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Ahfeldt,
Horst: Wirtschaft, die arm macht. Vom Sozialstaat zur gespaltenen Gesellschaft. Verlag Antje Kunstmann, München 2003
Die Verlagerung von Arbeitsplätzen in "Billiglohnländer", der Anstieg der
Arbeitslosigkeit und der damit einhergehende Rückgang der Steuereinnahmen führen
zu prekären Finanzproblemen bei Staat und Bürgern. Diese Tendenzen spüren alle
"alten" Industriestaaten seit Jahren. Die Heilmittel dagegen lauteten bisher
Flexibilisierung der Arbeit(szeiten), Absenken von Lohneinkommen und sozialen
Standard sowie höhere Anforderungen an die Leistungsbereitschaft der Bürger.
Letztere Forderung richtete sich - scheinbar - nur an die klassischen
Arbeitnehmer, während die Selbständigen davon verschont zu sein schienen.
International gilt spätestens seit dem Ende des Kalten Krieges ein forcierter
Wirtschaftsliberalismus als die Wunderwaffe gegen Armut und Ungleichheit, mit
dem Argument, der Protektionismus würde die wirtschaftliche Entfaltung sowohl
der etablierten wie der nachwachsenden Volkswirtschaften und damit letztlich die
Verbreitung des Wohlstands behindern.
Soweit die "offizielle" Lesart der Industriestaaten und ihrer
institutionellen Vertreter wie WTO (World Trade Organisation) und Weltbank. Die
internationale "APO" (Außerparlamentarische Opposition) in Gestalt von ATTAC
protestiert gegen diese Ideologie bereits seit einiger Zeit und hat in einzelnen
Ländern auch engagierte Fürsprecher gefunden, unter anderem einen Mann
napoleonischen Zuschnitts aus dem kleinen Saarland. Gerade dieser jedoch hat
durch holzschnittartige - weil populistisch-eingängige - Theorien die Kritik an
den Folgen eines schrankenlosen Liberalismus eher ins Gerede gebracht als sie
hoffähig zu machen. Selbst seine ehemaligen (Weg-)Genossen folgen heute eher den
Gurus der Globalisierung.
Horst Afheldt hat sich jetzt dieses Themas ohne Partei- oder Ideologiebrille
angenommen, und kommt bei seinen Überlegungen zu einigen überraschenden und doch
einleuchtenden Resultaten. So entlarvt er die Hoffnung und das Hinarbeiten auf
gleich bleibende oder möglichst (wieder) steigende Wachstumsraten - besonders in
Deutschland - mit einer ganz simplen logischen Tatsache: da das Wachstum immer
in Prozent zum Vorjahr gemessen wird, würde eine gleich bleibende Rate ein
exponentielles absolutes Wachstum erfordern, was im nationalen Rahmen schon aus
demographischen Gründen und international aus ökologischen und ökonomischen
Gründen unmöglich (und unsinnig) wäre. Jeder Naturwissenschaftler weiß überdies,
dass alle natürlichen Vorgänge - und die Weltwirtschaft stellt auch einen dar -
immer in exponentiell asymptotischen Kurven [f(x)=1- exp(-x)] ablaufen. Zu
Beginn, von einem niedrigen Niveau, wachsen sie sehr schnell, dann immer
langsamer. Soviel nur zu dem Fetisch "gleich bleibendes Wachstum".
Darüber hinaus jedoch greift Afheldt die "Abwärtsspirale" der weltweiten
Arbeitskosten auf und an, die durch einen unbegrenzten Liberalismus geradezu
angeheizt wird. Im Wettrennen um ausländische Investoren bemüht sich jede
Region, die günstigsten Bedingungen zu schaffen, und das zu Lasten der eigenen
Arbeitnehmer und der Staatshaushalte. Ergebnis ist laut Afheldt, und da kann man
ihm nicht widersprechen, eine allgemeine Verarmung, abnehmende Kaufkraft,
dadurch zusammenbrechende Firmen und weitere Arbeitslosigkeit, fehlende
Steuereinnahmen und Verarmung.
Einen grundsätzlichen Webfehler der Wirtschaft - vor allem der deutschen -
sieht Afheldt darin, dass alle Soziallasten aus den Abgaben der abhängig
Beschäftigten getragen werden, die ihre Arbeitskraft nicht weltweit an den
Meistbietenden verkaufen können. Kapitaleinkünfte bleiben dagegen von den
Sozialabgaben verschont, um das "flüchtige Reh" Kapital nicht zu verscheuchen.
Afheldt sieht all diese Probleme sehr klar und verzichtet dabei in wohltuender
Weise auf jegliche ideologische Polemik, die Schuld und Ursachen dieser
Entwicklung gerne dem jeweiligen politischen Gegner zuweist. Er sieht glasklar
die Gefahren von Maßnahmen, wie sie Lafontaine in populistischer Manier
vorträgt, und kann sich auch nicht mit staatlichen Kaufkraftaktionen durch Pump
anfreunden. Er versucht tatsächlich, die Entwicklung der Weltwirtschaft während
der letzten fünfzig Jahre als historischen Prozess darzustellen, dessen
Paradigmen lange Zeit mit den Randbedingungen übereinstimmten und von der
Entwicklung bestätigt wurden, die nun aber, unter geänderten Bedingungen, nicht
mehr greifen.
Afheldt ist auch so ehrlich zuzugeben, dass es keinen "Königsweg" aus dieser
Falle gibt. Zwar sieht er die Verteilung der sozialen Lasten auf alle Einkünfte
als richtigen und notwendigen Schritt, erkennt aber auch sofort die Gefahr der
Kapitalflucht. Schutzzölle zur Eindämmung des internationalen "Lohndumpings"
hätte er gerne, gibt jedoch zu, dass dann die eigenen Produkte im Weltmarkt
schlechter zu verkaufen wären, was wiederum zu Einbrüchen und Arbeitslosigkeit
führt.
Afheldts Stärke, die unvoreingenommene Analyse der Situation, ist auch seine
Schwäche. Fast jede der von ihm empfohlenen Maßnahmen beinhaltet schwere
Nebenwirkungen, die letztlich nur durch eine rigide durchgreifende - sprich
totalitäre - Weltregierung verhindert werden könnten. Das jedoch will er
verständlicherweise auch nicht. Wenn er die von den Industriestaaten weltweit
durchgedrückte Liberalisierung als undemokratischen Akt denunziert, der durch
die Entmachtung lokaler Regierung seitens internationaler Konzerne selbst zu
Demokratieverlust führt, so gilt für eine regulierende Weltregierung, die jeder
Region die wirtschaftlichen Maßnahmen vorschreibt, dasselbe. Und hellsichtig
erkennt er auch, dass gerade ein solcher Verlust zum Ende des "real
existierenden" Sozialismus geführt hat.
So schließt sich am Ende des Buches der Vorhang, und alle Fragen bleiben
offen. Dabei wird noch nicht einmal diskutiert, dass Schutzzölle, die der
europäischen Festung ihren sozialen Standard erhalten könnten, nicht nur die
eigenen Produkte im Weltmarkt verteuern, sondern auch den Entwicklungsländern
die Exportmöglichkeiten in die Industriestaaten verbauen würden. Schon heute
beklagen die Entwicklungsländer zu Recht, dass die EU durch die
Agrarsubventionen zwecks Erhalt des bäuerlichen Wohlergehens ihre Landwirtschaft
schwer schädigt; doch dieser Aspekt kommt bei Afheldt nicht zur Sprache.....
Eine wesentliche Schwäche von Afheldts Ausführungen besteht darin, dass er
alle Tendenzen als unidirektional und final ansieht. Soziale Kämpfe in den
Entwicklungsländern um einen höheren Anteil an den Einkünften, sprich höhere
Löhne, stehen bei ihm nicht zur Diskussion, und damit auch nicht die Frage, wie
lange diese Länder ohne Investitionen für Bildung und Infrastruktur noch als
verlängerte Werkbänke für immer komplexere Technologien dienen können. Was
kurzfristig stimmt, muss langfristig noch lange nicht zutreffen. Wer auf einer
Sinuskurve abwärts rutscht, sieht die Katastrophe nahen, ohne zu wissen, dass
sich die Kurve wieder hinauf schwingt. Seit dem Ende des zweiten Weltkriegs hat
die Weltwirtschaft eine Periode des Friedens erlebt, wie sie vorher nie
existiert hat, also fehlen uns daher - glücklicherweise - die Katastrophen, die
aus ihren eigenen Niederungen heraus immer wieder zu starkem Wachstum geführt
haben. Auch das Entropie-Gesetz, das einen unaufhaltsamen Ausgleich zwischen
ungleichen Systemen festschreibt, kommt bei Afheldt nicht zur Sprache. Zwar
wünscht man sich von ihm nicht Aussagen der Qualität "Die Menschheit hat sich
schon immer aus schwierigen Situationen gerettet", doch den Hinweis auf eine
systemimmanente Angleichung unterschiedlicher Bedingungen - z.B. durch das
politische Erwachen ausgebeuteter Arbeitnehmer - hätte man von ihm schon
erwartet.
Das Buch ist im Verlag
Antje Kunstmann unter der ISBN 3-88897-385-6 erschienen und kostet 12 €.
Frank Raudszus (
www.egotrip.de )
Attac
(Hrsg.)
Die geheimen Spielregeln
des Welthandels
WTO - GATS - TRIPS - MAI
Promedia Verlag
2., überarbeitete Auflage, Wien 2004
184 Seiten, € 15,90
ISBN 3-85371-200-2
Christian Felber (www.christian-felber.at/buecher/geheimespielregeln.php)
schreibt: Einer der Hauptgründe für die wachsenden globalen
Ungleichheiten sind die Spielregeln, auf denen die derzeitige
Globalisierung beruht. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, der
Neoliberalismus kenne keine Regeln, sind zahlreiche weitreichende
wirtschaftspolitische Abkommen in Kraft, die sich hinter Kürzeln wie
GATS, TRIPS, WTO, MAI oder DSU verstecken. Eine breite öffentliche
Debatte über die wichtigsten Spielregeln des Welthandels, die
unseren Lebensalltag stark betreffen, findet nicht statt. Dieses
Buch soll helfen, die Geheimschrift der globalen Wirtschaftspolitik
zu entziffern. Die grundlegende Kritik an WTO und Freihandel wird
mit einem Kapitel über Alternativen für eine faire Gestaltung der
Weltwirtschaft ergänzt.
