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und am Schluss noch weitere Hinweise

 

Ahfeldt, Horst: Wirtschaft, die arm macht. Vom Sozialstaat zur gespaltenen Gesellschaft. Verlag Antje Kunstmann, München 2003

Die Verlagerung von Arbeitsplätzen in "Billiglohnländer", der Anstieg der Arbeitslosigkeit und der damit einhergehende Rückgang der Steuereinnahmen führen zu prekären Finanzproblemen bei Staat und Bürgern. Diese Tendenzen spüren alle "alten" Industriestaaten seit Jahren. Die Heilmittel dagegen lauteten bisher Flexibilisierung der Arbeit(szeiten), Absenken von Lohneinkommen und sozialen Standard sowie höhere Anforderungen an die Leistungsbereitschaft der Bürger. Letztere Forderung richtete sich - scheinbar - nur an die klassischen Arbeitnehmer, während die Selbständigen davon verschont zu sein schienen. International gilt spätestens seit dem Ende des Kalten Krieges ein forcierter Wirtschaftsliberalismus als die Wunderwaffe gegen Armut und Ungleichheit, mit dem Argument, der Protektionismus würde die wirtschaftliche Entfaltung sowohl der etablierten wie der nachwachsenden Volkswirtschaften und damit letztlich die Verbreitung des Wohlstands behindern.

Soweit die "offizielle" Lesart der Industriestaaten und ihrer institutionellen Vertreter wie WTO (World Trade Organisation) und Weltbank. Die internationale "APO" (Außerparlamentarische Opposition) in Gestalt von ATTAC protestiert gegen diese Ideologie bereits seit einiger Zeit und hat in einzelnen Ländern auch engagierte Fürsprecher gefunden, unter anderem einen Mann napoleonischen Zuschnitts aus dem kleinen Saarland. Gerade dieser jedoch hat durch holzschnittartige - weil populistisch-eingängige - Theorien die Kritik an den Folgen eines schrankenlosen Liberalismus eher ins Gerede gebracht als sie hoffähig zu machen. Selbst seine ehemaligen (Weg-)Genossen folgen heute eher den Gurus der Globalisierung.

Horst Afheldt hat sich jetzt dieses Themas ohne Partei- oder Ideologiebrille angenommen, und kommt bei seinen Überlegungen zu einigen überraschenden und doch einleuchtenden Resultaten. So entlarvt er die Hoffnung und das Hinarbeiten auf gleich bleibende oder möglichst (wieder) steigende Wachstumsraten - besonders in Deutschland - mit einer ganz simplen logischen Tatsache: da das Wachstum immer in Prozent zum Vorjahr gemessen wird, würde eine gleich bleibende Rate ein exponentielles absolutes Wachstum erfordern, was im nationalen Rahmen schon aus demographischen Gründen und international aus ökologischen und ökonomischen Gründen unmöglich (und unsinnig) wäre. Jeder Naturwissenschaftler weiß überdies, dass alle natürlichen Vorgänge - und die Weltwirtschaft stellt auch einen dar - immer in exponentiell asymptotischen Kurven [f(x)=1- exp(-x)] ablaufen. Zu Beginn, von einem niedrigen Niveau, wachsen sie sehr schnell, dann immer langsamer. Soviel nur zu dem Fetisch "gleich bleibendes Wachstum".

Darüber hinaus jedoch greift Afheldt die "Abwärtsspirale" der weltweiten Arbeitskosten auf und an, die durch einen unbegrenzten Liberalismus geradezu angeheizt wird. Im Wettrennen um ausländische Investoren bemüht sich jede Region, die günstigsten Bedingungen zu schaffen, und das zu Lasten der eigenen Arbeitnehmer und der Staatshaushalte. Ergebnis ist laut Afheldt, und da kann man ihm nicht widersprechen, eine allgemeine Verarmung, abnehmende Kaufkraft, dadurch zusammenbrechende Firmen und weitere Arbeitslosigkeit, fehlende Steuereinnahmen und Verarmung.

Einen grundsätzlichen Webfehler der Wirtschaft - vor allem der deutschen - sieht Afheldt darin, dass alle Soziallasten aus den Abgaben der abhängig Beschäftigten getragen werden, die ihre Arbeitskraft nicht weltweit an den Meistbietenden verkaufen können. Kapitaleinkünfte bleiben dagegen von den Sozialabgaben verschont, um das "flüchtige Reh" Kapital nicht zu verscheuchen. Afheldt sieht all diese Probleme sehr klar und verzichtet dabei in wohltuender Weise auf jegliche ideologische Polemik, die Schuld und Ursachen dieser Entwicklung gerne dem jeweiligen politischen Gegner zuweist. Er sieht glasklar die Gefahren von Maßnahmen, wie sie Lafontaine in populistischer Manier vorträgt, und kann sich auch nicht mit staatlichen Kaufkraftaktionen durch Pump anfreunden. Er versucht tatsächlich, die Entwicklung der Weltwirtschaft während der letzten fünfzig Jahre als historischen Prozess darzustellen, dessen Paradigmen lange Zeit mit den Randbedingungen übereinstimmten und von der Entwicklung bestätigt wurden, die nun aber, unter geänderten Bedingungen, nicht mehr greifen.

