
der Nachforschungen, Analyse und
der psychologischen Auslegungen
|
Jedoch das Wichtigste vorab:
►nachfolgende Erklärung,
►eine grobe >Zusammenfassung<,
►wie es zur kulturellen
>Prägung< kommt (Betrach-
tung zur
Entscheidungs- und Willensfreiheit >hier<),
►fast unlösbare
>Bindung< an die jeweilige Kultur
(die
wichtigste Findung dieses Internet-Buches)
Der übrige >Inhalt< im Einzelnen |
Erklärung: Psychologie
und damit eng verbunden die Soziologie vermitteln uns das Wissen, um Verhalten
und Aktivitäten unserer Mitlebewesen verstehen zu können.
"Es ist nicht zu glauben, warum Menschen heute noch glauben",
sagte einmal Raymond Walden
(>hier<).
Es ist zwar nur mit einem Kopfschütteln hinzunehmen; aber die
Psychologie zeigt uns klar, warum Menschen glauben und es in der Regel überhaupt
nicht lassen können! (>Hier< auf dieser Seite finden Sie die Erklärung.)
Psychologie/Soziologie sind Wissenszweige (>hier<),
die darauf hinzielen, Art und Weisen (Formen) des menschlichen Erlebens herauszufinden
und
Gesetzmäßigkeiten des Verhaltens zu erforschen
(sowohl als Individuen als auch in Gruppen. Es gibt sogar Tierpsychologie). Diese Forschungsrichtungen sind -
wie alle Wissenschaften (Physik udgl.) erst einmal völlig wertfrei,
beschreibend, untersuchend und erklärend (analysierend, d.h. als Zerlegung,
Zergliederung eines Ganzen in seine Teile). Dann aber müssen
aus den Erkenntnissen dahingehend Folgerungen gezogen werden, auf welche Weise - wie im nachfolgend
betrachteten Fall - Demokratie statt
Diktatur, Aufklärung und Meinungsfreiheit statt ideologischer Verdummung und
Meinungsgleichschaltung, Schutz der Natur mit allem Dazugehörigen statt
rücksichtsloser Ausbeutung, Anerkennung einer Würde aller Lebewesen statt Missachtung zu
erreichen sind.
Häftlinge im KZ Buchenwald (eines von Tausenden
Beispielen):
Das Foto zeigt Buchenwald-Gefangene kurz nach der Befreiung des
KZ.
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Konzentrationslager_des_Deutschen_Reichs
Von größter Wichtigkeit ist zu berücksichtigen, dass die
wissenschaftlichen psychologischen/soziologischen Erkenntnisse in der Regel statistisch zu sehen sind, also mit einer Variations- also
Abweichungsbreite. Für bestimmte Massenerscheinungen sind zwar Gesetzmäßigkeiten
nachweisbar, die aber keineswegs für alle Einzelereignisse gelten. Jede statistische
Aussage ist nur mit einer abschätzbaren, jedoch prinzipiell unvermeidlichen
Unsicherheit, d.h. Ungenauigkeit behaftet.
Also: Viele der im Folgenden
gemachten Aussagen über menschliches Verhalten sind zwar von immenser
Wichtigkeit zur Beurteilung von Auswirkungen auf geschichtliche Ereignisse. Aber
sie sind nicht allgemein, d.h. für alle Menschen und auch nicht für ähnliche
geschichtliche Gegebenheiten gültig.
Nicht alle Deutschen waren für
das "Dritte Reich" unter Adolf Hitler, zumindest nicht bereits, als
der "Führer" Adolf Hitler über das Ermächtigungsgesetz (>hier<)
zur Herrschaft gelangen konnte. Es ist völlig unbegreiflich, dass am Ende des
Krieges um die 80% der Deutschen den Untergang der Schreckensherrschaft
bedauerten (nach einer US-amerikanischen Untersuchung). Aber wie sind die
Statistiker zu ihren Zahlen* gekommen? Mindestens 20% der "Restbevölkerung" waren
zwar nicht dafür, "sie hielten aber still" - wie meine Eltern. Etwa 10% sind in den Vernichtungslagern
umgekommen oder waren
eingesperrt. Die Zahl der Ausgewanderten und der an die Kriegsfronten Geschickten,
weil (vielleicht nur vermeintlich) nichtkonform, ist kaum zu beziffern. Wer
wurde befragt? Keineswegs die Kriegsgefangenen z.B. - Ich habe keine Angaben zu
den Befragten (Prozentsatz an Eifel-Bauern, Flüchtlingen, Vertriebenen),
geschweige denn zu gestellten Fragen bekommen. Aber
die so schrecklichen Ereignisse waren unkorrigierbar und nie wieder gutzumachend abgelaufen. Warum? Darauf soll im Folgenden eine
Antwort gegeben werden; denn die statistisch relevante Zahl an Mitmachern und
Mitläufern reichte für den "Gang der Dinge" im "Dritten Reich",
sowie "im
Stalinismus" und wo immer auch sonst wo, aus.
* Nach
Wikipedia konnten knapp 7 Tausend umgekommene Soldaten und Zivilisten, etwa
10 Tausend in KZs und sonstwo Ermordete von einer Gesamtbevölkerung unter 80
Millionen (einschließlich nicht befragbarer Kinder) keine Aussagen machen!
Hingewiesen sei auf eines der Bücher vom 1925 in Kolberg
geborenen Hans-Jürgen Eitner hingewiesen: Hitlers Deutsche. Das
Ende eines Tabus. Casimir Katz Verlag, Gemsbach 1991 (mehr dazu
chronologisch aufbereitet von Michael Palomino unter
www.geschichteinchronologie.ch)
Viele Wissenschaftler haben erkannt, dass die Spezies
Mensch als die "Krone der Schöpfung" - wie sich viele von uns gerne
selbst sehen - eine noch größere Bedrohung für den Planeten Erde
bedeutet als der vermutete Einschlag eines Asteroiden vor rund 65
Millionen Jahren mit einem Artensterben durch den Zusammenbruch der
Nahrungsketten (infolge einer Blockade der Photosynthese). Man schaue sich als
Beispiel das wunderschön polierte und makellose Norm-Obst aus unserem
"Versorgungsangebot" an, natürlich absolut wurmfrei und auch sonst ohne Zutun
von Insekten; dann ist ein großes Aussterben schon Realität geworden: Keine
Insekten, keine Pflanzenbestäubung, keine Vögel, ... (Der Nobelpreisträger
Albert Einstein hatte schon vor sehr langer Zeit erkannt:
keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr,
keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr...").
Grobe Zusammenfassung
Nahezu alle Religionen
- und auch die meisten Weltanschauungen - mit ihren absoluten, d.h.
ausschließlichen Wahrheitsansprüchen verkünden:
1. eine Heilslehre, wonach nur den
jeweiligen Glaubensanhängern (meistens Mitläufern) dieses Heil entweder im Diesseits (als
Glückseeligkeit, Geborgenheit, Wohlbefinden) erfahren ist oder - dazu auch bzw.
zumindest - in einem metaphysisch (also jenseits der "natürlichen
Beschaffenheit) verstandenen Jenseits (d.h. nach dem Tode) - von allen bösen
Taten und Unglückseeligkeiten befreit, Erlösung, Versöhnung und Vergebung
erreicht werden kann.
2. Die Menschheit wird in
Rechtgläubige und die
Ungläubige eingeteilt. Die Ungläubigen fallen einer
Verdammnis anheim, und ihnen bleibt - ohne Annahme des wahren Glaubens - alles, ob
Glück, Gesundheit, Reichtum usw. verschlossen für ewig und alle Zeiten.
Andersgläubige sind zu bekämpfen, z.B. immer noch:
- Papst Benedikt der XVI. bezeichnet
alle Atheisten als die schlimmsten Feinde.
- Der Expräsident der USA, George
Dabbelju Bush hat (nach dem Magazin Spiegel Online 21.9.2001: »Bush vor dem Kongress«)
gesagt: „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns;“ jedoch wörtlich „... Either you are with us, or you are with the terrorists.“
- Die offizielle katholische Kirche erklärt beispielsweise, dass
"durch das heutige Papsttum
die Perfektion des Gottesstaates auf Erden" erreicht worden sei!
(>Hier< mehr bei
"Geschichte des Papsttums".)
3. Missionsaufträge und zumindest
teilweise gewaltsame Ausbreitung der jeweiligen Glaubens-, Ideologierichtung in Form von
Religionskriegen oder wenigstens Repressalien (Druckmittel oder Hemmungen,
Beschränkungen) sind
Teil der ideologischen Gebote und eines Zusammenhaltes. (Ein guter Katholik erteilt auch heute noch bevorzugt Aufträge und
Zusammenarbeitsangebote an Angehörige derselben Glaubensrichtung).
4. Absoluter Gehorsam, d.h.: Mit-Sich-Machen-Lassen-Was-Der-Herrscher-Will.
- Beispiele aus den wichtigsten Relligionen:
>hier< die "Verfluchungstirade
des Herrn" - beginnend mit: Wenn du aber nicht gehorchen wirst..., (
>hier< die Versuchung des
Abraham, >hier< fast alle Suren des
Koran,
>hier< zum "modernen" Milgram-Experiment;
- Initiation (Einweihung, einiges
>hier<), Eid als Fahneneid, Diensteid, Treue- und
Gehorsams-Eid, öffentliches Gelöbnis, mehr
>hier< wie Männer abgehärtet
werden in althergebrachten Kulturen auch heute noch durch qualvolle
Beschneidung, wobei keine Wimper zucken darf, durch blutig schlagen und sonstige
Perversionen durchmachen müssen, z.B. vorpubertär alten Männern den Samen
absaugen, Tiere quälten, sich von der Mutter fernhalten usw., was alles unter Initiationsriten läuft, dann sollte man
sich nicht wundern, welche Grausamkeiten und Perversionen Männer in Kriegen und
bei sonstigen Streitigkeiten alles fertig bringen. Auch heute noch ist die
militärische Ausbildung gefüllt mit perversen Übungen. Man beschäftige sich
einmal mit dieser militärischen "Ausbildung", früher mit dem Ausdruck
"Rekruten
schleifen" belegt, insbesondere bei den US-amerikanischen Marines (Spezialeinheit
der Marineinfanterie). Das Wochenmagazin "Der Spiegel" berichtete darüber am
1.9.2009 unter dem Titel "Von Kindern zu Kampfmaschinen"... Zu
erwähnen ist das selbst in der heutigen demokratischen und "fortschrittlichen"
Bundesrepublik Deutschland von Wehrpflichtigen in aller Öffentlichkeit
abzulegende »feierliches Gelöbnis, der Bundesrepublik
Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes
tapfer zu verteidigen«. Was geschieht bei einer Eid-Verweigerung? Früher hieß das Fahneneid, als militärischer Diensteid,
als ein Treue- und Gehorsamseid (heute als »Diensteid« für Berufssoldaten und
Soldaten auf Zeit).
5. Opferungen – das Beste hergeben, was man hat,
womit die Bibel bereits beginnt im 1. Buch des Mose, Kapitel 4, Vers 3: "Kain
wurde Ackermann"... und brachte dem Herrn "von den Früchten des Feldes", ...
Abel aber "Erstlinge seiner Herde" ... "und der Herr sah gnädig an Abel
und sein Opfer". Erhard Zauner legt dar, dass der ehemalige Gartengott zum
Hirtengott geworden war. (Mehr im Buch: Die unheilige Schrift
>hier<.) Ergebnis: Auch heute noch werden Vegetarier belächelt, und kaum
ein Supermarkt hat etwas im Angebot. Weitere Beispiele:
- Versuchung des Abraham (>hier<
wo auch
beschrieben wird, warum die Tochter des Jiftach
geopfert werden muss), ja es geht sogar soweit, dass Gott sogar seinen eigenen
Sohn opfert.
- >Hier<
(neben dem Skulptur "Hungermarsch") wird der HERR als einer der vielen damaligen
"Warlords" ("Götter und Götzen") analysiert, ebenso >hier<
(auf dieser Seite).
- Die opferfordernden Glaubenskriege gegen die Ungläubigen im
Koran >hier< haben auch heute noch fatale Folgen.
6. Obwohl der Bibeltext nicht sehr klar ist, wird der
Sündenfall bis heute als
Hindernis gesehen
für wissenschaftliche Erkenntnisse
(weil das Apfelessen klug mache,... Vers 6 des Kapitels 3 des 1. Buches Mose).
Zumindest wurde Nacktsein als von nun an größte Sünde gesehen.
7.
Lebensausfüllung = volle Beschäftigung
durch ideologische Lenkung
(Riten, Sitten, Gebräuche, Veranstaltungen):
- Gottesdienste, Gebete, Pilgerreisen (auf Kreuzwegen bei
Christen), Versammlungen (Kirchentage), festliche Ereignisse (mit gemeinsamen
Feiern, Nichtstun am Sabbat), Waschungen (fast bis zum anerzogenen Waschzwang),
Yogaübungen (zur Selbstvervollkommnung im Sinne eines Sichloslösens von der
eigenen Persönlichkeit...).
- Vor allem bieten auch die politischen Religionen Lenkungen
(US-amerikanische "Hits" und sonst kaum noch etwas, selektive Informationen, vieltausende Gesetze,
Verordnungen, Richtlinien,
>hier<), "Ablenkungen" (angefangen von ständigen Feuerwerken,
Sport- und Spielveranstaltungen bis zum "Literatur-Marathon"
[Marathon: antiker Ort an der Ostküste Attikas in Griechenland]), >hier<
zu Neil Postmans Buch: Wir amüsieren uns zu Tode.
8. Angst vor dem "Göttlichen"; denn:
Gott (Jahwe) wird bei Richard Dawkins, Seite 45 seines Buches
(>hier<), als eifersüchtig,
kleinlich, ungerecht, rachsüchtig,
blutrünstig, ethnischer Säuberer; frauenfeindlich, homophob (Angst
vor Menschen, insbesondere gegen Lesben und Schwule gerichtete Ablehnung bzw.
Feindseligkeit), rassistisch, Kinder und Völker mordend, als
nachtragender Überwachungsfanatiker usw. (>hier<)
bezeichnet. Zumindest ist dieser Allvater, Gott genannt, selbst ein
menschenebenbildliches Geschöpf launisch, inkonsequent, unzuverlässig
(Schöpfer und grausamster Zerstörer), fahrig. wandelbar, bestechlich (durch
Opfer, die er nicht alle annimmt, o nein!) zumindest sehr empfindlich. Daher
haben die meisten religiösen Menschen die allergrößte Angst vor dem Tode, da sie
beispielsweise absolut nicht wissen, wie das ihnen bevorstehende endzeitliche, das "jüngste" Gericht
ausgehen wird.
Nach Paul Watzlawick (>hier<
sein Buch - mit anderen Autoren - "Menschliche Kommunikation" - geraten viele
religiöse Menschen an Handlungsaufforderungen, die widersprüchlich sind, die zu
Konfusionen führen, die verunsichern und damit ängstigend sind.
9. "Wer, was immer für ein Leben ertragen kann und ein Warum zumindest zu kennen glaubt", soll der Philosoph, Friedrich Wilhelm
Nietzsche, (1844 - 1900) in etwa so ausgesprochen haben, erfüllt auch eine
wichtige Erkenntnis des vorher erwähnten Paul Watzlawick, nämlich: Jemand "kann,
psychologisch gesehen, nicht in einer Welt überleben, die für ihn sinnlos ist".
Diese SInnhaftigkeit geben die Religionen als »Sinnmarkt«, z.B. durch
- Gott dienen,
- für Führer, Volk und
Vaterland zu sterben,
- sich in einem Kreislauf von Kommen und Gehen zu befinden.
Es reicht schon als Aufgabenerfüllung, sich fortzupflanzen. - Doch damit wird
auch die in der Evolutionstheorie begründete primäre "Aufgabe" der Arterhaltung
erfüllt. (Junker, Thomas, und Sabine Paul: Der Danwin-Code. Die
Evolution erklärt unser Leben. München 2009, Literaturangabe aus der Seite
>hier<; ferner eine
kurze Betrachtung zum Evolutionsverlauf und der Einmaligkeit der Ergebnisse
>hier<.)
Welche Religion dominiert uns heute? Sind es etwa die Banken?
(>Hier<)
Unsere Mitmenschen kümmern sich kaum mehr um die "Neue
(börsengesteuerte) kapitalistische Religion"! (>Hier<)
Überhaupt werden wir heute mit allen Arten von Informationen,
Denkrichtungen und Events (Veranstaltungen, Volksunterhaltungen) zugeschüttet
(>hier<).
Wie kann der Mensch durch seine jeweilige kulturell geprägte
Umgebung überwiegend zu einem mehr oder weniger fanatischen Massenwesen werden? Abweichler
sind jedoch erst seit kurzem mehr oder
weniger (in unsrer westlichen Kultur) geduldet.
In
einem Vorlesungsmanuskript (handschriftliche oder maschinengeschriebene
Vervielfältigungsvorlage) vom Kölner Psychologen, Hans Anger,
war zu lesen: "Der amerikanische Soziologe Talcott Parsons (>hier<)
hat einmal gesagt, die Geburt immer wieder neuer Generationen von
Kindern gleiche, vom Standpunkt der Gesellschaft aus, einer sich
ständig wiederholenden Invasion von Barbaren. Das klingt überspitzt, und
doch könnte man Neugeborene in einem bestimmten Sinne durchaus barbarisch
nennen:
Sie sind völlig kulturlos;
sie haben keinerlei Vorstellungen von der Welt, in
die hineingeboren werden;
sie besitzen weder Sprache, Sitte, noch Moral
(geschweige denn eine Ethik; Definitionen
>hier<), ja,
sie hätten ohne die Hilfe anderer nicht einmal die
Möglichkeit, auf noch so primitive Weise überhaupt zu überleben.
Alles das und noch viel mehr müssen sie erst
lernen, und dieser von gesellschaftlichen Kräften entscheidend
beeinflusste Prozess des sozialen Lernens, in dessen Verlauf sich nicht nur
unser Wissen bereichert und unser Verstand, sondern unser ganzer psychischer
Habitus (äußeres Erscheinungsbild und Verhalten; Gestalt) geprägt wird, in dem sich unsere Individualität herausbildet und
fortlaufend weiter entwickelt. Dieser kontinuierliche Wandlungsprozess, an dem
wir alle täglich und stündlich teilhaben, vollzieht sich nach ganz bestimmten
psychologischen Gesetzmäßigkeiten."
Kürzer
kann der Vorgang des sozialen Lernens (>hier<)
nicht zusammengefasst werden mit dem Ergebnis: das gesellschaftliche Umfeld formt
den Menschen; anders ausgedrückt:
die Kindererziehung führt (natürlich nur in der
Regel) zu einer kaum umkehrbaren Prägung
(>hier<,
sowie >hier<
Aussage des Liedermacher Peter Rühmkorf).
Aber
Prägung schließt auch die Übertragung von Vorurteilen (>hier<)
ein, insbesondere Vorurteile, bezogen auf auf das menschliche Verhältnis
zu Mitlebewesen (Tiere, Pflanzen), die "Unterschiede" männlich-weiblich (>hier<),
in vielen Kulturen, auch noch in unserer "aufgeklärten" westlichen Welt übliche
spezifische Erziehungsbeiträgen, z.B. zum
Männlichkeitswahn (>hier<), außerdem
mit Nationalismus und vieles mehr, was die zwischenmenschlichen Beziehungen
erschwert (bzw. die oftmals unbedachte Rücksichtslosigkeit unserer Umwelt, d.h.
den Mitlebewesen, ja der gesamten Erde gegenüber wenig bewusst lässt).
Es muss auf ein
schier unlösbares Problem hingewiesen werden: Unsere Führungskräfte - Politiker,
Spitzenmanager - sind fast ausschließlich als Menschen mit abnormer
Persönlichkeitsstörung anzusehen - bekanntere, speziellere
Bezeichnung: Psychopathen. Sie treten auf "Unter der Maske der Gesundheit"; Buchtitel von Hervey Cleckley, 1976.
Der Titel wäre treffender "Maske der Normalität" gewesen. Sie haben als Erwachsene genau das vorher über
Kleinkinder beschriebene Fehlen von Moral, geschweige denn Ethik. Der große
Unterschied zum Kindhaften ist ihre besondere, nur von Eigennutz geprägte
"Ellbogengebrauchsmentalität". Ihnen fehlt, soziologisch und psychologisch
nachweislich das, was bei einem "Normalmenschen" als Gewissen vorausgesetzt
wird. >Hier< eine
umfassende Darstellung, die in der Frage gipfelt: "Sind Psychopathen so etwas
wie eine feindliche Spezies im Menschengewand?" Sie zerstören völlig
gewissenlos ihren Wirt Erde, genauso wie Viren ihre Wirte. Die Problemlösung,
sie an der Besetzung ihrer hart umkämpften Positionen durch Überprüfungen zu
hindern, scheitert daran, dass sie selbst die Gesetze, Normen, d.h. bestimmende
Richtlinien für solche, sie selbst betreffende Untersuchungen aus ihrer
derzeitigen Machtstellung heraus verhindern werden. Und Nun?
Sehr
empfehlenswert ist das Buch
>hier< von
Edzard Reuter, dem
Daimler-Ex-Chef, also einem langjährigen Insider, d.h. jemand, der in alle
Vorgänge einer Welt-Firma Einblick hatte und in alle Vorgänge eingeweiht war.
Seine Publikation ist eines der besten "Aufklärungsbücher" über die
moderne Politische
Religion des Globalkapitalismus: Buch-Titel: "Stunde
der Heuchler, Wie Manager und Politiker uns zum Narren halten" (Macher ohne
Moral). Reuter hat meines Wissens nicht die geringste Ahnung von Psychologie und
Soziologie (geschweige denn Psychopathie) wie (wahrscheinlich) alle seine "Kollegen und Nachfolger". Daher kann
er als durchschnittlicher "Gutmensch"
>hier< seine Mitmenschen nicht verstehen,
geschweige denn gegen sie vorgehen, wie er meint, es jetzt doch endlich zu
müssen.
Johann Ulrich Megerle mit dem Ordensnamen, Abraham
a Santa Clara, lebte
von 1644 bis 1709, war katholischer Prediger und Schriftsteller und wusste
damals schon: "Wer heucheln und gut schmeicheln kann, ist heute ein gemachter
Mann". Also hat sich doch nichts geändert oder?
Menschen glauben und
sind in ihr jeweiliges kulturelles* System fast unlösbar eingebunden
(zumindest zum größten
Teil). Warum??**
* >Hier<
die Definitionen mit Verweis auf eine weiterführende Seite. Im jetzt
betrachteten Fall muss man von Eingebundenheit in eine »Dominanzkultur«
sprechen
** Erklärung gab Sigrid Neumann (Ehefrau des Autors dieses
Internetbuches, lehrte jahrzehntelang Psychologie, Soziologie, Pädagogik, musste
diese Tätigkeit jedoch nach einem Hirninfarkt aufgeben)
Religionen, Ideologien, Weltanschauungen sind
rechtlich geschützt ("Menschenrechte", "Grundgesetz")
und halten sich hartnäckig trotz religiösen Terrors und Hass-Prediger, trotz
Menschenverdummung und -schikanierung,
obwohl:
es inzwischen
unzählige Kritiken an allen Religionen, Ideologien, Weltanschauungen gibt. Alle
diese Veröffentlichungen sind - entgegen den "Heiligen Schriften" - bestens recherchiert, also unzweifelhaft nachgeforscht und objektiv, also
sachlich, unvoreingenommen, unparteiisch (wäre jedenfalls wünschenswert). Damit sollten
die Untersuchungen unwiderlegbar sein (trotz einiger Versuche einer Gegendarstellung, wie
>hier<).
Auf dieser Seite
>hier< wurde erforscht, dass eine "feste Meinung", ein "Glaube"
(>hier<
als "Naturgesetz"?), ein "Vorurteil"
(>hier<)
in der Regel niemals
aufgegeben werden.
Als Beispiele
für Religions- bzw. Bibel-Kritik sei aufgeführt:
- Dr. phil. Karlheinz Deschner, Jahrgang1924,
studierte Jura, Theologie, Literaturwissenschaft, Philosophie und Geschichte. Er
kann ja wohl als kompetent angesehen werden und schreibt und schreibt gegen die
Bibel und gegen die Religionswürdenträger. Es kümmert jedoch kaum jemanden. Seine Leser
sind nicht religiös und religiöse interessiert das, was er schreibt, höchstens am
Rande.
>Hier< einiges mehr über sein Schaffen
und noch andere Autoren (ausgewählt aus tausenden !).
-
Dr. phil. Erhard Zauner,
Jahrgang 1952, beschäftigt sich seit 35 Jahren mit religionsgeschichtlichen
und religionsphilosophischen Fragen besonders aus dem jüdisch-christlichen
Bereich. Von Geburt an ohne religiöses Bekenntnis behandelt er
Glaubensfragen undogmatisch aber kritisch, und stellt auch komplizierte
Zusammenhänge leicht verständlich dar. Seine bisherigen Arbeiten sind: Die
offene Bildungsgesellschaft und ihre Feinde. Jüdische Erziehung und
Unterricht in der Zeit um Christi Geburt unter besonderer Berücksichtigung
der essenischen Schriftrollen vom Toten Meer usw.
>Hier<
zu seinem Buch "Die unheilige Schrift" und einiges mehr.
- Prof. Dr. Richard Dawkins, 1941 in Nairobi geboren, ist
Evolutionsbiologe. Seit 1995 hat er den eigens für ihn eingerichteten Lehrstuhl
für Public Understanding of Science an der Universität Oxford inne. Sein erstes
Buch, "Das egoistische Gen", l978, auf Deutsch erschienen, war international ein
Bestseller und gilt als Standardwerk der Evolutionsbiologie usw.
>Hier< einiges mehr.
- Dr. phil. Michael Schmidt-Salomon,
geboren 1967, ist freischaffender Philosoph und Schriftsteller, Musiker und
Sozialwissenschaftler, sowie Mitbegründer und Vorstandssprecher der Giordano
Bruno Stiftung. Schmidt-Salomon wurde u. a. mit dem Ernst-Topitsch-Preis
der Kellmann Stiftung für Humanismus und Aufklärung ausgezeichnet. Er ist
häufiger Interviewpartner in Presse, Funk und Fernsehen. Bisherige Bücher u.a.:
Manifest des Evolutionären Humanismus (2005), Wo bitte geht's zu
Gott? fragte das kleine Ferkel (2007) [>Hier<;
Buch stand auf dem Index "Jugendgefährdeter Schriften" auf Betreiben des
Römisch-Katholischen Kirche, mit der Schmidt Salomon oft - und gerne? - in
Konflikt gerät]. Aber
>hier< vieles mehr.
- Weitere Publikationen als Religionskritik
>hier<
>Hier< ein
Artikel über den Koran.
Über die
modernen politischen Religionen -
>hier< -, dem globalen
Kapitalismus und seinen Sekten -
>hier< - ist im
vorliegenden Internetbuch "Gotteswahn" sehr ausführlich berichtet worden.
