Das Gesamtergebnis

der Nachforschungen, Analyse und

der psychologischen Auslegungen

 

Jedoch das Wichtigste vorab:

   ►nachfolgende Erklärung,

   ►eine grobe >Zusammenfassung<,

   ►wie es zur kulturellen >Prägung< kommt (Betrach-

       tung zur Entscheidungs- und Willensfreiheit >hier<),

   ►fast unlösbare >Bindung< an die jeweilige Kultur

       (die wichtigste Findung dieses Internet-Buches)

 

Der übrige >Inhalt< im Einzelnen

Erklärung: Psychologie und damit eng verbunden die Soziologie vermitteln uns das Wissen, um Verhalten und Aktivitäten unserer Mitlebewesen verstehen zu können.

 

"Es ist nicht zu glauben, warum Menschen heute noch glauben", sagte einmal Raymond Walden (>hier<).

 

Es ist zwar nur mit einem Kopfschütteln hinzunehmen; aber die Psychologie zeigt uns klar, warum Menschen glauben und es in der Regel überhaupt nicht lassen können! (>Hier< auf dieser Seite finden Sie die Erklärung.)

 

Psychologie/Soziologie sind Wissenszweige (>hier<), die darauf hinzielen, Art und Weisen (Formen) des menschlichen Erlebens herauszufinden und Gesetzmäßigkeiten des Verhaltens zu erforschen (sowohl als Individuen als auch in Gruppen. Es gibt sogar Tierpsychologie). Diese Forschungsrichtungen sind - wie alle Wissenschaften (Physik udgl.) erst einmal völlig wertfrei, beschreibend, untersuchend und erklärend (analysierend, d.h. als Zerlegung, Zergliederung eines Ganzen in seine Teile). Dann aber müssen aus den Erkenntnissen dahingehend Folgerungen gezogen werden, auf welche Weise - wie im nachfolgend betrachteten Fall - Demokratie statt Diktatur, Aufklärung und Meinungsfreiheit statt ideologischer Verdummung und Meinungsgleichschaltung, Schutz der Natur mit allem Dazugehörigen statt rücksichtsloser Ausbeutung, Anerkennung einer Würde aller Lebewesen statt Missachtung zu erreichen sind.
 

Häftlinge im KZ Buchenwald (eines von Tausenden Beispielen):

Das Foto zeigt Buchenwald-Gefangene kurz nach der Befreiung des KZ.

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Konzentrationslager_des_Deutschen_Reichs

Von größter Wichtigkeit ist zu berücksichtigen, dass die wissenschaftlichen psychologischen/soziologischen Erkenntnisse in der Regel statistisch zu sehen sind, also mit einer Variations- also Abweichungsbreite. Für bestimmte Massenerscheinungen sind zwar Gesetzmäßigkeiten nachweisbar, die aber keineswegs für alle Einzelereignisse gelten. Jede statistische Aussage ist nur mit einer abschätzbaren, jedoch prinzipiell unvermeidlichen Unsicherheit, d.h. Ungenauigkeit behaftet.

Also: Viele der im Folgenden gemachten Aussagen über menschliches Verhalten sind zwar von immenser Wichtigkeit zur Beurteilung von Auswirkungen auf geschichtliche Ereignisse. Aber sie sind nicht allgemein, d.h. für alle Menschen und auch nicht für ähnliche geschichtliche Gegebenheiten gültig.

Nicht alle Deutschen waren für das "Dritte Reich" unter Adolf Hitler, zumindest nicht bereits, als der "Führer" Adolf Hitler über das Ermächtigungsgesetz (>hier<) zur Herrschaft gelangen konnte. Es ist völlig unbegreiflich, dass am Ende des Krieges um die 80% der Deutschen den Untergang der Schreckensherrschaft bedauerten (nach einer US-amerikanischen Untersuchung). Aber wie sind die Statistiker zu ihren Zahlen* gekommen? Mindestens 20% der "Restbevölkerung" waren zwar nicht dafür, "sie hielten aber still" - wie meine Eltern. Etwa 10% sind in den Vernichtungslagern umgekommen oder waren eingesperrt. Die Zahl der Ausgewanderten und der an die Kriegsfronten Geschickten, weil (vielleicht nur vermeintlich) nichtkonform, ist kaum zu beziffern. Wer wurde befragt? Keineswegs die Kriegsgefangenen z.B. - Ich habe keine Angaben zu den Befragten (Prozentsatz an Eifel-Bauern, Flüchtlingen, Vertriebenen), geschweige denn zu gestellten Fragen bekommen. Aber die so schrecklichen Ereignisse waren unkorrigierbar und nie wieder gutzumachend abgelaufen. Warum? Darauf soll im Folgenden eine Antwort gegeben werden; denn die statistisch relevante Zahl an Mitmachern und Mitläufern reichte für den "Gang der Dinge" im "Dritten Reich", sowie "im Stalinismus" und wo immer auch sonst wo, aus.

* Nach Wikipedia konnten knapp 7 Tausend umgekommene Soldaten und Zivilisten, etwa 10 Tausend in KZs und sonstwo Ermordete von einer Gesamtbevölkerung unter 80 Millionen (einschließlich nicht befragbarer Kinder) keine Aussagen machen!

Hingewiesen sei auf eines der Bücher vom 1925 in Kolberg geborenen Hans-Jürgen Eitner hingewiesen: Hitlers Deutsche. Das Ende eines Tabus. Casimir Katz Verlag, Gemsbach 1991 (mehr dazu chronologisch aufbereitet von Michael Palomino unter www.geschichteinchronologie.ch)

Viele Wissenschaftler haben erkannt, dass die Spezies Mensch als die "Krone der Schöpfung" - wie sich viele von uns gerne selbst sehen - eine noch größere Bedrohung für den Planeten Erde bedeutet als der vermutete Einschlag eines Asteroiden vor rund 65 Millionen Jahren mit einem Artensterben durch den Zusammenbruch der Nahrungsketten (infolge einer Blockade der Photosynthese). Man schaue sich als Beispiel das wunderschön polierte und makellose Norm-Obst aus unserem "Versorgungsangebot" an, natürlich absolut wurmfrei und auch sonst ohne Zutun von Insekten; dann ist ein großes Aussterben schon Realität geworden: Keine Insekten, keine Pflanzenbestäubung, keine Vögel, ... (Der Nobelpreisträger Albert Einstein hatte schon vor sehr langer Zeit erkannt: keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr..."). 


Grobe Zusammenfassung

 

Nahezu alle Religionen - und auch die meisten Weltanschauungen - mit ihren absoluten, d.h. ausschließlichen Wahrheitsansprüchen verkünden:

 

1. eine Heilslehre, wonach nur den jeweiligen Glaubensanhängern (meistens Mitläufern) dieses Heil entweder im Diesseits (als Glückseeligkeit, Geborgenheit, Wohlbefinden) erfahren ist oder - dazu auch bzw. zumindest - in einem metaphysisch (also jenseits der "natürlichen Beschaffenheit) verstandenen Jenseits (d.h. nach dem Tode) - von allen bösen Taten und Unglückseeligkeiten befreit, Erlösung, Versöhnung und Vergebung erreicht werden kann.

2. Die Menschheit wird in  Rechtgläubige und die Ungläubige eingeteilt. Die Ungläubigen fallen einer Verdammnis anheim, und ihnen bleibt - ohne Annahme des wahren Glaubens - alles, ob Glück, Gesundheit, Reichtum usw. verschlossen für ewig und alle Zeiten. Andersgläubige sind zu bekämpfen, z.B. immer noch:

- Papst Benedikt der XVI. bezeichnet alle Atheisten als die schlimmsten Feinde.

- Der Expräsident der USA, George Dabbelju Bush hat (nach dem Magazin Spiegel Online 21.9.2001: »Bush vor dem Kongress«) gesagt: „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns;“ jedoch wörtlich „... Either you are with us, or you are with the terrorists.“

- Die offizielle katholische Kirche erklärt beispielsweise, dass "durch das heutige Papsttum die Perfektion des Gottesstaates auf Erden" erreicht worden sei! (>Hier< mehr bei "Geschichte des Papsttums".)

3. Missionsaufträge und zumindest teilweise gewaltsame Ausbreitung der jeweiligen Glaubens-, Ideologierichtung in Form von Religionskriegen oder wenigstens Repressalien (Druckmittel oder Hemmungen, Beschränkungen) sind Teil der ideologischen Gebote und eines Zusammenhaltes. (Ein guter Katholik erteilt auch heute noch bevorzugt Aufträge und Zusammenarbeitsangebote an Angehörige derselben Glaubensrichtung).

4. Absoluter Gehorsam, d.h.: Mit-Sich-Machen-Lassen-Was-Der-Herrscher-Will.

- Beispiele aus den wichtigsten Relligionen: >hier< die "Verfluchungstirade des Herrn" - beginnend mit: Wenn du aber nicht gehorchen wirst..., ( >hier< die Versuchung des Abraham, >hier< fast alle Suren des Koran, >hier< zum "modernen" Milgram-Experiment;

- Initiation (Einweihung, einiges >hier<), Eid als Fahneneid, Diensteid, Treue- und Gehorsams-Eid, öffentliches Gelöbnis, mehr >hier< wie Männer abgehärtet werden in althergebrachten Kulturen auch heute noch durch qualvolle Beschneidung, wobei keine Wimper zucken darf, durch blutig schlagen und sonstige Perversionen durchmachen müssen, z.B. vorpubertär alten Männern den Samen absaugen, Tiere quälten, sich von der Mutter fernhalten usw., was alles unter Initiationsriten läuft, dann sollte man sich nicht wundern, welche Grausamkeiten und Perversionen Männer in Kriegen und bei sonstigen Streitigkeiten alles fertig bringen. Auch heute noch ist die militärische Ausbildung gefüllt mit perversen Übungen. Man beschäftige sich einmal mit dieser militärischen "Ausbildung", früher mit dem Ausdruck "Rekruten schleifen" belegt, insbesondere bei den US-amerikanischen Marines (Spezialeinheit der Marineinfanterie). Das Wochenmagazin "Der Spiegel" berichtete darüber am 1.9.2009 unter dem Titel "Von Kindern zu Kampfmaschinen"... Zu erwähnen ist das selbst in der heutigen demokratischen und "fortschrittlichen" Bundesrepublik Deutschland von Wehrpflichtigen in aller Öffentlichkeit abzulegende  »feierliches Gelöbnis, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen«. Was geschieht bei einer Eid-Verweigerung? Früher hieß das Fahneneid, als militärischer Diensteid, als ein Treue- und Gehorsamseid (heute als »Diensteid« für Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit).

5. Opferungen – das Beste hergeben, was man hat, womit die Bibel bereits beginnt im 1. Buch des Mose, Kapitel 4, Vers 3: "Kain wurde Ackermann"... und brachte dem Herrn "von den Früchten des Feldes", ... Abel aber "Erstlinge seiner Herde" ... "und der Herr sah gnädig an Abel und sein Opfer". Erhard Zauner legt dar, dass der ehemalige Gartengott zum Hirtengott geworden war. (Mehr im Buch: Die unheilige Schrift >hier<.) Ergebnis: Auch heute noch werden Vegetarier belächelt, und kaum ein Supermarkt hat etwas im Angebot. Weitere Beispiele:

- Versuchung des Abraham (>hier< wo auch beschrieben wird, warum die Tochter des Jiftach geopfert werden muss), ja es geht sogar soweit, dass Gott sogar seinen eigenen Sohn opfert.

- >Hier< (neben dem Skulptur "Hungermarsch") wird der HERR als einer der vielen damaligen "Warlords" ("Götter und Götzen") analysiert, ebenso >hier< (auf dieser Seite).

- Die opferfordernden Glaubenskriege gegen die Ungläubigen im Koran >hier< haben auch heute noch fatale Folgen.

6. Obwohl der Bibeltext nicht sehr klar ist, wird der Sündenfall bis heute als Hindernis gesehen für wissenschaftliche Erkenntnisse (weil das Apfelessen klug mache,... Vers 6 des Kapitels 3 des 1. Buches Mose). Zumindest wurde Nacktsein als von nun an größte Sünde gesehen.

7. Lebensausfüllung = volle Beschäftigung durch ideologische Lenkung (Riten, Sitten, Gebräuche, Veranstaltungen):

- Gottesdienste, Gebete, Pilgerreisen (auf Kreuzwegen bei Christen), Versammlungen (Kirchentage), festliche Ereignisse (mit gemeinsamen Feiern, Nichtstun am Sabbat), Waschungen (fast bis zum anerzogenen Waschzwang), Yogaübungen (zur Selbstvervollkommnung im Sinne eines Sichloslösens von der eigenen Persönlichkeit...).

- Vor allem bieten auch die politischen Religionen Lenkungen (US-amerikanische "Hits" und sonst kaum noch etwas, selektive Informationen, vieltausende Gesetze, Verordnungen, Richtlinien, >hier<), "Ablenkungen" (angefangen von ständigen Feuerwerken, Sport- und Spielveranstaltungen bis zum "Literatur-Marathon" [Marathon: antiker Ort an der Ostküste Attikas in Griechenland]), >hier< zu Neil Postmans Buch: Wir amüsieren uns zu Tode.

8. Angst vor dem "Göttlichen"; denn:

Gott (Jahwe) wird bei Richard Dawkins, Seite 45 seines Buches (>hier<), als eifersüchtig, kleinlich, ungerecht, rachsüchtig, blutrünstig, ethnischer Säuberer; frauenfeindlich, homophob (Angst vor Menschen, insbesondere gegen Lesben und Schwule gerichtete Ablehnung bzw. Feindseligkeit), rassistisch, Kinder und Völker mordend, als nachtragender Überwachungsfanatiker usw. (>hier<) bezeichnet. Zumindest ist dieser Allvater, Gott genannt, selbst ein menschenebenbildliches Geschöpf launisch, inkonsequent, unzuverlässig (Schöpfer und grausamster Zerstörer), fahrig. wandelbar, bestechlich (durch Opfer, die er nicht alle annimmt, o nein!) zumindest sehr empfindlich. Daher haben die meisten religiösen Menschen die allergrößte Angst vor dem Tode, da sie beispielsweise absolut nicht wissen, wie das ihnen bevorstehende endzeitliche, das "jüngste" Gericht ausgehen wird.

Nach Paul Watzlawick (>hier< sein Buch - mit anderen Autoren - "Menschliche Kommunikation" - geraten viele religiöse Menschen an Handlungsaufforderungen, die widersprüchlich sind, die zu Konfusionen führen, die verunsichern und damit ängstigend sind.

9. "Wer, was immer für ein Leben ertragen kann und ein Warum zumindest zu kennen glaubt", soll der Philosoph, Friedrich Wilhelm Nietzsche, (1844 - 1900) in etwa so ausgesprochen haben, erfüllt auch eine wichtige Erkenntnis des vorher erwähnten Paul Watzlawick, nämlich: Jemand "kann, psychologisch gesehen, nicht in einer Welt überleben, die für ihn sinnlos ist". Diese SInnhaftigkeit geben die Religionen als »Sinnmarkt«, z.B. durch

- Gott dienen,

- für Führer, Volk und Vaterland zu sterben,

- sich in einem Kreislauf von Kommen und Gehen zu befinden.

Es reicht schon als Aufgabenerfüllung, sich fortzupflanzen. - Doch damit wird auch die in der Evolutionstheorie begründete primäre "Aufgabe" der Arterhaltung erfüllt. (Junker, Thomas, und Sabine Paul: Der Danwin-Code. Die Evolution erklärt unser Leben. München 2009, Literaturangabe aus der Seite >hier<; ferner eine kurze Betrachtung zum Evolutionsverlauf und der Einmaligkeit der Ergebnisse >hier<.)
 

Welche Religion dominiert uns heute? Sind es etwa die Banken? (>Hier<)

Unsere Mitmenschen kümmern sich kaum mehr um die "Neue (börsengesteuerte) kapitalistische Religion"! (>Hier<)

Überhaupt werden wir heute mit allen Arten von Informationen, Denkrichtungen und Events (Veranstaltungen, Volksunterhaltungen) zugeschüttet (>hier<).


 

Wie kann der Mensch durch seine jeweilige kulturell geprägte Umgebung überwiegend zu einem mehr oder weniger fanatischen Massenwesen werden? Abweichler sind jedoch erst seit kurzem mehr oder weniger (in unsrer westlichen Kultur) geduldet.

 

In einem Vorlesungsmanuskript (handschriftliche oder maschinengeschriebene Vervielfältigungsvorlage) vom Kölner Psychologen, Hans Anger, war zu lesen: "Der amerikanische Soziologe Talcott Parsons (>hier<) hat einmal gesagt, die Geburt immer wieder neuer Generationen von Kindern gleiche, vom Standpunkt der Gesellschaft aus, einer sich ständig wiederholenden Invasion von Barbaren. Das klingt überspitzt, und doch könnte man Neugeborene in einem bestimmten Sinne durchaus barbarisch nennen:

Sie sind völlig kulturlos;

sie haben keinerlei Vorstellungen von der Welt, in die hineingeboren werden;

sie besitzen weder Sprache, Sitte, noch Moral (geschweige denn eine Ethik; Definitionen >hier<), ja,

sie hätten ohne die Hilfe anderer nicht einmal die Möglichkeit, auf noch so primitive Weise überhaupt zu überleben.

Alles das und noch viel mehr müssen sie erst lernen, und dieser von gesellschaftlichen Kräften entscheidend beeinflusste Prozess des sozialen Lernens, in dessen Verlauf sich nicht nur unser Wissen bereichert und unser Verstand, sondern unser ganzer psychischer Habitus (äußeres Erscheinungsbild und Verhalten; Gestalt) geprägt wird, in dem sich unsere Individualität herausbildet und fortlaufend weiter entwickelt. Dieser kontinuierliche Wandlungsprozess, an dem wir alle täglich und stündlich teilhaben, vollzieht sich nach ganz bestimmten psychologischen Gesetzmäßigkeiten."
 

Kürzer kann der Vorgang des sozialen Lernens (>hier<) nicht zusammengefasst werden mit dem Ergebnis: das gesellschaftliche Umfeld formt den Menschen; anders ausgedrückt: die Kindererziehung führt (natürlich nur in der Regel) zu einer kaum umkehrbaren Prägung (>hier<, sowie >hier< Aussage des Liedermacher Peter Rühmkorf).

 

Aber Prägung schließt auch die Übertragung von Vorurteilen (>hier<) ein,  insbesondere Vorurteile, bezogen auf auf das menschliche Verhältnis zu Mitlebewesen (Tiere, Pflanzen), die "Unterschiede" männlich-weiblich (>hier<), in vielen Kulturen, auch noch in unserer "aufgeklärten" westlichen Welt übliche spezifische Erziehungsbeiträgen, z.B. zum Männlichkeitswahn (>hier<), außerdem mit Nationalismus und vieles mehr, was die zwischenmenschlichen Beziehungen erschwert (bzw. die oftmals unbedachte Rücksichtslosigkeit unserer Umwelt, d.h. den Mitlebewesen, ja der gesamten Erde gegenüber wenig bewusst lässt).

 

Es muss auf ein schier unlösbares Problem hingewiesen werden: Unsere Führungskräfte - Politiker, Spitzenmanager - sind fast ausschließlich als Menschen mit abnormer Persönlichkeitsstörung anzusehen - bekanntere, speziellere Bezeichnung: Psychopathen. Sie treten auf "Unter der Maske der Gesundheit"; Buchtitel von Hervey Cleckley, 1976. Der Titel wäre treffender "Maske der Normalität" gewesen. Sie haben als Erwachsene genau das vorher über Kleinkinder beschriebene Fehlen von Moral, geschweige denn Ethik. Der große Unterschied zum Kindhaften ist ihre besondere, nur von Eigennutz geprägte "Ellbogengebrauchsmentalität". Ihnen fehlt, soziologisch und psychologisch nachweislich das, was bei einem "Normalmenschen" als Gewissen vorausgesetzt wird. >Hier< eine umfassende Darstellung, die in der Frage gipfelt: "Sind Psychopathen so etwas wie eine feindliche Spezies im Menschengewand?" Sie zerstören völlig gewissenlos ihren Wirt Erde, genauso wie Viren ihre Wirte. Die Problemlösung, sie an der Besetzung ihrer hart umkämpften Positionen durch Überprüfungen zu hindern, scheitert daran, dass sie selbst die Gesetze, Normen, d.h. bestimmende Richtlinien für solche, sie selbst betreffende Untersuchungen aus ihrer derzeitigen Machtstellung heraus verhindern werden. Und Nun?

 

Sehr empfehlenswert ist das Buch >hier< von Edzard Reuter, dem Daimler-Ex-Chef, also einem langjährigen Insider, d.h.  jemand, der in alle Vorgänge einer Welt-Firma Einblick hatte und in alle Vorgänge eingeweiht war. Seine Publikation ist eines der besten "Aufklärungsbücher" über die moderne Politische Religion des Globalkapitalismus:  Buch-Titel: "Stunde der Heuchler, Wie Manager und Politiker uns zum Narren halten" (Macher ohne Moral). Reuter hat meines Wissens nicht die geringste Ahnung von Psychologie und Soziologie (geschweige denn Psychopathie) wie (wahrscheinlich) alle seine "Kollegen und Nachfolger". Daher kann er als durchschnittlicher "Gutmensch" >hier< seine Mitmenschen nicht verstehen, geschweige denn gegen sie vorgehen, wie er meint, es jetzt doch endlich zu müssen.

 

Johann Ulrich Megerle mit dem Ordensnamen, Abraham a Santa Clara, lebte von 1644 bis 1709, war katholischer Prediger und Schriftsteller und wusste damals schon: "Wer heucheln und gut schmeicheln kann, ist heute ein gemachter Mann". Also hat sich doch nichts geändert oder?


 

Menschen glauben und sind in ihr jeweiliges kulturelles* System fast unlösbar eingebunden (zumindest zum größten Teil). Warum??**

* >Hier< die Definitionen mit Verweis auf eine weiterführende Seite. Im jetzt betrachteten Fall muss man von Eingebundenheit in eine »Dominanzkultur« sprechen

** Erklärung gab Sigrid Neumann (Ehefrau des Autors dieses Internetbuches, lehrte jahrzehntelang Psychologie, Soziologie, Pädagogik, musste diese Tätigkeit jedoch nach einem Hirninfarkt aufgeben)

 

Religionen, Ideologien, Weltanschauungen sind rechtlich geschützt ("Menschenrechte", "Grundgesetz") und halten sich hartnäckig trotz religiösen Terrors und Hass-Prediger, trotz Menschenverdummung und -schikanierung,

obwohl:

 

es inzwischen unzählige Kritiken an allen Religionen, Ideologien, Weltanschauungen gibt. Alle diese Veröffentlichungen sind - entgegen den "Heiligen Schriften" - bestens recherchiert, also unzweifelhaft nachgeforscht und objektiv, also sachlich, unvoreingenommen, unparteiisch (wäre jedenfalls wünschenswert). Damit sollten die Untersuchungen unwiderlegbar sein (trotz einiger Versuche einer Gegendarstellung, wie >hier<).

 

Auf dieser Seite >hier< wurde erforscht, dass eine "feste Meinung", ein "Glaube" (>hier< als "Naturgesetz"?), ein "Vorurteil" (>hier<) in der Regel niemals aufgegeben werden.

 

Als Beispiele für Religions- bzw. Bibel-Kritik sei aufgeführt:

 

- Dr. phil. Karlheinz Deschner,  Jahrgang1924, studierte Jura, Theologie, Literaturwissenschaft, Philosophie und Geschichte. Er kann ja wohl als kompetent angesehen werden und schreibt und schreibt gegen die Bibel und gegen die Religionswürdenträger. Es kümmert jedoch kaum jemanden. Seine Leser sind nicht religiös und religiöse interessiert das, was er schreibt, höchstens am Rande.  >Hier< einiges mehr über sein Schaffen

und noch andere Autoren (ausgewählt aus tausenden !).

- Dr. phil. Erhard Zauner, Jahrgang 1952, beschäftigt sich seit 35 Jahren mit religionsgeschichtlichen und religionsphilosophischen Fragen besonders aus dem jüdisch-christlichen Bereich. Von Geburt an ohne religiöses Bekenntnis behandelt er Glaubensfragen undogmatisch aber kritisch, und stellt auch komplizierte Zusammenhänge leicht verständlich dar. Seine bisherigen Arbeiten sind: Die offene Bildungsgesellschaft und ihre Feinde. Jüdische Erziehung und Unterricht in der Zeit um Christi Geburt unter besonderer Berücksichtigung der essenischen Schriftrollen vom Toten Meer usw.  >Hier< zu seinem Buch "Die unheilige Schrift" und einiges mehr.

- Prof. Dr. Richard Dawkins, 1941 in Nairobi geboren, ist Evolutionsbiologe. Seit 1995 hat er den eigens für ihn eingerichteten Lehrstuhl für Public Understanding of Science an der Universität Oxford inne. Sein erstes Buch, "Das egoistische Gen", l978, auf Deutsch erschienen, war international ein Bestseller und gilt als Standardwerk der Evolutionsbiologie usw. >Hier< einiges mehr.

- Dr. phil. Michael Schmidt-Salomon, geboren 1967, ist freischaffender Philosoph und Schriftsteller, Musiker und Sozialwissenschaftler, sowie Mitbegründer und Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung. Schmidt-Salomon wurde u. a. mit dem Ernst-Topitsch-Preis der Kellmann Stiftung für Humanismus und Aufklärung ausgezeichnet. Er ist häufiger Interviewpartner in Presse, Funk und Fernsehen. Bisherige Bücher u.a.: Manifest des Evolutionären Humanismus (2005), Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel (2007) [>Hier<; Buch stand auf dem Index "Jugendgefährdeter Schriften" auf Betreiben des Römisch-Katholischen Kirche, mit der Schmidt Salomon oft - und gerne? - in Konflikt gerät]. Aber >hier< vieles mehr.

- Weitere Publikationen als Religionskritik >hier<

 

>Hier< ein Artikel über den Koran.

 

Über die modernen politischen Religionen -  >hier< -, dem globalen Kapitalismus und seinen Sekten -  >hier< -  ist im vorliegenden Internetbuch "Gotteswahn" sehr ausführlich berichtet worden.