Afheldt ist auch so ehrlich zuzugeben, dass es keinen "Königsweg" aus dieser Falle gibt. Zwar sieht er die Verteilung der sozialen Lasten auf alle Einkünfte als richtigen und notwendigen Schritt, erkennt aber auch sofort die Gefahr der Kapitalflucht. Schutzzölle zur Eindämmung des internationalen "Lohndumpings" hätte er gerne, gibt jedoch zu, dass dann die eigenen Produkte im Weltmarkt schlechter zu verkaufen wären, was wiederum zu Einbrüchen und Arbeitslosigkeit führt.

Afheldts Stärke, die unvoreingenommene Analyse der Situation, ist auch seine Schwäche. Fast jede der von ihm empfohlenen Maßnahmen beinhaltet schwere Nebenwirkungen, die letztlich nur durch eine  rigide durchgreifende - sprich totalitäre - Weltregierung verhindert werden könnten. Das jedoch will er verständlicherweise auch nicht. Wenn er die von den Industriestaaten weltweit durchgedrückte Liberalisierung als undemokratischen Akt denunziert, der durch die Entmachtung lokaler Regierung seitens internationaler Konzerne selbst zu Demokratieverlust führt, so gilt für eine regulierende Weltregierung, die jeder Region die wirtschaftlichen Maßnahmen vorschreibt, dasselbe. Und hellsichtig erkennt er auch, dass gerade ein solcher Verlust zum Ende des "real existierenden" Sozialismus geführt hat.

So schließt sich am Ende des Buches der Vorhang, und alle Fragen bleiben offen. Dabei wird noch nicht einmal diskutiert, dass Schutzzölle, die der europäischen Festung ihren sozialen Standard erhalten könnten, nicht nur die eigenen Produkte im Weltmarkt verteuern, sondern auch den Entwicklungsländern die Exportmöglichkeiten in die Industriestaaten verbauen würden.  Schon heute beklagen die Entwicklungsländer zu Recht, dass die EU durch die Agrarsubventionen zwecks Erhalt des bäuerlichen Wohlergehens ihre Landwirtschaft schwer schädigt; doch dieser Aspekt kommt bei Afheldt nicht zur Sprache.....

Eine wesentliche Schwäche von Afheldts Ausführungen besteht darin, dass er alle Tendenzen als unidirektional und final ansieht. Soziale Kämpfe in den Entwicklungsländern um einen höheren Anteil an den Einkünften, sprich höhere Löhne, stehen bei ihm nicht zur Diskussion, und damit auch nicht die Frage, wie lange diese Länder ohne Investitionen für Bildung und Infrastruktur noch als verlängerte Werkbänke für immer komplexere Technologien dienen können. Was kurzfristig stimmt, muss langfristig noch lange nicht zutreffen. Wer auf einer Sinuskurve abwärts rutscht, sieht die Katastrophe nahen, ohne zu wissen, dass sich die Kurve wieder hinauf schwingt. Seit dem Ende des zweiten Weltkriegs hat die Weltwirtschaft eine Periode des Friedens erlebt, wie sie vorher nie existiert hat, also fehlen uns daher - glücklicherweise - die Katastrophen, die aus ihren eigenen Niederungen heraus immer wieder zu starkem Wachstum geführt haben. Auch das Entropie-Gesetz, das einen unaufhaltsamen Ausgleich zwischen ungleichen Systemen festschreibt, kommt bei Afheldt nicht zur Sprache. Zwar wünscht man sich von ihm nicht Aussagen der Qualität "Die Menschheit hat sich schon immer aus schwierigen Situationen gerettet", doch den Hinweis auf eine systemimmanente Angleichung unterschiedlicher Bedingungen - z.B. durch das politische Erwachen ausgebeuteter Arbeitnehmer - hätte man von ihm schon erwartet.

Das Buch ist im Verlag Antje Kunstmann unter der ISBN 3-88897-385-6 erschienen und kostet 12 €.

Frank Raudszus ( www.egotrip.de )

 


Attac (Hrsg.)


Die geheimen Spielregeln
des Welthandels
WTO - GATS - TRIPS - MAI

Promedia Verlag

2., überarbeitete Auflage, Wien 2004
184 Seiten, € 15,90
ISBN 3-85371-200-2


     

Christian Felber (www.christian-felber.at/buecher/geheimespielregeln.php) schreibt: Einer der Hauptgründe für die wachsenden globalen Ungleichheiten sind die Spielregeln, auf denen die derzeitige Globalisierung beruht. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, der Neoliberalismus kenne keine Regeln, sind zahlreiche weitreichende wirtschaftspolitische Abkommen in Kraft, die sich hinter Kürzeln wie GATS, TRIPS, WTO, MAI oder DSU verstecken. Eine breite öffentliche Debatte über die wichtigsten Spielregeln des Welthandels, die unseren Lebensalltag stark betreffen, findet nicht statt. Dieses Buch soll helfen, die Geheimschrift der globalen Wirtschaftspolitik zu entziffern. Die grundlegende Kritik an WTO und Freihandel wird mit einem Kapitel über Alternativen für eine faire Gestaltung der Weltwirtschaft ergänzt.