Die Erklärung,
warum kaum jemand "vom Glauben abkommt", ist vorwiegend in den psychologisch
definierten Begriffen:
Wahrnehmungsabwehr (als
Abwehrmechanismus), Wahrnehmungshemmung (>hier<),
d.h.
- Meidungsverhalten
- Wahrnehmung emotionaler Inhalte,
- Unterschwellige
Wahrnehmungshemmung,
- Verdrängung, Emotionen, Vorurteile,
Wahnideen;
Prägung
(>hier<,
kurze Erklärung und
>hier< im
Rahmen der "politischen Psychologie" ),
Konditionierung (>hier<),
dazu
- Doppelbindungs-Theorie und
- Projektion
zu finden!
In
diesem Zusammenhang ist die derzeit geführte Diskussion über Entscheidungs-
und Willensfreiheit anzuschneiden. Untersucht wird, ob wir uns von
Bevormundungen lösen und aus institutionellen Bindungen befreien können, als
»Freiheit wovon« oder ob uns selbstverantwortliches Handeln möglich ist als
»Freiheit wozu«.
>Hier< einiges dazu im Rahmen der modernen Hirnforschung, wo
zu lesen ist: Menschen, bei denen bestimmte Teile bzw. die Bahnen zur
Weiterleitung von Gefühlen und Affekten zerstört worden waren, können sich
nicht entscheiden, selbst wenn sie für eine Entscheidung alle notwendigen
Informationen bekommen haben. In diesen Fällen haben Menschen
keine Entscheidungs- und Handlungsfreiheit. Man weiß inzwischen, dass uns
die meisten seelischen Vorgänge unbewusst bleiben. Damit wissen wir auch nicht
viel über unsere unbewussten Prägungen... Die Frage ist,
ob wir Menschen uns frei machen können, uns frei zu entscheiden oder ob wir -
physiologisch gesehen - durch Vorgedachtes zu sehr festgelegt sind.
Willensfreiheit haben wir zweifellos.
Aber Entscheidungen werden in der Regel nach den gegebenen Umständen getroffen.
Einfachste Beispiele: Wir möchten raus in die Sonne, fahren trotzdem zur Arbeit.
Mit sehr guten Abiturnoten lässt sich ein völlig Ungläubiger zum katholischen
Pfarrer ausbilden, weil ihm das Studium voll und ganz bezahlt wird und er später
gutes Ansehen genießen wird.
Im Einzelnen auf dieser Seite:
><
Entstehung der Religionen
><
Ursprüngliche Gründe für eine "Erschaffung" des Gottes...
><
... und der Stiftung von Religionen
>< Religiosität absorbiert menschliche Schaffenskraft
>< Wie Religion
erworben und beibehalten wird
>< Gründe für
Intoleranz und Aggressivität religiöser Menschen
>< Das Heilige Buch, die Bibel:
das Alte Testament
>< ...das Neue Testament
>< Kunst und Religion
>< Folgen der Religionen
>< Autorität,
Macht, Konformität und Gehorsam (eigentlich das
wichtigste Kapitel)
>< Hinzusetzung
[Hinzusetzung [z.B. "Religionspsychologie" und des ganz neuen Begriffs der
"Neurotheologie". Bei letzterer soll mit Hilfe modernen Erforschung unseres
menschlichen Gehirns über bildliche Darstellungen aus Computertomogrammen (CT)
die Gehirnstelle ausfindig machen wo Gott angesiedelt ist (im Ernst)]
>< Verzweigungen
zu anderen Seiten und Bildern
Während der
psychologisch-soziologischen Untersuchungen zeigte sich, dass ein Gottheitsbezug nicht von der jeweils dazu
gehörigen Kultur isoliert gesehen werden kann.
Entstehung der Religionen
Alle, zumindest die
näher untersuchten, also die drei, sich auf das so genannte Alte Testament
(der Bibel, entspricht der Thora) beziehenden Religionen (Mosaischer Glaube, Islam, Christentum), haben viele Gemeinsamkeiten
(siehe "Welt der Religionen"
>hier<):
Absoluter Gehorsam und Glaubenfestigkeit
Befolgung von hunderten von Geboten und Verboten
Opferrituale
Bekämpfung von Allem nicht Gottgefälligen
(Warum
u. a. >hier< - Seite
"Autorität" und den
dortigen Verzweigungen)
Zwischen Religionen
bestehen zwar teilweise große Unterschiede: der Hinduismus kennt keinen
Missionierungszwang; der Buddhismus, der eigentlich als Weltanschauung und nicht
als Religion gesehen wird, kennt auch keinen Missionierung und keine Gottheit (womit "religio
[ich binde mich zurück bzw. fest] = Gottesfurcht"
entfällt). Afrikanische Religionen haben mit den beiden vorher genannten einiges gemeinsam:
Menschen werden geboren und sterben, es ist ein „Kommen und
Gehen“ der Generationen, ein Verschwinden und Wiederaufleben.
(Näheres unter "Welt der Religionen
>hier<).
Die
menschlichen Gemeinschaften, die schon in größeren Gruppen (als "Urhorde" nach
S. Freud >hier<) zusammen lebten und sich durch den Beginn einer Arbeitsteilung
gegenseitig unterstützten, waren ständig bedroht. Größere, ihnen überlegene
Raubtiere lauerten ihnen auf. Aber vor allem die Naturgewalten konnten für die
ganze Gemeinschaft lebensbedrohlich sein:
- Stürme, heftige Regenfälle,
Überschwemmungen;
- durch Blitz oder sogar durch selbst gewollt gelegte Brände zur
schneller Rodung, die aber außer Kontrolle gerieten.
Das wurde dann wegen der
fehlenden naturwissenschaftlichen Kenntnisse auf unsichtbare Mächte, meistens
mit "Raubtiercharakter" und grollende Ahnen, auf Geister und Dämone
>projiziert<. Die
indianischen und afrikanischen Religionen (Gottesfurcht = Furcht vor höheren
Gewalten, den Naturgewalten, vor Ahnen, Geistern und Dämonen, also den Unheils-
und Schicksalsgeistern) geben davon heute noch (begrenzt) Zeugnis.
Der Tote
als ein
lebloser Körper, mit dem man vorher hatte sprechen können, mit dem man mehr oder
weniger "lebhaften" Kontakt hatte, liegt da, wie eine leere Hülle, unvorstellbar.
Warum die Lebenszeichen ausblieben, konnte nicht erkannt werden. Es gab in der Vorzeit keine wissenschaftliche Erklärung das Gehirn betreffend, das ohne Blutversorgung
so unbrauchbar geworden war wie ein Fernsehgerät oder ein Computer mit defektem
Netzteil. Nur gibt es einen Unterschied zu technischen Geräten: Ein einmal durch
Unterbrechung der Blutversorgung zerstörtes Gehirn kann auf keinen Fall
repariert werden. Das ist bis heute immer noch für die meisten Menschen unannehmbar. Also
wurde eine Seele ausgedacht, die dem Toten entfliehen und einen anderen Körper
einnehmen, sich wieder materialisieren kann (Reïnkarnation,
also Wiederverkörperung,
Seelenwanderung) oder immateriell, also sogar ohne Körper, ohne körperliche
Bedürfnisse ewig weiter existiert.
Damit entstand
auch
aus Wunschdenken der Glaube an die
Unsterblichkeit mit der Vorstellung von einem Weiterleben in einem Jenseits
(im Christentum frei von allen körperlichen Gelüsten).
Horst-Eberhard Richter spricht in seinem Buch "Der Gotteskomplex" (>hier<)
von einer "projektiven Identifizierung", das heißt der eigenen persönlichen Gleichstellung mit anderen Personen
(in unserem Fall - Gottheiten und dergleichen), welche
den eigenen Wünschen und Vorstellungen insbesondere eines Allmächtigseins entsprechen,
die aber für ein durchschnittliches Individuum nicht erreichbar sind. (>Hier<
mehr zur projektiven Identifizierung.)
Auffällig
ist, dass alle Urreligionen ähnlich sind, ob Götter in Ägypten, bei den
Griechen, den Germanen, den Afrikanern, den Veden (den "Heiligen Sehern der
Vorzeit") usw.
Nach
>Ute Scheub<
»wären Religionen nicht
entstanden, wenn sie nicht in bestimmten Phasen eine progressive Funktion gehabt
hätten, die das Überleben und die Moralbildung einer Gruppe gefördert haben.«
Man darf nicht
»die Logik der gesellschaftlichen Instanzenbildung im
historischen Prozess der Menschheitsentwicklung außer acht lassen.«
Wahrscheinlich entstanden
Religionen überwiegend aus Unkenntnis, aber vor allem aus dem Bedürfnis, die
quälende und schmerzende Vorstellung und das Erleben von Unglücken,
Schicksalsschlägen, schließlich einem Tod, dem
endgültigen Aus, dem Ende - als einfach - so ist es und sonst gar nichts, nicht ertragen zu
müssen und auch nicht zu wollen. Es wurden Fetische (Zaubermittel) erdacht und
verehrt (Fetischkult), die mit außergewöhnlicher und übernatürlicher Kraft in
das miserable Leben korrigierend eingreifen sollten. Spökenkieker (Geister- und
Hellseher), Exorzisten (Geisterbeschwörer zum Teufelaustreiben) und dergleichen gibt es heute noch
vor allem in "unterentwickelten" ländlichen Gegenden (fern von
naturwissenschaftlichen Erkenntnissen), immer noch ein Nährboden für neue
Religionsstifter.
Es ist ja durchaus
- historisch gesehen - verständlich, dass der Mensch nicht akzeptieren
wollte, genau so zerbrechlich zu sein wie alle Lebewesen, genau so zerstörbar,
Futter für andere Lebewesen (für die Tiere) zu sein, hungern, frieren zu müssen, von
Mitmenschen bedroht zu werden, die ihm das mühsam gegerbte Fell eines erbeuteten
Tieres von Leib reißen
wollen. Eine Naturkatastrophe auf Grund ganz natürlicher und wissenschaftlich
erklärbarer Gegebenheiten kann gemäß einem kaum abgeschwächten kleinkindlichen
Glauben, vom "allmächtigen Vater", von einer Schutzmacht verhindert, zumindest
gemildert werden. Es gibt und gab
riesige, starke Männer, die Furcht einflößten aber auch Schutz bieten könnten,
wie die fantasierten Drachentöter beispielsweise in den Sagen und Märchen, wie den starken
"Führer des Tausendjährigen Reiches". Es wird doch immer noch nach
Führungsstärke gerufen. Wehe, wenn ein Führer schwächelt... (kein
Charisma hat, nicht übermenschlich, nicht gottgesandt, nicht vorbildlich und
deshalb keine Autorität oder Führerpersönlichkeit sein kann). Ein Übermensch
oder Übermenschen schwirrten
in allen menschlichen Generationen in den Wunschträumen umher.
Geschieht
ein Unglück, so hört man die Betroffenen immer wieder betonen: "Ich hab ja ein solches Glück gehabt... Es hätte viel,
viel schlimmer kommen können..." Fast die
Hälfte der US-Amerikaner glaubt fest daran, einen Schutzengel zu haben. (>Hier<
mehr dazu; auch einbezogen Heilige, insbesondere Schutzheilige, bis zu
allmächtigen Instanzen, wie einem Gott oder zu einer Vielzahl von Göttern.) Die
religiöse Erziehung hemmt das Selbstständigwerden im Erwachsenenalter und
führt zu infantilem Verhalten (>hier<
die Definition und >hier<
zu einer ausführlichen Betrachtung.)
Den Gläubigen
begleiten zum Beispiel
Lieder, wie "So nimm denn meine Hände und führe mich..." oder "Ein' Feste Burg
ist unser Gott..." bis zum Tode, aber auch "Unsre Fahnen wehen uns voran..."
(wie im "Tausendjährigen Reich" bereits in den "Zwangsorganisationen": Jungvolk
[10 bis 14 Jahre, aber ab 1939, dem Kriegsbeginn, schon ab 7 Jahren] und der
Hitler-Jugend [14 bis 18 Jahre], danach beim Militär- bzw. Kriegdienst bis zum
"Volkssturm". >Hier< ein wenig
zur Bedeutung von Fahnen.)
Die
Gläubigen wurden "gleichgeschaltet". Die Gleichschaltung war das
politische Schlagwort aus der Zeit der nationalsozialistischen
"Machtergreifung", womit die Aufhebung jeglicher Meinungsvielfalt (Pluralismus)
in Richtung auf eine totale Vermassung auf allen Ebenen des öffentlichen Lebens
zugunsten der nationalsozialistischen Politik und Ideologie bezeichnet wurde
unter dem Motto: Ein Volk, ein Reich, ein Führer. Totalitäre Regierungen zielen
alle auf ähnliche Praktiken hin. Massenbewegungen (in den
Sozialwissenschaften) setzen in der Regel einen kollektiven Akteur (Aufpeitscher)
voraus, der mit unterschiedlichen Mobilisierungs- und Handlungsstrategien
versucht, gesellschaftlichen Wandel zu beschleunigen, zu verhindern oder
rückgängig zu machen.
Massenansammlung nur
als "Schaulust"

Im
"Tausend-jährigen Reich", leider ein immer wiederholtes Beispiel, über das
aber nicht alle im 21. Jahrhundert den Kopf schütteln (wie die Neo-Nazis) war für die
Bevölkerungsmehrheit klar (und ich habe es selbst noch - damals schon fassungslos erlebt), wie stark die
"Ausstrahlung" des Führers, dieses Adolf Hitlers war, unantastbar, allwissend,
ein Übervater. "Wenn das unser Führer wüsste...", wurde lamentiert, wenn etwas
doch nicht so ganz klappte. Witze wurden über den damaligen Reichsmarschall
Hermann Göring, oder den Reichspropaganda-Minister, Dr. Josef Goebbels, oft
ziemlich frei erzählt, aber der Führer der neuen politischen Religion war
unantastbar, tabu.
>Hier< eine Beschreibung bei Leon Mann
("Sozialpsychologie") wie eine Frau in den USA und Kanada eine Behauptung
verbreiten konnte, mit Außerirdischen Kontakt zu haben, die ihr durch
Botschaften habe wissen lassen, dass an einem bestimmten Tage ganz Nordamerika
überschwemmt werde. Sie und Freunde würden aber errettet werden. Als jedoch
nichts geschah, verbreitet die Dame die Weitergabe einer neuen Botschaft: Die
auf die Errettung wartende Gruppe habe "soviel Licht verbreitet", dass Gott eine
Überflutung verhindert habe. So einfach können auch heute noch Glaubensanhänger
begeistert und "an der Stange gehalten" werden.
Wenn man nun im Alten Testament ließt, dann kam auch das Volk Israel als
"Ursprung (>hier<
eine alte Karte von Israel 2 Tausend vor Zeitrechnung) der großen
drei Religionen" nie zur Ruhe. Wie aus den Texten der Bibel
>hier<
hervor geht, gab es immer eine Bedrohung. Es wird auch an
Götzen,
Propheten, Verführer, "Träumer" (wie es in der Bibel heißt) geglaubt.
Auch in unserer Zeit reißt eine Bedrohung nicht ab,
angefangen vom Rinderwahnsinn (BSE = bovine spongiforme Enzephalopathie), über
Vogelgrippe, Maul- und Klauenseuche (von Versuchsstationen zur
Impfstoffherstellung in der Nähe von großen Rinderställen in mehreren Fällen
durch "tragische Zufälle" ausgelöst), Terroristen->Manie<
([griechisch »Raserei«] Besessenheit; Sucht), bis zu vom Iran
angeblich fast fertigen Atomwaffen (Gegenteil heute am 4.12.07 von
Geheimdiensten als unwahr bezeichnet) usw.
Doch
kommen wir noch mal darauf zurück, wie der (in der Vorzeit) vom Menschen erdachte
(projizierte) Gott auf die "Vorgängerreligionen" (der Israeliten) und
"Parallelreligionen" (der Nicht-Israeliten) anderer reagierte. Da gab es keine
Toleranz, kein Verhandeln bei Problemen, keine Alternativvorschläge, keinerlei
Verständnisversuche für ein Handeln, das von Gottesgeboten und -verboten abwich. Nein, da
wird mit einer totalen Vernichtungsaktion dreingeschlagen.
Nochmals:
- Kein
Verständnis für irgend eine Abweichung von den Geboten und Verboten,
- nicht den geringsten Ansatz von Toleranz (Duldsamkeit),
- keine Akzeptanz
(Billigung) geschweige denn eine Entschuldigung wegen einer Überreaktion.
Ausschnitt aus Jean
Baptiste Pater: Gott schaut bei der Taufe Christi zu (um 1730)

Völlig unerheblich
wäre, wenn das alles, so wie bisher aufgerollt, wirklich nur
rein geschichtlich gesehen werden könnte. Nein, diese Religionen sind heute noch genau
so aktuell, also zeitgemäß, dominant und allgegenwärtig wie vor hunderten von Jahren. Also, noch einmal: Es wäre durchaus annehmbar, wenn gesagt
würde, das Alte Testament ist wie ein Geschichtsbuch zu sehen. Nein, die dort
aufgeführten Gebote und Verbote sind für die Mitglieder der auf dem Alten
Testament basierenden Religionen nach wie vor bindend und die Grundlage zu
Handeln und zur täglichen Orientierung. Es wird insbesondere von
Regierungsvertretern viel von Menschenrechten gesprochen und Systeme
angeprangert, in denen diese
>Menschenrechte<
tatsächlich - man kann nur sagen - (auch) mit Füßen getreten werden,
wie in China. Aber in keinem Land dieser Erde werden alle Artikel, die sogar
sehr
verbesserungsbedürftig sind, auch nur annähernd umgesetzt, vor allem nicht in
einem gerne als Vorbild für "Demokratie" udgl. hingestellten USA mit Todesstrafe
und Folterrechtfertigung (>hier<). Statt dessen schreien
einige unserer Politiker nach der Beibehaltung bzw. wieder Einführung so genannter
christlicher Werte (wie im Mittelalter?). Es wird von einer christlichen Leitkultur gesprochen. Diese
funktionierte "eingedenk der Zeit vor der Aufklärung" im so genannten 3. Reich perfekt
(jedoch als "Leidkultur"), wie manche heute noch behaupten:
"Da gab es Ruhe und Ordnung!"
Der
Kirchenkritiker Karlheinz Deschner (u.a.
>hier<)
schrieb schon im letzten Jahrzehnt der vorigen dieses Jahrhunderts (inzwischen
hat sich wenig verändert):
„In der Tat" sind die USA eine
„Nation, die egoistisch und materialistisch ist bis zum Extrem, zum Exzess, sie
ist auch 'religiös' wie kaum eine zweite... 94% der US-Bürger glauben an Gott,
89% beten regelmäßig und 88% halten noch heute die Bibel für Gottes Wort - ein
hoher Intelligenzausweis. Zwei Drittel der Erwachsenen wissen sich 'im Glauben
neu geboren'. Und noch etwas mehr als zwei Drittel sind überzeugt, später 'in
den Himmel zu kommen'. 40% eilen einmal wöchentlich zur Kirche oder Synagoge.
Gleichwohl werden Religionsfragen in der Presse meist nicht diskutiert. Es gibt
zu viele Kirchen und Sekten (nur ein Unterschied im Wort, nicht in der Sache),
denen man dabei zu nahe treten und sich selbst das Geschäft, das
Zeitungsgeschäft, vermasseln könnte."
AN dieser
Stelle muss auf den Vortrag vom 1930 geborenen Diplomsozialpädagogen Helmut
Steuerwald über Fundamentalismus und religiösen Fanatismus in der Welt von heute
beim Bund für Geistesfreiheit (bfg) Fürth K.d.ö.R. in Zusammenarbeit mit dem
Humanistischen Bildungswerk Bayern am 16. November 2001 hingewiesen werden
>hier<.
Ursprüngliche Gründe für die "Erschaffung" des Gottes...
Gehen wir
von
unserem "klassischen" Beispiel der drei "großen" Religionen aus: Das Hirten-Volk Israel
sehnte sich nach einer starken Führungspersönlichkeit. Man erträumte sich einen
starken, knallharten, rücksichtslosen "Manager" (würde man heute sagen), der das
"Großunternehmen" Israel straff organisieren und umsichtig, alles hörend und
sehend verwaltet. Ein Gott wurde von sich gegenseitig "verstärkenden"
Geschichtenerzählern gezeugt und schließlich "geboren" (vom
Männlichkeitswahn Infizierten, >projiziert<,
sagen die Psychologen), der eine gestraffte, jegliche Individualität und
Kreativität ausschließende Arbeitsordnung bis hin zur
allerkleinsten Tätigkeit und zum Verhalten im "Großunternehmen" ausarbeitete,
sogar mit einer strengen Konkurrenzklausel. Niemand konnte mehr die "Firma"
wechseln. Arbeitsrhythmus, Pausen, einfach alles wurde streng reglementiert
sogar bis in die kleinsten Winkel des Privatlebens. (Ähnlich war die Firma IBM [International Business Machines
Corporation, weltgrößter Computerhersteller, gegründet 1911] strukturiert. Es
gab die IBM-Uniform [in Blau], und jeden Morgen wurde die IBM-Hymne gesungen.)
(>Hier<
ein Artikel über Männlichkeit{swahn})

Dieser mosaische Gott war keineswegs der Herr aller Völker. Die Grundlage der
drei großen Religionen befasst sich nur mit dem Volk Israels mit ihrem
"Wunschgott" als Führer und
einigen Nachbarvölkern. Israel war die "Wir-Gruppe" (>hier<). Alle anderen
Völker gehörten zur "Die-Gruppe" (heißt "Fingerzeig auf die
Fremdgruppe") und galten damit nach den Gesetzen für Gruppen als bösartige, hinterlistige und korrupte,
als potentielle
Konkurrenten, vor allem verleitet von Götzen (mittelhochdeutsch götz
»Heiligenbild«; meint aber: falscher Gott) und Dämonen
(griechisch daímon »Unheilsgeist«, »Schicksal«; gemeint sind: zwar
übermenschliche, aber nicht göttliche Mächte, die zuweilen dem Menschen helfen,
ihn meist aber bedrohen oder schädigen).
Natürlich gab es
damals in
anderen Regionen, ob in Asien oder Amerika oder Ozeanien, ähnliche Voraussetzungen wie bei den
Israeliten für die "Gründung" von
übermächtigen Göttern mit Alleinvertretungsanspruch.
Die menschenähnlichste "Schaffung" von Göttern war
beispielsweise die Grundlage des
Schintoismus ("Shinto: Weg der Götter oder Geister": Schöpfer Japans
waren die Erdmutter Izanami und der Himmelsvater Izanagi. Der übergab die
Herrschaft über den Himmel der Sonnengöttin Amaterasu . Die ernannte ihren Enkel
Ninigi zum Herrscher über Japan, heute noch als Tenno = Kaiser).
>Hier< zu einer
etwas anderen Darstellung die "Schaffung eines Gottes" betreffend.
Nachdem
sich nun einmal Religionen ausgebildet hatten, wurden die religiösen Gestalten
durch Interpreten (ähnlich wie Künstler, welche die Texte und Überlieferungen
einem Publikum vermittelten, mit Religionsstiftern und Missionaren) als Überredungskünstler oder mit "Feuer
und Schwert" den, einer anderen Glaubensrichtung anhängenden Menschen
aufgezwungen.
Ursprüngliche Gründe für die Stiftung von Religionen
Im Gegensatz zur "Schaffung von Gott" durch menschliche
Vorstellungskraft hat es Religionsstifter tatsächlich
einmal gegeben oder soll es gegeben haben:
- Moses bzw. Abraham, als "Stifter" des
jüdisch/israelischen, also mosaischen Glaubens wird jedoch bezweifelt;
- Christus möglicher Weise;
- Mohammed
ist gut belegt;
- der Religionsstifter Siddharta Gautama, genannt Buddha
(der Erwachte, der Erleuchtete, Fürstensohn aus dem Vorland des nepalesischen
Himalaja) ist auch belegt.
- Irgend ein heiliger Seher der
Vorzeit, "der den Veda geschaut" (Veda = "Wissen", älteste religiöse Literatursammlung der
Inder) und den Menschen übermittelt hat, ist völlig unbekannt.
- Der
>Schintoismus<
(Weg der Götter, Geister), in Japan aus dem Buddhismus hervorgegangen (um 550
nach der Zeitrechnung), hat keinen direkten Stifter. Es werden jedoch Namen genannt.
- Der verrückte
>Cargo-Kult<, der sich über
Neuguinea bis Vanuata (Neue Hybriden) ausgebreitet hatte und mit dutzenden von
einheimischen Bezeichnungen geführt wird, die fast alle mit irgendeinem Stifter zusammenhingen.
- Fast
alle Sekten (tausende in den USA) haben irgend einen Stifter; denn mit
Religiosität lassen sich Geschäfte machen. Jedoch waren Calvin, Luther usw.
keine Geschäftemacher. Sie glaubten sogar an ihre "Sendung", soll ein
Papst abfällig gemeint gesagt haben.
Es gibt (philosophische) Betrachtungen, nach denen es so viele
verschiedene Religionen gibt wie Menschen; denn jedes Individuum habe eigene
fantasievolle Vorstellungen. Sicher wird jeder, wenn auch nur ganz winzig kleine eigene Vorstellungen
entwickelt haben, die Auslegung seines Glaubens betreffend. Aber
dieser Spielraum ist dort so klein, wo strikt dogmatische Systeme angesiedelt
sind. Wenn man beispielsweise den Koran liest oder wenn man an den
frühen Katholizismus oder den Maoismus zur Zeit der Kulturrevolution denkt,
dann ist dieser Spielraum für eigene Vorstellungen so winzig wie die statistische
thermische Molekularbewegung nahe dem absoluten Nullpunkt. Die
Bewegungsmöglichkeit der Moleküle geht nämlich auch gegen Null, je näher man
sich dem absoluten Nullpunkt nähert. Wärme in der Physik entsteht durch die
Bewegung der Moleküle in einem Körper, einer Flüssigkeit, einem Gas. Bei einer
bestimmten Temperatur haben die Moleküle eine durchschnittliche Schwingungsweite
im Festkörper und eine Bewegungsgeschwindigkeit im Gas. Je höher die Temperatur,
desto mobiler die Moleküle. Aber die Mobilität ist statistisch verteilt. Bei
100°C Wassertemperatur springen schon einige Moleküle aus dem
Flüssigkeitsverband heraus - als Dampf. Andere weilen noch faul umher. Beim
absoluten Nullpunkt sind alle Moleküle in Ruhe. Kurz davor gibt es bei einigen
noch ein leichtes Zucken. Diese Abschweifung in die Physik sei gestattet, um zu
zeigen, wie wichtig eine Vielfalt ist, insbesondere wenn aus vielen Meinungen
ein "guter Durchschnitt" entstehen soll.
Nach Karl
Heinrich Marx (>hier< zum
Sozialismus) dient Religion der Volksverdummung. Er wird oft selbst als Stifter
des Kommunismus (auf Grund des zusammen mit Friederich Engels vorgestellten "Kommunistischen Manifestes") bzw.
Sozialismus bezeichnet. Marx war jedoch wissenschaftlich ausgebildet als Philosoph und Nationalökonom, also
Geistes- und Wirtschaftswissenschaftler. Wissenschaft und Religiosität aber
passen nicht so ganz zusammen. Abgesehen davon muss man immer noch zwischen einer
Religion und einer Weltanschauung unterscheiden, wenn auch der Übergang sehr
fließend ist, was insbesondere vom kulturellen Umfeld abhängt.
Zweifellos
wurde und wird auch heute noch Religiosität von den Mächtigen genutzt, um ein Aufbegehren gegen ihre
uneingeschränkten Herrschaftsansprüche zu verhindern, zumindest zu dämpfen. Es wird ein besseres Leben irgendwann im
Jenseits versprochen (während diejenigen, die diesen Trost geben, meistens sehr
irdisch „herrlich und in Freuden leben“). An dieser Stelle sei auf die neue
politische Religion, deren derzeitiger Erfolg Marx wahrscheinlich nie für
möglich gehalten hat, nämlich den Global-Kapitalismus verwiesen (>hier<
mit sehr vielen weiteren Verzeigungen). Diese Religion, die den Himmel auf Erden
verspricht, ist nicht monotheistisch, hat überhaupt keine ethisch-moralischen
Vorbilder, sondern solche, die gewieft, mit allen Wassern gewaschen, die clever
sind, die "Charisma" haben, damit immens reich, knallhart, mächtig und durchsetzungsfähig. Die
Rücksichtslosigkeit wird zu einer sportlichen Tugend: Wem gelingt es, im Kampf,
um an die Spitze zu kommen, Mitbewerber abzuhängen. Die Reliquien, Fetische der
klassischen Religionen sind durch Statussymbole, wie Porsche, Ferrari, Rolex-Uhren, Armani-Anzügen abgelöst worden. Die Heiligen sind die
glücksbringenden Banker und Börsianer. Aktien und Fonds ersetzen die Oblaten.
Mit Aktien und Fonds nimmt man am großen Gewinnspiel teil.
Fast allen Religionen ist gemeinsam, dass irgendwann ein Erlöser
(Messias) kommen wird. Dieser soll endlich ein gerechter Herrscher und kein
irdischer Despot
(auf Gewalt basierender Willkürherrscher [>hier<
im Rahmen von "Macht"]) mehr sein, weil von Gott gesandt. Auch soll ein auf
Gerechtigkeit gebauter Erlösungsweg die Menschen endlich aus ihrem Elend führen,
aus der ihnen ständig widerfahrenen Ungerechtigkeit. Auch schlummert im Menschen
ein Wunsch nach Befreiung von seiner existenziellen Gebundenheit an die
körperliche und vergängliche Welt; und die Religionen versprechen gerne ein Aufgehen in
eine überpersönliche "heilige" Wirklichkeit - in eine (Glücks-)Traumwelt, wie auch immer
gestaltet.
Obwohl
doch nun schon einmal ein Messias, ein Erlöser, sogar direkt als Gottes Sohn den
Christen gekommen ist, hat sich nichts geändert. Im Gegenteil wurde die
Organisation, die sich auf diesem so genannten Erlöser aufbaute, zu einer der
größten und furchtbarsten Macht der Geschichte über Jahrhunderte hinweg mit qualvollsten
Folterungen und allen Arten von schrecklichsten „Hinrichtungen“ (aufs Rad
flechten, vierteilen, verbrennen usw.), totaler körperlicher und geistiger Vergewaltigung,
den Indianerumsiedlungsgesetzen,
Ausrottung ganzer Volksgruppen und vielem mehr. Nach den Gesetzen der
Inquisition durften Hexen und Ketzer und alle Beschuldigten nur dann
hingerichtet werden, wenn sie vorher ihre Schuld gestanden hatten, wenn auch
durch Folter erzwungen. Dennoch wird
heutzutage von Kirchenleuten lobend erwähnt, nämlich, dass die Inquisition zum
ersten Mal gesetzlich vorgegangen sei und nicht mehr völlig willkürlich. Was haben die Menschen
aus vergangenen Ereignissen gelernt? Absolut nichts oder doch? Als kleiner Trost seien die, wenigsten endlich einmal zu Papier gebrachten, aber weitgehend ignorierten Menschenrechts-
und sonstigen Konventionen zu nennen.
Die kirchlichen Organisationen haben heute immer noch die meisten
Anhänger, die mehr oder weniger willig ihren grundsätzlichen Lehren, den Doktrinen folgen. Sogar die als
zweitklassig gesehenen Frauen und erstaunlicher Weise auch die, nach
katholischer Auffassung sündigen Schwulen bleiben der Kirche
treu. Immerhin kämpfen einige um Anerkennung und Gleichstellung (beispielsweise
Uta Ranke-Heinemann >hier<).
Man kann darüber wirklich nur den Kopf schütteln, wie ein bekannter
Psychoanalytiker einmal sagte.
Religiosität absorbiert menschliche Schaffenskraft
Ein Leitbegriff der Benediktiner (Ordensgemeinschaft seit dem 5.
Jahrhundert, gegründet von Benedikt von Nursia) war und ist: "bete und arbeite"
(lateinisch: ora et labora).
Die religiösen Aktivitäten bedeuten eine
unbeschreibliche Energieabschöpfung:
- Statt Schulen und anderer wichtiger Gebäude werden mit immensem
Aufwand Gotteshäuser, Kultstätten, Gebets- und Verehrungseinrichtungen errichtet. Da werden Gehälter an Priester, Tempel- und
Kirchendiener gezahlt, die - objektiv vom wissenschaftlichen Standpunkt aus
gesehen - nichts Produktives hervorbringen. Sicher kann man dem
entgegenhalten, dass ja Künstler und Sportler auch nichts Ess- und Trinkbares,
direkt Lebensnotwendiges hervorbringen. Also dieses Thema ist zu komplex, um es
jetzt mit einigen Sätzen behandeln zu können. Dennoch sind zu bewundern:
>Hier<
einige Bilder, die nicht die großen, prächtigen und mächtigen und höchst
kunstvollen Bauwerke zeigen, welche in unzähligen, meisten sehr guten Bildbänden
zu sehen sind.
>Hier< zu einer
Literaturangabe von {mindestens} sieben Bildbänden "Wunder der Baukunst", aus denen
hervorgeht, "wie sehr Machtbewusstsein, religiöse Inbrunst, Größenwahn,
Schutzbedürfnis, Repräsentationswünsche neben vielen anderen Motiven dazu
beitrugen, dass diese imponierenden Zeugnisse menschlicher Leistungsfähigkeit von
hohem ästhetischen Anspruch entstanden" sind - Zitat aus der
Bildbandbeschreibung.
- Statt des ausschließlich einseitigen Religionsunterrichtes, in
Form des derzeitiges Einhämmerns einer einzigen
Ideologie, sollten andere Ideologien und auch Kritikfähigkeit, Systemanalyse und
Systementwurf, vor allem psychologische und soziologische Grundlagen
vermittelt werden.
Es gibt keinen Unterschied zwischen der Aufrechterhaltung eines
(„konfessionellen“) Religionsunterrichtes (also je nach Glaubensrichtung der
Eltern für die dem Unterricht ausgesetzten Kinder) und dem Ideologie-Einhämmern
während der Periode des so genannten Dritten Reiches (dem "Hitlerregime"*) oder in
den sozialistischen Ländern ("Hitlerjugend" und "Junge Pioniere").
* Beispiel: ein Franz Josef Strauß seit Ende
November 1943 als Nationalsozialistischer Führungsoffizier zuständig für "die
politisch-weltanschauliche Erziehungsaufgabe im nationalsozialistischen Sinn",
ab 1953 dann mehrfacher Minister in unserer Bundesrepublik... (>hier<
mehr zu den wieder auferstandenen Nazi-Größen)
- Durch ideologische Vorschriften, die sich auf das tägliche Leben erstrecken,
wird die Arbeitsleistung behindert durch Gebete, Fasten, Aufmärsche, Riten aller
Arten, d.h. kultische Handlungsabläufe, durch sexuelles Unbefriedigtsein.
Ferner ist die internationale Zusammenarbeit dadurch behindert, dass
beispielsweise in
Israel der Samstag der höchste Feiertag ist, in einigen islamischen Ländern der
Freitag, wieder in den meisten Ländern der Sonntag. Wird der jeweilige Vortag
als arbeitsfreier Tag angestrebt (teilweise schon verwirklicht), so bleiben nur
wenige Wochentage der internationalen Zusammenarbeitsaktivität. In der Syrisch
Arabischen Republik war am islamischen Freitag Ruhe, der Donnerstag arbeitsfrei.
Die westlichen christlich orientierten Botschaften blieben samstags und sonntags
geschlossen. Offizielle Gespräche konnten also nur an drei Tagen in der Woche
vereinbart werden.
- Streng religiöse Menschen werden dauernd von einem schlechten
Gewissen geplagt, da sie wegen eines gewissen
>unbewussten< „Leidensdrucks“ unter der
Vielzahl der Vorschriften mehr oder weniger oft, in der Regel sogar ständig „sündig“ werden; denn die
Regeln und Vorschriften sind häufig gegen die natürlichen Wünsche und Bedürfnisse
gerichtet. Das bewirkt eine innere Unausgeglichenheit, schürt Aggressivität und
kann bis zur Selbstverachtung führen.
- Die Gefahr, sich in einen Fatalismus (den Glauben an
Vorherbestimmung, sich in sein Schicksal ergeben zu müssen)
fallen zu lassen, sich also einem unausweichlichen Schicksal (Gottes
„unerforschlichem Willen“) zu unterwerfen, ist recht groß, was das
Eigenverantwortungsgefühl, die Eigeninitiative mindert, ja sogar ganz
ausschaltet. Aber genau diese Schicksalsgläubigkeit - wonach alles
ausschließlich und endlich Gottes oder der Götter oder der vorsehenden Macht als
unabänderlichem Willen zugeschrieben wird - ist der nicht zu lichtende Anker
fast aller Ideologien.
Ein Phönizischer Kessel 700 vor der Zeitrechnung

Noch
eine sehr wichtige Bemerkung im Zusammenhang mit "Absorption an Schaffenskraft"
durch die Religion: Es ist bei meiner Suche nach Kunstwerken aus streng orthodox
(mit der herrschenden Lehrmeinung übereinstimmenden) rechtgläubig religiös
geprägten Kulturen an keiner Stelle darauf hingewiesen worden, dass aus
dem ausschließlichen Israëlitischen Gebiet ein
Kunstwerk hervorgegangen ist (außer die 2 Tausend Jahre alten Tempelrollen von Qumran,
der klosterähnlichen Ruinenstätte am Nordwestufer des Toten Meeres, mit
religiösen Unterweisungen), im
Gegensatz zum Kunstwerkreichtum der Ägypter, der Phöniziern und anderer Volksstämme
(die nach Moses "falsche" Götter und Götzen anbeteten). Nach meiner
Kenntnis hat Israël kein einziges
Kunstwerk, keine großartige Erfindung usw. zu bieten, während ansonsten überall auf der Welt die Juden eine
Führungsrolle inne hatten und prozentual als hervorragende Wissenschaftler,
Autoren (Künstler im allgemeinen)
und vieles mehr bekannt wurden (trotz
jahrhundertelangem Antisemismus und trotz Integrationsverhinderung).
Es führt zu weit die Gründe für eine Emanzipation
(lateinisch »Freilassung«; im vorliegenden Fall
eher: sich befreiend) zu erörtern
(Verweis z.B. auf Buch: Juden im
Wilhelminischen Deutschland 1890-1914: Ein Sammelband von
W.E. Mosse und A. Paucker von Mohr Siebeck,
Gebundene Ausgabe
- 1998).
Es sei auf die von
Religion dauernd im Tagesverlauf geforderte Unterbrechung (durch Beten,
Waschen, religiöse Riten) irgendeiner
schöpferischen Tätigkeit noch einmal hingewiesen und die Auswirkungen kurz erörtert: Jeder,
der eine wissenschaftliche oder künstlerische Tätigkeit mal ausgeübt hat, weiß, wie unangenehm es ist,
in seinem "Aktionsfluss" unterbrochen zu werden. Das bekannteste Beispiel gab
Jean Jacques Rousseau, der 1762 seinen Erziehungsroman "Émile, oder Über die
Erziehung" vollendete. Er soll seine Kinder in ein Waisenhaus eingeliefert
haben, damit diese ihn nicht bei seinen Formulierungen seiner "Forderung nach
freier Entfaltung der Persönlichkeit des Kindes" störten. Rousseau stellte
immerhin völlig neue Grundsätze mit Bezug auf moderne, heute noch gültige
Erziehungsaspekte auf. Er war übrigens bekannt als ein heftiger Kritiker des
dogmatischen Christentums.
Welche Rolle die, durch insbesondere
weitgehende auf Männlichkeitswahn beruhenden Religionen unterdrückte Sexualität
spielt, ist (noch) nicht hinreichend erforscht. Beim Lesen der Bibel fällt immer
wieder die Wichtigkeit der Beschneidung des männlichen Gliedes auf, ja sogar zur
Kriegs-Trophäensammlung
>hier<. (Dort beginnt das "Vorhautsammeln" in der Verzweigung neben der
Abbildung der David-Statue von Michelangelo Buonarroti.)
Warum die Forderung nach Beschneidung so wichtig ist,
konnte aus der bisherigen Literatur und aus anderen Veröffentlichungen (Film,
Seminare, Vorlesungen) nicht herausgefunden werden. Die US-Amerikaner führen als Grund die Hygiene
an. Das reicht nicht; denn dann müssten alle nicht beschnittenen Männer krank
geworden sein, weil die so genannte Intimpflege bei einem Kleinkind
nicht gerne vollzogen wird. Das "Pflegen" der Genitalien vermittelt immer noch sogar in Europa den Pflegenden ein Gefühl des Unanständigen.
Merken die Pflegenden, dass es dem keinen Jungen (aber auch Mädchen) Spaß bereitet und
der kleine Bub auch
noch
mit einer Erektion reagiert, dann ist eine Gesichtsröte unvermeidlich. Welche
Bedeutung also die äußerst schmerzhaft erlebte, aber männlich zu ertragende
Beschneidung mit Bezug auf Hervorrufen einer traumatischen Kastrationsangst, also
als Gewalteinwirkung in körperlicher, sowie seelischer Hinsicht hat, kann nur
abgeschätzt werden.
Wie "hoch" die Beschneidung eingeschätzt
wird von einem hochrangigen Mann, einem Wladimir Putin, dem derzeitigen
(2007) russischen Präsidenten, berichtet Boris Reitschuster in seinem Buch "Wladimir Putin - Wohin steuert er Russland" (rowohlt Berlin). Auf der Pressekonferenz des
von Kopenhagen nach Brüssel verlegten EU-Gipfels (in Dänemark hatten
Exil-Tschetschenen demonstriert) geriet der Staatsmann außer sich, als ein
französischer Journalist die Frage stellte, (Zitat aus dem Buch) "ob der russische Krieg in
Tschetschenien statt gegen Terroristen nicht in Wahrheit gegen das
tschetschenische Volk gerichtet sei? Ein kaum merkliches Zucken huscht über Putins Gesicht, er schürzt die Lippen; mit stechendem Blick nimmt er den
Fragesteller ins Visier. Ein paar Sätze lang gibt sich der Präsident noch
staatsmännisch. Russland sei die vorderste Front gegen die Islamisten, die alle
Ungläubigen töten wollen, antwortet er, ohne auf die eigentliche Frage
einzugehen. Plötzlich gerät er in Rage; wie eine Gewehrsalve rattern die Worte,
immer schneller, abgehackter. Er solle doch nach Moskau kommen, hält der
Präsident dem Journalisten vor. Nein, nicht etwa, um den Kreml zu besichtigen,
sondern um sich beschneiden zu lassen: »Wenn Sie ein richtiger islamischer
Radikaler werden wollen, empfehle ich, die Operation so durchzuführen, dass
Ihnen nichts mehr nachwächst.« Selbst dem russischen Dolmetscher stockt der
Atem. Wie zu Zeiten von Boris Jelzin traut sich der Mann in der Übersetzerkabine
nicht, den Wortlaut exakt wiederzugeben. So vernehmen die anwesenden Politiker
und Journalisten über ihre Kopfhörer: »Willkommen in Moskau. Wir sind ein
multireligiöses und multinationales Land, wo alles erlaubt ist und toleriert
wird.« Die russischen Journalisten blicken verlegen zur Seite, Putins
europäische Kollegen machen lächelnde Miene zu den bösen Worten, die sie nicht
verstehen."
Zu diesem "Ausfall" kann man nur fragen, wie stark bewertet ein Macho-Präsident
eine Beschneidung? Gilt der religiöse Beschneidungswahn als zusätzlicher
Kriegsgrund für einen Mann, der ohne selbst einen solchen An- oder Eingriff zu
befürchten hat, den aber allein die Vorstellung offensichtlich unkontrollierbar aus der Haut fahren lässt? Solch eine
präsidiale Entgleisung sollte Psychologen aufhorchen lassen.
Kommen wir zurück auf Folgen einer
tatsächlich erlebten Kastrationsangst (>hier< eine
spezielle Seite): Wenn auch ein Schock-Erlebnis ins Unbewusste
verdrängt worden sein sollte, so schlummert es dort wie ein ruhender Vulkan. Jede
psychoanalytisch tätige Person wird darin zustimmen. (>Hier<
ist im Kommentar zu "Sexskandalen" und "Gewaltpotential junger Männer" noch
einiges zu diesem Thema zur Diskussion gestellt worden.)
Nun ist aus der Psychologie bekannt, dass
die Unmöglichkeit des Auslebens eines Triebes jedoch auch zu einer Sublimierung
(>hier<) führen kann,
sogar insbesondere als Antrieb zu einer künstlerischen Betätigung (als
"Ersatzbetätigung". Ein nicht verdrängter Trieb kann in einen "Ersatztrieb"
umgewandelt werden.) Was geschieht, wenn ein solcher künstlerischer
Betätigungswunsch wiederum eingeschränkt ist, wenn nicht sogar unmöglich gemacht
wird; das ist auch kaum untersucht worden.
Jegliche voreheliche sexueller Betätigung
vor allem einer Frau ist nach religiösen Vorstellungen zu bestrafen bis zur
Todesstrafe (>hier<).
Bis zur Todesstrafe gehen auch die Drohungen zum Beispiel bei gleichgeschlechtlicher körperlicher Liebe oder Sodomie.
Nicht ausgelebte Triebbefriedigung, die insbesondere wegen der nahezu
vollständigen Behinderung jeglicher sexueller
Betätigung unvermeidbar in nun auch noch streng verbotene "sündige Gedanken" münden kann, lähmt zusätzlich
die menschliche Schaffenskraft.
Die Verankerung in einer festen Ideologie ("konservierten"
Tradition) verhindert oder behindert (abgeschwächt ausgedrückt) Einsicht in geänderte Umstände,
in ein Umdenken zur Anpassung an
neue Situationen. Es ist aber eine Einsicht in notwendige Verhaltensänderungen
als der allerwichtigste Punkt erforderlich, als unerlässliche Voraussetzung für die Abwendung einer uns alle
bedrohenden Katastrophe, hervorgerufen durch Übervölkerung und
menschenrechtsfeindlicher, vor allem naturfeindlicher Ausbeutung der Erde.
Wie Religion
erworben und beibehalten
wird
Leon Mann schreibt in seinem Buch "Sozialpsychologie" (>hier<):
"Die Grundlagen des menschlichen Sozialverhaltens sind kulturelle
Einflüsse, die von der Existenz organisierter Gesellschaften herrühren,
soziale Einflüsse, die auf Primärgruppen in der Gesellschaft zurückzuführen
sind, sowie auf Umwelteinflüsse, die durch die physikalischen Gegebenheiten der
sozialen Umwelt vermittelt werden. Wenn man zu einer bestimmten Gesellschaft
gehört, so heißt dies, dass man ihren kulturellen Werten ausgesetzt, wenn nicht
sogar vollständig verhaftet ist..."
Erschreckend sind die Versuchsergebnisse von
Solomon Asch und des Milgram-Experimentes (>hier<)
zum Konformitätsverhalten und Gruppen-Mehrheitsdruck, wonach
Mitmenschen (fast) alles mitmachen, um nicht ausgegrenzt zu werden:
Wer will
denn schon (abgelehnter) Außenseiter sein!
Nur etwa 10% der
Mitmenschen weigern sich, mitzumachen bis hin bei schweren Verbrechen wie
Folterungen sogar mit voraus zu sehender Todesfolge!!!
Der Fachausdruck zur Glaubenserwerbung heißt: Tradiert
(überliefert, weitergegeben, als Tradition weitergeführt). Die Antwort geben viele psychologisch/soziologischen
Erkenntnisse. Der Mensch wird in ein mehr oder weniger verfestigtes kulturelles Umfeld hinein
geboren, das sich in der Regel seit langer Zeit oder besser gesagt, über mehrere Generationen
hinweg ausgebildet hat. In einer bestimmten
religiösen Umgebung setzt bald schon ein "Religionslernen" ein, eine frühzeitige
Steuerung und Beeinflussung zum
Verhalten und Ausbildung des Charakters des Kleinkindes. Zu seiner Entwicklung ist der,
bekanntlich kaum noch instinktgeleitete Mensch auf Lernen angewiesen. Die Art
und Weise, wie das Kind seine Einstellungen (>hier<),
sein Verhalten und seine Fähigkeiten entwickeln (erwerben) kann, hängt vom Rahmen ab, in dem
sich das Kind bewegen darf. Nehmen wir das extreme Beispiel eines islamischen
Umfeldes: Schon mit der Muttermilch werden beispielgebende Verhaltensweisen des
gesamten Umfeldes "verabreicht". (Es gibt sogar die "vorgeburtliche Stimulierung" (Prägung): Säuglinge schreien unterschiedlich
und im
Sprachakzent
>hier<.) Es wird gebetet. Alles dreht
sich um Gott und seine Welt. Allah ist ein Wort, das jedes Kind mit größter
Leichtigkeit als erstes Wort babbeln kann. Das wird Entzücken und Freude in der
Familie, dem gesamten Umfeld auslösen (als Verstärkung, wie die Psychologen wissen). (Das erste gelallte
"Auto" eines europäischen Kindes wird mit Gelächter beantwortet.) Kommen dann die
ersten Gebetsfloskeln aus Kindermund, wird das natürlich auch gleich mit frohen
und strahlenden Gesichtern, welche das Neugeborene anlächeln, begrüßt (wieder
eine Verstärkung).
Die persönlichen Beziehungen zu den Eltern, Geschwistern,
Verwandten, Nachbarn, Lehrern (Erzieher) sind durch alle bis zu den kleinsten Kleinigkeiten
in Heiligen Büchern, dem Koran beispielsweise, vorgeschriebenen Regeln festgelegt. Das Verhalten
der auf das Kind einflussnehmenden Personen ist grundsätzlich fundamentalistisch
ausgerichtet; denn der Koran lässt keinerlei Spielraum zu. Der Tages- und der
ganze Jahresablauf sind
geregelt mit Gebetszeiten, Gebetsformen und -inhalt. Es haben sich Rituale
herausgebildet, also ein Verhalten, das mit Regelmäßigkeit zu bestimmten
Anlässen in immer gleicher Form abläuft. Die gesamte Kindererziehung ist darauf
ausgerichtet, "Gehorsam(keit) zu lernen". Der schon oft erwähnte Brockhaus
definiert Gehorsam wie folgt: "Befolgen von Geboten oder Verboten durch
entsprechende Handlungen oder Unterlassungen; die Unterordnung des eigenen
Willens unter fremde Anordnungen, die durch Zwang herbeigeführt, aber auch
freiwillig (Einfügung in eine religiöse oder gesellschaftliche Ordnung) sein
kann". (>Hier<
viele Erklärungen!)
In dieser Gesellschaftsform
ist das Erziehungsziel: Gehorsam, nicht geduldetes Abweichen von den
festgelegten Regeln, Anordnungen, Weisungen, Geboten, Verboten und Gesetzen, die
bereits schon in frühem Kindesalter angewandt werden. Die Erreichung der
Erziehungsziele erfolgt vorwiegend durch Strafe. Das Auswendig-Lernen steht im
Vordergrund. (Näheres ist unter dem Stichwort
>Lerntheorien< und
>hier< als Artikel "Religion lernen" zu finden.) Bald kann das Kind den Koran fast ganz auswendig, ohne
erkannt zu haben, was drin steht. (Manche Pianisten können ganz Sonaten
ohne Noten abspulen, sogar sehr publikumswirksam, jedoch so gut
einstudiert, dass ihre Gedanken ganz wo anders sind. Den meisten katholischen
Rosenkranzbetern geht es nicht anders.)
Übrigens sind Sprachen manchmal sehr
aufschlussreich, was die Bedeutung mancher Worte betrifft: So wird im Englischen
wie im Französischen gerne das Wort "Formation" (jeweils etwas anders
ausgesprochen) für "Ausbildung, Erziehung"
gebraucht, was auf deutsch ursprünglich "Modell, Schablone, Schema" (the form, la forme)
bedeutet und dann militärisch, in eine Formation (Reih und Glied) bringen. Das
englische "training" bedeutet - in Reih und Glied, wie beim Eisenbahnzug
alle Wagen auf demselben Gleis -
einüben, einexerzieren, abrichten, zureiten. Die
Franzosen (élever, éduquer) "erhöhen" und "führen heraus". Die
Deutschen erziehen, also zerren und ziehen sie wohin? Das nur am Rande, wäre aber
mal einer genaueren Untersuchung würdig, unter dem Titel "Bedeutung und Ergebnisse von Tätigkeiten
in verschiedenen Kulturkreisen an hand von Wort-Herkunft".
Zur Konfirmation
Bis hierher hat das Religionerwerben
schon ganz gut funktioniert. Doch noch ein paar Sätze als Erklärung zum
Festhalten (Verfestigung) an einer einmal übergestülpten und anschließend
verinnerlichten Religion. Man kann aus einem Gefängnis der religiösen
Überzeugung kaum entkommen. Die Lerntheorien liefern die Erklärung, zusammengefasst: Das Gelernte
wird verfestigt. Es hat sich ein Komplex von religiösen Einstellungen
ausgebildet.
Kaum jemand kann seine "Sprache wechseln". Mit einer Sprache sind
nicht nur die Normen der Ausdrucksmöglichkeiten (Wortschatz und Satzbau und
-gestaltung) sondern
auch das kulturelle Umfeld einzubeziehen. Wer in einem anderen Sprachkreis als
dem, in dem diese Web-Seiten verfasst worden sind, kennt schon "Max und Moritz"
(von Wilhelm Busch) oder das Lied von der "Loreley" (von Heinrich Heine).