 

Die Erklärung, warum kaum jemand "vom Glauben abkommt", ist vorwiegend in den psychologisch definierten Begriffen:

Wahrnehmungsabwehr (als Abwehrmechanismus), Wahrnehmungshemmung (>hier<), d.h.

- Meidungsverhalten

- Wahrnehmung emotionaler Inhalte,

- Unterschwellige Wahrnehmungshemmung,

- Verdrängung, Emotionen, Vorurteile, Wahnideen;

Prägung (>hier<, kurze Erklärung und >hier< im Rahmen der "politischen Psychologie" ),

Konditionierung (>hier<), dazu

- Doppelbindungs-Theorie und

- Projektion

zu finden!

 

In diesem Zusammenhang ist die derzeit geführte Diskussion über Entscheidungs- und Willensfreiheit anzuschneiden. Untersucht wird, ob wir uns von Bevormundungen lösen und aus institutionellen Bindungen befreien können, als »Freiheit wovon« oder ob uns selbstverantwortliches Handeln möglich ist als »Freiheit wozu«. >Hier< einiges dazu im Rahmen der modernen Hirnforschung, wo zu lesen ist: Menschen, bei denen bestimmte Teile bzw. die Bahnen zur Weiterleitung von Gefühlen und Affekten zerstört worden waren,  können sich nicht entscheiden, selbst wenn sie für eine Entscheidung alle notwendigen Informationen bekommen haben. In diesen Fällen haben Menschen keine Entscheidungs- und Handlungsfreiheit. Man weiß inzwischen, dass uns die meisten seelischen Vorgänge unbewusst bleiben. Damit wissen wir auch nicht viel über unsere unbewussten Prägungen... Die Frage ist, ob wir Menschen uns frei machen können, uns frei zu entscheiden oder ob wir - physiologisch gesehen - durch Vorgedachtes zu sehr festgelegt sind.

 

Willensfreiheit haben wir zweifellos. Aber Entscheidungen werden in der Regel nach den gegebenen Umständen getroffen. Einfachste Beispiele: Wir möchten raus in die Sonne, fahren trotzdem zur Arbeit. Mit sehr guten Abiturnoten lässt sich ein völlig Ungläubiger zum katholischen Pfarrer ausbilden, weil ihm das Studium voll und ganz bezahlt wird und er später gutes Ansehen genießen wird.


 

 

Im Einzelnen auf dieser Seite:

>< Entstehung der Religionen

>< Ursprüngliche Gründe für eine "Erschaffung" des Gottes...

>< ... und der Stiftung von Religionen

>< Religiosität absorbiert menschliche Schaffenskraft

>< Wie Religion erworben und beibehalten wird

>< Gründe für Intoleranz und Aggressivität religiöser Menschen

>< Das Heilige Buch, die Bibel: das Alte Testament

>< ...das Neue Testament

>< Kunst und Religion

>< Folgen der Religionen

>< Autorität, Macht, Konformität und Gehorsam (eigentlich das wichtigste Kapitel)

>< Hinzusetzung [Hinzusetzung [z.B. "Religionspsychologie" und des ganz neuen Begriffs der "Neurotheologie". Bei letzterer soll mit Hilfe modernen Erforschung unseres menschlichen Gehirns über bildliche Darstellungen aus Computertomogrammen (CT) die Gehirnstelle ausfindig machen wo Gott angesiedelt ist (im Ernst)]

>< Verzweigungen zu anderen Seiten und Bildern

 


Während der psychologisch-soziologischen Untersuchungen zeigte sich, dass ein Gottheitsbezug nicht von der jeweils dazu gehörigen Kultur isoliert gesehen werden kann.


 

Entstehung der Religionen

 

Alle, zumindest die näher untersuchten, also die drei, sich auf das so genannte Alte Testament (der Bibel, entspricht der Thora) beziehenden Religionen (Mosaischer Glaube, Islam, Christentum), haben viele Gemeinsamkeiten (siehe "Welt der Religionen" >hier<):

 

Absoluter Gehorsam und Glaubenfestigkeit

Befolgung von hunderten von Geboten und Verboten

Opferrituale

Bekämpfung von Allem nicht Gottgefälligen

(Warum u. a. >hier< - Seite "Autorität" und den dortigen Verzweigungen)

 

 

Zwischen Religionen bestehen zwar teilweise große Unterschiede: der Hinduismus kennt keinen Missionierungszwang; der Buddhismus, der eigentlich als Weltanschauung und nicht als Religion gesehen wird, kennt auch keinen Missionierung und keine Gottheit (womit "religio [ich binde mich zurück bzw. fest] = Gottesfurcht" entfällt). Afrikanische Religionen haben mit den beiden vorher genannten einiges gemeinsam:

 

Menschen werden geboren und sterben, es ist ein „Kommen und Gehen“ der Generationen, ein Verschwinden und Wiederaufleben.

(Näheres unter "Welt der Religionen >hier<).

 

Die menschlichen Gemeinschaften, die schon in größeren Gruppen (als "Urhorde" nach S. Freud >hier<) zusammen lebten und sich durch den Beginn einer Arbeitsteilung gegenseitig unterstützten, waren ständig bedroht. Größere, ihnen überlegene Raubtiere lauerten ihnen auf. Aber vor allem die Naturgewalten konnten für die ganze Gemeinschaft lebensbedrohlich sein:

- Stürme, heftige Regenfälle, Überschwemmungen;

- durch Blitz oder sogar durch selbst gewollt gelegte Brände zur schneller Rodung, die aber außer Kontrolle gerieten.

Das wurde dann wegen der fehlenden naturwissenschaftlichen Kenntnisse auf unsichtbare Mächte, meistens mit "Raubtiercharakter" und grollende Ahnen, auf Geister und Dämone >projiziert<. Die indianischen und afrikanischen Religionen (Gottesfurcht = Furcht vor höheren Gewalten, den Naturgewalten, vor Ahnen, Geistern und Dämonen, also den Unheils- und Schicksalsgeistern) geben davon heute noch (begrenzt) Zeugnis.

 

Der Tote als ein lebloser Körper, mit dem man vorher hatte sprechen können, mit dem man mehr oder weniger "lebhaften" Kontakt hatte, liegt da, wie eine leere Hülle, unvorstellbar. Warum die Lebenszeichen ausblieben, konnte nicht erkannt werden. Es gab in der Vorzeit keine  wissenschaftliche Erklärung das Gehirn betreffend, das ohne Blutversorgung so unbrauchbar geworden war wie ein Fernsehgerät oder ein Computer mit defektem Netzteil. Nur gibt es einen Unterschied zu technischen Geräten: Ein einmal durch Unterbrechung der Blutversorgung zerstörtes Gehirn kann auf keinen Fall repariert werden. Das ist bis heute immer noch für die meisten Menschen unannehmbar. Also wurde eine Seele ausgedacht, die dem Toten entfliehen und einen anderen Körper einnehmen, sich wieder materialisieren kann (Reïnkarnation, also Wiederverkörperung, Seelenwanderung) oder immateriell, also sogar ohne Körper, ohne körperliche Bedürfnisse ewig weiter existiert.

 

Damit entstand auch aus Wunschdenken der Glaube an die Unsterblichkeit mit der Vorstellung von einem Weiterleben in einem Jenseits (im Christentum frei von allen körperlichen Gelüsten).

 

Horst-Eberhard Richter spricht in seinem Buch "Der Gotteskomplex" (>hier<) von einer "projektiven Identifizierung", das heißt der eigenen persönlichen Gleichstellung mit anderen Personen (in unserem Fall - Gottheiten und dergleichen), welche den eigenen Wünschen und Vorstellungen insbesondere eines Allmächtigseins entsprechen, die aber für ein durchschnittliches Individuum nicht erreichbar sind. (>Hier< mehr zur projektiven Identifizierung.)

 

Auffällig ist, dass alle Urreligionen ähnlich sind, ob Götter in Ägypten, bei den Griechen, den Germanen, den Afrikanern, den Veden (den "Heiligen Sehern der Vorzeit") usw.

 

Nach >Ute Scheub< »wären Religionen nicht entstanden, wenn sie nicht in bestimmten Phasen eine progressive Funktion gehabt hätten, die das Überleben und die Moralbildung einer Gruppe gefördert haben.« Man darf nicht »die Logik der gesellschaftlichen Instanzenbildung im historischen Prozess der Menschheitsentwicklung außer acht lassen.«

 

Wahrscheinlich entstanden Religionen überwiegend aus Unkenntnis, aber vor allem aus dem Bedürfnis, die quälende und schmerzende Vorstellung und das Erleben von Unglücken, Schicksalsschlägen, schließlich einem Tod, dem endgültigen Aus, dem Ende - als einfach - so ist es und sonst gar nichts, nicht ertragen zu müssen und auch nicht zu wollen. Es wurden Fetische (Zaubermittel) erdacht und verehrt (Fetischkult), die mit außergewöhnlicher und übernatürlicher Kraft in das miserable Leben korrigierend eingreifen sollten. Spökenkieker (Geister- und Hellseher), Exorzisten (Geisterbeschwörer zum Teufelaustreiben) und dergleichen gibt es heute noch vor allem in "unterentwickelten" ländlichen Gegenden (fern von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen), immer noch ein Nährboden für neue Religionsstifter.

 

Es ist ja durchaus - historisch gesehen - verständlich, dass der Mensch nicht akzeptieren wollte, genau so zerbrechlich zu sein wie alle Lebewesen, genau so zerstörbar, Futter für andere Lebewesen (für die Tiere) zu sein, hungern, frieren zu müssen, von Mitmenschen bedroht zu werden, die ihm das mühsam gegerbte Fell eines erbeuteten Tieres von Leib reißen wollen. Eine Naturkatastrophe auf Grund ganz natürlicher und wissenschaftlich erklärbarer Gegebenheiten kann gemäß einem kaum abgeschwächten kleinkindlichen Glauben, vom "allmächtigen Vater", von einer Schutzmacht verhindert, zumindest gemildert werden. Es gibt und gab riesige, starke Männer, die Furcht einflößten aber auch Schutz bieten könnten, wie die fantasierten Drachentöter beispielsweise in den Sagen und Märchen, wie den starken "Führer des Tausendjährigen Reiches". Es wird doch immer noch nach Führungsstärke gerufen. Wehe, wenn ein Führer schwächelt... (kein Charisma hat, nicht übermenschlich, nicht gottgesandt, nicht vorbildlich und deshalb keine Autorität oder Führerpersönlichkeit sein kann). Ein Übermensch oder Übermenschen schwirrten in allen menschlichen Generationen in den Wunschträumen umher.

 

Geschieht ein Unglück, so hört man die Betroffenen immer wieder betonen: "Ich hab ja ein solches Glück gehabt... Es hätte viel, viel schlimmer kommen können..." Fast die Hälfte der US-Amerikaner glaubt fest daran, einen Schutzengel zu haben. (>Hier< mehr dazu; auch einbezogen Heilige, insbesondere Schutzheilige, bis zu allmächtigen Instanzen, wie einem Gott oder zu einer Vielzahl von Göttern.) Die religiöse Erziehung hemmt das Selbstständigwerden im Erwachsenenalter und führt zu infantilem Verhalten (>hier< die Definition und >hier< zu einer ausführlichen Betrachtung.)

 

Den Gläubigen begleiten zum Beispiel Lieder, wie "So nimm denn meine Hände und führe mich..." oder "Ein' Feste Burg ist unser Gott..." bis zum Tode, aber auch "Unsre Fahnen wehen uns voran..." (wie im "Tausendjährigen Reich" bereits in den "Zwangsorganisationen": Jungvolk [10 bis 14 Jahre, aber ab 1939, dem Kriegsbeginn, schon ab 7 Jahren] und der Hitler-Jugend [14 bis 18 Jahre], danach beim Militär- bzw. Kriegdienst bis zum "Volkssturm". >Hier< ein wenig zur Bedeutung von Fahnen.)

 

Die Gläubigen wurden "gleichgeschaltet". Die Gleichschaltung war das politische Schlagwort aus der Zeit der nationalsozialistischen "Machtergreifung", womit die Aufhebung jeglicher Meinungsvielfalt (Pluralismus) in Richtung auf eine totale Vermassung auf allen Ebenen des öffentlichen Lebens zugunsten der nationalsozialistischen Politik und Ideologie bezeichnet wurde unter dem Motto: Ein Volk, ein Reich, ein Führer. Totalitäre Regierungen zielen alle auf ähnliche Praktiken hin. Massenbewegungen  (in den Sozialwissenschaften) setzen in der Regel einen kollektiven Akteur (Aufpeitscher) voraus, der mit unterschiedlichen Mobilisierungs- und Handlungsstrategien versucht, gesellschaftlichen Wandel zu beschleunigen, zu verhindern oder rückgängig zu machen.

Massenansammlung nur als "Schaulust"


 

Im "Tausend-jährigen Reich", leider ein immer wiederholtes Beispiel, über das aber nicht alle im 21. Jahrhundert den Kopf schütteln (wie die Neo-Nazis) war für die Bevölkerungsmehrheit klar (und ich habe es selbst noch - damals schon fassungslos erlebt), wie stark die "Ausstrahlung" des Führers, dieses Adolf Hitlers war, unantastbar, allwissend, ein Übervater. "Wenn das unser Führer wüsste...", wurde lamentiert, wenn etwas doch nicht so ganz klappte. Witze wurden über den damaligen Reichsmarschall Hermann Göring, oder den Reichspropaganda-Minister, Dr. Josef Goebbels, oft ziemlich frei erzählt, aber der Führer der neuen politischen Religion war unantastbar, tabu.

 

>Hier< eine Beschreibung bei Leon Mann ("Sozialpsychologie") wie eine Frau in den USA und Kanada eine Behauptung verbreiten konnte, mit Außerirdischen Kontakt zu haben, die ihr durch Botschaften habe wissen lassen, dass an einem bestimmten Tage ganz Nordamerika überschwemmt werde. Sie und Freunde würden aber errettet werden. Als jedoch nichts geschah, verbreitet die Dame die Weitergabe einer neuen Botschaft: Die auf die Errettung wartende Gruppe habe "soviel Licht verbreitet", dass Gott eine Überflutung verhindert habe. So einfach können auch heute noch Glaubensanhänger begeistert und "an der Stange gehalten" werden.

 

Wenn man nun im Alten Testament ließt, dann kam auch das Volk Israel als "Ursprung (>hier< eine alte Karte von Israel 2 Tausend vor Zeitrechnung) der großen drei Religionen" nie zur Ruhe. Wie aus den Texten der Bibel >hier< hervor geht, gab es immer eine Bedrohung. Es wird auch an Götzen, Propheten, Verführer, "Träumer" (wie es in der Bibel heißt) geglaubt.

 

Auch in unserer Zeit reißt eine Bedrohung nicht ab, angefangen vom Rinderwahnsinn (BSE = bovine spongiforme Enzephalopathie), über Vogelgrippe, Maul- und Klauenseuche (von Versuchsstationen zur Impfstoffherstellung in der Nähe von großen Rinderställen in mehreren Fällen durch "tragische Zufälle" ausgelöst), Terroristen->Manie< ([griechisch »Raserei«] Besessenheit; Sucht), bis zu vom Iran angeblich fast fertigen Atomwaffen (Gegenteil heute am 4.12.07 von Geheimdiensten als unwahr bezeichnet) usw.

 

Doch kommen wir noch mal darauf zurück, wie der (in der Vorzeit) vom Menschen erdachte (projizierte) Gott auf die "Vorgängerreligionen" (der Israeliten) und "Parallelreligionen" (der Nicht-Israeliten) anderer reagierte. Da gab es keine Toleranz, kein Verhandeln bei Problemen, keine Alternativvorschläge, keinerlei Verständnisversuche für ein Handeln, das von Gottesgeboten und -verboten abwich. Nein, da wird mit einer totalen Vernichtungsaktion dreingeschlagen.

 

Nochmals:

 

- Kein Verständnis für irgend eine Abweichung von den Geboten und Verboten,

- nicht den geringsten Ansatz von Toleranz (Duldsamkeit),

- keine Akzeptanz (Billigung) geschweige denn eine Entschuldigung wegen einer Überreaktion.

 

Ausschnitt aus Jean Baptiste Pater: Gott schaut bei der Taufe Christi zu (um 1730)

 

Völlig unerheblich wäre, wenn das alles, so wie bisher aufgerollt, wirklich nur rein geschichtlich gesehen werden könnte. Nein, diese Religionen sind heute noch genau so aktuell, also zeitgemäß, dominant und allgegenwärtig wie vor hunderten von Jahren. Also, noch einmal: Es wäre durchaus annehmbar, wenn gesagt würde, das Alte Testament ist wie ein Geschichtsbuch zu sehen. Nein, die dort aufgeführten Gebote und Verbote sind für die Mitglieder der auf dem Alten Testament basierenden Religionen nach wie vor bindend und die Grundlage zu Handeln und zur täglichen Orientierung. Es wird insbesondere von Regierungsvertretern viel von Menschenrechten gesprochen und Systeme angeprangert, in denen diese >Menschenrechte< tatsächlich - man kann nur sagen - (auch) mit Füßen getreten werden, wie in China. Aber in keinem Land dieser Erde werden alle Artikel, die sogar sehr verbesserungsbedürftig sind, auch nur annähernd umgesetzt, vor allem nicht in einem gerne als Vorbild für "Demokratie" udgl. hingestellten USA mit Todesstrafe und Folterrechtfertigung (>hier<). Statt dessen schreien einige unserer Politiker nach der Beibehaltung bzw. wieder Einführung so genannter christlicher Werte (wie im Mittelalter?). Es wird von einer christlichen Leitkultur gesprochen. Diese funktionierte "eingedenk der Zeit vor der Aufklärung" im so genannten 3. Reich perfekt (jedoch als "Leidkultur"), wie manche heute noch behaupten: "Da gab es Ruhe und Ordnung!"

 

Der Kirchenkritiker Karlheinz Deschner (u.a. >hier<) schrieb schon im letzten Jahrzehnt der vorigen dieses Jahrhunderts (inzwischen hat sich wenig verändert):

 

„In der Tat" sind die USA eine „Nation, die egoistisch und materialistisch ist bis zum Extrem, zum Exzess, sie ist auch 'religiös' wie kaum eine zweite... 94% der US-Bürger glauben an Gott, 89% beten regelmäßig und 88% halten noch heute die Bibel für Gottes Wort - ein hoher Intelligenzausweis. Zwei Drittel der Erwachsenen wissen sich 'im Glauben neu geboren'. Und noch etwas mehr als zwei Drittel sind überzeugt, später 'in den Himmel zu kommen'. 40% eilen einmal wöchentlich zur Kirche oder Synagoge. Gleichwohl werden Religionsfragen in der Presse meist nicht diskutiert. Es gibt zu viele Kirchen und Sekten (nur ein Unterschied im Wort, nicht in der Sache), denen man dabei zu nahe treten und sich selbst das Geschäft, das Zeitungsgeschäft, vermasseln könnte."

 

AN dieser Stelle muss auf den Vortrag vom 1930 geborenen Diplomsozialpädagogen Helmut Steuerwald über Fundamentalismus und religiösen Fanatismus in der Welt von heute beim Bund für Geistesfreiheit (bfg) Fürth K.d.ö.R. in Zusammenarbeit mit dem Humanistischen Bildungswerk Bayern am 16. November 2001 hingewiesen werden >hier<.


 

 Ursprüngliche Gründe für die "Erschaffung" des Gottes...

 

Gehen wir von unserem "klassischen" Beispiel der drei "großen" Religionen aus: Das Hirten-Volk Israel sehnte sich nach einer starken Führungspersönlichkeit. Man erträumte sich einen starken, knallharten, rücksichtslosen "Manager" (würde man heute sagen), der das "Großunternehmen" Israel straff organisieren und umsichtig, alles hörend und sehend verwaltet. Ein Gott wurde von sich gegenseitig "verstärkenden" Geschichtenerzählern gezeugt und schließlich "geboren" (vom Männlichkeitswahn Infizierten, >projiziert<, sagen die Psychologen), der eine gestraffte, jegliche Individualität und Kreativität ausschließende Arbeitsordnung bis hin zur allerkleinsten Tätigkeit und zum Verhalten im "Großunternehmen" ausarbeitete, sogar mit einer strengen Konkurrenzklausel. Niemand konnte mehr die "Firma" wechseln. Arbeitsrhythmus, Pausen, einfach alles wurde streng reglementiert sogar bis in die kleinsten Winkel des Privatlebens. (Ähnlich war die Firma IBM [International Business Machines Corporation, weltgrößter Computerhersteller, gegründet 1911] strukturiert. Es gab die IBM-Uniform [in Blau], und jeden Morgen wurde die IBM-Hymne gesungen.)

(>Hier< ein Artikel über Männlichkeit{swahn})

 

Dieser mosaische Gott war keineswegs der Herr aller Völker. Die Grundlage der drei großen Religionen befasst sich nur mit dem Volk Israels mit ihrem "Wunschgott" als Führer und einigen Nachbarvölkern. Israel war die "Wir-Gruppe" (>hier<). Alle anderen Völker gehörten zur "Die-Gruppe" (heißt "Fingerzeig auf die Fremdgruppe") und galten damit nach den Gesetzen für Gruppen als bösartige, hinterlistige und korrupte, als potentielle Konkurrenten, vor allem verleitet von Götzen (mittelhochdeutsch götz »Heiligenbild«; meint aber: falscher Gott) und Dämonen (griechisch daímon »Unheilsgeist«, »Schicksal«; gemeint sind: zwar übermenschliche, aber nicht göttliche Mächte, die zuweilen dem Menschen helfen, ihn meist aber bedrohen oder schädigen).

 

Natürlich gab es damals in anderen Regionen, ob in Asien oder Amerika oder Ozeanien, ähnliche Voraussetzungen wie bei den Israeliten für die "Gründung" von übermächtigen Göttern mit Alleinvertretungsanspruch.

 

Die menschenähnlichste "Schaffung" von Göttern war beispielsweise die Grundlage des Schintoismus ("Shinto: Weg der Götter oder Geister": Schöpfer Japans waren die Erdmutter Izanami und der Himmelsvater Izanagi. Der übergab die Herrschaft über den Himmel der Sonnengöttin Amaterasu . Die ernannte ihren Enkel Ninigi zum Herrscher über Japan, heute noch als Tenno = Kaiser).

 

>Hier< zu einer etwas anderen Darstellung die "Schaffung eines Gottes" betreffend.

 

Nachdem sich nun einmal Religionen ausgebildet hatten, wurden die religiösen Gestalten durch Interpreten (ähnlich wie Künstler, welche die Texte und Überlieferungen einem Publikum vermittelten, mit Religionsstiftern und Missionaren) als Überredungskünstler oder mit "Feuer und Schwert" den, einer anderen Glaubensrichtung anhängenden Menschen aufgezwungen.

 

 

Ursprüngliche Gründe für die Stiftung von Religionen

 

Im Gegensatz zur "Schaffung von Gott" durch menschliche Vorstellungskraft hat es Religionsstifter tatsächlich einmal gegeben oder soll es gegeben haben:

 

- Moses bzw. Abraham, als "Stifter" des jüdisch/israelischen, also mosaischen Glaubens wird jedoch bezweifelt;

- Christus möglicher Weise;

- Mohammed ist gut belegt;

- der Religionsstifter Siddharta Gautama, genannt Buddha (der Erwachte, der Erleuchtete, Fürstensohn aus dem Vorland des nepalesischen Himalaja) ist auch belegt.

- Irgend ein heiliger Seher der Vorzeit, "der den Veda geschaut" (Veda = "Wissen", älteste religiöse Literatursammlung der Inder) und den Menschen übermittelt hat, ist völlig unbekannt.

- Der >Schintoismus< (Weg der Götter, Geister), in Japan aus dem Buddhismus hervorgegangen (um 550 nach der Zeitrechnung), hat keinen direkten Stifter. Es werden jedoch Namen genannt.

- Der verrückte >Cargo-Kult<, der sich über Neuguinea bis Vanuata (Neue Hybriden) ausgebreitet hatte und mit dutzenden von einheimischen Bezeichnungen geführt wird, die fast alle mit irgendeinem Stifter zusammenhingen.

- Fast alle Sekten (tausende in den USA) haben irgend einen Stifter; denn mit Religiosität lassen sich Geschäfte machen. Jedoch waren Calvin, Luther usw. keine Geschäftemacher. Sie glaubten sogar an ihre "Sendung", soll ein Papst abfällig gemeint gesagt haben.

 

Es gibt (philosophische) Betrachtungen, nach denen es so viele verschiedene Religionen gibt wie Menschen; denn jedes Individuum habe eigene fantasievolle Vorstellungen. Sicher wird jeder, wenn auch nur ganz winzig kleine eigene Vorstellungen entwickelt haben, die Auslegung seines Glaubens betreffend. Aber dieser Spielraum ist dort so klein, wo strikt dogmatische Systeme angesiedelt sind. Wenn man beispielsweise den Koran liest oder wenn man an den frühen Katholizismus oder den Maoismus zur Zeit der Kulturrevolution denkt, dann ist dieser Spielraum für eigene Vorstellungen so winzig wie die statistische thermische Molekularbewegung nahe dem absoluten Nullpunkt. Die Bewegungsmöglichkeit der Moleküle geht nämlich auch gegen Null, je näher man sich dem absoluten Nullpunkt nähert. Wärme in der Physik entsteht durch die Bewegung der Moleküle in einem Körper, einer Flüssigkeit, einem Gas. Bei einer bestimmten Temperatur haben die Moleküle eine durchschnittliche Schwingungsweite im Festkörper und eine Bewegungsgeschwindigkeit im Gas. Je höher die Temperatur, desto mobiler die Moleküle. Aber die Mobilität ist statistisch verteilt. Bei 100°C Wassertemperatur springen schon einige Moleküle aus dem Flüssigkeitsverband heraus - als Dampf. Andere weilen noch faul umher. Beim absoluten Nullpunkt sind alle Moleküle in Ruhe. Kurz davor gibt es bei einigen noch ein leichtes Zucken. Diese Abschweifung in die Physik sei gestattet, um zu zeigen, wie wichtig eine Vielfalt ist, insbesondere wenn aus vielen Meinungen ein "guter Durchschnitt" entstehen soll.
 

Nach Karl Heinrich Marx (>hier< zum Sozialismus) dient Religion der Volksverdummung. Er wird oft selbst als Stifter des Kommunismus (auf Grund des zusammen mit Friederich Engels vorgestellten "Kommunistischen Manifestes") bzw. Sozialismus bezeichnet. Marx war jedoch wissenschaftlich ausgebildet als Philosoph und Nationalökonom, also Geistes- und Wirtschaftswissenschaftler. Wissenschaft und Religiosität aber passen nicht so ganz zusammen. Abgesehen davon muss man immer noch zwischen einer Religion und einer Weltanschauung unterscheiden, wenn auch der Übergang sehr fließend ist, was insbesondere vom kulturellen Umfeld abhängt.

 

Zweifellos wurde und wird auch heute noch Religiosität von den Mächtigen genutzt, um ein Aufbegehren gegen ihre uneingeschränkten Herrschaftsansprüche zu verhindern, zumindest zu dämpfen. Es wird ein besseres Leben irgendwann im Jenseits versprochen (während diejenigen, die diesen Trost geben, meistens sehr irdisch „herrlich und in Freuden leben“). An dieser Stelle sei auf die neue politische Religion, deren derzeitiger Erfolg Marx wahrscheinlich nie für möglich gehalten hat, nämlich den Global-Kapitalismus verwiesen (>hier< mit sehr vielen weiteren Verzeigungen). Diese Religion, die den Himmel auf Erden verspricht, ist nicht monotheistisch, hat überhaupt keine ethisch-moralischen Vorbilder, sondern solche, die gewieft, mit allen Wassern gewaschen, die clever sind, die "Charisma" haben, damit immens reich, knallhart, mächtig und durchsetzungsfähig. Die Rücksichtslosigkeit wird zu einer sportlichen Tugend: Wem gelingt es, im Kampf, um an die Spitze zu kommen, Mitbewerber abzuhängen. Die Reliquien, Fetische der klassischen Religionen sind durch Statussymbole, wie Porsche, Ferrari, Rolex-Uhren, Armani-Anzügen abgelöst worden. Die Heiligen sind die glücksbringenden Banker und Börsianer. Aktien und Fonds ersetzen die Oblaten. Mit Aktien und Fonds nimmt man am großen Gewinnspiel teil.

 

Fast allen Religionen ist gemeinsam, dass irgendwann ein Erlöser (Messias) kommen wird. Dieser soll endlich ein gerechter Herrscher und kein irdischer Despot (auf Gewalt basierender Willkürherrscher [>hier< im Rahmen von "Macht"]) mehr sein, weil von Gott gesandt. Auch soll ein auf Gerechtigkeit gebauter Erlösungsweg die Menschen endlich aus ihrem Elend führen, aus der ihnen ständig widerfahrenen Ungerechtigkeit. Auch schlummert im Menschen ein Wunsch nach Befreiung von seiner existenziellen Gebundenheit an die körperliche und vergängliche Welt; und die Religionen versprechen gerne ein Aufgehen in eine überpersönliche "heilige" Wirklichkeit - in eine (Glücks-)Traumwelt, wie auch immer gestaltet.

 

Obwohl doch nun schon einmal ein Messias, ein Erlöser, sogar direkt als Gottes Sohn den Christen gekommen ist, hat sich nichts geändert. Im Gegenteil wurde die Organisation, die sich auf diesem so genannten Erlöser aufbaute, zu einer der größten und furchtbarsten Macht der Geschichte über Jahrhunderte hinweg mit qualvollsten Folterungen und allen Arten von schrecklichsten „Hinrichtungen“ (aufs Rad flechten, vierteilen, verbrennen usw.), totaler körperlicher und geistiger Vergewaltigung, den Indianerumsiedlungsgesetzen, Ausrottung ganzer Volksgruppen und vielem mehr. Nach den Gesetzen der Inquisition durften Hexen und Ketzer und alle Beschuldigten nur dann hingerichtet werden, wenn sie vorher ihre Schuld gestanden hatten, wenn auch durch Folter erzwungen. Dennoch wird heutzutage von Kirchenleuten lobend erwähnt, nämlich, dass die Inquisition zum ersten Mal gesetzlich vorgegangen sei und nicht mehr völlig willkürlich. Was haben die Menschen aus vergangenen Ereignissen gelernt? Absolut nichts oder doch? Als kleiner Trost seien die, wenigsten endlich einmal zu Papier gebrachten, aber weitgehend ignorierten Menschenrechts- und sonstigen Konventionen zu nennen.

 

Die kirchlichen Organisationen haben heute immer noch die meisten Anhänger, die mehr oder weniger willig ihren grundsätzlichen Lehren, den Doktrinen folgen. Sogar die als zweitklassig gesehenen Frauen und erstaunlicher Weise auch die, nach katholischer Auffassung sündigen Schwulen bleiben der Kirche treu. Immerhin kämpfen einige um Anerkennung und Gleichstellung (beispielsweise Uta Ranke-Heinemann >hier<). Man kann darüber wirklich nur den Kopf schütteln, wie ein bekannter Psychoanalytiker einmal sagte.

 

 

Religiosität absorbiert menschliche Schaffenskraft

 

Ein Leitbegriff der Benediktiner (Ordensgemeinschaft seit dem 5. Jahrhundert, gegründet von Benedikt von Nursia) war und ist: "bete und arbeite" (lateinisch: ora et labora).

Die religiösen Aktivitäten bedeuten eine unbeschreibliche Energieabschöpfung:

 

- Statt Schulen und anderer wichtiger Gebäude werden mit immensem Aufwand Gotteshäuser, Kultstätten, Gebets- und Verehrungseinrichtungen errichtet. Da werden Gehälter an Priester, Tempel- und Kirchendiener gezahlt, die - objektiv vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen - nichts Produktives hervorbringen. Sicher kann man dem entgegenhalten, dass ja Künstler und Sportler auch nichts Ess- und Trinkbares, direkt Lebensnotwendiges hervorbringen. Also dieses Thema ist zu komplex, um es jetzt mit einigen Sätzen behandeln zu können. Dennoch sind zu bewundern: >Hier< einige Bilder, die nicht die großen, prächtigen und mächtigen und höchst kunstvollen Bauwerke zeigen, welche in unzähligen, meisten sehr guten Bildbänden zu sehen sind. >Hier< zu einer Literaturangabe von {mindestens} sieben Bildbänden "Wunder der Baukunst", aus denen hervorgeht, "wie sehr Machtbewusstsein, religiöse Inbrunst, Größenwahn, Schutzbedürfnis, Repräsentationswünsche neben vielen anderen Motiven dazu beitrugen, dass diese imponierenden Zeugnisse menschlicher Leistungsfähigkeit von hohem ästhetischen Anspruch entstanden" sind - Zitat aus der Bildbandbeschreibung.

 

- Statt des ausschließlich einseitigen Religionsunterrichtes, in Form des derzeitiges Einhämmerns einer einzigen Ideologie, sollten andere Ideologien und auch Kritikfähigkeit, Systemanalyse und Systementwurf, vor allem psychologische und soziologische Grundlagen vermittelt werden.

 

Es gibt keinen Unterschied zwischen der Aufrechterhaltung eines („konfessionellen“) Religionsunterrichtes (also je nach Glaubensrichtung der Eltern für die dem Unterricht ausgesetzten Kinder) und dem Ideologie-Einhämmern während der Periode des so genannten Dritten Reiches (dem "Hitlerregime"*) oder in den sozialistischen Ländern ("Hitlerjugend" und "Junge Pioniere").

* Beispiel: ein Franz Josef Strauß seit Ende November 1943 als Nationalsozialistischer Führungsoffizier zuständig für "die politisch-weltanschauliche Erziehungsaufgabe im nationalsozialistischen Sinn", ab 1953 dann mehrfacher Minister in unserer Bundesrepublik... (>hier< mehr zu den wieder auferstandenen Nazi-Größen)

 

- Durch ideologische Vorschriften, die sich auf das tägliche Leben erstrecken, wird die Arbeitsleistung behindert durch Gebete, Fasten, Aufmärsche, Riten aller Arten, d.h. kultische Handlungsabläufe, durch sexuelles Unbefriedigtsein. Ferner ist die internationale Zusammenarbeit dadurch behindert, dass beispielsweise in Israel der Samstag der höchste Feiertag ist, in einigen islamischen Ländern der Freitag, wieder in den meisten Ländern der Sonntag. Wird der jeweilige Vortag als arbeitsfreier Tag angestrebt (teilweise schon verwirklicht), so bleiben nur wenige Wochentage der internationalen Zusammenarbeitsaktivität. In der Syrisch Arabischen Republik war am islamischen Freitag Ruhe, der Donnerstag arbeitsfrei. Die westlichen christlich orientierten Botschaften blieben samstags und sonntags geschlossen. Offizielle Gespräche konnten also nur an drei Tagen in der Woche vereinbart werden.

 

- Streng religiöse Menschen werden dauernd von einem schlechten Gewissen geplagt, da sie wegen eines gewissen >unbewussten< „Leidensdrucks“ unter der Vielzahl der Vorschriften mehr oder weniger oft, in der Regel sogar ständig „sündig“ werden; denn die Regeln und Vorschriften sind häufig gegen die natürlichen Wünsche und Bedürfnisse gerichtet. Das bewirkt eine innere Unausgeglichenheit, schürt Aggressivität und kann bis zur Selbstverachtung führen.

 

- Die Gefahr, sich in einen Fatalismus (den Glauben an Vorherbestimmung, sich in sein Schicksal ergeben zu müssen) fallen zu lassen, sich also einem unausweichlichen Schicksal (Gottes „unerforschlichem Willen“) zu unterwerfen, ist recht groß, was das Eigenverantwortungsgefühl, die Eigeninitiative mindert, ja sogar ganz ausschaltet. Aber genau diese Schicksalsgläubigkeit - wonach alles ausschließlich und endlich Gottes oder der Götter oder der vorsehenden Macht als unabänderlichem Willen zugeschrieben wird - ist der nicht zu lichtende Anker fast aller Ideologien.

  

Ein Phönizischer Kessel 700 vor der Zeitrechnung

Noch eine sehr wichtige Bemerkung im Zusammenhang mit "Absorption an Schaffenskraft" durch die Religion: Es ist bei meiner Suche nach Kunstwerken aus streng orthodox (mit der herrschenden  Lehrmeinung übereinstimmenden) rechtgläubig religiös geprägten Kulturen an keiner Stelle darauf hingewiesen worden, dass aus dem ausschließlichen Israëlitischen Gebiet ein Kunstwerk hervorgegangen ist (außer die 2 Tausend Jahre alten Tempelrollen von Qumran, der klosterähnlichen Ruinenstätte am Nordwestufer des Toten Meeres, mit religiösen Unterweisungen), im Gegensatz zum Kunstwerkreichtum der Ägypter, der Phöniziern und anderer Volksstämme (die nach Moses "falsche" Götter und Götzen anbeteten). Nach meiner Kenntnis hat Israël kein einziges Kunstwerk, keine großartige Erfindung usw. zu bieten, während ansonsten überall auf der Welt die Juden eine Führungsrolle inne hatten und prozentual als hervorragende Wissenschaftler, Autoren (Künstler im allgemeinen) und vieles mehr bekannt wurden (trotz jahrhundertelangem Antisemismus und trotz Integrationsverhinderung). Es führt zu weit die Gründe für eine Emanzipation (lateinisch »Freilassung«; im vorliegenden Fall eher: sich befreiend) zu erörtern (Verweis z.B. auf Buch: Juden im Wilhelminischen Deutschland 1890-1914: Ein Sammelband von W.E. Mosse und A. Paucker von Mohr Siebeck, Gebundene Ausgabe - 1998).

 

Es sei auf die von Religion dauernd im Tagesverlauf geforderte Unterbrechung (durch Beten, Waschen, religiöse Riten) irgendeiner schöpferischen Tätigkeit noch einmal hingewiesen und die Auswirkungen kurz erörtert: Jeder, der eine wissenschaftliche oder künstlerische Tätigkeit mal ausgeübt hat, weiß, wie unangenehm es ist, in seinem "Aktionsfluss" unterbrochen zu werden. Das bekannteste Beispiel gab Jean Jacques Rousseau, der 1762 seinen Erziehungsroman "Émile, oder Über die Erziehung" vollendete. Er soll seine Kinder in ein Waisenhaus eingeliefert haben, damit diese ihn nicht bei seinen Formulierungen seiner "Forderung nach freier Entfaltung der Persönlichkeit des Kindes" störten. Rousseau stellte immerhin völlig neue Grundsätze mit Bezug auf moderne, heute noch gültige Erziehungsaspekte auf. Er war übrigens bekannt als ein heftiger Kritiker des dogmatischen Christentums.

 

Welche Rolle die, durch insbesondere weitgehende auf Männlichkeitswahn beruhenden Religionen unterdrückte Sexualität spielt, ist (noch) nicht hinreichend erforscht. Beim Lesen der Bibel fällt immer wieder die Wichtigkeit der Beschneidung des männlichen Gliedes auf, ja sogar zur Kriegs-Trophäensammlung >hier<. (Dort beginnt das "Vorhautsammeln" in der Verzweigung neben der Abbildung der David-Statue von Michelangelo Buonarroti.)

 

Warum die Forderung nach Beschneidung so wichtig ist, konnte aus der bisherigen Literatur und aus anderen Veröffentlichungen (Film, Seminare, Vorlesungen) nicht herausgefunden werden. Die US-Amerikaner führen als Grund die Hygiene an. Das reicht nicht; denn dann müssten alle nicht beschnittenen Männer krank geworden sein, weil die so genannte Intimpflege bei einem Kleinkind nicht gerne vollzogen wird. Das "Pflegen" der Genitalien vermittelt immer noch sogar in Europa den Pflegenden ein Gefühl des Unanständigen. Merken die Pflegenden, dass es dem keinen Jungen (aber auch Mädchen) Spaß bereitet und der kleine Bub auch noch mit einer Erektion reagiert, dann ist eine Gesichtsröte unvermeidlich. Welche Bedeutung also die äußerst schmerzhaft erlebte, aber männlich zu ertragende Beschneidung mit Bezug auf Hervorrufen einer traumatischen Kastrationsangst, also als Gewalteinwirkung in körperlicher, sowie seelischer Hinsicht hat, kann nur abgeschätzt werden.

 

Wie "hoch" die Beschneidung eingeschätzt wird von einem hochrangigen Mann, einem Wladimir Putin, dem derzeitigen (2007) russischen Präsidenten, berichtet Boris Reitschuster in seinem Buch "Wladimir Putin - Wohin steuert er Russland" (rowohlt Berlin). Auf der Pressekonferenz des von Kopenhagen nach Brüssel verlegten EU-Gipfels (in Dänemark hatten Exil-Tschetschenen demonstriert) geriet der Staatsmann außer sich, als ein französischer Journalist die Frage stellte, (Zitat aus dem Buch) "ob der russische Krieg in Tschetschenien statt gegen Terroristen nicht in Wahrheit gegen das tschetschenische Volk gerichtet sei? Ein kaum merkliches Zucken huscht über Putins Gesicht, er schürzt die Lippen; mit stechendem Blick nimmt er den Fragesteller ins Visier. Ein paar Sätze lang gibt sich der Präsident noch staatsmännisch. Russland sei die vorderste Front gegen die Islamisten, die alle Ungläubigen töten wollen, antwortet er, ohne auf die eigentliche Frage einzugehen. Plötzlich gerät er in Rage; wie eine Gewehrsalve rattern die Worte, immer schneller, abgehackter. Er solle doch nach Moskau kommen, hält der Präsident dem Journalisten vor. Nein, nicht etwa, um den Kreml zu besichtigen, sondern um sich beschneiden zu lassen: »Wenn Sie ein richtiger islamischer Radikaler werden wollen, empfehle ich, die Operation so durchzuführen, dass Ihnen nichts mehr nachwächst.« Selbst dem russischen Dolmetscher stockt der Atem. Wie zu Zeiten von Boris Jelzin traut sich der Mann in der Übersetzerkabine nicht, den Wortlaut exakt wiederzugeben. So vernehmen die anwesenden Politiker und Journalisten über ihre Kopfhörer: »Willkommen in Moskau. Wir sind ein multireligiöses und multinationales Land, wo alles erlaubt ist und toleriert wird.« Die russischen Journalisten blicken verlegen zur Seite, Putins europäische Kollegen machen lächelnde Miene zu den bösen Worten, die sie nicht verstehen."

Zu diesem "Ausfall" kann man nur fragen, wie stark bewertet ein Macho-Präsident eine Beschneidung? Gilt der religiöse Beschneidungswahn als zusätzlicher Kriegsgrund für einen Mann, der ohne selbst einen solchen An- oder Eingriff zu befürchten hat, den aber allein die Vorstellung offensichtlich unkontrollierbar aus der Haut fahren lässt? Solch eine präsidiale Entgleisung sollte Psychologen aufhorchen lassen.
 

Kommen wir zurück auf Folgen einer tatsächlich erlebten Kastrationsangst (>hier< eine spezielle Seite): Wenn auch ein Schock-Erlebnis ins Unbewusste verdrängt worden sein sollte, so schlummert es dort wie ein ruhender Vulkan. Jede psychoanalytisch tätige Person wird darin zustimmen. (>Hier< ist im Kommentar zu "Sexskandalen" und "Gewaltpotential junger Männer" noch einiges zu diesem Thema zur Diskussion gestellt worden.)

 

Nun ist aus der Psychologie bekannt, dass die Unmöglichkeit des Auslebens eines Triebes jedoch auch zu einer Sublimierung (>hier<) führen kann, sogar insbesondere als Antrieb zu einer künstlerischen Betätigung (als "Ersatzbetätigung". Ein nicht verdrängter Trieb kann in einen "Ersatztrieb" umgewandelt werden.) Was geschieht, wenn ein solcher künstlerischer Betätigungswunsch wiederum eingeschränkt ist, wenn nicht sogar unmöglich gemacht wird; das ist auch kaum untersucht worden.

 

Jegliche voreheliche sexueller Betätigung vor allem einer Frau ist nach religiösen Vorstellungen zu bestrafen bis zur Todesstrafe (>hier<). Bis zur Todesstrafe gehen auch die Drohungen zum Beispiel bei gleichgeschlechtlicher körperlicher Liebe oder Sodomie. Nicht ausgelebte Triebbefriedigung, die insbesondere wegen der nahezu vollständigen Behinderung jeglicher sexueller Betätigung unvermeidbar in nun auch noch streng verbotene "sündige Gedanken" münden kann, lähmt zusätzlich die menschliche Schaffenskraft.

 

Die Verankerung in einer festen Ideologie ("konservierten" Tradition) verhindert oder behindert (abgeschwächt ausgedrückt) Einsicht in geänderte Umstände, in ein Umdenken zur Anpassung an neue Situationen. Es ist aber eine Einsicht in notwendige Verhaltensänderungen als der allerwichtigste Punkt erforderlich, als unerlässliche Voraussetzung für die Abwendung einer uns alle bedrohenden Katastrophe, hervorgerufen durch Übervölkerung und menschenrechtsfeindlicher, vor allem naturfeindlicher Ausbeutung der Erde.

 

Wie Religion erworben und beibehalten wird

 

Leon Mann schreibt in seinem Buch "Sozialpsychologie" (>hier<): "Die Grundlagen des menschlichen Sozialverhaltens sind kulturelle Einflüsse, die von der Existenz organisierter Gesellschaften herrühren, soziale Einflüsse, die auf Primärgruppen in der Gesellschaft zurückzuführen sind, sowie auf Umwelteinflüsse, die durch die physikalischen Gegebenheiten der sozialen Umwelt vermittelt werden. Wenn man zu einer bestimmten Gesellschaft gehört, so heißt dies, dass man ihren kulturellen Werten ausgesetzt, wenn nicht sogar vollständig verhaftet ist..."

 

Erschreckend sind die Versuchsergebnisse von Solomon Asch und des Milgram-Experimentes (>hier<) zum Konformitätsverhalten und Gruppen-Mehrheitsdruck, wonach Mitmenschen (fast) alles mitmachen, um nicht ausgegrenzt zu werden:

Wer will denn schon (abgelehnter) Außenseiter sein!

Nur etwa 10% der Mitmenschen weigern sich, mitzumachen bis hin bei schweren Verbrechen wie Folterungen sogar mit voraus zu sehender Todesfolge!!!

 

Der Fachausdruck zur Glaubenserwerbung heißt: Tradiert (überliefert, weitergegeben, als Tradition weitergeführt). Die Antwort geben viele psychologisch/soziologischen Erkenntnisse. Der Mensch wird in ein mehr oder weniger verfestigtes kulturelles Umfeld hinein geboren, das sich in der Regel seit langer Zeit oder besser gesagt, über mehrere Generationen hinweg ausgebildet hat. In einer bestimmten religiösen Umgebung setzt bald schon ein "Religionslernen" ein, eine frühzeitige Steuerung und Beeinflussung zum Verhalten und Ausbildung des Charakters des Kleinkindes. Zu seiner Entwicklung ist der, bekanntlich kaum noch instinktgeleitete Mensch auf Lernen angewiesen. Die Art und Weise, wie das Kind seine Einstellungen (>hier<), sein Verhalten und seine Fähigkeiten entwickeln (erwerben) kann, hängt vom Rahmen ab, in dem sich das Kind bewegen darf. Nehmen wir das extreme Beispiel eines islamischen Umfeldes: Schon mit der Muttermilch werden beispielgebende Verhaltensweisen des gesamten Umfeldes "verabreicht". (Es gibt sogar die "vorgeburtliche Stimulierung" (Prägung): Säuglinge schreien unterschiedlich und im Sprachakzent >hier<.) Es wird gebetet. Alles dreht sich um Gott und seine Welt. Allah ist ein Wort, das jedes Kind mit größter Leichtigkeit als erstes Wort babbeln kann. Das wird Entzücken und Freude in der Familie, dem gesamten Umfeld auslösen (als Verstärkung, wie die Psychologen wissen). (Das erste gelallte "Auto" eines europäischen Kindes wird mit Gelächter beantwortet.) Kommen dann die ersten Gebetsfloskeln aus Kindermund, wird das natürlich auch gleich mit frohen und strahlenden Gesichtern, welche das Neugeborene anlächeln, begrüßt (wieder eine Verstärkung).

 

Die persönlichen Beziehungen zu den Eltern, Geschwistern, Verwandten, Nachbarn, Lehrern (Erzieher) sind durch alle bis zu den kleinsten Kleinigkeiten in Heiligen Büchern, dem Koran beispielsweise, vorgeschriebenen Regeln festgelegt. Das Verhalten der auf das Kind einflussnehmenden Personen ist grundsätzlich fundamentalistisch ausgerichtet; denn der Koran lässt keinerlei Spielraum zu. Der Tages- und der ganze Jahresablauf sind geregelt mit Gebetszeiten, Gebetsformen und -inhalt. Es haben sich Rituale herausgebildet, also ein Verhalten, das mit Regelmäßigkeit zu bestimmten Anlässen in immer gleicher Form abläuft. Die gesamte Kindererziehung ist darauf ausgerichtet, "Gehorsam(keit) zu lernen". Der schon oft erwähnte Brockhaus definiert Gehorsam wie folgt: "Befolgen von Geboten oder Verboten durch entsprechende Handlungen oder Unterlassungen; die Unterordnung des eigenen Willens unter fremde Anordnungen, die durch Zwang herbeigeführt, aber auch freiwillig (Einfügung in eine religiöse oder gesellschaftliche Ordnung) sein kann". (>Hier< viele Erklärungen!)
 

In dieser Gesellschaftsform ist das Erziehungsziel: Gehorsam, nicht geduldetes Abweichen von den festgelegten Regeln, Anordnungen, Weisungen, Geboten, Verboten und Gesetzen, die bereits schon in frühem Kindesalter angewandt werden. Die Erreichung der Erziehungsziele erfolgt vorwiegend durch Strafe. Das Auswendig-Lernen steht im Vordergrund. (Näheres ist unter dem Stichwort >Lerntheorien< und >hier< als Artikel "Religion lernen" zu finden.) Bald kann das Kind den Koran fast ganz auswendig, ohne erkannt zu haben, was drin steht. (Manche Pianisten können ganz Sonaten ohne Noten abspulen, sogar sehr publikumswirksam, jedoch so gut einstudiert, dass ihre Gedanken ganz wo anders sind. Den meisten katholischen Rosenkranzbetern geht es nicht anders.)

 

Übrigens sind Sprachen manchmal sehr aufschlussreich, was die Bedeutung mancher Worte betrifft: So wird im Englischen wie im Französischen gerne das Wort "Formation" (jeweils etwas anders ausgesprochen) für "Ausbildung, Erziehung" gebraucht, was auf deutsch ursprünglich "Modell, Schablone, Schema" (the form, la forme) bedeutet und dann militärisch, in eine Formation (Reih und Glied) bringen. Das englische "training" bedeutet - in Reih und Glied, wie beim Eisenbahnzug alle Wagen auf demselben Gleis - einüben, einexerzieren, abrichten, zureiten. Die Franzosen (élever, éduquer) "erhöhen" und "führen heraus". Die Deutschen erziehen, also zerren und ziehen sie wohin? Das nur am Rande, wäre aber mal einer genaueren Untersuchung würdig, unter dem Titel "Bedeutung und Ergebnisse von Tätigkeiten in verschiedenen Kulturkreisen an hand von Wort-Herkunft".

 

Zur Konfirmation

Bis hierher hat das Religionerwerben schon ganz gut funktioniert. Doch noch ein paar Sätze als Erklärung zum Festhalten (Verfestigung) an einer einmal übergestülpten und anschließend verinnerlichten Religion. Man kann aus einem Gefängnis der religiösen Überzeugung kaum entkommen. Die Lerntheorien liefern die Erklärung, zusammengefasst: Das Gelernte wird verfestigt. Es hat sich ein Komplex von religiösen Einstellungen ausgebildet. 

 

Kaum jemand kann seine "Sprache wechseln". Mit einer Sprache sind nicht nur die Normen der Ausdrucksmöglichkeiten (Wortschatz und Satzbau und -gestaltung) sondern auch das kulturelle Umfeld einzubeziehen. Wer in einem anderen Sprachkreis als dem, in dem diese Web-Seiten verfasst worden sind, kennt schon "Max und Moritz" (von Wilhelm Busch) oder das Lied von der "Loreley" (von Heinrich Heine). Wer war Bismarck? Chinesen, Japaner, Spanier und Türken zucken die Schultern.