 

GATS  = General Agreement on Trade in Services, Allgemeines Abkommen über den Dienstleistungsverkehr

TRIPS = Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights, Abkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte an geistigem Eigentum
WTO  = World-Trade-Organisation, Welthandelsorganisation (WTO heißt auch World Tourism Organization, Weltorganisation für Probleme des Fremdenverkehrs, ist aber hier nicht gemeint)

MAI   = Multilateral Agreement on Investment, betrifft Investitionsschutz, Liberalisierung und Streitschlichtung, Rechtsschutz

DSU   = Dispute Settlement Understanding, Übereinkommen zur Streitschlichtung

 


 

Joel Bakan: Das Ende der Konzerne. Die selbstzerstörerische Kraft der Unternehmen

 Europa Verlag (Wien) 2005.

Erstausg. Auflage. 230 Seiten.

ISBN 978-3-203-75543-4.

D: 12,90 EUR, A: 13,30 EUR, CH: 23,50 sFr.

 

Der Autor:

Joel Bakan ist seit 1990 Professor  an der juristischen  Fakultät der University of British Columbia in Kanada. Bakan beschreibt in seinem Buch die Entstehung und Entwicklung der Konzerne als Unternehmensform und Rechtsfigur - "Missgeburten der industriellen Welt", wie er sie nennt, die einen kaum noch zu kontrollierenden Einfluss auf die Entwicklung der Welt ausüben. Integriert in seine sehr kritische Arbeit sind Interviews mit prominenten Protagonisten aus Wirtschaft und Wissenschaft wie dem Nobelpreisträger Milton Friedman und Noam Chomsky. Am Ende des Buchs entwickelt er eigene Vorschläge, wie der Macht der Konzerne beizukommen ist. "Das Ende der Konzerne" wurde zur Vorlage für den Dokumentarfilm "The Corporation", der nicht nur in den USA für viel Aufsehen sorgte.

 

Aufbau und Inhalt

Aufstieg an die Macht

  • Business as usal

  • Die Externalisierungsmaschine

  • Die Grenzen der Demokratie

  • Unternehmen ohne Grenzen

  • Bilanz

  •  

    Rezension vom 22.11.2005:

    von

    Prof. Dr. Hans Langnickel
    Fachhochschule Lausitz
    Standort Cottbus
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    Kapitalgesellschaften tauchten erstmals Ende des sechzehnten Jahrhunderts auf. Ihr Spezifikum ist die Trennung von Firmeneigentum und Firmenleitung (Management). Der problematische Kern dieser Konstruktion liegt nach Bakan in der "beschränkten Haftung" der Gesellschaft, die die persönliche Haftung des natürlichen Firmeninhabers ersetzte. Schon Adam Smith warnte in "Der Wohlstand der Nationen", man dürfe Führungskräften (Managern) nicht "das Geld anderer Leute" anvertrauen, weil "Nachlässigkeit und Verschwendung" unabwendbar seien, wenn Unternehmen sich zu Kapitalgesellschaften zusammenschließen würden."  Von Anfang an befürchteten viele Kritiker, dass die beschränkte Haftung "das erste und natürlichste Prinzip der Wirtschaftsgesetzgebung" aufweichen könnte, nach dem jeder Mensch verpflichtet war, die Schulden zu zahlen, die er gemacht hatte, solange er dazu in der Lage war. Entscheidender jedoch ist nach Bakan, dass mit der Einführung von Konzernen Firmen in "juristische Personen" verwandelt wurden und  den Platz der menschlichen Besitzer einnahmen. Diese juristischen Personen, so die Intention des Gesetzgebers, sollten wie natürliche Personen handeln und wandeln können. Und das taten sie dann auch. Sie entwickelten sich nach Bakan zu "institutionelle Psychopathen".  Konzerne verfügen nach Bakan über institutionelle Charakterschwächen, die destruktiv für die Gesellschaft und Moral sind. Legt man an sie die gleichen Maßstäbe an wie an natürliche Personen, so treffen auf sie alle Kriterien einer psychopathischen Persönlichkeit zu, die der Gesellschaft großen Schaden zufügt, allerdings ohne dass sie gefasst und eingeschränkt werden können. "Die Profitabilität eines Unternehmens wächst in der Regel mit seiner Fähigkeit, andere die Rechnung für die Auswirkungen auf die Gesellschaft zahlen zu lassen," so Robert Monks, einer der wichtigsten und einflussreichsten Unternehmer der  USA. Wirtschaftswissenschaftler sprechen hier von "Externalitäten." Die Kapitalgesellschaft, so Monks, "ist eine Externalisierungsmaschine, genauso, wie der Hai eine Fressmaschine ist". Bakan beschreibt diese Externalisierungspraxis (Umwelt, Arbeit etc.) an vielen auch öffentlich bekanntgewordenen und skandalisierten Beispielen.

