"Rein wirtschaftliches Denken

schwächt die Demokratie"

Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung >hier<:

"Die Ausländer kommen nur hierher, um unseren Sozialstaat auszunutzen."
Dieser Aussage stimmten bundesweit 34,3 Prozent der Befragten zu
(47,6% Ostdeutsche, 30,8% Westdeutsche).

Im Grundgesetz heißt es, die ungestörte Religionsausübung werde gewährleistet.
Doch die Mehrheit der Befragten will dieses Recht für Muslime stark einschränken.


 Erhebungszeitraum: 26.-30. April 2010


Inhalt: Ausländer- und Islamfeindlichkeit nimmt zu ><

"Rechtsextreme Einstellungen kein rein ostdeutsches Problem" ><

Hohes antidemokratisches Potenzial ermittelt ><

Rein wirtschaftliches Denken schwächt die Demokratie ><

Mehrheit will Religionsfreiheit "erheblich einschränken" ><

"Lackmuspapiertest der Demokratie" ><

Methodisches Vorgehen ><

Friedrich-Ebert-Stiftung: .pdf.Datei ><

Kommentar >< zu den von den Interviewern ihnen wahrscheinlich zur Diskriminierung vorgegebenen "ausländerfeindlichen", "chauvinistischen" und "antisemitischen" Aussagen.

(Verdrängt wurden die Demokratiemüdigkeit wegen des wirtschaftlichen Niedergangs, die Verunglimpfung der Staatsbürger durch Rettungsschirme für die unangetasteten und unantastbaren Problemverursacher, fristlose Entlassung nach Brötchenverzehr usw.)

Zum Buch: »Die Geheime Weltmacht – Die schleichende Revolution gegen die Völker« >< (Manipulation der öffentlichen Meinung, nach US-amerikanischem Muster ausgerichtete Monokultur: >McDonald's<-Plastikfraß, überall Jeans, überall spielen Kinder mit Barbies und verblöden sich mit MADONNA oder Michael JACKSON. Vom US-symbolischen >Big Brother<, wird bestimmt, welche Informationen wir Minderen empfangen dürfen, wie diese Informationen zu bewerten sind, was gerade >political correct< ist und welche >Unterhaltung< uns zugemutet wird.  Ihre geballte suggestive Macht ist dafür mitverantwortlich, was Wahrheit ist und welche Gesetze gemacht werden...)

Empfehlung als lesenswert von Wolfgang Fritz Haug: Der gespaltene Kosmopolitismus des transnationalen Hightech-Kapitalismus - >hier< mehr und von dort zur .pdf-Datei

Bemerkungen zur Unbeherrschtheit und anderen "Neuerungen" des "modernen Menschen" ><


»Ausländer- und Islamfeindlichkeit nimmt zu«

Einer Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert Stiftung zufolge ist die Ausländerfeindlichkeit bundesweit stark gewachsen. 34 Prozent der Deutschen meinen demnach, Ausländer kämen nur in die Bundesrepublik, um abzukassieren. Und 75 Prozent der Ostdeutschen wollen die Religionsausübung für Muslime erheblich einschränken.

Von Patrick Gensing, tagesschau.de

Wie rechtsextrem sind die Deutschen? Im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung haben Wissenschaftler solche Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft untersucht - und Beunruhigendes festgestellt. Die Leipziger Forscher Oliver Decker, Elmar Brähler und ihr Team gehen in ihrer Studie von "sechs Dimensionen der rechtsextremen Einstellungen" aus:

- Befürwortung einer rechtsgerichteten Diktatur,

- Chauvinismus,

- Ausländerfeindlichkeit,

- Antisemitismus,

- Sozialdarwinismus und die

- Verharmlosung des Nationalsozialismus.

Die höchsten Zustimmungswerte erhalten bundesweit ausländerfeindliche, chauvinistische und antisemitische Aussagen. Bei der Ausländerfeindlichkeit fielen unterschiedliche Werte für Ost- und Westdeutschland ins Auge: Im Osten stimmte fast jeder dritte Befragte ausländerfeindlichen Aussagen zu, im Westen etwa jeder Vierte. Bei einzelnen Fragen stimmte im Osten sogar fast jeder zweite ausländerfeindlichen Thesen zu.

"Rechtsextreme Einstellungen kein rein ostdeutsches Problem"

Dagegen sei der klassische Antisemitismus sowie der National-Chauvinismus in Westdeutschland stärker ausgeprägt. Decker betonte im Gespräch mit tagesschau.de, die Ergebnisse zeigten "eindeutig, dass rechtsextreme Einstellungen kein rein ostdeutsches Phänomen sind", sondern seien vielmehr "in allen gesellschaftlichen Gruppen, in allen Altersgruppen zu finden - eben bis in die Mitte der Gesellschaft hinein".

"Was Deutschland jetzt braucht, ist eine einzige starke Partei,
die die Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert."
Dieser Aussage stimmen bundesweit 23,6 Prozent der Befragten zu.

(27,4 Ost; 22,6 West)  

Hohes antidemokratisches Potenzial ermittelt

Decker verwies zudem auf das hohe antidemokratische Potenzial in der Bevölkerung. Demokratie sei "kein Sockel, der - einmal erreicht - langfristig stabil bleibt". Es gebe die weit verbreitete Ansicht, wonach "die da oben" sowieso machten, was sie wollen, sagte Decker. Viele Bürger hätten das Bild einer politischen Kaste und die Parlamente würden als "Quasselbuden" abgewertet.

Es wäre aber zu einfach, nur den Parteien die Schuld zu geben, denn mehr als 90 Prozent der Bevölkerung komme gar nicht auf die Idee, sich politisch einzubringen. Die einzig wahrgenommene Partizipationsmöglichkeit bestehe in den Wahlen - und diese würden von den Befragten auch noch "entwertet". Die Bürger sähen weder einen Sinn darin noch hätten sie das Gefühl, Einfluss auf die Regierung nehmen zu können. "Dieser Befund ist ein Alarmsignal", warnte Decker. Die meisten Befragten wollten "nur gut regiert" werden - die Demokratie werde nicht mit Leben erfüllt.

Rein wirtschaftliches Denken schwächt die Demokratie

Hintergrund sei, dass das demokratische System immer dann eine hohe Akzeptanz erfahre, wenn die wirtschaftlichen Daten stimmten - Ausgangspunkt sei das Wirtschaftswunder, mit dem nach dem Krieg die Akzeptanz der jungen Demokratie Fuß fassen konnte. Das legte sich wie eine "narzisstische Plombe" auf die demokratischen Defizite. In Krisenzeiten würden die Zustimmungswerte zur Demokratie schwinden, erklärte der Wissenschaftler.

In diesem Zusammenhang wies Decker auf die ständige Orientierung auf wirtschaftliche Ziele hin, welche in allen gesellschaftlichen Bereichen zu beobachten sei. Dies schwäche die Demokratie weiter, denn die ökonomische Rationalität bestimme weitestgehend die Politik. Das bedeute, dass demokratische Politik nur noch in einem sehr eingeschränkten Rahmen stattfinden könne.

Mehrheit will Religionsfreiheit "erheblich einschränken"

Angesichts der Strategie von Rechtspopulisten, die Ängste der Menschen in Krisenzeiten mit dem Schaffen von Feindbildern für sich zu nutzen, haben die Wissenschaftler auch nach Islamfeindlichkeit gefragt. Die Zustimmung zur Aussage "Araber sind mir unangenehm" mache die breite Akzeptanz dieses Ressentiments in der deutschen Bevölkerung sichtbar, sagte Decker, denn mehr als 55 Prozent der Befragten stimmten dieser Aussage zu.

Das Grundrecht auf freie Religionsausübung scheint vielen Bürgern zudem wenig Wert zu sein, denn mehr als 58 Prozent wollen diese für Muslime "erheblich einschränken". In Ostdeutschland liege der Wert sogar bei 75,7 Prozent, so Decker. Hinsichtlich der aktuellen Debatte meinte er, es sei davon auszugehen, dass die islamfeindlichen Werte noch weiter steigen würden - dies zeigten die Erfahrung der vergangenen Jahre. Religion werde derzeit benutzt, um Ressentiments zu legitimieren, sagte Decker. Das Symbolbild dafür sei das Kopftuch.

"Lackmuspapiertest der Demokratie"

Argumente hätten "nur wenig Chancen gegen die Logik des Ressentiments", so Decker weiter: Erst würden Migranten von den gesellschaftlichen  Entwicklungsmöglichkeiten systematisch ausgeschlossen, um ihnen dann die Folgen einer verfehlten Integrationspolitik anzulasten. Ein "relevanter Schutzfaktor gegen antidemokratische Einstellungen" sei Bildung - auch für Erwachsene. Der Forscher betonte: "Was Hänschen oder Lieschen nicht lernen, lernt Hans und Liese sehr wohl!"

Die Wissenschaftler knüpfen mit ihrer Forschungsarbeit an Erhebungen seit 2002 und die sogenannten "Mitte"-Studien an, die seit 2006 im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführt worden sind. Sie warnen zusammenfassend vor einem "Demokratie gefährdenden Trend". Um entgegenzusteuern sei eine "ernst gemeinte und tief greifende Demokratisierung gesellschaftlicher Institutionen" dringend notwendig. Dies gelte für Kindergärten, Schulen, Universitäten und auch den Arbeitsplatz. "Demokratie muss erfahrbar sein - und zwar im Alltag der Menschen", erklärte Decker.

Der Umgang mit Schwächeren in dieser Gesellschaft sei "der Lackmuspapiertest der Demokratie", betonte der Wissenschaftler abschließend. Doch dieser Test falle "derzeit nicht positiv aus" - weder im Bezug auf Arbeitslose noch auf Migranten. Es sei eine klare Aufgabe der Politik, verantwortungsbewusst zu agieren, sonst könnten rechtsextreme Positionen - und auch Parteien - langfristig gestärkt werden.

Methodisches Vorgehen:

Durchführung der Studie: Meinungsforschungsinstitut USUMA (Berlin) im Auftrag der Universität Leipzig
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl
Stichprobengröße: 2411 Befragte (1907 West / 504 Ost)
Erhebungsverfahren: persönliches Interview und standardisierter Fragebogen
Erhebungszeitraum: 26.-30. April 2010

Sechs Dimensionen rechtsextremer Einstellung
Die Einstellung zu sechs Dimensionen der rechtsextremen Einstellung erfolgte über die Bewertung von jeweils drei Aussagen, zu denen die Befragten ihre Zustimmung oder Ablehnung auf einer Skala von eins bis fünf notieren konnten.

1. Befürwortung einer rechtsgerichteten Diktatur

2. Chauvinismus (Form übersteigerten Nationalgefühls mit gleichzeitiger Fremdabwertung)

3. Ausländerfeindlichkeit
4. Antisemitismus

5. Sozialdarwinismus (Auffassungen, die aus der Biologie abgeleitete Prinzipien der "sozialen Selektion" auf Gesellschaften übertragen.)

6. Verharmlosung des Nationalsozialismus


Die Ganze .pdf-Datei (600 Tausend Bytes)

durch Klick auf Stiftungs-Logo

Nach Wikipedia sollte es die Hauptaufgabe der SPD (Sozialdemokratischen Partei) nahestehenden Stiftung sein - benannt nach und initiiert vom ersten Reichskanzler von 1918 bis 1925 (nach dem Ersten Weltkrieg), der Diskriminierung der Arbeiter auf dem Gebiet der Bildung entgegenzuwirken: „Die Friedrich-Ebert-Stiftung verfolgt den Zweck, jungen, befähigten Proletariern Beihilfen für einen Studiengang an staatlich anerkannten Instituten zu geben. Es werden grundsätzlich nur solche Personen unterstützt, die eine Empfehlung der Parteiorganisation beibringen“...

 

Der letzte Satz verleitet zu der Anmerkung, dass immer noch in den überwiegenden konfessionellen Krankenhäusern "ein gesundes und aktives christliches Selbstverständnis kultiviert wird. Dazu gehört das Bekenntnis zum Glauben nach innen, so wie außen und das Bewusstsein, dass der christliche Hintergrund das Krankenhaus zu etwas besonderem macht" (nach Prof. ter Haseborg vom Albertinen-Diakoniewerk in Hamburg auf einem Symposium im April 2011). Also: Nichtreligiöse Mitarbeiter haben in solchen Krankenhäusern keine Chance.

 

Heute soll mit Hilfe der  Friedrich-Ebert-Stiftung begabten jungen Menschen durch Stipendien Zugang zu Studium und Forschung ermöglicht werden, um zur internationalen Verständigung und Zusammenarbeit beizutragen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist Mitglied im Netzwerk Europäische Bewegung.


Kommentar:

Leider haben es sich die "Forscher" der Friedrich-Ebert-Stiftung sehr leicht gemacht und sich nicht von einer Gutmenschen-Sicht (>hier<) lösen können. Zur Realität sei >hier< auf meinen Brief an das FDP-Parteimitglied und den Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, von Anfang August 2011 verwiesen (natürlich bisher unbeantwortet geblieben). Darin wird der Unmut belegt durch:

 1. Sehr viele sogar von der Bundesregierung eingeladene Missionare des Islam (im Großstadtbild sehr deutlich demonstrativ sichtbar) und auch Missionare des Dschihad: Zwischen 400 und 1200 davon vermuten die Geheimdienste in Deutschland, schrieb der Spiegel am 15. Juli 2011.

 2. Europa hatte die Aufklärung. Wir alle genießen inzwischen Meinungsfreiheit, Meinungsvielfalt, Mitspracherechte, eine den Menschrechten und modernen Verfassungen entsprechende Gesetzgebung. Trotz aller notwendigen Kritik haben wir ein gut funktionierendes Sozialsystem, und da gibt es die ersten Probleme:

Die verschwiegenen Gründe der Kostenexplosion bei den gesetzlichen Krankenversicherungen (Schätzung nach „BILD“ vom 18. März 2010: 15 Milliarden Euro) seien wie folgt: Dr. Hoppenthaller beziffert den Schaden als bestimmt so hoch wie das aktuelle Defizit der Krankenkassen dadurch, dass eine große Zahl ausländischer 'Gesundheits-Touristen' mit den Chipkarten ihrer Angehörigen und Freunde bei uns die ärztliche Versorgung in Anspruch nimmt.

 3. Insbesondere Familien mit türkischem, auch anderer Nationalitäten mit islamischem Migrationshintergrund haben, in der Regel nicht in einem festen Arbeitsverhältnis lebend, im Vergleich zu traditionell einheimischen, hohe Kinder-Zahlen. Das kostet die Steuerzahler allein „für Schulausbildung, Kindergeld und Gesundheitskosten, insgesamt 138 Milliarden Euro pro Jahr oder im Durchschnitt 172.000 Euro pro Kind von der Geburt bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres. Hinzu kommen die Unterstützung der Eltern.

 4. Erschreckende Zahlen liefern Berichte über Kriminalität.

In einer Langzeitstudie zum Thema Jugendgewalt in deutschen Großstädten hat das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen festgestellt, dass zum Beispiel in Stuttgart

- die Türken (besser: türkischer Herkunft) 12,7 Prozent der Befragten und 14,4 Prozent der Opfer – aber 44,3 Prozent der Täter stellten. (Das ist aber nicht nur in Schwaben so, sondern ein bundesweiter Trend).

- Insgesamt hat jeder zehnte türkische Junge mehr als fünf Gewaltdelikte begangen und gilt als Mehrfachtäter.

- Bei den Jungen aus dem ehemaligen Jugoslawien ist es jeder zwölfte,

- bei Aussiedlern aus den GUS-Staaten jeder 15te.

- bei den Deutschen jeder 33te.

Oben genannte jungen Leute sind selten im Arbeitsprozess. Kosten, die verursacht werden: an Polizeieinsatz, Opfer-„Wiedergutmachung“*, Gerichtkosten und Kosten für Gefängnisaufenthalt, Tätertherapie sind nirgends beziffert.

*  Ein angerichteter psychischer, traumatischer Schade beim Opfer kann überhaupt nicht wieder gut gemacht, höchsten die Kosten für eine physische Abmilderung übernommen werde.

 5. die Bevölkerungszahlen der einheimischen Bevölkerungen in "westlichen Ländern" geht zurück. In Europa je Paar auf 1,38 Kinder. Islamische Immigranten kommen auf 5 Nachkommen pro Paar.

Es gibt derzeit (2011) 52 Millionen Moslems in Europa von 739 Millionen (Mitte 2009) insgesamt. In den nächsten 20 Jahren wird sich die Zahl der Muslime nach Schätzungen der Bundesregierung verdoppelt haben, also auf 104 Millionen. Das sind dann bereits mehr als die derzeitigen über 80 Millionen in Deutschland an Insgesamtbevölkerung usw., >hier< mehr Einzelheiten.

 6. Es gibt erschreckende Berichte über Exmuslime und deren Zentralrat, einer Gruppe, die nach deutschem Grundgesetz und nach den Menschenrechtskonventionen überhaupt keine Probleme haben dürften. Wie das wirkt das auf die europäische Bevölkerung, wenn Exmuslime unter Polizeischutz gestellt worden sind, weil sie mit dem Tode bedroht wurden? >Hier<!

 7. Aus dem ganzen islamisch dominierten Raum kommt keine einzige technische Erfindung als Patentanmeldung. Es gibt keine Kunst in Form von bildender Kunst, keine Literatur, keine Musik, geschweige denn Kritik und Karikaturen (>hier<).

 8. Ich finde es beleidigend, mich inzwischen von muslimisch symbolisch gekleideten Personen umringt zu sein, mit denen man nicht reden kann. Was steht denn im Koran? doch ausschließlich, was mit Menschen nicht muslimischen Glaubens geschieht >hier<.

 9. Es bei uns europäischen Menschen mit großem Erschrecken und mit Abscheu aufgenommen worden, dass einige Karikaturisten, bezogen auf einige Ihrer „Schöpfungen“ im Zusammenhang mit dem „Propheten“ mit dem Tode bedroht und sogar anders Gläubige, die mit der Sache gar nichts zu tun hatten,  tatsächlich angegriffen und erschlagen worden sind,?

10. Was haben Religiöse an Menschenrechten, zur Ethik, zum Umweltschutz, zum Tierschutz beigetragen? Da gibt es Sondererlaubnis, um Tiere koscher schlachten ("Schächten") zu können, d.h. ohne Betäubung. Darauf zu bestehen, haben Tierschützer allgemein der Charlotte Knobloch, ehemals Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, sehr verübelt, ich auch >hier<. Als das koschere Schlachten „erfunden“ wurde, gab es noch keine Betäubung. Daran erkennt man, dass der religiöse Fanatismus grenzenlos und absolut kompromisslos sein kann, ja ist.

11. Die Geschichte der Weltreligionen ist die Geschichte ihres Missbrauchs, angefangen bei den Kreuzzügen bis zu den Konflikten unserer Tage. Noch immer morden Menschen einander im Namen des Gottes, der ihnen doch als Schöpfer gilt. Lessings Traum, dass wir einander nur als Menschen sehen, das Trennende überwinden, uns auf Gemeinsames besinnen und miteinander leben, wartet noch immer auf seine Erfüllung“, steht in einem Hinweis auf eine Aufführung im Kursaal von Bad Honnef (am Rhein): Nathan der Weise.

Alles oben Gesagte ist doch bekannt und wird durch Presse verbreitet. Das  schürt Angst in Europa. Angst macht aggressiv und Aggression ist dann Feindlichkeit. (So ist die Kette – vereinfacht nach psychologischen Erkenntnissen.)

Aber die Interviewer der Friedrich-Ebert-Stiftung haben nichts gehört und gesehen. Sie bleiben bei ihrer parteilichen Voreingenommenheit (>hier< zum Vorurteil).

Nun zu unserer Demokratie:

a) Alle Parteien (vielleicht bis auf die "Linken") sind doch voll eingebunden in das verbrecherische kapitalistische System, das nur aus Gierbefriedung besteht. Und was hatte die Friedrich-Ebert-Partei, die SPD?: Einen verbrecherischen Kanzler Schröder, der Belegschaft aus den Ministerien rausgeschmissen hat und "Fachlaute" als Konzernvertreter in deutschen Ministerien sich ihre Gesetze selbst schreiben lassen >hier<, der einen berüchtigten deutschen Arbeitmarktreformer, eines Wiederholungstäters, den Peter Hartz. Dieser ist im Vorstand des Autobauers VW, ein Konzern, der keinerlei Rücksicht nimmt auf Umweltbelastung: immer mehr PS und sonst garnichts. Diese besonders angesehene Persönlichkeit,  der Herr Prof. e.h. (2004 vom saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller verliehen) Dr. h.c. (1994 von der Universität Trier) Peter Hartz (IV) Arbeitmarktreformer wird nach "Wiedervorlage vor Gericht" nach vorheriger Absprache - natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit - (heute Basar-Feilschen, früher Kuhhandel genannt) von der 6. Großen Strafkammer des Landgerichtes Braunschweig im Januar 2007 wegen Untreue und Begünstigung in 11 Fällen zu 2 Jahren Haft auf Bewährung und Zahlung einer Geldstrafe von 576 Tausend Euro verurteilt. Der Schade beläuft sich nach Feststellung des Gerichtes auf 2,6 Millionen. Es ist keine Rede davon, dass dieser Schade vom Verursacher wieder gut gemacht werden muss.- Hinzu kommt, entgegen allen juristischen Gepflogenheiten, dass nach Hartz , juristisch, rechtliche Regelungen, im 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) zum Arbeitslosengeld II (für Laien völlig unverständlich) verankert und nach einer Person benannt werden. Das einzige deutsche Gesetz, das nach einer Person, zudem nach einem mehrfachen Gesetzesbrecher benannt worden ist. Haarsträubender kann es doch wohl nicht gehen.

b) Vielleicht liefert unsere Bundeskanzlerin nicht nur Panzer an ein weit von jeglichen Menschenrechten entferntes Saudi Arabien (wovon man einige Wochen nach ihrem Beschluss nichts mehr hört) sondern auch heimlich Atombomben aus dem Arsenal der USA im deutschen Mittelgebirge, der Eifel, an die iranischen Staat als durchaus gut gemeinten "Integrationsansatz in die Staatengemeinschaft", natürlich als Entwicklungshilfe getarnt, was ich ihr durchaus zutraue; denn Diktatoren vom Kaliber eines Bashar al-Assad, Herrscher von Syrien, erhaten immer noch deutsche Entwicklungshilfe mit dem Argument, dass es sich ausschließlich um humanitäre Hilfe handele. Ja, wenn man Unterstützung gewährt gleich welcher Art, dann kann ein Herr Bashar al-Assad aus seinem Staatshaushalt Geld abzweigen für seinen brutalen Machterhalt. D.h. im Klartext: Bekommt er Geld für Schulen, Sozialhilfe udgl. von der deutschen Bundesregierung, dann hat er eine Sorge vom Hals und ein Äquivalent für sein gehorsames Militär zur Verfügung. (Aber solche Überlegungen sind entweder für eindimensional denkende Politiker zu kompliziert oder diese wollen uns für dumm verkaufen.)

c)  Die Parteien haben sich zu Herren des gesamten Staatsapparates gemacht - >hier< - und dringen, wie es der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker einmal gesagt hat, durch alle Ritzen der Gesellschaft. Es ist schwierig, wo nicht sogar unmöglich, Gerichtspräsident, Rundfunkintendant, Schulrat oder Sparkassendirektor zu werden, ohne dass die Parteien bei solchen und ähnlichen Vorgängen ein Wort mitsprechen. Der Einfluss der Partei ist meist das entscheidende.

d)  Wundert es dann, dass es kein Vertrauen mehr in irgend jemanden in den Parteien gibt - >hier<? Glauben die Interviewer im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung, dass all die Parteispendenaffären vollkommen vergessen oder - ihrer Ansicht nach - durchaus legitim waren? Siehe Wikipedia, wo kaum jemand nicht in eine Affäre verwickelt war, angefangen vom damaligen CDU-Schatzmeister Walther Leisler Kiep wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung, der jedoch am 5. November 1999 selbst bei der Staatsanwaltschaft erschien, bis zum heute einsitzenden Waffenhändler Karlheinz Schreiber. Von einem Helmut Kohl, vorvorletzter Bundeskanzler, meldete am 24. Juni 2000 der für die Affären eingesetzte Sonderermittler Hirsch, dass er nunmehr doch einige verschwundene Akten beim Altbundeskanzler gefunden habe und zwar auch eine Visitenkarte von Waffenhändler Karlheinz Schreiber. Bestechlichkeit durch die Waffenlobby war und ist weitverbreitet (siehe Angela Merkels Geschäfte mit Saudi Arabien im "Sommerloch" 2011 und andere).

e)  Angst vor der Rechtsextremismus ist unangebracht und im Vergleich zu den "etablierten Parteien" vernachlässigber; denn insbesondere die CDU war unter Konrad Adenauer, dem ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik, ein Auffangbecken der Altnazis >hier<. (Auch schon vergessen?). Der Bundesverteidigungsminister und weitere Posteninhaber und sich an allen Ecken und Enden bereichert habende Franz Josef Strauss (ehemals als Nationalsozialistischer Führungsoffizier zuständig für "die politisch-weltanschauliche Erziehungsaufgabe im nationalsozialistischen Sinn", >hier< unter Nazis aufgelistet) verkündete, dass rechts von CDU/CSU kein Rechter zu finden sei... Weitere Zitate:

"Wie eine Eiche ist er vor uns gestanden, kraftvoll, lebendig, unverwüstlich, so schien es. Und wie eine Eiche ist er gefällt worden." - Joseph Kardinal Ratzinger in seinem Pontifikalamt zum Tod von Strauß, zitiert in zeit.de, 28.9.2006

f)  Die Frechheit mit den Rettungsschirmen als Namensschönfärberei ist wirklich der Gipfel an Zumutbarkeit. Alle Abzocker, Ausbeuter, Plünderer, zuerst die Banken, zum Beispiel die Jongleure (lateinisch: ioculator »Spaßmacher«, meint Geschicklichkeitskünstler) einer Commerzbank und viele andere, wie auch die Großversichererchefs einer Allianz-Versicherung, welche alle wie auch die Unicredit/HVB (Hessische Vereinbank) Streubomben über Aktien, Anleihen und Kredite (mit etwa 1,5 Milliarden Euro) finanziert haben mit 100 Tausend Toten (KStA 10./11.8.11), unerwähnt die Unbenutzbarkeit von großen Flächen Land und das Leid von verletzten Menschen und anderen Lebewesen, wurden gerettet. (Etwas mehr zum "Rettungsschirm", offiziell: Europäische Finanzstabilitätsfazilität - EFSF - >hier<.)

Für den verlustreichen Verkauf der landeseigenen WestLB (Landesbank von Nordrhein-Westfalen) wird dem langjährigen CDU-Mann Friedrich Merz, der für "Hartz-IV-Empfänger" den Arbeitsdienst (>hier<) wieder einführen wollte, für seine monatelangen Verhandlungen ein Tageshonorar von 5000 Euro gezahlt - nach www.stern.de/ vom 12. April 2011 ... usw., eigentlich garnichts im Vergleich zu den täglichen 68 Tausend an Josef Ackermann eines Unternehmen, das mehrfach wegen Betrugs unter Verdacht steht. Das ist er der Deutsche-Bank-Group-Chef-Oberfachmann, auch mit guten Geschäftsbeziehungen u.a. zu Streubombenherstellern, dieser immer gut gelaunte Dr. Josef Ackermann, der unsere derzeitige Bundeskanzlerin im Frühling 2010 in ihr Bundeskanzleramt zu seinem Geburtstag eingeladen hat? Auch vergessen! ("Man moss och verjesse künne", sagt  der Kölner.) Also wer regiert denn da wirklich im Bundeskanzleramt? könnte man sich fragen, sollte es aber nicht; denn da gab es Gründe, die wir als regierte Bürger nicht zu wissen brauchen. Wie viele Leute verdanken dem Herrn Ackermann ihre "Freisetzung"* (Gegenteil von "Arbeit macht frei" über dem KZ-Eingang zu Auschwitz)?
*
6500 - trotz Rekordgewinnen

Inzwischen bemühen sich die mit Zuwendungen versehenen Politiker um die Staatsbankrotteure und alle, die Rang und Namen haben, welche alle unter den großzügigen Rettungsschirm schlüpfen dürfen und sogar sollen, damit sie weder nasse und auf keinen Fall kalte Füße bekommen. Niemand als Verursacher ist nicht einmal angemahnt geschweige denn zur Rechenschaft gezogen worden.

Wer den Schaden hat, braucht sich nicht zu sorgen!

>Hier< Frau Merkel als milde Fee!

Dafür werden wir - als die Dummen - schon borgen!

g)  Die Interviewer haben offensichtlich gar keine Ahnung von den psychologisch-soziologisch ermittelten Eigenschaften der "gestörten Persönlichkeiten" (>hier<), insbesondere der Sozio/Psychopaten (>hier<). »Diese Leute sind unsere Politiker und Führungskräfte, die sich vorwiegend im mittleren Bereich einer üblichen Verteilungskurve von Charaktereigenschaften befinden. Weniger ausgeprägte Sozio/Psychopaten bleiben auf der "Job- und Karriere-Leiter" auf der Strecke. D.h. sie, diese "fast reinrassigen"  Sozio/Psychopaten in Amt und Würden, gleichgültig ob als Staatschefs in Afrika (>hier<) oder als (exmächtiger) George Dabbelju Bush oder Silvio Berlusconi, als Staatspräsident und Mafiagünstling (2011 immer noch), oder die machtbesessene deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel - Frauen zählen seltener zu den "Reinrassigen" - sind "überrepräsentativ" und kosten 100 Tausend unserer Mitmenschen täglich das Leben*. Dazu kommt die gezielte Bereitschaft einer - nicht fahrlässigen, sondern bewusst in Kauf genommnen, nahezu völligen Umweltzerstörung (>hier< einige Zahlen) wie:

- Meeresverseuchung, Überfischung,

- Landschaftszerstörung >hier<,

- Bankenkrisen >hier<, von wegen - nicht vorhersehbar, in Folge dann Staatspleiten (>hier< die Schulden von jedem einzelnen von uns) durch völlige Geldverschwendungen (>hier< - Punkt 3, Bild - Glasdach über die Autobahn mit jahrelangen Superstaus), Klimawandel, Ausrottung von irdischen Mitlebewesen: >Hier< "Der stumme Frühling".«

(Meinen "Schlussfolgerungen" des Internetbuches Gotteswahn.Info entnommen.)

* Ist das nicht auch ein Geschäft? Man könnte das Verhungern mit 2 Euro pro Tag und Hungerleider vermeiden, wird berichtet. Das Geld haben wir nicht! Auch ein Bill Gates nicht (>hier< ein paar Zeilen tiefer, jedoch noch im Schachtelsatz)! Aber müssen die Leichen nicht auch entsorgt werden? Davon habe ich noch nie etwas gehört. Was kosten Grabaushebung und sonstiges? Da scheint mir eine Marktlücke zu sein: Auf Ihr Investoren!

h) Keine Solidarität (mehr) zwischen "Arbeitgeber und -nehmer" (eigentlich umgekehrt) zeigt folgendes, das tagelang durch die Presse ging:

Ein neuer Streit um eine Kündigung wegen eines Bagatelldelikts beschäftigt die Justiz. Weil die Chefsekretärin des Bauverbands Westfalen ein Brötchen mit einer Frikadelle von einem Firmenbüffet verzehrt hatte, droht ihr die fristlose Kündigung. Das Arbeitsgericht Dortmund verhandelt voraussichtlich am 14. Januar 2010 über den Fall, wie ein Gerichtssprecher sagte... (mehr bei Welt-Online)

Solche Bagatellvorkommnisse waren eine Zeit lang ständig zu lesen, wie: 

- Zwei Bäcker sollen ihre Frühstücksbrötchen unerlaubt mit Belag aus dem Eigentum der Bäckerei bestrichen haben. Ihr Chef hat sie fristlos entlassen. Angerichteter Schade: 60 Cents (mehr bei Focus - online Money).

- Eine 59-jährige Küchenhelferin eines Krankenhauses soll drei Brötchen gestohlen haben und ihr wurde fristlose gekündigt. Vor dem Arbeitsgericht wollte sie ihren Job wiederhaben, denn sie habe die Brötchen nur für sich und eine Arbeitskollegin für den Feierabend zurückgelegt. Kommentar: Eenn das eine fleißige Mitarbeiterin, die dem Krankenhaus 20 Jahre treu war, nach all den Jahren nötig hat, dann kann sie eigentlich froh sein, diesen Job los zu sein.
 

Ergebnis:

Kumpanei von Politik und Kommerz bleiben weiterhin auf ihrem zerstörerischen Vormarsch.


Weil bekanntlich die allgemeine Wahlbeteiligung in unserer weltweiten Plutokratie (griechisch: »Herrschaft der Reichen«) aus oben genannten Gründen seit Jahren stetig sinkt, könnte die rechtsextreme NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) bei den Kommunalwahlen (in Ostdeutschland und überall) Erfolge verzeichnen. In einigen Gemeinden ist das Interesse der Menschen an den Wahlen so gering, dass die etablierten Parteien nicht einmal mehr Kandidaten für die politischen Ämter finden (war in etwa heute bei WELT ONLINE zu lesen).

Aufmerksam sollte man werden, wenn ein "Nationaler Antikapitalismus" propagiert (geworben) wird. Wenn nach der Starrheit und Uneinsichtigkeit der etablierten Politik - da kann man die CDU, SPD, die kaum noch vorhandene FDP und die Grünen ja nur als eine Wichse sehen wie eine labernden Einheitspartei,

- das Börsenroulettspiel als Erfolgstaktik der Privatwirtschaft in der "freien und ungezügelten plutokratischen Marktwirtschaft", fernab von einer Bedarfswirtschaft weiterlaufen soll und sich die

- Globalisierung heute und auch weiterhin als die Herrschaft der Ökonomie über die Politik darstellt, wenn ferner gerne wieder die Frage gestellt wird:

- „Was ist ein Bankraub gegen die Gründung einer Bank?" (natürlich sind ehrliche, rechtschaffene und vertrauenswürdige Banken nicht entbehrlich),

- wenn sogar ein katholischer Kardinal Meisner (von Köln) hart gegen "Habsucht" (nimmersatte Reichtums- und Einflussgier) wettert, wenn 

- Fachleute vor Jahren bereits Vorhersagen genau zu den heutigen Krisen gemacht haben und fordern: "Konjunkturprogramm ja - Bankenschirm Nein" mit Hinweis auf Konkurs-, d.h. Bankrottstraftaten, Gleichheit vor dem Gesetz,

dann könnte ein "Nationaler Kapitalismus" als Schlagwort zugkräftig vielleicht aber auch gefährlich werden, obwohl derzeit niemand weiß, was unter diesem Begriff zu verstehen sein soll. Es gibt bereits viele "Anwärter" auf diesen Begriff, wie der russische Premier Wladimir Putin, der den "Nationalen Kapitalismus" verordnen will. Der deutsche Soziologe Max Horkheimer vertrat 1939 noch vor Kriegsbeginn die Position: Wer vom (National-)Kapitalismus nicht reden will, soll vom Faschismus schweigen. Das Bundesforum der Demokratischen Partei Deutschlands (DPD) spielt mit dem National-Kapitalismus-Begriff. Und „Nationaler Sozialismus“ und „echter Kapitalismus“ wird von der PDF ("Die Linke"?) angekündigt.

Weiter in der Aufzählung irgendwo: Kapitalismus wird abgeschafft - und durch einen marktwirtschaftlichen Sozialismus nationaler Orientierung ersetzt.|

Zurück zu den "Rechten": Ein Einzug in alle Gemeindevertretungen bis in die Landesparlamente ist ihnen bisher nicht gelungen; d.h. die Rechtsextremen liegen immer noch durchschnittlich unter 5% trotz allgemeiner Wahlbeteiligungsschrumpfungen um fast 50%, welche die Rechtsextremen nicht so sehr spüren wegen ihrer Stammwählerschaft. Irgend etwas stimmt nicht im Vergleich solcher Zahlen und den (wahrscheinlich für Ablenkungsmanövern vorgesehenen) Findungen der Friedrich-Ebert-Stiftung!

Walter Rath, 10. September 2011


 

Die Geheime Weltmacht – Die schleichende Revolution gegen die Völker

Conrad C. Stein, Hohenrain 2001 – ISBN 3-89180-063-0

Kapitel: Supranationaler Monokapitalismus – S. 262-279

 

Die Gemeinschaften, Zivilisationen und Kulturen zerstörende Supranationalisierung wirkt sich besonders auch im Medienbereich aus (supra.. lateinisch:, über..., oberhalb).  Der Dritte Weltkrieg (>Global War<) hat längst begonnen.  In diesem Krieg geht es nicht mehr um Waffen, sondern vor allem um das Informationsmonopol.  Die verheerendsten Auswirkungen der supranationalen Revolution bestehen in der Schaffung einer globalen Monokultur.  Nachdem nationale Kulturen zunächst durch den Multikulturismus zerstört wurden, hat nunmehr die nächste Phase eingesetzt: Multikulturelle Gesellschaften werden nach dem Vorbild der US-amerikanischen (Un)Kultur gleichgeschaltet.

Der Vorsitzende von Nabisco, einem der größten transnationalen Multis, sagte einmal, daß es das Ziel der supranationalen Revolution sei, „eine Welt des homogenen Konsums“ zu erzeugen, in dem die Menschen dasselbe essen, sich gleich kleiden, dieselben manipulierten Informationen empfangen. Es ist eine düstere Welt der Monokultur, die George ORWELL bereits in seinem klassischen Werk 1984 beschrieben hat. Multikultur ist nur die zwangsläufige Vorstufe der monokulturellen globalen Degeneration.

Wir sind auf dem besten Wege zu dieser nach amerikanischem Muster ausgerichteten Monokultur.  Ob in Paris oder Moskau, in Peking oder Berlin, überall konsumieren die Menschen schon denselben >McDonald's<-Plastikfraß, überall kleiden sie sich in Jeans, überall spielen Kinder mit Barbies* und verblöden sich mit MADONNA oder Michael JACKSON, überall empfangen sie mehr oder minder schwachsinnigen >Time-Warner<- oder >Disney<-Schrott, der die eigenen Kulturen zerstört.

* Puppe gilt als eine der bekanntesten und meistverkauften Puppen der Welt und gehört damit zu den Spielzeugklassikern

Menschliches Leben war früher eingebettet in örtliche Ökosysteme. Kultur war ein Spiegelbild der jeweiligen geographischen Besonderheit - und so waren es die Götter.  Der erste wesentliche Einschnitt in diese natürliche Lebensweise der Völker erfolgte durch die ebenfalls supranational ausgerichtete christliche Religion. Sie führte dazu, daß den Völkern des >Westens< ihre früheren Naturgötter geraubt wurden und an deren Stelle die eifersüchtigen Einheitsgötter der Christen und Juden traten (Zusatz: In den Ländern mit muslimischer Staatsreligion: Der jegliche Kultur zerstörende Koran >hier<).  Diese Götter waren an sich schon eine Form von Verlust an Vielfalt, eine kulturelle Verarmung, ein monokulturelles Produkt.  Der nächste wesentliche Einschnitt war der supranational angelegte Kommunismus, ein kulturelles Zerstörungsprogramm ohnegleichen. Und schließlich dann das Zerstörungswerk des transnationalen Monopolkapitals.

Eine wesentliche Rolle in diesem zerstörerischen kulturellen Homogenisierungsprozeß spielen die US-amerikanischen Massenmedien. Edward L. BERNAYS, ein Neffe Sigmund FREUDS, schrieb in seinem Werk Propaganda (1928) folgendes:

“We are governed, our minds are moulded, our tastes formed, our ideas suggested, largely by men we have never heard of. What ever attitude one chooses to take toward this condition, it remains a fact that in almost every act of our daily lifes, wheather in the sphere of politics or business, our social conduct or our ethical thinking, we are dominated by a relatively small number of persons, a trifling fraction of our hundred and twenty million, who understand the mental processes and social patterns of the masses. lt is they who pull the wires which control the public mind, and who harness old social forces and contrive new ways to bind and guide the world.“

 

Zu deutsch:

Wir werden bestimmt, unsere Sinne geprägt, unsere Geschmäcker geformt und unsere Eingebungen suggeriert von Männern, von denen wir in der Regel noch nie etwas gehört haben. Gleichgültig, was man davon hält, es bleibt eine Tatsache, daß fast jede Handlung in unserem täglichen Leben, ob sie nun die Politik, das Geschäft, unser soziales Verhalten oder unser ethisches Denken betrifft, von einem läppisch kleinen Teil unserer 120 Millionen beherrscht wird, der die mentalen Abläufe und sozialen Verhaltensmuster der Massen versteht.  Sie sind es, die die Drähte ziehen, die ihrerseits das allgemeine Bewußtsein kontrollieren, und die sich alte gesellschaftliche Kräfte nutzbar machen und neue Wege aushecken, um die Welt zu fesseln und zu führen.“ 

Von ihnen, dem symbolischen >Big Brother<, wird bestimmt, welche Informationen wir Minderen empfangen dürfen, wie diese Informationen zu bewerten sind, was gerade >political correct< ist und welche >Unterhaltung< uns zugemutet wird.  Ihre geballte suggestive Macht ist dafür mitverantwortlich, was Wahrheit ist und welche Gesetze gemacht werden.

Es gibt kaum eine größere Macht in der westlichen Welt als diese Manipulateure der öffentlichen Meinung. Ihre Macht ist nicht entfernt und unpersönlich; sie erreicht jedes Heim und wirkt praktisch zu jeder Stunde. Es ist die Macht, die das Denken jedes Bürgers beeinflußt und formt, ob jung oder alt, ob reich oder arm, ob gelehrt oder ungelehrt.  Die Massenmedien formen unser Bild von der Welt und geben uns vor, auf welche Weise wir dieses Bild einzuordnen haben.  Sie manipulieren durch die Unterdrückung von Nachrichten oder deren Verfälschung und erzeugen dadurch nicht nur eine falsche Realität, sondern auch falsche Anpassungszwänge.

Die Steuerung der meinungsmachenden Massenmedien ist im Westen fast monolithisch (griechisch: einzelner Steinblock). Alle Medien, sei es Fernsehen, Radio, Zeitungen, Zeitschriften, Bücher oder Filme, sind ideologisch praktisch gleichgeschaltet und sprechen praktisch mit einer Stimme, jedes Medium dieselbe Nachricht des anderen verstärkend oder wenigstens wiederkäuend.  Trotz des Anscheins von Vielfalt gibt es keine wirkliche Abweichung, keine alternative Quelle von Tatsachen oder Ideen, die der großen Masse zugänglich gemacht wird.  Systemkritische Stimme werden verketzert oder gar mit den Mitteln des Strafrechts verfolgt. (Zusatz: Stimmt nicht! Man kann sagen und schreiben, was man will. Es wird alles als "Verschwörungstheorie" abgetan >hier<.)

Nur noch mehr oder minder gleichgeschaltete Meinungen werden verbreitet.  Diese Meinungen wurden einer einheitlichen Ideologie unterworfen, einer Ideologie, der die Gleichheit (zu unterscheiden von Gleichwertigkeit) der Rassen, die Toleranz gegenüber der Massenzuwanderung Artfremder, die moralische Gleichwertigkeit sexueller Orientierungen und der Primat einer heterogenen multikulturellen, kosmopolitischen Gesellschaft statt einer natürlichen homogenen Volksgemeinschaft zugrundeliegen. Nach dieser durch gleichgeschaltete Massenmedien verbreiteten Ideologie, die durch eine mehr oder minder kohärente ‚Mach-Elite’ verbreitet wird, wurde auch das Denken der ‚Verbraucher’ auf suggestivste massenpsychologische Weise gleichgeschaltet.

Die nachfolgenden Angaben waren irgendwann in den Jahren zwischen 1995 und 2000 richtig. Auch wenn sich einzelne Namen oder Umstände zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Schrift geändert haben mögen, so wird sich die festgestellte Tendenz nicht geändert haben.  Mitglieder dieser Machtelite, die nachfolgend durch ein *-Zeichen gekennzeichnet sind, werden in aller Regel wieder durch Mitglieder derselben Gruppe ersetzt.

 

Elektronische Nachrichten- und Unterhaltungsmedien

Die andauernde Deregulierung der Telekommunikationsindustrie begünstigte nicht etwa vermehrte Konkurrenz, sondern eine beschleunigende Welle von Fusionen und Übernahmen, die in den USA zu einer Handvoll von Multi-Milliarden-Dollar-Medienkonglomeraten führten.  Ob Fernsehen, Film im Kino oder auf Video, ob Radio, Zeitung, Buch oder Zeitschrift, die Produkte kommen von einem der wenigen verbliebenen Mega-Medienunternehmen:

Nummer 1 auf der Liste der weltweit größten Medienkonglomerate ist heute >AOL-Time Warner, Inc.<, dessen CEO (Chief Executive Officer) Gerald M. LEVIN* ist. >AOL-Time-Warner Inc.< ist im Jahre 2000 aus einer Fusion zwischen dem Internetunternehmen >AOL, (America online)< und >Time-Warner Inc.< hervorgegangen.

Zu >Time-Warner Inc.< gehört unter anderen >Warner Music <, welches mit 50 Unternehmen der bei weitem größte Musik-Aufzeichnungskonzern weltweit ist, darunter >Warner Brother Records<, das von Danny GOLDBERG* geführt wird/wurde. Stuart HIRSCH* ist/war Präsident von >Warnervision<. >Warner Music< war ein früher Förderer von >Gangster Rap<.  Durch seine Beteiligung bei >lnterscope Records< wurde ein neues Genre populär gemacht, und zwar eine extrem graphische Lyrik.

>Time Warner Inc.< ist darüber hinaus in der Filmproduktion (>Warner Brothers Studio<) und im Verlagsgeschäft führend. Der Verlagssektor, der unter anderen der größte Zeitschriftenherausgeber in den USA ist (Time, Sport Illustrated, People, Fortune), wird/wurde von Norman PEARLSTINE* geführt.

Schließlich gehört zum AOL-Time-Warner-Imperium auch >Turner Broadcasting Corporation< mit >CNN<, das LEVIN im Jahre 1996 nach einigen Anläufen Ted TURNER abschachern konnte.

Als Ted TURNER seinerseits im Jahre 1985 CBS zu kaufen beabsichtigte, gab es eine Panik in vielen Medienvorstandszimmern. TURNER hatte ein Vermögen mit Werbung gemacht und hatte dann ein erfolgreiches CNN aufgebaut. Obwohl TURNER eine Anzahl von bestimmten Vertretern in Schlüsselpositionen eingestellt und nie öffentlich Positionen gegen deren Interessen bezogen hatte, ist er ein Mann mit einem großen Ego und einer starken Persönlichkeit, und er wurde von dem CBS-Vorsitzenden William PALEY* und anderen Leitenden im CBS als unkontrollierbar erachtet, jemand, der sich irgendwann gegen sie wenden könnte.  Darüber hinaus hatte Daniel SCHORR*, der für TURNER gearbeitet hatte, öffentlich behauptet, daß sein ehemaliger Chef eine persönliche Abneigung gegenüber bestimmten Personen habe.

Um TURNERs Kaufangebot abzuwehren, wurde der Milliardär Laurence TISCH* (Theater, Hotels, Versicherungen, Zigaretten) von den CBS-Oberen eingeladen, die Gesellschaft zu übernehmen.  Von 1986 bis 1995 war TISCH dann Aufsichtsratsvorsitzender und Vorstandsvorsitzender von CBS.  Die Gefahr eines nicht-genehmen Einflusses auf die Programmgestaltung von CBS war erfolgreich abgeblockt worden.  Spätere Bemühungen von TURNER, eine größere Fernsehanstalt zu erwerben, wurden stets von LEVIN bekämpft, bis schließlich auch TURNER selbst von LEVIN in die Knie gezwungen wurde.

 

Nummer 2 auf der Liste der weltweit größten Medienmultis ist >Disney-Capital Cities/ABC Inc.<, dessen Vorsitzender und CEO Michael EISNER* ist.  Das Disney-Reich, angeführt von einem Mann, der von Medienkenner als „Kontrollexzentriker“ beschrieben wird, umfaßt mehrere TV-Produktionsfirmen (>Walt Disney<, >Touchstone<' >Buena Vista<), ein eigenes Kabel-Netz mit 14 Millionen Abonnenten und zwei Videoproduktionsfirmen.

Hinsichtlich der Filmproduktion wird die Walt-Disney-Pictures- Gruppe durch Joe ROTH* geführt.  Dazu gehören insbesondere >Touchstone Pictures<, >Hollywood Pictures<, und >Caravan Pictures<.  Disney besitzt auch >Miramax Films<, geführt von den Gebrüdern WEINSTEIN*.

Neben TV und Filmen besitzt das Unternehmen >Disneyland<, >Disney World<, >Epcot Center<, >Tokyo Disneyland<, >Euro Disney< und wird in Kürze einen weiteren Vergnügungspark in Hongkong eröffnen, von wo aus die kulturelle Zerstörung Chinas ausgehen wird.

Disney verkauft darüber hinaus jährlich für mehr als eine Milliarde US-Dollar sonstige Produkte: Bücher, Spielzeuge, und Kleidung. Im August 1995 erwarb EISNER >Capital Cities/ABC, Inc., ein Medienreich mit einem jährlichen Umsatz von 16,5 Milliarden US-Dollar Capital Cities/ABC besitzt das ABC-Fernseh-Netz, das zehn TV-Stationen in >großen Märkten< wie New York, Chicago, Philadelphia, Los Angeles und Houston einschließt.  Darüber hinaus verfügt es über 225 angeschlossene Stationen in den Vereinigten Staaten und ist Teileigentümer mehrerer europäischer TV-Unternehmen.

ABCs Kabel-Tochtergesellschaft, >ESPN<, wird/wurde von dem Präsidenten und CEO Steven BORNSTEIN* geführt.  Die Gesellschaft hat auch einen kontrollierenden Anteil an den Kabelunternehmen >Lifetime Television< und dem >Arts & Entertainment Network<. >ABC Radio Network< besitzt elf AM- und zehn FM-Stationen mit über 3400 Zweigstellen, und zwar wiederum in größeren Städten wie zum Beispiel New York, Washington und Los Angeles.

Obwohl primär ein Telekommunikationsunternehmen, hat >Capital Cities/ABC< jährlich auch Milliardeneinnahmen im Verlagswesen.  Es besitzt sieben Tageszeitungen, darunter Fairchild Publications, Chilton Publications und die Diversified Publishing Group.

 

Nummer 3 auf der Liste ist der >Bertelsmann<-Konzern, dessen Vorstandsvorsitzender der selbsterklärte Supranationalist Thomas MIDDELHOFF ist.  MIDDELHOFF hatte dem fast 170 Jahre alten Unternehmen, das ursprünglich primär christliche Literatur und die Gebrüder GRIMM verlegte, durch eine Investition in Höhe von 50 Millionen US-Dollar in >AOL< (>America Online<) und den späteren Wiederverkauf einen Spekulationsgewinn von 8 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.  Seitdem ist der Supranationalist, der nach eigenen Worten „nur noch einen deutschen Paß“ hat, auf dem Vormarsch. Von dem Profit kaufte er unter anderen von den Gebrüdern Samuel und Donald NEWHOUSE* >Random House< (siehe unter Druckmedien) und verdoppelte die Unternehmensgröße innerhalb von drei Jahren.  Er, der sich selbst als supranationaler >Maverick< und im Fernsehen als „Dr. Spock“ von „Star Trek“ ausgibt, gab Shawn FANNING (>Napster<), einem anderen >Maverick< des Gewerbes, der zu anderen Zeiten wohl eher eine Karriere hinter schwedischen Gardinen gemacht hätte, einen Kredit in Höhe von 60 Millionen US-Dollar und verärgerte dadurch nicht nur die gesamte Branche, sondern auch ein halbes Dutzend von Topmanagern innerhalb des eigenen Konzerns.  Der AOL-Reibach ließ MIDDELHOFF abheben. Auf der Frankfurter Buchmesse im Jahre 1999 verkündete er großspurig: „Wissen Sie, dies ist wirklich meine Buchmesse.  Es ist die Bertelsmann-Buchmesse.“

 

Nummer 4 auf der Liste ist >Viacom Inc.<, das von Sumner REDSTONE* (geboren als Murray ROTHSTEIN*) geführt wird und das Einkünfte von über 10 Milliarden US-Dollar pro Jahr erwirtschaftet. >Viacom<, das TV-Programme für die drei größten Fernsehanstalten der USA (ABC, NBC und CBS) produziert und vertreibt besitzt 12 Fernsehstationen und 12 Radiostationen.  Es produziert darüber hinaus Filme durch >Paramount Pictures<, die durch Sherry LANSING* geführt werden.  Zum Verlagsbereich von >Viacom< gehört >Prentice Hall<, >Simon & Schuster< und >Pocket Books<. >Viacom Inc.< vertreibt des weiteren Videos in seinen 4000 >Blockbuster<-Geschäften und ist darüber hinaus am Satelliten-TV, an Themenparks und Videospielen beteiligt.

>Viacoms< weltweit führende Position liegt jedoch im Bereich von Kabelprogrammen wie zum Beispiel >Showtime<, >MTV<, >Nickelodeon< und anderen Kabelnetzen.  Seit 1989 haben >MTV< und >Nickelodeon< immer größere Anteile an jugendlichen Zuschauern erobert. REDSTONE, der 76 Prozent der Anteile von >Viacom< hält präsentiert zum Beispiel >Beavis und Butthead< als Teen-Idole. >MTV< pumpt seine ethnisch gemischten Rock- und Rap-Videos in 210 Millionen Haushalte in 71 Ländern und ist der vorherrschende kulturellen Einfluß auf weiße Jugendliche rund um die Welt. >Nickelodeon< hat bei weitem den größten Anteil bei den 4 bis 11 Jahre alten Fernsehzuschauern in Amerika und breitet sich auch in Europa schnell aus.  Die meisten der dort produzierten Shows offenbaren noch nicht völlig den abgrundtiefen Schwachsinn der MTV-Ideologie, aber REDSTONE verschärft allmählich das Tempo in Richtung Verblödung.

 

Nummer 5 auf der Liste ist Rupert MURDOCHS >News Corporation<, zu der >Fox Television Network< und >20th Century Fox Films< gehört.  Die Filmstudios und TV-Produktion Murdoch werden/wurden von Peter CHERNIN* geleitet.

 

Nummer 6 auf der Liste ist die japanische „Sony [Standard Oil New York] Corporation“, deren USA-Tochtergesellschaft, >Sony of America<, von Michael SCHULHOF* geführt wird.  Alan J. LEVINE:* führte die Abteilung >Sony Pictures<.

Die meisten TV- und Filmproduktionsgesellschaften, die sich noch nicht im Eigentum der größten Medienmultis befinden, werden ebenfalls von einer kleinen Gruppe kontrolliert.  Zum Beispiel, >New World Entertainment<, das von Medienkennern als >der erste unabhängige TV-Programmerzeuger< in den Vereinigten Staaten“ bezeichnet wird, befindet sich im Eigentum von Ronald PERELMAN*, dem auch >Revlon Cosmetics> gehört.  Der Vorsitzende der >New World> ist Brandon TARTIKOFF* (früherer Leiter des Unterhaltungsprogramms von >NBC<).

Von den >kleineren< Medienfirmen ist am ehesten >DreamWorks SKG< bekannt. >DreamWorks< wurde im Jahre 1994 unter großem Trara von dem Mogul David GEFFEN*, dem ehemaligen Vorsitzenden der >Disney Pictures<, Jeffrey KATZENBERG,*, und dem Filmregisseur und -produzenten Steven SPIELBERG* gegründet.  Die Firma produziert Filme, Trickfilme Fernsehprogramme und Musikaufzeichnungen. Mit Rücksicht auf ihre finanzielle Ausstattung und ihre Verbindungen werden sich GEFFEN, KATZENBERG und SPIELBERG mit >DreamWork< schon bald in derselben Liga wie die großen Drei befinden.

Zwei andere große Produktionsfirmen, >MCA< und >Universal Plictures<, befanden sich noch vor kurzem im Besitz der >Seagram Company, Ltd.<, wurden aber inzwischen mit >Vivendi< (Frankreich) fusioniert. Der Präsident und CEO von Seagram, dem Alkoholriesen Edgar BRONFMAN, jr.*.

Auf die fünf größten oben erwähnten Filmproduktionsunternehmen (>Disney<, >Warner Brothers<, >Sony<, >Paramount< (Viacom), und >Universal< (Seagram) entfielen 1995 etwa 75 % der Jahreseinnahmen der gesamten Branche.

Die großen drei US-Fernsehsender waren früher >ABC<, >CBS< und NBC<.  Mit der Konsolidierung der Medienimperien sind diese nicht länger unabhängige Rechtspersönlichkeiten.  Selbst als sie jedoch unabhängig waren, wurden sie seit Beginn ihres Bestehen von einer kleinen Gruppe kontrolliert, und zwar >ABC< durch Leonard GOLDENSON*, >CBS< zuerst durch William PALEY* und dann durch Laurence TISCH* und >NBC< zuerst durch David SARNOFF* und dann durch seinen Sohn Robert SARNOFF*. Über eine Periode von mehreren Jahrzehnten wurden diese Fernsehsender von oben bis unten mit bestimmten Persönlichkeiten besetzt, und daran hat sich auch nichts Wesentliches geändert, nachdem diese Sender von anderen Unternehmen absorbiert worden sind. Ihre Repräsentanz in der Nachrichtensparte bleibt besonders stark.

Wie bereits erwähnt, ist >ABC< heute Teil von EISNERS >Disney<. Die Verantwortlichen von >ABC<,s Nachrichtenprogramm sind/waren Sieger S. NEUFELD* (>20-20<), Bob REICHBLOOM* (>Good Morning America<) und Rick KAPLAN* (>World News Tonight<).

>CBS< wurde inzwischen von >Westinghouse Electric Corporation< gekauft.  Dennoch blieb Eric OBER*, der von Laurence TISCH* ernannt worden war, Präsident von >CBS<-Nachrichten.  Und obwohl >NBC< inzwischen durch >General Electric< erworben wurde, blieb sowohl >NBC<s Hauptverantwortlicher für den Nachrichtenbereich (Andrew MANCEL*) als auch weitere Verantwortliche für Nachrichtensendungen, und zwar Jeff ZUCKER* (>Today<), Jeff GRALNICK* (>NBC Nightly News<) und Neal SHAPIRO* (>Dateline<).

 

Druckmedien

Nach den Fernsehnachrichten sind Tageszeitungen die einflußreichsten Informationsmedien in den USA. Sechzig Millionen davon werden jeden Tag verkauft. Diese Millionen entfallen auf etwa 1500 Zeitungen. Manche mögen in ihrer Naivität immer noch annehmen, daß diese Zahl hinreichend Sicherheit gegen die Steuerung und Desinformation einiger weniger biete.  Das Gegenteil ist jedoch richtig.  Es gibt immer weniger redaktionelle Unabhängigkeit, weniger Konkurrenz und weit weniger Repräsentation des Mehrheitsinteresses, als sich der unbedarfte Beobachter vorstellen wird.

Die Tage, als die meisten Großstädte und sogar Städte mehrere unabhängige Zeitungen hatten, die durch ortsansässige Bürger mit engem Bezug zur jeweiligen Gemeinde herausgegeben wurden, sind längst vergangen. Heute werden die meisten >örtlichen< Zeitungen von einer ziemlich kleinen Anzahl großer Firmen produziert, die von Managern kontrolliert werden, die Hunderte oder sogar Tausende von Meilen entfernt arbeiten. Tatsache ist, daß nur etwa 25 Prozent der 1500 Zeitungen unabhängig sind, der Rest gehört zu Verlagsmultis.  Nur 100 der 1500 Zeitungen haben eine Auflage von mehr als 100 000. Nur eine Handvoll ist groß genug, sich noch unabhängig berichtendes Personal außerhalb ihrer eigenen Gemeinden leisten zu können; der Rest hängt hinsichtlich der nationalen und internationalen Nachrichten längst am Tropf der wenigen Informations- und Meinungsmonopolisten.  In nur noch 50 Städten der USA gibt es mehr als eine Tageszeitung, und oft existiert zwischen diesen nur noch formal eine Konkurrenz, während die Eigentümer identisch sind.  Beispiele dafür sind die Huntsville News und Huntsville Times (Alabama), die Birmingham Post Harald und die Birmingham News (Alabama), der Mobile Register und die Mobile Press (Alabama), die Springfield Union, die Springfield News und der Springfield Republican (Massachusetts), die Syracuse Post und der Syracuse Haraldl (New York), die alle durch die Holdinggesellschaft >Advance Publications< der Gebrüder Samuel und Donald NEWHOUSE* gehalten werden.

Das Medienimperium der Gebrüder Samuel und Donald NEWHOUSE ist ein typisches Beispiel für den bestehenden Wettbewerbsmangel unter amerikanischen Zeitungen.  Es illustriert auch den unstillbaren Appetit der bestimmten Gruppen für alle Meinungskontrollorgane.  Die Gebrüder Samuel und Donald NEWHOUSE* besitzen 26 Tageszeitungen, (darunter mehrere große und wichtige, wie zum Beispiel den Cleveland Plain Dealer, das Newark Star Ledger, die New Orleans Times-Picayune, die Newhouse Sender, die aus 12 Fernsehstationen und 87 Kabel-TV-Systemen bestehen, die Sonntags-Beilage Parade mit einer Auflage von mehr als 22 Millionen Exemplaren pro Woche und mehr als zwei Dutzend größere Zeitschriften, darunter New Yorker, Vogue, Mademoiselle, Glamour, Vanity Fair, Bride, Gentlemen, Self, House & Garden und alle anderen Zeitschriften der im Eigentum der Gebrüder Samuel und Donald NEWHOUSE* befindlichen >Conde-Nast<-Gruppe. Auch das Verlagsunternehmen >Random House< gehörte zu diesem Imperium, bis es an die >Bertelsmann AG< unter dem erklärten >Globalisten< Thomas MIDDELHOFF veräußert wurde.

Dieses Medienreich war durch den verstorbenen Samuel NEWHOUSE*, einen Einwanderer aus Rußland gegründet worden. Als er  im Jahre 1979 im Alter von 84 verstarb, hinterließ er den Gebrüdern Samuel und Donald NEWHOUSE* einen Medienbesitz im Wert von damals etwa 1,3 Milliarden US-Dollar.  Mit einer Anzahl weiterer Erwerbungen ist der Nettowert von >Advance Publications< inzwischen auf mehr als 8 Milliarden Dollar angewachsen.

Der Erwerb von so vielen Zeitungen durch die NEWHOUSE-Familie war auf Grund der Tatsache möglich, daß die Zeitungen nicht von ihren Abonnenten, sondern durch Inserate wirtschaftlich getragen werden.  Immer, wenn sich die großen Inserenten in einer Stadt für eine Zeitung entscheiden, wird diese Zeitung florieren, während die Konkurrenz ausstirbt.  Seit Beginn des letzten Jahrhunderts, als die Wirtschaftskraft bestimmter Gruppen in Amerika ein vorherrschender wirtschaftlicher Faktor geworden war, gab es einen ständigen Anstieg der Anzahl amerikanischer Zeitungen in solchen Händen, die durch eine ständige Abnahme der nicht in ihrem Eigentum befindlichen Zeitungen begleitet wurde, und zwar hauptsächlich bedingt durch konsequent selektive Auswahlpolitik der inserierenden Geschäftsleute: Der bestimmte Geschäftsmann inserierte möglichst nicht in Zeitungen, die nicht zu seiner Gruppe gehörten.

Darüber hinaus sind sogar die Zeitungen, die sich noch nicht in ihrem Eigentum befinden, inzwischen wirtschaftlich so fundamental von ihren Werbeeinkünften abhängig, daß die Art und Weise der Leitartikel und der Nachrichtenverbreitung weitgehend auf ihre Präferenzen Rücksicht zu nehmen hat. Wes' Brot ich eß', des' Lied ich sing'!

Die Wettbewerbsunterdrückung und die Einrichtung örtlicher Verbreitungs- und Meinungsmonopole führten zu einer ständig wachsenden Monokontrolle über die Zeitungen der USA.  Die daraus herrührende Fähigkeit, die Presse als williges Werkzeug einer ideologisch vorgegebenen Politik einzusetzen, kann kaum besser illustriert werden als durch die New York Times, das Wall Street Journal und die Washington Post.  Diese drei Zeitungen, die die finanziellen und politischen Hauptstädte der USA beherrschen, sind die Zeitungen, die die Tendenzen und die Richtlinien für fast alle anderen Zeitungen vorgeben. Sie sind diejenigen, die entscheiden, was überregional eine Nachricht wird. Sie produzieren die Nachrichten, die von anderen nur noch kopiert werden dürfen.  Und alle drei Zeitungen befinden sich in Händen bestimmter Gruppen.

Die New York Times ist der inoffizielle Wegweiser für Gesellschaft, Mode, Unterhaltung, Politik und Kultur. Sie sagt der intellektuell domestizierten Klasse Amerikas, welche Bücher sie zu kaufen und welche Filme sie zu sehen hat, welche Meinungen momentan >in< sind, welche Politiker, Vordenker, Künstler und Kaufleute im Kommen sind.

Die New York Times war im Jahre 1851 von Henry J . RAYMOND und George JONES gegründet worden.  Nach ihrem Tod wurde die Zeitung im Jahre 1896 aus dem JONEs-Nachlaß durch den wohlhabenden Verleger Adolph OCHS* aufgekauft.  Sein Großenkel, Arthur OCHS-SULZBERGER, jr.*, ist der heutige Herausgeber.  Der >Executive Editor< ist Max FRANKEL* und der >Managing Editor< Joseph LELYFELD*

 

Durch die New York Times besitzt die SULZBERGER-Familie darüber hinaus auch 33 andere Zeitungen, darunter den im Juni 1993 für 1,1 Milliarden US-Dollar erworbenen Boston Globe, sowie zwölf Magazine, darunter McCall's und Family Circle mit Auflagen von jeweils über 5 Millionen, sieben Radio- und TV-Stationen; ein Kabel-TV-System und drei Buch-Verlagsunternehmen.  Der Nachrichtendienst der New York Times versendet Nachrichten, Geschichten, Kommentare und Fotos an insgesamt 506 andere Zeitungen, Nachrichtenagenturen und Magazinen.

Von einer ähnlichen nationalen Bedeutung ist die Washington Post, die ihre Lauscher in den Regierungsbehörden der USA und einen direkten Draht zu den Regierungsstellen hat.

Die Washington Post wurde im Jahre 1877 durch Stilson HUTCHINS gegründet und von diesem im Jahre 1905 an John R. McLEAN veräußert, der dann später von Edward B. McLEAN beerbt wurde.  Im Juni 1933 aber wurde die Zeitung auf der Höhe der >Großen Depression< in den Konkurs gezwungen.  Im Rahmen einer Zwangsversteigerung wurde sie dann durch Eugene MEYER*, einen Geldhändler und ehemaligen Partner des verrufenen Bernard BARUCH*, ersteigert.

Die Washington Post wurde bis zu ihrem Tod im Juli 2001 von Katharine MEYER GRAHAM*, Eugene MEYERs Tochter geführt.  Sie war Hauptaktionärin und die Aufsichtsratsvorsitzende der Washington Post, während ihr Sohn Donald MEYER GRAHAM* bereits seit 1979 Herausgeber des Blattes war.  Er ist auch Präsident und CEO der Washington Post.

Die Washington Post ist Eigentümerin einer Anzahl von anderen Zeitungen, Fernsehstationen und Magazinen, darunter vor allem Newsweek.

In einem Gemeinschaftsunternehmen mit der New York Times verlegt sie darüber hinaus auch den International Herold Tribune, die am weitesten verbreitete englischsprachige Tageszeitung der Welt.

Das Wall Street Journal, von dem wochentäglich etwa 1,8 Millionen Exemplare verkauft werden, ist die auflagenstärkste Tageszeitung der USA.  Sie befindet sich im Eigentum der >Dow Jones & Company, Inc.<, einer New Yorker Gesellschaft, die unter anderen auch 24 andere Tageszeitungen und das wöchentliche Finanzblatt Barron’s herausgibt. Der Vorsitzende und der CEO von Dow Jones ist Peter R. KANN*. KANN hat auch die Posten des Vorsitzenden und Herausgebers des Wall Street Journal.

Die meisten anderen New Yorker Zeitungen sind in gleichen Händen wie die New York Times und das Wall Street Journal. Im Januar 1993 wurden die New York Daily News aus dem Besitz des verstorbenen Medienmoguls Robert MAXWELL* (Geburtsname Ludvik HOCH) von dem (*) Immobilienspekulanten Mortimer B. ZUCKERMAN* gekauft. Die Village Voice gehört Leonard HECK*, dem milliardenschweren Eigentümer des >Hartz Mountain<-Unternehmens.

 

Andere Massenmedien

Die Verhältnisse bei anderen Massenmedien sind vergleichbar.  In den USA gibt es zum Beispiel drei nennenswerte Nachrichtenmagazine: Time, Newsweek und USA News & World Report.

Time mit einer wöchentlichen Auflage von 4,1 Millionen wird von einer Tochtergesellschaft der >Time Warner Communications<, jenem Medienkonglomerat, das im Jahre 1989 durch eine Fusion von >Time, Inc.< mit >Warner Communications< entstanden war, herausgegeben.  Der CEO von >Time Warner Communications< ist, wie oben erwähnt, der berüchtigte Gerald LEVIN*.

Newsweek wird, wie erwähnt, von der Washington Post, herausgegeben.  Seine wöchentliche Auflage beträgt 3,2 Millionen.

USA News & World Report mit einer Auflage von 2,3 Millionen wird von dem vorerwähnten Mortimer B. ZUCKERMAN* herausgegeben, der die Position des >Editor-In-Chief< selbst übernommen hat. ZUCKERMAN ist darüber hinaus auch Eigentümer des Atlantic Monthly und der Daily News, New Yorks Boulevardzeitung, die gleichzeitig das sechstgrößte Blatt in den USA ist.

 

Bücher

Bevor >Random House< an den supranationalen Konzern >Bertelsmann AG< verkauft wurde, befanden sich drei der sechs größten Buchverleger in den Vereinigten Staaten im jüdischen Eigentum, so jedenfalls >Publisher's Weekly<.

Ein besonders bedeutender Verlag ist auch >Western Publishing<. Obwohl dieser Verlag insgesamt >nur< an 13.  Stelle steht, nimmt er bei den Kinderbüchern mit mehr als 50% den ersten Rang ein.  Sein Vorsitzender und CEO ist Richard SNYDER*, der Richard BERNSTEIN* abgelöst hat.

 

Die einseitige Kontrolle der Medien geht weit über die USA hinaus, wenn berücksichtigt wird, daß die Eigentumsverhältnisse der wichtigsten Nachrichtenagenturen (>Reuters<, >Associated Press<, >United Press<) vergleichbar sind.

 

Die Manipulation der Informationen, die Filterung dessen, was wir erfahren dürfen und was nicht, die Kombination von behördlicher Zensur und verlegerischer Selbstzensur ist einer der schlimmsten Zustände, von denen die westliche Welt heute geplagt wird. Es gibt kaum etwas, was für die Zukunft der Völker dieser Welt gefährlicher ist.

 

Dadurch, daß wir es tolerieren, daß sie Nachrichten und Unterhaltung kontrollieren und manipulieren, geben wir ihnen mehr als nur bloßen Einfluß auf unser politisches System und Kontrolle über unsere Regierung, wir überlassen ihnen auch die Gehirne und Seelen unserer Kinder, deren Verhalten und Ideen mehr und mehr von ihren Medien als durch Eltern und Schulen bestimmt werden.

 

Ein führender Medienmulti bei der Zerstörung nationaler Kulturen ist, wie angedeutet, >MTV<, ein Kabelanbieter, der im August 1981 gegründet wurde und Anfang 1993 bereits weltweit 210 Millionen Haushalte in 71 Ländern erreichte, und zwar mit 39 Millionen Zuschauern in Europa und weit über 50 Millionen in den USA.

>MTV< hat bereits mit >VH-l< einen Ableger gezeugt. >Viacom<, die Muttergesellschaft, monokultiviert darüber hinaus über ihren TV-Kanal  >Nickelodeon< die Kinder dieser Welt.  Der Eigentümer dieses supranationalen Kabelnetzwerkes ist Sumner REDSTONE (geb. Murray ROTHSTEIN*), ein Bostoner Multimilliardär, der sein Vermögen zunächst mit Kinos gemacht hatte.  Obwohl sein Name in der Öffentlichkeit relativ unbekannt geblieben ist, wurde er weltweit zu einem der einflußreichsten Beeinflusser junger Menschen.  Als > MTV< ankündigte, sich auch nach China, Korea und Taiwan auszuweiten, feierte REDSTONE* die Ankunft des >globalen Kindes<. „Genau wie Teenager in der ganzen Welt dieselben sind, sind auch die Kinder dieselben in der ganzen Welt“, posaunte er.

Obwohl Hunderte von Millionen Kinder und Teenager rund um den Globus dieselbe Musik hören und dieselben Filme und Videos betrachten, bewirken diese keineswegs etwas Positives; denn der Unrat, der aus Hollywood kommt, hat meistens niedrigstes Erziehungsniveau, verführt zu asozialem Verhalten und zur Passivität.  Die exotischen Bilder von Musikvideos verbreiten die Illusion, mit den >kulturellen< Modeerscheinungen des Hollywoodschrotts verbunden zu sein.  Es wird weder Umweltbewußtsein geschaffen, noch nationales, noch soziales Bewußtsein.  Das einzige Bewußtsein, das vermittelt wird, ist das Warenbewußtsein des Konsumenten. Das Konzept ist simpel: Der erwachsene Konsument muß möglichst schon als Kind  eingefangen werden. Also erzeugt man Produktloyalität statt Kulturloyalität, virtuelles Bewußtsein statt solidarisches Bewußtsein, demütiges Fanverhalten statt selbstbewußtes Demokratieverhalten.

Fast alle >deutschen< Fernsehsender, ob privat oder öffentlich, speisen sich mehr oder minder aus den Produkten der US-Mediengiganten.  Sie infiltrieren unsere Häuser und Wohnungen, besetzen die Gehirne unserer Kinder, zersetzen unsere Kultur, beherrschen unsere Sprache.  In George ORWELLS 1984 benutzte >Big Brother( seine Kontrolle über Nachrichten, Informationen und Kultur zur (fast) totalen Manipulation entwürdigter, entpersonalisierter Menschen. Obwohl ORWELL das kommunistische Herrschaftssystem meinte, verstärkten sich Mitte der Achtziger Jahre in den sogenannten westlichen Demokratien die Tendenzen monopolistischer Meinungskontrolle und -beherrschung.  Ende des Zweiten Weltkrieges waren zum Beispiel 80 % der Zeitungen in den USA noch unabhängig, im Jahre 1989 dagegen war das Verhältnis bereits umgekehrt: 80 % der Zeitungen gehörten zu Medienkonzernen.

Im Jahre 1981 kontrollierten noch 20 (zwanzig) Unternehmen die meisten der 11 000 in den USA erscheinenden Magazine, nur sieben Jahre später war die Zahl auf 3 (drei) Unternehmen reduziert.  Heute kontrollieren in den USA etwa 15 (fünfzehn) Unternehmen fast den gesamten Markt von Tageszeitungen, Magazinen, Fernsehen, Büchern und Filmen, darunter sind >AOL-Time-Warner Inc<. und >Walt Disney/Capital Cities< bei weitem marktführend und als solche die absolut herausragenden der noch etwa 8 bis 10 nennenswerten supranationalen Monopolisten, von denen in nicht allzu ferner Zeit nur noch maximal 5 (fünf) übrigbleiben werden.

John MALONE, Präsident von >Telecommunications Inc.< (TCI), prophezeite sogar, daß in Zukunft weltweit nur „zwei oder drei Unternehmen die Telekommunikationsdienste über Information- Super-Highways anbieten werden.  Die großen Blasen werden größer, und die kleinen Blasen platzen“. „Monopoly ist eine schreckliche Sache“, so der Medienmogul Rupert MURRDOCH, „bis Du es selbst hast“.

Die Informationskontrolle der Monopole, so Ben H. BAGDIKIAN in The Media Monopoly, erfolgt nicht durch ein amtliches Edikt oder durch Staatsterror, sondern vor allem durch einheitliche wirtschaftliche und politische Stilvorgaben.  In der medienbeherrschten Gesellschaft haben die Medienmonopole die Macht, abweichende Meinungen zu unterdrücken und politische Opponenten, die deren politische Dogmen oder Interessen auch nur geringfügig in Frage stellen, zu diskreditieren – zum Schaden der Demokratie. Sie haben die Mittel, politische und kulturelle Identität zu zerstören, nicht durch >positive< Unterstützung und Förderung von Gedanken und Informationen, die ihren Profiten und politischen Präferenzen dienlich sind.

 

Supranationale Medienmultis beherrschen heute größere Menschenmassen, als je ein politischer Führer in der Geschichte es vermocht hätte.

Sie beherrschen uns durch politisch gleichgeschaltete Redaktionsstuben, die die politisch korrekte Schaumsprache und Phraseologie des Kirchentagsredners VON WEIZSÄCKER wie Muttermilch verinnerlicht haben und unentwegt über uns ausschäumen (vgl. RÖHLs Deutsches Phrasenlexikon).

Sie beherrschen uns durch monotone, gespenstische >Talkshows< politisch gleichgeschalteter philosemitischer, proamerikanischer 68er Mainstream-Multikulti-Denkungsart, in denen fast immer ähnliche und austauschbare Stereo-Typen auftreten, samt und sonders Political-Correctness-Akrobaten, in denselben Denkschablonen und  -bahnen sich bewegend, öde Scheingefechte und künstliche Aufgeregtheit produzierend, gegenseitige Stichwortgeber für hohles Neusprech, politische Gesäßgeographen, die immer noch unerschüttert verkünden, man könne die politische Welt in >Rechts<, >Mitte< und >Links< einordnen.

Sie beherrschen unsere Kinder durch sogenannte >Prol<*- oder ->Trash<-Kultur (engl. Müll, Abfall). Der schlechte Geschmack, das Häßliche und Niedrige haben Hochkonjunktur im Voyeurland.  Freaks, Bimbos, Zombies sind die Helden beim „Siegeszug des Degoutanten“ (Der Spiegel). Fernsehen wird mehr und mehr zur Abnormitätenshow. Verbreitet wird die >Anything-Goes-Ethik<, die das Abnormale normal erscheinen lasse, so US-Senator Joseph LIEBERMAN.  Gewaltverherrlichende Filme sind alltägliche Massenware.  Nach einer repräsentativen Umfrage des Sample-Instituts im Jahre 1994 waren 74 % von tausend befragten Deutschen der Ansicht, daß im Fernsehen zu viel Gewalt gezeigt werde.

* Prolet (Proll) bezeichnet man jemanden der durch sein geschmackloses Erscheinungsbild und vulgäres unsensibles Benehmen unangenehm auffällt. dgd ddf dg d dfgdg dfgsdfgdfg dfg

„Die Welt des Fernsehens ist nicht nur gewaltsam, sie sanktioniert ständig auch ihre Gewalt“, so eine Studie der US-amerikanischen >National Cable Television Association<.  Die größte Untersuchung ihrer Art basierte auf einer zwischen dem 8. Oktober 1994 und 9.Juni 1995 getroffenen Auswahl von 2500 Programmstunden und 23 Kanälen, einer Mischung von Kabel-TV, privaten und öffentlichen Sendern.

Die von Wissenschaftlern von vier Universitäten durchgeführte Studie kam unter anderem zu folgenden Ergebnissen:

47 % aller gezeigten Gewalttaten zeigten nicht die Verletzungen der Opfer,

58 % zeigten nicht ihren Schmerz,

57 % aller Programme enthielten Gewaltszenen, davon etwa ein Drittel neun oder mehr,

60 % der Programme mit Gewaltszenen wurden während der Hauptsendezeit zwischen 20.00 und 23.00 Uhr gezeigt,

das mit öffentlichen Geldern geförderte Fernsehen zeigte bei weitem die wenigsten Gewaltszenen, die größten Kommerzsender die meisten.

 

Die Studie kam zu dem Ergebnis, daß sich Gewalt und Verbrechen für das Kommerzfernsehen auszahlen, damit zugleich ein anschauliches Beispiel für den zerstörerischen Vorrang des Ökonomischen gebend.  Auch in Deutschland ist diese Art von schlechter Freiheit dank der Kumpanei von Politik und Kommerz auf ihrem zerstörerischen Vormarsch.  Unsere deutsche Jugend hat den Schaden.

Gewalt verbreitendes Reality-TV, wie aller Schund aus den USA importiert, echte oder nachgestellte Katastrophen- oder Kriminalfälle, Horror en suite, groteske Exhibitionisten- und Voyeuristenshows entsprechen den US-Vorbildern Sally Jessy RAPHAEL, ROLANDA, Jerry SPRINGER, Geraldo RIVERA, Ricky LAKE, Montel WILLIAMS und Jenny JONES. „Es dröhnt, kracht und proletet auf allen Kanälen“, so einst Der Spiegel.

650 000 amerikanische Kinder zwischen zwei und elf Jahren, so Newsweek, sehen jeden Nachmittag vergleichbare sensationsgeile Schund-, Horror-, Obszönitäten-, Anormitäten-, Freak-, Klatsch- und Tratschshows, die häufig an die niedrigsten Instinkte im Menschen appellieren.  Die triviale Dauerberieselung produziert beliebig manipulierbare Kretins am laufenden Band. >Kultureller Müll< en suite.  Wie sonst kann man typische Themen dieser kulturellen Kloakenshows bezeichnen: „17jähriges Mädchen, das mit 100 Männern schlief“, „Die sexuellen Erfahrungen einer 13jährigen“, „Frauen, die ihre Vergewaltiger heiraten“.  Einige haben sich nicht entblödet, diese Shows mit dem Argument zu verteidigen, sie würden die Realität reflektieren.

 

Wenn die USA überhaupt eine eigene Kultur entwickelt haben, dann ist es am ehesten eine Kultur des Krieges und der Zerstörung. Und Hollywood ist einer der wesentlichen Motoren dieser militaristischen Kultur der USA.  Man denke nur an Filme wie „Rambo“, „Commando“, „Red Dawn“, die „Rocky“-Serie, „Under Siege“, „Delta Force“, „America“, „Missing in Action“, „Top Gun“, „Heartbreak Ridge“, „Death Before Dishonor“, „Platoon“, „Tour of Duty“, „Robocop“, „Lethal Weapon“.  Die Kinder der USA werden schon früh auf Krieg und Zerstörung programmiert, sei es heißer, kalter oder ökonomischer Krieg.

Die USA bezeichnen sich dennoch selbst als zivilisiertes Land (siehe Vorwort).  Zivilisation aber braucht kulturelle Leitsysteme, die Grundpfeiler des sittlichen Volksempfindens sind. Gerade diese Grundpfeiler aber werden durch die jede Scham verdrängenden Kommerzmedien der USA und Deutschlands ins Wanken gebracht. Sie vernichten das soziale und politische Kapital im Interesse ihrer nimmersatten Reichtums- und Einflußgier. Schon Jean-Jacques ROUSSEAU stellte in seinem Gesellschaftsvertrag fest, daß die Finanz für die Demokratie etwas Gefährliches sei: „Ce mot de finance est une mo d'esclave; il est inconnu dans la Cité.“ (dt.: „Dieser Begriff Finanz ist ein Sklavenwort und ist in der Cité unbekannt.“) Deshalb darf es nach ROUSSEAU in einem demokratischen Staat keinen Reichtum und keinen Gegensatz von arm und reich geben, ein typisch ROUSSEAUisches Ausweichen in ein unrealistisches Absolutum, das aber trotzdem seinen politischen Instinkt für eine Gefahr offenbart, welche der Demokratie vom Ökonomischen her droht.  Die real existierende >deutsche< Plutokratie (griechisch: »Herrschaft der Reichen«) liefert dafür den schlagenden Beweis.

In der >wehrhaften Plutokratie< Deutschland bestimmt das ökonomische das Politische.  Als ihr De-Facto-Staat haben wir unter der Anleitung der >USA Inc.< das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.

Statt nach >Nationalsozialismus< und >Kommunismus<, wo das Politische das Ökonomische strangulierte, ein Gleichgewicht zwischen Politik und Wirtschaft zu suchen, haben wir uns, wie der Große Bruder, völlig dem Primat des Ökonomischen unterworfen.  Die Folgen sind allenthalben spürbar, als Natur- und Kulturzerstörung, als Werteverlust und Kriminalitätsexplosion, als allgemeine Resignation und Lethargie, als Entdemokratisierung und Entsolidarisierung, als Hyperindividualismus und monströse Habgier. Es ist Zeit zur Umkehr, Zeit, das „soziale Kapital“(James COLEMAN) gleichgewichtig neben das materielle Kapital zu stellen.  Soziales Kapital aber ist nicht nur materielle Umverteilung im Rahmen eines Versorgungssystems, soziales Kapital beinhaltet ideell vor allem auch die Garantie einer Kultur- und Wertegemeinschaft, in der sich die Menschen aufgefangen >fühlen<.  Soziales Kapital ist ein Reflex der Nation.  Der Sozialstaat beruht notwendigerweise auf dem Nationalstaat.  Ohne diese ideelle Komponente entartet der Mensch zum materiellen Sozialempfänger.  Allein der Nationalstaat eröffnet die Chance zur Mitbestimmung, seine Überwindung aber führt zur Fremdbestimmung.  Soziale Industriepolitik ist nationale Industriepolitik, sozialer Kapitalismus ist nationaler Kapitalismus.

Kopiert von: http://www.deutschland-bewegung.de/weiter/geheime_weltmacht.html


Lesenswert auch von Wolfgang Fritz Haug: Der gespaltene Kosmopolitismus des transnationalen Hightech-Kapitalismus.

Kosmopolitismus von griechisch kósmos ‚Weltordnung, Ordnung, Welt‘ und  polítis ‚Bürger‘, bedeutet Weltbürgertum, ist eine philosophisch-politische Ideologie, die den ganzen Erdkreis als Heimat betrachtet. Das Weltbürgertum hat aber (eigentlich) nichts mit einer Weltbürgerschaft zu tun.  >hier< als .pdf-Datei

Der transnationale Hightech-Kapitalismus bedeutet, dass wir uns mit modernen Verkehrmitteln, Flugzeug, Schiff, Schnellzug in kurzer Zeit an jeden Ort der Welt begeben können, dass wir selbst rasante Fahrzeuge zur Verfügung haben, dass wir, wo immer wir sind, telefonisch erreicht werden und jeden erreichen können, dass wir nirgends zu frieren und selten zu schwitzen brauchen, dass wir nie auf Essen und Trinken verzichten müssen usw.


Unser moderner Mitmensch

ist völlig unbeherrscht: Überall wird rumtelefoniert mit dem Handy, eigentlich Mobiltelefon oder Funktelefon (Mobilfunk begann 1926 mit einem Telefondienst in Zügen der Deutschen Reichsbahn und Reichspost). Nichts bleibt verschont, ob Arztpraxis, Restaurant, selbst Kino. Überall hört man die "individuellen" Klingeltöne - die zu beschaffen, ein Bombengeschäft" und eine tolle Freizeitbeschäftigung ist, dazu das Beobachten des Gerätes, ob Anrufe kommen (SMS - Short Message Service - Kurzmitteilungen). Es gibt Fotos zu sehen, und Spiele zu spielen.

Vor allem kann der moderne Mensch keine Sekunde hungrig oder durstig sein. Überall, ob im Auto, auf der Straße, in den Arztpraxen, natürlich in Kino und auch am Arbeitsplatz - gleich wo,. ob beim Joggen (Waldlauf) oder auf dem Fahrrad mit Kind im Anhänger; es wird getrunken - mitgebrachte Flaschen an den Mund Kopf in den Nacken, nichts sehend nichts hörend. Es muss getrunken werden! Hygienisch mit Papier umwickeltes belegtes Brötchen in der Hand, aber Krümel auf die Erde. Wespen und andere Insekten werden weggewedelt, bis aggressive werden. Aber das anderes Kapitel, dass auch andere Lebewesen es wagen, ihren Lebensraum zu verteidigen. Die moderne Krone der Schöpfung kennt keine Rücksicht und man hat ihr auch lange genug eingeredet, dass die keine Rücksicht zu nehmen braucht.

Nur die Toiletten sind abgeschafft worden - Entschuldigung, dass ich darüber spreche. Nach US-amerikanischem Vorbild gibt es schon lange keine Toiletten mehr, sondern nur Lavatories, also Waschräume, um der Hygiene zu genügen. Übrigens ist sogar Schwitzen unanständig - wofür hat man denn auch die Klimaanlagen. Also frage ich mich, was machen Polizisten, Soldaten, die Leute von der Müllabfuhr, die Passanten in den Straßen. Sie können ihre "Bedürfnisse" nirgends loswerden.

Walter Rath, 12. September 2011