Der Erste Weltkrieg

Bilder von Zerstörung

Kommentar >hier< mit Kritik an Menschenwürde

Die Fotos sind einem nie im Buchhandel vertriebenen Bildband von über 350 Seiten (etwa 700 Fotos - Frontaufnahmen aus den Archiven der Entente), betitelt »Der Weltkrieg im Bild« (Verlag »Der Weltkrieg im Bild«), damals alleinige Vertriebsstelle: München 2 SWE 3, Landwehrstr. 61 - gewidmet: dem unbekannten Soldaten, mit einem Vorwort von Werner Beumelburg, das damit schließt: "... Die Bildersammlung ist bedrückend und erhebend zugleich. Bedrückend in der Erkenntnis, gegen welch unerschöpfliche Materialfülle wir zu kämpfen hatten. Erhebend, weil uns gerade diese Beobachtung mit Stolz erfüllen muss. Denn selbst eine solche Überlegenheit hat nicht ausgereicht, uns im Felde zu schlagen..."

Kommentar: Obiger Vorwortschreiber ist sogar stolz. Er hat nichts von der Sinnlosigkeit und die Folgen für den nächsten noch schlimmeren Krieg gespürt, geschweige denn verstanden. In diesem Zweiten Krieg konnte ich in der Zeitung die Todesanzeigen der sogenannten Gefallenen lesen, wobei die Inserenten nicht selten unterschrieben hatten: In stolzer Trauer.

In diesem Zusammenhang muss der Begriff Patriotismus beleuchtet werden, den © 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG wie folgt erklärt: "Vaterlandsliebe, die Verehrung, Hingabe und gefühlsmäßige Bindung an Traditionen und Gemeinschaft des eigenen Volkes beziehungsweise der Nation. Der Patriotismus äußert sich u.a. in der Wertschätzung von Symbolen und historisch bedeutsamen Ereignissen sowie dem Respekt vor Institutionen und Personen, die der staatlichen Integration dienen, verbunden mit Dienst- und Opferbereitschaft; er ist somit mehr an der staatlichen Tradition orientiert als der Nationalismus, in den er münden kann."

War nun die DDR (Deutsche Demokratische Republik) ein Unrechtsstaat
mit ihrer Stacheldraht-Mauer gegen die eigenen Bürger? Die führenden
Bonzen propagierten  "Dienst und Opferbereitschaft". Es gab "Volksgenossen"
die Ihnen folgten.

Diesen Mitmenschen, die alles mit sich machen lassen (>hier< das Milgram-Experiment), und den Aufhetzern, Propagandisten (mit ihren absichtlichen und systematischen Versuchen, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zu steuern, zum Zwecke der Erzeugung einer durch die Propaganda erwünschten Reaktion) gesteht unser Grundgesetz die Unantastbarkeit ihrer Würde zu, auch jedem Verbrecher jeglicher Art.

Ich finde es absolut unwürdig, wenn auch heute noch 11 katholisch Diakone durch einen Kardinal Joachim Meisner auf die gezeigte Weise zu Priestern geweiht werden (Bild aus Kölner Stadt-Anzeiger vom 2./3. Juli 2011):

Nach der englischen Auffassung von Würde »dignity« - »dignitas« in Latein, findet man rückübersetzt ins Deutsche die Bedeutungen: Verdienst, Erhabenheit, Anerkennung, Ansehen, Anstand, Würde, Achtung, Prestige (oder Image, Renommee, Nimbus, d.h. wie ein Glorienschein, ferner Reputation, also guter Ruf, dazu kommen: Geltung, Autorität, Einfluss, Macht), Hochachtung, Hoheit, also hohe - insbesondere Ehre, Ehrfurcht, Ehrenstellung und Bedeutung, hoher Rang. Ein würdiger Mensch verdient Respekt (respectus in Latein); denn er nimmt Rücksicht, hat Selbstbeherrschung, ist besonnen und schicklich. Hinzu zu nehmen sind noch die Begriffe unter Redlichkeit (>hier<). Höhere Ansprüche können je wohl kaum gestellt werden.

Nimmt man die Mehrheit der Menschen, vor allem in Führungspositionen, so kann man leider die oben aufgeführte Aufzählung dieser Mehrheit keineswegs zusprechcn!! Um es ganz klar zu sagen: SIE SIND UNWÜRDIG. (Eine Gesetzesänderung ist unbedingt erforderlich.)

Wenn Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes den "Schutz der Menschenwürde" als alleroberstes Grundrecht sieht, dann kann man nur den Witz ernst nehmen, der wie folgt lautet:

Zwei Sozialarbeiter schlendern umher und sehen einen übel zugerichteten Menschen halb tot im Rinnstein liegen. Der eine sagt zum anderen: "Um Gottes Willen, wir müssen so schnell wie möglich den armen Täter finden... Ihm muss geholfen werden."

Unser deutsches »Spitzenlexikon« - Der Brockhaus - sieht "Menschenwürde" als den "Anspruch des Menschen, als Träger geistig-sittlicher Werte um seiner selbst willen geachtet zu werden." Was ein "geistig-sittlicher Wert" ist, konnte mir bisher noch niemand hinreichend erklären, ebenso nicht "Gottes Gnade".

Statt die "Würde" zu schützen, die ich - nach obigen Definitionen, keinem Kriegverbrecher, wie einem deutschen Kaiser Wilhelm dem Xte, keinem Hitler, Eichmann, Globke (>hier<), Stalin, Pol Pot (d.h. Saloth Sar), keinem George Dabbelju Bush und sonstigem Kriegverbrecher, keinem Hassprediger zubilligen kann und will, sollte jedem Menschen (und auch den Tieren) eine "Daseinsberechtigung" und "physische (auch weitgehende psychische) Unversehrtheit" garantiert werden, so dass niemand beispielsweise einem "Water Boarding" ausgesetzt werden kann. Folter (Zufügung physischer oder psychischer Schmerzen) ist ja nach den Menschenrechtskonventionen nicht erlaubt, auch keine Bestrafung durch Handabhacken, wie in der islamischen Scharia, oder zu Tode steinigen wegen Ehebruchs (betrifft in der Regel nur eine Frau)...

Die Waterboarding-Methode wurde vom US-amerikanischen Geheimdienst CIA (Central Intelligence Agency - 1947 gegründete oberste Geheimdienstbehörde der USA) während der Präsidentschaft George W. Bushs von diesem gebilligt und von anderen US-amerikanischen Regierungsbehörden bei der Vernehmung von Terrorverdächtigen angewandt. Die Methode wurde aus dem SERE*-Training der US-amerikanischen Armee entnommen, bei dem Soldaten auf Gefangenschaft und Folter vorbereitet werden.
* survival-, evasion-, resistance- and escape-training, deutsch: „Überlebens-, Ausweich-, Widerstands- und Fluchttraining“

Als Waterboarding wird eine Foltermethode des simulierten Ertränkens bezeichnet. Beim Opfer wird durch Ausnutzen des Würgereflexes physiologisch der Eindruck unmittelbar drohenden Ertrinkens hervorgerufen, indem die Atmung durch ein Tuch über Mund und Nase, das ständig mit Wasser übergossen wird, stark erschwert wird. Durch das Fixieren des Folteropfers in einer Position, in der sich der Kopf tiefer befindet als der restliche Körper, soll das Eindringen von Wasser in die Lungen und ein darauf folgendes tatsächliches Ertrinken verhindert werden. Was sind das für (würdige?) Leute (sogar anerkannte Wissenschaftler), die sich so etwas ausdenken.

Laut Berichten bricht der "Widerstand" der meisten Opfer in weniger als einer Minute. Waterboarding gehört zu den Foltermethoden, die üblicherweise keine körperlichen Spuren hinterlassen (»Weiße Folter«), aber zu länger dauernden oder bleibenden psychischen Störungen führen können. Nachträgliche Beweise am Gefolterten selbst sind im Fall des Waterboardings kaum zu erbringen.

Walter Rath, Oktober 2010