     

    Soziale Verantwortung ist wider den Zweck eines Konzerns. Deswegen sei es auch naiv, Soziale Verantwortlichkeit einzufordern. Milton Friedmann formuliert unmißverständlich: "Ein Unternehmen ist Eigentum der Aktionäre". Für ihn gibt es nur eine "soziale Verantwortlichkeit" für das Management: so viel Geld wie möglich für die Anteilseigner zu verdienen. Führungskräfte, die gesellschafts- und umweltpolitischen Zielen den Vorrang vor dem Profit geben - die sich um moralisches Handeln bemühen -, verhalten sich in Wirklichkeit unmoralisch." Soziale Verantwortlichkeit als Fassade ist o.K.  Soziale Verantwortung, die über ein Lippenbekenntnis hinausgeht, ist verboten. Konzerne werden nicht erst heute als "seelenlose Ungeheuer" gebrandmarkt - uninteressiert am Schicksal der Menschen, unpersönlich und unmoralisch. Vielen gelten sie als "Frankenstein-Monster", zu jeder Schandtat fähig, uninteressiert am Schicksal der Menschen. Man findet eine gefährliche Mischung aus Habgier, Missmanagement, Macht und Verantwortungslosigkeit.

     

    Was machen wir mit ihnen? Wie ist die Macht der Konzerne zu begrenzen und wie ist der "Psychopath Konzern" zu einem friedlicheren Mitglied des menschlichen Miteinanders domestiziert werden? Bakan ist äußerst skeptisch gegenüber der Idee der Social Responsibility von Unternehmen, skeptisch gegenüber der Vorstellung, kritische Aktionäre oder kritische Verbraucher könnten gewissermaßen als Stellvertreter für das Gemeinwohl die Konzerne bändigen und in ihre Schranken verweisen. Die seiner Auffassung nach naive Hoffnung  liegt in beiden Fällen in der Vorstellung, Konzerne durch Märkte und nicht durch den Staat kontrollieren zu können. Selbst wenn eine beträchtliche Anzahl von Verbrauchern und Aktionären bereit wäre, bei ihren Entscheidungen gesellschafts- und umweltrelevante Belange zu berücksichtigen, bleibt ein großes Problem: Wie gelangen sie in den Besitz aller dazu nötigen Informationen? Man ignoriert bei dieser Perspektive nach Bakan einen entscheidenden Faktor, nämlich dass die Existenz der Konzerne (ihre "Konzession") ausschließlich vom Staat abhängt und sie sich daher, zumindest theoretisch, immer unter staatlicher Kontrolle befinden. Ein Corporate Governance-Kodex zur Zähmung der Konzerne reicht hier für ihn aber nicht. Nach Bakan brauchen wir eine umfassende Kombination aus moralischen und Marktnormen sowie formalen staatlichen Sanktionen.

     

    Fazit

    Das Buch ist eine zuspitzend formulierende, informative Auseinandersetzung speziell mit der Konzernentwicklung in den USA, die sich in der Analyse in weiten Teilen übertragen lässt auf deutsche Verhältnisse. Es bietet für all diejenigen, die jenseits der oft naiven Kritik an falschen Managemententscheidungen einen Fundus ein Fakten und Dokumenten über die staatlich geförderte Macht der Konzerne - deren Geister man nur noch schwer wieder loswird.


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    Urheberrecht
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    Belen Balanya/ Ann Doherty/ Olivier Hoedeman

    (sowie Adam Ma'amit und Erik Wesseliusu):

    Europe Inc.

    Regional and Global Restructuring and the Rise of Corporate Power.

    London 2003. Pluto-Press.


    1. Auflage auf Deutsch:

    “Konzern Europa - Die unkontrollierte Macht der Unternehmen”.

    Rotpunkt Verlag.

    Zürich 2001.

    Übersetzung: Eleanor Hobley

     

    ISBN-10: 3-85869-216-6


     

    Vorwiegend aus Verlagsangaben zitiert:

     

    Die transnationalen Unternehmen haben die Globalisierung nicht nur mitgeprägt. Bei der Internationalisierung der Zusammenarbeit sind sie anderen Lobbygruppen weit voraus.

    "In den sechziger Jahren saßen Geschäftsführer wie ich mehr oder weniger im Beifahrersitz und haben zugesehen, wie die Verhandlungen abgelaufen sind. Heutzutage sitzen wir am Steuer und entwerfen viele der Dokumente selbst," David Rockefeller, Chief Executive Officer der Chase Manhattan Bank

    Mächtige politische Akteure des Globalisierungsprozesses sind die transnationalen Konzerne (TNK). Sie haben nicht nur das aktuelle Modell der Globalisierung durch ihre eigenen wirtschaftlichen Umstrukturierungen entscheidend geprägt. Indem sie komplexe Netzwerke gebildet und sich in Lobbygruppen zusammengeschlossen haben, ist es ihnen auch gelungen, den gesamten Prozess durch ihre systematische Mitwirkung beim Auf- und Umstellen der internationalen Regeln des Handels und des Investierens mitzusteuern.


