muß nach Ulrich Beck (>hier<) "als Anfang eines neuen Modus der Vergesellschaftung gedacht werden, als eine Art Gestaltwandel oder kategorialer Wandel im Verhältnis von Individuum und Gesellschaft." Sehr klar und präzise beschreibt (c) Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2007 die Individualisierung als einen "aus der Soziologie stammenden Begriff, der auf den für die Auflösung von Industriegesellschaften charakteristischen Prozess hinweist, dass jeder Einzelne sein Leben, seine Biographie und seine sozialen Netzwerke selbst gestaltet und danach trachtet, sich eher von seinen Eltern zu emanzipieren, als ihnen nachzufolgen. Dadurch entstehen eigentümliche Chancen, aber auch neue Risiken.
In der Psychologie geht die Verwendung des Ausdrucks manchmal mit einem Verzicht auf eine soziale Analyse und mit einseitiger Orientierung an individuellen Faktoren einher (wenn z. B. bei der Erklärung, weshalb jemand arbeitslos geworden ist, nur auf seine Persönlichkeitsmerkmale geachtet wird, ohne die Tatsache einzubeziehen, dass er in einem Betrieb tätig war, der nicht konkurrenzfähig produzierte)."
Folgende Texte stark angelehnt an Wikipedia - der Internet Enzyklopädie (de.wikipedia.org) vom 1.2.2008:
„Erlebnisgesellschaft“ ist ein teils journalistisch-populärsoziologisch, teils wissenschaftlich-soziologisch gebrauchter Begriff, der eine auf Eudämonismus (Glückseligkeit als oberstes Lebensziel) und auf Genuss ausgerichtete gegenwartsorientierte (geduldfeindliche) Konsumgesellschaft bezeichnet, die besonders von hedonistischen Werten gekennzeichnet ist und zunehmend auf sog. Tugenden wie Solidarität, Anstrengung, Geduld und Askese verzichtet. Die Erlebnisgesellschaft muss aber nicht in Widerspruch zu den Sekundärtugenden stehen, auch sie ist von Ordnung geprägt. Teilweise kommen hier im experimentellen Sinne postmaterialistische (d.h. nicht materielle) Werte zum Tragen, die generell aber nicht auf die Überwindung der Konsumgesellschaft zielen, sondern die individualistische Ausgestaltung des eigenen Lebensstils - auch mit den Mitteln des Konsums - intendieren. "Erlebe Dein Leben" wird zum alles bestimmenden Handlungsimperativ.