 

Ein pädagogisches Prinzip ist die Gewohnheitsbildung. Durch die unterschiedlichen Lernformen werden >gewohnheitmäßige< Verhaltensweisen herausgebildet. Das ist ja wohl vor allem ein Grundprinzip der religiösen Erziehung. Die Psychologen haben herausgefunden, dass viele Gewohnheiten durch das soziale, also in unserem Zusammenhang religiöse Umfeld >konditioniert<, das heißt >gelernt< und eben durch das Gelernte ausgelöst werden. Diesen Vorgang kann man sehr gut mit dem Beispiel des Betens (>hier<) erklären, einer "Tätigkeit", die motorisch, >emotional< und kognitiv (unbewusst wahrgenommen und durch Erkennen) abläuft:

- Schon im allerfrühesten Alter falten die religiösen Eltern (Erzieher) dem Kleinkind die Hände und sprechen Gebete, morgens, abends und so weiter. Später machen die Kinder das dann schon automatisch. Die Augen müssen geschlossen werden. Das Kind soll später knien, zumindest eine Demutshaltung einnehmen.

- Obwohl der Inhalt der Gebete zunächst nicht verstanden wird, wird das Kind bald in eine emotionale (also gefühlsmäßige) Stimmung versetzt.

- Es wird ihm immer und immer wieder erklärt, dass der Angesprochene (Gott) die Verkörperung der Güte (Gutmütigkeit) ist, der alles sieht und hört und sogar gute und böse Gedanken des Betenden lesen kann. Vor ihm ist nichts zu verbergen und nichts zu verheimlichen. Es wird dem Betenden vorgegaukelt, das Gott einem Hilfe geben wird in allen Lebenslagen, dass er nie drohend und böse antwortet, was immer ihm auch mitgeteilt wird, dass man aber sicher sein kann, gehört und verstanden worden zu sein; dass eine Strafe für eine "Sünde" und "für sündige Gedanken" unerwartet, aber absolut sicher erfolgen werde. Der Angebetete sei der liebste und verständnisvollste, aber auch gestrenge "Vater". Dass er nie antwortet, nie sichtbar erscheint, wird als gegeben und nachher als völlig selbstverständlich hingenommen. (Es können sogar sehr wohl Vorstellungen beim Betenden entwickelt werden, wonach tatsächlich der Angebetete spricht, was nicht unbedingt als klinisch gesehen werden muss. Zumindest wird häufig von spirituellen Erlebnissen berichtet als Selbsthypnose/Autosuggestion.)

- Das einstudierte Beten entspricht einer verhaltenstherapeutischen Anweisung und wird wie zu einer "kognitiven Lernerfahrung" (>hier< "Lernen durch Einsicht"), bei der Gedanken und Überzeugungen festgeschrieben werden: "Ich schaffe alles mit Gottes Hilfe!"

- Später - bis zum physischen Ende eines Religiösen - läuft das Beten automatisch ab: Keine Mahlzeit kann - zumindest nicht, ohne an ein vorheriges Beten zumindest zu denken, eingenommen werden.

 

Andere religiöse Lehren, Regeln, Gebote und Verbote werden auswendig gelernt, regelrecht eingetrichtert und damit als nicht mehr aus dem Gehirn entfernbares Gewöhnungsdenken. Der hartnäckigste Atheist (besser: Nicht-Gläubige) wird nicht verhindert können, in bestimmten Situation "Gott sei Dank" zu plappern. Jemand, der unter Adolf Hitler (ein Paradebeispiel dafür, wohin ideologisches Denken führen kann) aufgewachsen ist, wird beim Erklingen des so genannten Deutschlandliedes (der deutschen Nationalhymne) erstaunt sein, dass heutzutage direkt mit der dritten Strophe: "Einigkeit und Recht und Freiheit" begonnen wird statt mit "Deutschland, Deutschland über alles". Nach dem Ende des Liedes wird er sich mäßigen müssen, nicht sogleich ein "Die Fahne hoch" zu grölen (wurde damals nie normal gesungen, sondern begeistert gebrüllt). Das hat nicht einmal das geringste damit zu tun, dass er einmal oder absolut nie der nationalsozialistischen Ideologie verfallen gewesen wäre (>hier< zum Artikel  über politische Religion). Genauso wird ein Nichtkirchgänger, der sich erst nach den üblichen Einbindungsversuchen der religiösen Ideologen, das heißt im jugendlichen Alter oder sogar später aus der Umklammerung lösen konnte, bei einer Beerdigungsfeier beispielsweise die einstudierten Kirchenlieder - zumindest in Gedanken - mitsingen. (Das sind nun mal bleibende Schädigungen.)

 

Man kann sich vielleicht das Rauchen abgewöhnen und nie wieder einen Wunsch nach Tabak verspüren. Aber einmal erlernte ideologische Denk- und Handlungsweisen sind wie traumatische Erlebnisse haften geblieben - als seelische und überzüchtete Schädigung aufgrund mehr oder weniger unbewusst erlebte Belastungen. Sie können zwar durch Umdenken verarbeitet und mit Kopfschütteln vielleicht sogar belächelt werden, sind aber nie wieder (ganz) auszulöschen.

 

Leon Festinger, Henry W. Riecken und Stanley Schachter schreiben in ihrem Buch "When Prophecy fails" (Wenn eine Vorhersage nicht eintrifft): "Ein Mensch mit einer festen Überzeugung ist schwer umzustimmen. Widerspricht man ihm, so wendet er sich ab. Zeigt man ihm Fakten und Tabellen, so wird er die Quellen anzweifeln. Appelliert man an sein logisches Denkvermögen, dann weiß er nicht, worauf es ankommt. Wir kennen alle die Variationsbreite einfallsreicher Rechtfertigungen, mit denen manche Leute ihre Überzeugungen verteidigen und an denen sie über alle Angriffe hinweg unbeschadet festhalten."

 

>Hier< zu einer Beschreibung über einen "neuen Glauben"; am Artikel-Ende Verzweigung zu den Erklärungen von Festinger, Riecken und Schachter, >hier< direkt.

 

Wegen der Wichtigkeit der Erklärung warum kaum jemand "vom Glauben abkommt", seien jetzt noch einmal die oben bereits aufgezählten psychologisch definierten Begriffe aufgezählt:

Wahrnehmungsabwehr (als Abwehrmechanismus), Wahrnehmungshemmung (>hier<), d.h.

- Meidungsverhalten

- Wahrnehmung emotionaler Inhalte,

- Unterschwellige Wahrnehmungshemmung,

- Verdrängung, Emotionen, Vorurteile, Wahnideen;

Prägung (>hier<, kurze Erklärung und >hier< im Rahmen der "politischen Psychologie" ),

Konditionierung (>hier<), dazu

- Doppelbindungs-Theorie und

- Projektion.

 

Die 1923 geborene schweizerische Schriftstellerin, Alice Miller, die sich vor allem mit traditioneller (also sogar einprügelnder) Erziehung beschäftigt, wiederholt in ihrem Buch "Am Anfang war Erziehung" (Suhrkamp 1980) die ursprünglich von Katharina Rutschky ("Schwarze Pädagogik", Ullstein) aufgeworfenen Fragen: "Wie wurden unsere Eltern erzogen? Was mussten und durften sie mit uns machen? Wie hätten wir das als kleine Kinder merken können? Wie hätten wir es mit unseren Kindern anders machen können? Lässt sich dieser Teufelskreis je durchbrechen? Und schließlich: Ist die Schuld kleiner, wenn man sich die Augen verbindet?" Ferner bringt Frau Miller einen besonders aufschlussreichen Ausspruch des Kommandanten des Nazi-KZs Ausschwitz, Rudolf Höss, in ihrem oben erwähnten Buch: "Ganz besonders wurde ich immer darauf hingewiesen, dass ich Wünsche oder Anordnungen der Eltern, der Lehrer, Pfarrer usw., ja aller Erwachsenen bis zum Dienstpersonal unverzüglich durchzuführen bzw. zu befolgen hätte und mich durch nichts davon abhalten lassen dürfe. Was diese sagten, sei immer richtig. Diese Erziehungsgrundsätze sind mir in Fleisch und Blut übergegangen."

 

Ferner noch ein im Buch von Alice Miller zu findender Ausspruch: "Was für ein Glück für die Regierenden, dass die Menschen nicht denken", vom Vegetarier Adolf Hitler, wer hätte jenem diese Erkenntnis zugetraut? >Hier< - wenn nicht bereits in meinem Vorwort gelesen - der berühmte Ausspruch des reinen Befehlsempfängers und Befehlsausführers, Karl Adolf Eichmann.
 

Wenn US-amerikanische Psychologen und Pädagogen "Gewohnheit" als etwas zur ererbten Anlage Hinzuerworbenes sehen, dann ist das sicherlich nicht ganz falsch. Richard Dawkins hat in seinem Buch "Das egoistische Gen" dieses (Pseudo- also Schein-)Gen als "Mem" eingeführt, als etwas, das sich im Gedächtnis (im Fühl- und Denkvermögen) festsetzt wie ein (nicht unbedingt tödliches) Virus. Bei den Selbstmordattentätern (>hier<) führt es jedoch zum Tode. R. Dawkins vermutet, das sich die "Mems" durch Kommunikation weiterverbreiten. "Durch individuelles Nachdenken und durch Austausch mit anderen Memen entwickeln sie sich weiter", sagt Wikipedia (die Internetenzyklopädie).

 

Die Gewöhnung (oder auch Gewohnheit) kennzeichnet "die Tendenz des Individuums, in gewohnter und mechanischer Weise zu handeln, besonders dann, wenn diese Tendenzen durch Übung oder Erfahrung erworben wurden. Viele Verhaltensweisen laufen aus Gewohnheit ab, insbesondere wenn bestimmte Reize gegeben sind, zum Beispiel:

 

Ein überzeugter Nichtgläubiger besucht als aufgewachsener orthodoxer Katholik eine uralte Kirche der ersten Christen, und fällt auf die Knie. Sein mit ihm befreundeter Mitbesucher ist erstaunt wegen seiner ebenfalls "gottlosen" Weltanschauung. Der Kniende merkt es und flüstert, über sich selbst verwundert: "Hast wohl nie etwas von >Pawlow< gehört".

 

Ein paar Sätze müssen noch im Zusammenhang mit so genannten Integrationsproblemen, das heißt Eingliederung von religiös vorgeprägten Zuwanderern, erwähnt werden. Diese Problematik wird sehr gut und ausführlich von Wilhelm Heitmeyer beschrieben (unten unter der übernächsten Überschrift "Gründe für Aggressivität aus der Religion"), indem die Kluft aufgezeigt wird, wenn zwei kulturelle Einflüsse aufeinander prallen, wobei (Zitat)

 

- sich immer deutlicher abzeichnet, dass ein Identitätsspagat (eigentlich "völliges Spreizen der Beine nach vorne und hinten", also gemeint ist eine sehr schwierige akrobatische Übung) nicht mehr zu verkraften ist und die Suche nach "Einheit", Eindeutigkeit und Gewissheit zunimmt,

- der ständige Wechsel zwischen den Erwartungen der kulturellen Referenzgruppen nicht ausgehalten wird und zugleich die existenziellen Versorgungs- und Unterstützungsleistungen immer unsicherer werden,

- die Angleichungsbemühungen als Anpassung an die kulturellen Maximen (Grundsätze, Prinzipien) der Auffanggesellschaft trotzdem mit der Erfahrung von Diskriminierung (Benachteiligung, Ungleichbehandlung) und unter Umständen fremdenfeindlicher Gewalt einhergehen. (Zitat Ende)

 

Aus den USA, dem Einwanderungsland mit besten Erfahrungen, ist aus Migrationsstudien bekannt (also Untersuchungen bei Einwanderern), dass sich eigenartiger Weise (erst) "die dritte Generation der Einwanderer der kulturellen Identifikation mit der Auffanggesellschaft widersetzt." Nun gibt es insbesondere bei den türkischen Einwanderern gerade mal zwei Generationen in Deutschland, und die Probleme werden ganz deutlich durch das Desinteresse an der Erlernung der Sprache des Wahllandes (Deutschland). Es ja noch verständlich, wenn die erste Generation, die nur an der Arbeit bzw. dem Geldverdienen interessiert war, unsere Sprache wie folgt beherrscht: "38 Jahre Gabelstapler Opel; gut; nix Hause; ich hier ..." "Nix Hause" soll heißen:  "Ich will nicht wieder in die Türkei". Diese Menschen hatten in der Regel einfachste Arbeit übernommen , die meisten Frauen durften auf keinen Fall eine Fremdsprache erlernen und konnten auch es nicht, weil sie sowieso nur rudimentär die Herkunftssprache (das klassische Türkisch) beherrschten, ihr Leben in Ghettos stattfindet und sie vor allem von der Religion nach wie vor umklammert werden. Während die Türkei nach den Reformen durch Mustafa Kemal Pascha (genannt Atatürk, Vater der Türken) die Trennung von Staat und Kirche (Laizismus genannt, mit Kopftuch-, insbesondere Burka-Verbot) eingeführt hatte, fühlen sich einige islamistische Führer in Deutschland - mit Religionsfreiheit im Grundgesetz - wohler (wie sie selbst offen zugeben). Man sieht daher in Deutschland mehr Burkas und Kopftücher als in der Türkei, als Indiz (Anzeichen) dafür, wie strikt religiös es in einer "Burka-Familie" zugeht, und wo zu erwarten ist, dass dort kaum ein deutsches Wort zu hören sein wird, wahrscheinlich auch nicht in den nächsten Generationen.

 

Hinzu kommt das provokative Gebaren vieler Muslime in Deutschland: Ihre Kleidung verdeutlicht, dass sie alle Leute nicht gleich gekleidet als verdammenswürdig ansehen - wie es in jeder Sure des "heiligen Schrift des Islam" voller Hetze und Hass steht (>hier<). Umgekehrt fühle ich mich inzwischen aufgereizt, wenn ich solchen islamischen Menschen mit ihren langen türkischen "Unterhosen", einer Mütze, einer Verschleierung begegne mit ihren unfreundlichen und verächtlichen, keineswegs glücklich wirkenden Blicken und mit unverkennbarer Anpassungsunwilligkeit, mit Verachtung der Menschenrechte, der Grundgesetze und sonstiger Konventionen. Das "Gutmenschentum" nimmt es hin, vor allem, das jede Kopftuchtragende in jedem Fall Sozialhilfe, Kindergeld udgl. bekommt.

 

Aus der grafischen Darstellung über Jugendliche rechts (1992 von Dr. Mathias Jerusalem, FU Berlin) geht hervor, welcher gravierende Unterschied besteht in Abhängigkeit von der Sprachkenntnis. Bei guten deutschen Sprachkenntnissen der Ausländer ist deren "allgemeine Ängstlichkeit" etwas höher als bei deutschen Jugendlichen, aber ziemlich höher bei geringen Sprachkenntnissen (ersten 3 Balken im Diagramm).

 

Die "soziale Ängstlichkeit" ist sogar bei gut deutsch sprechenden Ausländern wesentlich geringer als bei den Deutschen, aber ziemlich groß bei schlechten Sprachkenntnissen der Ausländer (2. Balkengruppe).

 

Die "Einsamkeit" ist bei deutschen Jugendlichen und ausländischen bei guter deutscher Sprachbeherrschung fast gleich gering. Jedoch fühlen sich ausländische Jugendliche mit geringer deutscher Sprachkenntnis ziemlich vereinsamt (+1,2 in 3. Balkengruppe).

 

Das "Selbstwertgefühl" ist bei denjenigen Ausländern, die die Sprache kaum beherrschen, ziemlich runter im negativen Bereich (letzter Balken in der 4. Balkengruppe), ansonsten fast gleich hoch (fast +0,2).

 

Diese obige Auswertung betrifft vor allem das unter der übernächsten Überschrift "Gründe für Aggressivität aus der Religion" Gesagte; denn Frustration erzeugt Angst und mündet dann häufig in Aggression.

 

Im Übrigen müsste einmal systematisch untersucht werden, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen Intoleranzverhalten und Sprachenbeherrschung (Kenntnis mehrerer Sprachen - Kenntnis nur einer Sprache und dieser vielleicht sogar nur sehr eingeschränkt, wie bei Türken, die in der Regel ihre Dialekte sprechen und - wie gesagt wird - gute Kenntnisse in der Einheitssprache als "Zweitsprache" haben. Kemal Atatürk wollte eine „reinere“ Form der Sprache schaffen wollte. Er führte das lateinische Alphabet ein, welches das arabische ablöste).

 

Eingangs bei diesem Kapitel wurde auf die Wichtigkeit der Muttersprache verwiesen. Es ist ohne Kenntnis eines anderen Kulturkreises unmöglich, aus dem "eigenen", als Kind "erworbenen" kulturellen Umfeld, herauszukommen. Es ist also äußerst wichtig, durch Bildung und Ausbildung einen weiteren Horizont zu bekommen. Dazu gehört auch das Erlernen einer so genannten Fremdsprache. Jedoch muss man zur Perfektion einige Zeit auch im Kulturkreis der zur erlernenden Fremdsprache gelebt haben. Schüleraustausch ist eine Chance zumindest zu einer Toleranz zu kommen (Duldung einer anderen Meinung, Ansicht), vielleicht sogar zu einer Akzeptanz (sich in einem anderen Umfeld mit anderen Meinungen und Ansichten wohl fühlen).

 

Für die zwei oben behandelten Themenbereiche:

Religiosität absorbiert menschliche Schaffenskraft

Wie Religion erworben und beibehalten wird

ist als Stichwort, nämlich zwangsneurotisches Verhalten (>hier<) zu beleuchten als Folge der vielen Vorschriften: Reinlichkeit, Gebete (Meditation, [lateinisch »Nachdenken«), Fasten, Beichten, Wallfahrten (Besuch heiliger Stätten), Totenfeiern, Gottesdienste, Lesen und Auswendiglernen heiliger Schriften... Das alles kann natürlich leicht zu zwanghaften Tätigkeiten führen.

 

>Hier< mehr aus psychologischer Sicht über die Einbindung eines Kindes in Religiosität und >hier< vorab ein Hinweis auf einen sehr ausführlicher Auszug aus einem Buch des Psychoanalytikers Fritz Riemann über zwangsneurotische Aggression. Seine Studien geben ein klare Darstellung, auf welche Weise es zu schizoiden, depressiven, zwanghaften und hysterischen Persönlichkeitsstrukturen kommt. Riemanns Untersuchungen sind heute fester Bestandteil der Psychologie. (Dieser Hinweis wird später unter der Überschrift "Gründe für Aggressivität aus der Religion" wiederholt.)

 

>Hier< zu einem berühmten sozialpsychologischen Experiment zum Beweis, dass ein einmal übernommener Glaube ganz, ganz selten aufgegeben wird. Dieses Experiment wird auch vom Sozialpsychologen Leon Mann >hier< beschrieben.

 

Insbesondere hat die "politische Psychologie" (>hier<) eine gesonderte Web-Seite herausgefunden:

 

Die Wirkung der "Primärinstitutionen", gemeint ist die Kindererziehung, muss geradezu als ein irreversibles Prägungsgeschehen gesehen werden.

 

 

 

Gründe für Intoleranz und Aggression religiöser Menschen

 

Die Grundbücher der großen drei Religionen (Judentum, Christentum, Islam) sind angehäuft mit Grausamkeiten, Verfluchungen, Drohungen, Strafaktionen, Mordaktionen, Kriegen. Die strengen Gebote und Verbote engen die Gläubigen soweit ein, dass ihnen praktisch keine Möglichkeit zu einer eigenständiger Lebensführung mehr bleibt.

 

Alle Ideologien haben in der Regel großes Leiden im gesamten Umfeld des Machtbereichs der jeweiligen Ideologie-Führer verursacht, wie die Geschichten bis hin zu Mord und Totschlag im Alten Testament zeigen, also vom Anbeginn der Zeit bis heute. Zum Beispiel durften Christen und Juden etwa ab dem Jahre 1000 nicht mehr gemischt leben. Die Juden, als Minderheit und mit Sippenhaft belegten Christusmörder, hatten sich in eigenen Stadtvierteln, Gassen (die vielen „Judengassen“) von der übrigen Bevölkerung abzutrennen, wurden mit Mauern umgeben, schließlich in Ghettos zusammengepfercht, zuerst in Venedig. (Ghetto klingt italienisch. Die Herkunft und eigentliche Bedeutung des Wortes ist aber nicht genau bekannt.) Erst im vorletzten Jahrhundert, nachdem die Allmacht der Kirche(n) gebrochen war, durften sie die Staatsbürgerschaft des jeweiligen Landes erwerben, in dem sie lebten. Die Bereitschaft zum Massenmord an den Juden während des Hitlerreichs geht zweifellos weitgehend auf das Konto der katholischen aber auch den protestantischen Kirchen mit ihrer vorbereitenden Diskriminierung der „Christusmörder“. Judenverfolgungen waren immer beliebt, wenn die Mächtigen von irgendwelchen, von ihnen verursachten Problemen ablenken wollten. Hier nochmals die Wiederholung des schlimmen Satzes des "großdeutschen" Reichspropagandaministers J. Goebbels: "Wenn es keine Juden gäbe, müssten wir welche erfinden".

 

Das Leiden der Bevölkerung unter der >dogmatischen< und intoleranten leninistisch-stalinistischen Ideologie und eines Pol Pot in Kambodscha (dem etwa 2 Millionen Kambodschaner zum Opfer fielen) ist bekannt, ebenfalls im Bereich der Herrschaft von islamischen Fundamentalisten.

 

Intoleranz gegenüber anders oder nicht Gläubigen kann zu Aggressionen führen. Ein nicht eingestandener Neid auf die Menschen, die in größerer Freiheit* leben, kann eine der möglichen Ursachen sein.

* Es fehlt eine "vernünftige" Definition von "Freiheit". (>Hier< zu einer Kritik - dort am Schluss).

 

Aggression ist oft ein Ergebnis von Frustration, wie aus der Erörterung hervorgeht, die sich auftut, wenn man sich die Seite über "Aggression" >hier< ansieht.

 

Hass und Hetze gegenüber anderen Glaubensrichtungen (Weltanschauungen) und bei jedweden Verstößen gegen die strengen Regeln, Gebote und Verbote fördern Aggression. Wegen der Einengung des Individuums kann eine anders als im religiösen System aufkeimende Erwartung nicht erfüllt werden, z. B. doch mal schnell während der Fastenzeit eine Kleinigkeit zu essen. Also, ein Bedürfnis, z. B. in Form einer gewünschten Triebbefriedigung gelingt  dann nicht, alles das führt zu Frustration, und Aggression ist häufig eine Folge von Frustration (schon vorher gesagt). Die dauernde Angst, etwas falsch gemacht zu haben oder zu machen, dazu dann noch Furcht, z.B. vor dem Beschneiden als Kastrationsangst, außerdem noch eine Erwartung vor zu erduldender Strafe (Steinigung etc.), können dann akkumuliert (sich aufstapelnd) die Ursachen für Frustration und folglich für Aggression sein, insbesondere wenn dazu noch üblicher Ärger und Zorn kommen.

 

Wenn eine Erwartung nicht erfüllt wird oder nach einer Enttäuschung, ist man frustriert, auch nachdem ein persönlicher Plan misslungen ist. Ein Bedürfnis, z. B. ein natürlicher Trieb wird nicht befriedigt, führt zur Enttäuschung. Bei wiederholten oder starken >Frustrationen< kann es vor allem zu aggressivem Verhalten der Außenwelt gegenüber kommen oder zu Ausweichreaktionen in Form von Selbst-Aggressionen, die sich als Depressionen oder sich selbst Köperverletzungen zuführen, äußern.

 

Mitgliedern des Orden "Opus Dei" wird nachgesagt, dass sie sich Dornenzweige in die Hose stecken, um dauernd die von ihrem Jesus Christus erlittenen Schmerzen nachzuempfinden. (Das wird wahrscheinlich jedoch nicht stimmen; denn eine Dauerverletzung führt zu Entzündungen, ja sogar durch Zell-Entartung zu Krebsgeschwulsten. Aber religiösen Perversionen sind ja keine Grenzen gesetzt.)

 

Insbesondere werden in der Gemeinschaft (der >Gruppe<) aggressive Handlungen gefördert:

 

Die Aggression anderen Gruppen gegenüber wird gerechtfertigt und in den Dienst "höherer" Ziele gestellt (als "heiliger Krieg", "gerechte Strafaktion" gegen einzelne oder Gruppen, notwendige "Erziehung zu einem anständigen Menschen", was immer das bedeutet in der jeweiligen religiösen Moraltheorie).

 

Einem Opfer der Aggression wird sein menschlicher Wert bestritten (zu vertilgendes Unkraut, Untermensch). Die Verantwortung wird auch dem Opfer gerne zugeschrieben, selber Schuld oder hätte ja auf sich aufpassen, und vor allem besser anpassen können. Hat man den Falschen bei einer aggressiven Handlung erwischt, dann ist auch das ganz einfach: Eine Tracht Prügel hat noch nie jemandem geschadet.

 

Natürlich sind die meisten Menschen, auch mehr oder weniger streng Religiöse in der Regel gleichgültig, lassen sich aber leicht mitreißen, wenn eine Meute (durch Bandenbildung) einmal in Bewegung ist. Die so genannte Aggressionshemmung, die die Psychologen auch herausgefunden haben (Mitleid, Scham, Angst vor Strafen und Unannehmlichkeiten), werden leider durch ein aufputschendes Umfeld weitgehend unterdrückt.

 

Ein besonders krasses Beispiel demonstriert der so genannte 11. September (2001), wonach es ganz gleich ist, wer die Türme in New York zu Fall gebracht hat, islamische Terroristen - diese offizielle Behauptung ist sehr unwahrscheinlich - oder fanatische Kreise in den USA selbst, wie >hier< zu lesen ist. Erstaunlich ist nach wie vor, dass durch den Verlust der Zentrale keinerlei Auswirkungen auf die Weltwirtschaft bekannt geworden sind, also in etwa so, als wären diese Türme des Welthandelszentrums (WTC) immer schon völlig überflüssig gewesen. (??)

 

Kurz nach diesem grauenvollen Ereignis nahm der derzeitiger Präsident der USA, George W. Bush, wie folgt Stellung, offensichtlich schon, ohne jegliche Untersuchungsergebnisse kennen zu können: "Wir müssen die Wahrheit über den Terror aussprechen. Lasst uns niemals frevelhafte Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit den Anschlägen des 11. September tolerieren, boshafte Lügen, die bezwecken, die Schuld von den Terroristen abzulenken." Diese seine Meinung wird (leicht variiert) bis heute gebetsmühlenhaft abgespult. Was von diesem US-Präsidenten zu halten ist, schreibt das Wochenmagazin "Stern" >hier< (vom 23.10.2008, der Chefredakteur des "Stern", Andreas Petzold, im "Editorial"): "... Man muss es sich vielleicht so vorstellen, als hätte ein Verrückter das wertvolle Porträtgemälde von George Washington mit einem Säureattentat fast unwiederbringlich zerstört...")

 

Es gibt noch einen Aspekt im Zusammenhang mit Aggression, nämlich Aggression als angeborenen Instinkt nach Konrad Lorenz (>hier<) auch beim Menschen als selbst- und arterhaltender Trieb und als einen auf den Artgenossen gerichteten Kampftrieb,

- um den Lebensraum zu verteidigen, damit man sein Auskommen hat,

- um Beute zu machen, damit man sein Leben besser absichern kann,

- um den Stärksten ausfindig zu machen (in so genannten Rivalenkämpfen) zumindest ursprünglich über die Fortpflanzung, als Selektion des Überlegeneren,

- um bei, in Gemeinschaft lebenden höheren Tieren die Rangordnungen und damit die "Handlungsfähigkeit" der Gemeinschaft zu sichern.

 

Auch heute noch sind Wettkämpfe (Rivalenkämpfe) sehr beliebt und sehr ernst gemeint, was man in Form von Rücksichtslosigkeit und Krawallen (Keilerei, Krakeelerei, Gezänk, Streiterei; Krawallmacher = hooligan im Englischen), Abdrängen im Straßenverkehr erlebt.

 

Nun baut sich auch eine Wir-Gruppe eine Hierarchie auf bis: Wer wird Papst? Wer steigt zum Ayatollah auf. Dieser Hierarchieaufbau bewirkt auch Aggression. Der ursächliche Trieb kann also auch in der Wir-Gruppe nicht ausgelebt werden, weil sonst die Gruppe auseinander bricht. Daher wird die Aggression auf andere (Außenstehende) abgeleitet (als Sündenböcke oder andere Gruppen).

 

Was im Rahmen der Untersuchung dieser Web-Seiten interessiert, ist, was passiert mit der Mehrheit der Gruppemitglieder wegen der durch die religiösen Gebote und Verbote eingeengten Triebauslebung.

 

Nach innen, also innerhalb der sehr strengen Religionsgemeinschaft (Islam, Hinduismus, allgemein Klostergemeinschaften) ist auch ein Aggressionstrieb kaum auslebbar. Sportliche Wettkämpfe werden nicht gefördert, zumindest im Islam kaum. Hahnenkämpfe, Stierkämpfe und sonstige Perversionen werden bevorzugt in Christlichen Gesellschaften gepflegt, ebenso die Jagd. Da es in islamischen Ländern kaum noch wilde Tiere gibt, ist die Möglichkeit, sich bei einer Jagd abzureagieren, selten gegeben.

 

Wie alle Triebe durch Reize stimuliert werden können, kommt es eben durch Stimulation eher und intensiver zu einer Triebauslebung. So kann Hasspredigen, (Aufruf zur Vernichtung von Gegnern) aggressives Verhalten auslösen bzw. verstärken.

 

Es muss auch jetzt noch einmal auf die Frage nach der Wichtigkeit der Beschneidung in der Religion eingegangen werden. (Dieses Thema wurde unter der Überschrift "Religiosität absorbiert menschliche Schaffenskraft" bereits angeschnitten.) Dabei wurde auf ein wahrscheinlich traumatisches Beschneidungserlebnis (durch Kastrationsangst) hingewiesen und gesagt: "Wenn ein solches traumatisches Erlebnis ins Unbewusste verdrängt worden ist, so schlummert es dort wie ein ruhender Vulkan. Das kann jeder Psychoanalytiker bestätigen."

 

Vergleicht man einmal kulturelle Unterschiede: Im Judentum findet die Beschneidung acht Tage nach der Geburt statt, bei den Muslimen zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr, also voll bewusst. Es wäre zu klären, ob das Aggressionspotential bei Juden und Muslimen unterschiedlich ist. Juden haben zum Beispiel keine Glaubenskriege geführt; nur weil sie im Bewusstsein des alleinigen auserwählten Volkes keine missionarische Tätigkeit aufnehmen konnten?

 

Sehr auffällig ist die Brutalität in Afrika. Dort werden die Jungs nach alter afrikanischer Tradition etwa mit 12 Jahren beschnitten vor der gesamten Dorfgemeinschaft (>hier< zu lesen. Dieser Auszug aus meinem Tatsachenroman "Tagebuch eines Selbstmörders" schildert u.a. die "traditionelle Stellung der Frau" dann die "Beschneidung")

 

Auffällig sind besonders aggressive Handlungen, die vielleicht mit der Vermutung einer - oben vergleichend als Vulkanexplosion bezeichneten Verhaltensweise im Zusammenhang stehen. Da wurden beispielsweise während der Unabhängigkeitsbestrebungen unter Führung der Mau-Mau-Bewegung von Jomo Kenyatta den Viehherden die Beinunterteile mit der Panga (einem scharfen Buschmesser) abgehackt, da stürzten sich die (vorwiegend Ackerbau betreibenden) Hutus auf die (Viehzüchter) Tutsis  und massakrierten sich gegenseitig zu 100 Tausenden. (Ob da eine Parallele zwischen dem Pflanzenanbauer Kain und dem Viehhalter Abel zu sehen ist? Um die 80% der Länder Burundi und Ruanda bewohnen vorwiegend katholische Christen, 10% sind Muslime.) Hutus und Tutsis lebten friedlich zusammen, als Nachbarn, waren befreundet, sogar oft intim, waren genau so wenig von einander zu unterscheiden, wie Juden in Deutschland von anderen. Plötzlich, wie aus heiterem Himmel brach der Mordrausch aus, ergriff alle wie eine Epidemie. Es gibt viele Erklärungsversuche zum Beispiel aus geschichtlichen Gründen: Tutsis, ehemals Viehhalter machten sich mit Hilfe von Kolonialherren über Hutus, den Ackerbauern her usw. Das alles reicht aber heute nicht mehr als alleinige Erklärung des Gemetzels aus, an dem beide so genannte Bevölkerungsgruppen in gleicher grausamen Weise - wie in einem Blutrausch - beteiligt waren (sind). Dass beide Bevölkerungsgruppen christlich (katholisch) gläubig waren bzw. sind, mag vielleicht lange Zeit eine Hemmschwelle zur Verhinderung von Gewaltausbrüchen gewesen sein, könnte möglicherweise aber auch als ein zusätzlicher Grund für Aggression gesehen werden; denn die durch Religion bewirkte Triebunterdrückung kann aus psychologischer Sicht aggressiv machen. Die Aggression strebt nach einer Entladung. Das ursprüngliche christliche Wir-Gruppengefühl kann im Zusammenhang mit irgendwoher gekommenen >Stimuli< auseinander brechen und dann in eine stammeszugehörige Wir-Gruppen-Identifikation münden. Dann ist nach der Gruppentheorie >hier< die jeweils andere Gruppe der Feind.

 

Ulrich Schnabel schreibt in seinem Buch "Die Vermessung des Glaubens" (>hier<), dass "selbst Religionskriege ihre Sprengkraft stets aus einem explosiven Gemisch von politischen, sozialen, ethnischen und religiösen Komponenten beziehen".

 

In diesem Zusammenhang ist die Freud'sche Entdeckung des Ödipus-Komplexes zu diskutieren: >Hier< zu einem Auszug aus einem Buch von Charles Brenner, wo zum Beispiel berichtet wird über (unterdrückte so doch vorhandene) "Wünsche nach der Vernichtung oder dem Verschwinden aller Rivalen, die im allgemeinen Vater und Geschwister sind..." Mehr oder weniger stehen diese Wünsche im Konflikt mit Angst vor Bestrafung und dergleichen, vor allem aber mit den (anerzogenen?) Gefühlen der Liebe, zumindest Zuneigung und Bewunderung, gerichtet auf gerade diese "Rivalen", insbesondere aus dem familiären Bereich.

 

Nach Brenner (basierend auf den Freud'schen Gedanken) mündet der Ödipuskomplex in Kastrationsangst. Ängste bewirken Frustration und Frustration kann Aggression hervorrufen. Diesen Zyklus haben wir bereits wiederholt diskutiert.

 

>Hier< eine Erzählung vom einem traumatischen Kindheitserlebnis, ausgelöst durch elterliche Unterdrückung jeglicher Sexualität bis zur Kastrationsdrohung.

 

Weitere sexuelle Restriktionen werden durch Verbote jeglicher vorehelicher sexueller Betätigung gesetzt bis zur Todesstrafe, zum Beispiel bei Homosexualität oder Sodomie. In letzterem Fall muss sogar das unschuldige Tier ebenfalls getötet werden. (>Hier< der Bibeltext.)

 

Zu diesem Thema >hier< zwei authentische Interviews mit dem Schlusssatz aus dem letzten Interview: "Das Sexualverhalten heutzutage dient nicht nur der Erhaltung der Art, sondern es dient der Erhaltung des Individuums."

 

Ein muslimischer junger Mann (Mitte 20) beklagte einmal, dass man in den islamischen Großfamilien nie allein sein könne, selbst das Bett müsse in der Regel geteilt werden, und zur Toilette dürften die jüngeren Leute jederzeit einfach reinkommen. Es sei zum Verrücktwerden. Auf die Frage, ob die Beschneidung auch dazu beitrüge, sich schwer Erleichterung schaffen zu können, wurde mit einem Achselzucken quittiert. Das Thema wurde gewechselt. Den Männern ist voreheliche sexuelle Betätigung erlaubt, Frauen strengstens verboten. Männer können in Großstädten Prostituierte finden. Woher diese kommen, ist schwer herauszufinden. Selbstbefriedigung ist schwer möglich (Erklärung obiges Gespräch) und wird sehr streng geahndet, wenn es jemand mitbekommt und "Anklage erhebt". Körperflüssigkeit jeglicher Art ist äußerst unrein. Samenabgang in der Nacht erfordert alttestamentarische Reinigungszeremonien. Nach dem Beischlaf mit der Ehefrau ist eine Ganzkörperreinigung erforderlich usw. (>Hier< die Reinheitsgebote im Alten Testament)

 

Noch einmal zusammengefasst wiederholt: Jede Verhinderung einer Triebauslebung kann zu Frustration führen. Und zwischen Frustration und Aggression besteht ein enger Zusammenhang. (Aber das wurde schon vorher diskutiert.)

 

 >Hier< zu einigen Artikeln, die sich mit Triebtätern beschäftigen (aber nicht sehr aufschlussreich).

 

Aus den Nachrichten des WDR5 vom 20.12.07 (07:00): Mit Erschrecken muss man zur Kenntnis nehmen, dass jeder vierte junge Mann, der der islamischen Religion in Deutschland angehört, bereit ist, sein Leben für seine Religion einzusetzen. Diese Nachricht ist absolut nicht neu. Schon Wilhelm Heitmeyer et al. kannten diese Feststellung, wie aus deren 1999 im Suhrkamp-Verlag erschienen Buch (Band 167) "Verlockender Fundamentalismus" nachzulesen ist. >Hier< ein kurzer Abriss aus dem Buch und >hier< ein weiterer Erklärungsversuch auf dieser Webseite unter der Überschrift "Warum Religion beibehalten wird". Dann ist >hier< ein Artikel aus dem Kölner Stadt-Anzeiger vom 21.12.2007 zu finden unter der Überschrift: "Gewaltbereitschaft junger Muslime" (in Deutschland). >Hier< ein sehr ausführlicher Auszug aus einem Buch des Psychoanalytikers Fritz Riemann über zwangsneurotische Aggression. Seine Studien geben ein klare Darstellung, wie es zu schizoiden, depressiven, zwanghaften und hysterischen Persönlichkeitsstrukturen kommt. Diese Untersuchungen sind fester Bestandteil der Psychologie geworden. (Eigentlich sollte der Leser dieser Web-Seiten das ganze Buch - von Riemann - gelesen haben.)

 

 

Das Heilige Buch, die Bibel: das Alte Testament...

 

Das Alte Testament der Bibel (griechisch: Schriftenrolle, Buch), so wie die Thora (»Lehre«, »Weisung«, »Gesetz« die fünf Bücher Mose - Pentateuch - für das Judentum)  und der islamische Koran sind von einem nichtreligiösen Menschen nur aus Forschungsgründen lesbar. Es wimmelt dort von Ungeheuerlichkeiten, die der Schreiber dieser Zeilen noch nie in seinem Leben mit einer solchen Anwiderung mit einem OCR-Leseprogramm (Optical Charakter Recognition, also mit automatischer Buchstabenerkennung) aufzeichnete, um insbesondere selbst Schädigungsrückstände durch sein elterlich kalvinistisches Glaubens- und Erziehungssystem aufarbeiten zu können). Folgende (keineswegs vollständige) Aufzählung gibt Aufschluss über ein "Ungeheuer", in obigen Schriften "Gott" genannt, dessen Existenz sich nur Menschen ausdenken konnten, die zur damaligen Zeit keinerlei wissenschaftliche Kenntnisse und Erkenntnisse hatten über Psychologie, Soziologie, Physik, Chemie, Biologie (insbesondere Evolutionsbiologie), Astronomie, und, und, und.

 

Menschenrechte, Tierschutz, Umweltbewusstsein und, und, und, existierten überhaupt nicht, nicht einmal ansatzweise.

 

Das "Grundbuch", also die 5 Bücher des Mose der großen drei Religionen bietet überhaupt gar keinen Ansatz, verschiedene Weltanschauungen zu tolerieren, zu einer Synthese (Zusammenfügung, Verknüpfung von verschiedenen Aussagen, Annahmen und Vorstellungen zu einem Ganzen, so weit wie möglich), also über Verknüpfung und Anregung zu einem für alle Lebewesen dieser Erde zu entwerfenden Modus Vivendi (Form eines erträglichen Zusammenlebens) zu kommen, das heißt, eine Art Sittenkodex mit Rücksichtnahme und Achtung eben aller Lebewesen auszuarbeiten. Es ist absolut unfassbar. dass solche Werke immer noch ernst genommen werden und teilweise sogar die alleinige Grundlage für eine Gesellschaft sein sollen.

 

Diese folgende Aufzählung listet nicht strikt chronologisch die nachstehenden Ungeheuerlichkeiten auf, denen man (zumindest als humanistisch orientierter Mensch) aus heutiger Sicht nur mit aller größtem Unverständnis, ja mit Angewidertsein begegnet:

 

1. Der biblisch geschilderte Gott, einer der vielen damaligen Warlords* will mit dem Sündenfall (1. Mose 3) jegliches wissenschaftliches Suchen und Forschen verhindern; denn vom "Baum der Erkenntnis" durften Adam und Eva nicht essen. Dieses Gebot zur Unwissenheit und Beschränktheit (Ignoranz) ist der Herrschaft der katholischen Kirche dann ja auch jahrhunderte lang gelungen. Jeder, der auch nur die geringste Abweichung von Diktat der Religion versuchte, wurde alttestamentarisch gequält, auf die grausamste Weise getötet. (Bestimmungen über das, was geschieht, wenn von den Heiligen Weisungen der Heiligen Schrift des Koran abgewichen wird, ist >hier< nachzulesen.)

* herrschten zur Zeit des Ersten Weltkrieges als regionale Militärmachthaber im Norden Chinas und bekriegten sich gegenseitig. General (und Führer der Guomindang) Chiang Kai-shek konnte ihre Macht in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts stark zurückdrängen.

Der Leser kann sich ein Bild machen vom Herrschaftsbereich des Herrgotts

(Karte von http://bibelsoftware.theologie.uni-mainz.de/)

im Vergleich zur damals unbekannten Weltkugel, die sogar noch eine Rückseite hat,

geschweige denn zum Sonnensystem und dem Weltraum.

2. Kain als Ackermann (1. Mose 4) opferte seinem Gott (nur) Obst und Gemüse, was Gott ablehnte. Die >Frustration< des Kains führte offensichtlich zum >aggressiven< Brudermord.

 

3. Die Sintflut (1. Mose 7) stellt ja nun die Allwissenheit des von Menschen ausgedachten "Supermanns" infrage. Die Gründe, die zu dieser Katastrophe führten, waren nach dem Ende dieser Sintflut doch keineswegs bis heute nicht einmal abgemildert. Alles Leben sollte vernichtet werden. Je ein Paar von allem, außer Pflanzen, kam in die Arche des Herrn Noah. Die Sintflut ist als eines der schauerlichsten Gemälde von Michelangelo Buonarroti in der Sixtinischen Kapelle in Rom zu sehen. Leute, die in ihrer Todesangst Zuflucht auf der Arche suchten, wurden mit Äxten und Spießen abgewehrt, ganz im Stile des Herrgotts.

 

4. Dann war diese Horrorgeschichte zu Ende und Michelangelo malte die beeindruckendste Opferungsszene, die Herr Noah zum Dank für die Errettung aus den Fluten für den Herrn veranstaltete, ein erschüttendes Gemälde  wie kaum ein anderes Bild.

Guernica von Pablo Picasso drückt ja nun wirklich das Leiden von Tier und Mensch in einem Krieg unübertrefflich aus, aber bei Michelangelo kommt neben der manieristisch, auf jeden Fall künstlerisch gekonnt dargestellten Angst der Opfertiere noch die menschliche Perversion hinzu, welche – aus dem Lateinischen abgeleitet „Verdrehung“ bedeutet. Die Stellung, dass die Söhne des Noah nackt in engstem Kontakt mit den zu opfernden und bereits umgebrachten Tieren sind, wurde ausführlich im Zusammenhang mit der Verfilmung des Dramas „Equus“ – lateinisch Pferd – von Peter Shaffer analysiert. Dort reitet der Knabe Alan Strang nackt auf Pferden und empfindet höchste sexuelle Befriedigung, was aus psychoanalytischer Sicht, in diesem Falle entwicklungsbedingt verstandenes Abweichen von Einstellungen und Verhaltensweisen, die als Norm angenommen werden, gilt. Es führt hier jedoch zu weit, die psychologischen Erklärungen zu erörtern. Jedenfalls hat die Bibel den Bildinhalt nicht zu vertreten, sondern der Michelangelo Buonarroti als Universalgenie, der - eben als Manierist - etwas unvorstellbar so gut gemacht hat, als das es bedeutungslos und zufällig hätte sein können. >Hier< ein Ausschnitt des gezeigten Bildes, der im linken Teil die Angst der Tiere zeigt.

 

5. Immer wieder und überall werden Tieropfer von Gott gefordert. Wer einmal solche Abschlachterei bei den Anhängern des Islams, den Moslems (oder Muslimen, die, nach der arabischen Bedeutung: sich Gott unterwerfen) nach dem Ramadan (Fastenmonat) gesehen hat, wenn da zuckende Schafsleiber zu hunderten auf der Straße mit durchgeschnittener Kehle sich bewegen sieht, zum Ergötzen religiöser Menschen, während man nichtreligiös zutiefst verabscheut zusieht (bzw. zusehen muss). Es sollte jeder einmal, ob religiös oder nicht religiös bei einem koscher (hebräisch: kascher "einwandfrei") schlachtenden muslimischen oder jüdischen Metzger zuschauen. (Wahrscheinlich gibt es selbst bei uns noch viele, denen dabei "das Wasser im Mund zusammenläuft"; denn der Perversion sind keine Grenzen gesetzt.)

 

Jetzt zwei Beispiele von Widerwärtigkeit und Befremdlichkeit: Man soll dem HERRN kein Tier zum Opfer bringen, dem die Hoden zerdrückt oder zerschlagen oder zerrissen oder ausgeschnitten sind. "So etwas sollt ihr in eurem Lande an Tieren nicht tun", meint der HERR, aber diesmal ohne weitere Konsequenzen.


Man soll keine Tiere aus der Hand eines Ausländers nehmen "und als Speise eures Gottes opfern; denn sie taugen nicht und haben einen Fehler." >Hier< zum Auszug aus der Bibel.

 

Weiteres zur Fremdenfeindlichkeit im übernächsten Kapitel "Folgen der Religion", Punkt 6 (>hier< auf dieser Seite direkt zum relevanten Punkt).

 

6. Gott duldet auf keinen Fall "Nebenbuhler". In seiner Intoleranz wird von ihm persönlich alles ausgerottet, was sich ihm nicht unterwirft >hier<.

 

7. Gott fordert uneingeschränkte Opferbereitschaft (da muss unter anderem "der Zehnte" bezahlt werden) und vor allem absoluten Gehorsam >hier<. Er fordert nicht nur den Abraham auf, seinem eigenen Sohn Isaak die Kehle durchzuschneiden, damit er koscher geschlachtet dem HERRN dargeboten werden könne. Nein, er lässt sogar seinen eigenen Sohn auf die aller grausamste Weise am Kreuz verrecken. Die menschliche Phantasie ist grenzenlos, was jeder Psychiater und Psychotherapeut aus seiner Praxis bestätigen kann. Die so genannten Gläubigen finden jedoch "sehr gute Erklärungen" für alles. Der Isaak wurde in aller letzter Sekunde errettet, weil nämlich die Gnade Gottes grenzenlos ist. So steht es in einer Dissertation aus der katholischen Fakultät der Ruhr-Universität. Um die "Leiden" des Sohnes Gottes gibt es tausend "wunderschöne" Geschichten, die sich an "Bekundigungen der Gnade Gottes", einem "Gott der Liebe" übertreffen.

 

8. Wer gottgefällig ist, wird reichlich belohnt - am Beispiel des Moses - (5. Mose 28, ab Vers 10): "Und alle Völker der Erde werden sehen, dass über dir der Name des Herrn genannt ist, und werden sich vor dir fürchten." Vers 11: "Und der Herr wird machen, dass du Überfluss an Gutem haben wirst, an Frucht deines Leibes, an Jungtieren deines Viehs...",  während der "Abweichler" mit nicht zu übertreffenden Flüchen und Verwünschungen überschüttet werden wird (>hier<), so wie es Gott ja schon beim Auszug der "Jifsraels" (Israeliten) aus Ägypten beispielgebend vorgemacht hat, nach 2.Mose 7,14 bis 12,30, an Hand der zehn von Gott über Ägypten verhängten Katastrophen, harmlos "Plagen genannt", und der anschließenden eigenhändigen Ermordung aller Erstgeburtlebewesen, ob Mensch oder Tier. Dem Pharao wurde unterstellt, dass er die Israeliten nicht aus dem Land lassen wollte, was dieser ja gar nicht konnte; denn Gott sagt (2. Mose 4, 21):  "...ich will das Herz des Pharao verhärten, dass er das Volk nicht ziehen lassen wird."

 

9. Die >hier< nachzulesenden Flüche und Verwünschungen sind nicht zu ertragen, die ihren Höhepunkt darin finden: 5. Mose 28, Vers 53 Du wirst die Frucht deines Leibes, das Fleisch deiner Söhne und deiner Töchter, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, essen in der Angst und Not, mit der dich dein Feind bedrängen wird - und Vers 57 die Nachgeburt, die von ihr ausgegangen ist, und ihr Kind, das sie geboren hat, denn sie wird beides vor Mangel an allem heimlich essen in der Angst und Not, mit der dich dein Feind bedrängen wird in deinen Städten.

Giovanni Antonio Pellegrini: Jiftachs Rückkehr, Anf. 1800

10.Die Bösartigkeit lässt sich mit Bezug auf Opferung noch steigern, also tatsächlich bis zum Menschenopfer. Die folgenden Texte sind der katholischen Bibel >hier< entnommen und weichen in der Übersetzung zwar textlich aber nicht sinngemäß von der Luther-Bibel ab.

 

Kurz worum es ging: Jemand namens Jiftach wollte gegen die Ammoniter in den Kampf ziehen (egal warum). Er legte dem HERRN ein Gelübde ab und sagte: Wenn du die Ammoniter wirklich in meine Gewalt gibst und wenn ich wohlbehalten von den Ammonitern zurückkehre, dann soll, was immer mir aus der Tür meines Hauses entgegenkommt, dem HERRN gehören, und ich will es ihm als Brandopfer darbringen. Der HERR gab dem Jiftach die Ammoniter in seine Gewalt. Als Jiftach dann als Sieger nach Hause kam, rannte ihm seine einzige Tochter entgegen. Jiftach verflucht und beschimpft sie, weil sie schuld war, dass er sie opfern müsse. (Nach der Bibel ist gerne das Opfer Schuld). Es kam also zum Brandopfer eines Menschen. (Man lese selber in der Bibel aufmerksam die ganze Geschichte nach bei Richter 11, insbesondere 29–39!! Kommentar in der bereits oben erwähnten Dissertation aus der katholischen Fakultät der Ruhr-Universität: "Man kann den HERRN nicht verantwortlich machen; denn er hat das Opfer nicht verlangt".

 

Nach bundesdeutschem Strafrecht hätte er es aber verhindern müssen (zumindest nach § 323c Strafgesetz: "Unterlassene Hilfeleistung").

 

11.Im Zusammenhang mit "Opfer ist schuld": 3. Mose 20, Vers 15: "Wenn jemand bei einem Tier liegt, der soll des Todes sterben, und auch das Tier soll man töten." Dann weiter mit Vers 16: "Wenn eine Frau sich irgend einem Tier naht, um mit ihm Umgang zu haben, so sollst du sie töten und das Tier auch. Des Todes sollen sie sterben, ihre Blutschuld komme über sie."