    Europäische Koordination

    Innerhalb der Europäischen Gemeinschaft und der Europäischen Union sind TNK in den letzten 20 Jahren wichtige Akteure geworden. Heutzutage arbeiten mehr als 15.000 professionelle Lobbyisten in den Gebäuden der Europäischen Kommission, des Europarats und -parlaments. Viele kommen von PR-Firmen, Lobbygruppen und Unternehmen. Brüssel spielt Gastgeber für schätzungsweise über 500 Industrielobbygruppen, die Branchen wie Biotechnologie, Chemie-, Waffen- und Atomindustrie vertreten, oder die Gesetzgebung bei bestimmten Themen wie Müllverbrennung oder der Nutzung von PVC beeinflussen sollen.

    Ohne Zweifel ist die einflussreichste europäische Wirtschaftslobbygruppe der Europäische Runde Tisch der Industrialisten (ERT), ein geheim operierender Klub mit 47 Vorsitzenden und Vorständen aus Europas größten transnationalen Unternehmen. Der ERT erzielte seine bemerkenswertesten Erfolge in den späten achtziger und frühen neunziger Jahren, als seine Wünsche nach einem gemeinsamen Markt und transeuropäischen Netzwerken (TEN) bei der Transportinfrastruktur in Erfüllung gingen.

    Sein Einfluss ist auch beim Maastricht-Vertrag von 1991, der das Fundament für die Europäische Währungsunion legte, deutlich zu bemerken. Die weitreichende Macht der Gruppe spiegelt sich im »Aktionsplan Lissabon« der EU, der im März 2000 beschlossen wurde. Dieser sieht vor, die Energie-, Transport- und Postdienstmärkte europaweit zu privatisieren und die Arbeitsmärkte und Rentensysteme weiter neoliberal zu reformieren.


    Globale Abstimmung

    Dem Aufschwung der politischen Macht der Unternehmen auf nationaler und regionaler Ebene folgte ein globaler Schub. Am weitreichendsten zeigt sich die Stärke der TNK womöglich in der Welthandelsorganisation (WTO). Laut einem ehemaligen WTO-Vorsitzenden würden viele WTO-Verträge und vielleicht sogar die Institution selber »ohne die enorme Zwänge« der Industrie nicht existieren. Die in Paris ansässige Internationale Handelskammer (ICC) ist die allergrößte und einflussreichste internationale Wirtschaftslobbygruppe und zählt u.a. General Motors, Novartis, Bayer und Nestlé zu ihren Mitgliedern. Sie hat offenen Zugang zu vielen der wichtigsten wirtschaftlichen und politischen Institutionen der globalen Wirtschaft – unter anderem zur WTO, der OECD, den Vereinten Nationen und den G 8. In letzter Zeit hat die ICC die Führungsrolle in der Wirtschaftskampagne gegen die Anti-Globalisierungsbewegung eingenommen. Im Zentrum der ICC-Verteidigungsstrategie steht dabei eine erfolgreiche so genannte Charmeoffensive bei den Vereinten Nationen.

    Während die ICC eine typische Wirtschaftslobbygruppe ist, die das politische Klima zugunsten seiner Mitgliedsfirmen zu steuern und beeinflussen versucht, ist der Transatlantische Geschäftsdialog (TABD) eine gemeinsame Initiative von TNK und Regierungen. Mit dem Mandat der US-Regierung und der EU arbeiten 150 Großfirmen daran, die »Hindernisse des transatlantischen Handels« zu identifizieren. Dabei ist es ihnen gelungen, viele Gesetzeswerke zum Schutz der Arbeiter, der Umwelt und der Verbraucher zu verspäten, zu schwächen oder zu blockieren. Durch das Schmieden eines EU-US-Konsenses hatte der TABD eine Schlüsselrolle bei der Eröffnung der neuesten Verhandlungen der WTO in Qatar im November 2001. Kein Wunder, dass der TABD in den letzten Jahren ins Visier von Globalisierungskritikern geraten ist. Sie sehen die Gruppe als Symbol dessen, was bei der Globalisierung schief läuft.


    Linktipps:
    - Weltwirtschaftsforum: www.weforum.org ,
    - NGOs: www.corporateeurope.org, www.corpwatch.org

    (aus Soli extra "Globalisierung", Sommer 2003, Autor: Olivier Hoedemann; Olivier Hoedeman arbeitet bei Corporate Europe Observatory - CEO - ).

     



     

    Brockhaus, der: Wirtschaft. Betriebs- und Volkswirtschaft, Börse, Finanzen, Versicherungen und Steuern. Brockhaus, Leipzig, Mannheim 2004
     


    Brüggemann, Axel: Wir holen uns die Politik zurück, Eichborn-Verlag, April 2009. >Hier< ausführliches: Besprechungen usw.


     

    Chomsky, Noam: Profit Over People. Neoliberalismus und globale Weltordnung. Europa Verlag, München 2000

     

    Wer sagt, er verstünde die Wirtschaft nicht und könne an den politischen Verhältnissen ohnehin nichts ändern, wer das indifferente und larmoyante Gerede (d.h. sentimental-weinerlich mit allzu viel Gefühl und Selbstmitleid) über den ungezügelten Kapitalismus und die Globalisierung leid ist, der sollte Chomskys neues Buch lesen.