Wer war Bismarck? Chinesen, Japaner, Spanier und Türken zucken die Schultern.
Ein pädagogisches Prinzip ist die Gewohnheitsbildung. Durch die
unterschiedlichen Lernformen werden
>gewohnheitmäßige<
Verhaltensweisen herausgebildet. Das ist ja wohl vor allem ein Grundprinzip der
religiösen Erziehung. Die Psychologen haben herausgefunden, dass viele
Gewohnheiten durch das soziale, also in unserem Zusammenhang religiöse Umfeld
>konditioniert<, das heißt
>gelernt< und eben durch das
Gelernte ausgelöst werden. Diesen Vorgang kann man sehr gut mit dem Beispiel des
Betens (>hier<) erklären, einer "Tätigkeit", die motorisch,
>emotional< und kognitiv
(unbewusst wahrgenommen und durch Erkennen)
abläuft:
- Schon im allerfrühesten Alter falten die religiösen Eltern
(Erzieher) dem Kleinkind die Hände und sprechen Gebete, morgens, abends und so
weiter. Später machen die Kinder das dann schon automatisch. Die Augen müssen
geschlossen werden. Das Kind soll später knien, zumindest eine Demutshaltung
einnehmen.
- Obwohl der Inhalt der Gebete zunächst nicht verstanden wird,
wird das Kind bald in eine emotionale (also gefühlsmäßige) Stimmung versetzt.
- Es
wird ihm immer und immer wieder erklärt, dass der Angesprochene (Gott) die Verkörperung der Güte (Gutmütigkeit)
ist, der alles sieht und hört und sogar gute und böse Gedanken des Betenden
lesen kann. Vor ihm ist nichts zu verbergen und nichts zu verheimlichen. Es wird
dem Betenden vorgegaukelt, das Gott einem Hilfe geben wird in allen Lebenslagen,
dass
er nie drohend und
böse antwortet, was immer ihm auch mitgeteilt wird, dass man aber sicher sein
kann, gehört und verstanden worden zu sein; dass eine Strafe für eine "Sünde"
und "für sündige Gedanken" unerwartet, aber absolut sicher erfolgen werde. Der Angebetete
sei der liebste und
verständnisvollste, aber auch gestrenge "Vater". Dass er nie antwortet, nie sichtbar
erscheint, wird als
gegeben und nachher als völlig selbstverständlich hingenommen. (Es können sogar
sehr wohl Vorstellungen beim Betenden entwickelt werden, wonach tatsächlich der
Angebetete spricht, was nicht unbedingt als klinisch gesehen werden muss.
Zumindest wird häufig von spirituellen Erlebnissen berichtet als
Selbsthypnose/Autosuggestion.)
- Das einstudierte Beten entspricht einer verhaltenstherapeutischen
Anweisung und
wird wie zu einer "kognitiven Lernerfahrung" (>hier<
"Lernen durch Einsicht"), bei der Gedanken und Überzeugungen festgeschrieben werden:
"Ich schaffe alles mit Gottes Hilfe!"
- Später - bis zum physischen Ende eines Religiösen - läuft das Beten
automatisch ab: Keine Mahlzeit kann - zumindest nicht, ohne an ein vorheriges
Beten zumindest zu denken, eingenommen werden.
Andere religiöse Lehren, Regeln, Gebote und Verbote werden
auswendig gelernt, regelrecht eingetrichtert und damit als nicht mehr aus dem
Gehirn entfernbares Gewöhnungsdenken. Der hartnäckigste Atheist (besser:
Nicht-Gläubige) wird nicht
verhindert können, in bestimmten Situation "Gott sei Dank" zu plappern. Jemand,
der unter Adolf Hitler (ein Paradebeispiel dafür, wohin ideologisches Denken führen
kann) aufgewachsen ist, wird beim Erklingen des so genannten Deutschlandliedes
(der deutschen Nationalhymne) erstaunt sein, dass heutzutage direkt mit der dritten
Strophe: "Einigkeit und Recht und Freiheit" begonnen wird statt mit
"Deutschland, Deutschland über alles". Nach dem Ende des Liedes wird
er sich mäßigen müssen, nicht sogleich ein "Die Fahne hoch" zu grölen (wurde damals
nie normal gesungen, sondern begeistert gebrüllt). Das hat
nicht einmal das geringste
damit zu tun, dass er einmal oder absolut nie der nationalsozialistischen Ideologie verfallen gewesen
wäre (>hier< zum Artikel
über politische Religion). Genauso wird ein Nichtkirchgänger, der sich erst nach den üblichen Einbindungsversuchen
der religiösen Ideologen, das heißt im jugendlichen Alter oder sogar später
aus der Umklammerung lösen konnte, bei einer Beerdigungsfeier beispielsweise die
einstudierten Kirchenlieder - zumindest in Gedanken - mitsingen. (Das sind nun
mal bleibende Schädigungen.)
Man kann sich vielleicht das Rauchen abgewöhnen und nie wieder
einen Wunsch nach Tabak verspüren. Aber einmal
erlernte ideologische Denk- und Handlungsweisen sind wie traumatische Erlebnisse
haften geblieben - als seelische und überzüchtete Schädigung aufgrund mehr oder
weniger unbewusst erlebte Belastungen. Sie können zwar durch Umdenken verarbeitet und mit
Kopfschütteln vielleicht sogar belächelt werden, sind aber nie wieder
(ganz) auszulöschen.
Leon Festinger, Henry W. Riecken
und Stanley Schachter schreiben in ihrem Buch "When Prophecy fails" (Wenn
eine Vorhersage nicht eintrifft): "Ein Mensch mit einer festen Überzeugung
ist schwer umzustimmen. Widerspricht man ihm, so wendet er sich ab. Zeigt man
ihm Fakten und Tabellen, so wird er die Quellen anzweifeln. Appelliert man an
sein logisches Denkvermögen, dann weiß er nicht, worauf es ankommt. Wir kennen
alle die Variationsbreite einfallsreicher Rechtfertigungen, mit denen manche
Leute ihre Überzeugungen verteidigen und an denen sie über alle Angriffe hinweg
unbeschadet festhalten."
>Hier<
zu einer Beschreibung über einen "neuen Glauben"; am Artikel-Ende Verzweigung zu
den Erklärungen von Festinger, Riecken und Schachter,
>hier< direkt.
Wegen der Wichtigkeit der Erklärung
warum kaum jemand "vom Glauben abkommt",
seien jetzt noch einmal die oben bereits aufgezählten psychologisch
definierten Begriffe aufgezählt:
Wahrnehmungsabwehr (als
Abwehrmechanismus), Wahrnehmungshemmung (>hier<),
d.h.
- Meidungsverhalten
- Wahrnehmung emotionaler Inhalte,
- Unterschwellige
Wahrnehmungshemmung,
- Verdrängung, Emotionen, Vorurteile,
Wahnideen;
Prägung (>hier<,
kurze Erklärung und
>hier< im
Rahmen der "politischen Psychologie" ),
Konditionierung (>hier<),
dazu
- Doppelbindungs-Theorie und
- Projektion.
Die 1923 geborene schweizerische Schriftstellerin, Alice Miller,
die sich vor allem mit traditioneller (also sogar einprügelnder) Erziehung beschäftigt, wiederholt in ihrem
Buch "Am Anfang war Erziehung" (Suhrkamp 1980) die ursprünglich von Katharina Rutschky ("Schwarze Pädagogik", Ullstein) aufgeworfenen Fragen: "Wie wurden
unsere Eltern erzogen? Was mussten und durften sie mit uns machen? Wie hätten wir
das als kleine Kinder merken können? Wie hätten wir es mit unseren Kindern
anders machen können? Lässt sich dieser Teufelskreis je durchbrechen? Und
schließlich: Ist die Schuld kleiner, wenn man sich die Augen verbindet?" Ferner
bringt Frau Miller einen besonders aufschlussreichen Ausspruch des
Kommandanten des Nazi-KZs Ausschwitz, Rudolf Höss, in ihrem oben erwähnten Buch: "Ganz besonders
wurde ich immer darauf hingewiesen, dass ich Wünsche oder Anordnungen der Eltern,
der Lehrer, Pfarrer usw., ja aller Erwachsenen bis zum Dienstpersonal
unverzüglich durchzuführen bzw. zu befolgen hätte und mich durch nichts davon
abhalten lassen dürfe. Was diese sagten, sei immer richtig. Diese
Erziehungsgrundsätze sind mir in Fleisch und Blut übergegangen."
Ferner noch ein im Buch von Alice Miller zu findender Ausspruch:
"Was für ein Glück für die Regierenden, dass die Menschen nicht denken", vom
Vegetarier Adolf Hitler, wer hätte jenem diese Erkenntnis zugetraut?
>Hier< - wenn nicht bereits in
meinem Vorwort gelesen - der berühmte Ausspruch des reinen Befehlsempfängers und
Befehlsausführers, Karl Adolf Eichmann.
Wenn US-amerikanische Psychologen und Pädagogen "Gewohnheit" als
etwas zur ererbten Anlage Hinzuerworbenes sehen, dann ist das sicherlich nicht
ganz falsch. Richard Dawkins hat in seinem Buch "Das egoistische Gen" dieses
(Pseudo- also Schein-)Gen
als "Mem" eingeführt, als etwas, das sich im Gedächtnis (im Fühl- und
Denkvermögen) festsetzt wie ein (nicht unbedingt tödliches) Virus. Bei den
Selbstmordattentätern (>hier<) führt es jedoch zum Tode. R. Dawkins vermutet, das sich
die "Mems" durch Kommunikation weiterverbreiten.
"Durch individuelles Nachdenken und durch Austausch mit anderen Memen
entwickeln sie sich weiter", sagt Wikipedia (die Internetenzyklopädie).
Die Gewöhnung (oder auch Gewohnheit) kennzeichnet "die Tendenz des
Individuums, in gewohnter und mechanischer Weise zu handeln, besonders dann,
wenn diese Tendenzen durch Übung oder Erfahrung erworben wurden. Viele
Verhaltensweisen laufen aus Gewohnheit ab, insbesondere wenn bestimmte Reize
gegeben sind, zum Beispiel:
Ein überzeugter Nichtgläubiger besucht als aufgewachsener
orthodoxer Katholik eine uralte Kirche der ersten Christen, und fällt auf die
Knie. Sein mit ihm befreundeter Mitbesucher ist erstaunt wegen seiner ebenfalls "gottlosen"
Weltanschauung. Der Kniende merkt es und flüstert, über sich selbst
verwundert: "Hast wohl nie
etwas von >Pawlow< gehört".
Ein paar Sätze müssen noch im Zusammenhang mit so genannten
Integrationsproblemen, das heißt Eingliederung von religiös vorgeprägten Zuwanderern, erwähnt werden.
Diese Problematik wird sehr gut und ausführlich von Wilhelm Heitmeyer
beschrieben (unten
unter der übernächsten Überschrift "Gründe für Aggressivität aus der
Religion"), indem die Kluft aufgezeigt wird, wenn zwei kulturelle
Einflüsse aufeinander prallen, wobei (Zitat)
- sich immer deutlicher abzeichnet, dass ein Identitätsspagat
(eigentlich "völliges Spreizen der Beine nach vorne und hinten", also gemeint
ist eine sehr schwierige akrobatische Übung) nicht mehr zu verkraften ist und
die Suche nach "Einheit", Eindeutigkeit und Gewissheit zunimmt,
- der ständige Wechsel zwischen den Erwartungen der
kulturellen Referenzgruppen nicht ausgehalten wird und zugleich die
existenziellen Versorgungs- und Unterstützungsleistungen immer unsicherer
werden,
- die Angleichungsbemühungen als Anpassung an die
kulturellen Maximen (Grundsätze, Prinzipien) der Auffanggesellschaft trotzdem mit
der Erfahrung von Diskriminierung (Benachteiligung, Ungleichbehandlung) und unter Umständen fremdenfeindlicher Gewalt
einhergehen. (Zitat Ende)
Aus den USA, dem Einwanderungsland mit besten Erfahrungen, ist
aus Migrationsstudien bekannt (also Untersuchungen bei Einwanderern), dass sich eigenartiger Weise (erst) "die dritte
Generation der Einwanderer der kulturellen Identifikation mit der
Auffanggesellschaft widersetzt." Nun gibt es insbesondere bei den türkischen
Einwanderern gerade mal zwei Generationen in Deutschland, und die Probleme werden
ganz deutlich durch das Desinteresse an der Erlernung der Sprache des
Wahllandes (Deutschland). Es ja noch verständlich, wenn die erste Generation,
die nur an der Arbeit bzw. dem Geldverdienen interessiert war, unsere Sprache
wie folgt beherrscht: "38 Jahre Gabelstapler Opel; gut; nix Hause; ich hier ..."
"Nix Hause" soll heißen: "Ich will nicht wieder in die Türkei". Diese Menschen
hatten in der Regel einfachste
Arbeit übernommen , die meisten Frauen durften auf keinen Fall eine Fremdsprache erlernen und
konnten auch es nicht, weil sie sowieso nur rudimentär die Herkunftssprache (das
klassische Türkisch) beherrschten,
ihr Leben in Ghettos stattfindet und sie vor allem von der
Religion nach wie vor umklammert werden. Während die Türkei nach den Reformen durch
Mustafa Kemal Pascha (genannt Atatürk, Vater der Türken) die Trennung von Staat
und Kirche (Laizismus genannt, mit Kopftuch-, insbesondere Burka-Verbot)
eingeführt hatte, fühlen sich einige islamistische Führer in Deutschland - mit
Religionsfreiheit im Grundgesetz - wohler (wie sie selbst offen zugeben). Man
sieht daher in Deutschland mehr Burkas und Kopftücher als in der Türkei, als
Indiz (Anzeichen) dafür, wie strikt religiös es in einer "Burka-Familie" zugeht,
und wo zu erwarten ist, dass dort kaum ein deutsches Wort zu hören sein wird,
wahrscheinlich auch nicht in
den nächsten Generationen.
Hinzu kommt das provokative Gebaren vieler Muslime in
Deutschland: Ihre Kleidung verdeutlicht, dass sie alle Leute nicht gleich
gekleidet als verdammenswürdig ansehen - wie es in jeder Sure des "heiligen
Schrift des Islam" voller Hetze und Hass steht (>hier<).
Umgekehrt fühle ich mich inzwischen aufgereizt, wenn ich solchen islamischen
Menschen mit ihren langen türkischen "Unterhosen", einer Mütze, einer
Verschleierung begegne mit ihren unfreundlichen und verächtlichen, keineswegs
glücklich wirkenden Blicken und mit unverkennbarer Anpassungsunwilligkeit, mit
Verachtung der Menschenrechte, der Grundgesetze und sonstiger Konventionen. Das
"Gutmenschentum" nimmt es hin, vor allem, das jede Kopftuchtragende in jedem
Fall Sozialhilfe, Kindergeld udgl. bekommt.

Aus der grafischen Darstellung über Jugendliche rechts (1992 von
Dr. Mathias Jerusalem, FU Berlin) geht hervor, welcher gravierende Unterschied besteht
in Abhängigkeit von der Sprachkenntnis. Bei guten deutschen Sprachkenntnissen der
Ausländer ist deren "allgemeine Ängstlichkeit" etwas höher als bei deutschen Jugendlichen,
aber ziemlich höher bei geringen Sprachkenntnissen (ersten 3 Balken im
Diagramm).
Die "soziale Ängstlichkeit" ist sogar bei gut
deutsch sprechenden Ausländern wesentlich geringer als bei den Deutschen, aber ziemlich groß bei schlechten
Sprachkenntnissen der Ausländer (2. Balkengruppe).
Die "Einsamkeit" ist bei deutschen Jugendlichen und ausländischen
bei guter deutscher Sprachbeherrschung fast gleich gering. Jedoch fühlen sich
ausländische Jugendliche mit geringer deutscher Sprachkenntnis ziemlich
vereinsamt (+1,2 in 3. Balkengruppe).
Das "Selbstwertgefühl" ist bei denjenigen Ausländern, die die Sprache
kaum beherrschen,
ziemlich runter im negativen Bereich (letzter Balken in der 4. Balkengruppe),
ansonsten fast gleich hoch (fast +0,2).
Diese obige Auswertung betrifft vor allem das unter der
übernächsten Überschrift "Gründe für Aggressivität aus der Religion" Gesagte;
denn Frustration erzeugt Angst und mündet dann häufig in Aggression.
Im Übrigen müsste einmal systematisch untersucht werden, ob es
einen Zusammenhang gibt zwischen Intoleranzverhalten und Sprachenbeherrschung
(Kenntnis mehrerer Sprachen - Kenntnis nur einer Sprache und dieser vielleicht
sogar nur
sehr eingeschränkt, wie bei Türken, die in der Regel ihre Dialekte sprechen und
- wie gesagt wird - gute Kenntnisse in der Einheitssprache als "Zweitsprache"
haben. Kemal Atatürk wollte eine „reinere“ Form der Sprache schaffen wollte. Er
führte das lateinische Alphabet ein, welches das arabische ablöste).
Eingangs bei diesem Kapitel wurde auf die Wichtigkeit der Muttersprache verwiesen. Es ist ohne Kenntnis eines anderen
Kulturkreises unmöglich, aus dem "eigenen", als Kind "erworbenen"
kulturellen Umfeld,
herauszukommen. Es ist also äußerst wichtig, durch Bildung und Ausbildung einen
weiteren Horizont zu bekommen. Dazu gehört auch das Erlernen einer so genannten
Fremdsprache. Jedoch muss man zur Perfektion einige Zeit auch im Kulturkreis der zur erlernenden Fremdsprache gelebt haben. Schüleraustausch ist eine
Chance zumindest zu einer Toleranz zu kommen (Duldung einer anderen Meinung, Ansicht), vielleicht sogar zu einer Akzeptanz (sich in einem anderen Umfeld mit
anderen Meinungen und Ansichten wohl fühlen).
Für die zwei oben behandelten Themenbereiche:
Religiosität absorbiert menschliche Schaffenskraft
Wie Religion erworben und
beibehalten wird
ist als Stichwort, nämlich zwangsneurotisches Verhalten (>hier<)
zu beleuchten als Folge der vielen Vorschriften: Reinlichkeit, Gebete
(Meditation, [lateinisch »Nachdenken«), Fasten, Beichten,
Wallfahrten (Besuch heiliger Stätten), Totenfeiern, Gottesdienste, Lesen und
Auswendiglernen heiliger Schriften... Das alles kann natürlich leicht zu zwanghaften Tätigkeiten führen.
>Hier<
mehr aus psychologischer Sicht über die Einbindung eines Kindes in Religiosität und
>hier< vorab ein Hinweis auf
einen sehr ausführlicher Auszug aus einem Buch des Psychoanalytikers Fritz
Riemann über zwangsneurotische Aggression. Seine Studien geben ein klare
Darstellung, auf welche Weise es zu schizoiden, depressiven, zwanghaften und
hysterischen Persönlichkeitsstrukturen kommt. Riemanns Untersuchungen sind heute
fester Bestandteil der Psychologie.
(Dieser Hinweis wird später unter der Überschrift
"Gründe für Aggressivität aus der
Religion" wiederholt.)
>Hier< zu einem berühmten
sozialpsychologischen Experiment zum Beweis, dass ein einmal
übernommener Glaube ganz, ganz selten aufgegeben wird. Dieses Experiment wird
auch vom Sozialpsychologen Leon Mann
>hier<
beschrieben.
Insbesondere hat die "politische
Psychologie" (>hier<)
eine gesonderte Web-Seite herausgefunden:
Die Wirkung der "Primärinstitutionen", gemeint ist die Kindererziehung,
muss geradezu als ein irreversibles Prägungsgeschehen
gesehen werden.
Gründe für Intoleranz
und Aggression religiöser Menschen
Die Grundbücher der großen drei Religionen
(Judentum, Christentum, Islam) sind angehäuft mit Grausamkeiten, Verfluchungen, Drohungen, Strafaktionen,
Mordaktionen, Kriegen. Die strengen Gebote und Verbote engen die Gläubigen
soweit ein, dass ihnen praktisch keine Möglichkeit zu einer eigenständiger Lebensführung
mehr bleibt.
Alle Ideologien haben in der Regel großes Leiden im gesamten
Umfeld des Machtbereichs der jeweiligen Ideologie-Führer verursacht, wie die
Geschichten bis hin zu Mord und Totschlag im Alten Testament zeigen, also vom
Anbeginn der Zeit bis heute. Zum Beispiel
durften Christen und Juden etwa ab dem Jahre 1000 nicht mehr gemischt leben. Die
Juden, als Minderheit und mit Sippenhaft belegten Christusmörder, hatten sich
in eigenen Stadtvierteln, Gassen (die vielen „Judengassen“) von der übrigen
Bevölkerung abzutrennen, wurden mit Mauern umgeben, schließlich in Ghettos
zusammengepfercht, zuerst in Venedig. (Ghetto klingt italienisch. Die Herkunft
und eigentliche Bedeutung des Wortes ist aber nicht genau bekannt.) Erst im
vorletzten Jahrhundert, nachdem die Allmacht der Kirche(n) gebrochen war, durften
sie die Staatsbürgerschaft des jeweiligen Landes erwerben, in dem sie lebten.
Die Bereitschaft zum Massenmord an den Juden während des Hitlerreichs geht zweifellos weitgehend
auf das Konto der katholischen aber auch den protestantischen Kirchen mit ihrer vorbereitenden Diskriminierung
der „Christusmörder“. Judenverfolgungen waren immer beliebt, wenn die Mächtigen
von irgendwelchen, von ihnen verursachten Problemen ablenken wollten. Hier
nochmals die Wiederholung des schlimmen Satzes des "großdeutschen"
Reichspropagandaministers J. Goebbels: "Wenn es keine
Juden gäbe, müssten wir welche erfinden".
Das Leiden der Bevölkerung unter der
>dogmatischen< und
intoleranten leninistisch-stalinistischen Ideologie und eines Pol Pot in
Kambodscha (dem etwa 2 Millionen Kambodschaner zum Opfer fielen) ist bekannt, ebenfalls im Bereich der Herrschaft von islamischen
Fundamentalisten.
Intoleranz gegenüber anders oder nicht
Gläubigen kann zu Aggressionen führen. Ein nicht eingestandener Neid auf die
Menschen, die in größerer Freiheit* leben, kann eine der möglichen Ursachen sein.
* Es fehlt eine "vernünftige" Definition von
"Freiheit". (>Hier<
zu einer Kritik - dort am Schluss).
Aggression ist oft ein
Ergebnis von Frustration, wie aus der Erörterung hervorgeht, die sich auftut,
wenn man sich die Seite über "Aggression"
>hier< ansieht.
Hass und Hetze gegenüber anderen Glaubensrichtungen (Weltanschauungen)
und bei jedweden Verstößen gegen die strengen Regeln, Gebote und Verbote fördern
Aggression. Wegen der Einengung des Individuums kann
eine anders als im religiösen System aufkeimende Erwartung nicht erfüllt werden, z. B. doch mal
schnell während der Fastenzeit eine Kleinigkeit zu essen. Also, ein Bedürfnis, z. B. in Form einer gewünschten Triebbefriedigung gelingt
dann nicht, alles das führt zu
Frustration, und Aggression ist häufig eine Folge von Frustration (schon
vorher gesagt).
Die dauernde Angst, etwas falsch gemacht zu haben oder zu machen,
dazu dann noch Furcht, z.B. vor dem Beschneiden als Kastrationsangst,
außerdem noch eine Erwartung vor zu erduldender Strafe (Steinigung etc.),
können dann akkumuliert (sich
aufstapelnd) die Ursachen für Frustration und
folglich für Aggression
sein, insbesondere wenn dazu noch
üblicher
Ärger und Zorn kommen.
Wenn eine Erwartung nicht erfüllt wird
oder nach einer Enttäuschung, ist man frustriert, auch nachdem ein persönlicher Plan misslungen
ist. Ein Bedürfnis, z. B. ein natürlicher Trieb wird nicht befriedigt, führt zur
Enttäuschung. Bei
wiederholten oder starken >Frustrationen< kann es vor allem zu aggressivem
Verhalten der Außenwelt gegenüber kommen oder zu Ausweichreaktionen in Form von Selbst-Aggressionen, die
sich als Depressionen oder sich selbst Köperverletzungen zuführen, äußern.
Mitgliedern des Orden "Opus Dei" wird nachgesagt, dass sie sich
Dornenzweige in die Hose stecken, um dauernd die von ihrem Jesus Christus
erlittenen Schmerzen nachzuempfinden. (Das wird wahrscheinlich jedoch nicht
stimmen; denn eine Dauerverletzung führt zu Entzündungen, ja sogar durch
Zell-Entartung zu Krebsgeschwulsten. Aber religiösen Perversionen sind ja keine
Grenzen gesetzt.)
Insbesondere werden in der Gemeinschaft (der
>Gruppe<) aggressive
Handlungen gefördert:
Die Aggression anderen
Gruppen gegenüber wird
gerechtfertigt und in den Dienst "höherer" Ziele gestellt (als "heiliger Krieg",
"gerechte Strafaktion" gegen einzelne oder Gruppen, notwendige "Erziehung zu
einem anständigen Menschen", was immer das bedeutet in der jeweiligen
religiösen Moraltheorie).
Einem Opfer der Aggression wird sein menschlicher Wert bestritten (zu
vertilgendes Unkraut, Untermensch). Die Verantwortung wird auch dem Opfer gerne
zugeschrieben, selber Schuld oder hätte ja auf sich aufpassen, und vor allem besser anpassen können. Hat man
den Falschen bei einer aggressiven Handlung erwischt, dann ist auch das ganz einfach:
Eine Tracht Prügel hat noch nie jemandem geschadet.
Natürlich sind die meisten Menschen, auch mehr oder weniger
streng Religiöse in der Regel gleichgültig, lassen sich aber leicht mitreißen,
wenn eine Meute (durch Bandenbildung) einmal in Bewegung ist. Die so genannte Aggressionshemmung, die die Psychologen auch
herausgefunden haben (Mitleid, Scham, Angst vor Strafen und Unannehmlichkeiten),
werden leider durch ein aufputschendes Umfeld weitgehend unterdrückt.
Ein besonders krasses Beispiel demonstriert der so genannte 11.
September (2001), wonach es ganz gleich ist, wer die Türme in New York zu Fall
gebracht hat, islamische Terroristen - diese offizielle Behauptung ist sehr
unwahrscheinlich - oder fanatische Kreise in den USA selbst,
wie >hier< zu lesen ist.
Erstaunlich ist nach wie vor, dass durch den Verlust der Zentrale keinerlei
Auswirkungen auf die Weltwirtschaft bekannt geworden sind, also in etwa so, als
wären diese Türme des Welthandelszentrums (WTC) immer schon völlig überflüssig
gewesen. (??)
Kurz nach diesem grauenvollen Ereignis nahm der derzeitiger
Präsident der USA, George W. Bush, wie folgt Stellung, offensichtlich schon, ohne jegliche
Untersuchungsergebnisse kennen zu können: "Wir müssen
die Wahrheit über den Terror aussprechen. Lasst uns niemals frevelhafte
Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit den Anschlägen des 11. September
tolerieren, boshafte Lügen, die bezwecken, die Schuld von den Terroristen
abzulenken." Diese seine Meinung wird (leicht variiert) bis heute gebetsmühlenhaft abgespult.
Was von diesem US-Präsidenten zu halten ist, schreibt das Wochenmagazin "Stern"
>hier<
(vom 23.10.2008, der Chefredakteur des "Stern",
Andreas Petzold, im "Editorial"):
"... Man muss es sich vielleicht so vorstellen, als hätte ein Verrückter
das wertvolle Porträtgemälde von George Washington mit einem Säureattentat fast
unwiederbringlich zerstört...")
Es gibt noch einen Aspekt im Zusammenhang mit Aggression, nämlich
Aggression als angeborenen Instinkt
nach Konrad Lorenz
(>hier<) auch
beim Menschen als
selbst- und
arterhaltender Trieb und als einen auf den Artgenossen gerichteten
Kampftrieb,
- um den Lebensraum zu verteidigen, damit man sein Auskommen hat,
- um Beute zu machen, damit man sein Leben besser absichern kann,
- um den Stärksten ausfindig zu machen (in so genannten
Rivalenkämpfen) zumindest ursprünglich über die Fortpflanzung, als Selektion des
Überlegeneren,
- um bei, in Gemeinschaft lebenden höheren Tieren die Rangordnungen
und damit die "Handlungsfähigkeit" der Gemeinschaft
zu sichern.
Auch heute noch sind Wettkämpfe (Rivalenkämpfe) sehr beliebt und sehr ernst
gemeint, was man in Form von Rücksichtslosigkeit und Krawallen (Keilerei,
Krakeelerei, Gezänk, Streiterei; Krawallmacher = hooligan im Englischen),
Abdrängen im Straßenverkehr erlebt.
Nun baut sich auch eine Wir-Gruppe eine Hierarchie auf bis: Wer wird
Papst? Wer steigt zum Ayatollah auf. Dieser Hierarchieaufbau bewirkt auch
Aggression. Der ursächliche Trieb kann also auch in der Wir-Gruppe nicht ausgelebt
werden, weil sonst die Gruppe auseinander bricht. Daher wird die Aggression auf
andere (Außenstehende) abgeleitet (als Sündenböcke oder andere Gruppen).
Was
im Rahmen der Untersuchung dieser Web-Seiten interessiert, ist, was passiert mit
der Mehrheit der Gruppemitglieder wegen der durch die religiösen Gebote und Verbote eingeengten Triebauslebung.
Nach innen, also innerhalb der sehr strengen Religionsgemeinschaft
(Islam, Hinduismus, allgemein Klostergemeinschaften) ist auch ein
Aggressionstrieb kaum auslebbar. Sportliche Wettkämpfe werden nicht gefördert,
zumindest im Islam kaum. Hahnenkämpfe, Stierkämpfe und sonstige Perversionen
werden bevorzugt in Christlichen Gesellschaften gepflegt, ebenso die Jagd. Da es
in islamischen Ländern kaum noch wilde Tiere gibt, ist die Möglichkeit, sich bei
einer Jagd abzureagieren, selten gegeben.
Wie alle Triebe durch Reize stimuliert werden können, kommt es eben
durch Stimulation eher und intensiver zu einer Triebauslebung. So kann Hasspredigen, (Aufruf zur Vernichtung von Gegnern) aggressives Verhalten auslösen bzw. verstärken.
Es muss auch jetzt noch einmal auf die Frage nach der
Wichtigkeit der Beschneidung in der Religion eingegangen werden. (Dieses
Thema wurde
unter der Überschrift "Religiosität absorbiert menschliche Schaffenskraft"
bereits angeschnitten.) Dabei wurde auf ein wahrscheinlich
traumatisches Beschneidungserlebnis (durch Kastrationsangst) hingewiesen und
gesagt: "Wenn ein solches traumatisches Erlebnis ins Unbewusste verdrängt worden ist, so schlummert es dort wie ein ruhender Vulkan.
Das kann jeder Psychoanalytiker bestätigen."
Vergleicht man einmal kulturelle
Unterschiede: Im Judentum findet die Beschneidung acht Tage nach der Geburt statt,
bei den Muslimen zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr, also voll bewusst.
Es wäre zu klären, ob das Aggressionspotential bei Juden und Muslimen
unterschiedlich ist. Juden haben zum Beispiel keine Glaubenskriege geführt; nur
weil sie im Bewusstsein des alleinigen auserwählten Volkes keine missionarische
Tätigkeit aufnehmen konnten?
Sehr auffällig ist die Brutalität in
Afrika. Dort werden die Jungs nach alter afrikanischer Tradition etwa mit 12 Jahren beschnitten vor der gesamten
Dorfgemeinschaft
(>hier<
zu lesen. Dieser Auszug aus meinem Tatsachenroman "Tagebuch eines Selbstmörders" schildert
u.a. die
"traditionelle Stellung der Frau" dann die "Beschneidung").
Auffällig sind besonders aggressive
Handlungen, die vielleicht mit der Vermutung einer - oben vergleichend als
Vulkanexplosion bezeichneten Verhaltensweise im Zusammenhang stehen. Da wurden beispielsweise während der Unabhängigkeitsbestrebungen
unter Führung der Mau-Mau-Bewegung von Jomo Kenyatta den Viehherden die
Beinunterteile mit der Panga (einem scharfen Buschmesser) abgehackt, da stürzten
sich die (vorwiegend Ackerbau betreibenden) Hutus auf die (Viehzüchter) Tutsis
und massakrierten sich gegenseitig zu 100 Tausenden. (Ob da eine Parallele
zwischen dem Pflanzenanbauer Kain und dem Viehhalter Abel zu sehen ist? Um die 80% der Länder Burundi und Ruanda
bewohnen vorwiegend katholische Christen, 10% sind Muslime.) Hutus und Tutsis lebten
friedlich zusammen, als Nachbarn, waren befreundet, sogar oft intim, waren
genau so wenig von einander zu unterscheiden, wie Juden in Deutschland von
anderen. Plötzlich, wie aus heiterem Himmel brach der Mordrausch aus, ergriff
alle wie eine Epidemie. Es gibt viele Erklärungsversuche zum Beispiel aus
geschichtlichen Gründen: Tutsis, ehemals Viehhalter machten sich mit Hilfe von
Kolonialherren über Hutus, den Ackerbauern her usw. Das alles reicht aber heute
nicht mehr als alleinige Erklärung des Gemetzels aus, an dem beide so genannte
Bevölkerungsgruppen in gleicher grausamen Weise - wie in einem Blutrausch -
beteiligt waren (sind). Dass beide
Bevölkerungsgruppen christlich (katholisch) gläubig waren bzw. sind, mag
vielleicht lange Zeit eine Hemmschwelle zur Verhinderung von Gewaltausbrüchen
gewesen sein, könnte möglicherweise aber auch als ein zusätzlicher Grund für
Aggression gesehen werden; denn die durch Religion bewirkte Triebunterdrückung
kann aus psychologischer Sicht aggressiv machen. Die Aggression strebt nach
einer Entladung. Das ursprüngliche christliche Wir-Gruppengefühl kann im Zusammenhang mit irgendwoher
gekommenen >Stimuli< auseinander
brechen und dann
in eine stammeszugehörige Wir-Gruppen-Identifikation münden. Dann ist nach
der Gruppentheorie >hier< die
jeweils andere Gruppe der Feind.
Ulrich Schnabel schreibt in seinem Buch
"Die Vermessung des Glaubens" (>hier<),
dass "selbst Religionskriege ihre Sprengkraft stets aus einem explosiven Gemisch
von politischen, sozialen, ethnischen und religiösen Komponenten beziehen".
In diesem Zusammenhang ist die Freud'sche
Entdeckung des Ödipus-Komplexes zu diskutieren: >Hier< zu einem
Auszug aus einem Buch von Charles Brenner, wo zum Beispiel berichtet wird über
(unterdrückte so doch vorhandene) "Wünsche nach der Vernichtung oder dem
Verschwinden aller Rivalen, die im allgemeinen Vater und Geschwister sind..."
Mehr oder weniger stehen diese Wünsche im Konflikt mit Angst vor Bestrafung und
dergleichen, vor allem aber mit den (anerzogenen?) Gefühlen der Liebe, zumindest Zuneigung und
Bewunderung, gerichtet auf gerade diese "Rivalen", insbesondere aus dem
familiären Bereich.
Nach Brenner (basierend auf den Freud'schen Gedanken) mündet der
Ödipuskomplex in Kastrationsangst. Ängste bewirken Frustration und Frustration
kann Aggression hervorrufen. Diesen Zyklus haben wir bereits wiederholt diskutiert.
>Hier<
eine Erzählung vom einem traumatischen Kindheitserlebnis, ausgelöst durch
elterliche Unterdrückung jeglicher Sexualität bis zur Kastrationsdrohung.
Weitere sexuelle Restriktionen werden
durch Verbote jeglicher vorehelicher sexueller Betätigung gesetzt bis zur
Todesstrafe, zum Beispiel bei Homosexualität oder Sodomie. In letzterem Fall muss
sogar das unschuldige Tier ebenfalls getötet werden. (>Hier< der Bibeltext.)
Zu diesem Thema
>hier< zwei authentische Interviews mit
dem Schlusssatz aus dem letzten Interview: "Das
Sexualverhalten heutzutage dient nicht nur der Erhaltung der Art, sondern es
dient der Erhaltung des Individuums."
Ein muslimischer junger Mann (Mitte 20)
beklagte einmal, dass man in den islamischen Großfamilien nie allein sein könne, selbst das Bett
müsse in der Regel geteilt werden, und zur Toilette dürften die jüngeren Leute jederzeit
einfach reinkommen. Es sei zum Verrücktwerden. Auf die Frage, ob die
Beschneidung auch dazu beitrüge, sich schwer Erleichterung schaffen zu können,
wurde mit einem Achselzucken quittiert. Das Thema wurde gewechselt. Den Männern
ist voreheliche sexuelle Betätigung erlaubt, Frauen strengstens verboten. Männer
können in Großstädten Prostituierte finden. Woher diese kommen, ist schwer
herauszufinden. Selbstbefriedigung ist schwer möglich (Erklärung obiges
Gespräch) und wird sehr streng geahndet, wenn es jemand mitbekommt und "Anklage
erhebt". Körperflüssigkeit jeglicher Art ist äußerst unrein. Samenabgang in der
Nacht erfordert alttestamentarische Reinigungszeremonien. Nach dem Beischlaf mit
der Ehefrau ist eine Ganzkörperreinigung erforderlich usw. (>Hier<
die Reinheitsgebote im Alten Testament)
Noch einmal zusammengefasst wiederholt: Jede Verhinderung
einer Triebauslebung kann zu Frustration führen. Und zwischen Frustration und
Aggression besteht ein enger Zusammenhang.
(Aber das wurde schon vorher diskutiert.)
>Hier<
zu einigen Artikeln, die sich mit Triebtätern beschäftigen (aber nicht sehr
aufschlussreich).
Aus den Nachrichten des WDR5 vom 20.12.07
(07:00): Mit Erschrecken muss man zur Kenntnis
nehmen, dass jeder vierte junge Mann,
der der islamischen Religion in Deutschland angehört, bereit ist, sein Leben für seine Religion einzusetzen.
Diese Nachricht ist
absolut nicht neu. Schon Wilhelm Heitmeyer et al. kannten diese Feststellung,
wie aus deren 1999 im Suhrkamp-Verlag erschienen Buch (Band 167) "Verlockender
Fundamentalismus" nachzulesen ist.
>Hier< ein kurzer Abriss aus
dem Buch und >hier< ein weiterer Erklärungsversuch auf
dieser Webseite unter der Überschrift "Warum Religion beibehalten wird". Dann
ist
>hier< ein Artikel aus dem Kölner Stadt-Anzeiger vom 21.12.2007 zu finden
unter der Überschrift: "Gewaltbereitschaft junger Muslime" (in Deutschland).
>Hier< ein sehr ausführlicher Auszug aus einem Buch des Psychoanalytikers
Fritz Riemann über zwangsneurotische Aggression. Seine Studien geben ein klare
Darstellung, wie es zu schizoiden, depressiven, zwanghaften und hysterischen
Persönlichkeitsstrukturen kommt. Diese Untersuchungen sind fester Bestandteil
der Psychologie geworden. (Eigentlich sollte der Leser dieser Web-Seiten das
ganze Buch - von Riemann - gelesen haben.)
Das Heilige Buch, die Bibel:
das Alte Testament...
Das Alte Testament der Bibel (griechisch:
Schriftenrolle, Buch), so wie die Thora (»Lehre«, »Weisung«, »Gesetz« die fünf
Bücher Mose - Pentateuch - für das Judentum) und der islamische Koran sind von einem
nichtreligiösen Menschen nur aus Forschungsgründen lesbar. Es wimmelt dort von
Ungeheuerlichkeiten, die der Schreiber dieser Zeilen noch nie in seinem Leben mit
einer solchen Anwiderung mit einem OCR-Leseprogramm (Optical Charakter
Recognition, also mit automatischer Buchstabenerkennung) aufzeichnete, um
insbesondere selbst Schädigungsrückstände durch sein elterlich kalvinistisches Glaubens-
und Erziehungssystem aufarbeiten zu können). Folgende (keineswegs vollständige)
Aufzählung gibt Aufschluss über ein
"Ungeheuer", in obigen Schriften "Gott" genannt, dessen Existenz sich nur Menschen ausdenken konnten, die zur
damaligen Zeit keinerlei wissenschaftliche Kenntnisse und Erkenntnisse hatten über Psychologie,
Soziologie, Physik, Chemie, Biologie (insbesondere Evolutionsbiologie),
Astronomie, und, und, und.
Menschenrechte, Tierschutz, Umweltbewusstsein und, und, und, existierten überhaupt nicht,
nicht einmal ansatzweise.
Das "Grundbuch", also die 5
Bücher des Mose der großen drei Religionen
bietet überhaupt gar keinen Ansatz, verschiedene
Weltanschauungen zu tolerieren, zu einer Synthese
(Zusammenfügung, Verknüpfung von verschiedenen
Aussagen, Annahmen und Vorstellungen zu einem Ganzen, so weit wie möglich), also über Verknüpfung und Anregung zu einem
für alle Lebewesen dieser Erde zu entwerfenden Modus Vivendi
(Form eines
erträglichen Zusammenlebens) zu kommen, das heißt, eine Art
Sittenkodex mit Rücksichtnahme und Achtung eben aller Lebewesen auszuarbeiten.
Es ist absolut unfassbar. dass solche Werke immer noch ernst genommen werden und
teilweise sogar die alleinige Grundlage für eine Gesellschaft sein sollen.
Diese folgende Aufzählung listet nicht strikt
chronologisch die nachstehenden Ungeheuerlichkeiten auf, denen man (zumindest
als humanistisch orientierter Mensch) aus heutiger
Sicht nur mit aller größtem Unverständnis, ja mit Angewidertsein begegnet:
1. Der biblisch geschilderte Gott, einer
der vielen damaligen Warlords* will mit dem Sündenfall (1. Mose
3) jegliches wissenschaftliches Suchen und Forschen verhindern; denn vom "Baum
der Erkenntnis" durften Adam und Eva nicht essen. Dieses Gebot zur Unwissenheit
und Beschränktheit (Ignoranz) ist der
Herrschaft der katholischen Kirche dann ja auch jahrhunderte lang gelungen.
Jeder, der auch nur die geringste Abweichung von Diktat der Religion versuchte,
wurde alttestamentarisch gequält, auf die grausamste Weise getötet.
(Bestimmungen über das, was geschieht, wenn von den Heiligen Weisungen der
Heiligen Schrift des Koran abgewichen wird, ist
>hier<
nachzulesen.)
* herrschten zur Zeit des Ersten Weltkrieges als regionale Militärmachthaber im
Norden Chinas und bekriegten sich gegenseitig. General (und Führer der
Guomindang) Chiang Kai-shek konnte ihre Macht in den zwanziger Jahren des
vorigen Jahrhunderts stark zurückdrängen.

Der Leser kann sich ein Bild machen vom Herrschaftsbereich des Herrgotts
(Karte von
http://bibelsoftware.theologie.uni-mainz.de/)
im Vergleich zur damals unbekannten Weltkugel, die sogar noch eine Rückseite
hat,
geschweige denn zum Sonnensystem und dem Weltraum.
2. Kain als Ackermann (1. Mose 4)
opferte seinem Gott
(nur) Obst und Gemüse, was Gott ablehnte. Die
>Frustration< des Kains führte
offensichtlich zum
>aggressiven< Brudermord.
3. Die Sintflut (1. Mose 7) stellt ja nun
die Allwissenheit des von Menschen ausgedachten "Supermanns" infrage. Die Gründe,
die zu dieser Katastrophe führten, waren nach dem Ende dieser Sintflut doch
keineswegs bis heute nicht einmal abgemildert. Alles Leben sollte vernichtet
werden. Je ein Paar von allem, außer Pflanzen, kam in die Arche des Herrn
Noah. Die Sintflut ist als eines der schauerlichsten Gemälde von Michelangelo
Buonarroti in der Sixtinischen Kapelle in Rom zu sehen. Leute, die in ihrer
Todesangst Zuflucht auf
der Arche suchten, wurden mit Äxten und Spießen abgewehrt, ganz im Stile des
Herrgotts.

4. Dann war diese Horrorgeschichte zu Ende
und Michelangelo malte die beeindruckendste Opferungsszene, die Herr Noah zum
Dank für die Errettung aus den Fluten für den Herrn veranstaltete, ein
erschüttendes Gemälde wie kaum ein anderes Bild.
Guernica von Pablo Picasso drückt ja nun
wirklich das Leiden von Tier und Mensch in einem Krieg unübertrefflich aus, aber
bei Michelangelo kommt neben der manieristisch, auf jeden Fall künstlerisch
gekonnt dargestellten Angst der Opfertiere noch die menschliche Perversion
hinzu, welche – aus dem Lateinischen abgeleitet „Verdrehung“ bedeutet. Die
Stellung, dass die Söhne des Noah nackt in engstem Kontakt mit den zu opfernden
und bereits umgebrachten Tieren sind, wurde ausführlich im Zusammenhang mit der
Verfilmung des Dramas „Equus“ – lateinisch Pferd – von Peter Shaffer analysiert.
Dort reitet der Knabe Alan Strang nackt auf Pferden und empfindet höchste
sexuelle Befriedigung, was aus psychoanalytischer Sicht, in diesem Falle
entwicklungsbedingt verstandenes Abweichen von Einstellungen und
Verhaltensweisen, die als Norm angenommen werden, gilt. Es führt hier jedoch zu
weit, die psychologischen Erklärungen zu erörtern. Jedenfalls hat die Bibel
den Bildinhalt nicht zu vertreten, sondern der Michelangelo Buonarroti als Universalgenie, der - eben als
Manierist - etwas unvorstellbar so gut gemacht hat, als das es bedeutungslos und zufällig
hätte sein können.
>Hier< ein Ausschnitt des
gezeigten Bildes, der im linken Teil die
Angst der Tiere zeigt.
5. Immer wieder und überall werden
Tieropfer von Gott gefordert. Wer einmal solche Abschlachterei bei den Anhängern des Islams, den
Moslems (oder Muslimen, die, nach der arabischen Bedeutung: sich Gott unterwerfen)
nach dem Ramadan (Fastenmonat) gesehen hat, wenn da zuckende Schafsleiber zu
hunderten auf der Straße mit durchgeschnittener Kehle sich bewegen sieht, zum
Ergötzen religiöser Menschen, während man nichtreligiös zutiefst
verabscheut zusieht (bzw. zusehen muss). Es sollte jeder einmal, ob religiös oder nicht religiös bei
einem koscher (hebräisch: kascher "einwandfrei") schlachtenden muslimischen oder
jüdischen Metzger zuschauen. (Wahrscheinlich gibt es selbst bei uns noch viele,
denen dabei "das Wasser im Mund zusammenläuft"; denn der Perversion
sind keine Grenzen gesetzt.)
Jetzt zwei Beispiele von Widerwärtigkeit
und Befremdlichkeit: Man soll dem HERRN kein Tier zum Opfer bringen, dem
die Hoden zerdrückt oder zerschlagen oder zerrissen oder ausgeschnitten sind. "So
etwas sollt ihr in eurem Lande an Tieren nicht tun", meint der HERR, aber
diesmal ohne weitere Konsequenzen.
Man soll keine Tiere aus der Hand
eines Ausländers nehmen "und als Speise eures Gottes opfern; denn sie taugen
nicht und haben einen Fehler."
>Hier< zum Auszug
aus der Bibel.
Weiteres zur Fremdenfeindlichkeit im
übernächsten Kapitel "Folgen der Religion", Punkt 6 (>hier<
auf dieser Seite
direkt zum relevanten Punkt).
6. Gott duldet auf keinen Fall
"Nebenbuhler". In seiner Intoleranz wird von ihm persönlich alles
ausgerottet, was sich ihm nicht unterwirft
>hier<.
7. Gott fordert uneingeschränkte
Opferbereitschaft (da muss unter anderem "der Zehnte" bezahlt werden) und
vor allem
absoluten Gehorsam
>hier<. Er fordert nicht
nur den Abraham auf, seinem eigenen Sohn Isaak die Kehle durchzuschneiden, damit
er koscher geschlachtet dem HERRN dargeboten werden könne. Nein, er lässt sogar
seinen eigenen Sohn auf die aller grausamste Weise am Kreuz verrecken. Die
menschliche Phantasie ist grenzenlos, was jeder Psychiater und Psychotherapeut
aus seiner Praxis bestätigen kann. Die so genannten Gläubigen finden jedoch "sehr gute
Erklärungen" für alles. Der Isaak wurde in aller letzter Sekunde errettet, weil
nämlich die Gnade Gottes grenzenlos ist. So steht es in einer Dissertation aus
der katholischen Fakultät der Ruhr-Universität. Um die "Leiden" des Sohnes
Gottes gibt es tausend "wunderschöne" Geschichten, die sich an "Bekundigungen der
Gnade Gottes", einem "Gott der Liebe" übertreffen.
8. Wer gottgefällig ist, wird reichlich
belohnt - am Beispiel des Moses - (5. Mose 28, ab Vers 10): "Und alle Völker der
Erde werden sehen, dass über dir der Name des Herrn genannt ist, und werden sich
vor dir fürchten." Vers 11: "Und der Herr wird machen, dass du
Überfluss an Gutem
haben wirst, an Frucht deines Leibes, an Jungtieren deines Viehs...", während der "Abweichler"
mit
nicht zu übertreffenden Flüchen und
Verwünschungen überschüttet werden wird (>hier<), so wie es Gott ja schon beim Auszug der
"Jifsraels" (Israeliten) aus Ägypten beispielgebend vorgemacht hat, nach 2.Mose 7,14 bis
12,30, an Hand der zehn von Gott über Ägypten verhängten Katastrophen, harmlos
"Plagen genannt", und der anschließenden eigenhändigen Ermordung aller Erstgeburtlebewesen, ob
Mensch oder Tier. Dem Pharao wurde unterstellt, dass er die Israeliten nicht aus dem Land lassen
wollte, was dieser ja gar nicht konnte; denn
Gott sagt (2. Mose 4, 21): "...ich will das Herz des Pharao verhärten,
dass
er das Volk nicht ziehen lassen wird."
9. Die
>hier< nachzulesenden Flüche und
Verwünschungen sind nicht zu ertragen, die ihren Höhepunkt darin finden: 5. Mose
28, Vers
53 Du wirst die Frucht deines Leibes, das Fleisch deiner Söhne und deiner
Töchter, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, essen in der Angst und Not,
mit der dich dein Feind bedrängen wird - und Vers 57
die Nachgeburt, die
von ihr ausgegangen ist, und ihr Kind, das sie geboren hat, denn sie wird beides
vor Mangel an allem heimlich essen in der Angst und Not, mit der dich dein Feind
bedrängen wird in deinen Städten.
Giovanni Antonio Pellegrini: Jiftachs
Rückkehr, Anf. 1800

10.Die Bösartigkeit lässt sich mit
Bezug auf Opferung noch steigern, also tatsächlich bis zum
Menschenopfer. Die folgenden Texte sind der katholischen Bibel
>hier< entnommen und weichen in der Übersetzung
zwar textlich aber nicht sinngemäß von der Luther-Bibel ab.
Kurz worum es ging: Jemand namens Jiftach
wollte gegen die Ammoniter in den Kampf ziehen (egal warum). Er legte dem HERRN ein Gelübde ab und sagte: Wenn du
die Ammoniter wirklich in meine Gewalt gibst und wenn ich wohlbehalten von
den Ammonitern zurückkehre, dann soll, was immer mir aus der Tür meines
Hauses entgegenkommt, dem HERRN gehören, und ich will es ihm als Brandopfer
darbringen. Der HERR gab dem Jiftach die Ammoniter in seine Gewalt. Als Jiftach
dann als Sieger nach Hause kam, rannte ihm seine einzige Tochter entgegen.
Jiftach verflucht und beschimpft sie, weil sie schuld war, dass er sie opfern
müsse. (Nach der Bibel ist gerne das Opfer Schuld). Es kam also zum Brandopfer
eines Menschen. (Man lese selber in der Bibel aufmerksam die ganze Geschichte nach
bei Richter 11, insbesondere 29–39!!
Kommentar in der bereits oben erwähnten Dissertation aus der katholischen
Fakultät der Ruhr-Universität: "Man kann den HERRN nicht verantwortlich machen; denn er hat
das Opfer nicht verlangt".
Nach bundesdeutschem Strafrecht hätte er es aber
verhindern müssen (zumindest nach § 323c Strafgesetz: "Unterlassene
Hilfeleistung").
11.Im Zusammenhang mit "Opfer ist schuld": 3. Mose 20, Vers 15: "Wenn jemand bei einem Tier liegt, der
soll des Todes sterben, und auch das Tier soll man töten." Dann weiter
mit Vers 16: "Wenn eine Frau sich irgend einem Tier naht,
um mit ihm Umgang zu haben, so sollst du sie töten und das Tier auch. Des Todes
sollen sie sterben, ihre Blutschuld komme über sie."
Das ist nun Gang und Gäbe in der Bibel,
was man am Beispiel des betrunkenen Noah erlebt hat: Einer der drei
Söhne, namens Ham, hat den Papa Noah entblößt in volltrunkenem Zustand entdeckt
und wollte ihn mit seinen Brüdern bedecken. Der Ham hatte bereits schon einen
Sohn, namens Kanaan. Nachdem nun Noah wieder zu sich gekommen war und von dieser
ganz furchtbaren Nacktheitsgeschichte erfuhr und vor allem, weil dieser Sohn Ham
das seinen Brüdern verraten hatte, geriet der Alte in Wut. Er verfluchte
anstatt den Sohn Ham jedoch seinen nichts
ahnenden Enkel Kanaan und steckte ihn in Knechtschaft.
