Systemverbesserung
als Ergebnis der Systemanalyse (dafür wird diese ja gemacht.
>Hier< die Vorgehensweise, das "Wie").
Diese Seite zeigt das Gewichtigste dieses Internetbuches:
Machbarkeiten und Vorgehensweisen,
um eine gerechtere Ordnung für ein
annähernd zumutbares Zusammenleben
in einer "anständigeren" Welt Schritt
für Schritt erreichen zu können.
(Fast) alle Voraussetzungen existieren bereits, wie im Folgenden gezeigt wird...
Die US-Amerikaner Paul Davies (Astrohydrologe) sowie Dirk Schulze-Makuch (Physiker, spezialisiert als Astrobiologe) erkennen als Bedrohungen für das Fortbestehen der Menschheit ganz richtig: "Globale Pandemien*, nukleare oder biologische Kriege, Erderwärmung, ein plötzlicher ökologischer Kollaps oder Supervulkane." und meinen: »Der Mars ist unsere Arche Noah.«
* Masseninfektionskrankheiten, wie die Pest oder schlimmer
Das geht doch wohl vorrangig um uns alle und nicht nur um einige "Auserwählte", und es geht auch weniger aufwendig ohne eine "Arche" (lateinisch »arca« = Kasten - und das auch noch auf dem Mars?)!
Aber! Viele Wissenschaftler haben erkannt, dass die Spezies Mensch als die "Krone der Schöpfung" - wie sich viele von uns gerne selbst sehen - eine noch größere Bedrohung für den Planeten Erde bedeutet als der vermutete Einschlag eines Asteroiden vor rund 65 Millionen Jahren mit einem Artensterben durch den Zusammenbruch der Nahrungsketten (infolge einer Blockade der Photosynthese). Man schaue sich als Beispiel das wunderschön polierte Obst aus unserem "Versorgungsangebot" an, natürlich absolut wurmfrei und auch sonst ohne Zutun von Insekten; dann ist ein großes Aussterben schon Realität geworden: Keine Insekten, keine Vögel, ... (>Hier< die Illustration von Don Davis zeigt den Einschlag des riesigen Asteroiden auf unsere Erde)
Inhalt:
Einleitung
- Geschichtliche Entwicklung der Lebensformen (die Evolution) >< und
- Prinzip des zu verbessernden Systems
><

- Ziel ><
Definitionen zur Systemanalyse
- Das System ><
- Ergebnis der Evolution (auf weißem Hintergrund zwischen "System" und "Analyse...") ><
- Analysewerkzeuge ><
Zum Ist-Zustand, worauf wir aufbauen können: Rechte, Gesetze, Verordnungen, Vorschriften, Konventionen (Übereinkünfte) und Richtlinien auf staatlicher und überstaatlicher Ebene ><
- Sozialgesetzgebung, Begriff der Armut (und betriebliche Mitbestimmung und Beteiligungen der Beschäftigten) ><
- Gesundheitswesen ><
- Warengarantie ><
- Urheberrecht ><
- Klima- und Umweltschutz (mit Tier- und Pflanzenschutz, Bundesimmissionsschutzgesetz) ><
Am Ende des Abschnitts bzw. oberhalb des nächsten: Gesetzliche Regelungen, Vorschriften und Ordnungsregelwerke (Verordnungen), Ausführungsanweisungen, Richtlinien usw. gibt es fast für jeden Schritt, den ein menschliches Wesen tut. Jeden Tag ändert sich etwas. Meistens kommt etwas dazu auf Weltebene, europäischer Ebene, Bundesebene, Länderebene, Regierungsbezirksebene, Kreisebene, kommunaler, d.h. städtischer, dörflicher Ebene und schließlich im Familienrecht (z.B. durch Ehevertrag).
- gut funktionierende Infrastruktur ><
- Futurologie: Erforschung des "Futurums", also der Zukunft
><
Schwachstellen im derzeitigen, im Prinzip durchaus brauchbaren demokratischen System:
- Regierung (Missachtung des Grundgesetzes, z.B. durch Fraktionszwang, Regierungskriminalität, Wiedervereinigungskriminalität) ><
- Kriminelle Persönlichkeiten in Schlüsselstellungen (die Psycho-/Soziopathen) ><
- Mitläufer, Opportunisten, Konformität und Gehorsam im Rahmen von sozialen Interaktionen ><
- Entartetes Wirtschaftsystem ><
Zum Sollzustand (Ausweg aus Mißständen)
Wege zu gesteckten Zielen (in Stufen) für eine "Weltverbesserung" ><
- Weltethos ><
- Erdcharta ><
- gesetzlicher Schutz vor Extremismus ><
- Initiativen, Kommissionen, Stiftungen, Organisationen, Zukunftsräte etc. ><
Grundlagen für eine erforderliche Systemverbesserung, die schon vorhanden sind und genutzt werden können (und auch sollten) ><
- Demokratie als Grundlage
- Kapitalistische Wirtschaftform (z.B. als soziale Marktwirtschaft, Bedarfs- statt Angebotswirtschaft) ><
aber ohne religiösen Charakter, z.B. durch ein Genossenschaftswesen
- Vorschläge bzw. Forderungen: ><
1. Umgangs- und Verhaltensregeln der Menschen
2. Organisatorische Abläufe
- Umfassende Vorschläge der "Global Society" ><
- Vermeidung von Umweltschäden über Belohnungsmechanismus ><
- Philosophische Hilfen durch Umdenken "Jenseits von Gut und Böse" ><
(mit z.B. Überarbeitung des Strafrechts: Wahrheitskommission und "uBuntu" ><)
- Vorschläge für eine gerechte Gesellschaft und Veränderung des Wirtschaftssystems ><
- "ehrenamtliche" und selbstständige Tätigkeiten (non-profitabler "tertiärer" Sektor)) ><
- Verhütung der leider vorherrschen, gefährlichen menschlichen Spezies, der Psycho-/Soziopathen ><
- Versammlungs-, Demonstrations- und Widerstandsrecht >< (anschließend
Hinweis auf "Enthüllungsjournalismus")
Ablaufplan ><
Stufe I: Ausleseverfahren der in besonderer Verantwortung und Leitung stehender bzw. einzusetzender Mitmenschen (durch Bewerbung statt Machtkampf)
Überarbeitung der Gesetzesformulierung bezüglich von uneingeschränkter Religionsfreiheit: Grund für viele Probleme
Stärkung der (bereits etablierten) Rechnungshöfe; gesetzlich verankerte Berücksichtigung der Prüfungsergebnisse
Beteiligung von Fachleuten "aus dem Volk", Diskussionsgrundlagen bei Volksbegehren, Demonstrationen (Mitbestimmung statt ausschließliche Bevormundung)
strenge Kontrolle des Finanz- und des öffentlichen Vergabewesen, d.h. zur Korruptionseindemmung
Verhinderung von Steuerhinterziehung
Stufe II: Allmähliche Rückführung der Global-Wirtschaft von der Angebotswirtschaft zur Bedarfswirtschaft
Berücksichtigung und Stärkung der Gedanken eines Weltethos
Weitgehende Einschränkungen der einzelstaatlichen Machtkompetenz durch Übertragungen der Regierungsgewalt mehr und mehr auf die Vereinten Nationen
Vollständige Abschaffung des Systems von gewinnorientierten, konkurrierenden, privaten Rüstungsindustrien. Unterstellung der Sicherheit ausschließlich unter die Vereinte Nationen
Weitere Ziele (in Stichworten):
Verbesserung der Rechtssicherheit
Revision des Strafrechts in Richtung der Gedanken von Versöhnung
Integration beispielsweise des Weltparlamentes der Religionen in den Weltsicherheitsrat, also in das Hauptorgan der Vereinten Nationen für die Koordinierung der religiösen, sozialen und kulturellen Tätigkeiten der einzelnen Religionsgemeinschaften im Hinblick auf Achtung der Belange aller (individuellen) Mitmenschen
Umweltschutz und Rechte unserer Mitlebewesen haben absoluten Vorrang vor "Gewinn", Ertrag und Ausbeutung
Stufe III: Terminologische* Überarbeitung von Unverständlichkeiten und Unkorrektheiten der als Fachausdrücke gemeinten Vokabeln (Vocabulum = Benennung, Bezeichnung)
* ist die Gesamtheit der Fachausdrücke eines Wissensgebietes (lateinisch »terminus« = abgegrenzter Begriff)
z.B. statt "Menschenwürde" "Daseinsberechtigung" im deutschen Grundgesetz; Ergänzung der "Menschenpflichten" (>hier<) mit »Disziplin«...
Ausdehnung der gesamten Gesetzgebung und Rechtssprechung auf eine völlig laizistische, internationale Ebene (mit religionsverfassungsrechtlichem Modell der strikten Trennung von Glaubensgemeinschaftsansprüchen und Regierung)
Entwaffnung jeglicher militärischen Einrichtung und Überführung in polizeiartige absolut ideologisch neutrale Strukturen [griechisch politeía = »Staatsverwaltung« ist nach © 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG "die gesamte Tätigkeit von Verwaltungsbehörden (z.B. Bau- und Gewerbeaufsicht) und Vollzugsorganen (uniformierte Polizei) zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie zur Beseitigung bereits eingetretener Störungen (materieller Polizeibegriff)"]
Ausarbeitung eines Weltgrundgesetzes und Anpassung sowie
Überarbeitung der Menschenrechtskonventionen; Überführung aller nationaler
Gesetze in internationales Recht
Aufruf - an die Leser gerichtet - zur Mitwirkung bei der notwendigen Systemverbesserung ><
Die Evolution kennt keine Begriffe wie gut, böse, Ethik,
Moral, Mitleid, Hilfsbereitschaft, Rechte, Pflichten - fast ausschließlich
einzig und allein von (wenigen Mit-)Menschen "erfunden", aber inzwischen
weitgehend klar definiert und teilweise in Konventionen (Übereinkünften)
anerkannt, ja in vielen Fällen sogar als Gesetze erlassen. (Beispielsweise ist
unterlassene Hilfeleistung strafbar.)
Die Evolution beruht auf Überleben, Sich Durchsetzen, Arterhaltung, Verdrängung durch Fressen und Gefressenwerden. (>Hier< - etwas tiefer: Grausamkeit in der Natur.) Die menschliche, leider die allen anderen Lebensformen überlegenste Art - man kann sagen - am Ende der Evolution (der biologischen Fortentwicklung im Geschichtsablauf) bildet geschichtlich keine große Ausnahme:
- grausamste Kriege
(>hier< Bilder aus dem 1. Weltkrieg, >hier< "Bilanz" des 2. und >hier< "Krieg und Demokratie"),- Umweltzerstörung durch Ausbeutung und Fahrlässigkeit,
- Missionierung (in Form einer religiösen/weltanschaulichen Überwucherung, ja sogar brutale Zwänge, Ausrottung von ganzen Gruppen von Mitmenschen),
- Rücksichtslosigkeit usw. ...
- Unersättlichkeit und Maßlosigkeit (Während in der Natur ein satter Löwe keine Gefahr mehr für Beutetiere bedeutet,
welche ihn sogar recht nahe an sich rankommen lassen, wird ein übersättigter Mensch -
insbesondere als Multimillionär oder sogar Multimilliardär - immer habgieriger und gefährlicher)
Alle unsere Mitlebewesen ( - ja sogar unzählige Mitmenschen - ) befinden sich in dauerhafter Furcht vor Angriffen, also in Angst vor Gefressenwerden oder nicht satt zu werden, außer einige unserer Haustiere (bis auf die zur "Nutzung ihrer Produkte oder Arbeitsleistungen" gehaltenen und geschundenen).
>Hier< mehr zur Evolution (durch "vertikale" - d.h. geschlechtliche und durch "horizontalen" Vererbung in Form von Zellteilung und Klonen.)
Allein wir Menschen können aus dieser "Naturgegebenheit" ausbrechen (auf die noch einmal >hier< eingegangen werden wird), weil einige von uns allgemein anerkannte Ethik, Hilfsbereitschaft, Rechte und Pflichten erkannt und gegen (bzw. im Widerspruch zu den Mitmenschen) durchgesetzt haben.
Nur wir Menschen können uns künstlerisch betätigen. (>Hier< etwas über Kunst und Musik.)
Gemeinsam konnten wir uns, dank derer
Denkleistungen, gegen das
allgemeine Naturgesetz von Fressen und Gefressenwerden (einigermaßen) schützen und auch
vor
Mitmenschen, die durch die Strafgesetzgebung zumindest beschränkt werden.
Diese auf dem Bild gezeigte, 1906 geborene, sogenannte einfache Frau, konnte
nach den miterlebten 2 Weltkriegen, die insbesondere europäische Länder
verwüstet haben, weitere 33 Jahre (außerhalb der evolutionären Gesetze)
weitgehend geborgen
und unbehelligt leben und ihren 85sten Geburtstag (1991) noch selber besingen
und sich mit ihrer Gitarre begleiten, dazu hin und wieder einen Schluck Wein
genießen.
Erst seit wenigen tausenden Jahren konkurriert ein immer stärker werdendes
Prinzip eines zu verbessernden Systems:
|
Statt Gut |
und Böse: |
übergeordnete Ethik (>hier<: Was ist gut/böse? |
& |
...vor allem >hier<: zu »Moral und Ethik«) |
|
|
![]() |
![]() |
||
|
Statt Rache |
und Vergeltung: |
Vergebung |
(>Hier<: »Ubuntu - Wahrheits- und |
|
|
George Walker Bush haben gleichwertige ihrer Sicht. Beide kennen
Traditionelle Denkweise...
|
und Osama bin Laden Moralvorstellung aus jedoch keine Ethik
...ist zu überdenken
zu Hinrichtungs-
Gemälden)
|
Versöhnungs |
- |
kommission«) |
NOMA ist die Abkürzung von „non-overlapping magisteria (sich nicht überschneidende
[überlappende]
Lehren)", wobei ein (akademisches) Magisterium eine jeweils andere
Lehrmeinung (an einer Hochschule) sein kann, nämlich (Natur-)Wissenschaft und
Philosophie (Religion). Diese bilden getrennte Magisteria, d.h. (Hochschul-)Fakultäten
Langwährende Erörterungen über Lehre, naturwissenschaftliche Forschung, Erfahrungswissenschaften, mit oder ohne Suche nach einem (oder keinem) Sinn des Lebens können und sollten durchaus geführt werden, jedoch auf der Basis von "Kommilitonen" (lateinisch »Mitsoldat«), Mitstudenten, Studien-, Berufskollegen mit Verständnis für einander und unter gegenseitiger Achtung (etwas mehr >hier<).
Ziel: gut und reibungslos miteinander auskommen, um glücklich und zufrieden gemeinsam leben zu können. Doch unter Glück verstehen sehr viele Mitmenschen nur individuellen, eigennützigen materiellen Reichtum, Macht oder Prestige statt gegenseitig unterstützend unser Leben meistern zu können durch entsprechendes rücksichtsvolles Handeln und Verwirklichung von von uns selbst gesetzten Zwecken und Werten (>hier< mehr):
Erst einmal etwas zur Systemanalyse:
Definition: Ein System setzt sich aus einer Gesamtheit von (möglichst vollständigen) Gegebenheiten (d.h. Anordnung und Struktur von Dingen mit deren Teilen) und Vorgängen (d.h. Plan, Abläufe, Methode, Verteilung, Aufteilung) zusammen. Ein System beinhaltet auch allgemeine Grundsätze und eine Ordnung. Das lateinische "systema" ("systematis") bedeutet auch Akkord, von "accord" im Französischen, mit einer Vielzahl von sehr bezeichnenden Bedeutungen: Übereinstimmung, Übereinkommen (Abkommen), Eintracht, Einklang, Zusammenklang, Regulierung und einiges mehr.
Ein System umfasst in den Naturwissenschaften ein geordnetes Ganzes von Einzelerkenntnissen, klassifiziert nach einem Prinzip (d.h. Grundsatz, Regel, Richtschnur), nach einer Ordnung oder Anordnung, in der eine Vielzahl von Zuständen oder Grundbestandteilen zu einer einheitlichen Übersicht zusammengefügt ist nach erkannten und festgelegten Regeln. Eine gutes System sollte eine "ungestörte Situation" umfassen, möglichst ohne jegliche Ausnahmen. Man denke an das Periodensystem der chemischen Elemente.
Betrachten wir das System, in dem wir leben, so sagen uns doch oben aufgezählte (weiter unten näher erklärte) Stichworte auf Anhieb - zumindest gefühlsmäßig, dass einiges verbesserungswürdig, dass offensichtlich sehr vieles - nach unseren menschlichen Vorstellungen - nicht "in Ordnung" ist.
Die "Natur" - Evolution (evolutio: das Aufschlagen, Lesen, die Entwicklung) - kennt keine Absichten, keinen Plan, kein Ziel, keine Moral und Ethik ( >hier< die Definitionen), keine Zeitvorstellung, was auch immer unsere gläubig religiösen Mitmenschen dagegenhalten, ja, wessen sie sich sicher sind. Es hat sich einfach nur so ergeben, dass es wohl nur um Arterhaltung geht, zufällige Anpassung an Lebensbedingungen, insbesondere, wenn diese sich ändern. Die Natur kennt kein Mitleid, verfolgt keinen Zweck. Das Individuum (Einzelwesen) dient in der Regel (bei Tieren) nur der Art. Jedoch Pflanzen wachsen um die Wette (wie die moderne Wirtschaft) nur um des Wachsens willen. Umgangssprachlich (salopp) gesprochen: Die "Natur lässt den Karren laufen, wohin auch immer" oder lässt ihn einfach mal eine zeitlang stehen, wie in religiös, ideologisch und kulturell eingefrorenen Systemen. Pakistan erlebte im Sommer 2010 die größte Flutkatastrophe aller Zeiten. Ein Überlebender, praktisch bis zum Hals im Morast steckend, sagte einem Reporter: Uns hilft keiner. Nur auf Gottes Hilfe können wir uns verlassen. Geht es widersprüchlicher? Wer hat ihn denn in den Schlamm gebracht? (Psychologische Erklärung >hier<.)
Alle Lebewesen, einschließlich des Großteils der Menschen, ist ausschließlich mit Überleben - Nahrungsbeschaffung, Fortpflanzung = unbewusster Arterhaltung - beschäftigt. Sie kennen nichts anderes. Wenn man Tiere in der sogenannten freien Natur beobachtet, sieht man sie unentwegt bei der Futtersuche, dauernd die Umwelt nach Fressfeinden und Beutelebewesen absuchend, bei der Aufzucht von Nachkommen. Kennt man sie als beschützte und gut betreute Haustiere, sind sie verspielt wie menschliche Kinder.
Begriffe, wie Plan, Ziel, Moral, Ethik, Freiheit, Mitleid, gegenseitige Hilfe und Arbeitsteilung, Überwindung von Schicksalhaftigkeit, Einsicht, Toleranz sind fast ausschließlich reine menschliche "Erfindungen" oder aber anders gesehen: doch zweckmäßige Errungenschaften für ein bestmögliches Zusammenleben von uns allen. Leider halten sich nicht alle Mitmenschen an vorgenannte Begriffe (30% nicht, 30% nicht unbedingt, 30% bedingt, nur 10% unbedingt nach einer groben Statistik).
Analysewerkzeuge: Weiter mit der Beschreibung der
Vorgehensweise zur Erreichung des Zieles zu einem bestmöglichen Zusammenleben
aller Lebewesen auf unserer Erde als im Einzelnen zu erklärenden Plan: Wie
kommen wir dorthin, auf welchen Wegen (Abläufen), mit welchem Einsatz (Methode),
auf welche Art der Zusammenarbeit, in welchen Schritten. Das Ganze nennt sich
hochtrabend wissenschaftlich: Zielorientierte Projektplanung ZOPP. (Man muss
wirklich unseren Mitmenschen alles beibringen. Mark Twain hat einmal gesagt:
"Die meisten Menschen kann man nicht überzeugen. Man muss sie überreden!")
Plan: kommt von dem ebenen Dorfplatz, dem altsprachigen Plan; jemand erscheint auf dem Plan, um ein Vorhaben, eine Absicht vorzubringen. Daraus wurde dann ein Entwurf und schließlich das als "auf Papier" festgehaltene Ergebnis (in Textform, ergänzt durch Zeichnungen und Bilder) eines "mehr oder weniger intensiven, systematisch-kognitiven Prozesses".
Ablauf: Zeitliche Reihenfolge, Vorgehensweise, zielen auf, Wegvorgabe (Zielorientierung). Das sind die Stichworte für die Systemanalyse.
Bedeutung aber auch: den Rang ablaufen, jemanden übertreffen bzw. überholen; ferner: ablaufen lassen, herunterrasseln (einer Rede, d.h. vom Stapel lassen), austragen, entscheiden, ausrollen (eines Kabels, doch im übertragenen Sinne den "roten Teppich"), zur Neige gehen (bis zum Verschwinden), Abnahme, Zurückfluten, ableiten, abfließen.
In diesem Zusammenhang sei ein Begriff aus der Netzplantechnik
erwähnt, nämlich der "kritische Weg" (ein kritischer Vorgang. Aus dem
US-amerikanischen stammt die: critican path Method CPM zur Überwindung von
kritischen Situationen). CPM wird eingesetzt, eine Verzögerung in der
Projektrealisierung zu vermeiden (weil Fachleute oder Material oder Geld fehlen
oder nicht vorher erkannte Schwierigkeiten aufgetreten sind und vieles mehr);
denn eine Verzögerung kann unter Umständen sogar das ganz Projekt gefährden, und
man findet eine Autobahnbrücke einsam in der Eifel auf freiem Feld oder einen
U-Bahnschacht in Köln, der immerhin zur Esspilzzucht genutzt wird.