 

Das ist nun Gang und Gäbe in der Bibel, was man am Beispiel des betrunkenen Noah erlebt hat: Einer der drei Söhne, namens Ham, hat den Papa Noah entblößt in volltrunkenem Zustand entdeckt und wollte ihn mit seinen Brüdern bedecken. Der Ham hatte bereits schon einen Sohn, namens Kanaan. Nachdem nun Noah wieder zu sich gekommen war und von dieser ganz furchtbaren Nacktheitsgeschichte erfuhr und vor allem, weil dieser Sohn Ham das seinen Brüdern verraten hatte, geriet der Alte in Wut. Er verfluchte anstatt den Sohn Ham jedoch seinen nichts ahnenden Enkel Kanaan und steckte ihn in Knechtschaft. >Hier< die Bibel-Beschreibung.

 

Die Bibel besteht zwar nicht nur aus den Büchern des Moses. Man nehme zum Beispiel ein beinahe nur bei Theologen am Rande bekanntes "Buch", das Buch des Jesus Sirach, als später hinzugefügte "Apokryphen" (griechisch: Verborgene Schriften), angeblich zwischen 180 und 170 vor der Zeitrechnung verfasste Aufzeichnungen des Alten Testaments. Bekannt sind jedoch solche Sprüche, wie Sirach Kapitel 30, unter der Überschrift "Empfehlung strenger Erziehung" (auch anderswo zu finden): "Wer seinen Sohn lieb hat, der hält für ihn die Rute bereit, damit er später Freude an ihm erlebt."

 

Zum Glück ist Schlagen von Kindern heutzutage verboten, außer zum Beispiel in England. Diese für viele "aufgeklärte" Länder gültige Änderung in der Einstellung der Erziehung ist natürlich keineswegs auf Grund des Einsatzes von Religionsführern zustande gekommen; denn die Religion fordert - wie vorher beschrieben - den Gebrauch der Rute bei der Erziehung.

 

Es geht weiter mit anderen "ethischen" (gemeint sind moralische >hier<) "Handlungsanweisungen und Weisheiten" (kommt von wissen?) wie in Kapitel 31 (des Buches Jesus Sirach) mit der Überschrift "Gefahren des Reichtums". Da steht:

 

1 Wachen um des Reichtums willen verzehrt den Leib, und sich darum sorgen, lässt nicht schlafen.
2 Wenn einer wach liegt und sich sorgt, so kann er nicht einschlafen, und schwere Krankheit verscheucht den Schlaf. -
3 Der Reiche arbeitet und kommt dabei zu Geld, und wenn er ausruht, kann er's auch genießen.
4 Der Arme arbeitet und lebt doch kärglich, und wenn er ausruht, wird er zum Bettler. -
5 Wer Geld lieb hat, der bleibt nicht ohne Sünde; und wer Gewinn sucht, der wird damit zugrunde gehen.
6 Viele kommen zu Fall um Geldes willen, und ihr Verderben steht ihnen vor Augen;
7 die danach trachten, stürzen darüber, und die Unverständigen verfangen sich darin. -
8 Wohl dem Reichen, der untadelig geblieben ist und nicht das Geld sucht!
9 Wo ist der? so wollen wir ihn loben; denn er tut große Dinge unter seinem Volk.
10 Wer bewährt sich darin bis ans Ende? Der soll gelobt werden. Wer konnte das Gesetz übertreten und tat's doch nicht, konnte Böses tun und tat's auch nicht?
11 Seine Güter werden bleiben, und die Gemeinde wird seine Almosen preisen.

 

Wenn ein Wissenschaftler solch einen nichts sagenden Blödsinn von sich geben würde, hätte er kaum eine Chance, noch einmal etwas zu veröffentlichen. Aber die Bibel ist (mit den anderen "Heiligen Büchern") ein "Best-Seller", also mit den höchsten Verkaufs- bzw. Verbreitungszahlen!

 

Für Nichtgläubige sollte es beruhend sein, dass die immer noch in's Feld geführte grundsätzliche "Ungewissheit", nämlich eine Existenzwahrscheinlichkeit eines "höheren Wesens" (Gottes) wissenschaftlich durch Ausschlussverfahren auszuräumen ist (>hier<). Der Gottesbeweis verläuft also negativ!

 

Möglicherweise ist der Glaube an Gott und die vielen, vielen anderen Fantasiegestalten in den Religionen ein Ersatz oder ein Restbestand für das gesamte Leben ein Restbestand oder eine Improvisation der Erinnerung an die "normale" einbildungskräftige früh-kindliche Welt (>hier<).


 

Betrachten wir jetzt

 

...das Neue Testament

 

Hinweis: Die Wochenzeitschrift "Stern, Nr. 52 vom 20.12.2007" präsentiert als "Leitartikel" "Die Entstehung der Bibel - Von der Schriftenrolle zum Bestseller". Der Artikel beschäftigt sich nur mit dem Neuen Testament. Den Artikel kann man selbst nachlesen, der übrigens keinerlei Kritik enthält, die den Inhalt betreffen könnte. Also sollte  der soeben gemachte Hinweis auf die Ausführungen des "Stern" genügen.

 

Ein Ausschnitt aus der Titelseite des Magazins:

 

Ein paar Worte müssen doch noch speziell über den im Neuen Testament beschriebenen Christus gesagt werden. Denn dort sind immerhin einige grundlegende Abweichungen und versöhnlichere Sätze gegenüber dem Alten Testament zu finden:

 

a) "Vom Vergelten" beziehungsweise dem Nicht-Vergelten; 2. Mose Kapitel 21 Vers 23: "Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du geben Leben mit Leben, (Vers 24:) Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß" usw. Sklaven werden anders behandelt, Tiere werden gesteinigt.

 

Nach Christus (Mathäus, Kapitel 5 ab Vers 39: "Ich (Christus) aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar..."

 

Im Buch des Lukas, Kapitel 6, steht etwas ähnliches.

 

Danach folgt "Von der Feindesliebe", die in dem berühmten "Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen." Ansätze dazu sind jedoch schon im 2. Buch des Moses, Kapitel 23, Vers 4 und 5 zu finden: "Wenn du dem Rind oder Esel deines Feindes begegnest, die sich verirrt haben, so sollst du sie ihm wieder zuführen. Wenn du den Esel deines Widersachers unter seiner Last liegen siehst, so lass ihn ja nicht im Stich, sondern hilf mit ihm zusammen dem Tiere auf."

 

b) Einen sehr guten und für jedermann und jede Frau zu empfehlenden (als "goldene Regel" bezeichneten) Satz findet man in Mathäus 7, Vers 12: "Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!..." etwas übertrieben dann im Kapitel 22, Vers 39: "...Du sollst deinen nächsten lieben wie dich selbst." Das steht allerdings auch schon wörtlich im dritten Buch Mose, 19, Vers 18. (Wer hat denn wohl abgeschrieben?)

 

c) Ebenfalls eine bedenkenswerte Empfehlung in Mathäus 7, 1: "Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet." Jeder glaubt, allein Recht zu haben . Wenn man aber als neutrale Person gerichtliche Auseinandersetzungen verfolgt, lernt man zu verstehen, wie schwer eine objektive Rechtsprechung fällt.

 

d) Das bedingungslose Enthalten von jeglicher Tätigkeit am "heiligen" Sabbat wird aufgeweicht nach Mathäus 12, 11: "Aber er sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, der sein einziges Schaf, wenn es ihm am Sabbat in eine Grube fällt, nicht ergreift und heraushilft?" (Natürlich geht es hierbei nicht um Mitleid mit dem Tier, sondern um Rettung seines kärglichen Besitzes.)

 

e) Verständnis für Fehlhandlungen von Mitmenschen: Lukas 23, 34: "... Vater vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!..."; Apostelgeschichte 3, 17: "Nun liebe Brüder, ich weiß, dass ihr's aus Unwissenheit getan habt wie auch eure Oberen." und 7, 60: "... Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!..."

 

Bedenklich sind dann jedoch auch solche Sprüche, die unserer heutigen Rechtsauffassung widersprechen, wie:

 

f) Mathäus 5, Vers 28: "...Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen." Eines der vielen Beispiele im Neuen Testament die so genannte "Sünde in Gedanken" betreffend. Wieder mal ein Fall aus fast allen Religionen, die Gläubigen dauernd mit einem schlechten Gewissen rumlaufen zu lassen, damit sie später "den Balken im eigenen Auge nicht sehen" aber "den Splitter im Auge des anderen" umso deutlicher.

 

g) In Mathäus 9, Verse 3 und 4 gelingt das Gedankenlesen: "...Und siehe einige unter den Schriftgelehrten sprachen zu sich selbst: Dieser lästert Gott. Als aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denkt ihr so Böses in euren Herzen?" das ist ein Beispiel, um Angst, Unsicherheit und schlechtes Gewissen zu erzeugen, weil die Obrigkeit alles hört, sieht und ihr nichts entgeht.

 

h) Sehr bedenklich ist das Sündenvergeben, das immer wieder in Aussicht gestellt wird, und insbesondere in der katholischen Glaubensgemeinschaft exzessiv über die Beichte (die sogar zur Pflicht erhoben worden ist) praktiziert wird und den anschließenden Ablass (»indulgentia«) den Nachlass zeitlicher Strafe vor Gott für Sünden,
deren Schuld schon getilgt ist bis zur Absolution ("Lossprechung von Sünden und Kirchenstrafen im Sakrament* der Buße". Diese Lossprechung maßt sich ein mit Priesterweihe ausgestatteter Mensch als "Beichtvater" an). Es gibt auch
den außersakramentalen Erlass. (Mathäus 9,6: "Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn (Christus) Vollmacht hat, auf Erden die Sünden zu vergeben...") Das Neue Testament ignoriert eine objektive Rechtsprechung. Willkür in Form von einer Art  "Begnadigung" ist keine Rechtsgrundlage..
* (lateinisch sacramentum: »Weihe, Verpflichtung [eigentlich - zum Kriegsdienst]«). Man kann nur auf die Gnade, die Milde, den Langmut Gottes hoffen. Unsicherheit ist ein Prinzip vieler religiöser Systeme

 

Sehr bedenklich, ja sogar erschrekcnd und ganz außerhalb jeglicher moderner Rechtsempfindung sind Gedanken zur vollständigen Vergebung von allem, was der Mensch je tut, getan hat und tun wird, nachdem Jesus Christus alle Schuld auf sich geladen hat durch seinen "freiwilligen Tod": >Hier< ausführlich.

 

i) Bedenklich ist auch die Wiederholung des sorglos dahinleben Sollens (Mathäus 6, Verse 25 bis 32), wie bereits vorher schon zitiert und diskutiert.

 

Das Neue Testament ist voll von Wunderheilungen, Erfolg versprechendem Beten (jedoch allein "im stillen Kämmerlein" und "nicht viel Plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen" Mathäus 6, Vers 7). (>Hier< mehr zum Beten.)

 

Aber Gläubige beten am liebsten laut in großen Scharen, oder einzeln an hand von Rosenkränzen oder haben sogar Gebetsmühlen. Der Gebetsinhalt dreht sich fast ausschließlich um irdisches Wohlergehen. Da wundert es doch immer wieder, warum die Gläubigen so erpicht darauf sind, gesund und in Wohlstand auf Erden so lange wie möglich weilen zu dürfen, wenn es doch dieses himmlische Paradies gibt.

 

Das Neue Testament mag zwar von vielen Menschen als eine Verbesserung gegenüber dem Alten Testament gesehen werden. Aber auch dort reichen die Gebote und Verbote, sogar teilweise noch verschärft und vermehrt aufgeführt, aus, einen Gläubigen voll und ganz zu beschäftigen und von einem menschenwürdigen Dasein abzuhalten.

 

Das Neue Testament ist vollgefüllt mit Engeln ("Boten" nach dem griechischen: »angelos«) und Teufeln ("Verleumder" im griechischen: »diabolos«). Das sind eigentlich für eine so genannte Ein-Gott-Religion eigenartige Wesen: Engel, ja wo kommen sie her? was bedeuten diese eigentlich als "Mittlerwesen zwischen Gott und Mensch", wie es irgendwo steht? Diese Fragen betreffen auch den Teufel (Luzifer, Belzebub usw.) der offensichtlich auch noch seine Engelschar hat nach Mathäus 25, 41: "Und dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!" Aus diesem Satz kann man ablesen, dass links die Bösen, die Verfluchten sind. Rechts sind die Guten, die alles recht machen (recht so!).

 

Aber eine weitere Diskussion über Widersprüchlichkeiten und überhaupt theologische Untersuchungen gehören nicht zum Thema dieser Webseiten. Dann kann man wirklich über die "Teekanne von Sir B. Russell" (>hier<) philosophieren.

 

Dennoch muss auf den Zusammenhang von Aberglauben ("Aber" für "falsch" jedoch nur nach dem "vorgeschriebenen, grundgesetzlich geschützten, religiösen, einzig wahren [beweihräuchernden] Glauben") und  den Folgen hingewiesen werden. Ein Drittel unserer Mitautofahrer (sogar bis zur Hälfte) vertrauen auf ein Maskottchen  als Glücksbringer, jedoch zur Erhöhung der Unfallrate durch selbsttäuschende, unaufmerksam machende, je sogar rücksichtlosere (mutigere) Fahrweise. "Mir kann nichts passieren..." Sehr beliebt sind Gebetsketten, Hufeisen, Schornsteinfeger und nicht zuletzt Schutzengel (welchen fast jeder US-Amerikaner hat). Gefahren bestehen durch Selbstüberschätzung, Unaufmerksamkeit, Gleichgültigkeit, vermeintliche Sicherheit durch eingebildeten, sich selbst eingeredeten Schutz. (>Hier< mehr an Einzelheiten.) Sogar Autos, Gebäude und vieles mehr werden mit Weihwasser von katholischen Spezialisten gesegnet, z.B. >hier< durch einen Diakon (»Diener« auf griechisch), einen Kleriker - kirchlichen Amtsträger - nach Empfang der untersten Stufe des Weihesakraments. Das spart die technischen Überwachungen?


 

Kunst und Religion

 

Das 5. Buch des Moses bringt in Kapitel 5 ab Vers 6 die berühmten "10 Gebote". (Es sieht jedoch nach mehr aus; denn die Bücher des Mose sind voll von Geboten und Verboten.) Dort ist zu lesen in Vers 8: "Du sollst dir kein Bildnis machen in irgendeiner Gestalt, weder von dem, was oben im Himmel ist, noch vom dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist."

 

Diese Luther-Übersetzung für "Bildnis" ist offensichtlich falsch gedeutet worden. Gemeint ist keineswegs, dass man kein Bild malen oder eine Statue herstellen soll, es sei denn, ein "Abbild" wird als anbetungswürdig (Götze, Nebengott) genommen. Das geht eindeutig aus Vers 7 und Vers 9 hervor, wo steht: "Du sollst sie nicht anbeten noch ihnen dienen" (gemeint sind die Abbilder)... Wer das dennoch tut, der wird natürlich ... Aber es reicht. Zur Verstärkung des soeben behaupteten, ist 5. Mose 27 Vers 15 heranzuziehen: "Verflucht sei, wer einen Götzen oder ein gegossenes Bild macht, einen Gräuel für den Herrn, ein Werk von den Händen eines Werkmeister, und es heimlich aufstellt!..."

 

Das Alte Testament kannte sicher die "Abbilder" aus Ägypten, vielleicht schon die monströse, über 4 ½ Tausend Jahre alte, über 20 Meter hohe und über 70 Meter lange, aus einem riesigen Felsen gehauene Sphinx von Giseh (am Nil gelegen, 2.500 Jahre vor der Zeitrechnung entstanden). Moses (bzw. die Luther-Übersetzung) spricht von "gegossenen" Bildern, ohne zu erklären aus welchem Material und mit welchen Formen (ist nicht so wichtig).

 

Nun gibt es aber ab dem 4. Jahrhundert nach der Zeitrechnung unzählige Ikonen-Bildnisse. Das "© 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG" bringt eine sehr gute Erklärung für die Ikone: "transportables, meist auf Holz gemaltes Kultbild der Ostkirchen, auf dem Christus, Maria, andere Heilige oder biblische Szenen dargestellt sind. Nach theologischer Definition steht der Ikone Verehrung, nicht Anbetung zu, die sich auf die dargestellten Urbilder bezieht, als deren authentisches und gnadenhaftes Abbild die Ikone verstanden wird. Die Ikonenmalerei gilt als liturgische Handlung und ist deshalb einer streng vorgeschriebenen, durch Malerbücher weitergegebenen Typisierung unterworfen, die nur eine beschränkte stilistische Entwicklung zulässt". Diese Brockhaus-Erklärung macht deutlich, warum die Ikonen-Abbildungen sich alle sehr ähnlich sind, das heißt, dass die künstlerische Freiheit sehr eingeschränkt war.

 

Zu erklären wäre, was als "Anbetung" anzusehen ist und was (noch) nicht - aber wieder eine der vom Thema dieser Webseiten abweichenden theologischen Frage.

 

Jedenfalls hat die christliche Religion immer schon zig tausende Bilder von Jesus am Kreuz, von der "Jungfrau" Maria mit Kind, Maria alleine (selten) oder mit Familie (d.h. mit Josef), von der "Anbetung der Könige" (die nach Bethlehem kamen), von Märtyrern und überhaupt von religiösen Szenen zu malen veranlasst. Gott findet man kaum abgebildet, den Heiligen Geist noch weniger, auch den Teufel vergleichsweise recht selten.

 Michelangelo: Gott (mit eigenartigem Fuß)

 hat gerade die Eva geschaffen

Der gekreuzigte Jesus, aus allen Materialien von Stein über Holz bis zu Edelmetallen wird angebetet, geküsst. Es gibt (gläubige, mir bekannte) Leute, die einen riesigen Jesus am Kreuz mit ins Bett nehmen. In wieweit das als Götzendienst (Fetischkult) oder vielleicht sexuelle "Entgleisung" zu werten ist, vom Standpunkt eines Nicht-Gläubigen völlig irrelevant, aber aus der Sicht der Religionswächter sicherlich nicht, sei dahin gestellt.

 

Gläubige fast aller Religionen haben sich von religiösen Vorstellungen beflügeln lassen. Lediglich das Judentum und der Islam lassen keinerlei künstlerische Betätigung zu bzw. behindern durch die strengen religiösen Riten jegliche kreative Betätigung (sogar nachts ist zu beten: Sure 73, Vers 3 und 4: "Steh in der Nacht auf, mit Ausnahme eines kleinen Teil derselben. (4) Die Hälfte der Nacht verwende dazu, doch kannst du ein wenig abkürzen (5) oder noch etwas hinzufügen, und bete den Koran mit singender und lauter Stimme.") Man stelle sich vor, ein Michelangelo Buonarroti, ein "besessener" Künstler, hätte andauernd beten und weiß der Teufel was alles machen müssen. Er behielt manchmal wochenlang seine Stiefel an, bis er sich selbst nicht mehr vor Gestank ertragen konnte und von Entzündungen geplagt wurde.

 

Offensichtlich müssen jedoch die religiösen Interpreten bei den Juden und Moslems den obigen Bibelvers (du soll dir kein Bildnis machen) als "Aus" für die gesamte (bildnerische) Kunst gedeutet haben; denn Kunst kommt von "können" und ist nach Brockhaus "im weitesten Sinn jede auf Wissen und Übung gegründete Tätigkeit". Da Wissen und nichtreligiöses Üben von Übel für die fundamentalistischen Religionswächter ist, sind Kunstwerke aus dem Einzugsbereich obiger Religionsgruppen schwer nachweisbar.

 

>Hier< ein wenig mehr zur islamischen Kunst, vor allem >hier< sehenswerte Beispiele von Moscheen mit Kuppeln aus verschiedenen Städten, z.B. Casa Blanca, Stadtarchitektur in Kuala Lumpur der Hauptstadt von Malaysia.

 

>Hier< eine kurze Darstellung vom deutschen Auswärtigen Amt zur Situation in Saudi Arabien (als "Hüter des Islam", übrigens ohne Schulpflicht), z.B. "Kinos und Theater existieren nicht, ...Die Präsentation vom Islam abweichender Kunst - insbesondere westlicher - ist unüblich oder tabu."

 

Nachdem während der "Alleinherrschaft" der Kirche fast nur religiöse Darstellungen gefunden werden, vielleicht ein paar Abbildungen von weltlichen Herrschern, weitete die Renaissance ("Wiedergeburt" des klassischen Altertums) das künstlerische Schaffen in allen Bereichen aus (also auch beispielsweise überhaupt Lebewesen in ihrer Lebensart und als "Stilleben", das heißt die Darstellung lebloser oder unbeweglicher Gegenstände, z.B. Pflanzen, Früchte, erlegte Tiere). Vor allem brachte die neue perspektivische Sicht in der Malerei eine starke Belebung vor allem der Landschaftsmalerei. Der Bereich der religiösen Themen weitete sich auf Auftragsbilder aus mit den Abbildungen von Geldgebern.

 

Die Bildhauerei nahm sich die griechisch-römischen Statuen zum Vorbild. Die ersten Reiterstandbilder entstanden usw.

 

In der Architektur wurde für weltliche Gebäude - Schlösser und Prachtbauten - genau soviel Aufwand betrieben wie für Sakralbauten. Am bekanntesten wurden die Medici in Florenz (welche durch Handel und Geldgeschäfte im 13. Jahrhundert zu Reichtum und Ansehen gelangten) als richtungweisend für Aufträge an Künstler.

 

Nachdem die Alleinmacht der Kirche beschnitten worden war, blühten Kunst und Wissenschaft auf.

 

 

Folgen der Religionen

 

Diese sind heutzutage spürbarer als je zuvor; denn es geht immer deutlicher werdend um "Sein oder Nichtsein".

 

Die ganze Erde wurde und wird der Ausbeutung durch den Menschen freigegeben (>hier< der Freibrief Bibel). Es gibt zwar Untersuchungen, wonach die Übersetzungen und Übertragungen aus den verschiedenen Schriften, die schließlich aus Übersetzungsketten von beispielsweise ins Hebräische, in Griechisch, in Latein usw. den jetzt vorliegenden Text verfälscht haben sollen. Keinerlei Korrekturen sind erfolgt und die Folgen und Ergebnisse, vor denen wir in diesem 21. Jahrhundert stehen, ergeben sich aus den derzeitig gültigen Schriften der Bibel, der Thora, des Koran. Daher sind diese Texte genau so relevant wie in einem Büchlein "Mein Kampf" von Herrn Adolf Hitler, als politischem Religionsstifter. (>Hier< zur politischen Religion"). Da hilft kein wenn und aber oder hätte und wäre. (Die chinesische Sprache soll keine Konditionale - das ist die Möglichkeitsformen -  enthalten. Für die Chinesen ist alles klar ohne wenn und aber.)

 

Den Afrikanern und Ureinwohnern des amerikanischen Kontinentes sollen so genannte westliche religiöse Führer vorgeworfen haben, sie hätten doch aus ihren Ländern nichts gemacht (keine Totalrodung, keine Ausbeutung von Bodenschätzen). Daher seien sie als eine Art Untermenschen, primitiven Tieren gleichzusetzen und zu vertreiben und zu vernichten gewesen, insbesondere dann, wenn sie sich nicht missionieren lassen wollten. Diese Weltanschauung ist in den USA immer noch weit verbreitet (wie bei George DabbelJu Bush, der derzeitige Präsident [2008] der USA).

 

Die USA, zweifellos ein "begnadetes Land" mit allen nur erdenkbaren Vegetationen, Landschaftsformen, mit einem großen Reichtum an Bodenschätzen wurde dann von den Eindringlingen aus Übersee als "God's own country" (Land von Gottes Gnaden) definiert. Allem, was nicht in die überseeische Religionsvorstellungen passte, blieb kaum eine Überlebensmöglichkeit. Ureinwohner wurden umgesiedelt (>hier< das Indianerumsiedlungsgesetz).

 

Was hat die  Erde zu dem gemacht, wie wir sie heutzutage vorfinden mit Hilfe der auf der Bibel - dem Alten Testament basierenden "Leitkultur" der westlichen Industrienationen?

 

Wichtige Punkte mit (leider meist negativem) Vorbildcharakter seien aufgelistet (teilweise wiederholend):

 

1.  Gehorsame Gott gegenüber werden mit Reichtum überschüttet ("ER öffnet dir sein gutes Schatzhaus, den Himmel"), das wird als Rechtfertigung genommen von Reichen und Superreichen. Das fing aber schon mit der Belohnung Abrahams an: 1. Buch Mose, Kapitel 13, ab

Vers 14: "... Hebe deine Augen auf und sieh von der Stätte aus, wo du wohnst, nach Norden, nach Süden, nach Osten und nach Westen.

Vers 15: Denn all das Land, das du siehst, will ich dir und deinen Nachkommen geben für alle Zeit..."

Ein Herr Calvin >hier< war der Hauptvertreter dieser Ideologie.

 

2.  Es ist im Alten Testament keine einzige Stelle gefunden worden, in der Verhandlungslösungen gesucht wurden, statt Mord und Totschlag, also statt rohester Gewaltanwendung. Toleranz, also Duldung existierte nicht, sogar bis heute nicht bei vielen religiösen Menschen gleich welcher Art. Man denke an Nordirland, den Balkan.

 

3.  Gott macht die ersten Vertreibungen >hier<

 

4.  Sorglosigkeit wird gefordert. Ja nicht nachdenken, ja keine Eigenverantwortung übernehmen >hier<

 

5.  Auf keinen Fall forschen, neugierig sein, Erkenntnisse gewinnen; bekannt als Sündenfall (1. Buch Mose, Kapitel 3).

 

6.  Ausländer- und Fremdenfeindlichkeit ist Bestandteil der Bibel: Ein Opfertier von einem Ausländer ist inakzeptabel, wie bereits vorher erwähnt. Auch jegliches Anderssein (ob Mensch oder Tier), wie Mischlinge, Kastraten usw. lehnt der biblische Gott ab:

 

Da steht im 5. Buch Mose, Kapitel 23: Vers 2 "Kein Entmannter oder Verschnittener soll in die Gemeinde des HERRN kommen." Vers 3 "Es soll auch kein Mischling in die Gemeinde des Herrn kommen; auch seine Nachkommenschaft bis ins zehnte Glied soll nicht in die Gemeinde des Herrn kommen." Vers 4 "Die Ammoniter und Moabiter sollen nicht in die Gemeinde des Herrn kommen, auch nicht ihre Nachkommen bis ins zehnte Glied; sie sollen nie hineinkommen." Diese Fremdenfeindlichkeit wird an sehr vielen Stellen wiederholt. (Auswirkungen: siehe Rassengesetze des 3. Reiches im nationalsozialistischen Deutschland, die Nürnberger Gesetze von 1935.)

Antike griechische Darstellung eines Hermaphroditen, d.h. Zwitters (Louvre, Paris)

Als Gemeindemitglied im Alten Testament verboten?

 

7.  Männlichkeitswahn hat ziemlich sicher biblischen Ursprung. "Führungskräfte" waren nach den "Büchern der Weisungen" der Israelis (5 Bücher des Moses der Bibel) ausschließlich Männer. Die Frau war aus dem Mann hervorgegangen und zu seiner "Gehilfin" bestimmt, nach 1.Mose 2,18. Am "Sündenfall" war die "Männin" (1. Mose 2, 23) in erster Linie schuldhaft beteiligt (1. Mose, Kapitel 3). >Hier< zu einem Artikel über Männlichkeitswahn.

 

8.  Frauen sind Menschen zweiter Klasse. >Hier< über den Ehebruch der Frau. Dem Mann passiert nichts. Die Beschreibung ist sehr interessant, weil dort eine Art Zauberei vom Priester vorgenommen wird mit "fluchbringendem Wasser". Man lese selber. Und >hier< das Reinheitsgebot für die Frau in 3. Buch des Mose, Kapitel 15, Vers 18: "Und wenn eine Frau bei einem Manne liegt, dem der Same abgeht, dann sollen sie sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend." "Unrein" bedeutet: niemand darf einen Unreinen berühren, nichts, mit dem ein Unreiner in Berührung gekommen ist (Parallele in Indien: Die Unberührbaren, die Paria von Tamil paraiyar »Trommelschläger«). Wie oft kann also passieren, dass eine Frau durch den Mann unrein geworden ist? Aber es geht weiter - man lese selber und versuche herauszufinden, wie lange im Monat eine Frau unrein ist. Ein Frau ist also mindestens die Hälfte ihrer Zeit unberührbar und streng genommen nach der alttestamentarischen Auslegung praktisch absolut zu nichts nutze. 

 

9.   Die Folgen der Beschneidung sind unabsehbar (mehrfach oben und anderswo erwähnt). Im Judentum sollen nach der Bibel die Buben am siebenten Tag nach der Geburt beschnitten werden. Vielleicht ist das dann noch kein nachhaltiges traumatisches Erlebnis. Der Islam schreibt die Beschneidung zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr vor. Bei den Afrikanern ist das etwa mit zwölf Jahren, wie >hier< ausführlich beschrieben wird. Wahrscheinlich wird bei den letzten beiden Gruppen die Beschneidung mit einer bewussten und dann auch schmerzhaft erfahrenen Kastrationsangst verbunden. Frustration kann Angst und vor allem Aggression erzeugen (Text-Wiederholung). Das könnte unbeschreibliche Gräuel wie das Abschlachten von schätzungsweise eine Million Tutsi und Hutu in den Jahren 1972, 1988 und 1994 in Ruanda und Burundi, erklären. (Also nochmals: In Afrika werden Jungen im Alter von etwa 12 Jahren beschnitten, auch Christen.)

 

>Hier< gibt es einen Bibeltext, wonach Vorhäute gesammelt werden als Jagdtrophäen von Feinden. Das sieht ja ziemlich nach Kastrationssymbolik aus.

 

10. Gebote und Verbote beschäftigen die Gläubigen zum vorwiegenden Teil ihrer Zeit, >hier< an einem der vielen Reinheitsbeispiele. (Oben wurde erwähnt, dass der Koran seine Anhänger am liebsten die halbe Nacht singend und betend verbringen lassen würde.)

 

11. Der von Menschen ausgedachte Gott fordert fast auf jeder Seite in den Büchern des Moses Opfer, fast ausschließlich >Tieropfer<. Mit dieser Bibelauslegung wird das Abschlachten der Tiere begründet. Tiere sind zwar als Ware nicht mehr in den deutschen Gesetzbüchern verankert, aber Tierschutzgesetze haben keine bedeutsamen Verbesserung im menschlichen Umgang mit Tieren gebracht. Man denke an die extreme Tierquälerei durch die wahnsinnigen Tiertransporte und die zu 99% unsinnigen Tierversuche (>hier< und von dort zum "Tierschutz" und weiter zum "Schächten").

 

12. Geht man davon aus, dass etwa jeder fünfte Erdenbewohner dem islamischen Glauben ausgesetzt ist, so kann man das Ausmaß an Lähmung durch einen strikten Glauben daran messen, dass sich nicht einmal zwei von hundert wissenschaftlich tätige Menschen zu dieser Religion bekennen (irgendwo einmal als kurze Zeitungsnotiz gesehen). Leider sind keine Zahlenübersichten gefunden worden, die den Zusammenhang von wissenschaftlich/künstlerischer Betätigung und (Intensität von) Gläubigkeit (nach Ideologien sortiert) zeigen.

 

Diese dauernde Opferforderung haben sich bis heute die Mächtigen der Erde zu eigen gemacht, um ihre Untergebenen zu beschäftigen (damit sie nicht auf dumme Gedanken kommen) und um sie ohne Widerstand ausbeuten zu können. Die Forderungen der Religions- bzw. Ideologieführer, die Gebote und Verbote der Bibel oder "Programmschriften" einzuhalten, anders Gläubige, insbesondere mit einer anderen "Rassenzugehörigkeit" völlig zu verachten, sind wahrscheinlich die Ursache dafür, dass die Kriege der Vergangenheit und auch noch heute mit unvorstellbarer Grausamkeit geführt wurden und werden. Immer wieder wird in der Bibel und in anderen "Heiligen Schriften" gefordert, alle und alles auszurotten (>hier< im Koran der Heiligen Schrift des Islam).

 

Nach den heutigen Gesetzen, zumindest in der Europäischen Union, ist es unmöglich, ein völlig unschuldiges Lebewesen, ja sogar ein Opfer zu bestrafen. Im Islam scheint das beispielsweise aber immer noch möglich zu sein, zum Beispiel >hier< (Beispiel Peitschenhiebe).

 

Das obige Beispiel gilt genauso für die kapitalistisch-maoistische Ideologie der chinesischen Führung. Dort werden Kritiker nach wie vor eingesperrt und massenweise umgebracht (8 bis 10 Tausend Hinrichtungen im Jahr).

 

Wie eingangs erwähnt, geht es inzwischen um "Sein oder Nichtsein" der Bewohnbarkeit der Erde (>hier<). Doch religiöse Leute haben das immer noch nicht begriffen und werden es auch  nicht begreifen (können). Ein Umdenken und Änderung der Handlungsweisen ist zwar notwendig aber nicht durchsetzbar.

 

Am Beispiel des Islam sei auf ein Gespräch der Wochenzeitung DIE ZEIT (18.03.2004 Nr.13) "mit dem amerikanischen Islamwissenschaftler Bernard Lewis über die religiöse Verwirrung in der arabischen Kultur" hingewiesen, das die religiösen Auswirkungen sehr gut belegt. Jetzt nur ganz kurz:

 

Zeit: Wirtschaftlich, politisch, aber auch kulturell fällt die arabische Welt immer weiter hinter den Westen zurück. Pro Jahr werden in sämtlichen arabischen Ländern nur 300 Bücher übersetzt. Und das Bruttosozialprodukt aller arabischen Staaten ist kleiner als dasjenige Spaniens…

Lewis: Das Wichtige ist diese ungeheure Frustration von innen. Vor kurzem sagte ein iranischer Exilschriftsteller, der Nahe Osten sei das schwarze Loch zwischen dem fortgeschrittenen Westen und dem fortschreitenden Osten. Den Muslimen wird jeden Tag deutlicher, wie arm und elend ihre Situation ist. Es gibt inzwischen mehr als 250 Universitäten in den arabischen Ländern, die jedes Jahr viele ausgebildete Ingenieure entlassen. Aber wenn man einen Flughafen bauen will, dann holte man früher Amerikaner – jetzt holt man Koreaner. Die Koreaner lagen vor 50 Jahren noch ein Jahrtausend hinter dem Nahen Osten zurück..."

>Hier< der ganze Artikel mit vielen Literaturhinweisen.

 

Bruce Hoffman listet in seinem Buch "Terrorismus - der unerklärte Krieg" (>hier<) eine erschreckende Vielzahl von terroristischen Anschlägen auf bis zu einem "jüdischen Terrorismus", der die Errichtung eines Gottesstaates nach der Vertreibung aller Araber aus der Region Israëls anstrebt. Ulrich Schnabel schreibt in seinem oben bereits erwähnten Buch "Die Vermessung des Glaubens" (wörtlich): "Im Hass auf den gottlosen Westen, den einige Muslime hegen, drücken sich auch kaum vereinbare kulturelle Gegensätze aus, eine unaufgelöste Spannung zwischen Tradition und Moderne und das nagende Gefühl einer wirtschaftlichen Unterlegenheit..." und an anderen Stelle: "Es ist unbedarft, den heiligen Krieg islamischer Dschihadisten ausschließlich auf religiöse Motive oder bestimmte Koransuren zurückzuführen."

Richard Dawkins sagt in seinem Buch "Gotteswahn", dass viele Missstände in der Welt religiösen, ja theologischen Ursprungs sind:

"Stellen wir uns doch [...] eine Welt vor, in der es keine Religion gibt – keine Selbstmordattentäter" und sonstige Attentate (Algerien, Ägypten, Iran, Irak, Afghanistan, Indien, Spanien, Pakistan usw.), "keinen 11. September, keine Anschläge auf die Londoner U-Bahn, keine Kreuzzüge, keine Hexenverfolgung, keinen >Gunpowder Plot<, keine Aufteilung Indiens, keinen Krieg zwischen Israelis und Palästinensern, kein Blutbad unter Serben/Kroaten/Muslimen, keine Verfolgung der Juden als ‚Christusmörder‘, keine ‚Probleme‘ in Nordirland [...]";

Hinzuzufügen: keine Morddrohungen gegen Rushdie, gegen die dänischen Karikaturisten, keine Hexen- und Ketzerverbrennungen, keine Judenpogrome (Kreuzzüge), keine Hexenverbrennungen nach Folter, keinen dreißigjährigen Krieg, kein Verreckenlassen von Wiedertäufern (>hier< in Käfigen, den Vögeln zum Fraß ausgesetzt) und vieles, vieles mehr.

Es sollte erwähnt werden, dass  der in einigen Bereichen der südafrikanischen Länder übergeordnete Ubuntu-Einfluss (richtiger "uBuntu") in den westlichen christlichen Leitkulturen unbeachtet geblieben ist und in islamisch geführten Staaten sogar als völlig undenkbar angenommen werden muss. Ubuntu ist eine Philosophie der Menschlichkeit, Nächstenliebe und für Gemeinsinn. Diese Verhaltensrichtung ist den religiösen Überstülpungen zum Trotz bei den Afrikanern weitgehend verinnerlicht geblieben und hat in Südafrika die Wahrheits- und Versöhnungskommission ermöglicht, die einer christlich westlichen ausschließlich rächenden Strafverfolgung weit überlegen ist. »Ubuntu ist afrikanische Lebenskraft und Vitalität, aber auch der Sensor für das Verständnis für andere Menschen, Kulturen und Religionen. Das "Cogito, ergo sum" der europäischen Aufklärung wird durch die zentrale Aussage der uBuntu-Philosophie ersetzt: "Ich bin, weil ihr seid, und ihr seid, weil ich bin,"« schreibt Erika von Wietersheim. Es ist unzweifelhaft, dass die Wahrheits- und Versöhnungspolitik in Südafrika sehr erfolgreich ist. Ziel ist, sowohl dem Täter, ein Gefangener seiner Tat, als auch dem Opfer die Möglichkeit zu bieten, ihre Menschlichkeit und Menschenwürde wieder zu erlangen durch Geständnis, Schuldeinsicht und Unrechtbewusstsein auf der einen und Vergebung auf der anderen Seite. Für beide, Täter und Opfer ist vor allem das Verschweigen unerträglich. Das bringt das Buch "Das falsche Leben ... Das Schweigen der (Täter)Väter" von Ute Scheub (>hier<) sehr deutlich. Die so genannte westlich christliche Sichtweise mit Verschweigen, Verleugnen, Strafe, Rache wird sehr gut von der südafrikanischen Schriftstellerin, Antje Krog, analysiert wie folgt: »Wie ist es zu erklären, dass der Versöhnungsprozess in Südafrika so viel Beifall und Unterstützung gerade bei Leuten findet, die selbst nicht im Traum an Versöhnung denken? Doch wohl nicht, weil sie es zu schwierig finden. Und bestimmt sind sie auch nicht ernsthaft der Meinung, die Schwarzen Südafrikas seien ihnen überlegen und wüssten, wie sie ihre Leute von der Gewaltspirale abhalten können, während die Westler selbst sich nicht einmal einen Versuch in diese Richtung zutrauen. Wie anders lässt sich das erklären als durch einen Hauch von Rassismus? Schwarze sollten vergeben, Weiße müssen Rache nehmen, Versöhnung ist etwas für "minderwertige" Völker, Rache dagegen für die "richtigen" Nationen.« (>Hier< zu den relevanten Artikeln, also auch von Frau Krog.)

 

Wegen der Wichtigkeit des Täter-Opferkomplexes einige Betrachtungen: Ein Täter hat immer ein Motiv, also einen Antrieb oder Beweggrund, wenn keine völlige Unzurechnungsfähigkeit vorliegt. Selbst nach den strengsten Strafgesetzen wird in der Regel das Motiv beim Strafmaß berücksichtigt; es sei denn, es handelt sich um Rache- oder Lynchjustiz (Töten, Misshandeln eines vermeintlichen oder tatsächlichen Täters ohne Anhörung, meist durch eine aufgebrachte, aufgehetzte Menge), die es immer noch in einigen Ländern gibt. Man denke an die Grausamkeiten, für die es militärische Auszeichnungen (sogar Beförderungen) gibt, an Morde zur Wiederherstellung der Familien-Ehre, an Opfermorde, wobei das "Opfer" sein Leben verliert. Wie soll ein hochgeehrter und mit vielen Orden geschmückter Täter dann zu einer Schuldeinsicht gebracht werden? Ein Manfred Freiherr von Richthofen, "der rote Baron" (wegen der roten Farbe seines gefürchteten Dreidecker-Jagdflugzeugs) erzielte im Ersten Weltkrieg 80 Abschüsse. Er gilt auch heute noch in der Bundeswehr als bewunderter "Jäger". Ist der Freiherr von Richthofen ein Mörder? Objektiv ja. Aber das Kriegsrecht sieht das ganz anders. "Kriegsdienstverweigerung" wird auch heute noch bestraft.

 

Die südafrikanische Gesellschaft hatte mit einer feierlichen Einführung Mandelas in sein Amt als erster von der gesamten Bevölkerung frei gewählter Präsident im Jahre 1994 alte Gesetze und Ordnungen durch modernere und angepasstere ersetzt. Genau das geschah in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg. Es gab einen baden-württembergischen Ministerpräsidenten mit Nazivergangenheit nach 1945, der noch nach der deutschen Kapitulation einen jungen Soldaten wegen Fahnenflucht zum Tode verurteilt hatte (haben soll, sagt man heute; denn Protokolle udgl. sind verschwunden). Er soll dann in seinem neuen Amt seine "Nazi-Amtshandlung" mit den Worten quittiert haben: "Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein!" Doch genau so war es: Es war bitterstes Unrecht. Nur hätte das jemand einem Politiker wie diesem Ministerpräsidenten vielleicht erklären müssen. Immerhin hat dieser Ministerpräsident in seinem Amt nicht mehr oder weniger kritikwürdige Arbeit geleistet als jeder andere.


Ein Hitler oder Goebbels, ein Stalin, ein Religionsführer vom Profil eines iranischen Ayatollah Ruhollah Khomeini haben ganz selten jemanden selbst körperlich angegriffen, geschweige denn verletzt. Natürlich sind sie ganz abscheuliche Täter. Sind sie belehrbar und diskussionsfähig? Es ist anzunehmen, dass diese Frage ganz streng verneint werden muss. Das geht am Beispiel des Herrn Hitlers ganz eindeutig aus den Untersuchungen von Sebastian Haffner in seinem Buch "Anmerkungen zu Hitler" (>hier<) hervor. Was macht man mit solchen Leuten? Hätte die südafrikanische Wahrheits- und Versöhnungskommission etwas bewirken können? Wahrscheinlich überhaupt nichts, und es bleibt kaum etwas anderes übrig, als solche "Täter" von der menschlichen Gemeinschaft abzusondern. Vor allem sind Kontrollen und Macht-Instanzen (über Ombudsmann bis zur staatsanwaltlichen Ermittlung) erforderlich, die schon bei den Ansätzen von solchen Gedanken greifen, welche in eine Richtung laufen wie bei obigen Volksverführern. Dabei muss ein Unterschied gemacht werden, ob ein machtmäßig unbedeutender Mensch etwa in einer Kneipe (privat) meint: "Die evangelische Kirche sei nur eine Glaubensgemeinschaft" oder ob das ein sehr einflussreichen Mann (öffentlich) erklärt, ohne sich zu korrigieren.

 

Die Wahrheits- und Versöhnungskommission in Südafrika, vom ersten ("schwarzen") Präsidenten, Nelson Rolihlahla Mandela (Nelson von den Christen hinzugefügt), und Desmond Mpilo Tutu, Erzbischof von Kapstadt und Oberhaupt der anglikanischen Kirche (heute noch ?), eingesetzt, soll die - nun im Nachhinein - während des Apartheidregimes (Trennung von "Schwarz und Weiß") begangenen Verbrechen (auf beiden Seiten) behandeln. >Hier< mehr (Seite: "Wahrheit - Strafe" mit Verzweigung zu "Ubuntu"). Ist eine solche afrikanische Kommission nicht eine "vernünftigere" Lösung als die traditionellen christlichen Strafprozesse, die weder dem Täter noch dem Opfer wirklich gerecht werden können?

 

>Hier< eine Rede von Erzbischof Desmond Mpilo Tutu zum "Weltethos".

 

 

Autorität, Macht, Konformität und Gehorsam

 

Autorität fängt mit der elterlichen Autorität an. Einem Kind bleibt ab frühem Alter kaum etwas anderes übrig, als in der familiären (Klein-)Gruppe mit den Mitgliedern (Mutter, Vater, Geschwistern) übereinstimmend, einiggehend und sich anpassend (Konformität genannt) zusammenzuleben und sich der elterlichen Autorität zu beugen, also gehorsam zu sein. Dieser Ablauf von Konformität und Gehorsam verläuft automatisch, wird - wie selbstverständlich - erlernt und später auf das Umfeld übertragen, in das sich der heranwachsende Mensch (mehr oder weniger) integrieren wird.

 

Es wurde vorher erwähnt, dass eine Gesellschaft (zumindest eine Partei, eine Interessengruppe) unisono (= einstimmig) gerne auftreten will und dass die meisten Menschen sich nach einem starken Führer sehnen (>hier<). "Führer befiel, wir folgen dir..." war der begeisterte Slogan (>hier<) in meinen frühkindlichen Jahren (bis zum Alter von fast 12 Jahren). Leon Mann berichtet in seinem Buch "Sozialpsychologie" (>hier<) ein Experiment, in wie weit Menschen befähigt sind, auf Befehl bis zur Tötung eines Mitmenschen zu gehen. Es handelt sich um das aufschlussreiche Milgram-Experiment aus dem Jahre 1965, in welchem ein "Lehrer" (leider nur männliche) Versuchspersonen dazu bringt, mit (fingierten) Stromstößen "Lernende" zu bestrafen, wenn diese Fehler machen. Mehr zu diesem sehr wichtigen und erschreckend aufschlussreichen Versuch >hier<.

 

Über 60% der Probanden (Versuchs-, Testpersonen) waren nach den Milgram-Experimenten in den USA (ohne Eid zum Gehorsam, sondern allein unter offensichtlichen, den Probanden bekannten Versuchsbedingungen) bereit, Menschen einfach nur auf Befehl von einem Versuchleiter im weißen Kittel zu foltern und zu quälen. Wie hoch muss der Prozentsatz derjenigen sein, die außerdem unter Gruppendruck, z.B. in einem ideologisch fanatisierten Umfeld stehen, oder welche sich durch Fahneneid, Diensteid, Treue- und Gehorsamseid, öffentliches Gelöbnis gebunden sehen, auf Befehl gegen Lebewesen außerhalb der Gruppe äußerst grausam und zerstörerisch vorzugehen, die von den Autoritäten verteufelt worden sind? Der obige Versuch gibt einen starken Hinweis auf die psychische Bereitschaft, jede Art von Befehlen fanatischer ideologischer Autoritäten auszuführen, sogar unter völliger Selbstaufopferung (wie täglich berichtet wird).

 

Der Versuch zeigt jedoch auch, warum - in welchem System auch immer - die Machthaber (Autoritäten: >hier< zu Definitionen) "Nein-Sager" mit allen Mitteln nicht öffentlich werden lassen (möglichst sogar physisch ausschalten) wollen; denn, wenn sich eine Person im Milgram-Experiment weigerte, den geforderten Versuch durchzuführen, weigerten sich auch 90% der anderen Probanden!

 

Ergebnis: Machthaber (>hier< mehr über "Macht") bzw. autoritäre Systeme dulden keine Kritiker; denn diese sind äußerst gefährlich und müssen deshalb möglichst ausgeschaltet worden.

 

Es sei darauf hingewiesen, dass von Berufsgruppen - wie dem Militär, blinder Gehorsam, sogar unter eidlichem Versprechen (möglichst in aller Öffentlichkeit, wie heute wieder bei der Bundeswehr) verlangt wird. Ein "Fahneneid" (militärische Diensteid, Treue- und Gehorsamseid) ist nie mehr rückgängig zu machen, erlischt jedoch mit dem Tode dessen, der den Eid abgelegt hat. (Es gibt dann aber die Erbsünde (>hier<), die der gesamten Menschheit bis zu ihrer Selbstausrottung und sogar noch darüber hinaus angehaftet bleibt.) Das Ergebnis der Eidesleistung auf den Führer und die Fahne habe ich selbst noch in der unbeschreiblich fanatischen Hitlerzeit erlebt, das kaum von den grausamsten Kriegsfilmszenen, die heute gerne angeschaut werden, wiedergegeben werden kann.

 

Einzelmenschen haben zwar die Welt - im wahrsten Sinnen des Wortes verändert, sogar die Erdoberfläche mit ihrer gesamten Natur. Aber das war nie möglich ohne gehorsame Gefolgsleute und die Sehnsucht nach einem ("knallharten") starken Führer. >Hier< wird auf einer gesonderten Web-Seite an hand von einigen (wenigen) Beispielen etwas mehr zum Thema "Autorität" und Einzelpersonen, welche die Menschheitsgeschichte "geschrieben" haben, gesagt.

 

 

Hinzusetzung

 

Mein Internetbuch "www.gotteswahn.info" hat sich nur am Rande mit "Religionspsychologie" und dem ganz neuen Begriff der "Neurotheologie" beschäftigt. Bei letzterer soll mit Hilfe modernen Erforschung unseres menschlichen Gehirns über bildliche Darstellungen aus

- Computertomogrammen (CT), das sind Röntgenschichtaufnahmen, die mit einem Computer aufbereitet werden und dann aus einigen Millionen Einzeldaten ein Fernsehbild berechnen;

- Kernspin- bzw. funktionelle Magnetresonanztomogragraphie (fMRT), womit Hirnstrombilder erzeugt werden können, um Sinnesaktivitäten (wie z.B. Lernprozesse) und Verhaltensänderungen zu sehen, nämlich wenn erhöhte oder reduzierte Aktivitäten von Nervenzellen auftreten. Ausgenutzt wird dabei der lokal gesteigerte Blutfluss in aktivierten Hirnregionen.

- Positronenemissionstomographie (PET), die wie die Computertomographie funktioniert; jedoch werden statt Röntgenstrahlen Positronen (könnte man als positiv geladene Elektronen bezeichnen) eingesetzt. Positronen entstehen beim Zerfall von künstlichen Radionukliden (Radiopharmaka), die dem zu Untersuchenden eingespritzt worden sind und sich unterschiedlich im Körpergewebe verteilen.

Das Buch von Ulrich Schnabel "Die Vermessung des Glaubens" (>hier<) berichtet ausführlich über die Ergebnisse aus diesen Untersuchungen, nach denen kein "Gottes-Gen" oder irgend etwas anderes, wie ein religiöses Gen, entdeckt werden konnte, zumindest bisher nicht.

 

>Hier< eine Webseite zur Zielsetzung und zum Stand der Hirnforschung, speziell zum eventuellen Nachweis eines Gottesgens oder eines Gehirnbereiches, in dem das Religiöse deponiert sein könnte...

 

In Deutschland gibt es meines Wissens noch keinen speziellen Lehrstuhl für Religionspsychologie, die die (positiven) Wirkungen einer religiösen Lebensführung untersuchen soll oder die Realität religiöser Erfahrungen. Das erinnert an die Parapsychologie (griechisch "para" = neben), die sich mit okkulten, außersinnlichen Erscheinungen und Wahrnehmungen befasst, der Telepathie1), der Telekinese2) (insbesondere pubertierende Mädchen sollen beispielsweise fernwirkend Bilder von der Wand fallen lassen können), Psychokinese (jemanden verhexen, was sogar tödlich sein kann), dem Hellsehen, Prophetie, dem Phänomen des "Déjà-Vu" (schon mal vorher gesehen), ferner mit Ahnungen, Visionen, Spuk...

1) nicht nachgewiesene direkte Übertragung von Gefühlen, Empfindungen, Antrieben, Gedanken durch Fernwirkung von einer Person auf eine andere ohne Beteiligung von Sinnesorganen. (Telepathen brauchen kein Telefon.)
2) nicht nachgewiesene Fernbewegung, Fernwirkung, Bewegung (z.B. Elevation = Hochheben) und Ortsveränderung von Gegenständen ohne Berührung durch ein "Medium" (ein Mensch mit paranormalen, also von der Norm abweichenden Fähigkeiten)


 

Alle Ideologien erheben Anspruch auf „alleinige Wahrheit“ und führen daher zur Unterdrückung und Knebelung zumindest der Leute, welche die jeweilige Ideologie ganz oder teilweise ablehnen. Damit ist die Gewährung einer absoluten Religionsfreiheit (>hier< ein Artikel) und Ideologiefreiheit in den Menschenrechtskonventionen und den Grundgesetzen der "westlichen Demokratien" zu überdenken und dahingehend einzuschränken, z.B.

1. Wenn von einer Religion (Ideologie) eine Gefahr ausgeht durch Gebote und Verbote, auf die sich Religions- oder Ideologieführer jedoch als unbedingt durchsetzbar berufen, die jedoch entgegen wissenschaftlichem Erkenntnisstand und der Menschenrechtskonvention gerichtet sind, dann ist die Religion (Ideologie) doch wohl  zu verbieten bzw. die Aufwiegler wegen Hasspredigt und Hetze zu isolieren. (Ansonsten müssten wir solche politischen Religionen wie  "Stalinismus", "Maoismus" und das "Drittes Reich" auch wieder zulassen. Allerdings ist ein Verbot von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ aufzuheben; denn die so genannten Heiligen Schriften sind mindestens ebenso gefährlich.)

2. Eine Religion ist eine ausschließlich privat individuelle Angelegenheit. Religiöse Umzüge und Feiern in der Öffentlichkeit sollten den gleichen Bestimmung unterliegen wie sie im allgemeinen Versammlungsrecht niedergelegt sind. Das Tragen und Zeigen von religiösen Symbolen ist also dann nur im Rahmen genehmigter Umzüge und Feiern in der Öffentlichkeit zu gestatten. (Man muss es doch als skandalös ansehen, wenn heutzutage noch willentlich provozierende Umzüge in Nordirland als wiederkehrende Siegesfeiern von evangelischen Gestrigen über Katholiken vor X Jahren stattfinden dürfen.)

Natürlich gibt es eine Menge von Überlegungen, wie man zu einer "besseren Welt" kommen könnte, z.B. nachzulesen >hier< als ein Ansatz von Publikationen der "Global Society" mit einer "Vision einer besseren Zukunft", und einige der folgenden (fast wörtlich zitierten) Gedanken aus der "Frankfurter Schule" sollten nicht unerwähnt bleiben:

Die Religionen haben ursprüngliche Ansätze sozialistischer Gedanken zu deren völligen Ablehnung umgewandelt. Sie haben zumindest durch ihr Schweigen dazu beigetragen, dass das nunmehr vorhandene System der "repräsentativen* Demokratie" geradezu herausfordert, Machteinflüsse geltend zu machen und auszuüben durch Korruption und geldwerte Vorteilnahme. Zur Vermeidung solcher Auswüchse muss jeder "Spitzen-Repräsentant" anteilig selbst haften:

* Das Volk wählt Repräsentanten (Abgeordnete) für das Parlament und hat damit an der Staatsgewalt teil.

1. für großzügige, nicht erfüllbare Wahlversprechen,

2. verschuldete Steuerverschwendung, etc.

und nicht auch noch durch "Abfindungen" und Frührenten honoriert werden. Scheidende bzw. nicht wiedergewählte Politiker haben sich besondere Renten und Abfindungen gesichert für den Fall, dass die Wählerschaft (der Souverän) ihnen nach ein paar Jährchen nicht nochmals die  "Stimme" auf dem Wahlschein ankreuzt. "Sollen sie denn nur allein wieder von den Einkünften ihrer vorherigen Tätigkeiten als Anwälte oder Lehrer leben?" wird argumentiert.

Durch diese, vorher wiedergegebenen Gedanken kommt man zu dem Schluss: Aus der Realisierung der "Frankfurter Forderungen" gäbe es Hoffnung, dass grundlegende (auch gesellschaftliche) Änderungen möglich wären. Aber wer ist schon daran interessiert? Die Waffen-Lobby etwa? In einer Welt, in der das Vermögen der 200 Reichsten ausreicht, den Lebensunterhalt der fast  3 Milliarden Ärmsten für mindestens ein Jahr zu bestreiten, muss sich doch wohl unbedingt etwas ändern. Am Infamsten ist, sich auch noch verhöhnen lassen zu müssen: "Ihr seid ja nur neidisch!"

Der Historiker K. Deschner urteilt: "Demokratie ist die Kunst, dem Volk im Namen des Volkes feierlich das Fell über die Ohren zu ziehen".

Karl Marx scheint doch nicht so ganz tot zu sein, wenn man einmal beim Brockhaus über Marx nachliest, was dieser geschrieben hat: "... Durch den unkontrollierten privaten Akkumulationsprozess und die im Marktsystem ungenügend koordinierte gesellschaftliche Arbeitsteilung entstehen in verstärktem Maße ökonomischen Krisen (Konjunkturzyklen, ausgelöst durch »Überakkumulation« oder »Unterkonsumtion«, Verdrängung kleiner und mittlerer Unternehmen durch Großunternehmen, Sinken der aus dem Mehrwert entstandenen Profitrate), die mit einer Verelendung des Proletariats durch Sinken des Lohns auf das Existenzminimum (Verelendungstheorie) einhergehen..."

Da muss man doch wohl sagen: genau das ist geschehen und weiterhin im Prozess des Geschehens. Was nun aber der Marx als Lösung vorschlägt, war gut gemeint (das Gegenteil von gut), scheiterte aber auch an der "sozialistisch-kommunistischen Religion" (aus der Kategorie: Politische Religionen). Dieser "Religionsersatz" - heute noch ansatzweise in China halb im Programm - legte Menschen genau so in Fesseln wie alle anderen Ideologien auch.

>Hier< der Aufsatz von 2005 von Dr. Helmut Böttiger  "Die Revolte der Moderne gegen die abendländische Kultur", die den historisch bedingten Bezug zur Entstehung von Religion aus der Sicht der "Frankfurter Schule" zeigt.

>Hier< etwas über harmlose Mitläufer, die eine Bevölkerungsmehrheit ausmachen, sowie "Wendehälse", welche keineswegs als harmlos zu sehende Opportunisten sind.

>Hier< zum Artikel "Gott ist gefährlich" von Ulrich Beck.

Umfassende Untersuchungen über die Wichtigkeit zur Deutung menschlichen Handelns durch "urzeitliche Reflexe, Herdentrieb und Hormone" sind derzeit im Gange, wie zum Beispiel >hier< in einem Artikel über die Börse oder in einem Bericht des "DER SPIEGEL" Nr. 2 vom 7.1.2008 "Die Migration der Gewalt, Junge Männer: die gefährlichste Spezies der Welt" begonnen. Man erinnere sich an einen jungen englischen Prinzen, der als militärischer Flugzeug-Pilot in Afghanistan den "Kick" durch Adrenalin* genossen hat und unbedingt etwas ähnliches wieder erleben möchte, ein Prinz, der riskante Landemanöver mit seinem Hubschrauber in der Nähe einer zu beeindruckenden Freundin auslebt - ein Mensch als hochinteressantes Versuchsobjekt, wenn man ihn denn mal der Wissenschaft überlassen würde.

* lateinisches "ren, renis" als Wortteil bedeutet Niere; denn Adrenalin wird im Nebennierenmark gebildet (neben Noradrenalin, Dopamin). Es wird als Stresshormon bezeichnet, da es durch besondere Anstrengungen, insbesondere Gefahren ausgeschüttet wird. Es ist die chemische Überträgersubstanz von Nervenreizen im sympathischen Nervensystem. Adrenalin steigert die Schlagkraft des Herzens, beschleunigt den Puls, lässt die (teilweise nicht mehr vorhandenen) Haare sträuben. Viele Leute genießen das als "Kick" (energetischen Kitzel).

Der Mensch, als ein unbeschreiblich komplexes Wesen, unterliegt nicht nur den in diesem Internetbuch in den Vordergrund gestellten psychologischen und soziologischen Erkenntnissen, wonach unser Handel nahezu gesetzmäßig abzulaufen scheint. Es spielen auch physikalisch und chemisch begründete Reaktionen und Abläufe von Lebensvorgängen eine Rolle, die nicht nur in unseren Zellen, dem Gewebe und den Organen mit Bezug auf Wachstum, Entwicklung, Verdauung, Fortpflanzung usw. wirken, sondern offensichtlich auch unser Verhalten, ja sogar den Charakter beeinflussen. Man denke an Drogen, angefangen mit Alkohol, der bekanntesten Droge, über Adrenalin bis zu Rauschgiften (z.B. Haschisch, Kokain, Heroin, Opium). Was da alles abläuft ist in dem Buch "Die Vermessung des Glaubens" von Ulrich Schnabel >hier< zusammengefasst (von dort aus gibt es eine Verzweigung zu einer Diskussion über "Warum Menschen glauben"). Der Untertitel von "Vermessung des Glaubens" lautet: "Forscher ergründen, wie der Glaube entsteht und warum er Berge versetzt". Und dazu benutzen Neurobiologen und Neuropsychologen modernste Untersuchungsmethoden, wie Magnet-Resonanz-Tomografie. >Hier< finden Sie etwas über die Gehirnforschung. Man glaubt schon, hergefunden zu haben, welche Gehirnpartien für "religiöse Angelegenheiten" zuständig sind. Von dort geht es zu einer weiteren Seite: "Glaube als Naturgabe?". Es gibt inzwischen sogar Neurotheologen, die davon überzeugt sind, dass jeder von uns irgendwo in seinem Gehirn irgend etwas haben muss, das uns mit Gott verbindet, so eine Art "Relais-Station nach oben" (Signalsende- und -empfangsschaltung) oder etwas ähnliches.

Dennoch muss betont werden, dass das Individuum Mensch durchaus in der Lage ist, allem, ob Steuerung durch Gene, Meme oder psychologische, soziologische, chemische, physische Gegebenheiten, ja sogar einer Folter zu widerstehen. Aber erwarten und verlangen kann und darf das niemand. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu einer persönlichen Bereicherung nutzen (Werbung, Manipulation* udgl.) ist als verbrecherisches Handeln gegen die Menschlichkeit zu betrachten.

* Das "Bibliographische Institut & F. A. Brockhaus" erklärt Manipulation erstaunlicher Weise als: 1) Bildungssprache: Geschäftskniff, Machenschaft.

In "multikulturellen" Gesellschaften (>hier<) in modernen Demokratien, in denen verschiedene Ideologien mehr oder weniger immer noch missionieren dürfen (auch Parteien), gerät allerdings der individuelle Einzelmensch vielleicht in Schwierigkeiten, wenn er sich zu keiner Gruppe zugehörig fühlt (fühlen kann). Das kann jedoch ein besonders befreiendes Gefühl bringen, wenn man gelernt hat, damit umzugehen. >Hier< einige Betrachtungen zu diesem Komplex.

>Hier< ein wenig zur Astrophysik und den Elementarteilchen als Eindruck von der ungeheuren Komplexität vom Größten, nämlich dem Weltraum, bis zum Allerkleinsten, den elementaren Teilchen und von dort aus weiter zu einer Übersicht des Erdzeitalters, des Lebensbeginns und zu Bildern von den Kontinentalverschiebungen* (>hier< direkt).

* Das sehr aufschlußreiche und wunderschön bebilderte Buch hat den Titel "Die Chronik der Erde" (>hier<)

 

Und

>Hier< zur Aufheiterung einige Witze und Karikaturen.


 

Es sei darauf hingewiesen, dass alles vorher Gesagte nicht dahingehend interpretiert werden soll: Alle religiös Erzogenen sind so wie es nach den Ausführungen in diesem Interbuch den Anschein gegeben haben könnte. [Ich muss wieder einmal auf die mathematische Verteilungsfunktion hinweisen (>hier<)]. Die Mehrheit ist relativ gleichgültig und passt sich einfach nur aus Bequemlichkeit an. Aber diese "schweigende Mehrheit" (ein Begriff, den ein US-Präsident Richard Nixon einmal geprägt hat) läuft einfach mit und lehnt sich nicht auf. Mit dieser "schweigenden Mehrheit" ist keine Veränderung durchzusetzen.

 


Die Ungerechtigkeiten auf der Erde sind sicher zu einem großen Teil auf religiöse Einflüsse und Auslegungen zurückzuführen. Aber man braucht die Bibel tatsächlich nur ganz wörtlich zu nehmen und anzuwenden, um zu katastrophalen Zuständen zu gelangen:

Die Welt, wie sie jetzt ist, ist eine perfekte alt-testamentarische, biblische Welt.

 

Die Zahl der Kriege, insbesondere der Toten, (körperlich und seelisch) Verletzten und der Verlust an Heimat, an "Hab und Gut" sind enorm gestiegen. Dabei ist zu beachten, dass keinerlei religiöse Hemmungen zu spüren waren bei der Anzettelung von Kriegen.

 

Bezeichnend ist jedoch, dass keine echten Demokratien gegeneinander ins Feld gezogen sind. >Hier< ein wenig mehr und eine Statistik ("Auswertung quantitativer Informationen").

 

Besonders erschreckend sind die Folgen einer wahnsinnigen kapitalistischen Ideologie (>hier<), die sich auf eine "christliche Leitkultur" stützt, durch rücksichtlose Naturausbeutung, Zerstörung der Biosphäre (also Vernichtung unserer Umwelt, d.h. der Gesamtheit der mit Lebewesen besiedelten Schichten der Erde: Luft, Wasser und Boden). >Hier< mehr und die Literatur dazu.

 

Durch bedenkenloses Abholzen - seit Menschenexistenz - für Brennholz, Gebäude-, später Schiffsbau, Gewinnung von Ackerflächen und Viehweiden (Überweidung und unangepasster Ackerbau) gehen jährlich allein in der Sahel-Zone (Sahel in arabisch »Ufer« ist der Landschaftsgürtel am Rand der Sahara-Wüste) inzwischen um die 100-Tausend Quadratkilometer an fruchtbarer Bodenfläche verloren. Das ist eine Fläche über 10% größer als Irland. Die Wüsten breiten sich immer weiter aus durch menschliche Eingriffe in das ökologische Gefüge der Randgebiete, also durch Überweidung, besonders durch Ziegenhaltung: Abbrennen der Vegetation,  Abholzung von sogar kümmerlichen Baumbeständen, ackerbauliche Überbeanspruchung des Bodens, dadurch Störung des Wasserhaushalts usw. Das Vordringen von Wüsten oder wüstenähnlichen Verhältnissen wird Desertifikation genannt, d.h. Unbewohnbarmachung für Pflanzen und Tiere. Sogar Peking (Beijing), die Hauptstadt von China, wird durchschnittlich alle 2 Wochen von Sandstürmen heimgesucht. Die Zahl hat sich in den letzten 50 Jahren verdoppelt. Im Jahre 2005 breitete ein einziger Sturm um die 330 Tausend Tonnen über der Stadt aus, herangetragen aus der Mongolei über eine Entfernung von etwa Tausend Kilometern. >Hier< Beispiele mit Bildern für angeblichen (nur) Klimawandel in Afrika (Trockenheit und Dürre). Aber die Beispiele zeigen vor allem die Ursachen durch Übervölkerung. China würde wesentlich weniger Umweltverschmutzung verursachen, wenn das Land nur die Hälfte der Bevölkerung haben würde. Selbst das ist zu viel. Das gilt auch für Europa und ganz Amerika, wo die Kinderproduktion mit allen Mitteln angeregt wird unter dem Motte: Kinder fördern Wirtschaftswachstum. >Hier< ein Kommentar zum Bevölkerungswachstum.

 

Dennoch: Die Weltbevölkerung wächst unaufhaltsam, und die Regierungen geben Anreize wie in Deutschland:

  • für das erste und zweite Kind monatlich 184 Euro
  • für das dritte Kind monatlich 190 Euro
  • für das vierte und jedes weitere Kind monatlich 215 Euro

und das

  • für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr,
  • für Kinder in Ausbildung bis zum 25. Lebensjahr,
  • für arbeitslose Kinder bis zum 21. Lebensjahr.
Außerdem gibt es Elterngeld als eine »Transferzahlung« (bedeutet eigentlich eine Zahlung ohne Gegenleistung, also keine Rückzahlung wie bei einer Subvention, d.h. eine Unterstützung) für Familien mit Kleinkindern zur Sicherung ihrer Lebensgrundlage in erster Linie als »Entgeltersatzleistung« zum Ausgleich ausgefallenen Einkommens. Die Elterngeldzahlung wird maximal 14 Monate lang gezahlt und geht über die Zeit des Mutterschutzes, Absicherung vor und nach der Geburt eines Kindes hinaus. Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem Einkommen der Eltern im Jahr vor der Geburt. Ab dem Tag der Geburt stehen den Eltern ein Jahr lang 67 Prozent des letzten Nettogehalts des zu Hause bleibenden Partners als Elterngeld zu - maximal jedoch 1.800 Euro. Beteiligt sich auch der zweite Elternteil an der Kinderbetreuung und setzt dafür mindestens zwei Monate im Beruf aus, gibt es dafür zusätzliches Elterngeld. Alleinerziehende bekommen die vollen vierzehn Monate Elterngeld usw.

Insbesondere Familien mit Migrationshintergrund haben, im Vergleich zu traditionell einheimischen Eheleuten, hohe Kinder-Zahlen. Das kostet die Steuerzahler allein „für Schulausbildung, Kindergeld und Gesundheitskosten, insgesamt 138 Milliarden Euro pro Jahr oder im Durchschnitt 172.000 Euro pro Kind von der Geburt bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres. Zusätzlich tragen die Eltern allerdings weitere 270.000 Euro pro Kind alleine, bzw. aus anderen Fördermitteln - z.B. Hartz IV (>hier<).

Etwas ganz anderes: >Hier< wird am Beispiel des Liedermachers Hannes Wader in seinem sehr beeindruckenden Lied "Der Rattenfänger von Hameln" sehr drastisch gezeigt, welche Macht Obrigkeiten haben, aber welche Umwälzungen durch neue Generationen spontan möglich werden können, wie sie der, aus der Syrisch Arabischen Republik stammende Schriftsteller Rafik Sami (bzw. Schami) kürzlich (Anfang 2011) formulierte, nämlich dass moderne junge Leute, insbesondere nach besserer Bildung aus ihrem Sippengefüge ausbrechen. "Zum Überleben wie in der Wüste war das (er meint die Sippe) früher eine nützliche Einrichtung. Man hat alles geteilt, füreinander gesorgt, ordnete sich in der Sippe dem Scheich [arabisch »Ältester«] unter. Das haben die Beduinen [arabisch »Wüstenbewohner«] akzeptiert, Doch die Sippe hat die Menschen auch gelähmt, weil sie das Individuum unterdrückt hat". Durch Internet, überall zugängliche Radio- und Fernsehstationen Aufgeklärte, insbesondere junge Leute brechen "mit diesem Gesetz der Sippe. Es beginnt ein neues Zeitalter, in dem sich Einzelne auflehnen und demonstrieren, ohne einen Oberen um Erlaubnis zu fragen. Für die moderne Gesellschaft ist die Sippe nicht (mehr) geeignet". Die Potentaten [potentatus »Macht«, also Machthaber, Herrscher] stützen sich auf Sippen und Clans, d.h. Stammesverbände, auch auf ethnische- oder Religionsgemeinschaften, die sich oft gegenseitig bekriegen. Weiter mit Sami (in etwa): "Menschen moderner Prägung haben die ersten Funken geschlagen, nicht Angehörige traditioneller Sippen, sondern junge Akademiker, die sich über Facebook* verständigen und losstürmen und das Machtgefüge durcheinander bringen."

*  Internetseiten zum Erstellen und Betreiben "sozialer Netzwerke", die der Facebook Inc. (englisch incorporated »eingetragen« mit beschränkter Haftung) mit Sitz im kalifornischen Palo Alto gehört und im Februar 2004 erstmals zugänglich wurde. Anfang 2011sollen es bereits 600 Millionen aktive Nutzer weltweit geben.

Warten wir es ab!

Aber:  Zitat "Kleines Theater Bad Godesberg": »Die Geschichte der Weltreligionen ist die Geschichte ihres Missbrauchs, angefangen lange schon vor den Kreuzzügen bis zu den Konflikten unserer Tage. Noch immer morden Menschen einander im Namen des Gottes« (>Hier< ein Hinweis auf das Bühnenstück "Nathan der Weise" von Gottfried Ephraim Lessing).


 

Über die folgenden Verzweigungen geht es zu ergänzenden (oder etwas anders dargestellten) Texten, aus einer etwas anderen Sicht geschrieben:

Der religiös (ideologisch) gebundene Mensch (>hier< zu einer zusammenfassenden Ergebnisübersicht mit Ergänzungen zum oben Dargestellten) und die Frage: Wie wird es weitergehen?  (>hier<).

Der psychische Zusammenhang des religiösen Komplexes >hier<

Warum sich der Mensch einen Gott geschaffen hat >hier<

Bestandsaufnahme: Bibelauslegungen mit fatalen Folgen >hier<

Auflistung von Teilen der Analyse-Ergebnisse, die betroffen machen und den bewegen, der im religiösen Umfeld aufgewachsen ist >hier<

 

Ergänzende "Fremd"-Beiträge:

Fundamentalismus und religiöser Fanatismus >hier<

Hexenverfolgungen >hier<

Missachtung von ideologiefreien Menschen (Beitrag von Thomas Rothschild) >hier<

   I. Die nächsten Kreuzzüge,

  II. Religion und Macht, anschließend ein Vergleich "Nationalsozialismus und Amerika (USA)",

III. "Der menschenverachtende Kommunismus ist tot. Willkommen im menschenverachtenden Kapitalismus!" -- alle 3 Artikel auf einer Web-Seite >hier< und >hier< zur einem aufschlussreichen Artikel (von Joseph Stiglitz, US-Ökonom , Träger des Wirtschafts-Nobelpreises 2005), der den Kapitalismus als politisch religiös entlarvt, der vom Marktfundamentalismus geprägt wird. >Hier< eine kurze Betrachtung von Detlef Hartlap. Und >hier< wird vom "Sieg des Totalen Marktes gesprochen, der auf dem Zenit seiner Macht und seiner Wirksamkeit alle natürlichen Ressourcen verzehrt und sich als alternativlos darstellt. Alternativlosigkeit ist das Zeichen von Allmacht. Allmacht ist das Kennzeichen einer Ideologie bzw. Religion."

Das beste Büchlein von nur etwa 40 Seiten, in dem der Irrsinn des Gottes- bzw. religiösen Wahns "kindlich" naiv dargestellt wird, als eine komprimierte und (gewollt) naive Zusammenfassung dieser Webseite "Gesamtergebnis": >Hier<

 

Empfehlung: Wenn Sie insbesondere psychologische (Fach-)Ausdrücke  unter dem Knopf  ,

(fast) alle in diesem Internetbuch erwähnten

Personen-Namen,

Sachstichworte (wie "Plagen Ägyptens", "Urknall"), die

Bilderauflistung links darunter aufrufen und dort die Erklärungen und Verzweigungen zu ausführlicheren Darstellungen unter dem Aspekt lesen, was diese bedeuten:

  im Zusammenhang mit ideologischem Wahn,

  ideologischem Fixiertsein,

  Beschäftigung durch die Ideologie,

  Beschneidung der individuellen Entfaltungsmöglichkeit und Unduldsamkeit gegenüber anderen Lebewesen, also nicht nur der menschlichen

usw.,

dann können Sie schließlich die gesamten Darstellungen in meinem Web-Buch nachvollziehen.

Natürlich können Sie auch - wie üblicherweise beim Lesen eines jeden Buches - über vorgehen.

Auch stehen Ihnen alle - weit über 400 getrennten Seiten von der Startseite mit "Alle Gotteswahnseiten" oder von >hier< aus zur Verfügung.

 

Zur ergänzenden Abwechselung direkt zu einigen Bildern:

Christus am >fraktalen< Kreuz über einer Atombombenexplosion >hier<

Bilder von religiösen Bauwerken (als Ruinen) in Syrien aufgenommen >hier<

Das Fliegende Spaghettimonster ist die "Gottheit" einer im Juni 2005 vom US-amerikanischen Physiker Bobby Henderson gegründeten Spaßreligion >hier<

"Schöne neue Welt" - perfekte Umweltzerstörung >hier< und >hier< weitere aufschlussreiche 6 Bilder.

"Demutshaltung" in fraktalem Umfeld >hier<

Es gibt nur wenige Bilder von Gott, außer den sehr bekannten von Michelangelo Buonarroti. >Hier< einige wenige (aber ohne solche von Michelangelo).

>Hier< einige sehr anschauliche Zeitleisten aus dem © Bockhaus multimedial (einer umfangreichen Computer-Installation), die belegen: bei erhöhter religiöser Aktivität geht die Schaffenskraft der Menschen (Erfindungen, Entdeckungen, Kunst) zurück.

>Hier< Gemälde von Hinrichtungen.

Jetzt noch >hier< einige witzig gemeinte oder nur so zu sehende Bilder, ziemlich wahllos zusammengewürfelt. Begonnen wird mit Prozessionen von Gläubigen.

 

Schlussfolgerungen >hier<

 

>Hier< als das wichtigste dieses Internetbuches:

die Anregungen und Möglichkeiten, zu einer Neu-Ordnung und damit zu einer besseren Welt zu kommen, was eigentlich auf Grund der inzwischen an vorhandenen Normen, Konventionen, Verordnungen, Gesetzen, Regeln usw. überhaupt nicht schwierig sein dürfte, wenn die Gier und überhaupt die psychopatischen/soziopatischen Besetzungen von "Schlüsselpositionen" überwunden werden könnten...


 

Bemerkung: Es wird Ihnen vielleicht schon aufgefallen sein, dass viele Themen in diesem Web-System (wie beispielsweise »wer und was ist Gott? Antwort:  eine Projektion«, »Religion ..." usw.) in ihren Ausführungen oft wiederholt worden sind. Das ist wegen der Wichtigkeit beabsichtigt - so wie in den Heiligen Schriften auch manche Gebote und Verbote unzählbar oft wiederkehren. Das nennt man die "pädagogische" Vorgehensweise oder salopp ausgedrückt: wiederkauendes Pauken. Unter Wissenschaftlern sind Wiederholungen nicht üblich und werden als redundant bezeichnet (= überflüssig; überreichlich, weitschweifig).

Walter Rath, Anfang 2008