>Hier< die
Bibel-Beschreibung.
Die Bibel besteht zwar nicht nur aus den
Büchern des Moses. Man nehme zum Beispiel ein beinahe nur bei Theologen am Rande
bekanntes "Buch", das Buch des Jesus Sirach, als später
hinzugefügte "Apokryphen" (griechisch: Verborgene Schriften), angeblich zwischen 180 und 170 vor der
Zeitrechnung verfasste Aufzeichnungen des Alten Testaments. Bekannt sind jedoch solche Sprüche,
wie Sirach Kapitel 30, unter der Überschrift "Empfehlung strenger Erziehung"
(auch anderswo zu finden):
"Wer seinen Sohn lieb hat, der hält für ihn die Rute bereit, damit er später
Freude an ihm erlebt."
Zum Glück ist Schlagen von Kindern heutzutage verboten,
außer zum Beispiel in England. Diese für viele "aufgeklärte" Länder gültige Änderung in der Einstellung der Erziehung ist natürlich
keineswegs
auf Grund des Einsatzes von Religionsführern zustande gekommen; denn die
Religion fordert - wie vorher beschrieben - den Gebrauch der Rute bei der
Erziehung.
Es geht weiter mit anderen "ethischen"
(gemeint sind moralische >hier<)
"Handlungsanweisungen und
Weisheiten" (kommt von wissen?) wie in Kapitel 31 (des Buches Jesus Sirach) mit der Überschrift "Gefahren des
Reichtums". Da steht:
1 Wachen um des Reichtums willen verzehrt
den Leib, und sich darum sorgen, lässt nicht schlafen.
2 Wenn einer wach liegt und sich sorgt, so kann er nicht einschlafen, und
schwere Krankheit verscheucht den Schlaf. -
3 Der Reiche arbeitet und kommt dabei zu Geld, und wenn er ausruht, kann er's
auch genießen.
4 Der Arme arbeitet und lebt doch kärglich, und wenn er ausruht, wird er zum
Bettler. -
5 Wer Geld lieb hat, der bleibt nicht ohne Sünde; und wer Gewinn sucht, der wird
damit zugrunde gehen.
6 Viele kommen zu Fall um Geldes willen, und ihr Verderben steht ihnen vor
Augen;
7 die danach trachten, stürzen darüber, und die Unverständigen verfangen sich
darin. -
8 Wohl dem Reichen, der untadelig geblieben ist und nicht das Geld sucht!
9 Wo ist der? so wollen wir ihn loben; denn er tut große Dinge unter seinem
Volk.
10 Wer bewährt sich darin bis ans Ende? Der soll gelobt werden. Wer konnte das
Gesetz übertreten und tat's doch nicht, konnte Böses tun und tat's auch nicht?
11 Seine Güter werden bleiben, und die Gemeinde wird seine Almosen preisen.
Wenn ein Wissenschaftler solch einen
nichts sagenden Blödsinn von sich geben würde, hätte er kaum eine Chance, noch
einmal etwas zu veröffentlichen. Aber die Bibel ist (mit den anderen "Heiligen
Büchern") ein "Best-Seller", also mit den höchsten Verkaufs- bzw.
Verbreitungszahlen!
Für Nichtgläubige sollte es beruhend sein, dass die immer noch
in's Feld geführte grundsätzliche "Ungewissheit", nämlich eine
Existenzwahrscheinlichkeit eines "höheren Wesens" (Gottes) wissenschaftlich
durch Ausschlussverfahren auszuräumen ist (>hier<).
Der Gottesbeweis verläuft also negativ!
Möglicherweise ist der Glaube an Gott und die vielen, vielen anderen
Fantasiegestalten in den Religionen ein Ersatz oder ein Restbestand für das
gesamte Leben ein Restbestand oder eine Improvisation der Erinnerung an die
"normale" einbildungskräftige früh-kindliche Welt (>hier<).
Betrachten wir jetzt
...das Neue Testament
Hinweis: Die Wochenzeitschrift "Stern, Nr. 52
vom 20.12.2007" präsentiert
als "Leitartikel" "Die Entstehung der Bibel - Von der Schriftenrolle zum
Bestseller". Der Artikel beschäftigt sich nur mit dem Neuen Testament. Den
Artikel kann man selbst nachlesen, der übrigens keinerlei Kritik enthält, die
den Inhalt betreffen könnte. Also sollte der soeben gemachte Hinweis auf
die Ausführungen des "Stern" genügen.

Ein Ausschnitt aus der Titelseite des Magazins:
Ein paar Worte müssen doch noch speziell
über den im Neuen Testament beschriebenen Christus gesagt
werden. Denn dort sind immerhin einige grundlegende Abweichungen und
versöhnlichere Sätze gegenüber dem Alten Testament zu finden:
a) "Vom Vergelten" beziehungsweise
dem Nicht-Vergelten; 2. Mose Kapitel 21 Vers 23: "Entsteht ein dauernder
Schaden, so sollst du geben Leben mit Leben, (Vers 24:) Auge um Auge, Zahn um
Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß" usw. Sklaven werden anders behandelt, Tiere
werden gesteinigt.
Nach Christus (Mathäus, Kapitel 5 ab Vers
39: "Ich (Christus) aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel,
sondern: Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere
auch dar..."
Im Buch des Lukas, Kapitel 6, steht etwas
ähnliches.
Danach folgt "Von der Feindesliebe",
die in dem berühmten "Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet
für die, die euch verfolgen." Ansätze dazu sind jedoch schon im 2. Buch des
Moses, Kapitel 23, Vers 4 und 5 zu finden: "Wenn du dem Rind oder Esel deines
Feindes begegnest, die sich verirrt haben, so sollst du sie ihm wieder zuführen.
Wenn du den Esel deines Widersachers unter seiner Last liegen siehst, so lass ihn
ja nicht im Stich, sondern hilf mit ihm zusammen dem Tiere auf."
b) Einen sehr guten und für jedermann und
jede Frau zu empfehlenden (als "goldene Regel" bezeichneten) Satz findet man in Mathäus 7, Vers 12: "Alles nun, was ihr wollt,
dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!..." etwas übertrieben
dann im Kapitel 22, Vers 39: "...Du sollst deinen nächsten lieben wie dich
selbst." Das steht allerdings auch schon wörtlich im dritten Buch Mose, 19, Vers
18. (Wer hat denn wohl abgeschrieben?)
c) Ebenfalls eine bedenkenswerte
Empfehlung in Mathäus 7, 1: "Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet."
Jeder glaubt, allein Recht zu haben . Wenn man aber als neutrale Person gerichtliche Auseinandersetzungen verfolgt, lernt man zu verstehen, wie schwer
eine objektive Rechtsprechung fällt.
d) Das bedingungslose Enthalten von
jeglicher Tätigkeit am "heiligen" Sabbat wird aufgeweicht nach Mathäus
12, 11: "Aber er sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, der sein einziges Schaf,
wenn es ihm am Sabbat in eine Grube fällt, nicht ergreift und heraushilft?"
(Natürlich geht es hierbei nicht um Mitleid mit dem Tier, sondern um Rettung seines
kärglichen Besitzes.)
e) Verständnis für Fehlhandlungen
von Mitmenschen: Lukas 23, 34: "... Vater vergib ihnen; denn sie wissen nicht,
was sie tun!..."; Apostelgeschichte 3, 17: "Nun liebe Brüder, ich weiß,
dass
ihr's aus Unwissenheit getan habt wie auch eure Oberen." und 7, 60: "... Herr,
rechne ihnen diese Sünde nicht an!..."
Bedenklich sind dann jedoch auch solche
Sprüche, die unserer heutigen Rechtsauffassung widersprechen, wie:
f) Mathäus 5, Vers 28: "...Wer eine Frau
ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem
Herzen." Eines der vielen Beispiele im Neuen Testament die so genannte "Sünde
in Gedanken" betreffend. Wieder mal ein Fall aus fast allen Religionen, die
Gläubigen dauernd mit einem schlechten Gewissen rumlaufen zu lassen, damit sie
später "den Balken im eigenen Auge nicht sehen" aber "den Splitter im Auge des
anderen" umso deutlicher.
g) In Mathäus 9, Verse 3 und 4 gelingt das
Gedankenlesen: "...Und siehe einige unter den Schriftgelehrten sprachen
zu sich selbst: Dieser lästert Gott. Als aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach
er: Warum denkt ihr so Böses in euren Herzen?" das ist ein Beispiel, um Angst,
Unsicherheit und schlechtes Gewissen zu erzeugen, weil die Obrigkeit alles hört,
sieht und ihr nichts entgeht.
h) Sehr bedenklich ist das
Sündenvergeben, das immer wieder in Aussicht gestellt wird, und insbesondere
in der katholischen Glaubensgemeinschaft exzessiv über die Beichte (die sogar
zur Pflicht erhoben worden ist) praktiziert wird und den anschließenden Abla
ss
(»indulgentia«) den Nachlass zeitlicher Strafe vor Gott für Sünden,
deren Schuld schon getilgt ist bis zur Absolution ("Lossprechung von
Sünden und Kirchenstrafen im Sakrament* der Buße". Diese Lossprechung maßt
sich ein mit Priesterweihe ausgestatteter Mensch als "Beichtvater" an). Es gibt auch
den außersakramentalen Erlass. (Mathäus 9,6: "Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn (Christus) Vollmacht hat, auf Erden die Sünden zu
vergeben...") Das Neue Testament ignoriert eine objektive Rechtsprechung. Willkür in
Form von einer Art "Begnadigung" ist keine Rechtsgrundlage..
*
(lateinisch sacramentum: »Weihe, Verpflichtung [eigentlich - zum Kriegsdienst]«).
Man kann nur auf die Gnade, die Milde, den Langmut Gottes hoffen. Unsicherheit
ist ein Prinzip vieler religiöser Systeme
Sehr bedenklich, ja sogar erschrekcnd und
ganz außerhalb jeglicher moderner Rechtsempfindung sind Gedanken zur
vollständigen Vergebung von allem, was der Mensch je tut, getan hat und tun wird, nachdem
Jesus Christus alle Schuld auf sich geladen hat durch seinen "freiwilligen Tod":
>Hier< ausführlich.
i) Bedenklich ist auch die Wiederholung des
sorglos dahinleben Sollens (Mathäus 6, Verse 25 bis 32), wie bereits
vorher schon zitiert und diskutiert.
Das Neue Testament ist voll von
Wunderheilungen, Erfolg versprechendem Beten (jedoch allein "im stillen
Kämmerlein" und "nicht viel Plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden
erhört, wenn sie viele Worte machen" Mathäus 6, Vers 7).
(>Hier< mehr zum Beten.)
Aber Gläubige beten am liebsten laut in großen Scharen,
oder einzeln an hand von Rosenkränzen oder haben
sogar Gebetsmühlen. Der Gebetsinhalt dreht sich fast ausschließlich um irdisches
Wohlergehen. Da wundert es doch immer wieder, warum die Gläubigen so
erpicht darauf sind, gesund und in Wohlstand auf Erden so lange wie möglich
weilen zu dürfen, wenn es doch dieses himmlische Paradies gibt.
Das Neue Testament mag zwar von
vielen Menschen als eine Verbesserung gegenüber dem Alten Testament gesehen
werden. Aber auch dort reichen die Gebote und Verbote, sogar teilweise noch
verschärft und vermehrt aufgeführt, aus, einen Gläubigen voll und ganz zu beschäftigen und
von einem menschenwürdigen Dasein abzuhalten.
Das Neue Testament ist vollgefüllt mit
Engeln ("Boten" nach dem griechischen: »angelos«) und Teufeln ("Verleumder" im
griechischen: »diabolos«). Das sind eigentlich für eine so genannte
Ein-Gott-Religion eigenartige Wesen: Engel, ja wo kommen sie her? was bedeuten
diese eigentlich als "Mittlerwesen zwischen Gott und Mensch", wie es
irgendwo steht? Diese Fragen betreffen auch den Teufel (Luzifer, Belzebub usw.)
der offensichtlich auch noch seine Engelschar hat nach Mathäus 25, 41: "Und dann
wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in
das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!" Aus diesem Satz
kann man ablesen, dass links die Bösen, die Verfluchten sind. Rechts sind die
Guten, die alles recht machen (recht so!).
Aber eine weitere Diskussion über
Widersprüchlichkeiten und überhaupt theologische Untersuchungen gehören nicht
zum Thema dieser Webseiten. Dann kann man wirklich über die "Teekanne von Sir B.
Russell" (>hier<)
philosophieren.
Dennoch muss auf den Zusammenhang von Aberglauben
("Aber" für "falsch" jedoch nur nach dem "vorgeschriebenen,
grundgesetzlich geschützten, religiösen, einzig wahren
[beweihräuchernden] Glauben") und den Folgen
hingewiesen werden. Ein Drittel unserer Mitautofahrer (sogar bis zur
Hälfte) vertrauen auf ein Maskottchen als Glücksbringer,
jedoch zur Erhöhung der Unfallrate durch selbsttäuschende, unaufmerksam
machende, je sogar rücksichtlosere (mutigere) Fahrweise. "Mir kann nichts
passieren..." Sehr beliebt sind Gebetsketten, Hufeisen, Schornsteinfeger
und nicht zuletzt Schutzengel (welchen fast jeder US-Amerikaner hat). Gefahren
bestehen durch Selbstüberschätzung, Unaufmerksamkeit, Gleichgültigkeit,
vermeintliche Sicherheit durch eingebildeten, sich selbst eingeredeten Schutz. (>Hier<
mehr an Einzelheiten.)
Sogar
Autos, Gebäude und vieles mehr werden mit Weihwasser von katholischen
Spezialisten gesegnet, z.B.
>hier<
durch einen Diakon (»Diener« auf griechisch), einen Kleriker - kirchlichen
Amtsträger - nach Empfang der untersten Stufe des Weihesakraments. Das spart die
technischen Überwachungen?
Kunst und Religion
Das 5. Buch des Moses bringt in Kapitel 5
ab Vers 6 die berühmten "10 Gebote". (Es sieht jedoch nach mehr aus;
denn die Bücher des Mose sind voll von Geboten und Verboten.) Dort ist
zu lesen in Vers 8: "Du sollst dir kein Bildnis machen in irgendeiner
Gestalt, weder von dem, was oben im Himmel ist, noch vom dem, was unten auf
Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist."
Diese Luther-Übersetzung für "Bildnis" ist
offensichtlich falsch gedeutet worden. Gemeint ist keineswegs, dass man kein Bild
malen oder eine Statue herstellen soll, es sei denn, ein "Abbild" wird als
anbetungswürdig (Götze, Nebengott) genommen. Das geht eindeutig aus Vers 7 und
Vers 9 hervor, wo steht: "Du sollst sie nicht anbeten noch ihnen dienen"
(gemeint sind die Abbilder)... Wer das dennoch tut, der wird natürlich ... Aber
es reicht. Zur Verstärkung des soeben behaupteten, ist 5. Mose 27 Vers 15
heranzuziehen: "Verflucht sei, wer einen Götzen oder ein gegossenes Bild
macht, einen Gräuel für den Herrn, ein Werk von den Händen eines Werkmeister,
und es heimlich aufstellt!..."
Das Alte Testament kannte sicher die
"Abbilder" aus Ägypten, vielleicht schon die monströse, über 4 ½ Tausend Jahre
alte, über 20 Meter hohe und über 70 Meter lange, aus einem riesigen Felsen
gehauene Sphinx von Giseh (am Nil gelegen, 2.500 Jahre vor der Zeitrechnung
entstanden). Moses (bzw. die Luther-Übersetzung)
spricht von "gegossenen" Bildern, ohne zu erklären aus welchem Material und mit
welchen Formen (ist nicht so wichtig).
Nun gibt es aber ab dem 4. Jahrhundert
nach der Zeitrechnung unzählige Ikonen-Bildnisse. Das "© 2003 Bibliographisches
Institut & F. A. Brockhaus AG" bringt eine sehr gute Erklärung für die Ikone: "transportables,
meist auf Holz gemaltes Kultbild der Ostkirchen, auf dem Christus, Maria, andere
Heilige oder biblische Szenen dargestellt sind. Nach theologischer Definition
steht der Ikone Verehrung, nicht Anbetung zu, die sich auf die
dargestellten Urbilder bezieht, als deren authentisches und gnadenhaftes Abbild
die Ikone verstanden wird. Die Ikonenmalerei gilt als liturgische Handlung und
ist deshalb einer streng vorgeschriebenen, durch Malerbücher weitergegebenen
Typisierung unterworfen, die nur eine beschränkte stilistische Entwicklung
zulässt". Diese Brockhaus-Erklärung macht deutlich, warum die
Ikonen-Abbildungen sich alle sehr ähnlich sind, das heißt, dass die künstlerische
Freiheit sehr eingeschränkt war.
Zu erklären wäre, was als "Anbetung"
anzusehen ist und was (noch) nicht - aber wieder eine der vom Thema dieser Webseiten
abweichenden theologischen Frage.
Jedenfalls hat die christliche Religion
immer schon zig tausende Bilder von Jesus am Kreuz, von der "Jungfrau" Maria
mit Kind, Maria alleine (selten) oder mit
Familie (d.h. mit Josef), von der "Anbetung der Könige" (die nach Bethlehem kamen), von Märtyrern und
überhaupt von religiösen Szenen zu malen veranlasst. Gott findet man kaum
abgebildet, den Heiligen Geist noch weniger, auch den Teufel vergleichsweise
recht selten.
Michelangelo: Gott (mit eigenartigem
Fuß)
hat gerade die Eva geschaffen

Der gekreuzigte Jesus, aus allen
Materialien von Stein über Holz bis zu Edelmetallen wird angebetet, geküsst. Es
gibt (gläubige, mir bekannte) Leute, die einen riesigen Jesus am Kreuz mit ins Bett nehmen. In wieweit
das als Götzendienst (Fetischkult) oder vielleicht sexuelle "Entgleisung" zu
werten ist, vom Standpunkt eines Nicht-Gläubigen völlig irrelevant, aber aus der
Sicht der Religionswächter sicherlich nicht, sei dahin gestellt.
Gläubige fast aller Religionen haben sich
von religiösen Vorstellungen beflügeln lassen. Lediglich das Judentum und der
Islam lassen keinerlei künstlerische Betätigung zu bzw. behindern durch die
strengen religiösen Riten jegliche kreative Betätigung (sogar nachts ist zu beten: Sure
73, Vers 3 und 4: "Steh in der Nacht auf, mit Ausnahme eines kleinen Teil
derselben. (4) Die Hälfte der Nacht verwende dazu, doch kannst du ein wenig
abkürzen (5) oder noch etwas hinzufügen, und bete den Koran mit singender und
lauter Stimme.") Man stelle sich vor, ein Michelangelo Buonarroti, ein
"besessener" Künstler, hätte andauernd beten und weiß der Teufel was alles
machen müssen. Er behielt manchmal wochenlang seine Stiefel an, bis er sich
selbst nicht mehr vor Gestank ertragen konnte und von Entzündungen geplagt wurde.
Offensichtlich müssen jedoch die
religiösen Interpreten bei den Juden und Moslems den obigen Bibelvers (du
soll dir kein Bildnis machen) als "Aus" für die gesamte (bildnerische) Kunst gedeutet haben;
denn Kunst kommt von "können" und ist nach Brockhaus "im weitesten Sinn jede auf
Wissen und Übung gegründete Tätigkeit". Da Wissen und nichtreligiöses Üben von
Übel für die fundamentalistischen Religionswächter ist, sind Kunstwerke aus dem
Einzugsbereich obiger Religionsgruppen schwer nachweisbar.
>Hier<
ein wenig mehr zur islamischen Kunst, vor
allem >hier<
sehenswerte Beispiele von Moscheen mit Kuppeln aus verschiedenen Städten, z.B.
Casa Blanca, Stadtarchitektur in Kuala Lumpur der Hauptstadt von Malaysia.
>Hier< eine kurze Darstellung vom deutschen Auswärtigen Amt zur Situation in
Saudi Arabien (als "Hüter des Islam", übrigens ohne Schulpflicht), z.B.
"Kinos und Theater existieren nicht, ...Die
Präsentation vom Islam abweichender Kunst - insbesondere westlicher - ist
unüblich oder tabu."
Nachdem während der "Alleinherrschaft" der
Kirche fast nur religiöse Darstellungen gefunden werden, vielleicht ein paar
Abbildungen von weltlichen Herrschern, weitete die Renaissance ("Wiedergeburt"
des klassischen Altertums) das künstlerische Schaffen in allen Bereichen aus
(also auch beispielsweise überhaupt Lebewesen in ihrer Lebensart und als "Stilleben",
das heißt die Darstellung lebloser oder unbeweglicher Gegenstände, z.B.
Pflanzen, Früchte, erlegte
Tiere).
Vor allem brachte die neue perspektivische Sicht in der Malerei eine starke
Belebung vor allem der Landschaftsmalerei. Der Bereich der religiösen Themen
weitete sich auf Auftragsbilder aus mit den Abbildungen von Geldgebern.
Die Bildhauerei nahm sich die
griechisch-römischen Statuen zum Vorbild. Die ersten Reiterstandbilder
entstanden usw.
In der Architektur wurde für weltliche
Gebäude - Schlösser und Prachtbauten - genau soviel Aufwand betrieben wie für
Sakralbauten. Am bekanntesten wurden die Medici in Florenz (welche durch Handel
und Geldgeschäfte im 13. Jahrhundert zu Reichtum und Ansehen gelangten) als
richtungweisend für Aufträge an Künstler.
Nachdem die Alleinmacht der Kirche
beschnitten worden war, blühten Kunst und Wissenschaft auf.
Folgen der Religionen
Diese sind heutzutage spürbarer als je
zuvor; denn es geht immer deutlicher werdend um "Sein oder Nichtsein".
Die
ganze Erde wurde und wird der Ausbeutung durch den Menschen
freigegeben (>hier<
der Freibrief Bibel).
Es gibt zwar Untersuchungen, wonach die Übersetzungen und Übertragungen aus den
verschiedenen Schriften, die schließlich aus Übersetzungsketten von
beispielsweise ins Hebräische, in Griechisch, in Latein usw. den jetzt
vorliegenden Text verfälscht haben sollen. Keinerlei Korrekturen sind erfolgt
und die Folgen und Ergebnisse, vor
denen wir in diesem 21. Jahrhundert stehen, ergeben sich aus den derzeitig
gültigen Schriften der Bibel, der Thora,
des Koran. Daher sind diese Texte genau so relevant wie in einem Büchlein "Mein Kampf"
von Herrn Adolf Hitler, als politischem Religionsstifter. (>Hier<
zur politischen Religion"). Da hilft kein wenn und aber oder hätte und
wäre. (Die chinesische Sprache soll keine Konditionale - das ist die
Möglichkeitsformen - enthalten. Für die Chinesen ist alles klar ohne wenn
und aber.)
Den Afrikanern und Ureinwohnern des
amerikanischen Kontinentes sollen so genannte westliche religiöse Führer vorgeworfen haben, sie hätten doch aus ihren
Ländern nichts gemacht (keine Totalrodung, keine Ausbeutung von Bodenschätzen).
Daher seien sie als eine Art Untermenschen, primitiven Tieren gleichzusetzen und
zu vertreiben und zu vernichten gewesen, insbesondere dann, wenn sie sich nicht
missionieren lassen wollten. Diese Weltanschauung ist in den USA immer noch weit verbreitet
(wie bei George DabbelJu Bush,
der derzeitige Präsident [2008] der USA).
Die USA, zweifellos ein "begnadetes Land" mit allen
nur erdenkbaren Vegetationen, Landschaftsformen, mit einem großen Reichtum an
Bodenschätzen wurde dann von den Eindringlingen aus Übersee als "God's own
country" (Land von Gottes Gnaden) definiert. Allem, was nicht in die überseeische Religionsvorstellungen passte, blieb kaum eine Überlebensmöglichkeit.
Ureinwohner wurden umgesiedelt (>hier< das
Indianerumsiedlungsgesetz).
Was hat die Erde zu dem gemacht, wie
wir sie heutzutage vorfinden mit Hilfe der auf der Bibel - dem Alten Testament
basierenden "Leitkultur" der westlichen Industrienationen?
Wichtige Punkte mit (leider meist negativem)
Vorbildcharakter seien aufgelistet (teilweise wiederholend):
1. Gehorsame Gott gegenüber werden mit Reichtum
überschüttet ("ER öffnet dir sein gutes Schatzhaus, den Himmel"), das
wird als Rechtfertigung genommen von Reichen und Superreichen. Das fing aber
schon mit der Belohnung Abrahams an: 1. Buch Mose, Kapitel 13, ab
Vers 14: "... Hebe deine Augen auf und
sieh von der Stätte aus, wo du wohnst, nach Norden, nach Süden, nach Osten und
nach Westen.
Vers 15: Denn all das Land, das du siehst,
will ich dir und deinen Nachkommen geben für alle Zeit..."
Ein Herr Calvin
>hier< war der Hauptvertreter dieser
Ideologie.
2. Es ist im Alten Testament keine einzige Stelle gefunden
worden, in der Verhandlungslösungen gesucht wurden, statt Mord und Totschlag, also
statt rohester
Gewaltanwendung. Toleranz, also Duldung existierte nicht, sogar
bis heute nicht bei vielen religiösen Menschen gleich welcher Art. Man denke an
Nordirland, den Balkan.
3. Gott macht die ersten Vertreibungen
>hier<
4. Sorglosigkeit wird gefordert. Ja
nicht nachdenken, ja keine Eigenverantwortung
übernehmen
>hier<
5. Auf keinen Fall forschen, neugierig
sein, Erkenntnisse gewinnen; bekannt als
Sündenfall (1. Buch Mose, Kapitel 3).
6. Ausländer- und
Fremdenfeindlichkeit ist Bestandteil der Bibel: Ein Opfertier von einem Ausländer ist inakzeptabel,
wie bereits vorher erwähnt.
Auch jegliches Anderssein (ob Mensch oder Tier), wie Mischlinge, Kastraten usw. lehnt der biblische
Gott ab:
Da steht im 5. Buch Mose, Kapitel 23: Vers 2 "Kein
Entmannter oder Verschnittener soll in die Gemeinde des HERRN kommen." Vers 3
"Es soll auch kein Mischling in die Gemeinde des Herrn kommen; auch seine
Nachkommenschaft bis ins zehnte Glied soll nicht in die Gemeinde des Herrn
kommen." Vers 4 "Die Ammoniter und Moabiter sollen nicht in die Gemeinde des
Herrn kommen, auch nicht ihre Nachkommen bis ins zehnte Glied; sie sollen nie
hineinkommen." Diese Fremdenfeindlichkeit wird an sehr vielen Stellen
wiederholt. (Auswirkungen: siehe Rassengesetze des 3. Reiches im
nationalsozialistischen Deutschland, die Nürnberger Gesetze von 1935.)

Antike griechische Darstellung eines Hermaphroditen, d.h. Zwitters (Louvre, Paris)
Als Gemeindemitglied im Alten Testament verboten?
7. Männlichkeitswahn hat ziemlich sicher
biblischen Ursprung. "Führungskräfte" waren nach den "Büchern der Weisungen" der
Israelis (5 Bücher des Moses der Bibel) ausschließlich Männer. Die Frau
war aus dem
Mann hervorgegangen und zu seiner "Gehilfin" bestimmt, nach 1.Mose 2,18. Am "Sündenfall" war
die "Männin" (1. Mose 2, 23) in erster Linie schuldhaft beteiligt (1. Mose,
Kapitel 3). >Hier< zu einem Artikel über
Männlichkeitswahn.
8. Frauen sind Menschen zweiter Klasse.
>Hier<
über den Ehebruch der Frau. Dem Mann passiert nichts. Die Beschreibung ist sehr
interessant, weil dort eine Art Zauberei vom Priester vorgenommen wird mit
"fluchbringendem Wasser". Man lese selber. Und
>hier<
das Reinheitsgebot für die Frau in 3. Buch des Mose, Kapitel 15, Vers 18: "Und wenn eine Frau bei
einem Manne liegt, dem der Same abgeht, dann sollen sie sich mit Wasser
abwaschen und unrein sein bis zum Abend."
"Unrein" bedeutet: niemand darf einen
Unreinen berühren, nichts, mit dem ein Unreiner in Berührung gekommen ist
(Parallele in Indien: Die Unberührbaren, die Paria von Tamil paraiyar
»Trommelschläger«). Wie
oft kann also passieren, dass eine Frau durch den Mann unrein geworden ist? Aber
es geht weiter - man lese selber und versuche herauszufinden, wie lange im Monat
eine Frau unrein ist. Ein Frau ist also mindestens die Hälfte ihrer Zeit
unberührbar und streng genommen nach der alttestamentarischen Auslegung praktisch
absolut zu nichts nutze.
9. Die Folgen der Beschneidung sind
unabsehbar (mehrfach oben und anderswo erwähnt). Im Judentum sollen nach der Bibel die Buben am siebenten Tag nach
der Geburt beschnitten werden. Vielleicht ist das dann noch kein nachhaltiges
traumatisches Erlebnis. Der Islam schreibt die Beschneidung zwischen dem
sechsten und zwölften Lebensjahr vor. Bei den Afrikanern ist das etwa mit zwölf
Jahren, wie
>hier<
ausführlich beschrieben wird. Wahrscheinlich wird bei den letzten beiden Gruppen
die Beschneidung mit einer bewussten und dann auch schmerzhaft erfahrenen
Kastrationsangst verbunden. Frustration kann Angst und vor allem
Aggression erzeugen
(Text-Wiederholung). Das könnte unbeschreibliche Gräuel wie das Abschlachten von
schätzungsweise eine Million Tutsi und Hutu in den Jahren 1972, 1988 und 1994 in
Ruanda und Burundi, erklären.
(Also nochmals: In Afrika werden Jungen im Alter von etwa 12 Jahren
beschnitten, auch Christen.)
>Hier< gibt es einen Bibeltext, wonach Vorhäute gesammelt werden als
Jagdtrophäen von Feinden. Das sieht ja ziemlich nach Kastrationssymbolik aus.
10. Gebote und Verbote beschäftigen die
Gläubigen zum vorwiegenden Teil ihrer Zeit,
>hier< an einem
der vielen Reinheitsbeispiele. (Oben wurde erwähnt, dass der Koran seine
Anhänger am liebsten die halbe Nacht singend und betend verbringen lassen würde.)
11. Der von Menschen ausgedachte Gott fordert
fast auf jeder Seite in den Büchern des Moses
Opfer, fast ausschließlich
>Tieropfer<. Mit dieser Bibelauslegung wird das Abschlachten der Tiere
begründet. Tiere sind zwar als Ware nicht mehr in den deutschen Gesetzbüchern
verankert, aber Tierschutzgesetze haben keine bedeutsamen Verbesserung im
menschlichen Umgang mit Tieren gebracht. Man denke an die extreme Tierquälerei
durch die wahnsinnigen Tiertransporte und die zu 99% unsinnigen Tierversuche (>hier<
und von dort zum "Tierschutz" und weiter zum "Schächten").
12. Geht man davon aus, dass etwa jeder
fünfte Erdenbewohner dem islamischen Glauben ausgesetzt ist, so kann man das Ausmaß
an Lähmung durch einen strikten Glauben daran messen, dass sich nicht einmal zwei
von hundert wissenschaftlich tätige Menschen zu dieser Religion bekennen
(irgendwo einmal als kurze Zeitungsnotiz gesehen). Leider sind keine
Zahlenübersichten gefunden worden, die den Zusammenhang von
wissenschaftlich/künstlerischer Betätigung und (Intensität von) Gläubigkeit
(nach Ideologien sortiert) zeigen.
Diese dauernde Opferforderung haben sich
bis heute die Mächtigen der Erde zu eigen gemacht, um ihre Untergebenen
zu beschäftigen (damit sie nicht auf dumme Gedanken kommen) und um sie ohne
Widerstand ausbeuten zu können. Die Forderungen der Religions- bzw. Ideologieführer, die Gebote und Verbote der
Bibel oder "Programmschriften" einzuhalten, anders Gläubige, insbesondere mit
einer anderen "Rassenzugehörigkeit" völlig zu verachten, sind wahrscheinlich die Ursache dafür, dass die Kriege der
Vergangenheit und auch noch heute mit unvorstellbarer Grausamkeit geführt wurden
und werden. Immer wieder wird in der Bibel und in anderen "Heiligen Schriften" gefordert, alle und alles
auszurotten (>hier<
im Koran der Heiligen Schrift des Islam).
Nach den heutigen Gesetzen, zumindest in der Europäischen Union,
ist es unmöglich, ein völlig unschuldiges Lebewesen, ja sogar ein Opfer zu
bestrafen. Im Islam scheint das beispielsweise aber immer noch möglich zu sein, zum Beispiel
>hier<
(Beispiel Peitschenhiebe).
Das obige Beispiel gilt genauso für die
kapitalistisch-maoistische Ideologie der chinesischen Führung. Dort werden
Kritiker nach wie vor eingesperrt und massenweise umgebracht (8 bis 10 Tausend
Hinrichtungen im Jahr).
Wie eingangs erwähnt, geht es inzwischen
um "Sein oder Nichtsein" der Bewohnbarkeit der Erde (>hier<). Doch religiöse Leute haben
das immer noch nicht begriffen und werden es auch nicht begreifen (können). Ein
Umdenken und Änderung der Handlungsweisen ist zwar notwendig aber nicht
durchsetzbar.
Am Beispiel des Islam sei auf ein
Gespräch der Wochenzeitung DIE ZEIT
(18.03.2004 Nr.13) "mit dem amerikanischen Islamwissenschaftler Bernard Lewis
über die religiöse Verwirrung in der arabischen Kultur" hingewiesen, das die
religiösen Auswirkungen sehr gut belegt. Jetzt nur ganz kurz:
Zeit: Wirtschaftlich, politisch, aber auch
kulturell fällt die arabische Welt immer weiter hinter den Westen zurück. Pro
Jahr werden in sämtlichen arabischen Ländern nur 300 Bücher übersetzt. Und das Bruttosozialprodukt aller arabischen Staaten ist kleiner als
dasjenige Spaniens…
Lewis: Das Wichtige ist diese
ungeheure Frustration von innen. Vor kurzem sagte ein iranischer
Exilschriftsteller, der Nahe Osten sei das schwarze Loch zwischen dem
fortgeschrittenen Westen und dem fortschreitenden Osten. Den Muslimen wird jeden
Tag deutlicher, wie arm und elend ihre Situation ist. Es gibt inzwischen mehr
als 250 Universitäten in den arabischen Ländern, die jedes Jahr viele
ausgebildete Ingenieure entlassen. Aber wenn man einen Flughafen bauen will,
dann holte man früher Amerikaner – jetzt holt man Koreaner. Die Koreaner lagen
vor 50 Jahren noch ein Jahrtausend hinter dem Nahen Osten zurück..."
>Hier< der ganze Artikel mit vielen Literaturhinweisen.
Bruce Hoffman listet in seinem Buch
"Terrorismus - der unerklärte Krieg" (>hier<)
eine erschreckende Vielzahl von terroristischen Anschlägen auf bis zu einem
"jüdischen Terrorismus", der die Errichtung eines Gottesstaates nach der
Vertreibung aller Araber aus der Region Israëls anstrebt. Ulrich Schnabel
schreibt in seinem oben bereits erwähnten Buch "Die Vermessung des Glaubens"
(wörtlich): "Im Hass auf den gottlosen Westen, den einige Muslime hegen, drücken
sich auch kaum vereinbare kulturelle Gegensätze aus, eine unaufgelöste Spannung
zwischen Tradition und Moderne und das nagende Gefühl einer wirtschaftlichen
Unterlegenheit..." und an anderen Stelle: "Es ist unbedarft, den heiligen Krieg
islamischer Dschihadisten ausschließlich auf religiöse Motive oder bestimmte
Koransuren zurückzuführen."
Richard Dawkins sagt in seinem Buch "Gotteswahn", dass viele Missstände in der Welt
religiösen, ja theologischen Ursprungs sind:
"Stellen wir uns doch [...] eine Welt vor, in der es
keine Religion gibt – keine Selbstmordattentäter" und sonstige Attentate
(Algerien, Ägypten, Iran, Irak, Afghanistan, Indien, Spanien, Pakistan
usw.), "keinen 11. September,
keine Anschläge auf die Londoner U-Bahn, keine Kreuzzüge, keine
Hexenverfolgung, keinen
>Gunpowder Plot<,
keine Aufteilung Indiens, keinen Krieg zwischen Israelis und Palästinensern,
kein Blutbad unter Serben/Kroaten/Muslimen, keine Verfolgung der Juden als
‚Christusmörder‘, keine ‚Probleme‘ in Nordirland [...]";
Hinzuzufügen: keine Morddrohungen gegen Rushdie, gegen die dänischen
Karikaturisten, keine Hexen- und Ketzerverbrennungen, keine
Judenpogrome (Kreuzzüge), keine Hexenverbrennungen nach Folter, keinen dreißigjährigen Krieg,
kein Verreckenlassen von Wiedertäufern (>hier<
in Käfigen, den Vögeln zum Fraß ausgesetzt) und vieles, vieles mehr.
Es sollte erwähnt werden, dass der in
einigen Bereichen der südafrikanischen Länder übergeordnete Ubuntu-Einfluss
(richtiger "uBuntu")
in den westlichen christlichen Leitkulturen unbeachtet geblieben ist und in
islamisch geführten Staaten sogar als völlig undenkbar angenommen werden muss.
Ubuntu ist eine Philosophie der Menschlichkeit, Nächstenliebe und für
Gemeinsinn. Diese Verhaltensrichtung ist den religiösen Überstülpungen zum Trotz
bei den Afrikanern weitgehend verinnerlicht geblieben und hat in Südafrika die
Wahrheits-
und Versöhnungskommission ermöglicht, die einer christlich westlichen
ausschließlich rächenden Strafverfolgung weit überlegen ist.
»Ubuntu
ist afrikanische Lebenskraft und Vitalität, aber auch der Sensor für das
Verständnis für andere Menschen, Kulturen und Religionen. Das "Cogito, ergo sum"
der europäischen Aufklärung wird durch die zentrale Aussage der
uBuntu-Philosophie ersetzt: "Ich bin, weil ihr seid, und ihr seid, weil ich
bin,"« schreibt Erika von Wietersheim. Es ist unzweifelhaft, dass die Wahrheits-
und Versöhnungspolitik in Südafrika sehr erfolgreich ist. Ziel ist, sowohl dem
Täter, ein Gefangener seiner Tat, als auch dem Opfer die Möglichkeit zu bieten,
ihre Menschlichkeit und Menschenwürde wieder zu erlangen durch Geständnis,
Schuldeinsicht und Unrechtbewusstsein auf der einen und Vergebung auf der
anderen Seite. Für beide, Täter und Opfer ist vor allem das Verschweigen
unerträglich. Das bringt das Buch "Das falsche Leben ... Das Schweigen der (Täter)Väter"
von Ute Scheub (>hier<)
sehr deutlich. Die so genannte westlich christliche Sichtweise mit Verschweigen,
Verleugnen, Strafe, Rache wird sehr
gut von der südafrikanischen
Schriftstellerin, Antje Krog, analysiert wie folgt: »Wie
ist es zu erklären, dass der Versöhnungsprozess in Südafrika so viel Beifall und
Unterstützung gerade bei Leuten findet, die selbst nicht im Traum an Versöhnung
denken? Doch wohl nicht, weil sie es zu schwierig finden. Und bestimmt sind sie
auch nicht ernsthaft der Meinung, die Schwarzen Südafrikas seien ihnen überlegen
und wüssten, wie sie ihre Leute von der Gewaltspirale abhalten können,
während die Westler selbst sich nicht einmal einen Versuch in diese Richtung
zutrauen. Wie anders lässt sich das erklären als durch einen Hauch von
Rassismus? Schwarze sollten vergeben, Weiße müssen Rache nehmen, Versöhnung ist
etwas für "minderwertige" Völker, Rache dagegen für die "richtigen" Nationen.«
(>Hier<
zu den relevanten Artikeln, also auch von Frau Krog.)
Wegen der Wichtigkeit des
Täter-Opferkomplexes einige Betrachtungen: Ein Täter hat immer ein Motiv, also
einen Antrieb oder Beweggrund, wenn
keine völlige Unzurechnungsfähigkeit vorliegt. Selbst nach den strengsten
Strafgesetzen wird in der Regel das Motiv beim Strafmaß berücksichtigt; es sei
denn, es handelt sich um Rache- oder Lynchjustiz (Töten, Misshandeln eines
vermeintlichen oder tatsächlichen Täters ohne Anhörung, meist durch eine
aufgebrachte, aufgehetzte Menge), die es immer noch in einigen Ländern gibt. Man denke an die Grausamkeiten, für die es
militärische Auszeichnungen (sogar Beförderungen) gibt, an Morde zur
Wiederherstellung der Familien-Ehre, an Opfermorde, wobei das "Opfer" sein Leben
verliert. Wie soll ein hochgeehrter und mit vielen Orden geschmückter Täter dann
zu einer Schuldeinsicht gebracht werden? Ein Manfred Freiherr von Richthofen,
"der rote Baron" (wegen der roten Farbe seines gefürchteten
Dreidecker-Jagdflugzeugs) erzielte im Ersten Weltkrieg 80 Abschüsse. Er gilt
auch heute noch in der Bundeswehr als bewunderter "Jäger". Ist der
Freiherr von Richthofen ein Mörder? Objektiv ja. Aber das Kriegsrecht sieht das
ganz anders. "Kriegsdienstverweigerung" wird auch heute noch bestraft.
Die südafrikanische Gesellschaft hatte mit
einer feierlichen Einführung Mandelas in sein Amt als erster von der gesamten
Bevölkerung frei gewählter Präsident im Jahre 1994 alte Gesetze und
Ordnungen durch modernere und angepasstere ersetzt. Genau das geschah in
Deutschland nach dem 2. Weltkrieg. Es gab einen
baden-württembergischen Ministerpräsidenten mit Nazivergangenheit nach 1945, der
noch nach der deutschen Kapitulation einen jungen Soldaten wegen Fahnenflucht
zum Tode verurteilt hatte (haben soll, sagt man heute; denn Protokolle udgl.
sind verschwunden). Er soll dann in seinem neuen Amt seine
"Nazi-Amtshandlung" mit den Worten quittiert haben: "Was damals Recht war, kann heute nicht
Unrecht sein!" Doch genau
so war es: Es war bitterstes Unrecht. Nur hätte das jemand einem Politiker
wie diesem Ministerpräsidenten vielleicht erklären müssen. Immerhin hat dieser
Ministerpräsident in seinem Amt nicht mehr oder weniger kritikwürdige Arbeit
geleistet als jeder andere.
Ein Hitler oder Goebbels, ein Stalin, ein Religionsführer vom Profil eines
iranischen Ayatollah Ruhollah Khomeini haben ganz selten jemanden selbst körperlich angegriffen, geschweige denn verletzt. Natürlich sind
sie ganz abscheuliche Täter. Sind sie belehrbar und diskussionsfähig? Es ist
anzunehmen, dass diese Frage ganz streng verneint werden muss. Das geht am Beispiel des
Herrn Hitlers ganz eindeutig aus den Untersuchungen von Sebastian Haffner in
seinem Buch "Anmerkungen zu Hitler" (>hier<)
hervor. Was macht man mit solchen Leuten? Hätte die südafrikanische
Wahrheits- und Versöhnungskommission etwas bewirken können? Wahrscheinlich
überhaupt nichts, und es bleibt kaum etwas anderes übrig, als solche "Täter" von
der menschlichen Gemeinschaft abzusondern. Vor allem sind Kontrollen und
Macht-Instanzen (über Ombudsmann bis zur staatsanwaltlichen Ermittlung) erforderlich, die schon bei den Ansätzen von
solchen Gedanken greifen,
welche in eine Richtung laufen wie bei obigen Volksverführern. Dabei muss ein
Unterschied gemacht werden, ob ein machtmäßig unbedeutender Mensch etwa in einer
Kneipe (privat) meint: "Die evangelische Kirche sei nur eine Glaubensgemeinschaft" oder ob
das
ein sehr einflussreichen Mann (öffentlich) erklärt, ohne sich zu korrigieren.
Die Wahrheits- und Versöhnungskommission
in Südafrika, vom ersten ("schwarzen") Präsidenten, Nelson Rolihlahla Mandela (Nelson von den Christen hinzugefügt), und Desmond Mpilo
Tutu, Erzbischof von Kapstadt und Oberhaupt der anglikanischen Kirche (heute
noch ?), eingesetzt, soll die - nun im Nachhinein - während des Apartheidregimes
(Trennung von "Schwarz und Weiß") begangenen Verbrechen (auf beiden Seiten)
behandeln. >Hier< mehr (Seite: "Wahrheit
- Strafe" mit Verzweigung zu "Ubuntu"). Ist eine solche
afrikanische Kommission nicht eine "vernünftigere" Lösung als die traditionellen
christlichen Strafprozesse, die weder dem Täter noch dem Opfer wirklich gerecht
werden können?
>Hier< eine Rede
von Erzbischof Desmond Mpilo Tutu zum "Weltethos".
Autorität,
Macht, Konformität und Gehorsam
Autorität fängt mit der elterlichen Autorität an.
Einem Kind bleibt ab frühem Alter kaum etwas anderes übrig, als in der
familiären (Klein-)Gruppe mit den Mitgliedern (Mutter, Vater, Geschwistern)
übereinstimmend, einiggehend und sich anpassend (Konformität genannt)
zusammenzuleben und sich der elterlichen Autorität zu beugen, also gehorsam zu
sein. Dieser Ablauf von Konformität und Gehorsam verläuft automatisch, wird
- wie selbstverständlich - erlernt und später auf das Umfeld übertragen, in das sich der heranwachsende
Mensch (mehr oder weniger) integrieren wird.
Es wurde vorher erwähnt, dass eine Gesellschaft (zumindest eine Partei, eine
Interessengruppe) unisono (= einstimmig) gerne auftreten will und dass die meisten
Menschen sich nach einem starken Führer sehnen (>hier<). "Führer befiel, wir folgen
dir..." war der begeisterte Slogan (>hier<)
in meinen frühkindlichen Jahren (bis zum Alter von fast 12 Jahren). Leon Mann
berichtet in seinem Buch "Sozialpsychologie" (>hier<)
ein Experiment, in wie weit Menschen befähigt sind,
auf Befehl bis zur Tötung eines Mitmenschen zu gehen. Es handelt sich um das aufschlussreiche
Milgram-Experiment aus dem Jahre 1965, in welchem ein "Lehrer" (leider
nur männliche)
Versuchspersonen dazu bringt, mit (fingierten) Stromstößen "Lernende"
zu bestrafen, wenn diese Fehler machen. Mehr zu diesem sehr wichtigen und
erschreckend aufschlussreichen Versuch
>hier<.
Über 60% der Probanden (Versuchs-, Testpersonen) waren
nach den Milgram-Experimenten in den USA (ohne Eid zum Gehorsam, sondern allein unter
offensichtlichen, den Probanden bekannten Versuchsbedingungen) bereit, Menschen
einfach nur auf Befehl von einem Versuchleiter im weißen Kittel zu
foltern und zu quälen. Wie hoch muss der Prozentsatz derjenigen sein, die
außerdem unter
Gruppendruck, z.B. in einem ideologisch fanatisierten Umfeld stehen, oder welche
sich durch Fahneneid, Diensteid, Treue- und Gehorsamseid, öffentliches Gelöbnis
gebunden sehen, auf Befehl gegen Lebewesen außerhalb der Gruppe äußerst grausam
und zerstörerisch vorzugehen, die von den Autoritäten verteufelt worden sind?
Der obige Versuch gibt einen starken Hinweis auf die psychische Bereitschaft,
jede Art von Befehlen fanatischer ideologischer Autoritäten auszuführen, sogar
unter völliger Selbstaufopferung (wie täglich berichtet wird).
Der Versuch zeigt jedoch auch, warum - in welchem
System auch immer - die Machthaber (Autoritäten:
>hier< zu
Definitionen)
"Nein-Sager" mit allen Mitteln nicht öffentlich werden lassen (möglichst sogar
physisch ausschalten) wollen; denn, wenn sich eine Person im Milgram-Experiment
weigerte, den geforderten Versuch durchzuführen, weigerten sich auch 90% der
anderen Probanden!
Ergebnis: Machthaber (>hier<
mehr über "Macht") bzw. autoritäre Systeme dulden keine Kritiker; denn diese sind
äußerst gefährlich und müssen deshalb möglichst ausgeschaltet worden.
Es sei darauf hingewiesen, dass von Berufsgruppen - wie
dem Militär, blinder Gehorsam, sogar unter eidlichem Versprechen (möglichst in
aller Öffentlichkeit, wie heute wieder bei der Bundeswehr) verlangt wird.
Ein "Fahneneid" (militärische Diensteid, Treue- und
Gehorsamseid) ist nie mehr rückgängig zu machen, erlischt
jedoch mit dem Tode dessen, der den Eid abgelegt hat. (Es gibt dann aber die
Erbsünde (>hier<), die der gesamten Menschheit bis zu ihrer Selbstausrottung
und sogar noch darüber hinaus angehaftet bleibt.) Das Ergebnis der Eidesleistung auf den Führer und die Fahne habe ich selbst noch in der unbeschreiblich fanatischen Hitlerzeit erlebt, das kaum von den grausamsten
Kriegsfilmszenen, die heute gerne angeschaut werden, wiedergegeben werden
kann.
Einzelmenschen haben zwar die Welt - im wahrsten Sinnen des
Wortes verändert, sogar die Erdoberfläche mit ihrer gesamten Natur. Aber das war nie möglich
ohne gehorsame Gefolgsleute und die Sehnsucht nach einem ("knallharten") starken
Führer.
>Hier< wird auf einer gesonderten Web-Seite an hand von einigen (wenigen)
Beispielen etwas mehr zum Thema "Autorität" und Einzelpersonen, welche
die Menschheitsgeschichte "geschrieben" haben, gesagt.
Hinzusetzung
Mein Internetbuch "www.gotteswahn.info"
hat sich nur am Rande mit "Religionspsychologie" und dem ganz neuen Begriff der
"Neurotheologie" beschäftigt. Bei letzterer soll mit Hilfe modernen Erforschung
unseres menschlichen Gehirns über bildliche Darstellungen aus
- Computertomogrammen (CT), das sind Röntgenschichtaufnahmen, die
mit einem Computer aufbereitet werden und dann aus einigen Millionen Einzeldaten
ein Fernsehbild berechnen;
- Kernspin- bzw. funktionelle Magnetresonanztomogragraphie (fMRT),
womit Hirnstrombilder erzeugt werden können, um Sinnesaktivitäten (wie z.B.
Lernprozesse) und Verhaltensänderungen zu sehen, nämlich wenn erhöhte oder
reduzierte Aktivitäten von Nervenzellen auftreten. Ausgenutzt wird dabei der
lokal gesteigerte Blutfluss in aktivierten Hirnregionen.
- Positronenemissionstomographie (PET), die wie die Computertomographie
funktioniert; jedoch werden statt Röntgenstrahlen Positronen (könnte man als
positiv geladene Elektronen bezeichnen) eingesetzt. Positronen entstehen beim
Zerfall von künstlichen Radionukliden (Radiopharmaka), die dem zu
Untersuchenden eingespritzt worden sind und sich unterschiedlich im Körpergewebe
verteilen.
Das Buch von Ulrich Schnabel
"Die Vermessung des Glaubens" (>hier<)
berichtet ausführlich über die Ergebnisse aus diesen
Untersuchungen, nach denen kein "Gottes-Gen" oder irgend etwas anderes, wie ein
religiöses Gen, entdeckt werden konnte, zumindest bisher nicht.
>Hier< eine
Webseite zur Zielsetzung und zum Stand der Hirnforschung, speziell zum
eventuellen Nachweis eines Gottesgens oder eines Gehirnbereiches, in dem das
Religiöse deponiert sein könnte...
In Deutschland gibt es meines Wissens noch keinen speziellen
Lehrstuhl für Religionspsychologie, die die (positiven) Wirkungen einer
religiösen Lebensführung untersuchen soll oder die Realität religiöser
Erfahrungen. Das erinnert an die Parapsychologie (griechisch "para" = neben),
die sich mit okkulten, außersinnlichen Erscheinungen und Wahrnehmungen befasst,
der Telepathie1), der Telekinese2) (insbesondere pubertierende Mädchen sollen
beispielsweise fernwirkend Bilder von der Wand fallen lassen können),
Psychokinese (jemanden verhexen, was sogar tödlich sein kann), dem Hellsehen,
Prophetie, dem Phänomen des "Déjà-Vu" (schon mal vorher gesehen), ferner mit
Ahnungen, Visionen, Spuk...
1) nicht nachgewiesene direkte Übertragung von
Gefühlen, Empfindungen, Antrieben, Gedanken durch Fernwirkung von einer Person
auf eine andere ohne Beteiligung von Sinnesorganen. (Telepathen brauchen kein
Telefon.)
2) nicht nachgewiesene Fernbewegung,
Fernwirkung, Bewegung (z.B. Elevation = Hochheben) und Ortsveränderung von
Gegenständen ohne Berührung durch ein "Medium" (ein Mensch mit paranormalen,
also von der Norm abweichenden Fähigkeiten)
Alle
Ideologien erheben Anspruch auf „alleinige Wahrheit“ und führen daher zur
Unterdrückung und Knebelung zumindest der Leute, welche die jeweilige
Ideologie ganz oder teilweise ablehnen. Damit ist die Gewährung einer absoluten Religionsfreiheit
(>hier< ein Artikel) und Ideologiefreiheit
in den Menschenrechtskonventionen und den Grundgesetzen der "westlichen
Demokratien" zu überdenken und dahingehend einzuschränken, z.B.
1. Wenn von einer Religion (Ideologie) eine Gefahr ausgeht durch Gebote und
Verbote, auf die sich Religions- oder Ideologieführer jedoch als unbedingt durchsetzbar berufen, die
jedoch entgegen wissenschaftlichem Erkenntnisstand und der Menschenrechtskonvention
gerichtet sind, dann ist die Religion (Ideologie) doch wohl zu verbieten
bzw. die Aufwiegler wegen Hasspredigt und Hetze zu isolieren.
(Ansonsten müssten wir solche politischen Religionen wie
"Stalinismus", "Maoismus" und das "Drittes Reich" auch wieder zulassen.
Allerdings ist ein Verbot von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ aufzuheben; denn die so
genannten Heiligen Schriften sind mindestens ebenso gefährlich.)
2. Eine Religion ist eine ausschließlich privat individuelle
Angelegenheit. Religiöse Umzüge und Feiern in der Öffentlichkeit sollten den
gleichen Bestimmung unterliegen wie sie im allgemeinen Versammlungsrecht niedergelegt sind.
Das Tragen und Zeigen von religiösen Symbolen ist also dann nur im Rahmen genehmigter
Umzüge und Feiern in der Öffentlichkeit zu gestatten. (Man muss es doch als skandalös
ansehen, wenn heutzutage noch willentlich provozierende Umzüge in Nordirland als wiederkehrende
Siegesfeiern von evangelischen Gestrigen über Katholiken vor X Jahren
stattfinden dürfen.)
Natürlich gibt es eine Menge von
Überlegungen, wie man zu einer "besseren Welt" kommen könnte, z.B. nachzulesen
>hier< als ein Ansatz von Publikationen der "Global Society" mit einer
"Vision einer besseren Zukunft", und einige der folgenden (fast wörtlich
zitierten) Gedanken aus der "Frankfurter
Schule" sollten nicht unerwähnt bleiben:
Die Religionen haben ursprüngliche Ansätze sozialistischer Gedanken zu
deren völligen Ablehnung umgewandelt. Sie haben zumindest durch ihr Schweigen dazu beigetragen, dass
das nunmehr vorhandene System der "repräsentativen* Demokratie" geradezu herausfordert,
Machteinflüsse geltend zu machen und
auszuüben durch Korruption und geldwerte Vorteilnahme. Zur Vermeidung solcher
Auswüchse muss jeder "Spitzen-Repräsentant" anteilig selbst haften:
* Das Volk wählt Repräsentanten (Abgeordnete) für
das Parlament und hat damit an der Staatsgewalt teil.
1. für
großzügige, nicht erfüllbare Wahlversprechen,
2. verschuldete Steuerverschwendung, etc.
und nicht
auch noch durch "Abfindungen" und Frührenten honoriert werden. Scheidende bzw. nicht wiedergewählte
Politiker haben sich besondere Renten und Abfindungen gesichert für den Fall, dass die Wählerschaft (der Souverän)
ihnen nach ein paar Jährchen nicht nochmals die "Stimme" auf dem
Wahlschein ankreuzt. "Sollen sie denn nur allein wieder von den Einkünften ihrer
vorherigen Tätigkeiten als Anwälte oder Lehrer leben?" wird argumentiert.
Durch diese, vorher wiedergegebenen Gedanken
kommt man zu dem Schluss: Aus der Realisierung der "Frankfurter Forderungen" gäbe
es Hoffnung, dass
grundlegende (auch gesellschaftliche) Änderungen möglich wären. Aber wer ist
schon daran interessiert? Die Waffen-Lobby etwa? In einer Welt, in der das Vermögen der 200 Reichsten
ausreicht, den Lebensunterhalt der fast 3 Milliarden Ärmsten für
mindestens ein Jahr zu bestreiten, muss sich doch wohl unbedingt etwas ändern.
Am Infamsten ist, sich auch noch verhöhnen lassen zu müssen: "Ihr seid
ja nur neidisch!"
Der Historiker K. Deschner urteilt: "Demokratie ist die Kunst,
dem Volk im Namen des Volkes feierlich das Fell über die Ohren zu ziehen".
Karl Marx scheint doch nicht so ganz tot zu sein, wenn man einmal beim Brockhaus
über Marx nachliest, was dieser geschrieben hat: "...
Durch den unkontrollierten privaten Akkumulationsprozess und die im
Marktsystem ungenügend koordinierte gesellschaftliche Arbeitsteilung
entstehen in
verstärktem Maße ökonomischen Krisen (Konjunkturzyklen, ausgelöst
durch »Überakkumulation« oder »Unterkonsumtion«, Verdrängung kleiner und
mittlerer Unternehmen durch Großunternehmen, Sinken der aus dem Mehrwert
entstandenen Profitrate), die mit einer Verelendung des Proletariats durch
Sinken des Lohns auf das Existenzminimum (Verelendungstheorie)
einhergehen..."
Da muss man doch wohl sagen: genau das ist geschehen und
weiterhin im Prozess des Geschehens. Was
nun aber der
Marx als Lösung vorschlägt, war gut gemeint (das Gegenteil von gut), scheiterte aber auch an der
"sozialistisch-kommunistischen Religion" (aus der Kategorie:
Politische Religionen). Dieser "Religionsersatz" - heute noch ansatzweise in China
halb im Programm - legte Menschen genau so in Fesseln wie alle anderen
Ideologien auch.
>Hier<
der Aufsatz von 2005 von Dr. Helmut Böttiger "Die Revolte der Moderne gegen die abendländische
Kultur", die den historisch bedingten Bezug zur Entstehung von Religion aus
der Sicht der "Frankfurter Schule" zeigt.
>Hier< etwas über
harmlose Mitläufer, die eine Bevölkerungsmehrheit ausmachen, sowie "Wendehälse",
welche keineswegs als harmlos zu sehende Opportunisten sind.
>Hier<
zum Artikel "Gott ist gefährlich" von Ulrich Beck.
Umfassende Untersuchungen über die Wichtigkeit zur
Deutung menschlichen Handelns durch "urzeitliche Reflexe,
Herdentrieb und Hormone" sind derzeit im Gange, wie zum Beispiel
>hier< in einem Artikel
über die Börse oder in einem
Bericht des "DER SPIEGEL" Nr. 2 vom 7.1.2008 "Die Migration der Gewalt, Junge
Männer: die gefährlichste Spezies der Welt" begonnen. Man erinnere sich an einen
jungen englischen Prinzen, der als militärischer Flugzeug-Pilot in Afghanistan
den "Kick" durch Adrenalin* genossen hat und unbedingt etwas ähnliches wieder
erleben möchte, ein Prinz, der riskante Landemanöver mit seinem Hubschrauber in der Nähe
einer zu beeindruckenden Freundin auslebt - ein Mensch als hochinteressantes
Versuchsobjekt, wenn man ihn denn mal der Wissenschaft überlassen würde.
* lateinisches "ren, renis" als Wortteil bedeutet Niere; denn Adrenalin
wird im Nebennierenmark gebildet (neben Noradrenalin, Dopamin). Es wird als
Stresshormon bezeichnet, da es durch besondere Anstrengungen, insbesondere
Gefahren ausgeschüttet wird. Es ist die chemische Überträgersubstanz von
Nervenreizen im sympathischen Nervensystem. Adrenalin steigert die Schlagkraft
des Herzens, beschleunigt den Puls, lässt die (teilweise nicht mehr vorhandenen)
Haare sträuben. Viele Leute genießen das als "Kick" (energetischen Kitzel).
Der Mensch, als ein unbeschreiblich komplexes Wesen, unterliegt
nicht nur den in diesem Internetbuch in den Vordergrund gestellten
psychologischen und soziologischen Erkenntnissen, wonach unser Handel nahezu gesetzmäßig
abzulaufen scheint. Es spielen auch physikalisch und chemisch begründete Reaktionen und Abläufe von
Lebensvorgängen eine Rolle, die nicht nur in unseren Zellen, dem Gewebe und den Organen mit
Bezug auf Wachstum, Entwicklung, Verdauung, Fortpflanzung usw. wirken, sondern
offensichtlich auch unser Verhalten, ja sogar den Charakter beeinflussen. Man
denke an Drogen, angefangen mit Alkohol, der bekanntesten Droge, über Adrenalin
bis zu Rauschgiften (z.B. Haschisch, Kokain, Heroin, Opium). Was da alles abläuft
ist in dem Buch "Die Vermessung des Glaubens" von Ulrich Schnabel
>hier<
zusammengefasst (von dort aus gibt es eine Verzweigung zu einer Diskussion über
"Warum Menschen glauben"). Der Untertitel von "Vermessung des Glaubens" lautet:
"Forscher ergründen, wie der Glaube entsteht und warum er
Berge versetzt". Und dazu benutzen Neurobiologen und Neuropsychologen modernste
Untersuchungsmethoden, wie Magnet-Resonanz-Tomografie.
>Hier< finden Sie etwas über
die Gehirnforschung. Man glaubt schon, hergefunden zu haben, welche
Gehirnpartien für "religiöse Angelegenheiten" zuständig sind. Von dort geht
es zu
einer weiteren Seite: "Glaube als Naturgabe?". Es gibt inzwischen sogar
Neurotheologen, die davon überzeugt sind, dass jeder von uns irgendwo in seinem Gehirn
irgend etwas haben muss, das uns mit Gott verbindet, so eine Art "Relais-Station
nach oben" (Signalsende- und -empfangsschaltung) oder etwas ähnliches.
Dennoch muss betont werden, dass das Individuum Mensch durchaus in
der Lage ist, allem, ob Steuerung durch Gene, Meme oder psychologische,
soziologische, chemische, physische Gegebenheiten, ja sogar einer Folter zu
widerstehen. Aber erwarten und verlangen kann und darf das niemand. Die
wissenschaftlichen Erkenntnisse zu einer persönlichen Bereicherung nutzen
(Werbung, Manipulation* udgl.) ist als verbrecherisches Handeln gegen die
Menschlichkeit zu betrachten.
*
Das "Bibliographische Institut & F. A. Brockhaus"
erklärt Manipulation erstaunlicher Weise als: 1) Bildungssprache:
Geschäftskniff, Machenschaft.
In "multikulturellen" Gesellschaften
(>hier<)
in modernen Demokratien, in denen verschiedene Ideologien mehr oder weniger
immer noch missionieren dürfen (auch Parteien),
gerät allerdings
der individuelle
Einzelmensch vielleicht in Schwierigkeiten, wenn er sich zu keiner Gruppe
zugehörig fühlt (fühlen kann). Das kann jedoch ein besonders befreiendes Gefühl bringen,
wenn man gelernt hat, damit umzugehen.
>Hier< einige
Betrachtungen zu diesem Komplex.
>Hier< ein wenig zur Astrophysik und den Elementarteilchen
als Eindruck von der ungeheuren Komplexität vom Größten, nämlich
dem Weltraum, bis zum Allerkleinsten, den elementaren Teilchen
und von dort aus weiter zu einer Übersicht des
Erdzeitalters, des Lebensbeginns und zu Bildern von den
Kontinentalverschiebungen* (>hier<
direkt).
* Das sehr aufschlußreiche und wunderschön bebilderte Buch hat den Titel "Die
Chronik der Erde" (>hier<)
Und
>Hier< zur Aufheiterung einige Witze und Karikaturen.
Es sei darauf hingewiesen, dass alles vorher Gesagte nicht
dahingehend interpretiert werden soll: Alle religiös Erzogenen sind so wie
es nach den Ausführungen in diesem Interbuch den Anschein gegeben haben könnte.
[Ich muss wieder einmal auf die mathematische
Verteilungsfunktion hinweisen (>hier<)].
Die Mehrheit ist relativ gleichgültig und passt sich einfach nur aus
Bequemlichkeit an. Aber diese "schweigende Mehrheit" (ein Begriff, den ein
US-Präsident Richard Nixon einmal geprägt hat) läuft einfach mit und lehnt sich
nicht auf. Mit dieser "schweigenden Mehrheit" ist keine Veränderung
durchzusetzen.

Die Ungerechtigkeiten auf der Erde sind
sicher zu einem großen Teil auf religiöse Einflüsse und Auslegungen zurückzuführen. Aber man braucht
die Bibel tatsächlich nur ganz wörtlich zu nehmen und anzuwenden, um zu
katastrophalen Zuständen zu gelangen:
Die Welt, wie sie jetzt
ist, ist eine perfekte alt-testamentarische, biblische Welt.
Die Zahl der Kriege, insbesondere der Toten, (körperlich und seelisch)
Verletzten und der Verlust an Heimat, an "Hab und Gut" sind enorm gestiegen.
Dabei ist zu beachten, dass keinerlei religiöse Hemmungen zu spüren waren bei
der Anzettelung von Kriegen.
Bezeichnend ist jedoch, dass keine echten Demokratien
gegeneinander ins Feld gezogen sind. >Hier< ein wenig
mehr und eine Statistik ("Auswertung quantitativer Informationen").
Besonders erschreckend sind die Folgen einer wahnsinnigen kapitalistischen
Ideologie (>hier<),
die sich auf eine "christliche Leitkultur" stützt, durch rücksichtlose
Naturausbeutung, Zerstörung der Biosphäre (also Vernichtung unserer Umwelt, d.h.
der Gesamtheit der mit Lebewesen besiedelten
Schichten der Erde: Luft, Wasser und Boden).
>Hier< mehr und die
Literatur dazu.
Durch bedenkenloses Abholzen - seit Menschenexistenz - für
Brennholz, Gebäude-, später Schiffsbau, Gewinnung von Ackerflächen und
Viehweiden (Überweidung und unangepasster Ackerbau) gehen jährlich allein in der
Sahel-Zone (Sahel in arabisch »Ufer« ist der Landschaftsgürtel am Rand der
Sahara-Wüste) inzwischen um
die 100-Tausend Quadratkilometer an fruchtbarer Bodenfläche verloren. Das ist
eine Fläche über 10% größer als Irland. Die Wüsten
breiten sich immer weiter aus durch menschliche Eingriffe in das ökologische
Gefüge der Randgebiete, also durch Überweidung, besonders durch Ziegenhaltung:
Abbrennen der Vegetation, Abholzung von sogar kümmerlichen Baumbeständen,
ackerbauliche Überbeanspruchung des Bodens, dadurch Störung des Wasserhaushalts
usw. Das Vordringen von Wüsten oder wüstenähnlichen Verhältnissen wird Desertifikation genannt, d.h. Unbewohnbarmachung für Pflanzen und Tiere. Sogar
Peking (Beijing), die Hauptstadt von China, wird durchschnittlich alle 2 Wochen
von Sandstürmen heimgesucht. Die Zahl hat sich in den letzten 50 Jahren
verdoppelt. Im Jahre 2005 breitete ein einziger Sturm um die 330 Tausend Tonnen
über der Stadt aus, herangetragen aus der Mongolei über eine Entfernung von etwa
Tausend Kilometern. >Hier<
Beispiele mit Bildern für angeblichen (nur) Klimawandel in Afrika (Trockenheit
und Dürre). Aber die Beispiele zeigen vor allem die Ursachen durch
Übervölkerung. China würde wesentlich weniger Umweltverschmutzung verursachen,
wenn das Land nur die Hälfte der Bevölkerung haben würde. Selbst das ist zu
viel. Das gilt auch für Europa und ganz Amerika, wo die Kinderproduktion mit
allen Mitteln angeregt wird unter dem Motte: Kinder fördern Wirtschaftswachstum.
>Hier< ein
Kommentar zum Bevölkerungswachstum.
Dennoch: Die Weltbevölkerung wächst unaufhaltsam, und die
Regierungen geben Anreize wie in Deutschland:
- für das erste und
zweite Kind monatlich 184 Euro
- für das dritte Kind
monatlich 190 Euro
- für das vierte und
jedes weitere Kind monatlich 215 Euro
und das
- für alle Kinder bis
zum 18. Lebensjahr,
- für Kinder in
Ausbildung bis zum 25. Lebensjahr,
- für arbeitslose Kinder
bis zum 21. Lebensjahr.
Außerdem gibt es Elterngeld als eine
»Transferzahlung« (bedeutet
eigentlich eine Zahlung ohne Gegenleistung, also keine Rückzahlung wie
bei einer Subvention, d.h. eine Unterstützung) für Familien mit
Kleinkindern zur Sicherung ihrer Lebensgrundlage in erster Linie als
»Entgeltersatzleistung«
zum Ausgleich ausgefallenen Einkommens. Die Elterngeldzahlung wird
maximal 14 Monate lang gezahlt und geht über die Zeit des
Mutterschutzes, Absicherung vor und nach der Geburt eines Kindes hinaus.
Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem Einkommen der Eltern im
Jahr vor der Geburt. Ab dem Tag der Geburt stehen den Eltern ein Jahr
lang 67 Prozent des letzten Nettogehalts des zu Hause bleibenden
Partners als Elterngeld zu - maximal jedoch 1.800 Euro. Beteiligt sich
auch der zweite Elternteil an der Kinderbetreuung und setzt dafür
mindestens zwei Monate im Beruf aus, gibt es dafür zusätzliches
Elterngeld. Alleinerziehende bekommen die vollen vierzehn Monate
Elterngeld usw.
Insbesondere Familien mit Migrationshintergrund haben,
im Vergleich zu traditionell einheimischen Eheleuten, hohe
Kinder-Zahlen. Das kostet die Steuerzahler allein „für Schulausbildung,
Kindergeld und Gesundheitskosten, insgesamt 138 Milliarden Euro pro Jahr
oder im Durchschnitt 172.000 Euro pro Kind von der Geburt bis zur
Vollendung des 25. Lebensjahres. Zusätzlich tragen die Eltern allerdings
weitere 270.000 Euro pro Kind alleine, bzw. aus anderen Fördermitteln -
z.B. Hartz IV (>hier<).
Etwas ganz anderes:
>Hier<
wird am Beispiel des Liedermachers Hannes Wader in seinem sehr
beeindruckenden Lied "Der Rattenfänger von Hameln" sehr drastisch
gezeigt, welche Macht Obrigkeiten haben, aber welche Umwälzungen durch
neue Generationen spontan möglich werden können, wie sie der, aus
der Syrisch Arabischen Republik stammende Schriftsteller Rafik Sami
(bzw. Schami)
kürzlich (Anfang 2011) formulierte, nämlich dass moderne junge Leute,
insbesondere nach besserer Bildung aus ihrem Sippengefüge ausbrechen.
"Zum Überleben wie in der Wüste war das (er meint die Sippe)
früher eine nützliche Einrichtung. Man hat alles geteilt, füreinander
gesorgt, ordnete sich in der Sippe dem Scheich [arabisch »Ältester«] unter.
Das haben die Beduinen [arabisch »Wüstenbewohner«]
akzeptiert, Doch die Sippe hat die Menschen auch gelähmt, weil sie das
Individuum unterdrückt hat". Durch Internet, überall zugängliche Radio-
und Fernsehstationen Aufgeklärte, insbesondere junge Leute brechen "mit
diesem Gesetz der Sippe. Es beginnt ein neues Zeitalter, in dem sich
Einzelne auflehnen und demonstrieren, ohne einen Oberen um Erlaubnis zu
fragen. Für die moderne Gesellschaft ist die Sippe nicht (mehr) geeignet". Die
Potentaten [potentatus »Macht«, also Machthaber, Herrscher]
stützen sich auf Sippen und Clans, d.h. Stammesverbände, auch
auf ethnische- oder Religionsgemeinschaften, die sich oft gegenseitig
bekriegen. Weiter mit Sami (in etwa): "Menschen moderner Prägung haben
die ersten Funken geschlagen, nicht Angehörige traditioneller Sippen,
sondern junge Akademiker, die sich über Facebook* verständigen und
losstürmen und das Machtgefüge durcheinander bringen."
* Internetseiten zum Erstellen und Betreiben
"sozialer Netzwerke", die der Facebook Inc. (englisch
incorporated »eingetragen« mit beschränkter Haftung) mit Sitz im
kalifornischen Palo Alto gehört und im Februar 2004 erstmals zugänglich
wurde. Anfang 2011sollen es bereits 600 Millionen aktive Nutzer weltweit
geben.
Warten wir es ab!
Aber: Zitat "Kleines Theater Bad Godesberg":
»Die Geschichte der Weltreligionen ist die
Geschichte ihres Missbrauchs, angefangen lange schon vor den Kreuzzügen bis zu
den Konflikten unserer Tage. Noch immer morden Menschen einander im Namen des
Gottes« (>Hier< ein
Hinweis auf das Bühnenstück "Nathan der Weise" von Gottfried Ephraim Lessing).
Über die folgenden Verzweigungen geht es zu ergänzenden (oder
etwas anders dargestellten) Texten, aus einer etwas anderen Sicht geschrieben:
Der religiös (ideologisch) gebundene Mensch (>hier<
zu einer zusammenfassenden Ergebnisübersicht mit Ergänzungen zum oben
Dargestellten) und die
Frage: Wie wird es weitergehen? (>hier<).
Der psychische Zusammenhang des religiösen Komplexes
>hier<
Warum sich der Mensch einen Gott geschaffen hat
>hier<
Bestandsaufnahme: Bibelauslegungen mit fatalen Folgen
>hier<
Auflistung von
Teilen der Analyse-Ergebnisse, die betroffen machen und den bewegen, der im
religiösen Umfeld aufgewachsen ist
>hier<
Ergänzende "Fremd"-Beiträge:
Fundamentalismus und religiöser Fanatismus
>hier<
Hexenverfolgungen
>hier<
Missachtung von ideologiefreien Menschen (Beitrag von
Thomas Rothschild)
>hier<
I. Die nächsten Kreuzzüge,
II. Religion und Macht,
anschließend ein Vergleich "Nationalsozialismus und Amerika (USA)",
III.
"Der menschenverachtende
Kommunismus ist tot. Willkommen im menschenverachtenden Kapitalismus!"
-- alle 3 Artikel auf einer Web-Seite
>hier< und
>hier<
zur einem aufschlussreichen Artikel (von Joseph Stiglitz, US-Ökonom , Träger
des Wirtschafts-Nobelpreises 2005), der den Kapitalismus als politisch
religiös entlarvt, der vom Marktfundamentalismus geprägt wird.
>Hier< eine kurze
Betrachtung von Detlef Hartlap. Und
>hier< wird vom "Sieg
des Totalen Marktes gesprochen, der auf dem Zenit seiner Macht und seiner
Wirksamkeit alle natürlichen Ressourcen verzehrt und sich als alternativlos
darstellt. Alternativlosigkeit ist das Zeichen von Allmacht. Allmacht ist das
Kennzeichen einer Ideologie bzw. Religion."
Das beste
Büchlein von nur etwa 40 Seiten, in dem der Irrsinn des Gottes- bzw.
religiösen Wahns "kindlich" naiv dargestellt wird, als eine komprimierte und (gewollt) naive
Zusammenfassung dieser Webseite "Gesamtergebnis":
>Hier<
Empfehlung: Wenn Sie insbesondere psychologische (Fach-)Ausdrücke unter dem
Knopf
,
(fast) alle in diesem Internetbuch erwähnten
Personen-Namen,
Sachstichworte
(wie "Plagen Ägyptens", "Urknall"), die
Bilderauflistung links
darunter
aufrufen und dort die Erklärungen und Verzweigungen zu ausführlicheren Darstellungen
unter dem Aspekt lesen, was diese bedeuten:
● im Zusammenhang mit ideologischem
Wahn,
● ideologischem Fixiertsein,
● Beschäftigung durch die Ideologie,
● Beschneidung
der individuellen Entfaltungsmöglichkeit und Unduldsamkeit gegenüber anderen
Lebewesen, also nicht nur der menschlichen
usw.,
dann können Sie schließlich die
gesamten Darstellungen in meinem Web-Buch nachvollziehen.
Natürlich können Sie auch - wie üblicherweise beim Lesen eines jeden Buches -
über
vorgehen.
Auch stehen Ihnen alle - weit über 400 getrennten Seiten von der Startseite
mit "Alle Gotteswahnseiten" oder von >hier< aus zur Verfügung.
Zur ergänzenden Abwechselung direkt zu einigen Bildern:
Christus am >fraktalen< Kreuz über einer Atombombenexplosion
>hier<
Bilder von religiösen Bauwerken (als Ruinen) in Syrien aufgenommen
>hier<
Das Fliegende Spaghettimonster ist die "Gottheit" einer im Juni 2005 vom
US-amerikanischen Physiker Bobby Henderson gegründeten Spaßreligion
>hier<
"Schöne neue Welt" - perfekte Umweltzerstörung
>hier< und
>hier<
weitere aufschlussreiche 6 Bilder.
"Demutshaltung" in fraktalem Umfeld
>hier<
Es gibt nur wenige Bilder von Gott, außer den sehr bekannten von Michelangelo
Buonarroti. >Hier< einige wenige
(aber ohne solche von Michelangelo).
>Hier< einige sehr anschauliche
Zeitleisten aus dem © Bockhaus
multimedial (einer umfangreichen Computer-Installation), die belegen:
bei erhöhter religiöser Aktivität geht die Schaffenskraft der Menschen
(Erfindungen, Entdeckungen, Kunst) zurück.
>Hier< Gemälde von
Hinrichtungen.
Jetzt noch
>hier< einige witzig gemeinte oder
nur so zu sehende Bilder, ziemlich wahllos zusammengewürfelt.
Begonnen wird mit Prozessionen von Gläubigen.
Schlussfolgerungen
>hier<
>Hier< als
das wichtigste dieses Internetbuches:
die Anregungen und Möglichkeiten, zu einer Neu-Ordnung und damit zu einer
besseren Welt zu kommen, was eigentlich auf Grund der
inzwischen an vorhandenen Normen, Konventionen, Verordnungen, Gesetzen, Regeln usw.
überhaupt nicht schwierig sein dürfte, wenn die Gier und überhaupt die psychopatischen/soziopatischen
Besetzungen von "Schlüsselpositionen" überwunden werden könnten...
Bemerkung:
Es wird Ihnen vielleicht schon aufgefallen sein, dass
viele Themen in diesem Web-System (wie beispielsweise »wer und was ist Gott? Antwort: eine Projektion«,
»Religion ..." usw.) in ihren Ausführungen oft wiederholt worden sind. Das
ist wegen der Wichtigkeit beabsichtigt - so wie in den Heiligen Schriften auch
manche Gebote und Verbote unzählbar oft wiederkehren. Das nennt man die
"pädagogische" Vorgehensweise oder salopp ausgedrückt: wiederkauendes Pauken.
Unter Wissenschaftlern sind Wiederholungen nicht üblich und werden als redundant bezeichnet (=
überflüssig; überreichlich, weitschweifig).
Walter Rath, Anfang
2008