GATS = General
Agreement on Trade in Services, Allgemeines Abkommen über den
Dienstleistungsverkehr
TRIPS = Agreement on
Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights, Abkommen über
handelsbezogene Aspekte der Rechte an geistigem Eigentum
WTO = World-Trade-Organisation, Welthandelsorganisation (WTO heißt auch
World Tourism Organization, Weltorganisation für Probleme des Fremdenverkehrs,
ist aber hier nicht gemeint)
MAI = Multilateral
Agreement on Investment, betrifft Investitionsschutz, Liberalisierung und
Streitschlichtung, Rechtsschutz
DSU = Dispute Settlement Understanding, Übereinkommen zur Streitschlichtung
Joel
Bakan: Das Ende der Konzerne. Die selbstzerstörerische Kraft der Unternehmen
Europa
Verlag (Wien) 2005.
Erstausg. Auflage.
230 Seiten.
ISBN 978-3-203-75543-4.
D: 12,90 EUR, A: 13,30 EUR,
CH: 23,50 sFr.
Der Autor:
Joel Bakan ist
seit 1990 Professor an der juristischen Fakultät der University of British
Columbia in Kanada. Bakan beschreibt in seinem Buch die Entstehung und
Entwicklung der Konzerne als Unternehmensform und Rechtsfigur - "Missgeburten
der industriellen Welt", wie er sie nennt, die einen kaum noch zu
kontrollierenden Einfluss auf die Entwicklung der Welt ausüben. Integriert in
seine sehr kritische Arbeit sind Interviews mit prominenten Protagonisten aus
Wirtschaft und Wissenschaft wie dem Nobelpreisträger Milton Friedman und Noam
Chomsky. Am Ende des Buchs entwickelt er eigene Vorschläge, wie der Macht der
Konzerne beizukommen ist. "Das Ende der Konzerne" wurde zur Vorlage für den
Dokumentarfilm "The Corporation", der nicht nur in den USA für viel Aufsehen
sorgte.
Aufbau und Inhalt
Aufstieg an die
Macht
Business as usal
Die
Externalisierungsmaschine
Die Grenzen der
Demokratie
Unternehmen ohne
Grenzen
Bilanz
Rezension vom
22.11.2005:
von
Prof. Dr. Hans Langnickel
Fachhochschule Lausitz
Standort Cottbus
E-Mail
Mailformular
Kapitalgesellschaften
tauchten erstmals Ende des sechzehnten Jahrhunderts auf. Ihr Spezifikum ist die
Trennung von Firmeneigentum und Firmenleitung (Management). Der problematische
Kern dieser Konstruktion liegt nach Bakan in der "beschränkten
Haftung" der Gesellschaft, die die persönliche Haftung des natürlichen
Firmeninhabers ersetzte. Schon Adam Smith warnte in "Der Wohlstand der
Nationen", man dürfe Führungskräften (Managern) nicht "das Geld anderer Leute"
anvertrauen, weil "Nachlässigkeit und Verschwendung" unabwendbar seien, wenn
Unternehmen sich zu Kapitalgesellschaften zusammenschließen würden." Von Anfang
an befürchteten viele Kritiker, dass die beschränkte Haftung "das erste und
natürlichste Prinzip der Wirtschaftsgesetzgebung" aufweichen könnte, nach dem
jeder Mensch verpflichtet war, die Schulden zu zahlen, die er gemacht hatte,
solange er dazu in der Lage war. Entscheidender jedoch ist nach Bakan,
dass mit der Einführung von Konzernen Firmen in "juristische Personen"
verwandelt wurden und den Platz der menschlichen Besitzer einnahmen. Diese
juristischen Personen, so die Intention des Gesetzgebers, sollten wie natürliche
Personen handeln und wandeln können. Und das taten sie dann auch. Sie
entwickelten sich nach Bakan zu "institutionelle Psychopathen". Konzerne
verfügen nach Bakan über institutionelle Charakterschwächen, die
destruktiv für die Gesellschaft und Moral sind. Legt man an sie die gleichen
Maßstäbe an wie an natürliche Personen, so treffen auf sie alle Kriterien einer
psychopathischen Persönlichkeit zu, die der Gesellschaft großen Schaden zufügt,
allerdings ohne dass sie gefasst und eingeschränkt werden können. "Die
Profitabilität eines Unternehmens wächst in der Regel mit seiner Fähigkeit,
andere die Rechnung für die Auswirkungen auf die Gesellschaft zahlen zu lassen,"
so Robert Monks, einer der wichtigsten und einflussreichsten Unternehmer
der USA. Wirtschaftswissenschaftler sprechen hier von "Externalitäten." Die
Kapitalgesellschaft, so Monks, "ist eine Externalisierungsmaschine,
genauso, wie der Hai eine Fressmaschine ist". Bakan beschreibt diese
Externalisierungspraxis (Umwelt, Arbeit etc.) an vielen auch öffentlich
bekanntgewordenen und skandalisierten Beispielen.
Soziale Verantwortung
ist wider den Zweck eines Konzerns. Deswegen sei es auch naiv, Soziale
Verantwortlichkeit einzufordern. Milton Friedmann formuliert
unmißverständlich: "Ein Unternehmen ist Eigentum der Aktionäre". Für ihn gibt es
nur eine "soziale Verantwortlichkeit" für das Management: so viel Geld wie
möglich für die Anteilseigner zu verdienen. Führungskräfte, die gesellschafts-
und umweltpolitischen Zielen den Vorrang vor dem Profit geben - die sich um
moralisches Handeln bemühen -, verhalten sich in Wirklichkeit unmoralisch."
Soziale Verantwortlichkeit als Fassade ist o.K. Soziale Verantwortung, die über
ein Lippenbekenntnis hinausgeht, ist verboten. Konzerne werden nicht erst heute
als "seelenlose Ungeheuer" gebrandmarkt - uninteressiert am Schicksal der
Menschen, unpersönlich und unmoralisch. Vielen gelten sie als
"Frankenstein-Monster", zu jeder Schandtat fähig, uninteressiert am Schicksal
der Menschen. Man findet eine gefährliche Mischung aus Habgier, Missmanagement,
Macht und Verantwortungslosigkeit.
Was machen wir mit
ihnen? Wie ist die Macht der Konzerne zu begrenzen und wie ist der "Psychopath
Konzern" zu einem friedlicheren Mitglied des menschlichen Miteinanders
domestiziert werden? Bakan ist äußerst skeptisch gegenüber der Idee der
Social Responsibility von Unternehmen, skeptisch gegenüber der Vorstellung,
kritische Aktionäre oder kritische Verbraucher könnten gewissermaßen als
Stellvertreter für das Gemeinwohl die Konzerne bändigen und in ihre Schranken
verweisen. Die seiner Auffassung nach naive Hoffnung liegt in beiden Fällen in
der Vorstellung, Konzerne durch Märkte und nicht durch den Staat kontrollieren
zu können. Selbst wenn eine beträchtliche Anzahl von Verbrauchern und Aktionären
bereit wäre, bei ihren Entscheidungen gesellschafts- und umweltrelevante Belange
zu berücksichtigen, bleibt ein großes Problem: Wie gelangen sie in den Besitz
aller dazu nötigen Informationen? Man ignoriert bei dieser Perspektive nach
Bakan einen entscheidenden Faktor, nämlich dass die Existenz der Konzerne
(ihre "Konzession") ausschließlich vom Staat abhängt und sie sich daher,
zumindest theoretisch, immer unter staatlicher Kontrolle befinden. Ein Corporate
Governance-Kodex zur Zähmung der Konzerne reicht hier für ihn aber nicht. Nach
Bakan brauchen wir eine umfassende Kombination aus moralischen und
Marktnormen sowie formalen staatlichen Sanktionen.
Fazit
Das Buch ist eine
zuspitzend formulierende, informative Auseinandersetzung speziell mit der
Konzernentwicklung in den USA, die sich in der Analyse in weiten Teilen
übertragen lässt auf deutsche Verhältnisse. Es bietet für all diejenigen, die
jenseits der oft naiven Kritik an falschen Managemententscheidungen einen Fundus
ein Fakten und Dokumenten über die staatlich geförderte Macht der Konzerne -
deren Geister man nur noch schwer wieder loswird.
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versandkostenfrei – über den socialnet Buchversand
bestellen.
Urheberrecht
Obige Rezension ist urheberrechtlich geschützt. Falls Sie Interesse an einer
Nutzung haben, treffen Sie bitte vorher eine Vereinbarung mit
www.socialnet.de. Die
Redaktion der Rezensionen steht für weitere Fragen und Absprachen zur Verfügung.
Belen
Balanya/ Ann Doherty/ Olivier Hoedeman
(sowie Adam Ma'amit
und Erik Wesseliusu):
Europe Inc.
Regional and Global
Restructuring and the Rise of Corporate Power.
London 2003.
Pluto-Press.
1. Auflage auf Deutsch:
“Konzern Europa - Die
unkontrollierte Macht der Unternehmen”.
Rotpunkt Verlag.
Zürich 2001.
Übersetzung: Eleanor Hobley
ISBN-10:
3-85869-216-6
Vorwiegend aus
Verlagsangaben zitiert:
Die transnationalen
Unternehmen haben die Globalisierung nicht nur mitgeprägt. Bei der
Internationalisierung der Zusammenarbeit sind sie anderen Lobbygruppen weit
voraus.
"In den sechziger Jahren saßen Geschäftsführer wie ich mehr oder weniger im
Beifahrersitz und haben zugesehen, wie die Verhandlungen abgelaufen sind.
Heutzutage sitzen wir am Steuer und entwerfen viele der Dokumente selbst,"
David Rockefeller, Chief Executive Officer der Chase Manhattan Bank
Mächtige politische Akteure des Globalisierungsprozesses sind die
transnationalen Konzerne (TNK). Sie haben nicht nur das aktuelle Modell der
Globalisierung durch ihre eigenen wirtschaftlichen Umstrukturierungen
entscheidend geprägt. Indem sie komplexe Netzwerke gebildet und sich in
Lobbygruppen zusammengeschlossen haben, ist es ihnen auch gelungen, den gesamten
Prozess durch ihre systematische Mitwirkung beim Auf- und Umstellen der
internationalen Regeln des Handels und des Investierens mitzusteuern.
Europäische Koordination
Innerhalb der Europäischen Gemeinschaft und der Europäischen Union sind TNK in
den letzten 20 Jahren wichtige Akteure geworden. Heutzutage arbeiten mehr als
15.000 professionelle Lobbyisten in den Gebäuden der Europäischen Kommission,
des Europarats und -parlaments. Viele kommen von PR-Firmen, Lobbygruppen und
Unternehmen. Brüssel spielt Gastgeber für schätzungsweise über 500
Industrielobbygruppen, die Branchen wie Biotechnologie, Chemie-, Waffen- und
Atomindustrie vertreten, oder die Gesetzgebung bei bestimmten Themen wie
Müllverbrennung oder der Nutzung von PVC beeinflussen sollen.
Ohne Zweifel ist die einflussreichste europäische Wirtschaftslobbygruppe der
Europäische Runde Tisch der Industrialisten (ERT), ein geheim operierender Klub
mit 47 Vorsitzenden und Vorständen aus Europas größten transnationalen
Unternehmen. Der ERT erzielte seine bemerkenswertesten Erfolge in den späten
achtziger und frühen neunziger Jahren, als seine Wünsche nach einem gemeinsamen
Markt und transeuropäischen Netzwerken (TEN) bei der Transportinfrastruktur in
Erfüllung gingen.
Sein Einfluss ist auch beim Maastricht-Vertrag von 1991, der das Fundament für
die Europäische Währungsunion legte, deutlich zu bemerken. Die weitreichende
Macht der Gruppe spiegelt sich im »Aktionsplan Lissabon« der EU, der im März
2000 beschlossen wurde. Dieser sieht vor, die Energie-, Transport- und
Postdienstmärkte europaweit zu privatisieren und die Arbeitsmärkte und
Rentensysteme weiter neoliberal zu reformieren.
Globale Abstimmung
Dem Aufschwung der politischen Macht der Unternehmen auf nationaler und
regionaler Ebene folgte ein globaler Schub. Am weitreichendsten zeigt sich die
Stärke der TNK womöglich in der Welthandelsorganisation (WTO). Laut einem
ehemaligen WTO-Vorsitzenden würden viele WTO-Verträge und vielleicht sogar die
Institution selber »ohne die enorme Zwänge« der Industrie nicht existieren. Die
in Paris ansässige Internationale Handelskammer (ICC) ist die allergrößte und
einflussreichste internationale Wirtschaftslobbygruppe und zählt u.a. General
Motors, Novartis, Bayer und Nestlé zu ihren Mitgliedern. Sie hat offenen Zugang
zu vielen der wichtigsten wirtschaftlichen und politischen Institutionen der
globalen Wirtschaft – unter anderem zur WTO, der OECD, den Vereinten Nationen
und den G 8. In letzter Zeit hat die ICC die Führungsrolle in der
Wirtschaftskampagne gegen die Anti-Globalisierungsbewegung eingenommen. Im
Zentrum der ICC-Verteidigungsstrategie steht dabei eine erfolgreiche so genannte
Charmeoffensive bei den Vereinten Nationen.
Während die ICC eine typische Wirtschaftslobbygruppe ist, die das politische
Klima zugunsten seiner Mitgliedsfirmen zu steuern und beeinflussen versucht, ist
der Transatlantische Geschäftsdialog (TABD) eine gemeinsame Initiative von TNK
und Regierungen. Mit dem Mandat der US-Regierung und der EU arbeiten 150
Großfirmen daran, die »Hindernisse des transatlantischen Handels« zu
identifizieren. Dabei ist es ihnen gelungen, viele Gesetzeswerke zum Schutz der
Arbeiter, der Umwelt und der Verbraucher zu verspäten, zu schwächen oder zu
blockieren. Durch das Schmieden eines EU-US-Konsenses hatte der TABD eine
Schlüsselrolle bei der Eröffnung der neuesten Verhandlungen der WTO in Qatar im
November 2001. Kein Wunder, dass der TABD in den letzten Jahren ins Visier von
Globalisierungskritikern geraten ist. Sie sehen die Gruppe als Symbol dessen,
was bei der Globalisierung schief läuft.
Linktipps:
- Weltwirtschaftsforum:
www.weforum.org ,
- NGOs:
www.corporateeurope.org,
www.corpwatch.org
(aus Soli extra "Globalisierung", Sommer 2003, Autor: Olivier Hoedemann;
Olivier Hoedeman arbeitet bei Corporate Europe Observatory - CEO - ).
Brockhaus, der: Wirtschaft. Betriebs- und Volkswirtschaft, Börse, Finanzen, Versicherungen und Steuern. Brockhaus, Leipzig, Mannheim
2004
Brüggemann, Axel:
Wir holen uns die Politik zurück, Eichborn-Verlag, April 2009.
>Hier< ausführliches: Besprechungen usw.
Chomsky, Noam: Profit Over People. Neoliberalismus und globale Weltordnung. Europa Verlag, München 2000
Wer sagt, er
verstünde die Wirtschaft nicht und könne an den
politischen Verhältnissen ohnehin nichts ändern, wer das
indifferente und larmoyante Gerede (d.h.
sentimental-weinerlich mit allzu viel Gefühl und
Selbstmitleid) über den ungezügelten Kapitalismus und
die Globalisierung leid ist, der sollte Chomskys neues
Buch lesen.
Noam Chomskys Kritik an "freier" Marktwirtschaft und
Neoliberalismus besticht und ermutigt durch Argumente,
die historisch und ökonomisch fundiert sind, durch eine
einfache und präzise Sprache, durch einen
kompromisslosen, unangepassten Standpunkt und nicht
zuletzt durch die Hoffnung auf eine Demokratie, die
keine verkappte Diktatur von Märkten und Medien, sondern
die Praxis einer sozialen Bewegung ist. Weit entfernt
von Utopien jeglicher Couleur, zeigt Chomsky konkrete
Möglichkeiten der Ausübung von Bürgerrechten auf und
appelliert an die Partizipation jedes einzelnen an der
Politik.
Chomsky
bringt es auf den Punkt: Wer sich mit dem
Neoliberalismus auseinander setzt, muss das politische
System der USA betrachten - und er entdeckt hinter der
schnieken Fassade der westlichen Supermacht einen
grossen Misthaufen. Schon die Verfassung der USA wurde
einst von den Besitzenden geschaffen zum Zweck, sich vor
den Nichtbesitzenden zu schützen. Und das ist heute noch
so: Indem die USA ihre eigene Wirtschaft durch hohe
Marktbarrieren vor ausländischen Produkten abschotten,
aber andere Nationen zwingen, bedingungslos ihre Märkte
zu öffnen. Und indem sie demokratische Staaten durch
Zersetzung und Terror destabilisieren, damit der
Kapitalstrom heimischer Investoren weiter fliesst.
Benutzt Chomsky das Vokabular der Neoliberalisten,
schlägt sein Ton schnell um in stählernen Sarkasmus.
Doch auch die analytischen Sequenzen sind faszinierend,
denn sie bringen scheinbar feste Gewissheiten
augenblicklich ins Wanken - vor allem wenn der Autor aus
geheimen Quellen und Protokollen zitiert. Von Nachteil
ist nur, dass seine Gedanken recht unstrukturiert über
die Seiten streunen; durch die wüste Gliederung wird der
gute Ansatz ziemlich hintertrieben. Dennoch lohnt die
Lektüre gerade für erklärte US-Sympathisanten, meint
www.getAbstract.com
- denn der "gute Hegemon" in Übersee hat mehr Leichen im
Keller, als viele ahnen.
Noch ein
Hinweis von Fritz J. Raddatz*, der ernsthaft erschüttert
ist von Chomskys Essay über den Neoliberalismus und die
neue globale Weltordnung. Nicht weil es so schlecht
wäre. Im Gegenteil. Das Bild eines "Kapitalismus ohne
menschliches Antlitz" ist zwar nicht so neu, wie Raddatz
einräumt, aber Chomsky eröffne einen völlig neuen Blick.
Dabei sieht Raddatz die Brisanz des Essays nicht so sehr
im präsentierten Tatsachenmaterial, obwohl er sich viel
Raum nimmt, Zahlen, Daten und Fakten aus Chomskys
"niederschmetternden Bilanz" darzustellen. Das Brisante
macht Raddatz in den aufgezeigten fatalen Folgen für die
Demokratie aus: Dass der Mensch im Zeitalter von
Kommunikation und Information der völligen Manipulation
unterliegt. "Die Undurchschaubarkeit unserer
gesellschaftlichen Systeme produziert etwas
Verhängnisvolles: Verdruss und Passivität" - die
schlimmsten Feinde der Demokratie. Raddatz schließt mit
der Aufforderung, doch wieder Marx zu lesen und über
eine postkapitalistische Gesellschaftsordnung
nachzudenken: "Schließlich schien die Abschaffung der
Sklaverei auch einmal undenkbar."
* geboren
1931 in Berlin, ist freier Autor, Essayist und
Publizist. 1960-69 war er Cheflektor im Rowohlt Verlag,
1977-85 Feuilletonchef der ZEIT. Herausgeber von
Tucholskys Gesammelten Werken, Vorsitzender der
Kurt-Tucholsky-Stiftung. Romane, Erzählungen,
Biografien, Essays.
Noam Chomsky,
geboren am 7. Dezember 1928, ist seit 1961 als Professor am Massachusetts
Institute of Technology, MIT, tätig; seine Bücher über Linguistik, Philosophie
und Politik erschienen in allen wichtigen Sprachen der Erde. Noam Chomsky hat
seit den sechziger Jahren hergebrachte Vorstellungen über Sprache und Denken
revolutioniert. Zugleich ist er einer der schärfsten Kritiker der gegenwärtigen
Weltordnung und des US-Imperialismus.
Eigen, Peter: Das Netz der Korruption. Wie eine weltweite Bewegung gegen Bestechung kämpft. Campus, Frankfurt 2003
George, Susan: WTO: Demokratie statt Drakula. Für ein gerechtes Welthandelssystem. VSA-Verlag 2002
Giegold, Seven: Steueroasen: trockenlegen! Die verborgenen Billionen für
Entwicklung und soziale Gerechtigkeit heranziehen. Attac-Basis Texte
4. VSA-Verlag, Hamburg 2003
Grefe, Christiane/Greffrath, Mathias/Schumann, Harald: Attac. Was
wollen die Globalisierungskritiker? Rowohlt, Berlin 2002
Grosjean, Rene Klaus: Wie lese ich eine Bilanz? Ein Crash-Kurs für
Nichtfachleute. Econ. München 2001
Hennes,
Wilhelm: Auf dem Weg in den Parteienstaat, Reclam 1969 (>Hier<
eine erschütternde Rezension aus Deutschlandradio Kultur vom 12.9.09)
Hertz,
Noreena: Wir lassen uns nicht kaufen! Keine Kapitulation vor der Macht der
Wirtschaft. Econ, München 2001
Klein, Naomi: No Logo! Der Kampf der Global Players um Marktmacht.
Bertelsmann, München 2001
König, Johann-Günther: Finanzkriminalität. Geldwäsche, Insidergeschäfte, Spekulation. Suhrkamp. Frankfurt 2003
König, Johann-Günther: Alle Macht den Konzernen. Das neue Europa
im Griff der Lobbyisten. Rowohlt, Reinbeck bei Hamburg, 1999
Kurz, Robert
"Der Kollaps der Moderne" 1989 (schon den Kollaps 2008 verhergesagt)
Le monde diplomatique: Atlas der Globalisierung. taz 2003
Leggewie, Claus: Die Globalisierung und ihre Gegner. Beck. München
2003
Leif, Thomas/Speth, Rudolf (Hrsg.): Die stille Macht. Lobbyismus in
Deutschland. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2003
Leinemann,
Jürgen: Höhenrausch - Die wirklichkeitsleere Welt der Politiker. Karl
Blessing Verlag 2004.
>Hier<
mehr zum Buch
Leyendecker,
Hans: Die Grosse Gier - Korruption, Kartelle, Lustreisen: Warum unsere
Wirtschaft eine neue Moral braucht. rororo Berlin 2009.
>Hier< mehr zum Buch
Liedtke, Rüdiger: Wem gehört die Republik? Die Konzerne und ihre Verflechtungen, Eichborn Verlag, Frankfurt a. M. 2003
>Hier<
zum Buch
Mander, Jerry/Goldsmith, Edward: Schwarzbuch Globalisierung. Eine
fatale Entwicklung mit vielen Verlierern und wenigen Gewinnern. Riemann Verlag, München 2002
Martin, Hans-Peter/Schuhmann, Harald: Die Globalisierungsfalle, der
Angriff auf Demokratie und Wohlstand, Rowohlt Tb. 1998
Merten,
Hans-Lothar: Steueroasen, Ausgabe 2004, Wahlhalla Verlag 2003
Mies, Maria: Globalisierung von unten. Der Kampf gegen die Herrschaft der
Konzerne. Rotbuch Verlag, Hamburg 2001
Mueller, Volker und Prem, Horst (Hg.): Ökonomie
für den Menschen - Beitrag für eine humane Sozialethik; DFW-Heft 25,
Verlag: Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften, ISBN
978-3-933037-87-9, 114 Seitem, kart., 9,90 €
Was hat die Ökonomie
mit der Sozialethik zu tun? Wenn man vom amerikanischen
Casino-Kapitalismus ausgeht, dann gar nichts.
Der beeindruckende Film „Home“ des Franzosen Yann Arthus-Bertran beschrieb
den heutigen Umgang mit unseren Ressourcen. Es ist zu spät Pessimist zu
sein, war eine der Kernaussagen, die uns alle zum Handeln für eine
umweltfreundliche Energiepolitik mit geschlossenen Stoffkreisläufen
aufforderte.
Die Dogmen der Ökonomie beleuchtete Grahl von der Uni in Würzburg. Sie gehen
immer noch von unbegrenztem Wachstum in einer begrenzten Welt aus. Die
natürlichen Ressourcen sind einfach nur eine weitere Kapitalform, die die
Gesellschaft besitzt wie schnelle Computer, Humankapital in Form gut
ausgebildeter Arbeitskräfte oder technologisches know-how in ihren
Wissenschaftlern und Technikern. Mit solchen Zitaten von Nobelpreisträgern
der Ökonomie öffnete Grahl allen Teilnehmern die Augen.
Schrimpff wiederum machte deutlich wie indianische Kulturen im
Amazonasgebiet die dort vorhanden ausgezehrten Böden durch die Produktion
von Schwarz-Erde, Terra Preta in fruchtbare Kulturlandschaften umwandelten.
Der entsprechende Arte-Film über Nullbodenbearbeitung verdeutlichte die
vorsorgende Wirtschaftsweise dieser mit der Bibel unterm Arm und den
mitgebrachten Infektionskrankheiten der Spanier ausgerotteten Hochkulturen.
Für alle relativ neu war die Erkenntnis, dass diese Humusbildung wesentliche
Mengen CO2 aus der Atmosphäre binden kann. Hier wurden Zukunftsfragen
angesprochen, die für unser Überleben auf dem Raumschiff Erde entscheidend
sind.
Mueller machte in einer Analyse über Ethik und Ökonomie deutlich, dass
Ökonomie einem humanen Leitbild folgen muss. Urheber, Mittelpunkt und Ziel
aller Wirtschaft ist der Mensch. Das Gemeinwohl ist gegenüber
Sonderinteressen Einzelner vorrangig. Diese These wurde auch von Bär
unterstützt.
Solange aber alle Klimakosten mit einer Diskontrate von 20% real auf
Barwerte umgerechnet werden und es egal ist, ob der Golfstrom in einigen
hundert Jahren aufgrund unserer heutigen Emissionen abreißt, dient Ökonomie
nicht dem Menschen. Es ist Aufgabe der Politik dem Casino-Kapitalismus die
ökologisch-soziale Marktwirtschaft als Handlungsoption gegenüberzustellen
und umzusetzen.
Wer diese Zusammenhänge gehört hatte fragte sich zurecht, was päpstliche
Enzykliken wie die „Caritas in Veritate“ zur Lösung unserer Probleme noch
beitragen können oder ob sie nicht vielmehr aufgrund ihres falschen Welt-
und Menschenbildes ein Teil des Problems sind. Umso wichtiger ist es, dass
die humanistischen Verbände Alternativen aufzeigen, die uns an die
Grundlagen unseres Lebens zurückführen. Ökonomie ist kein Selbstzweck,
sondern sie muss dem Menschen dienen.
Viele Teilnehmer verließen das 25. DFW-Seminar in Schney vom 22.-24. Januar
2010 sehr nachdenklich, da sie über Zusammenhänge informiert wurden, die sie
so noch nicht gesehen hatten.
Pestel , Eduard und Mihailo Mesarovic: Menschheit am Wendepunkt,
Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt, 1974.
Zweiter Bericht an den Club of Rome.
Posener,
Alan: „Benedikts Kreuzzug - Der Angriff des Vatikans auf die moderne
Gesellschaft".
Ulstein 269 Seiten.
>Hier<
ausführliches: Besprechungen usw.
Pott, Marcel: „Der Westen in der Islamischen Falle
- Von Jerusalem bis Teheran:
Der neue Nahe Osten." KiWi. 176 Seiten.
>Hier<
ausführliches: Besprechungen usw.
Rifkin, Jeremy: Access. Das Verschwinden des Eigentums. Campus, Frankfurt/New
York 2000
Schwartau, Silke/
Valet, Armin: Vorsicht Supermarks - Wie wir verführt und betrogen werden. rororo
Sherman, David H./Young, David S./ Collingwood, Harris: Profits you can trust.
Prentice Hall, New Yersey 2003
Sen, Amartya: Ökonomie für den Menschen. Wege zu Gerechtigkeit und Solidarität
in der Marktwirtschaft. Carl Hanser Verlag, München/ Wien 2001
Steingart, Gabor: Deutschland, der Abstieg eines Superstars. Piper, München 2004
Stiglitz, Joseph E.: Die Schatten der Globalisierung. Siedler Verlag 2002
Weiss, Hans/Schmiederer,
Ernst: Asoziale Marktwirtschaft - Insider aus Politik und Wirtschaft
enthüllen, wie die Konzerne der Staat ausplündern. Kiepenheuer & Witsch,
Köln, 2004;
>hier< mehr auf gesonderter Seite.
Weiss, Hans:
Schwarzbuch Markenfirmen. Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2001 - Neuauflage 2003
Werner, Klaus/Weiss, Hans: Das neue Schwarzbuch Markenfirmen,
Deuticke Verlag, Wien 2003
Ziegler, Jean: Die neuen Herrscher der Welt. Bertelsmann, München
2003
Markus Grill:
Revolution von oben. Stern vom 17.12.2003
Eva Hillebrand:
Konvente,
Kampagnen und Klüngel. Die Reformbewegungen und ihr Kampf um
Meinungsführerschaft. DeutschlandRadio Berlin, 1.2.2004
Thomas Leif/ Rudolf
Speth (Hg.): Stille Macht. Lobbyismus in Deutschland. Wiesbaden 2003.
Verlag für Sozialwissenschaften.
Thomas Leif/ Rudolf
Speth (Hg.): Die fünfte Gewalt. Lobbyismus in Deutschland. Wiesbaden 2006.
Verlag für Sozialwissenschaften. Auch bei
der
Bundeszentrale für politische Bildung erhältlich
Ulrich Müller/ Sven
Giegold/ Malte Arhelger (Hg.): Gesteuerte Demokratie? Wie neoliberale Eliten
Politik und Öffentlichkeit beeinflussen. Hamburg 2004.
VSA-Verlag.
Dieter Plehwe/ Bernhard
Walpen/ Jürgen Nordmann:
Neoliberale
Wahrheitspolitik: Neo- bzw. Rechtsliberale Intellektuellen- und Think-Tank-
Netzwerke als Säulen einer hegemonialen Konstellation. Überlegungen zu einem
Forschungsprogramm (pdf, 283 kB)
PD Dr. Rudolf Speth:
Der BürgerKonvent –
Kampagnenprotest von oben ohne Transparenz und Bürgerbeteiligung.
Hans-Böckler-Stiftung 2003. (pdf, 217kB)
PD Dr. Rudolf Speth:
Die politischen
Strategien der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Hans
Böckler-Stiftung, August 2004 (pdf, 740 KB)
Bernhard Walpen: Die
offenen Feinde und ihre Gesellschaft. Eine hegemonietheoretische Studie zur Mont
Pèlerin-Society. Hamburg 2004. VSA-Verlag
Und noch ein Hinweis auf
3 Bücher:
