nicht. Aus befruchteten Eiern entstehen Arbeiterinnen, aus unbefruchteten Eiern Drohnen.
Zum andern bestimmt die Königin das Leben ihres Bienenvolkes. Sie sondert eine chemische Substanz ab, die man Pheromon nennt und die für jeden Stock spezifisch ist. Damit sichern sie den Zusammenhalt des Bienenvolks. Bienen nehmen durch Berührung oder durch Lecken diese Substanz auf und erfahren so alle notwendigen Informationen über die Organisation ihrer Arbeit.
Angepasste Morphologie :
Die Natur überlässt nichts dem Zufall und hat mit der Biene ein Insekt hervorgebracht, das seinen verschiedenen Funktionen im Stock bestens angepasst ist. Mit ihren beweglichen Facettenaugen kann sie rundum sehen, auch hinter sich. Die fein gelöcherten Antennen dienen als Nase. Bienen haben einen hoch entwickelten Geruchsinn, können weit entfernt gelegene Futter quellen ausmachen und kommunizieren untereinander durch Abscheiden von Duftstoffen.
Sie besitzen außerdem zwei starke Kiefer , die zum Schneiden, Greifen, Abreiben, Formen der Wachsplättchen, Kneten von Propolis und Bauen der Wabenzellen dienen. Die Biene verfügt über einen Rüssel mit Gleitzunge, mit deren Hilfe sie tief in den Blüten Nektar aufsaugen kann.
Auch die sechs Beine sind ein ausgezeichnetes Werkzeug. Mit den Vorderbeinen und ihren kleinen Saugnäpfen kann sie Pollen ergreifen, sich überall festklammern, und ihre Antennen reinigen. Die behaarten Hinterbeine sind hohl wie Löffel geformt, besitzen Pollensäcke, in die sie ihre wertvolle Beute gibt, sowie Häkchen, mit denen sich die Bienen einander verkrallen, um einen Schwarm zu bilden oder eine "Baukolonne", die aus Wachs Waben baut. Der Leib enthält einen Honigmagen als Reservoir für Nektar, Honig, Honigtau und Wasser, die sie nach Bedarf wieder ausstoßen kann. Mit zwei Paar häutigen Flügeln , die nur wenig Luftwiderstand bieten, vermag sie in alle Richtungen zu fliegen, ob vorwärts, rückwärts oder seitwärts. Sie sind gleichzeitig kräftige Ventilatoren und erzeugen spezielle Töne zur Kommunikation der Bienen untereinander. Wie die Wespe besitzt die Bienen einen Stachel , doch sticht sie nur im Notfall, um ihr Territorium und ihre Vorräte zu verteidigen. Ihr Stachel bleibt nämlich stecken und reißt einen Teil ihres Leibs heraus, so dass sie sehr schnell stirbt.
Die Bienensprache :
Alle wesentlichen Informationen für die Organisation des Bienenstocks werden mit Pheromonen weitergegeben, die von der Königin und auch den Arbeiterinnen ausgeschieden werden. Es handelt sich dabei um Botenstoffe, die über den Mund und die Antennen von einem Individuum zum anderen gelangen.
So dienen die Pheromone zum
Beispiel zur Identifizierung von Orten wie Futterquellen, für das
Ausschwärmen, das Erkennen der Königin beim Hochzeitsflug oder zum
Setzen von dem Bienenvolk eigenen Duftmarken im Stock. Sie spielen
außerdem eine Rolle beim Aussenden von Warnzeichen, bei der Kontrolle
der Futtervorräte, bei der Geburtenkontrolle im Volk durch Regulierung
der Legetätigkeit der Königin, bei der Temperatur- und
Feuchtigkeitsregelung innerhalb des Bienenstocks. Daneben besitzen
Bienen noch ein anderes, sehr präzises Kommunikationsmittel -
den Bienentanz.
Kundschafterinnen, die zum Stock
zurückkommen, führen einen Tanz aus, der den anderen anzeigt, in welcher
Entfernung und in welcher Richtung sich Futter befindet.

Der Rundtanz zeigt Trachtgebiete in der Nähe (weniger als 25 m) an. Bis zu 10 km entfernte Trachtgebiete werden mit einem Schwänzeltanz angezeigt , wobei die Bienen eine Acht mit komplizierten Motiven ausführen. Das Schwänzeln des Hinterleibs und die dabei entstehenden Schwingungen zeigen Richtung und Entfernung der Futterquelle an. Die Richtung wird im Verhältnis zum Sonnenstand ausgedrückt, die Entfernung durch die Zahl und die Geschwindigkeit der Umdrehungen der Biene um sich selbst.
Die Bedeutung der Biene für die Natur :
Nektar sammelnde Bienen spielen eine Hauptrolle bei der Bestäubung , also bei der Vermehrung von Blütenpflanzen und im Obstbau. Ohne Pollen keine Früchte und ohne Bienen keine Bestäubung! Da Bienen sehr empfindlich auf Umweltgifte reagieren, müssen Mensch und Umwelt Bienen schützen und ihre Lebensbedingungen erhalten: durch vernünftigen Einsatz von chemischen Mitteln im Obstbau, durch Erhalten ihrer Futterquellen in Form von Hecken entlang der Felder und weiteren Anbau von Luzerne und Klee, die viel Nektar enthalten.
Albert Einstein sagte schon: "Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr..."
www.lunedemiel.tm.fr/al/07.htm
Neuer Aufsatz:
"BIENENSTAAT"
Es scheint, als
gehorchten sie alle einem einzigen Gehirn. Mehr
als 60.000 Arbeiterinnen erledigen in einem
sommerlichen Bienenstaat gleichzeitig ihre
Aufgaben. Perfekt aufeinander abgestimmt lösen
sie sich beim Larven füttern, Putzen, Bauen,
Ernten, Tanzen, Honig machen und Wachdienst
schieben gegenseitig ab.
Die Geburt einer
Königin
Jedes Jahr werden im
Bienenstaat mehrere Königinnen geboren. Aber nur
eine darf bleiben! Wenn im Frühjahr die erste
junge Königin schlüpft, verlässt die Altkönigin
mit einem Teil des Volkes das Nest und gründet
einen neuen Staat. Zwischen den frisch
geschlüpften Jungköniginnen entbrennt ein
Rivalinnenkampf, den nur eine überlebt. Die
Siegerin wird Königin für einen Sommer.
Die Milch macht's...
Die Königin ist die
einzige Biene im Volk die Eier produziert und
Nachkommen zeugt. Im Frühjahr legt sie bis zu
2000 Eier pro Tag in den Brutzellen des
Bienenstocks ab. Aus befruchteten Eiern werden
Arbeiterinnen oder Königinnen und aus
unbefruchteten Eiern männliche Bienen,
sogenannte Drohnen.
Aus einem befruchteten Ei entwickelt sich nur
dann eine Königin, wenn die Larve mit Gelee
Royal, reiner "Bienenmilch", aus der Kopfdrüse
einer Arbeiterin, gefüttert wird. Larven die
Pollen, Honig oder Nektar bekommen, werden zu
Arbeiterinnen. Eine Königin paart sich nur
einmal im Leben auf dem Hochzeitsflug in
luftiger Höhe, dann allerdings mit 15 bis 20
verschiedenen Drohnen. Der dabei angelegte
Spermienvorrat reicht der Königin für ihr
ganzes, ungefähr 4 Jahre langes, Leben.
Arbeiterinnen sind
Mädchen für alles
Schon am selben Tag
an dem sie schlüpft, beginnt für eine
Arbeitsbiene der Schichtdienst. Während ihrer
ersten fünf Lebenstage muss sie alte Wabenzellen
für die Eiablage vorbereiten und putzen. Dann
wird sie zur Ammenbiene, füttert und betreut die
Brut und verstaut den Nektar. Später beginnen
Drüsen am Hinterleib der Biene Wachs zu
produzieren: Aus der Ammenbiene ist eine
Baubiene geworden, die mit dem Wachs Bienenwaben
konstruiert.
Auch Wachdienst zur Abwehr von Feinden am
Eingang des Bienenstocks oder Honigherstellung
können auf dem Stundenplan stehen. Schließlich
fliegt die Biene als Sammlerin aus, um Nektar
und Pollen zu suchen. Nach ungefähr sechs Wochen
geht das Leben einer Sommerbiene zu Ende. Im
Herbst geborene Arbeiterinnen werden bis zu 9
Monate alt, denn sie müssen die Königin im
Winter füttern und die erste Brut im Frühjahr
aufziehen.
Drohnen: ein Leben
für einen einzigen Tag
Im Frühjahr und
Sommer legt die Königin einige Hundert
unbefruchtete Eier, aus denen Drohnen schlüpfen.
Drohnen müssen von den Arbeiterinnen gefüttert
werden, sie gehen nicht auf Nahrungssuche und
haben auch keinen Stachel. Ihre einzige
Lebensaufgabe besteht darin auf dem
"Hochzeitsflug", eine Königin zu befruchten.
Wenn der Drohn sich nach der Begattung von der
Königin lösen will, reißt sein Hinterleib ab und
er stirbt einige Stunden später in einem Alter
von 20 bis 50 Tagen.
Die Drohnenschlacht
Für spätgeborene
Drohnen besteht im August kaum noch eine Chance,
auf eine paarungswillige Königin zu treffen. Sie
werden von den Arbeiterinnen aus dem Stock
geschmissen oder tot gestochen. So werden die
Honigvorräte für den Winter geschont.
Pia Prasch

Die folgenden sogenannten Schmeißfliegen (Schmeiß ein altes Wort für Kot) leuchten wie "eloxiert" glänzende Aluminiumfolien.
(Es gibt etwa 50 Fliegenarten in Deutschland.)

Reinigung des Saugrüssels - Fliegen putzen sich andauernd

Aufgenommen auf einem nicht ganz sauberen Blechteller
Das "Gesicht" einer "Schmuckfliege" (wie sie auch gerne genannt wird).