    Noam Chomskys Kritik an "freier" Marktwirtschaft und Neoliberalismus besticht und ermutigt durch Argumente, die historisch und ökonomisch fundiert sind, durch eine einfache und präzise Sprache, durch einen kompromisslosen, unangepassten Standpunkt und nicht zuletzt durch die Hoffnung auf eine Demokratie, die keine verkappte Diktatur von Märkten und Medien, sondern die Praxis einer sozialen Bewegung ist. Weit entfernt von Utopien jeglicher Couleur, zeigt Chomsky konkrete Möglichkeiten der Ausübung von Bürgerrechten auf und appelliert an die Partizipation jedes einzelnen an der Politik.

     

    Chomsky bringt es auf den Punkt: Wer sich mit dem Neoliberalismus auseinander setzt, muss das politische System der USA betrachten - und er entdeckt hinter der schnieken Fassade der westlichen Supermacht einen grossen Misthaufen. Schon die Verfassung der USA wurde einst von den Besitzenden geschaffen zum Zweck, sich vor den Nichtbesitzenden zu schützen. Und das ist heute noch so: Indem die USA ihre eigene Wirtschaft durch hohe Marktbarrieren vor ausländischen Produkten abschotten, aber andere Nationen zwingen, bedingungslos ihre Märkte zu öffnen. Und indem sie demokratische Staaten durch Zersetzung und Terror destabilisieren, damit der Kapitalstrom heimischer Investoren weiter fliesst. Benutzt Chomsky das Vokabular der Neoliberalisten, schlägt sein Ton schnell um in stählernen Sarkasmus. Doch auch die analytischen Sequenzen sind faszinierend, denn sie bringen scheinbar feste Gewissheiten augenblicklich ins Wanken - vor allem wenn der Autor aus geheimen Quellen und Protokollen zitiert. Von Nachteil ist nur, dass seine Gedanken recht unstrukturiert über die Seiten streunen; durch die wüste Gliederung wird der gute Ansatz ziemlich hintertrieben. Dennoch lohnt die Lektüre gerade für erklärte US-Sympathisanten, meint www.getAbstract.com - denn der "gute Hegemon" in Übersee hat mehr Leichen im Keller, als viele ahnen.

     

    Noch ein Hinweis von Fritz J. Raddatz*, der ernsthaft erschüttert ist von Chomskys Essay über den Neoliberalismus und die neue globale Weltordnung. Nicht weil es so schlecht wäre. Im Gegenteil. Das Bild eines "Kapitalismus ohne menschliches Antlitz" ist zwar nicht so neu, wie Raddatz einräumt, aber Chomsky eröffne einen völlig neuen Blick. Dabei sieht Raddatz die Brisanz des Essays nicht so sehr im präsentierten Tatsachenmaterial, obwohl er sich viel Raum nimmt, Zahlen, Daten und Fakten aus Chomskys "niederschmetternden Bilanz" darzustellen. Das Brisante macht Raddatz in den aufgezeigten fatalen Folgen für die Demokratie aus: Dass der Mensch im Zeitalter von Kommunikation und Information der völligen Manipulation unterliegt. "Die Undurchschaubarkeit unserer gesellschaftlichen Systeme produziert etwas Verhängnisvolles: Verdruss und Passivität" - die schlimmsten Feinde der Demokratie. Raddatz schließt mit der Aufforderung, doch wieder Marx zu lesen und über eine postkapitalistische Gesellschaftsordnung nachzudenken: "Schließlich schien die Abschaffung der Sklaverei auch einmal undenkbar."

    * geboren 1931 in Berlin, ist freier Autor, Essayist und Publizist. 1960-69 war er Cheflektor im Rowohlt Verlag, 1977-85 Feuilletonchef der ZEIT. Herausgeber von Tucholskys Gesammelten Werken, Vorsitzender der Kurt-Tucholsky-Stiftung. Romane, Erzählungen, Biografien, Essays.

     

    Noam Chomsky, geboren am 7. Dezember 1928, ist seit 1961 als Professor am Massachusetts Institute of Technology, MIT, tätig; seine Bücher über Linguistik, Philosophie und Politik erschienen in allen wichtigen Sprachen der Erde. Noam Chomsky hat seit den sechziger Jahren hergebrachte Vorstellungen über Sprache und Denken revolutioniert. Zugleich ist er einer der schärfsten Kritiker der gegenwärtigen Weltordnung und des US-Imperialismus.
     


    Eigen, Peter: Das Netz der Korruption. Wie eine weltweite Bewegung gegen Bestechung kämpft. Campus, Frankfurt 2003


     

    George, Susan: WTO: Demokratie statt Drakula. Für ein gerechtes Welthandelssystem. VSA-Verlag 2002


     

    Giegold, Seven: Steueroasen: trockenlegen! Die verborgenen Billionen für Entwicklung und soziale Gerechtigkeit heranziehen. Attac-Basis Texte 4. VSA-Verlag, Hamburg 2003


     

    Grefe, Christiane/Greffrath, Mathias/Schumann, Harald: Attac. Was wollen die Globalisierungskritiker? Rowohlt, Berlin 2002


     

    Grosjean, Rene Klaus: Wie lese ich eine Bilanz? Ein Crash-Kurs für Nichtfachleute. Econ. München 2001


     