Methode: Bedeutet: griechisch méthodos = Weg, Gang einer Untersuchung. Die Methode ist das planmäßige Verfahren (wie was zu tun ist) zur Erreichung eines bestimmten Ziels. Die Auswahl von Mitteln und Werkzeugen (Personen, technische und logistische Hilfsmittel, Finanzierung). Was wann gemacht werden muss. Methode ist speziell das "Charakteristikum für wissenschaftliches Vorgehen" (z. B. die deduktive, induktive, experimentelle Methode, die Methodologie).
Verteilung: der Aufgaben, wer, was, wann, womit machen muss. (Es ist nicht gemeint: die Verteilung innerhalb einer Wahrscheinlichkeitsrechnung.)
Aufteilung: Teilung von Arbeiten, Einteilung, Verteilung oder
sogar Abteilung (Abtrennung, Absonderung, Zerteilung) von Aufgaben(bereichen).
Wir leben in einem geschlossen System, das aus allen Teilen unseres gesamten Weltraums zusammengesetzt ist, angefangen von kleinsten Quarks über Moleküle bis zur Erde, Sonne, Mond und sogar Sterne (Sternexplosionen), nicht zuletzt bis zur kosmischen Strahlung. (>Hier< Erklärungen, im Einzelnen von Elementarteilchen - Quarks - bis Urknall.) Jeder Eingriff in auch nur einen Teil des höchst komplizierten Systems, kann unabsehbare Folgen haben. (Mathematisch kann nach den Formeln der Chaostheorie der Flügelschlag eines Schmetterlings einen verheerenden Wirbelsturm auslösen, wenn auch ganz, ganz selten. Besser bekannt ist das auf eine Schneefläche geworfene Steinchen und die daraus vielleicht entstehende Lawine. Das passiert schon häufiger als die Verursachung eines Wirbelsturms durch Schmetterlings-Flügel).
Aber fangen wir nicht zu kompliziert mit der Analyse - der "zergliedernden Untersuchung" - an, und beleuchten wir den Ist-Bestand, meistens Ist-Zustand genannt. Das bedeutet, wir tragen möglichst alles zusammen, was in unserem Umfeld (in unsrer Welt) los ist, auf Vorgedachtes, auf bereits Vorhandenes für ein besseres Dasein,
worauf wir aufbauen können:
Wichtig sind Rechte, Gesetze, Verordnungen, Vorschriften, Konventionen (Übereinkünfte) und Richtlinien auf staatlicher und überstaatlicher Ebene, die uns inzwischen eine (weitgehende) Sicherheit unserer physischen Existenz ermöglichen (>hier<). Es ist derzeitig und auch zukünftig beispielsweise völlig undenkbar, dass "polnische Heerscharen" einen "Rachefeldzug" gegen Deutschland führen (nicht einmal mehr wollen). Ein Reise ist in Europa möglich - teilweise jedoch nur mit dem Schiff - vom norwegischen Spitzbergen
(etwa 1.400 km nördlich des Polarkreises) über Finnland, dann durch Estland (einem Vielvölkerstaat, jedoch mit wenig durchmischten Siedlungsgebieten - inzwischen zurückgekehrte Deutsche haben immer noch ganz selten Kontakt zu Esten) bis zum Atlantik in Portugal ohne Wegelagerer und zu bestechenden Zöllnern oder sonstigen Einschränkungen.
Laozi oder Lao-tse, der chinesische »alte Meister« (Philosoph und Begründer des Daoismus [Bahn, Weg zum Wirken in der Welt] aus etwa dem 4./3.Jahrhundert vor der Zeitrechnung), soll einmal in einem seiner aphoristischen Werke gesagt haben: "Je mehr Gesetze und Verordnungen, desto mehr Verbrecher." - So etwas nehmen wir gerne, leicht zustimmend nickend, zur Kenntnis. Aber leider muss der Mensch als die größte Gefahr für Mitmenschen in Schranken gehalten werden. Und daher brauchen wir einen festen Handlungsrahmen!
Was ist nicht alles geregelt, z.B.
|
strafrechtlich: |
zivilrechtlich |
|
Strafgesetzbuch (StGB) Betäubungsmittelgesetz Betäubungsmittel-VerschreibungsV0 Einführungsgesetz zum StGB Grundgesetz Jugendgerichtsgesetz Ordnungswidrigkeitengesetz Straßenverkehrsgesetz Subventionsgesetz Versammlungsgesetz Völkerstrafgesetzbuch Wehrstrafgesetz Wirtschaftsstrafgesetz |
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) mit EinführungsG Allgemeines GleichbehandlungsG BeurkundungsG BGB-Informationspflichten-VO ErbbauRG Fernabsatz-VerbraucherschutzRL Haustürgeschäfte-RL LebenspartnerschaftsG Mißbrauchsklauseln-RL ProdukthaftungsG UnterlassungsklagenG Verbrauchsgüterkauf-RL WohnungseigentumsG |
G=Gesetz, RL=Richtlinie, VO=Verordnung

Es gibt aber auch - das ist leider nicht witzig gemeint:
das Wachstumsbeschleunigungsgesetz oder
ein Steuereuroglättungsgesetz und vieles mehr.
Die vorgenannten beiden Beispiele zeigen deutlich, dass Rechtsetzung und Rechtsprechung nicht unbedingt einer „Rechtschreibung“ entsprechen, einer "Rechtsvermittlung", die demjenigen, der sich an vereinbartes und festgeschriebenes "Recht" halten soll, auch die "Festschreibung" versteht bzw. verstehen kann.
Schreiben von Behörden (Dienststellen) aber auch in "Allgemeinen Vertragsbedingungen", sogar Prospekten enthalten im Allgemeinen völlig unbekannte Begriffe wie "Volletage", "Abflussbeiwert", "Gewichtungsfaktor", "Flächenabzug" - allein zur Festsetzung einer "Entsorgung von Niederschlagswasser". In diesem Zusammenhang sei auf eine Rede der ehemaligen bundesdeutschen Justizministerin, Brigitte Zypries (Mitglied des Bundestages - MdB) beim Symposium der Gesellschaft für deutsche Sprache am 25. November 2006 in Berlin hingewiesen, die den Kernsatz enthält, dass die Sprache der Juristen (und Behörden) für Laien mindestens ebenso geheimnisvoll bleiben wie die der Ärzte. >Hier< die gesamte Rede von Frau Zypries.
Es führt zu weit, näher darauf einzugehen, dass festgeschriebenes Recht noch lange nicht genau so gültig ist, wie man es lesen kann und zu verstehen glaubt; denn da gibt es die Rechtsprechung, die Richter und Anwälte (als bezahlte "Rechtsverdreher", wie gerne gesagt wird) mit den oft beeindruckenden Gerichtsgebäuden. Dort fängt man (in der Regel) an mit einer ersten Instanz, deren Urteil kaum noch jemand ernst nimmt, weil viele folgen bis zum Europäischen Gerichtshof und für manche Fälle die internationale Gerichtsbarkeit...
Nächstes Beispiel: Unser Sozialsystem, in der die derzeitig "in Funktion befindliche Struktur" zwar unerträglich geworden ist - nämlich die Kluft zwischen reichen, ja superreichen und armen, ja todgeweihten bitterarmen Menschen.
Aber
- immerhin -
gibt es in den meisten Demokratien, wie in Deutschland, sozialen Schutz, als ein soziales "Netz", festgeschrieben im Sozialgesetzbuch (SGB), das alle Menschen auffangen soll, die, aus welchen Gründen auch immer, auf Hilfe angewiesen sind. Im einzelnen:
I. Allgemeiner Teil,
II. Zur Grundsicherung für Arbeitsuchende (Zusammenführung der Leistungen für erwerbsfähige Hilfebedürftige, die bisher Arbeitslosen- oder Sozialhilfe beziehen konnten, seit 1. 1. 2005 in Kraft), Die Grundsicherung für Arbeitsuchende umfasst v. a. Informations-, Beratungs- und Unterstützungsmaßnahmen sowie Geldleistungen zur Eingliederung in Arbeit (Einstiegsgeld) und zur Sicherung des Lebensunterhalts (Arbeitslosengeld II, Sozialgeld).
III. Arbeitsförderung, u. a. Berufsberatung, Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung, Trainingsmaßnahmen, Mobilitätshilfen, Übergangsgeld, Berufsausbildungsbeihilfen, Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld (Kurzarbeit), Insolvenzgeld, Saison-Kurzarbeitergeld, in bestimmten Fällen Zuschüsse an Arbeitgeber zu Arbeits- und Ausbildungsentgelten, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.
IV. Sozialversicherung - Gemeinsame Vorschriften, zur Absicherung von Einkommensrisiken wegen verminderter Erwerbsfähigkeit durch Krankheit oder Unfall, aufgrund von Arbeitslosigkeit, Alter, Pflegebedürftigkeit und Invalidität sowie zum Ausgleich von Risiken infolge von Schwangerschaft oder Tod.
V.
Gesetzliche Krankenversicherung (GKV, mehr oder weniger eine "Unterabteilung"
von IV. Sozialversicherung) erbringt 1) Leistungen zur Früherkennung und zur
Verhütung von Krankheiten; neben zahnmedizinischer Vorsorge gehört dazu die
jährliche Krebsvorsorgeuntersuchung für Frauen (ab 20. Lebensjahr) und für
Männer (ab 45. Lebensjahr) sowie die zweijährliche Vorsorgeuntersuchung auf
Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen und Diabetes (ab 35. Lebensjahr). Kinder
bis zum 6. Lebensjahr und nach dem 10. Lebensjahr haben Anspruch auf besondere
Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten; 2) Leistungen zur Behandlung
bei Krankheit, d. h. ärztliche und zahnärztliche Behandlung, Versorgung mit
Medikamenten, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln, Zahnersatz, häusliche
Krankenpflege und Haushaltshilfe, Krankenhausbehandlung; 3) medizinische
Leistungen zur Rehabilitation; 4) Leistungen bei Schwangerschaft und
Mutterschaft. Die Versicherte hat Anspruch auf ärztliche Betreuung und
Hebammenhilfe, Arznei-, Verband- und Heilmittel, häusliche Pflege und
Haushaltshilfe. Mutterschaftsgeld wird sechs Wochen vor und acht Wochen, bei
Früh- und Mehrlingsgeburten zwölf Wochen nach der Entbindung der Versicherten
gezahlt, die in einem Arbeitsverhältnis steht. Bei Früh- und sonstigen
vorzeitigen Geburten verlängert sich die Schutzfrist um die vor der Entbindung
nicht in Anspruch genommenen Tage. Das Mutterschaftsgeld beträgt höchstens 13
pro Tag; der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Differenz zum Nettoeinkommen zu
zahlen. Versicherte ohne diese Ansprüche erhalten ab 2004 kein Entbindungsgeld
mehr; 5) unselbstständige beziehungsweise ergänzende Leistungen, die nur im
Zusammenhang mit einer weiteren (Haupt-)Leistung erbracht werden können, v. a.
Fahrtkosten zur stationären Behandlung und Gewährung einer Haushaltshilfe; 6)
Krankengeld. Versicherte haben bei Arbeitsunfähigkeit oder Krankenhausbehandlung
Anspruch auf Krankengeld, das im Anschluss an die Entgeltfortzahlung in Höhe von
70 % des erzielten regelmäßigen beitragspflichtigen Arbeitsentgelts geleistet
wird. Es wird je Erkrankung für längstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren
nach dem erstmaligen Eintritt von Arbeitsunfähigkeit infolge dieser Krankheit
gezahlt. Bei Arbeitsverhinderung infolge Pflege eines erkrankten Kindes kann
Anspruch auf »Kinderpflegekrankengeld« bestehen; 7) sonstige Leistungen:
Anspruch auf ärztliche Beratung über Fragen der Empfängnisregelung, auf
Leistungen bei durch Krankheit erforderlicher Sterilisation, bei nicht
rechtswidrigem Schwangerschaftsabbruch durch einen Arzt, künstlicher
Befruchtung. Von Ermessens- zu Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen
wurden zum 1. 4. 2007 die medizinische, einschließlich der geriatrischen
Rehabilitation, Mutter-/Vater-Kind-Kuren und Schutzimpfungen, die von der
Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts empfohlen werden, erklärt.
Leistungen bei Schwerpflegebedürftigkeit werden seit 1995 von der
Pflegeversicherung erbracht.
VI. Gesetzliche Rentenversicherung, als Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben, jedoch hauptsächlich Renten wegen Alters, aber auch wegen verminderter Erwerbsfähigkeit (Erwerbsminderung) und wegen Todes (Hinterbliebenenrenten, Witwenrente) und vieles mehr.
VII. Gesetzliche Unfallversicherung, auch ein Zweig der Sozialversicherung mit der Aufgabe, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten, nach einer Schädigung die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Versicherten wiederherzustellen (Rehabilitation), ihn beziehungsweise seine Hinterbliebenen finanziell zu entschädigen.
VIII. Kinder- und Jugendhilfe zur Förderung der Entwicklung und Erziehung junger Menschen zu eigenverantwortlichen, gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten. Die Leistungen sind zum einen Angebote der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes, Angebote zur Förderung der Erziehung in der Familie, zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Tagespflege, Hilfe zur Erziehung, Hilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche sowie Hilfen, Beratung und Unterstützung für junge Volljährige, sowie u. a. die Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen, die Amtsvormundschaft, -pflegschaft und -beistandschaft, die Beratung und Belehrung in Adoptionsverfahren sowie die Mitwirkung in Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz.
IX. Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen (seit 1. 7. 2001 in Kraft, gleichzeitig Schwerbehindertengesetz aufgehoben). Behinderung ist kausalitätsunabhängig, d. h., es spielt keine Rolle, ob der gesundheitliche Schaden angeboren, Unfall- oder Krankheitsfolge ist. Die rechtliche Feststellung von Behinderungen erfolgt durch die Versorgungsämter. Nach Artikel 3 Absatz 3 GG darf niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Deshalb sollen Behinderte durch verschiedene Hilfen in das Schul- und Arbeitsleben sowie in die Gesellschaft integriert werden. Behindert zu sein oder von Behinderung bedroht zu werden, begründet nach dem SGB IX einen Anspruch auf Leistungen zur Teilhabe (Rehabilitation).
X. Verwaltungsverfahren, Schutz der Sozialdaten, Zusammenarbeit der Leistungsträger und ihre Beziehungen zu Dritten,
XI. Soziale Pflegeversicherung. Es wird unterschieden zwischen Leistungen bei häuslicher und stationärer Pflege, zwischen Sach- und Geldleistungen sowie zwischen Leistungen an den Pflegebedürftigen und an die Pflegeperson. Pflegebedürftigkeit liegt vor, wenn eine Person wegen Krankheit oder Behinderung für die regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens auf Dauer erhebliche Hilfe braucht. Dabei werden drei Stufen unterschieden.
Stufe I: erhebliche Pflegebedürftigkeit (Hilfebedarf mindestens einmal täglich),
Stufe II: Schwerpflegebedürftigkeit (Hilfebedarf mindestens dreimal täglich),
Stufe III: Schwerstpflegebedürftigkeit (Hilfebedarf rund um die Uhr); bei allen Stufen zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung nötig.
In der häuslichen Pflege finanzieren die Pflegekassen Pflegeeinsätze z. B. durch einen Pflegedienst (»Sachleistung«) in der Pflegestufe I bis zu 420 , Pflegestufe II bis zu 980 , Pflegestufe III bis zu 1 470 monatlich; in besonderen Härtefällen können bis zu 1 918 monatlich gezahlt werden. Anstelle der häuslichen Pflege können Pflegebedürftige für selbst beschaffte Pflegehilfen Pflegegeld beantragen (Pflegestufe I 215 , Pflegestufe II 420 , Pflegestufe III 675 monatlich). Pflegegeld kann auch mit der Pflegesachleistung kombiniert werden. Bei Verhinderung der Pflegeperson wird Geld für eine Pflegevertretung gezahlt. Die Pflegeversicherung übernimmt die Kosten für Pflegemittel (z. B. Rollstuhl, Pflegebett) und gewährt Zuschüsse für den pflegebedingten Umbau der Wohnung. Weitere Leistungen erbringt die Pflegeversicherung für die stationäre Pflege in Pflegeheimen. Zusätzlich gibt es Härtefallregelungen. Die Kosten für Unterbringung und Verpflegung trägt der Pflegebedürftige. Für Personen, die einen Pflegebedürftigen in seiner häuslichen Umgebung oder in einem anderen Haushalt pflegen, also v. a. Angehörige oder Nachbarn, übernimmt die Pflegekasse die Zahlung von Rentenversicherungsbeiträgen. (c) wissenmedia GmbH, 2010

XII. Sozialhilfe
soll dem Empfänger die Führung eines Lebens erlauben, das der Würde des Menschen
entspricht. Sie ist das letzte vom Staat eingesetzte Mittel, individuelle
Notlagen zu beheben, und greift nur, wenn der Bedürftige sich nicht selbst
helfen kann (Einsatz des eigenen Einkommens und Vermögens, Geltendmachung von
Unterhaltsansprüchen) und auch keine Hilfe durch andere erhält (Nachrang der
staatlichen Sozialhilfe). [stark angelehnt an: (c) wissenmedia GmbH, 2010]
Die soziale Gesetzgebung bedeutet einen gewaltigen Fortschritt, der jedem Menschen zumindest eine grundsätzliche Existenzsicherung garantiert. Leider wird auch diese Gesetzgebung von einigen in krimineller Art und Weise ausgenutzt. Da werden beispielsweise insbesondere von eingewanderten Personen Verwandte auf die Krankenversicherungskarten mit Zahnersatz versorgt und vieles mehr. Es soll nur an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass kriminelle Energie in allen Bevölkerungsschichten vorhanden ist...
Aber! Es gibt eine verdeckte Armut vieler Menschen, deren Einkünfte unterhalb der Sozialhilfegrenze liegen, welche ihre Ansprüche auf staatliche Unterstützung nicht ausnutzen
- z. T. aus Unkenntnis über Ansprüche und Zuständigkeiten;
- z. T. aus mangelndem Selbstbewusstsein im Umgang mit Behörden;
- z. T. aus Stolz und Scham, aus Furcht vor Stigmatisierung als Almosenempfänger.
- Manche möchten auch verhindern, daß – wie es das Sozialhilfegesetz gemäß dem Subsidiaritätsprinzip vorsieht – Kinder oder andere Verwandte zu finanzieller Hilfe verpflichtet werden, bevor der Staat eingreift.
Insbesondere ältere Menschen scheuen den Gang zum Sozialamt.
Etwa weniger als die Hälfte der Sozialhilfeberechtigten machen ihre Ansprüche
nicht geltend! Sie müssen also als wirklich arm im klassischen Sinne
angesehen werden, da sie sogar physisch bedroht sind. d.h. hungern und frieren.
Der Begriff Armut, von dem immer wieder gesprochen wird, ist in der Bundesrepublik Deutschland (und - man kann sagen - in allen anderen sogenannten Industrienationen) "keine absolute, sondern eine relative Armut. In anderen Worten: Armut ist in entwickelten Gesellschaften keine Frage des physischen Überlebens mehr — wie noch in vielen Ländern der Dritten oder Vierten Welt* —, sondern eine Frage eines menschenwürdigen Lebens.
* Die Länder
werden (nach der Weltbank) in vier Jahreseinkommenskategorien eingeteilt
(Basis 2007):
(1) hohes Einkommen: mehr als 11.456 US-Dollar.
(2) mittleres Einkommen, oberer Teil: 3.706 bis 11.455 US-Dollar;
(3) mittleres Einkommen, unterer Teil: 936 bis 3.705 US-Dollar;
(4) geringes Einkommen: 935 US-Dollar oder weniger;
Die Armutsgrenze wird nicht (mehr unbedingt) durch ein physisches, sondern durch ein soziokulturelles Existenzminimum festgelegt.
>Hierzu< sei auf das ausgezeichnete Buch von der Bundeszentrale für politische Bildung über "Sozialstrukturen in Deutschland" verwiesen!
In diesen Zusammenhang gehört das Gesundheitswesen. Jeder in Deutschland muss krankenversichert sein. Das bedeutet damit jedoch, dass die Versicherungen einem Menschen, wenn er nun mal krank werden sollte, seine Ausgaben (zumindest zum allergrößten Teil) bezahlen (erstatten) müssen. Das Gesundheitswesen wird definiert "als System von öffentlichen Einrichtungen und Leistungserbringern, das die Gesundheitsförderung, -erhaltung und -versorgung der Bevölkerung sicherstellt. Zum Gesundheitswesen in Deutschland gehören die ambulante (lateinisch »umherziehend«) Behandlung durch Ärzte, Therapiestellen und die stationäre medizinische Versorgung im Krankenhaus oder in einer Klinik, des weiteren die Pflege (häuslich durch Hausmitbewohner oder durch Pflegedienste), die Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen (also zur Gesundheitswiederherstellung)". Die Pharma-Industrie macht ein riesiges Geschäft mit Medikamenten, die zu einem Großteil dann jedoch nicht eingenommen werden und viele Schubläden in den Haushalten unnötig füllen.
Das Gesundheitswesen hat bei einem jährlichen Umsatz von um die 300 Milliarden
Euro eine große Bedeutung.
Ferner darf in Rahmen einer "sozialen Leistung" nicht außer Acht gelassen werden, dass es (zumindest auf dem Papier) eine gesetzlich verankerte betriebliche Mitbestimmung und Beteiligungen der Beschäftigten gibt. >Hier< mehr.
Um mehr Wertschätzung und Beachtung zu erlangen, ist die hoch angesehene "ehrenamtliche Tätigkeit" sehr beliebt, die sogar gefördert wird. Dafür gibt es zwar keine Bezahlung, höchstens eine Aufwandsentschädigung. Damit werden aber übliche Arbeitsplätze überflüssig und die zu erzielte Arbeitslosigkeit wird zu einem großen Teil aus Steuermitteln, also von uns allen finanziert. Angeblich engagiert sich etwa jeder Dritte in Deutschland ehrenamtlich, angefangen als Schöffen am Gericht (wozu man verpflichtet werden kann) bis zur Mitarbeit in der freiwilligen Feuerwehr oder in einer "Lebensrettungsgesellschaft". Der ehrenamtlich Tätige genießt - wie schon gesagt - hohes Ansehen, Anerkennung und kann mitreden (weitgehend mitbestimmen).
Nach dem "Bundesnetzwerk Bürgerliches Engagement" (BBE, "der Verein ist die bedeutendste Rechtsform des Engagements", schreibt es) soll beispielsweise den zunehmenden Schwierigkeiten bei der Besetzung von Vorstandsämtern dadurch begegnet werden, dass qualifizierte ehrenamtliche Vorstände entwickelt und gewonnen werden.
Auch eine neuere Errungenschaft ist die (uns allen zugute kommende) Regelung einer Garantie (Abschnitt 8 des Bürgerlichen Gesetzbuches - BGB) d.h. bei einem Sachmangel, Rechtsmangel (Verkauf, worauf jemand anderes auch Rechte hat), bei Erwerb eines Grundstücks, Beschaffenheits- und Haltbarkeitsgarantie (§ 443 BGB), bis zur Abfassung einer Garantieerklärung (§ 477 BGB)*.
* Sonderbestimmungen für Garantien.
(1) Eine Garantieerklärung (§ 443) muss einfach und verständlich abgefasst sein.
Sie muss enthalten
1. den Hinweis auf die gesetzlichen Rechte des Verbrauchers sowie darauf, dass sie durch die Garantie nicht eingeschränkt werden, und
2. den Inhalt der Garantie und alle wesentlichen Angaben, die für die Geltendmachung der Garantie erforderlich sind, insbesondere die Dauer und den räumlichen Geltungsbereich des Garantieschutzes sowie Namen und Anschrift des Garantiegebers.
(2) Der Verbraucher kann verlangen, dass ihm die Garantieerklärung in Textform
mitgeteilt wird.
(3) Die Wirksam(3) Die Wirksamkeit der Garantieverpflichtung wird nicht dadurch berührt, dass
eine der vorstehenden Anforderungen nicht erfüllt wird.
Von Bedeutung ist das im Urheberrechtsgesetz (Copyright ©, im Englischen) vom 9. 9. 1965 (UrhG), welches dem "Schöpfer" eines Werks
- der Literatur (Buch, Artikel; zitiert werden dürfen - nach derzeitiger Rechtssprechung - 30 Zeilen ohne Autorgenehmigung aber mit Urhebernennung),
- als Vortrag (insbesondere unterstützt oder als eine selbständige Präsentation),
- der Musik,
- pantomimische Werke einschließlich der Tanzkunst,
- der Kunst: Malerei, Bildhauerei, Zeichnung, Karikatur, Bildkollagen, einer Fotografie (einschließlich überarbeite und gestalterisch veränderte Lichtbilder), einem Computerprogramm (insbesondere zur Erstellung einer bildlichen Darstellung), Filmwerke, Baukunst,
- der Wissenschaft (z.B. Entdeckungen durch systematische Untersuchungen im Rahmen wissenschaftlicher Tätigkeit), Zeichnungen, Pläne, Karten, Tabellen, plastische Darstellungen (z.B. Modelle),
ein "geistiges Eigentum an seinem Werk" festlegt (ein eigentumsähnliches Recht). Der Urheber (sei es als Autor, Verfasser, Bearbeiter oder Übersetzer usw., also jeder, der eine schöpferische Leistung erbracht hat) soll vor unbefugter wirtschaftlicher Ausbeutung geschützt werden.
Bearbeitungen eines Werkes als
selbständige, persönliche Schöpfung des Bearbeiters werden wie selbständige
Werke geschützt (§ 2 UrhG), wie die berühmte Solarisation
(Umkehrung der ursprünglichen Lichteinwirkung während des Entwicklungsprozesses)
der Schauspielerin Marylin Monroe durch Andi Warhol (Andrew Warhola), dem US-amerikanischer
Maler, Grafiker, Filmregisseur und Fotografen.
Aber gerade bei der Bearbeitung eines vorhandenen Werkes kommt es natürlich zu
strittigen Grenzfällen. Weitere Grenzfälle bemühen die Gerichte, wie
- Entdeckungen durch Zufall.
- Inszenierung eines Bühnenstückes,
- Variation eines Musikthemas (z.B. "Play Stockhausen", Komponist insbesondere von "elektronischer" Musik, 2007 im Alter von 79 Jahren gestorben).
Entstellung eines Werkes kann der Urheber - wenn er das so empfindet - verbieten (§ 14 UrhG). ("Schändung", Verunstaltung sind strafrechtlicher Tatbestand.)
Verwertungsrechte können vom Autor vertraglich oder durch Einwilligungserklärung übertragen werden. So wird bei der Verleihung eines Buches durch eine öffentliche Bibliothek eine Bibliothekstantieme fällig.
Im Interesse der allgemeinen Informationsfreiheit ist das Ausschließlichkeitsrecht eines Urhebers eingeschränkt. Das heißt: Presse, Film und Funk sind bei der Bild- und Tonberichterstattung über Tagesereignisse von einer Rücksichtnahme auf etwaige Urheberrechte befreit. Ferner sind Vorträge oder Aufführungen von Sprach- und Musikwerken frei, wenn die Darbietung keinem Erwerbszweck dient.
§ 52 des UrhG: "Zulässig ist die öffentliche Wiedergabe eines erschienenen Werkes, wenn die Wiedergabe keinem Erwerkzweck des Veranstalters dient..."
§ 49 sei beispielhaft und wegen der Wichtigkeit im Rahmen des "Gotteswahn"-Internetbuches kopiert:
Überschrift: Zeitungsartikel und Rundfunkkommentare.
(1) Zulässig ist die Vervielfältigung und Verbreitung einzelner Rundfunkkommentare und einzelner Artikel aus Zeitungen und anderen lediglich Tagesinteressen dienenden Informationsblättern in anderen Zeitungen und Informationsblättern dieser Art sowie die öffentliche Wiedergabe solcher Kommentare und Artikel, wenn sie politische, wirtschaftliche oder religiöse Tagesfragen betreffen und nicht mit einem Vorbehalt der Rechte versehen sind. Für die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe ist dem Urheber eine angemessene Vergütung zu zahlen, es sei denn, daß es sich um eine Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Wiedergabe kurzer Auszüge aus mehreren Kommentaren oder Artikeln in Form einer Übersicht handelt. Der Anspruch kann nur durch eine Verwertungsgesellschaft geltend gemacht werden.
(2) Unbeschränkt zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe von vermischten Nachrichten tatsächlichen Inhalts und von Tagesneuigkeiten, die durch Presse oder Funk veröffentlicht worden sind; ein durch andere gesetzliche Vorschriften gewährter Schutz bleibt unberührt.
Kommentar: Eigentlich sollte alles, was Menschen zusammentragen - umwerfend Neues gibt es selten - der Allgemeinheit zur Verfügung stehen, so wie von einem Lehrer, der Wissen weitergibt. Es ist bedauerlich, dass viele Artikel und anderes Schriftwerk einfach verschwinden - "Seite nicht mehr verfügbar", sieht man dann im Internet oder "Buch vergriffen". Damit müssen Sie andauernd auch in meinem Internetbuch gotteswahn.info rechnen. Demnächst werde ich Seiten, auf die Bezug genommen wird und wurde, rücksichtslos kopieren. Natürlich gibt es Leute, die vom Schreiben leben. Dafür sollten sie selbstverständlich auch ordentlich bezahlt werden, am besten vom staatlichen Auftraggeber als eine Art "Grundversorgung". Wenn ein Verlag ein Buch veröffentlicht, kann das Prozedere erst einmal so bleiben wie bisher. Wenn jedoch ein insbesondere gutgehendes Buch kopiert und verkauft wird, dann gehört der dafür Verantwortliche eingesperrt.
Meine Überlegungen sind noch nicht ausgegoren!
Das Patentrecht* (letzte Fassung am 16. 12. 1980)
unterscheidet sich vom Urheberrecht dadurch, dass ein Erfinder ein zeitlich
begrenztes wirtschaftliches Nutzungsrecht (Monopol) bekommt nach einem
schriftlichen Antrag beim Patentamt (nach Überweisung einer Anmeldungsgebühr),
nach Überprüfung (durch das Patentamt) auf Form und Inhalt zur Feststellung der
Schutzfähigkeit. Erfindungen, die aus und während der Tätigkeit als Arbeitnehmer
herrühren (Arbeitnehmer- bzw. Diensterfindungen) müssen dem Arbeitgeber gemeldet
werden, der die Anmeldung vornimmt und die Neuerung (beschränkt oder
unbeschränkt) nutzen kann gegen eine angemessene Vergütung. Wenn der Arbeitgeber
kein Interesse hat, kann der Erfinder wie oben beschrieben selbst anmelden und
frei nutzen (oder die Nutzung jemandem natürlich auch übertragen). Ein
Gebrauchsmuster gewährt ebenfalls Schutzrecht für neue, gewerblich
anwendbare technische Erfindungen, jedoch nicht für "Verfahrenserfindungen".
(Das Gebrauchsmustergesetz liegt seit dem 28. 8. 1986 in einer neuen und
geänderten Fassung vor.) Im Vergleich zum Patent genügt für ein Gebrauchsmuster
eine geringere erfinderische Leistung. Bei einer Patentanmeldung wird gerne eine
Gebrauchsmusterhilfsanmeldung getätigt, damit ein Schutz erreicht wird, wenn das
Patent nicht ausreichend begründbar angesehen wurde.
* Latein: »patens, patentis« = offen,
unversperrt
Urheber-, Gebrauchsmuster- und Patentrecht sollen verhindern, dass derjenige, der etwas Neues zustande gebracht hat, von irgendwelchen Mitmenschen schamlos ausgebeutet werden. Dennoch sind die Rechte nicht automatisch für alle Länder dieser Erde gültig trotz der Pariser Verbandsübereinkunft und des Patentzusammenarbeitsvertrages von 1970. Immer wieder werden Plagiate (Französisch: plagiaire = abschreiben; lateinisch plagiarius = Menschenräuber, Seelenverkäufer), d.h. Imitationen, Kopien, Nachahmungen verkauft.
Noch einige Hinweise auf Errungenschaften der letzten Zeit:
Es gibt immerhin einige Aktivitäten bezüglich Umweltschutz und Klimaschutz (wenn auch sehr eingeschränkt durch derzeitige leider immer noch vorrangig gesehene wirtschaftliche Interessen).
Aber das deutsche Strafgesetzbuch gibt klare Vorgaben im 29sten Abschnitt "Straftaten gegen die Umwelt":
§ 324 Gewässerverunreinigung
§ 324 a Bodenverunreinigung
§ 325 Luftverunreinigung
§ 325a Verursachen von Lärm, Erschütterungen und nicht ionisierenden Strahlen (jedoch eingeschränkt auf den "Betrieb einer Anlage")
§ 326 Unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen
§ 327 Unerlaubtes Betreiben von Anlagen (kerntechnischer Art, dem Bundes-Immissionsschutzgesetz nicht entsprechend, Verlegung von nicht genehmigten Rohrleitungen zur Beförderung von gefährlichen Stoffen und von Abfällen, die dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz nicht entsprechen)
§ 328 Unerlaubter Umgang mit radioaktiven Stoffen und anderen gefährlichen Stoffen und Gütern
§ 329 Gefährdung schutzbedürftiger Gebiete [in Satz (1) definiert nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz oder in einer vollziehbaren Rechtsverordnung, wobei schädliche Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen oder durch Geräusche usw.] ... [unter Satz (3): Bestrafung vom Abbau von Bodenschätzen oder Bodenbestandteilen, bei Beschaffung von Gewässern (oberirdisch, als Grundwasser), deren Veränderung oder Beseitigung (betrifft auch Moore, Sümpfe, Brüche, allgemein Feuchtgebiete), bei Tötung, Fangen, Nachstellen von Tieren (einschließlich deren Gelegen), bei Schädigung oder Beseitigung von Pflanzen, bei Errichtung von Gebäuden]
§ 330 a Schwere Gefährdung durch Freisetzung von Giften
Einzelheiten zum Umwelt- und Klimaschutz, sowie Definition des Ökosystem (im Rahmen der Ökologie) >hier<, und auch >hier< zum Weltklima (Klimakonferenzen etc.).
Noch einige Definitionen zum Klima- und Umweltschutz:
gegen Immission (lateinisch: hineinschicken, -leiten, einlassen), d.h. in die Umwelt als Luftverunreinigungen (Staub, Kohlendioxyd, Wasser[dampf], Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlung oder ähnliche Erscheinungen, die von einem Gewerbebetrieb (z. B. Kraftwerk oder Müllverbrennungsanlage) oder von Produkten ausgehen (z. B. Kraftfahrzeugen). und die auf ein Gebiet einwirken. Sehr vieles ist bereist im Bundesimmissionsschutzgesetz vom 26. 9. 2002 und ergänzende Technische Anleitungen (z. B. TA Luft, TA Lärm) geregelt, um Menschen, Tiere, Pflanzen, aber auch den Boden, das Wasser und die Atmosphäre zu schützen. Einbezogen sind außerdem Kultur- und Sachgüter. Steine in Nachbars Garten werfen oder fallendes Laub gibt oft Streit. (So wurde ich einmal sehr ernsthaft aufgefordert, über 6 Meter hohen Bäume mit dem Staubsauger abzusaugen oder ein anderes Mal [von einer völlig anderen Nachbarin nach meinem Umzug]: dafür zu sorgen, dass die Vögel kein Laub über die Grundstücksgrenze scharren. Nachbarschaftsrecht ist im "Dritten Abschnitt" unter "Eigentum" des Bürgerlichen Gesetzbuches BGB geregelt. Dort steht [u.a.] in § 906 - "Einwirkungen vom Nachbargrundstück": (1) Der Eigentümer eines Grundstücks kann Zuführung von Gasen, Dämpfen, Gerüchen, Rauch, Ruß, Wärme, Geräusch, Erschütterungen und ähnliche von einem anderen Grundstück ausgehende Einwirkung insoweit nicht verbieten, solange die Einwirkung die Benutzung seines Grundstücks nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigt...)
Die Emission bedeuten lateinisch: aussenden, -schicken, herausschleudern, -lassen. Im Gegensatz (oder mehr zur Ergänzung der Immission) werden als Emission die Wirkungen bezeichnet, die von einer Quelle ausgehen durch technische Abläufe (Abgase der Verbrennungsmotore oder Lackgeruch beim Hausanstrich) beziehungsweise aus natürlichen Quellen (wie von einem Vulkan, der im Frühjahr 2010 in Europa teilweise den Flugverkehr lahm legte wegen der Asche im Luftraum).
Zum Tierschutz eine Bemerkung über ein Gesetz im Bürgerlichen Gesetzbuch § 903: ... "Der Eigentümer eines Tieres hat bei der Ausübung seiner Befugnisse die besonderen Vorschriften zum Schutz der Tiere zu beachten. >Hier< Verankerung im Grundgesetz.
Ein Beitrag zum Umgang mit Tieren:
Der Deutschland Funk (DLF) brachte in seiner Sendung "Jenseits" oder "Diesseits von Eden" (?) (am 25.4.2010 von 8:35 bis 8:50), eine korrigierende Standpunktdarstellung der "feministischen" Theologin, Aurica Nutt, und dem theologischen Zoologen, Rainer Hagencord (als Sendung der Katholischen Kirche!) zur biblischen Schöpfungsgeschichte: Adam (hebräisch »Mensch«) wurde zwar zuerst geschaffen, aber danach sogleich die Tiere und dann erst die Eva (hebräisch »Leben«). Das würde bedeuten, dass »der Stellenwert der Tiere aus einer neuen Sicht mindestens gleichwertig zum Menschen und dem Leben einzuordnen ist«.
Noch ein wichtiger Gedanke von Aurika Nutt: Warum wertet der Mensch das Animalische in sich selbst so sehr ab? Weiter wörtlich: »Was ist das, was mich von den Tieren so entfernt? Ich möchte das Wort „Hass“ jetzt nicht benutzen, obwohl ich mich zugleich frage: wie Menschen oft mit den Tieren umgehen, wie soll man das anders bezeichnen als mit „hasserfüllt“«. (>Hier< mehr und der ganze 15minütige Text der Sendung.)
>Hier< einiges zum Umwelt- und insbesondere Klimaschutz.
Zusammenfassung: Gesetzliche Regelungen, Vorschriften und Ordnungsregelwerke (Verordnungen), Ausführungsanweisungen, Richtlinien gibt es fast für jeden Schritt, den ein menschliches Wesen tut. Jeden Tag ändert sich etwas, meistens kommt etwas dazu: auf Weltebene, europäischer Ebene, Bundesebene, Länderebene, Regierungsbezirksebene, Kreisebene, kommunaler (städtischer, dörflicher Ebene) und schließlich im Familienrecht (z.B. durch Ehevertrag).
>Hier< ein Auszug aus dem "Katalog" (Verzeichnis, Aufstellung, Zusammenstellung) der Rechte, Gesetze, Verordnungen, Vorschriften, Konventionen (das sind Übereinkünfte) und Richtlinien (ausführlicher als die bereits oben aufgelisteten tabellarischen Stichworte). Siehe auch >hier< "Normen", das sind, in der allgemeinen Bedeutung, verbindlich anerkannte Regeln, Richtlinien, Maßstäbe. Ohne Normen können wir nicht miteinander reibungslos umgehen. Die bedeutendste Norm ist unsere Sprache, über die wir uns verständlich (und nicht missverständlich) machen können.
Hinweis: Im Rahmen von privatrechtlichen und behördlichen Anordnungen (heißt manchmal "Festlegung" oder "Bescheid") bzw. bei Entscheidungen, Anwendungen von Gesetzen, Verordnungen, Vorschriften, Verfügungen, Gebührenerhebungen usw. kann - abgesehen von sehr wenigen Ausnahmen - Einspruch oder Widerspruch eingelegt werden. Man kann (in der Regel) gegen Gerichtsurteile Berufung einlegen, sogar einen Richter, einen Gutachter als befangen ablehnen und vieles mehr. (Wie? Rechtsmittelbelehrung bei Anordnungen ist eine Pflicht!)
Die vorhergehende Ausführung kann als Individualrecht (im Rahmen des allgemeinen Rechtes) bezeichnet werden.
Der 1930 geborene Sozialpolitiker, ehemalige Richter, ehemalige Generalsekretär der CDU und Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit, Heiner Geißler, heute immer noch CDU-Mitglied aber auch bei ATTAC (>hier<) hat einmal im Zusammenhang mit Bürgerbegehren gesagt, dass inzwischen die Basta-Politik der Vergangenheit angehöre, d.h. uns Bürger vor vollendete Tatsachen stellen. (»Basta« bedeutet auf italienisch: Schluss jetzt; das genügt; keine weitere Diskussion mehr.)
Es sei darauf hingewiesen, dass in vielen Bereichen eine unerträgliche Überreglementierung zu finden ist, wobei die behördliche Einmischungen und Festlegungen eigentlich nur als Richtschnur dienen sollten. Nehmen wir z.B. die Gebührenordnungen für Ärzte, wonach das so wichtige Besprechungs- und Beratungsgespräch nicht mehr Zeitaufwand zulässt als in diesen "Ordnungen" festgeschrieben ist. Das gilt für den gesamten Gesundheitsbereich: Zeitfestlegung für Waschen, Anziehen einer zu pflegenden Person.
In den
wichtigsten (insbesondere einigermaßen demokratisierten) "Industrienationen"
haben wir eine recht gut funktionierende Infrastruktur als
"Daseinsfürsorge", worunter nach © 2003 Bibliographisches Institut & F. A.
Brockhaus AG zu verstehen ist: "ursprünglich Begriff der militärischen
Fachsprache für den Streitkräften dienende ortsfeste Anlagen und Einrichtungen
(z.B. Kasernen, Flugplätze, Brücken), seit den 1960er-Jahren in den Wirtschafts-
und Soz
ialwissenschaften Bezeichnung für die Gesamtheit der Anlagen,
Einrichtungen und Gegebenheiten, die den Wirtschaftseinheiten als Grundlage
ihrer Aktivitäten vorgegeben sind. Hierzu zählen z.B. Einrichtungen des
Verkehrs- und Kommunikationswesens, der Energieversorgung (technische
Infrastruktur); Kindergärten, Schulen, Sportanlagen, Krankenhäuser, Altenheime
(soziale Infrastruktur) als materielle Infrastruktur; daneben unterscheidet man
institutionelle Infrastruktur (Normen, Verfahrensweisen einer Volkswirtschaft)
und personelle Infrastruktur (geistige, unternehmerische, handwerkliche
Fähigkeiten der am Wirtschaftsprozess Beteiligten)."
Wir können uns heute ziemlich, ja fast sogar ganz sicher auf die Energieversorgung (Strom, Gas, Öl) verlassen, auf Leitungswasser, Kanalbenutzung (Abwasser), Müllabfuhr, öffentliche Verkehrmittel, Postdienste und sonstige Kommunikation (Internet, Telefon). Selbst Autofahren ist jedoch wegen der vielen Baustellen und Staus nach Unfällen, vor allem auch wegen der "normalen" Straßenüberfüllung durch Lastwagen, als der modernen fahrbaren Lagerhaltung, zwar kein Vergnügen, immerhin aber möglich. Es gibt keine Wegelagerer wie im Mittelalter, keine Zollstellen, jedenfalls nicht in den meisten Ländern der Europäischen Gemeinschaft, allerdings etwas ähnliches wie die sogenannte Maut (gotisch "mota" = (Weg-)Abgabe), z.B. in Ländern wie Italien, Österreich, Frankreich, Schweiz, den USA (Deutschland nur für Lastwagen) als Straßenbenutzungsgebühr insbesondere Autobahnen.
Die inzwischen gut funktionierende Infrastruktur ist eine äußerst wichtige und lebenserleichternde Errungenschaft der letzten Jahre.
Hingewiesen werden muss:
Die Menschen wollten immer schon Vorhersagen für die Zukunft haben. Diesen Wunsch erfüllen Wissenschaftler inzwischen besser als jede weise Frau oder die Inkas, die für 2012 (ich weis es nicht genau) den Weltuntergang vorhergesagt haben. Die Wissenschaftler werden Futurologen genannt (oder haben sich selbst so genannt). »Futurum« war für die Lateiner die Zukunft und »logos« für die Griechen Wort, Rede, Kunde, Lehre, Sinn, logisches Urteil, Vernunft und für die Christen "das Mensch gewordene Wort Gottes!" Vom Politologen* Ossip Kurt Flechtheim (als Nikolajew 1909 in der Ukraine geboren und 1998 in Kleinmachnow, Kreis Potsdam-Mittelmark gestorben) stammt dieser Begriff für die "systematisch-kritische Behandlung von Zukunftsfragen": Futurologie, das ist also die Zukunftsforschung.
* Flechtheim ist ursprünglich als Politikwissenschaftler mit seinen Arbeiten
über Parlamentarismus bekannt geworden
Flechtheim begründete die Zukunftsforschung als eine Mischung aus Prognostik ("Kunst des Vorhersagewissens" wie bei "neutralen" Erforschern beispielsweise eines Wahlverhaltens). Nein er wollte bereits die Zukunft mitgestalten durch "Planungswissenschaft und eine Philosophie der Zukunft". Ihm und vielen seiner Kollegen ging also nicht nur um das "Vorhersagen kommender Dinge", sondern vor allem auch um das "Vorausdenken möglicher Zukünfte". Die zentrale Funktion sah der Vater der Futurologie daher darin, die Aufgaben zu definieren, die für den Übergang der ganzen Menschheit in eine lebenswerte Zukunft bewältigt werden müssen: An erster Stelle gilt es,
- den Krieg aus der Welt zu schaffen und Frieden zu etablieren.
- Sodann muss der Mensch das Bevölkerungswachstum in den Griff bekommen
- und den Hunger und die Armut vor allem in Entwicklungsländern beseitigen.
Weiter ist es nötig,
- die Naturzerstörung und den Raubbau zu beenden.
- Innerhalb der Gesellschaft muss die Ausbeutung überwunden werden,
- die Staaten sollen sich demokratisch und frei von Unterdrückung entwickeln können.
Und nicht zuletzt setzt Flechtheim das Ziel,
- die Sinnentleerung der Moderne zu überwinden,
damit sich der Mensch zu einem kreativen und humanen Wesen entwickeln kann..." sagt außerdem der Physiker Bernd Eusemann (Sein Buch: Verborgenes Nürnberg - Geheimnisvolles und überraschendes aus Geschichte und Gegenwart. Ein Satz aus dem Inhalt: Mehr als 80 Steinbrüche beutete man aus, um den Größenwahn des Nationalsozialismus auf dem Reichsparteitagsgelände in Granit zu türmen.)
Kommen wir zuerst zur "Wissenschaftlichkeit" der Zukunftsforschung, welche Meinungsforschung natürlich beinhaltet als Trendfeststellung. Aber ein Bogen spannt sich von der National- und inzwischen Globalökonomie (Wirtschaftlichkeit, Landwirtschaft, Betriebs- und vor allem Volkswirtschaft, >hier< mehr zu Wirtschaftformen und >hier< zum Global-Kapitalismus mit vielen weiteren Verzweigungen) über Psychologie, Soziologie [mit Pädagogik] und Politikwissenschaft (>hierzu< ein ausgezeichneter Sinnspruch) bis hin zur Technik und vor allem den Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Biologie, Astronomie mit Spezialisierungen, wie Wetter und Klima, Bionik (>hier< Namenserklärung und mehr) und Umwelt, Informatik*, Geologie [Aufbau und Geschichte der Erde]).
* Wissenschaft von der automatisierten Datenverarbeitung und ihrer Anwendung, Nachricht, Mitteilung, Aufklärung, rasche Auskunft geben und Einblick verschaffen können, Gesetzmäßigkeit von technischen und biologischen Regelungs- und Steuerungsvorgängen ("Kybernetik" genannt; aus dem Griechischen mit der Bedeutung: Steuermann)
Einbezogen werden muss die Religionswissenschaft, die Geschichte überhaupt, aber auch philosophische Betrachtungen. Vor allem sind Wahrscheinlichkeitsrechnungen durchzuspielen; denn die besten Wahlvorhersagen können am schönen Wetter scheitern. Diese Wahrscheinlichkeiten sind nur mit den Gleichungen aus der Chaostheorie* zu erklären, wonach es beispielsweise möglich - wenn auch kaum wahrscheinlich, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings ein Unwetter auslösen kann. Die Bedeutung des Schmetterling kann eine Einzelperson in unserem menschlichen Miteinander einnehmen (Religionsstifter, über Hitler bis George Dabbelju Bush, aber auch Nelson Mandela). >Hier< ein Beispiel für eine Verteilungskurve nach dem Mathematiker Friederich Gauß, und >hier< die Aussage, dass auch das Unwahrscheinlichste (Unvorhersehbare) eintreten kann: Gesetz von Murphy.
* Ein Forschungsgebiet an der Schnittstelle zwischen Mathematik und Physik, das sich mit dynamischen (auf Veränderung gerichteten triebkräftigen) Systemen befasst, deren Langzeitverhalten so empfindlich von den Anfangsbedingungen abhängt, dass eine Vorhersage unmöglich ist (wie bei einer Wettervorhersage von mehr als höchstens wenigen Tagen).
Erwähnt werden muss die Bedeutung von Religion als immensen Macht- und Wirtschaftsfaktor - >hier<.
Unsinnig ist, sich nur mit der Frage nach der zukünftigen technologischen Entwicklung zu beschäftigen wie die Denkfabrik der Rand Corporation in Kalifornien. Technische Neuerungen haben zwar zu einer umfassenden industriellen Revolution geführt und die modernen Gesellschaften vollkommen umgekrempelt, und das geht immer noch so weiter; aber immer mehr genießt ein Großteil der Menschen die Vorteile der Technik im Prinzip auch zu Recht, wobei sie durchaus die Gefahren sehen, ja sogar zu spüren bekommen in Form von Umweltzerstörung und deren Folgen.
Unverkennbar befinden wir uns derzeitig in einem fast schon
krisenhaften Übergang von einer Industrie- in eine immer rascher und stärker um
sich greifenden Informationsgesellschaft. Da gibt es die Zuspitzung der
ungelösten Frage der Arbeit (durch die Rationalisierungswellen des
Informationszeitalters), die zu vergleichen ist mit den sozialen
und politischen Erschütterungen beim Übergang von der Agrar- zur
Industriegesellschaft im vorigen und vorvorigen Jahrhundert. Schon deshalb ist
die sehr gute Kenntnis der Vergangenheit (der Menschheitsgeschichte)
für den Zukunftsforscher äußerst wichtig.
Aus ihrer Kenntnis heraus konnte der Geschichtsphilosoph Oswald Spengler, 1936 im Alter von 56 Jahren in München gestorben, sein bekanntes Werk »Der Untergang des Abendlandes« (2 Bände, 1918-22) schaffen, in dem er ein Zeitalter der Katastrophen und Kriege, der Diktatur und Vermassung vorhergesagt hat.
Der 1867 in Berlin geborene Politiker und Industrielle,
Walther Rathenau, wurde Mitte 1922, politisch motiviert, ermordet. Er war
seit 1915 Präsident der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft (AEG), 1919 bei
den Vorbereitungen zur Friedenskonferenz im französischen Versailles tätig und
ab 1922 deutscher Reichsaußenminister, dabei wesentlich beteiligt am Vertrag von
Rapallo (in Italien östlich von Genua am Ligurischen Meer)
mit der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik, welche auf Ersatz
ihrer Kriegskosten und -schäden verzichtete und die sofortige Aufnahme
diplomatischer und konsularischer Beziehungen vereinbarte.
Walther Rathenaus Analyse der Zeitumstände fiel ganz ähnlich aus wie die von
Oswald Spengler. Er befürchtet indes neben dem Verfall von Kultur und Moral auch
die Zerstörung der Wälder und Naturschätze. Aber er ging von einer neuen
Tatkraft des Menschen aus und sagte eine Wende zum Besseren voraus.
Rathenau wird als sozial- und kulturphilosophischer Schriftsteller bezeichnet
mit u. a. »Zur Kritik der Zeit«, 1912; »Die neue Gesellschaft«, 1919.
Norbert Wiener, dem der Begriff der Kybernetik zugeschrieben wird, hat bereits Mitte des vorigen Jahrhunderts immer neue regelrechte "Rationalisierungswellen des Informationszeitalters" voraussagt, ferner "den Übergang vom Werk- zum Denkzeug" und vorausgesagt, dass mit dem Computer die bislang bloß kraftvolle Maschine nun auch "Eigenschaften wie Denk- und Erinnerungsstärke" hinzugewinnt mit dem traurigen Ergebnis für die heutige Arbeitnehmerschaft.
Schwachstellen und Kritik
Fraktionszwang
wird einfach geduldet, obwohl in Artikel 38 Absatz 1 Satz 2 des Grund-Gesetzes*
eindeutig steht: "Die Abgeordneten ... sind Vertreter des ganzen Volkes, an
Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen."
Dagegen weisen jedoch die Parteien ihre abgeordneten Parteimitglieder an, dass die
durch Parteibeschluss erwirkte Meinung jeder Abgeordnete aus ihren Reihen zu
vertreten hat - bekannt als Fraktionszwang. Fraktion wird definiert als:
"Vereinigung politisch gleich gesinnter Abgeordneter eines Parlaments". (Das
hatten wir schon mal: Ein Volk, ein Reich, ein Führer.) Verstößt eine
abgeordnete Person gegen den Fraktionszwang, kann sie zwar aus der Partei
ausgeschlossen, aber nicht zur Niederlegung (Aufgabe) des durch
eine Wahl erhaltenen Mandats (»Auftrag«, »Weisung« auf Latein) gezwungen werden.
Ein Abgeordneter, also
das gewählte Mitglied eines Parlaments oder eines kommunalen Vertretungsorgans
hat aber keine Aussicht mehr, auf der Karrièreleiter* weiter hochzukommen ohne
Partei und deren Werbung. Deshalb wird er sich dem Fraktionszwang beugen.
* französisch »Laufbahn«, »Rennbahn«, lateinisch ist carrus »Wagen«,
gemeint ist Wagenrennen - heute Autorennen.
Regierungskriminalität, ist nach (c) wissenmedia GmbH, 2010 die "Bezeichnung für die strafbaren Handlungen, die in verschiedenen Gesellschaftsordnungen durch die Machtinhaber im Umfeld und unter Missbrauch ihrer politischen Macht begangen wurden beziehungsweise werden. Zu ihren Merkmalen gehören:
1) Begehung unter Ausnutzung sozialer, politischer und wirtschaftlicher Bindungen und Machtfunktionen,
2) relative Sanktionsimmunität durch komplexe Tatstrukturen, Verdeckungs- und Verdunkelungsmöglichkeiten, Beeinflussung der öffentlichen Meinung u. a.,
3) hoher materieller oder immaterieller Schaden bei geringer Beunruhigung der Bevölkerung.
Regierungskriminalität ist keine neuzeitliche Erscheinung, sondern zeigte sich bereits in der Vergangenheit in Form von Kolonial- und Kriegsverbrechen, Folter, Völkermord u. a. Verbrechen von Staatsführungen. Im Zusammenhang mit der Ausweitung der völkerstrafrechtlichen Kontrolle (z. B. Kriegsverbrechertribunale, Internationaler Strafgerichtshof) findet die Regierungskriminalität zunehmende politische Beachtung, wobei der genaue Umfang der Regierungskriminalität unbekannt ist. Eine aktuelle und für Deutschland eigene Prägung hat der Begriff zur Bezeichnung bestimmter Delikte mit Bezug zum Staatsapparat der ehemaligen DDR erhalten (z. B. Tötungsdelikte an der innerdeutschen Grenze, Rechtsbeugung, Verschleppung, Wahlfälschung)."
(Ein Beispiel. wie der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl Gelder bekommen hatte gegen sein Ehrenwort nicht zu sagen von wem, entgegen Artikel 21, Satz 1: "Sie (die Parteien) müssen über die Herkunft ihrer Mittel öffentlich Rechenschaft geben." Sein Amtseid als Bundeskanzler war weniger wert als ein Ehrenwort. Es gibt wieder etwas zu lesen wie "der gekaufte Staat" >hier< und >hier<, was der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker einmal zum Parteienstaat gesagt hat: Mittlerweile dringt der Parteibetrieb durch alle Ritzen der Gesellschaft; es ist schwierig, wo nicht sogar unmöglich, Gerichtspräsident, Rundfunkintendant, Schulrat oder Sparkassendirektor zu werden, ohne dass die Parteien bei solchen und ähnlichen Vorgängen ein Wort mitsprechen - meist das entscheidende...)
Die sogenannte Vereinigungskriminalität bezeichnet Straftaten im Zusammenhang mit der deutschen Vereinigung, z.B. Betrugshandlungen bei der Währungsumstellung und Betrugs- sowie Untreuedelikte zum Nachteil der Treuhandanstalt, der von der westdeutschen Bundesrepublik treuhänderischen Verwaltungsanstalt des volkseigenen Vermögens der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Bis zu 50 Mrd. DM Schadensvolumen wurden angenommen (soll aber doch geringer gewesen sein, etwa die Hälfte). Erhebliche Gewinne konnten auch beim Eintausch von "Transferrubeln", einer künstlich geschaffenen Währungseinheit für den Güteraustausch der Mitgliedsstaaten des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) im "Ostblock", erzielt werden. Der ursprünglich festgelegte Kurs für einen Rubel von 4,67 Mark der DDR war auf zuletzt 0,08 DM zusammengebrochen. Dieser große Unterschiedsbetrag reizte u. a. zu Scheinlieferungen und anderen Machenschaften. Im Rahmen der Vereinigungskriminalität geht es auch um die Verschleuderung von Vermögenswerten sowie um Unrechtmäßigkeiten bei der Versorgung der GUS-Truppen (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten des "Ostblocks"), um Schiebereien mit Versorgungsgütern der früheren Nationalen Volksarmee der DDR sowie Fälle von Untreue im ehemaligen Ministerium für Staatssicherheit (der berühmt-berüchtigten STASI) usw.
Die größte Gefahr für uns Menschen und den
gesamten Erdball geht von Leuten aus - wie schon mehrfach erwähnt, die als recht normal aussehende
Mitmenschen erscheinen, aber in der Psychologie/Soziologie unter
den Begriff gestörte Persönlichkeit fallen und dort insbesondere als "dissoziale"
oder - moderner - "antisoziale" Persönlichkeit bezeichnet werden (>hier<).
Zu dieser Gruppe gehören die Psychopathen oder besser Soziopathen (>hier<
direkt aufrufbar).
Psychopathen kann man nicht leicht
erkennen: Sie sind freundlich, liebenswert, erscheinen auf den ersten und auch
noch auf den zweiten Blick völlig "normal", oft hält man sie sogar für etwas überdurchschnittlich;
denn viele können sich als Blender hervortun, als Wichtigtuer, als Angeber.
Dabei bemühen sie sich, sympathisch zu wirken (durch Wohlgefallen, Zuneigung, positive
Gefühlsreaktion gegenüber Personen, Dingen oder Ideen). Sie verstecken sich
unter einer "Maske der Gesundheit"... Sie sind
gerne im Mittelpunkt und gefährlich, wenn sie auch noch
intelligent sind. Sie streben nach Prestige,
welches französisches Wort zu deutsch »Blendwerk« heißt. Sie wollen Ansehen und
sich Geltung verschaffen.
Es muss immer wieder darauf hingewiesen werden, dass es also eine bestimmte, soeben beschriebene Menschenspezies gibt - unabhängig von Rasse, d.h. Volkszugehörigkeit, jedoch überwiegend männlichen Geschlechts, deren Charakterisierung, d.h. Fachbezeichnung Psycho- oder besser Soziopathen ist, die jedoch entgegen der Namensbezeichnung keineswegs an der eigenen Psyche oder an der sozialen Struktur, also unter Mitmenschen leiden. Da sie sich in viele Schlüsselstellungen gedrängt haben, werden Veröffentlichungen über diesen Personenkreis (wahrscheinlich möglichst) unterdrückt. Das erinnert mich an eine Vorlesung über Graphologie ("Kunst" der Handschriftendeutung), bei der der vortragende, ansonsten sehr selbstbewusst wirkende Herr Professor kaum in der Lage war, etwas an die Tafel zu schreiben. Seine Zuhörer lachten laut...
Die Frage ist: "Sind Psycho-/Soziopathen so etwas wie eine feindliche Spezies im Menschengewand?" oder "Die chaotischen Prozesse der Globalisierung, erst recht die gegenwärtige (Wirtschafts- insbesondere [>hier<] Banken-)Krise haben das Business (Geschäftsleben mit rücksichtslosesten Führungsgrundsätzen) in ein noch günstigeres Biotop für Psychopathen verwandelt. Denn je schneller und radikaler sich die Welt verändert, desto besser werden sie - ohne Skrupel, d.h. Bedenken und Gewissensbisse - sich darin zurecht finden." (>Hier< ein Kommentar aus Wochenmagazin Nr. 51 vom 16.12.2010)
Wie gesagt: "Psychopathen haben kein Gewissen. Sie empfinden keine Reue und kein Mitgefühl und keine andere Persönlichkeitsstörung richtet ähnlich verheerenden Schaden an wie die Psychopathie". Das ist eine "Triebstörung" mit der Unfähigkeit, Unrecht einer Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln. Der § 20 des Strafgesetzbuches (StGB) - "Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen" sagt sogar: "Ohne Schuld handelt, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewusstseinsstörung oder wegen Schwachsinns oder einer schweren anderen seelischen Abartigkeit unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln". Weiter geht es: § 21 "Verminderte Schuldfähigkeit: Ist die Fähigkeit des Täters, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln, aus einem der in § 20 bezeichneten Gründe bei Begehung der Tat erheblich vermindert, so kann die Strafe nach § 49 Abs. 1 StGB gemildert werden".

Man denke an die bisherigen Führungskräfte und erinnere sich an den Kaiser Nero Claudius Caesar, dem römischen Kaiser (54 - 68 nach der Zeitrechnung) bis zu Hitler und Stalin, Pol Pot (den kambodschanischen Politiker, Saloth Sar) und Saddam Hussein, aber auch an den US-amerikanischen ehemaligen Verteidigungsminister Donald Henry Rumsfeld und den Expräsidenten George Walker Bush selbst. Nach dem Strafgesetzbuch sind sie alle unschuldig - im Ernst. Und was machen wir? "Wer soziale Regeln nicht einhält, muss aus diesem Regelsystem herausgenommen werden..." fordert Christan Elger, Direktor der Universitätsklinik für Epileptologie in Bonn (und Mitglied im Frankfurter Zukunftsrat). >Hier<, auf der Seite über Psychopathie, ist ein umfassender Fragekatalog zu finden, der zur Aussonderung von (zumindest hochgradigen, stark ausgeprägten) Psychopathen dient. Dieser Katalog betrifft jeden Politiker und Spitzenverantwortlichen. Die Leute dort dürfen nicht durch Buckeln und Trampeln in die Positionen kommen, z.B. als altgediente Parteimitglieder oder wegen sonstiger "Verdienste" durch Parteispendensammlungen oder wie der 1924 geborene Widerstandkämpfer als am Aufbau schwarzafrikanischer Befreiungsbewegungen beteiligte, Robert Gabriel Mugabe, derzeitig immer noch Ministerpräsident (Premierminister) von der durch ihn ruinierten "Republic of Simbabwe". Mugabe hat immerhin Philosophie, Englisch, Geschichte, Wirtschaftswissenschaft und Jura studiert und war anfänglich durchaus annehmbar neben dem britischen Exkolonialherrn in Rhodesien, Ian Douglas Smith, welcher noch bis 1990 im Parlament von Simbabwe war. (>Hier< zur ganzen Seite mit sehr vielen Literaturangaben über Psychopathen, um die sich der US-amerikanische Psychologe, Prof. Dr. Robert D. Hare am ausführlichsten gekümmert hat. Diese Seite bietet viele Verzweigungen, wie zur Börse, zur Gier, d.h. zu Menschen, aus dem Pool von Psychopathen, die Hare gerne untersuchen würde, "wenn ihm die Probanten - die Versuchspersonen in den Gefängnissen ausgehen würden", wie er einmal sagte.)
Mitläufer, Opportunisten (>hier<), die immer suchen konform und gehorsam zu sein:
Im Folgenden soll auf die Schwierigkeit hingewiesen werden, dass nur ein kleiner Prozentsatz der (derzeitigen) Mitmenschen daran interessiert ist, etwas zu verändern; denn - wie bereits an vielen Stellen hervorgehoben - Wer will denn schon (abgelehnter) Außenseiter sein.
Betrachten wir eine Zusammenfassung der Versuchsergebnisse zur Folterung (>hier<):
|
Grundsätzliche Folgeleistung einer Autorität (weißer Kittel genügt): |
über 60% |
| hört man den Gefolterten |
etwa 60% |
| Gefolterter im selben Raum |
etwa 40% |
| Ein Proband protestiert, dann Folterbereitschaft | nur noch 10% |
Diese Ergebnisse können auf andere Situationen übertragen werden z.B. bezüglich Kriegsverbrechen. Doch die Befehls- und Kommandogeber haben solchen Protesten vorgebaut durch Strafandrohung bei Befehlsverweigerung. Nochmals: Befehle und Kommandos als Anweisung zu einem bestimmten Verhalten, erteilt mit dem Anspruch auf Gehorsam, dürfen in einigen demokratischen Systemen inzwischen unter ganz besonderen Umständen verweigert werden.
Mehr zu diesem Thema >hier< unter der Überschrift: Autorität, Macht, Konformität und Gehorsam.
Neil Postmann meint zwar
(>hier< sein Buch über Hörigkeit) theoretisch-hypothetisch, dass »es sicherlich richtig ist, wenn der, der die Macht zu definieren besitzt, unser Herr und Gebieter ist; aber ebenso richtig ist, daß niemals wirklich Sklave werden kann, wer eine alternative Definition im Kopfe hat.« Praktisch kommt eine solche "alternative" Definition bei neunzig Prozent der Mitmenschen schwer bis in den Kopf.
Meckern, nörgeln und Kritik werden nicht (ohne weiteres) von autoritären Personen geduldet, sondern solche unangepassten Typen werden auch vom Großteil der Mitmenschen keineswegs gerne gesehen. >Hier<: Überbringer schlechter Nachrichten.)
Wie kann man die Grundeinstellung der Mitmenschen einmal aufgezählt:
- lass mich in Ruhe,
- das geht mich nicht an,
- da kann man doch nichts ändern,
- das war doch immer schon so,
. irgendwie geht es doch,
- man muss sich anpassen und mitmachen, sonst...
"zerstören", wenn etwas unbedingt verändert werden muss.
Der Ablauf an den Börsen ist mit einem Finanzroulett* (einem Glücksspiel in einer Spielbank) zu vergleichen, wie es auch selbst schon der bundesdeutsche Umweltminister Sigmar Gabriel (Oktober 2008) gesehen hat.
* "Glücksspiel um Vermögenswerte, bei dem die Entscheidung über Gewinn und Verlust im Wesentlichen nicht von den Fähigkeiten und Kenntnissen und dem Grad der Aufmerksamkeit der Spieler, sondern allein oder überwiegend vom Zufall bestimmt wird..." Definition nach (c) wissenmedia GmbH, 2010
Eine römische Münze als
Glücksschweinchen
Der Kapitalismus ist eine politische Glücksspiel-Religion um den Opferstock, der
vom Wahlvolk mit Geld gefüllt wird. Geld kommt von
althochdeutsch "gelt" ("gelten", Vergütung, Wert). Das lateinische Wort pecunia
entspricht dem Geld (Vermögen, Eigentum, ursprünglich solches an Vieh). Da "pecunia"
aus "pecus", das Vieh, hergeleitet wird, muss an einen heiligen, also religiösen
Zweck des Geldes als Ersatz für ein Tieropfer gedacht werden; denn ein Opfertier
war auf der frühzeitlichen römischen Münze eingeprägt (Bild links).
Also Opfertier ─>Geld ─>Opferstock ─>Gewinn als geschichtlicher Ablauf. Wer Geld hat, der "gilt" als jemand wertvolles.
Heutzutage spielt das Geld ja immer noch ein wichtige Opferrolle, vom mittelalterlichen "wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt" bis zum "Klingelbeutel", aber vor allem als Steuern und Abgaben, die uns Staatsbürgern auferlegt sind von Mitmenschen, welche uns beispielsweise eine gut funktionierende "Infrastruktur" ausdenken und realisieren (unter Einhalt von einem hohen Prozentsatz an Bestechungsgeldern und anderen Vorteilsnahmen, wenn auch wahrscheinlich nur in Ausnahmefällen. Das alles fällt unter den Begriff der Korruption. (>Hierzu< eine ausgiebige Liste.)
Das Bedürfnis nach Tauschmöglichkeit - Geld gegen "himmlisches ewiges" Leben ohne Sorgen - ist im Kapitalismus vollendet worden. Man kann sich jeden Wunsch erfüllen, abhängig jedoch und leider von der "Liquidität", beispielsweise genügendem Bargeld, das "liquide (flüssige) Mittel erster Ordnung" genannt. Ein Bankguthaben oder ein diskontierbarer Wechsel* gehören zum "verflüssigbaren Mittel zweiter Ordnung" (= Liquidität). Geld braucht nicht mehr eine stoffliche Eigenschaft zu haben (wie Edelmetall oder zumindest kostspielig bedrucktes Papier, geprägte Münzen). Herkunft und Bezeichnung des Geldes sind unwichtig geworden. Wenn man genug hat, kann man spekulieren, zu den vielen Spielkasinos (im wahrsten Sinne dieses Wortes) gehen oder sich an der Börse rumtreiben. Das Zentrum, die "kapitalistische Kaaba" (der Schwarze Stein-Würfel als höchstes Heiligtum der Muslime in Mekka) ist die Börse. Da wird spekuliert aus dem "hohlen Bauch" (gemeint ist oft ein hohles Gehirn) heraus, aus dem "sicheren" Gefühl, aus hormonellen, massenpsychotischen und instinktiven Gründen. Da werden Werte gehandelt, die oftmals nichts mit der Realität zu tun haben, die sogar manchmal überhaupt nicht existieren. Solche "Nichtswerte" werden heutzutage in so genannten "Bad Banks" offiziell gelagert bzw. ausgelagert. (Die 2003 gegründete Hypo Real Estate Group, auch unter Namen Hypo Real Estate Holding AG geführt, ist ein bekanntes Beispiel. Das ist ein Bankenkonzern, der aus der [bayrischen] Hypovereinsbank hervorgegangen und inzwischen global tätige ist.)
* unter Einbehaltung der Zinsen
Das Börsenmekka" ist die Wall Street in New York als im übertragenen Sinne das Finanzzentrum in den USA (die derzeitige weltwirtschaftliche Führungsmacht) und damit der ganzen Welt.
Es führt zu weit, auf weitere Einzelheiten einzugehen. Nur noch eins: Die Geldwirtschaft ist inzwischen so kompliziert geworden ("innovativ*"), dass selbst Fachleute nach langem Studium und mit großer Erfahrung nicht mehr mithalten können; denn immer undurchsichtigere Begriffe, Aktionen und Tricks werden zur Verschleierung des sich illegalen Bereicherns erfunden...
* lateinisch-englisch: Erneuerung: speziell in der Wirtschaft: Entwicklung, Erzeugung und Durchsetzung neuer Produkte und Produktqualitäten (ob der Verbraucher das will oder nicht)
Inzwischen gibt es immer noch die Finanzkrise und wie bei jeder großen Finanzkrise stellen sich jetzt nach dem Platzen der Blase alle die Frage, wie es so weit kommen konnte. Psychologen und Biologen wiesen schon seit Jahren darauf hin, dass die Kauf- und Verkaufsentscheidungen von Börsen- und Finanzhändlern längst nicht nur durch rationale Beweggründe gesteuert werden. Urzeitliche Reflexe, Herdentrieb und Hormone, nicht zuletzt die Psychopathen-/Soziopathen (als gestörte Persönlichkeiten) spielen aus psychologisch-soziologischer und biologischer Sicht eine wichtige Rolle und erhöhen letztlich das Risiko eines großen Crashs.
>Hier< zum "Kapitalismuswahn (Definitionen von Kapital, Aktien, Börse und vielem mehr)
Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Leuten und Vereinigungen, die Schwachstellen in unserem gesamtweltlichen System aufdecken, die vor allem durch die "Neue Religion" des rücksichtslosen und ausbeuterischen Globalkapitalismus entstehen oder bereits bedrohlich entstanden sind, von Volker Zotz als "Konsumismus", als "Basisübel" genannt. (>Hier< direkt zur entsprechenden Stelle in seinem Buch "Konfuzius für den Westen - Neue Sehnsucht nach alten Werten". Zum Seitenanfang der Buchvorstellung hochblättern oder {Strg] [Pos1].)
Durch Engagement, also durch persönlichen Einsatz und leidenschaftliches Eintreten vieler bekannter Mitmenschen, aber wahrscheinlich unzähliger mehr, nicht im Rampenlicht stehender, haben wir schon fast alle notwendigen Lösungsvorschläge, manche bereits detailliert ausgearbeitet, zur Ermöglichung der
Auswege.
Damit kommen wir zu einigen schon vorhanden Bausteinen für einen angestrebten Soll-Zustand, und tragen wir zusammen, wie es möglich werden könnte, das vor allem unten gezeigte, von Mitmenschen zugelassene Kluft verschwindet.
Carl Larsson: Weihnachtsabend,
schwedischer Maler,
1919 mit 66 Jahren gestorben

"Mag der Molotow-Cocktail, den man anlässlich der Demonstration gegen ein Gipfeltreffen führender Weltpolitiker in das Spalier der Polizisten wirft, auch ein Ausdruck individuellen oder kollektiven Unmuts sein, mehr als Körperverletzungen und Zerstörung kann er nicht bewirken...", schreibt der oben erwähnte österreichische Philosoph und Religionswissenschaftler Volker Zotz.
Es mag zwar sehr befriedigend sein, wenn sogar ein "hochrangiger" Politiker zu einer "Gewaltmaßnahme" greift, um etwas durchzusetzen, was ansonsten bei manchen Mitmenschen überhaupt nicht möglich ist, wie im folgenden Beispiel des Bürgermeisters der litauischen Hauptstadt Vilnius, der mit einem gepanzerten Fahrzeug ein falsch parkendes Auto überrollt und zerstört, >hier< mehr im Artikel: "Gewalt und Revolution".
Erfahrungsgemäß sind zu große Veränderungen nur langsam durchzusetzen. Ansatzpunkte sind aber schon in einer großen Zahl vorhanden:
Einigen wir uns erst einmal auf das inzwischen bereits definierte Weltethos mit ethischen Übereinkünften auf der einfachen Grundlage,
dass als Gemeinsamkeiten in (fast allen) Religionen und Ideologien das Prinzip der Goldenen Regel gilt. Das ist das in der Bibel, Matthäus 7, 12 empfohlene sittliche Verhalten gegenüber den Mitmenschen: »Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das tu ihnen auch«; bekannter in der verneinenden Form: »Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu«. Diese "Goldene Regel" ist Bestandteil der Ethik auch in vielen nicht christlicher Religionen. Man kann sogar feststellen: Alle Kulturen und Religionen kennen dieses Prinzip der Gegenseitigkeit - zumindest ansatzweise. Die "Stiftung Weltethos für interkulturelle und interreligiöse Forschung, Bildung, Begegnung" ist seit 1995 aktiv.
Das Weltethos (>hier<) hat zum
Ziel:- die Umsetzung der Menschenrechte und Menschenpflichten (>hier<),
- Freiheit der Menschen vor Unterdrückung und Ausbeutung (ist Teil der Menschenrechte),
- Freiheit, das bedeutet Unabhängigkeit von äußerem oder innerem Zwang [oder bedingt durch Menschen oder Institutionen oder durch kulturelle Gegebenheiten (wie durch "Nötigung" infolge von Ideologien)] als solche (>hier< unter Religionsfreiheit),
- Beseitigung des Welthungers,
- Friedenspolitik und die ethischen Grundlagen internationaler Beziehungen (>hier< das Buch von Hans Küng und Dieter Senghaas),
- NOMA-Theorie, „non-overlapping magisteria (sich nicht überschneidende Lehren)" alsRezept für gegenseitigen Respekt zwischen Naturwissenschaft und Religionen >hier<,
- Umsetzung einer gerechten Wirtschaftsordnung (>hier< am Beispiel des "Ahlener Programms" der Christlich Demokratischen Union CDU und >hier< "Konsequenzen für die Weltwirtschaft" - als globales Wirtschaftsethos mit u.a. 13 Artikeln), >hier< eine Definition von "Wirtschaftsethik",
- Erklärung des Parlamentes der Weltreligionen für einen Konsens als Grundlage eines Weltethos: "einen minimalen Grundkonsens bezüglich verbindlicher Werte, unverrückbarer Maßstäbe und moralischer Grundhaltungen" (>hier< im einzelnen),
- Solidarität zwischen den Menschen
(angefangen in Kleingruppen bis innerhalb von Staatengemeinschaften, z.B.
USA, EU, ASEAN - Association of South East Asian Nations:
1967 gegründete Vereinigung südostasiatischer Staaten zur Förderung der
wirtschaftlichen, politischen und sozialen Zusammenarbeit - bis zur UNO, den
Vereinten Nationen)
- Nachhaltigkeit zum Schutze des Ökosystems (>hier<, auch zum Umwelt- und Klimaschutz am Seitenanfang) und eines dauerhaften Friedens auf der Erde.
Bei gutem Willen für einander und mit einander und durch gegenseitigen Respekt wird es möglich sein, dass es gleichgültig, besser gesagt gleichwertig ist, wie und was Menschen ansonsten denken, fühlen - ob spirituell, religiös oder (strikt) naturwissenschaftlich!
Ein Beispiel sollte an dieser Stelle belegen, was darunter zu verstehen ist: Ein geschätzte, fromm und traditionell katholische Nachbarin, im Alter von fast achtzig Jahren, warf mir und meiner Frau im Juli 2011 eine Ansichtskarte (Bild rechts) durch den Briefkastenschlitz in der Haustüre mit den Worten: "Liebe Nachbarn, denke oft an Sie beide und möchte, ich könnte helfen. Ich weiß, daß Sie das nicht so verstehen wie ich, aber ich bete für Sie beide, that's all I can do. Liebe Grüße..." Unsre völlig verschiedenen Weltanschauungen trübt unsere Beziehung nicht. (Das Bild rechts zeigt die Fensterrose an der Wandfassade der ehemaligen Zisterzienser-Klosterkirche in Ehrach, Bayern - Kopie 1886 nach dem Original von 1283 [© www.denkmalschutz.de])
Leider sind viele Mitmenschen nicht willens, sich nach Regeln eines Weltethos zu verhalten. Das geht dann sogar soweit, dass sie mit dem Strafrecht Bekanntschaft machen müssen (>hier<). Insbesondere gibt es bisher kein brauchbares Rezept zur Verhinderung von Fanatismus mit nur einem einzigen Ziel, welches durch Hetze, Hass und völlig einseitiger propagandistischer Prägung in das Bewusstsein als absolute Wahrheit eingraviert worden ist zur Vernichtung allen Andersseins und allem, was von der jeweiligen Ideologie - einer unter tausenden - abweicht. Dieses einzige Ziel wird dann verfolgt, sogar mit Mord und Totschlag (Beispiel >hier< der Judenverfolgung).
(Eventuell >zurück<, wenn zu obigen Ausführungen als "Ziel" gesprungen wurde.)
Inzwischen gibt es auch die Erdcharta, von der Umweltorganisation der Vereinten Nationen ausgearbeitet. Sie beginnt mit den folgenden Sätzen:
"Wir stehen an einem kritischen Punkt der Erdgeschichte, an dem die Menschheit den Weg in ihre Zukunft wählen muss. Da die Welt zunehmend miteinander verflochten ist und ökologisch zerbrechlicher wird, birgt die Zukunft gleichzeitig große Gefahren und große Chancen. Wollen wir vorankommen, müssen wir anerkennen, dass wir trotz und gerade in der großartigen Vielfalt von Kulturen und Lebensformen eine einzige menschliche Familie sind, eine globale Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Schicksal. Wir müssen uns zusammentun, um eine nachhaltige Weltgesellschaft zu schaffen, die sich auf Achtung gegenüber der Natur, die allgemeinen Menschenrechte, wirtschaftliche Gerechtigkeit und eine Kultur des Friedens gründet. Auf dem Weg dorthin ist es unabdingbar, dass wir, die Völker der Erde, Verantwortung übernehmen für einander, für die größere Gemeinschaft allen Lebens und für zukünftige Generationen." (>Hier< der ganze Wortlaut der Erdcharta.)
Zu erwähnen ist im Rahmen des deutschen Grundgesetzes:
das Gesetz über die Konvention zum Schutze
der Menschenrechte
und Grundfreiheiten
Vom 7. August 1952
(Bundesgesetzblatt - BGBI, II S. 685, 953,
Verfahrensordnung hierzu siehe BGBl. 1963 II S. 332.
BGBI., in Deutschland seit 1949 das amtliche Verkündungsblatt u. a. für Gesetze und Rechtsverordnungen des Bundes
Teil II: Völkerrechtliche Vereinbarungen, EG-Verordnungen
Art. I. Der in Rom am 4. November 1950 von den Regierungen der
Mitgliedstaaten des Europarates unterzeichneten Konvention zum Schutze der
Menschenrechte und Grundfreiheiten wird zugestimmt.
Art. II.
(1) Die Konvention wird nachstehend mit Gesetzeskraft veröffentlicht.
(2) Die Bundesregierung wird ermächtigt, die Zuständigkeit der Kommission für Menschenrechte nach Artikel 25 der Konvention anzuerkennen.
(3) Die Bundesregierung wird ermächtigt, die Gerichtsbarkeit des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte nach Artikel 46 der Konvention in allen die Auslegung und Anwendung dieser Konvention betreffenden Angelegenheiten als obligatorisch anzuerkennen.
(4) Der Tag, an dem das Abkommen gemäß seinem Artikel 66 in Kraft tritt, ist im Bundesgesetzblatt bekanntzugeben.
Art. III. Die Konvention gilt im gesamten Geltungsbereich des Grundgesetzes.
Kommentar: Es ist nicht bekannt, ob obiges Gesetz überhaupt "verkündet" wurde.
Immer wieder wird davor gewarnt (insbesondere z. Zt. des Oktobers 2010), dass Extremisten, insbesondere islamisch-fanatischer* Prägung, Anschläge in Europa vorbereiten. Bekannt ist, dass sich junge Leute (natürlich fast ausschließlich männlichen Geschlechts) in islamischen Ausbildungslagern (in Pakistan, Afghanistan) schulen lassen, um terroristische Verbrechen begehen zu können.
* fanaticus heißt lateinisch bezeichnender Weise »von der Gottheit ergriffen«, aber auch »schwärmerisch«, »rasend«. (Allgemeine Bedeutung: "unbeirrbare, aggressive Haltung, mit der ein verabsolutiertes Ziel verfolgt wird".)
Seltsam ist, dass solche Trainingslager zwar bekannt und auch die dorthin Reisenden sogar in der Regel von den Überwachungsinstitutionen mit Namen erfasst sind. Wird das alles nur unter dem Aspekt des Sports gesehen wird, wie Schützenvereine?
Ganz eindeutig drückt der § 89a die Strafbarkeit aus, wenn dort steht:
Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.
(1) 1 Wer eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet, wird mit
Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.
2 Eine schwere
staatsgefährdende Gewalttat ist eine Straftat gegen das Leben in den Fällen des
§ 211 oder des § 212 oder gegen die persönliche Freiheit in den Fällen des § 239
a oder des § 239 b, die nach den Umständen bestimmt und geeignet ist, den
Bestand oder die Sicherheit eines Staates oder einer internationalen
Organisation zu beeinträchtigen oder Verfassungsgrundsätze der Bundesrepublik
Deutschland zu beseitigen, außer Geltung zu setzen oder zu untergraben.
(2) Absatz 1 ist nur anzuwenden, wenn der Täter eine schwere staatsgefährdende
Gewalttat vorbereitet, indem er
1. eine andere Person unterweist oder sich unterweisen lässt in der Herstellung
von oder im Umgang mit Schusswaffen, Sprengstoffen, Spreng- oder
Brandvorrichtungen, Kernbrenn- oder sonstigen radioaktiven Stoffen, Stoffen, die
Gift enthalten oder hervorbringen können, anderen gesundheitsschädlichen
Stoffen, zur Ausführung der Tat erforderlichen besonderen Vorrichtungen oder in
sonstigen Fertigkeiten, die der Begehung einer der in Absatz 1 genannten
Straftaten dienen,
2. Waffen, Stoffe oder Vorrichtungen der in Nummer 1 bezeichneten Art herstellt,
sich oder einem anderen verschafft, verwahrt oder einem anderen überlässt,
3. Gegenstände oder Stoffe sich verschafft oder verwahrt, die für die
Herstellung von Waffen, Stoffen oder Vorrichtungen der in Nummer 1 bezeichneten
Art wesentlich sind, oder
4. für deren Begehung nicht unerhebliche Vermögenswerte sammelt, entgegennimmt
oder zur Verfügung stellt.
(3) 1 Absatz 1 gilt auch, wenn die Vorbereitung im Ausland begangen wird.
2 Wird
die Vorbereitung außerhalb der Mitgliedstaaten der Europäischen Union begangen,
gilt dies nur, wenn sie durch einen Deutschen oder einen Ausländer mit
Lebensgrundlage im Inland begangen wird oder die vorbereitete schwere
staatsgefährdende Gewalttat im Inland oder durch oder gegen einen Deutschen
begangen werden soll.
(4) 1 In den Fällen des Absatzes 3 Satz 2 bedarf die Verfolgung der Ermächtigung
durch das Bundesministerium der Justiz.
2 Wird die Vorbereitung in einem anderen
Mitgliedstaat der Europäischen Union begangen, bedarf die Verfolgung der
Ermächtigung durch das Bundesministerium der Justiz, wenn die Vorbereitung weder
durch einen Deutschen erfolgt noch die vorbereitete schwere staatsgefährdende
Gewalttat im Inland noch durch oder gegen einen Deutschen begangen werden soll.
(5) In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren.
(6) Das Gericht kann Führungsaufsicht anordnen (§ 68 Abs. 1); § 73 d ist anzuwenden.
(7) 1 Das Gericht kann die Strafe nach seinem Ermessen mildern (§ 49 Abs. 2)
oder von einer Bestrafung nach dieser Vorschrift absehen, wenn der Täter
freiwillig die weitere Vorbereitung der schweren staatsgefährdenden Gewalttat
aufgibt und eine von ihm verursachte und erkannte Gefahr, dass andere diese Tat
weiter vorbereiten oder sie ausführen, abwendet oder wesentlich mindert oder
wenn er freiwillig die Vollendung dieser Tat verhindert.
2 Wird ohne Zutun des
Täters die bezeichnete Gefahr abgewendet oder wesentlich gemindert oder die
Vollendung der schweren staatsgefährdenden Gewalttat verhindert, genügt sein
freiwilliges und ernsthaftes Bemühen, dieses Ziel zu erreichen.
§ 89 b Aufnahme von Beziehungen zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.
(1) Wer in der Absicht, sich in der Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat gemäß § 89 a Abs. 2 Nr. 1 unterweisen zu lassen, zu einer Vereinigung im Sinne des § 129 a, auch in Verbindung mit § 129 b, Beziehungen aufnimmt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Absatz 1 gilt nicht, wenn die Handlung ausschließlich der Erfüllung rechtmäßiger beruflicher oder dienstlicher Pflichten dient.
(3) 1 Absatz 1 gilt auch, wenn das Aufnehmen oder Unterhalten von Beziehungen im
Ausland erfolgt.
2 Außerhalb der Mitgliedstaaten der Europäischen Union gilt
dies nur, wenn das Aufnehmen oder Unterhalten von Beziehungen durch einen
Deutschen oder einen Ausländer mit Lebensgrundlage im Inland begangen wird.
(4) Die Verfolgung bedarf der Ermächtigung durch das Bundesministerium der
Justiz
1. in den Fällen des Absatzes 3 Satz 2 oder
2. wenn das Aufnehmen oder Unterhalten von Beziehungen in einem anderen
Mitgliedstaat der Europäischen Union nicht durch einen Deutschen begangen wird.
(5) Ist die Schuld gering, so kann das Gericht von einer Bestrafung nach dieser Vorschrift absehen.
Was oder wer behindert nach obigem völlig eindeutigem Text, uns vor Extremisten*
zu schützen?
Kaum mehr zu überblicken sind die unzähligen Initiativen, Zukunftsräte (Beispiele >hier<), "Bewegungen" (z.B. Friedensbewegungen an vielen Universitäten; >hier< ein Blick nach Kassel), Institute (Beispiel >hier<
zum Worldwatch Institute und Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie), Organisationen (z.B. der Vereinten Nationen >hier<, (Amnesty International, die erfolgreichste von 1000! nicht staatlichen Menschenrechtsorganisationen - >hier< - , Greenpeace oder Attac >hier<, aber auch Rotary-Club-Organisation und Lions >hier<), Kommissionen (>hier< zur Wahrheit und Versöhnung), Stiftungen (z.B. die GBS - Giordano-Bruno-Stiftung >hier< und >hier< eine allgemeine Betrachtung), nicht zu vergessen die vielen, vielen Einzelpersonen mit ihren fachkompetenten Veröffentlichungen (in diesem Internetbuch als nur bruchstückhaft aufgezählte Literatur zu finden). Wenn alle diese aktivistisch, also zielstrebig zur Verbesserung und zum Umdenken engagierten, d.h. sich verpflichtet fühlenden Personen und Personengruppen mehr Gehör fänden durch ähnlich hohe finanzielle Mittel im Vergleich zu denjenigen, womit unsere Regierenden gekauft werden (>hier< zur "Lobby"), dann würde unsere Lebensgemeinschaft erträglich sein ...
In der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg, Stuttgart, soll für
mehrere Milliarden € ein neuer Durchgangsbahnhof gebaut werden.

(Siehe www.friederike-gross.de)
Die von der Karikaturistin Groß gezeichneten schlafmützigen Kopfbedeckungen sind
spöttisch gemeintes Sinnbild für den deutschen "Michel", den biederen, unpolitischen,
ungebildeten, einfältigen, aber gutmütigen Menschen, vor allem aus ländlichen, klein-
bürgerlichen Kreisen, bei denen Jungen oft gerne den Taufnamen Michael erhielten.
Bürgerbeteiligung sollte bei allen Projekten selbstverständlich sein.
Damit könnte das Verschwinden von Milliarden als Schmiergelder
weitgehend verhindert werden!
>Hier< Ausführliches zum völligen Vertrauensbruch zwischen Volk und seinen Vertretern am Beispiel Deutschlands, was weder in den USA oder - sagen wir mal - Frankreich wesentlich anders ist.
Wie heißt es so schön: Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos!
Obige Beispiele zeigen, dass es bereits gute Bausteine gibt.
Grundlagen für eine erforderliche Systemverbesserung, die schon vorhanden sind
und genutzt werden können (und auch sollten)
Fangen wir doch schon mal an mit Überlegungen zur "Weltverbesserung":
Jedes System muss auf Grund neuer Erkenntnisse und Erfahrungen angepasst werden (wenn man nicht in einer eingefrorenen Ideologie behaftet bleiben will). Wenn auch die
Demokratie (>hier< kurze Definition)
inzwischen allgemein als die beste Staatsform anerkannt ist, so muss darauf hingewiesen werden, dass kaum Erfahrungen mit dieser Staatsform im Laufe der Menschheitsgeschichte gesammelt werden konnten. Viele Autoren sprechen den USA den Status einer modernen Demokratie ab (insbesondere >hier< "Schwarzbuch USA" und >hier< "Stifter des Global-Kapitalismus"). Global gesehen sind inzwischen alle Demokratien wegen ihrer Verbindung zur politischen Religion "Kapitalismus" d.h. "Konsumismus" nicht unabhängig sondern ideologisch geprägt. Ein Staat, der nicht frei von religiöser Bindung ist (französisch: laïcisé = befreit), kann nicht allen Staatsbürgern gerecht werden. Außer in Frankreich und in der Türkei gibt es keine Demokratie, in der der Laïzismus verfassungsmäßig festgeschrieben ist. Dort ist aber Trennung von Staat und Kirche festgeschrieben. Es muss aber eine Trennung von Staat und jeglicher Ideologie erreicht werden.
Angestrebt werden muss vor allem eine Weltregierungskompetenz, wobei diese Kompetenz den derzeitigen einzelstaatlichen Vertretungen gegenüber einen ähnlichen Stellenwert hat, wie Landesrecht gegenüber Kommunalregierungen (also strukturiert bis runter auf Gemeindeebene).
Wähler sind direkt am tages- und kommunalpolitischen Geschehen zu beteiligen durch kontinuierliche Diskussion, Bürgerentscheide, Volksabstimmungen. Zu realisieren durch Wählerinitiativen.
>Hier<
ein Buch ("Chancen der Demokratie") zum Klimawandel, den Folgen für die Zukunft und welche demokratischen
Möglichkeiten es gibt. Die Verlagswerbung fasst das Buch so zusammen: "Finanz- und Wirtschaftskrise, Klimawandel, schwindende Ressourcen und
der
Raubbau
an der Zukunft der kommenden Generationen bilden einen sozialen Sprengstoff, der
bald explodieren könnte.
Die Autoren analysieren die Auswirkungen der sich auftürmenden Krisen des
Kapitalismus und zeigen, wie die Demokratie in Gefahr gerät, wenn sie keinen Weg
aus der Leitkultur der Verschwendung findet.
Das Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für eine Erneuerung der Demokratie von unten und eine Ermunterung für alle Initiativen, die andere Formen des Wirtschaftens und Lebens einüben und dabei nicht auf den Fetisch* Wachstum, sondern auf Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit setzen.
* "Gegenstand, dem eine (persönliche oder unpersönliche) »außernatürliche Macht« innewohnt, die man - zum eigenen Vorteil oder auch zum Schaden anderer - durch Geschenke oder Opfer aktivieren kann" - nach (c) wissenmedia GmbH, 2010
Der heutige demokratische Verfassungsstaat ist im Laufe vieler
Jahrhunderte durch meistens sehr heftige Auseinandersetzungen (insbesondere
während der US-Amerikanischen und Französischen Revolution am Ende des 18.
Jahrhunderts) mit unterschiedlichen Formen von Willkür- und Gewaltherrschaft
durchgesetzt. Die demokratischen Verfassungsstaaten haben eine Reihe fundamentaler Gemeinsamkeiten,
wie Gewaltenteilung, Schutz der Freiheitssphäre des Bürgers,
Rechtsstaatlichkeit, Pluralismus, Repräsentativverfassung. Dennoch kommen immer
wieder Gefahren hoch, vor allem aus dem ideologisch
extremistischen, radikalen Bereich im Hinblick auf die Ablehnung des
demokratischen Verfassungsstaates wegen
ideologischer Alleinvertretungsansprüche und als unumstößlich angesehene Doktrinen
in Form von zum Glaubenssatz verhärteter Meinung (beispielsweise, um
militärische Einsätze ablaufen zu lassen, Eisenhower-, Truman-,
Breschnew-Doktrine). Leider gibt es kaum noch ein Staat, der auf das Etikett
»demokratisch« verzichtet. (Überschneidung gibt es mit der Vielzahl von
Republiken; so wäre eigentlich das deutsche Bundesland eine Republik, die
eigentlich auch keinen Alleinherrscher duldet.)
Zu erwähnen ist, dass keine Fälle bekannt sind, in denen einigermaßer annehmbare Demokratien gegeneinander Krieg geführt haben.
Der kapitalistischen Wirtschaftform ist der politisch* religiöse Charakter zu nehmen. Ansätze dazu sind in unzähligen Veröffentlichungen zu finden z.B. >hier<.
* d.h. politische Institutionen hängen mit dem Bewusstsein der Bevölkerung zusammen. Der Name kommt vom griechischen »politika« = (Stadt-)Staatsgeschäfte, -angelegenheiten, öffentliches Wohl.
In einem, nach allgemeingültigen Regeln geordneten Ganzen von zu vereinbarenden Rechten und Pflichten, soll auf dieser Seite eine erweiterte, präzisierte und unbedingt notwendige Konvention* über Verhaltensweisen für alle Menschen in Grundzügen vorgestellt werden, die zur Grundlage die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 (>hier<) hat. Diese Erklärung war einer der wichtigsten Meilensteine auf dem Weg zu einer Festschreibung von individuellen Rechten, leider mit der Einschränkung, dass (wie "© 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG" schreibt) "ihre Gültigkeit durch religiöse, politische oder weltanschauliche Totalitarismen infrage gestellt wird".
* Das lateinische conventio bedeutet Übereinkunft und im soziologischen Sinne "Umgangs- oder Verhaltensregel", die von und für Individuen in einer Gesellschaft erwartet wird. Leider sind bei Nichteinhaltung der Konvention - Beispiel Menschenrechte - nur ziemlich dürftige negative Sanktionen möglich. Erhobener Zeigefinger und Boykott (nach dem englischen Güterverwalter C.Boycott Ende des 19. Jahrhunderts), also Handelseinschränkungen und ähnliches nützen garnichts.
Alternativen:
z. B. die Genossenschaft
als eine Gesellschaft von nicht geschlossener Mitgliederzahl, d.h. auch "Außenstende" können Mitglied werden (Beispiel Greenpeace Energy eG = eingetragene Genossenschaft). Zweck der Genossenschaft ist nicht in erster Linie der Profit, sondern der Erwerb oder die Wirtschaft ihrer Mitglieder mittels gemeinschaftlichen Geschäftsbetriebs zu fördern. Der Charakter der Genossenschaft als Personenvereinigung mit wirtschaftlicher Förderungsaufgabe kommt zum Ausdruck:
(1) Durch die Gleichberechtigung der Mitglieder untereinander ohne Rücksicht auf die Höhe ihrer Kapitalbeteiligung an der Genossenschaft, die meistens nach oben begrenzt ist (Beispiel Greenpeace Energy eG bei derzeit 5-tausend 500 €),
(2) in der Selbstverwaltung durch die Genossenschaftsorgane;
(3) im gemeinschaftlich begründeten Geschäftsbetrieb, der im Sinn der Förderungsaufgabe nicht (wie schon gesagt) gewinnorientiert sein soll.
Die Genossenschaft als Form solidarischer Eigenhilfe, also mit starkem Zusammengehörigkeitsgefühl, ist eine Privatwirtschaft; sie ist - derzeit - voll eingebunden in den "marktwirtschaftlichen" Prozess. Im Gegensatz dazu gibt es v. a. im Ausland gemeinwirtschaftliche oder halbstaatliche Formen mit ordnungspolitischem Anspruch. (Viele Einzelheiten >hier<.)
1. Umgangs- und Verhaltensregeln der Menschen
Einen phantastisch einfachen Ansatz zur Ausarbeitung von verbesserten Rechten (und Pflichten, die die Menschenrechtskonvention nur manchmal indirekt enthält) gegenüber der "Erklärung der Vereinten Nationen von 1948" bieten die "Thesen" von Raymond Walden (>hier<) in seinem "Kosmonomischen Manifest" (ab Seite 110 der Angelika Lenz Verlag Schriftenreihe Band 16). Diese Thesen, sagt Walden, "sind eine Einladung, jeden einzelnen Menschen aus verstandesmäßiger Einsicht zu achten."
In Artikel 20 des Deutschen Grundgesetzes heißt es: - Zitat - "(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung", wie sie im Grundgesetz festgeschrieben wurde, "zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist." In Anlehnung daran fordert Walden präziser: Die "Menschenwürde verlangt... entschlossenen Einsatz gegen das Destruktive, das den Globus beherrscht, gegen das archaische, als egoistisches Machtstreben einzelner Personen oder Cliquen* bis hin zu irregeleiteten Völkern." (Der Satz wurde, da aus dem Zusammenhang genommen, etwas umgestellt.)
* wörtlich aus dem Französischen: une clique = eine Sippschaft, bedeutet soziologisch: Die informelle Kleingruppe mit engem inneren Zusammenhalt und starker Abschottung nach außen, eine Gruppe, die nur Eigeninteressen im Sinn hat.
(>Hier< eine kritische Betrachtung des Begriffes Würde.)
In der Präambel zum "Kosmonomischen Manifest" erklärt Raymond Walden, dass Natur, also das gesamte Weltgeschehen in ihrer (aus unserer menschlichen Sicht) langsamen, aber kontinuierlich fortschreitende Entwicklung, nach wertneutralen Gesetzmäßigkeiten abläuft (welche nur mit den Chaostheorien zu erklären ist). "Es kommen gleichermaßen Leben fördernde wie Leben zerstörende Prinzipien zur Anwendung. So gesehen, ist die Natur gnaden- und kompromisslos."
Dazu noch einige Bemerkungen: Die "Natur" kennt weder Mitleid noch andere Werte, die viele Philosophen für ein "humanes" (menschenwürdig, nachsichtiges) Zusammenleben definiert haben. Aber - so schreibt R. Walden richtig - es "wird menschlicher Verstand durch Bildung in die Lage versetzt, die Naturgesetze zunehmend zu humanisieren, die Naturgesetze zu nutzen, um das Leben zu genießen", (hinzuzufügen ist:) sicher zu machen und zu erleichtern bis zu einem unausweichlichen Sterben in Würde (wie es durch eine "Gesellschaft für humanes Sterben e.V." gefordert wird). Der Mensch muss jedoch die Einsicht erlernen (>hier<), "dass nicht Egoismus" und Gier (>hier<) "die Basis von Humanität darstellen kann, vielmehr ein Individualismus, verankert in einer erstarkenden humanen Gesellschaft, die den Menschen höher achtet als alle von Menschen erdachten Ideale." (Dazu muss nochmals auf ein Weltethos hingewiesen werden >hier<.) Da liegt dann das schwer lösbare Problem des Ausbildens der Lehrer und Erzieher, die derzeit aus einer Gemeinschaft rekrutiert werden müssten, die mehrheitlich, d.h. zu etwa 80% aus religiös-weltanschaulich, politisch parteiisch festgelegten Menschen besteht.
Diese Forderung nach
Schutz des Individualismus geht
über die Definitionen des religiösen Schutzes in den §§ 166 und 167 des
deutschen Strafgesetzbuches hinaus, wie bereits in meinem Vorwort zum
Internetbuch "Gotteswahn-Info"
ausführlich behandelt wurde (>hier<
zur Kritik am religiösen Schutz).
Kommen wir zum (ersten)
1. Artikel der Menschenrechts-Konvention (entspricht 1. Kosmonomische These bei R.Walden),
wo von der Menschenwürde gesprochen wird. Diese wird in ersten Linie als "der
Anspruch des Menschen, als Träger geistig-sittlicher Werte um seiner selbst
willen zu achten", oder in ähnlichem
Wortlaut, in allen bekannten Wörterbücher beschrieben. Danach müsste man also
auch die
"geistig-sittlichen Werte" eines Herrn Hitler, eines Jossif (Josef)
Wissarionowitsch Stalin (alias Dschugaschwili, georgischer Herkunft), eines Pol
Pot (alias Saloth Sar, aus Kambodscha) anerkennen und solche menschlichen
Werte-Ansichten würdigen, d.h. anerkennen, hochschätzen. Damit würde ich mich
aber sehr schwer tun; nein, dazu weigere ich mich!
Statt "Würde" sollte "Einmaligkeit", die individuelle Bedeutung eines
Menschen, eines jeden Lebewesens eingeführt werden (also als
einmalig, unwiederbringbar). Und diese Bedeutung verbietet eher noch jedwede erniedrigende
Behandlung, vor allem eine Behandlung als bloßes Objekt. Es gibt keinen höheren
Wert als die einmalige Bedeutung eines Lebewesens. Diese Einmaligkeit ist zu
respektieren, "zu achten und zu schützen". (So ähnlich sollte Artikel 1 des deutschen
Grundgesetzes lauten.) Damit wäre die Problematik der strafrechtlichen Verfolgung,
Isolierung durch eine Haft eines Kriegsverbrechers, eines Terroristen, eines
Straftäters, einer geistig völlig unzurechnungsfähigen Person, also von
Leuten gelöst, deren geistig-sittlichen Werte (Definition der Würde, wozu auch
ein Minimum an "Redlichkeit"
>hier< gehört) keineswegs im
Interesse einer Weltbürgergemeinschaft losgelöst und abgehoben vom Natur-Umfeld sind.
Zum 2.
Artikel der Menschenrechts-Konvention - die 2. Kosmonomische These
von R. Walden, in der es um Gleichberechtigung geht, sollte eingefügt werden (zur Empfehlung von R. Walden):
"... uneingeschränkte Gleichberechtigung der Geschlechter meint keineswegs Angleichung, sondern Wertschätzung der sich ergänzenden
geschlechtsspezifischen Unterschiede" (>hier<
eine umfassende Betrachtung - als Geschlechterstudie); außerdem sind in diesem Zusammenhang auch
die Gleichberechtigung von Kindern und ihre besonderen Rechte und Pflichten zu
definieren und von Eltern eine "Schulungspflicht" zur Erleichterung
ihrer "Erziehungsaufgabe" zu fordern, die Nachwuchs erwarten; denn
Eltern müssen etwas von Kinderpsychologie, Hinführung der Kinder zur Achtung von
und Rücksichtnahme auf Mitlebewesen wissen, vielleicht sogar erst noch
für sich selber lernen. (Derzeit werden ausschließlich nur umfassende pränatale
physiologisch-medizinische Untersuchungen, natürlich auf Gemeinkosten
durchgeführt.) Es ist zu berücksichtigen, dass unsere Kinder nach Talcott Parsons (>hier<)
anfänglich völlig kulturlos sind, keinerlei Vorstellungen von der Welt, in
welche sie hineingeboren werden, haben, dass sie weder Sitte, noch Moral, geschweige
denn eine Ethik besitzen,
keine Sprache kennen. Unsere Kinder haben ohne die Hilfe anderer überhaupt keine
Möglichkeit, auf eine noch so primitive Weise zu überleben. Sie sind besonders
zu schützen, behutsam, aber doch konsequent in ihre Verantwortlichkeit einzuweisen,
als menschliche, denkfähige Wesen, die mehr sind als nur genetisch, hormonell
getrieben.
Des weiteren sind die zusätzlichen von R. Walden eingebrachten Forderungen auszuarbeiten, wie beispielsweise (angelehnt an seinen Wortlaut): Es ist
- "die Gesellschaft verpflichtet, jedem Menschen gesundheitliche Fürsorge, Ausbildung und Arbeit zu gewähren"
- ein bedarfsorientiertes, soziales, "transparentes" Wirtschaftssystem auszubauen, das ausbeutungsfrei ist und Partizipation (Teilhabe am Erfolg) gewährt, wobei "ehrlich erworbenes" Eigentum "und Verdienste zu respektieren sind"...
- Toleranz zu üben, also Duldung von Weltanschauungen, die nicht auf Schädigung von Natur und Mitlebewesen ausgerichtet sind, über die sachlich diskutiert werden kann ohne Indoktrination (Aufdrängung einer verhärteten, wissenschaftlich nicht begründbare Glaubensrichtung) und missionarische Verblendungsversuche (als bevollmächtigt und im Sendungsbewusstsein eines religiösen Glaubenssystems)
- Schutz des Individuum zu gewährleisten, wie "Schikaneverbot", jedoch Selbstverteidigungsrecht (Notwehr) nach dem "sechsten Abschnitt des deutschen Bürgerlichen Rechtes", dort die §§ 226 und folgende, ferner beispielsweise explizit (nach R. Walden): " Die menschliche Sexualität ist ureigene Privatangelegenheit; sie unterliegt einzig der Menschenwürde in der freien Entscheidung der beteiligten Partner..." Hierzu sei jedoch präzisiert, dass nur zulässig ist, was niemandem Schaden zufügt und dass ein Partner vollkommen einverstanden sein muss auch mit dem Verlauf von sexuellen Handlungen. Die Bedenken gegen den Begriff Würde wurden bereits vorher diskutiert. In diesen Zusammenhang des individuellen Schutzes fällt auch die Selbstbestimmung über die Fortsetzung des eigenen Daseins. Das bedeutet, dass auf ausdrücklichen Wunsch Sterbeerleichterungen und Sterbehilfe zu gewähren sind, so wie jedes - nicht nur menschliches Individuum ein Recht auf medizinische Versorgung und Schmerzverhinderung (zumindest Schmerzlinderung) haben muss. Tierversuche und Tieropfer jeder Art sind absolut unzulässig (>hier<).
- Die 10. Kosmonomische These von Herrn R. Walden enthält einen unbedingt zu berücksichtigenden Ansatz und ist wörtlich wiedergegeben: "Die Umwelt gehört allen Menschen wie umgekehrt alle Menschen der Umwelt gehören. Daraus resultieren Tier- und Pflanzenschutz, Landschaftsschutz und die Ächtung der Ausbeutung natürlicher Ressourcen zur Profitoptimierung Einzelner."
- In einer Übergangsphase wird es nicht zu verhindern sein, dass menschenunwürdige Ideologien, welche entehrend, schmählich, unglaubwürdig, unsachlich, unwissenschaftlich, menschenverachtend mit schimpflichen und ehrenrührigen Diffamierungen (von Ungläubigen z.B.) predigen, vor allem also intolerant sind und nicht einmal die derzeitigen Menschenrechtskonventionen achten, weiter bestehen. Aber sie dürfen ohne Anpassung ihrer sogenannten heiligen Schriften keinerlei Unterstützung durch nicht zu ihrer Ideologie zugehörige Menschen erhalten. Die sogenannten heiligen Schriften und Manifeste sind zweifellos von historischer Bedeutung; die wörtliche Bedeutung des Inhaltes aber, ist in den meisten Fällen nicht mehr zeitgemäß. Der Staat agiert zukünftig ausschließlich laizistisch (grundsätzlich antiklerikal, was nicht unbedingt antireligiös bedeutet).
2. Organisatorische Abläufe
wie im Folgenden gefordert, werden sehr schwer und nur mit geduldiger Verhandlung nach Präzisierung durch reformerisch denkende Fachleute die mit den Spiegelstrichen eingeleiteten Punkte gelingen:
- In jedem Falle sind alle Einzelstaaten zu demokratisieren, so dass jedes Einzelindividuum im Rahmen seiner Bildung, seiner Einstellung zu einer humanen Menschengemeinschaft mit gegenseitiger Achtung ein Mitsprache und Mitbestimmungsrecht hat. Alle Einzelstaaten unterstellen sich den Vereinten Nationen, die mit einer überstaatlichen, insbesondere auf Friedensstiftung eingeschworenen, aber ansonsten mächtigen Polizeitruppe ausgestattet ist. Diese, vor allem psychologisch-soziologisch ausgebildete und gut bezahlte, in viele Fachbereiche unterteilte Polizeitruppe folgt bei strittigen Problemlösungen dem Mehrheitsbeschluss der Staaten (ohne Veto-Recht).
- Die Stellen aller Politiker sind ausschließlich durch eine öffentliche Ausschreibung zu besetzen. Die Kriterien, also als wesentlich entscheidende Merkmale, Kennzeichen gelten:
Feststellung der Eignung als Volksvertreter durch psychologische Prüfungen (siehe >hier< den Fragekatalog zur Abwehr gestörter Persönlichkeiten, speziell der Psychopathen oder genauer Soziopathen).
Die Volksvertreter sind dahingehend zu überprüfen, welche Kontakte und Verpflichtungen sie gegenüber Lobbyisten und Interessenverbände haben. Darüber hinaus müssen sich Abgeordnete (Volksvertreter) zur Wahl mit einem Programm, d.h. mit ihren Vorstellungen für die Arbeit im Parlament vorstellen unter Vermeidung von "Wahlkämpfen"; denn diese "bedeuten unwürdige Manipulationsversuche" (ist bei R. Walden zu lesen). Die Art der derzeitigen Wahlpropaganda muss von der Propaganda befreit werden, um zu einer Wahlbewerbung zu kommen. Gelingt es einer Person, die sich zur Wahl anbietet, gewählt zu werden, wird sie entsprechend finanziell honoriert und nicht eine Partei.
Sachkenntnisse,
Erfahrung (je höher die Position, desto längere),
Verhandlungsgeschick,
integres Führungszeugnis.
- Wähler müssen direkt am tages- und kommunalpolitischen Geschehen beteiligt sein durch kontinuierliche Diskussion, Bürgerentscheide, Volksabstimmungen, Petitionen [Bitte, Gesuch, d.h. als besonders die Eingabe an ein (Staats-)Oberhaupt, Volksvertretung oder Behörde, wie in Artikel 17 des deutschen Grundgesetzes bereits formuliert].
- Die gewählten Vertreter der Einzelstaaten "unterstehen bei Entscheidungsfindungen ausschließlich ihrem eigenen Gewissen und unterliegen keinem Fraktionszwang," zitiert aus der "12. Kosmonomischen These" von R. Walden. Das ist zwar bereits im Artikel 38 des deutschen Grundgesetzes festgelegt, aber die Parteien halten sich nicht daran und verlangen den Fraktionszwang (siehe Ausführungen >hier< auf dieser Seite). Daher ist die Rolle der Parteien, über welche inzwischen fast ausschließlich die Abgeordneten (nach ihrer Parteiarbeit und -zugehörigkeit und nicht unbedingt nach Fähigkeit) gewählt werden, zu präzisieren.
- Die Verbandswirtschaft (mit ihren maffia-ähnlichen und männerbündischen Strukturen) und die Börse sind ganz streng zu kontrollieren, dann schrittweise von ihrer ausschließlichen Bedeutung zu befreien und schließlich aufzulösen.
- Die Schlüsselindustrien: Versorgungs- und Entsorgungsunternehmen, das Gesundheitssystem, das Verkehrswesen, das Bildungssystem, die (leider unentbehrlichen) Sicherheitseinrichtungen und die staatliche Verwaltung sind ausschließlich unter strenger staatlicher Kontrolle zu lassen bzw. wieder als staatliche Einrichtungen zurückzuführen und zu betreiben.
- Die private Rüstungsindustrie muss mit den gesamten Massenvernichtungswaffen abgeschafft und (leider) notwendige, streng zu überwachende waffentechnische Produktionen ausschließlich von den Vereinten Nationen verwaltet werden. Waffenausrüstungen auf der Ebene der Vereinten Nationen werden streng kontrolliert und Waffenverkäufe an Privatpersonen sind überhaupt nicht möglich.
(Nach Berechnungen des Stockholmer Instituts für Friedensforschung haben die 100 größten Waffenkonzerne der Welt 2008 - es gibt viele andere - weltweit Kriegsmaterial im Wert von 385 Milliarden Dollar verkauft, eine Umsatzsteigerung gegenüber 2007 von 11%;. Auf Platz drei hinter den USA und Russland hat sich Deutschland etabliert. Die Entwicklungshilfe der OECD lag im vergleichbaren Zeitraum bei 122 Milliarden!! [Organization for Economic Co-operation and Development = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung])
- Geheimdienstliche Tätigkeiten werden im Rahmen polizeilicher Ermittlungen ebenfalls sehr streng kontrolliert und Tätigkeitsberichte periodisch veröffentlicht.
- Die Medien, Rundfunk, Fernsehen, Druckmedien (Bücher,
Zeitungen) werden von den Vereinten Nationen finanziert. Die Medien sind von
Werbeeinnahmen unabhängig zu machen, d.h. Werbung ist nicht erlaubt. Allgemeine Neuerungen (Patente, Entdeckungen, Bücher,
Kunstwerke) fallen nicht darunter. Private
Medien sind nur in Ausnahmefällen zugelassen, wie Vereinsblättchen,
Werbebroschüren bis auf weiteres.
Bei der detaillierten Ausarbeitung einer "neuen Ordnung" werden die >hier< zu findenden Stichworte und Anregungen der Global Society ("Vision einer besseren Zukunft") eine ausgezeichnete Hilfe sein! (>Hier< direkt zu umfassender Literatur und zu einigen Artikeln.)
>Hier< wie man die Verursacher von Umweltschäden über den Belohnungsmechanismus im Gehirn zur Vermeidung solcher Schäden bringen könnte.
>Hier< die Vorstellung der Gedanken von Michael Schmidt Salomon: Jenseits von GUT und BÖSE - Warum wir ohne Moral die besseren Mensch sind. Diese Gedanken in vorgenannten Buch sind meines Erachtens revolutionären als die eines Karl Marx mit seinem Kommunistischen Manifest, der berühmten politischen Flugschrift, die er zusammen mit Friedrich Engels im Auftrag des »Bundes der Kommunisten« in London 1848 vorgestellt hat. Daher sollte das Buch von Schmidt Salomon eine Pflichtlektüre werden, da ein Weg zu einer neuen Weltordnung aufgezeigt wird! Dennoch das Buch ist keineswegs eine neue Bibel, aber ausgezeichnet als Denkanstoß.
>Hier<zu gehört die afrikanische Philosophie Ubuntu (uBuntu), eine Ethik der Menschlichkeit, der Nächstenliebe und für Gemeinsinn (im Bereich der Zulu und der Xhosa, früher: Kaffern - Bantuvölker)
Die Vorschläge von Al Gore "Wege zum Gleichgewicht - Ein Marshallplan für die Erde" >hier< (mit weiteren über 70 Literaturangaben) und >hier< von Oskar Lafontaine "Politik für alle - Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft", in welchen er sich auf die Politikverdrossenheit* und den Protest vieler Mitmenschen ("demonstrative" Nichtwähler) bezieht.
* hält sogar mit Karikaturen Einzug in den Karneval (>hier<)
"Von Wachstum zu Fortschritt" aus dem Buch "Rettung der Erde - Strategien..." >hier<: Neben ... politischen und sozialen Veränderungen erfordern die wirtschaftlichen Systeme radikale Überarbeitung. Ähnlich wie eine Immunkrankheit, in der das Schutzsystem des Körpers das eigene, gesunde Gewebe angreift, so greift unsere Wirtschaft gerade die lebenserhaltenden Systeme an, die ihr Funktionieren sichern. Um dieser Selbstzerstörung entgegenzutreten, ist eine grundlegende Umordnung der Regeln und Praktiken, die die ökonomische Aktivität gestalten, erforderlich. Das Wesen dieser Umwandlung behandeln die folgenden Kapitel - insbesondere die Rolle, die staatliche Anreize, Steuerpolitik, Entwicklungshilfe und Schuldennachlässe in der Gestaltung einer ökologisch dauerhaften Welt spielen.
In diesen Zusammenhang passt ein Ausspruch, den mal jemand (wer?) geprägt hat: Gedanken haben Ursachen, sind auf Ursachen zurückzuführen und können dann zu neuen Ursachen führen. Durch den Gebrauch der System-Analyse lernt man, Schwachstellen und Mängel aufzudecken, damit Verbesserungen und Mängelbehebungen möglich werden (
mit der Gefahr, neue Mängel "einzubauen"). Je mehr Gehirne tätig sind, desto schneller und genauer werden allerdings die Verbesserungen [wie durch moderne parallel geschaltete Computer-Prozessoren].)
* Im Französischen »Laufbahn«, »Rennbahn«, kommt von Latein: carrus »Wagen«
bezogen auf den römischen Pferdesport mit der allerschnellsten Gangart des
peitschengetriebenen Pferdes, um Mitbewerber auf der Strecke zurückzulassen.
Es wird höchste Zeit den Menschen als Individuum in den Mittelpunkt zu bringen. Die Wirtschaft ist für die Menschen da, nicht umgekehrt. Der Brite Adam Smith war zwar berühmt als Volkswirtschaftler, aber eigentlich Moralphilosoph (>hier< unter "freier Marktwirtschaft"), und hat versucht ,mit seinen Theorien den Wohlstand der ganzen Menschheit zu verbessern. Er selbst hat gesagt: "Der Kapitalismus funktioniert, solange all die individuellen Akte von Gewinnstreben und Eigennutz am Ende doch zum allgemeinen Wohl ausfallen."
Konkret sei an dieser Stelle auf die Ökosoziale Marktwirtschaft (oder Ökologisch-soziale Marktwirtschaft) hingewiesen mit einer im Vordergrund stehenden wirtschaftlichen, umweltfreundlichen und gesellschaftspolitische Zielvorstellung, die ein nachhaltiges* Wirtschaften und den Umweltschutz (>hier<) als politische Kategorien in die Soziale Marktwirtschaft mit einbezieht. (>Hier< einiges zur sozialen Marktwirtschaft und >hier< zu Wirtschaftsformen allgemein.)
* Nachhaltigkeit bedeutet, dass ein System [griechisch »gegliedertes Ganzes«] so genutzt wird mit der Möglichkeit, sich selbst erneuern und erholen zu können. Das System soll in seinen wesentlichen Eigenschaften und sein Bestand auf möglichst völlige natürliche Weise unverändert erhalten bleiben.
Dabei ist er davon ausgegangen, dass die Gewinne auch wieder dort investiert werden, wo sie erwirtschaftet wurden. Zu seiner Zeit hat es auch weder diese allmächtigen Börsen noch eine grenzüberschreitende Wirtschaft gegeben. Wahrscheinlich würde er im Grab rotieren, wenn er wüsste, wie seine Theorien der Liberalisierung der Märkte dazu benutzt werden, soziale Strukturen, und damit Wohlstand für alle, abzubauen.
Bei der aktuellen Weltwirtschaftsordnung wurde nicht viel mehr gemacht, als die Gesetze eines lokalen Bauernmarktes auf die gesamte Welt aufzublähen. Es wird höchste Zeit, dass die Wirtschaft die Komplexität der Welt und ihrer verschiedenen Kulturen, als auch die Begrenztheit der natürlichen Ressourcen berücksichtigt.
Der
moderne globale Kapitalismus ist weitgehend vom Neoliberalismus des
Nobelpreisträgers (1974) Friedrich August von Hayek (britischer
Volkswirtschaftler österreichischer Herkunft, 1992 in Freiburg-Preisgau im Alter
von 83 gestorben) geprägt, der Selbststeuerung der Marktwirtschaft. Damit ist
der moderne Globalkapitalismus in das Prinzip einer natürlichen und primitiven
Auslese im Rahmen des »Kampfes ums Dasein« wie unsere pflanzlichen und
tierischen Mitlebewesen zurückgeworfen worden. Die Wirtschaftsbetriebe dienen
nicht uns Menschen, sondern sind völlig unabhängige, je moderner, desto krakenhaftere Gebilde mit vielen Saugarmen (sprich Filialen eigenen Namens), die
nicht einmal Marktforschung betreiben, sondern einfach Produkte vermarkten unter
einer Regel: Das machen alle so. Daher gibt es keinen sogenannten Computer mit
Bildschirm im senkrechten Format wie immer noch fast alle zu bearbeitenden
Dokumente. Nein, alles dient dem Spielen auf Panorama*-, damit die Verbraucher ja
nicht auf die Idee kommen, sich um das zu kümmern, was angeht und was sie
wirklich benötigen. Bei Autos werden jede Woche die PS-Zahlen erhöht. Sogar
Elektroautos gibt es ab 120 PS. Für die Batterieaufladungszeit und die
Lebensdauer bei einer maximal zurücklegbaren Fahrstrecke von 300 Kilometern
(wünschenswert mehr) frage man mal die Hersteller.
Die moderne Wirtschaft dient nicht den Menschen (als Volkswirtschaft), sondern die Menschen dienen der Wirtschaft (als Betriebswirtschaft) - sei noch einmal woederholt. In diesem Zusammenhang sei (auch noch einmal) auf das Buch von Oskar Lafontaine mit dem Untertitel: "Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft" hingewiesen >hier<.
Ein Maßnahmenkatalog haben Attac*-Organisationen aus elf europäischen Ländern erarbeitet, um die Krisenanfälligkeit der Finanzmärkte zu reduzieren und die Dominanz der Finanzmärkte über die Realwirtschaft zu brechen. (>Hier< eine pdf.Datei, d.h. entsprechendes Leseprogramm ist erforderlich.)
* ursprünglich: Association pour une taxation des transactions financières pour l'aide aux citoyens = Vereinigung für eine Besteuerung von Finanztransaktionen zum Wohl der Bürger; heute eine "angreifende" Weltverbesserungsinitiative (to attac = angreifen im Englischen, Attacke im Deutschen).
Obige Beispiele zeigen, dass es eine ganze Menge an Ideen gibt, die jedoch präzisiert und umgesetzt werden müssen. Es ist völlig blödsinnig, mit Gewalt etwas ausrichten zu wollen, was der bereits erwähnte österreichische Philosoph und Religionswissenschaftler Volker Zotz genauso sieht. Autos anzünden, Fensterscheiben zertrümmern und sich mit der Polizei (und anderen Ordnungshütern) Straßenschlachten liefern, mag wohl einigen Demonstranten Befriedigung geben. Aber breite Bevölkerungskreise werden so nicht mitgerissen, und Gewalt und Revolutionen haben sich bisher immer selbstständig gemacht, kaum Verbesserungen gebracht und Dinge nur auf den Kopf gestellt.
Ein Versammlungs- und Demonstrationsrecht ist im deutschen Grundgesetz festgeschrieben und als einzige massenwirksame "Waffe" anwendbar, um Forderungen und Änderungsnotwendigkeiten vorzubringen. Es müssen nach dem demokratischen Mehrheitsprinzip jedoch auch viele Mitmenschern mitmachen und mögliche Randalierer in ihre Schranken weisen; denn die "Ordnungshüter" sind keineswegs die Schuldigen an irgendwelchen Mißständen und haben durch ihren Beruf und ihre arbeitsrechtliche und soziale Stellung lediglich die Demonstrationen auf ihre Friedlichkeit hin zu überwachen. Daran müssen Demonstranten immer denken. (Natürlich gibt es unter den Ordnungshütern auch eine Vielzahl von "Randalierern" und hormongesteuerten Schlägertypen. Sie dürfen nicht provoziert werden)
Abschnitt I. des Gesetzes über Versammlungen und Aufzüge (Versammlungsgesetz)
Allgemeines
§ 1 [Versammlungsrecht]
(1)
Jedermann hat das Recht, öffentliche Versammlungen und Aufzüge zu veranstalten
und an solchen Veranstaltungen teilzunehmen.
(2) Dieses Recht hat nicht,
1. wer das Grundrecht der Versammlungsfreiheit gemäß Artikel 18 des
Grundgesetzes verwirkt hat,
2. wer mit der Durchführung oder Teilnahme an einer solchen Veranstaltung die
Ziele einer nach Artikel 21 Abs. 2 des Grundgesetzes durch das
Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärten Partei oder Teil- oder
Ersatzorganisation einer Partei fördern will,
3. eine Partei, die nach Artikel 21 Abs. 2 des Grundgesetzes durch das
Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt worden ist,
oder
4. eine Vereinigung, die nach Artikel 9 Abs. 2 des Grundgesetzes verboten ist.
Wichtig ist die Stelle im Grundgesetz, wo es heißt:
II Der
Bund und die Länder
Art. 20. [Verfassungsgrundsätze - Widerstandsrecht]
(1) Die
Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und
Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden
Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende
Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle
Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
Aber »wer beseitigt denn die Ordnung«?
- die Handvoll spekulativer Börsenhändler oder Anleger (als Trader bezeichnet), welche die Welt verzocken? (>hier< mehr)
- die Lobbyisten?
- unsere korrupten Politiker und Wirtschaftler?
- die Waffenhändler?
(>Hier< eine Literatur- und Informationsübersicht.)
In diesem Zusammenhang ist die Internationale Vereinigung von Enthüllungsjournalisten (International Consortium of Investigative Journalists - ICIJ) zu nennen (>hier<).
Sollte es gelingen, einige zig Millionen Menschen zu Protesten (zu einem bühnenhaften Aufzug) in vielen Hauptstädten der Welt zu Protesten versammeln zu können, wäre das die wirksamste Möglichkeit, die Politiker und Mächtigen dieser Welt zumindest zum Nachdenken bewegen zu können. Aber da "Versammlungen und Aufzüge" genehmigt werden müssen und Gesetze jederzeit, sogar sehr rasch geändert werden können, wird daraus sehr wahrscheinlich nichts werden, außer vielleicht in der Schweiz. Hinzu kommt, dass die Mitmenschen sich lieber, dichter gedrängt als Hühner bei der erzwungenen Massentierhaltung, tot trampeln lassen zu einer "Loveparade"*, als Widerstand zu leisten gegen höhere Steuern und Ungerechtigkeiten oder aus der Einsicht, dass nicht mehr hinnehmen will, dass "Politik die Kunst ist, die Leute (also uns) daran zu hindern, sich um das zu kümmern, was sie angeht" (>hier<), wird man kaum jemanden vom Fernsehgerät weglocken können.
* Ausdruck des Lebensgefühls junger Menschen, auf Spaß und Unterhaltung, insbesondere durch "Technomusik", einer besonders harten, mechanischen, aggressiven und vor allem lauten Spielart (zum "Abtanzen")
Dennoch sollte obige Möglichkeit nicht unbeachtet bleiben bei den weiteren Ausführungen auf dieser Seite des Internetbuches unter dem Kapitel "Ausweg" bzw. dem jetzt anschließenden Ablaufplan.
>Hier< ein Beispiel wie man mit Musik und Tanz jugendliche hinter dem "Ofen ihrer Antriebslosigkeit" hervorlocken kann.
Mehr als 90% von 2411 befragten Deutschen im Alter zwischen 14 und 90 Jahren sehen (nach einer von der Friedrich-Ebert*-Stiftung der SPD 2010 in Auftrag gegebenen Studie) keinen Sinn mehr darin, sich in der heutigen Demokratie politisch zu betätigen. Es sieht fast so aus, als fehle dem Pulverfass nur noch die Zündschnur. Dem muss zuvor gekommen werden, ehe ein (Ver-)"Führer" die unzufriedene Masse "begeistert".
* 1915-19 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und anschließend Reichspräsident bis zu seinem Tod 1925 (als Folge einer Operation).
Stufe I: Ausleseverfahren der in besonderer Verantwortung und Leitung stehender bzw. einzusetzender Mitmenschen, die uns regieren, "beherrschen" und die "das Sagen haben", durch Vorgehensweisen und Anforderungen wie bei einer üblichen Vorstellung nach Bewerbung um ein Amt bzw. eine Position, ohne Rücksichtnahme auf Parteizugehörigkeit, ohne bisheriges Proporz*denken und ohne den Einfluss guter Freunde, jedoch unter Berücksichtigung des durch Diskriminierungsverbot (im Vertrag von Amsterdam für ganz Europa) formulierten Gleichheitssatzes. (>Hier< die Gründe. "Gestörte Persönlichkeiten" und >hier< zum "frühkindlichen Lustprinzip" u.a.)
* Abkürzung für Proportionalwahl, wobei Ämter und Positionen an Mitglieder von politischen Parteien, Konfessionen, Volksgruppen, geschlechtsspezifisch (als "Quotenfrauen") udgl. vergeben werden, die ihrer zahlenmäßigen Stärke entsprechen.
Obwohl diese mehrheitlichen Psychopathen (Soziopathen) ein Vielfaches an Einkommen im Vergleich zu einer ausbildungs- und erfahrungsgleichen Person beziehen, sind diese uns regierenden und "führenden" Menschen - meist männlichen Geschlechts - keineswegs hervorragend. Sie machen mindestens genauso viele Fehler (und das hemmungslos) wie Menschen gleicher erlernter Fähigkeiten, setzen sich jedoch rücksichtslos durch und werden sogar noch wegen ihrer "knallharten" Charaktereigenschaften von vielen ihrer "Mitläufer", den Untergebenen bewundert. Die Psychopathen/Soziopathen kennen keine Verantwortung und dürfen daher auch keine übernehmen. Wir, die über 90% der frustrierten Staatsbürger müssen ihnen also auf die "Finger hauen", ohne jedoch die Errungenschaften, wie sie auf dieser Web-Seite aufgelistet worden sind, verspielen zu lassen; denn die Psychopathen/Soziopathen haben die Macht über die sogenannte Exekutive, die vollziehende Gewalt, schließlich durch Einsatz von den einzelnen Bundesländern unterstellten Polizei und sogar Wehrmacht (Bundeswehr, die neben der Verteidigung gegen "äußere" Feinde auch den Auftrag haben sollte, uns "gegen politische Erpressung" zu schützen. Daher auch jetzt schon der Ruf vieler Politiker, durch Grundgesetzänderung die Bundeswehr auch im "Inneren" einsetzen zu dürfen. Es gab noch den 1951 gegründeten Bundesgrenzschutz mit zur Grenzsicherung, erhielt dann aber insbesondere nach der deutschen Wiedervereinigung "schutzpolizeiliche" Aufgaben unter dem Innenminister. Im Juli 2005 wurde der Bundesgrenzschutz in Bundespolizei umbenannt.).
Es ist unerträglich, die Börsen-, Banken- und wirtschaftlichen Machtstrukturen (hormongesteuerten, im frühkindlichen >Lustprinzip<, d.h. "Primärprozessdenken" behafteten) Menschen zu überlassen, die keinerlei Ethik >hier< kennen, die sich offensichtlich ihre Anstellungs- und Handlungsvollmachten selber formulieren (bzw. lassen >hier<), nur mit Anspruch auf ihre (zweifelhaften vertraglichen) Rechte (Boni = [Sonder-]Vergütungen bei Geschäftsgewinnen) aber ohne Pflichten, d.h. Mali (bei "schlechten", also Schein-, Umgehungs- oder Strohmanngeschäften). Insbesondere kümmern sie sich überhaupt nicht um fachlich und voraussehbar verschuldete Geschäftsschädigungen. (>Hier< die Seite mit einem Netz von Verzweigungen zum Thema "Gier".) Daraus ergibt sich, dass die Verträge mit Verantwortlichen in hohen Positionen präzisiert werden und bei Fehlentscheidungen der Entscheidungsträger unnachgiebig Konsequenzen durchgesetzt werden. Zitat Prof. Christian Elger: "Wer soziale Regeln nicht einhält, muss aus diesem Regelsystem herausgenommen werden, um die Gesellschaft zu schützen – ob er dann vor dem beschriebenen Hintergrund schuld ist oder nicht". >Hier< ein Interview mit Elger.)
Offen ist ein Lösungsangebot, d.h. eine Möglichkeit, wie religiöser (ideologischer) Wahn (>hier< zusammengefasst) einzudämmen ist. Uneingeschränkte Religionsfreiheit ist der Grund für viele Probleme der physischen und psychischen Unterdrückung von Mitmenschen, der rücksichtlosen Naturausbeutung und Umwelt-Zerstörung, der wachsenden Gefahren durch Überbevölkerung - weshalb die Zahl der Menschen kaum noch ernährt werden kann. Beispiele von Hass: Ein fanatisch religiöser Expräsident der USA, George Dabbelju Bush, bezeichnet (und behandelte) jeden als Feind, der nicht für ihn war. Ein derzeitiger Papst, Benedikt XVI, der nach wie vor seine katholische Kirche (als einzige von ihm anerkannt) monarchisch regiert, betrachtet jeden Nicht-Gläubigen - er kennt den Unterschied zu einem Atheisten nicht - als Feind. Der Koran der islamischen Religion enthält kaum eine Sure (einen Vers), der nicht die Bestrafung Un- bzw. Andersgläubiger fordert, z.B. zweite Sure, Absatz 168, "... schmerzlich werden sie wehklagen, und nimmer werden sie aus dem Höllenfeuer kommen." Einem einmal "Verführten" wird niemals vergeben! (Anfang des Absatzes 168.) Missachtung unserer Mitlebewesen ist ebenfalls Grundlage des Koran: Absatz 172 "Die Ungläubigen sind den Tieren gleich, die nur Schall und Ruf und weiter nichts hören; taub und stumm und blind, erfassen sie nichts." Beispiele, wie erfolgreich sich die Menschen unsere Erde "untertan" (>hier<, Worte der Bibel) gemacht haben >hier< und >hier<. Da frage ich mich, wo bleibt die Gleichbehandlung, wenn ein Pamphlet* wie das von Adolf Hitler, "Mein Kampf" betitelt, verboten ist.
* Streit-, Schmähschrift; "Form publizistischer Angriffsliteratur, auf politische, gesellschaftliche oder literarische Ereignisse bezogene Polemik; v.a. persönlich attackierend, weniger sachbezogen argumentierend", nach © 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG
>Hier< noch ein Hinweise darauf, dass im gesamten islamisch dominierten Raum (Islam als Staatsreligion) keinerlei Psychologie und Soziologie betrieben und auch andere Naturwissenschaften überdrückt oder vernachlässigt werden.
Stärkung und Berücksichtigung der Prüfungen durch die (bereits etablierten) Rechnungshöfe, die Regierungsausgaben betreffend: Europäischer Rechnungshof, Bundes-, Landesrechnungshof und die Rechnungsprüfungsämter für den kommunalen Bereich. Das sind selbstständige, unabhängige Finanzkontrollorgane zur Überprüfung der Haushalte der öffentlichen Verwaltung auf Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit. Ihre Aufgabe ist ferner, Vorschläge zur Vermeidung von "Fehlausgaben und Fehlplanungen (durch Gesetzesänderungen oder -ergänzungen zu unterbreiten. >Hier< ein Beispiel, über das sich die Regierenden bisher arrogant hinweggesetzt haben.
Beteiligung von Fachleuten "aus dem Volk" wie >hier< beschrieben. Leider müssen wir uns immer wieder vor unseren Mitmenschen schützen. Daher ist eine weitgehende Kontrolle (Aufsicht, Nach- und Überprüfung, d.h. Überwachung) unerlässlich.
Berücksichtigung der Forderungen und Vorschläge in den Veröffentlichungen:
Faktor4.htm (Doppelter Wohlstand - halbierter Naturverbrauch)
Wuppertal_Texte.htm (5 Bücher: 1. Argumente gegen die ökologische Phantasielosigkeit, 2. Zukunftsenergien : Strategien einer neuen Energiepolitik, 3. Klimaschutz: Die Bedeutung von Kosten-Nutzen-Analysen, 4. Nach dem Erdgipfel von Rio de Janeiro: eine Zwischenbilanz - Britisch-deutsche Notizen zur Umsetzung, 5. Solarwasserstoff - Energieträger der Zukunft?)
Lage_der_Welt.htm (1. Daten für das Überleben unseres Planeten und 2. Buch: Die neuen Grenzen des Wachstums - Die Lage der Menschheit: Bedrohung und Zukunftschancen)
MIPS.htm (Material-Input pro Einheit Service - Dazu das Buch: Wieviel Umwelt braucht der Mensch? MIPS - Das Maß für ökologisches Wirtschaften)
Rettung_der_Erde.htm (Zur Rettung des Planeten Erde - Strategien für eine ökologisch nachhaltige Weltwirtschaft, eine Publikation des Worldwatch Institutes)
Ahlener_Programm.htm (der Christlich Demokratischen Union - CDU - vom 15. Juli 1949... Ziel aller Wirtschaft ist die Bedarfsdeckung - also keine ausufernde Angebotswirtschaft)
Genossenschaften.htm (eine alternative zu den Aktiengesellschaften als Börsenspielbälle)
Marshallplan.htm (für unsere Welt: Buch von Al Gore)
Erdcharta.htm (Wir können nur überleben, wenn wir nicht mehr Ressourcen und Energie verbrauchen, als erzeugt werden oder sich regenerieren kann)
Redlichkeit.htm (Definitionskatalog: Buchvorstellung "Die neue Redlichkeit von Rupert Lay und Ulf D. Posé)
Chancen_der_Demokratie.htm (Buch von Claus Leggewie und Harald Wetzler, Demokratie gerät in Gefahr, wenn kein Weg aus der Leitkultur der Verschwendung findbar... leidenschaftliches Plädoyer für eine Demokratie-Erneuerung von unten)
Was_zu_tun_ist.htm (205 Wege, um die Erde zu retten. Das politische Programm für Barack Obama - Ein fesselndes Manifest von Thomas L. Friedman)
Umweltschaeden_Verursacher.htm (Umweltprobleme sind global. "Wer sie herbeiführt, soll auch für die Folgen einstehen müssen". Das fordert der Frankfurter Zukunftsrat und dessen stellvertretender Ratsvorsitzender und Direktor Volker Josef Mosbrugger des Senckenberg Forschungsinstituts)
Gerechte_Gesellschaft.htm (Oskar Lafontaine: Buch: "Politik
für alle - Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft".
Weitere Stichworte:
Politikverdrossenheit und Protest)
Die oben aufgelisteten Forderungen können nur durchgesetzt werden
mit sogenannten friedlichen Mittel nach den bereits gesetzlich
verankerten, durchaus brauchbaren Regeln (das muss immer wieder
deutlich gemacht werden) in Form von:
- Volksbegehren, d.h. verfassungsrechtlich abgesichertes "Verlangen einer Mindestzahl von Staatsbürgern für den Erlass eines Gesetzes, einer Gesetzesänderung oder zur Herbeiführung eines Volksentscheides",
- Demonstrationen, also Organisation (planvolle Gestaltung) von öffentlichen,
sachlich und fachlich fundierten Kundgebungen
mit Forderungen und
Anschauungen (ein im deutschen Grundgesetz
verankertes Recht, Artikel 5 und 8).
Die vielen, oben grob aufgelisteten Initiativen, Kommissionen, Stiftungen, Organisationen, Zukunftsräte etc. können und werden die organisatorischen Aufgaben übernehmen, nachdem Initiatoren - also möglichst bereits bekannte Anreger - den Anstoß dazu gegeben haben.
Es sei ein Absatz aus der Seite "Gesamtergebnis" an dieser Stelle wiederholt: Am Beispiel des Liedermachers Hannes Wader wird in seinem sehr beeindruckenden Lied "Der Rattenfänger von Hameln" >hier< sehr drastisch gezeigt, welche Macht Obrigkeiten haben, aber welche Umwälzungen durch neue Generationen spontan möglich werden können, wie sie der, aus der Syrisch Arabischen Republik stammende Schriftsteller Rafik Samik kürzlich (Anfang 2011) formulierte, nämlich dass moderne junge Leute, insbesondere nach besserer Bildung aus ihrem Sippengefüge ausbrechen. "Zum Überleben wie in der Wüste war das (er meint die Sippe) früher eine nützliche Einrichtung. Man hat alles geteilt, füreinander gesorgt, ordnete sich in der Sippe dem Scheich [arabisch »Ältester«] unter. Das haben die Beduinen [arabisch »Wüstenbewohner«] akzeptiert, Doch die Sippe hat die Menschen auch gelähmt, weil sie das Individuum unterdrückt hat". Durch Internet, überall zugängliche Radio- und Fernsehstationen Aufgeklärte, insbesondere junge Leute brechen "mit diesem Gesetz der Sippe. Es beginnt ein neues Zeitalter, in dem sich Einzelne auflehnen und demonstrieren, ohne einen Oberen um Erlaubnis zu fragen. Für die moderne Gesellschaft ist die Sippe nicht (mehr) geeignet". Die Potentaten [potentatus »Macht«, also Machthaber, Herrscher] stützen sich auf Sippen und Clans, d.h. Stammesverbände, auch auf ethnische- oder Religionsgemeinschaften, die sich oft gegenseitig bekriegen. Weiter mit Schami (in etwa): "Menschen moderner Prägung haben die ersten Funken geschlagen, nicht Angehörige traditioneller Sippen, sondern junge Akademiker, die sich über Facebook* verständigen und losstürmen und das Machtgefüge durcheinander bringen."
*
Internetseiten zum Erstellen und Betreiben "sozialer Netzwerke", die der Facebook Inc. (englisch incorporated »eingetragen« mit beschränkter Haftung) mit Sitz im kalifornischen Palo Alto gehört und im Februar 2004 erstmals zugänglich wurde. Anfang 2011sollen es bereits 600 Millionen aktive Nutzer weltweit geben.
Stufe II: Allmähliche Rückführung der Global-Wirtschaft von ihrer Angebotswirtschaft (>hier<) zur Bedarfswirtschaft unter Berücksichtigung und durch Stärkung der Gedanken eines Weltethos ( >hier<).
Rückbesinnung auf das Genossenschaftswesen (>hier<
auf dieser Seite).
Weitgehende Einschränkungen der einzelstaatlichen Machtkompetenz. Statt
dessen Übertragungen der Regierungsgewalt auf die Vereinten Nationen.
Vollständige Abschaffung der gewinnorientierten, konkurrierenden, privaten
Rüstungsindustrien. Unterstellung der Sicherheit durch
(soziologisch/psychologisch geschulte) Polizeikräfte ausschließlich unter die
Vereinten Nationen. Verbot jeglicher Rüstungslobby und des privaten (Stich- und Feuer-)Waffenbesitzes,
einschließlich von vollfunktionsfähigen Waffensammlungen.
Weitere Ziele:
- Abschaffung der Börse, zumindest weitgehende Einschränkung des Börsenhandels;
- Überführung der Ausbeutung von Bodenschätzen unter die strenge Kontrolle der Vereinten Nationen;
- weitgehendes Verbot von sogenannten biochemischen "Schutzmitteln" (gegen - was wir Deutschen Unkraut nennen, gegen Insekten usw.) zur Verhinderung des weiteren Aussterbens von Lebewesen, welche sogar die Grundlage des Lebens bedeuten. Man denke beispielsweise an Insektenbestäubung durch Bienen, Schmetterlinge oder am häufigsten durch Fliegen. Inzwischen werden Verluste von zig Millionen Euro gemeldet, weil der natürliche Bestäubungsmechanismus gestört worden ist durch Vertilgungsmittel.
- Verbot, zumindest starke Einschränkung privater Werbung.
- Angebot von Schulungen, Weiterbildungen durch Teilnahme an interessanten Veranstaltungen (mit einem Wohlfühlangebot) - lebenslanges Lernen muss Spaß machen, wie Lehrgänge, Kurse, Seminare (was lateinisch "Pflanzkunde" bedeutet. Warum nicht auch genau so etwas?). Angebot von kreativer Freizeitgestaltung und nicht nur Laufen oder andere sportliche Betätigung ausschließlich als Verlängerung eines (sinnlos langweiligen) Lebens. Korrektur des (fast nur noch) ausschließlichen Angebotes unter dem Aspekt "Brot und Spiele".
- Überarbeitung der Sozialstruktur, d.h. der sozialen und sozialen Milieus (Schichtung).
Ferner ist zu denken an:
Revision des Strafrechts in Richtung der Gedanken von Versöhnung, durch
beispielsweise die Wahrheitskommissionen (>hier<)
und Anwendung, d.h. Umsetzung von philosophischen Gedanken (>hier<
die afrikanische uBuntu-Philosophie und
>hier< die
Relativierung von Gut und Böse).
Stufe III: Terminologische* Überarbeitung von Unkorrektheiten von als Fachausdrücken gemeinte Vokabel (Vocabulum = Benennung, Bezeichnung)
* ist die Gesamtheit der Fachausdrücke eines Wissensgebietes (lateinisch »terminus« = abgegrenzter Begriff)
>Hier<
ein Beispiel für den Ersatz von Menschenwürde durch "Daseinsberechtigung" im
deutschen Grundgesetz und in der Menschenrechtskonvention.
Ergänzung der Menschenpflichten (>hier<) durch »Disziplin« und Präzisierung des Verhaltens von religiösen Menschen.
Forderung, Förderung und Disziplinierung (zur Einhalten von Vorschriften oder Regeln), insbesondere unserer Kinder und Jugendlichen, beispielsweise durch Musik und Tanz, um sie aus ihrer Antriebslosigkeit, Teilnahmslosigkeit, sowie Interesselosigkeit herauszuholen. (>Hier< ein Hinweis auf ein gelungenes Projekt, wie man mit Ballettmusik Jugendliche hinter dem "Ofen ihrer Antriebslosigkeit" hervorlocken kann.)
Diese Seiten sind nur als ein erster (versuchender) Beginn zu sehen und werden noch lange
in Arbeit sein...!
- in der wir vor allem vor Gefahren, die von unseren Mitmenschen ausgehen, vor rücksichtsloser Ausbeutung und unethischer Ungleichbehandlung und vor vielem mehr geschützt sind, wie es nach den modernen Grundgesetzen, der ratifizierten Menschenrechtskonvention usw. eigentlich schon selbstverständlich sein sollte,
- die das Überleben der Menschheit unter Anerkennung von Rechten unserer Mitlebewesen (Pflanzen und Tiere) und deren Schutz garantiert,
- welche die verbleibenden wertvollen Naturressourcen nicht vergeudet und
- eine menschengemachte Klimaveränderung, ja sogar völlig veränderte Oberfläche unserer Erde zurückschraubt;
denn eine wohldurchdachte wissenschaftliche Umsetzung kann das alles möglich machen. Dafür wäre nur ein Bruchteil der finanziellen Mittel erforderlich, die derzeit (2008/2009) zur "Reparatur" von Misswirtschaft, zum Ausgleich von Schäden durch Korruption, Steuervergehen und vieles mehr aufgewendet werden - nicht zu vernachlässigen, die ungeheure Vergeudung durch Machtkämpfe jeglicher Art, vor allem mit den damit verbundenen Waffengeschäften und dem Anwenden von Waffen.
Ein solches Projekt, als Vorschlag für eine verbesserte Weltordnung kann niemand mehr allein bewältigen wegen der Komplexität der anzuwendenden Wissengebiete, wie beispielsweise:
- Psychologie-Soziologie,
- Wirtschaftsforschung,
- Rechtswissenschaft mit Rechtsprechung (Jurisdiktion = Gerichtsbarkeit) für eine Rechtssicherheit,
- Naturwissenschaft (Physik, Chemie, Biologie, Medizin, Geologie, Astronomie) und den daraus abzuleitenden unzähligen technischen Notwendigkeiten für: Landwirtschaft, Kommunikation, Verkehrswesen, um nur drei Beispielbereiche zu nennen aus einer kaum mehr angebbaren Detail-Zahl, insbesondere weil Ausführungsbestimmungen, Verordnungen, Normen einbezogen werden müssen,
- Philosophie mit Religionswissenschaften nicht zu vergessen,
also der undurchschaubaren miteinander verzahnten Einzelheiten nicht nur innerhalb der (nach Baumstrukturen zusammengesetzten) Wissengebiete selbst, sondern auch sogar der Wissensgebiete (und Ideologien) unter- und ebenfalls miteinander.
Walter Rath
Oktober 2010