    Hennes, Wilhelm: Auf dem Weg in den Parteienstaat, Reclam 1969 (>Hier< eine erschütternde Rezension aus Deutschlandradio Kultur vom 12.9.09)


     

    Hertz, Noreena: Wir lassen uns nicht kaufen! Keine Kapitulation vor der Macht der Wirtschaft. Econ, München 2001


     

    Klein, Naomi: No Logo! Der Kampf der Global Players um Marktmacht. Bertelsmann, München 2001


     

    König, Johann-Günther: Finanzkriminalität. Geldwäsche, Insidergeschäfte, Spekulation. Suhrkamp. Frankfurt 2003


     

    König, Johann-Günther: Alle Macht den Konzernen. Das neue Europa im Griff der Lobbyisten. Rowohlt, Reinbeck bei Hamburg, 1999


     

    Kurz, Robert "Der Kollaps der Moderne" 1989 (schon den Kollaps 2008 verhergesagt)


     

    Le monde diplomatique: Atlas der Globalisierung. taz 2003


     

    Leggewie, Claus: Die Globalisierung und ihre Gegner. Beck. München 2003


     

    Leif, Thomas/Speth, Rudolf (Hrsg.): Die stille Macht. Lobbyismus in Deutschland. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2003


     

    Leinemann, Jürgen: Höhenrausch - Die wirklichkeitsleere Welt der Politiker. Karl Blessing Verlag 2004. >Hier< mehr zum Buch


     

    Leyendecker, Hans: Die Grosse Gier - Korruption, Kartelle, Lustreisen: Warum unsere Wirtschaft eine neue Moral braucht. rororo Berlin 2009. >Hier< mehr zum Buch


     

    Liedtke, Rüdiger: Wem gehört die Republik? Die Konzerne und ihre Verflechtungen, Eichborn Verlag, Frankfurt a. M. 2003 >Hier< zum Buch


     

    Mander, Jerry/Goldsmith, Edward: Schwarzbuch Globalisierung. Eine fatale Entwicklung mit vielen Verlierern und wenigen Gewinnern. Riemann Verlag, München 2002


     

    Martin, Hans-Peter/Schuhmann, Harald: Die Globalisierungsfalle, der Angriff auf Demokratie und Wohlstand, Rowohlt Tb. 1998


     

    Merten, Hans-Lothar: Steueroasen, Ausgabe 2004, Wahlhalla Verlag 2003


     

    Mies, Maria: Globalisierung von unten. Der Kampf gegen die Herrschaft der Konzerne. Rotbuch Verlag, Hamburg 2001


    Mueller, Volker und Prem, Horst (Hg.): Ökonomie für den Menschen - Beitrag für eine humane Sozialethik; DFW-Heft 25, Verlag: Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften, ISBN 978-3-933037-87-9, 114 Seitem, kart., 9,90 €

    Was hat die Ökonomie mit der Sozialethik zu tun? Wenn man vom amerikanischen Casino-Kapitalismus ausgeht, dann gar nichts.
    Der beeindruckende Film „Home“ des Franzosen Yann Arthus-Bertran beschrieb den heutigen Umgang mit unseren Ressourcen. Es ist zu spät Pessimist zu sein, war eine der Kernaussagen, die uns alle zum Handeln für eine umweltfreundliche Energiepolitik mit geschlossenen Stoffkreisläufen aufforderte.
    Die Dogmen der Ökonomie beleuchtete Grahl von der Uni in Würzburg. Sie gehen immer noch von unbegrenztem Wachstum in einer begrenzten Welt aus. Die natürlichen Ressourcen sind einfach nur eine weitere Kapitalform, die die Gesellschaft besitzt wie schnelle Computer, Humankapital in Form gut ausgebildeter Arbeitskräfte oder technologisches know-how in ihren Wissenschaftlern und Technikern. Mit solchen Zitaten von Nobelpreisträgern der Ökonomie öffnete Grahl allen Teilnehmern die Augen.
    Schrimpff wiederum machte deutlich wie indianische Kulturen im Amazonasgebiet die dort vorhanden ausgezehrten Böden durch die Produktion von Schwarz-Erde, Terra Preta in fruchtbare Kulturlandschaften umwandelten. Der entsprechende Arte-Film über Nullbodenbearbeitung verdeutlichte die vorsorgende Wirtschaftsweise dieser mit der Bibel unterm Arm und den mitgebrachten Infektionskrankheiten der Spanier ausgerotteten Hochkulturen. Für alle relativ neu war die Erkenntnis, dass diese Humusbildung wesentliche Mengen CO2 aus der Atmosphäre binden kann. Hier wurden Zukunftsfragen angesprochen, die für unser Überleben auf dem Raumschiff Erde entscheidend sind.
    Mueller machte in einer Analyse über Ethik und Ökonomie deutlich, dass Ökonomie einem humanen Leitbild folgen muss. Urheber, Mittelpunkt und Ziel aller Wirtschaft ist der Mensch. Das Gemeinwohl ist gegenüber Sonderinteressen Einzelner vorrangig. Diese These wurde auch von Bär unterstützt.
    Solange aber alle Klimakosten mit einer Diskontrate von 20% real auf Barwerte umgerechnet werden und es egal ist, ob der Golfstrom in einigen hundert Jahren aufgrund unserer heutigen Emissionen abreißt, dient Ökonomie nicht dem Menschen. Es ist Aufgabe der Politik dem Casino-Kapitalismus die ökologisch-soziale Marktwirtschaft als Handlungsoption gegenüberzustellen und umzusetzen.
    Wer diese Zusammenhänge gehört hatte fragte sich zurecht, was päpstliche Enzykliken wie die „Caritas in Veritate“ zur Lösung unserer Probleme noch beitragen können oder ob sie nicht vielmehr aufgrund ihres falschen Welt- und Menschenbildes ein Teil des Problems sind. Umso wichtiger ist es, dass die humanistischen Verbände Alternativen aufzeigen, die uns an die Grundlagen unseres Lebens zurückführen. Ökonomie ist kein Selbstzweck, sondern sie muss dem Menschen dienen.
    Viele Teilnehmer verließen das 25. DFW-Seminar in Schney vom 22.-24. Januar 2010 sehr nachdenklich, da sie über Zusammenhänge informiert wurden, die sie so noch nicht gesehen hatten.


     

    Pestel , Eduard und Mihailo Mesarovic: Menschheit am Wendepunkt, Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt, 1974. Zweiter Bericht an den Club of Rome.


     

    Posener, Alan: „Benedikts Kreuzzug - Der Angriff des Vatikans auf die moderne Gesellschaft". Ulstein 269 Seiten. >Hier< ausführliches: Besprechungen usw.


     

    Pott, Marcel: „Der Westen in der Islamischen Falle - Von Jerusalem bis Teheran: Der neue Nahe Osten." KiWi. 176 Seiten. >Hier< ausführliches: Besprechungen usw. 


     

    Rifkin, Jeremy: Access. Das Verschwinden des Eigentums. Campus, Frankfurt/New York 2000


     

    Schwartau, Silke/ Valet, Armin: Vorsicht Supermarks - Wie wir verführt und betrogen werden. rororo


     

    Sherman, David H./Young, David S./ Collingwood, Harris: Profits you can trust. Prentice Hall, New Yersey 2003


     

    Sen, Amartya: Ökonomie für den Menschen. Wege zu Gerechtigkeit und Solidarität in der Marktwirtschaft. Carl Hanser Verlag, München/ Wien 2001


     

    Steingart, Gabor: Deutschland, der Abstieg eines Superstars. Piper, München 2004


     

    Stiglitz, Joseph E.: Die Schatten der Globalisierung. Siedler Verlag 2002


     

    Weiss, Hans/Schmiederer, Ernst: Asoziale Marktwirtschaft - Insider aus Politik und Wirtschaft enthüllen, wie die Konzerne der Staat ausplündern. Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2004; >hier< mehr auf gesonderter Seite.


     

    Weiss, Hans: Schwarzbuch Markenfirmen. Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2001 - Neuauflage 2003


     

    Werner, Klaus/Weiss, Hans: Das neue Schwarzbuch Markenfirmen, Deuticke Verlag, Wien 2003


     

    Ziegler, Jean: Die neuen Herrscher der Welt. Bertelsmann, München 2003


     

    Kleine Literatur-Auswahl

    Markus Grill: Revolution von oben. Stern vom 17.12.2003

    Eva Hillebrand: Konvente, Kampagnen und Klüngel. Die Reformbewegungen und ihr Kampf um Meinungsführerschaft. DeutschlandRadio Berlin, 1.2.2004

    Thomas Leif/ Rudolf Speth (Hg.): Stille Macht. Lobbyismus in Deutschland. Wiesbaden 2003. Verlag für Sozialwissenschaften.

    Thomas Leif/ Rudolf Speth (Hg.): Die fünfte Gewalt. Lobbyismus in Deutschland. Wiesbaden 2006. Verlag für Sozialwissenschaften. Auch bei der Bundeszentrale für politische Bildung erhältlich

    Ulrich Müller/ Sven Giegold/ Malte Arhelger (Hg.): Gesteuerte Demokratie? Wie neoliberale Eliten Politik und Öffentlichkeit beeinflussen. Hamburg 2004. VSA-Verlag.

    Dieter Plehwe/ Bernhard Walpen/ Jürgen Nordmann: Neoliberale Wahrheitspolitik: Neo- bzw. Rechtsliberale Intellektuellen- und Think-Tank- Netzwerke als Säulen einer hegemonialen Konstellation. Überlegungen zu einem Forschungsprogramm (pdf, 283 kB)

    PD Dr. Rudolf Speth: Der BürgerKonvent – Kampagnenprotest von oben ohne Transparenz und Bürgerbeteiligung. Hans-Böckler-Stiftung 2003. (pdf, 217kB)

    PD Dr. Rudolf Speth: Die politischen Strategien der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Hans Böckler-Stiftung, August 2004 (pdf, 740 KB)

    Bernhard Walpen: Die offenen Feinde und ihre Gesellschaft. Eine hegemonietheoretische Studie zur Mont Pèlerin-Society. Hamburg 2004. VSA-Verlag


     

    Und noch ein Hinweis auf 3 Bücher: